DE19636729A1 - Fahrrad-Kettenantrieb mit einer Kettenschaltung - Google Patents
Fahrrad-Kettenantrieb mit einer KettenschaltungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fahrrad-Kettenan
trieb oder dergleichen mit einer Kettenschaltung, umfassend
eine auf einer Tretkurbelwelle angeordnete erste Zahnkranz
anordnung und eine auf einer Radachse angeordnete zweite
Zahnkranzanordnung, welche über eine Antriebskette mitein
ander antriebsverbindbar sind, wobei wenigstens eine der
Zahnkranzanordnungen als Mehrfachzahnkranz ausgebildet ist
und wobei diesem ein verstellbares Kettenführungselement
zum Überwerfen der Antriebskette von einem Zahnkranz auf
einen anderen zugeordnet ist.
Es sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen,
daß der Begriff "Kettenantrieb" auch äquivalente Antriebe,
beispielsweise Riemenantriebe, umfaßt, wobei der Begriff
"Kette" z. B. durch "Flachriemen", "Keilriemen" oder "Zahn
riemen, der Begriff "Zahnkranz" entsprechend durch "Rie
menscheibe" zu ersetzen wäre.
Derartige Fahrrad-Kettenantriebe erlauben es, die Antriebs
übersetzung stufenweise zu ändern und an die jeweiligen
Fahrbedingungen, beispielsweise Straßensteigungen, anzu
passen. Die verschiedenen Zahnkränze eines Mehrfachzahn
kranzes haben unterschiedliche Durchmesser und Zähnezahlen,
so daß sich durch Überwerfen der Antriebskette von einem
Zahnkranz auf den anderen unterschiedliche Übersetzungs
verhältnisse herstellen lassen. Derartige Fahrrad-Ketten
antriebe sind allgemein bekannt.
Ein Nachteil herkömmlicher Fahrrad-Kettenantriebe der im
Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Art wird darin ge
sehen, daß nur bei einer oder bei wenigen Schaltungszu
ständen die beiden Zahnkränze, über die die Antriebskette
läuft, miteinander fluchten und die Antriebskette in der
durch diese beiden Zahnkränze definierten Ebene läuft.
Bei allen anderen Schaltungszuständen wird die Antriebs
kette aus der durch einen ersten Zahnkranz definierten
Ebene in eine andere, durch den zweiten Zahnkranz defi
nierte Ebene ausgelenkt. Bei einem Fahrradkettenantrieb,
bei dem beispielsweise die hintere, dem Rad zugeordnete
Zahnkranzanordnung sieben oder mehr Zahnkränze hat, was
durchaus üblich ist, ergeben sich in den Extremfällen,
bei denen etwa die größte oder die kleinste Übersetzung
gewählt wurde, sehr starke Auslenkungen, welche die An
triebsverhältnisse nachteilig beeinflussen. Die Auslenkung
der Antriebskette führt einerseits zu einem erhöhten Ver
schleiß der Antriebskette selbst, d. h. insbesondere zu
einem Ausschlagen der die einzelnen Kettenglieder mitein
ander verbindenden Gelenke, andererseits aber auch zu
einem erhöhten Verschleiß der Zahnkränze. Außerdem erhöht
diese Auslenkung den Laufwiderstand der Antriebskette und
damit den Widerstand, den der Radfahrer zu überwinden hat.
Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Punkt ist, daß
eine stark ausgelenkte Antriebskette erhebliche Laufge
rausche verursacht, was auf Dauer auch unangenehm ist.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Fahr
rad-Kettenantrieb der im Oberbegriff des Anspruches 1 ge
nannten Art zu schaffen, bei welchem die durch eine Aus
lenkung der Antriebskette verursachten Nachteile ausge
schaltet werden können.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1
beschriebenen Merkmale gelöst.
Es ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß zumindest eine der
Zahnkranzanordnungen in Richtung seiner Zahnkranzachse
verstellbar angeordnet und mit Betätigungsmitteln zum
Verstellen derselben in unterschiedliche Betriebsstel
lungen sowie zum Arretieren in diesen Betriebsstellungen
verbunden ist. Der Radfahrer hat damit die Möglichkeit,
die verstellbare Zahnkranzanordnung so zu verschieben,
daß der Zahnkranz, über den die Antriebskette läuft, zu
dem die Antriebskette aufnehmenden Zahnkranz der anderen
Zahnkranzanordnung ganz oder zumindest weitgehend fluch
tend auszurichten, so daß eine Auslenkung der Antriebs
kette ganz oder weitgehend vermieden werden kann.
Um die Versteilwege der Zahnkranzanordnungen klein zu
halten, kann vorgesehen sein, daß beide Zahnkranzanord
nungen verstellbar sind. Konstruktiv und hinsichtlich
der Bedienung einfacher ist es jedoch, eine der beiden
Zahnkranzanordnungen verstellbar zu machen und den Ver
stellweg so groß zu wählen, daß bei allen Schaltungs
stellungen die die Antriebskette tragenden Zahnkränze
zueinander fluchtend ausgerichtet werden können.
Es ist denkbar, daß die verstellbare Zahnkranzanordnung
mit der jeweils zugeordneten Tretkurbelwelle bzw. Rad
achse zusammen axial verstellbar ist, wobei die Tret
kurbel bzw. die Radachse dann mit den Betätigungsmitteln
verbunden ist. Eine derartige konstruktive Lösung ist
in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt.
In bevorzugter Ausgestaltung ist jedoch vorgesehen, daß
die verstellbare Zahnkranzanordnung auf der zugeordneten
Tretkurbelwelle bzw. Radachse axial verschiebbar gelagert
ist und dann direkt mit den Betätigungsmitteln verbunden
ist. Eine derartige konstruktive Lösung ist anhand eines
Ausführungsbeispieles im einzelnen beschrieben.
Für die Betätigungsmittel zum Verstellen eines Zahnkran
zes lassen sich wiederum unterschiedliche Lösungen finden.
Bei einer günstigen, anhand des ausführlichen Ausführungs
beispieles beschriebenen Lösung ist vorgesehen, daß die
Betätigungsmittel einen mit einer Druckmittelquelle ver
bundenen, vom Fahrer steuerbaren hydraulischen Stellan
trieb umfassen. Mittels eines hydraulischen Stellantrie
bes läßt sich in besonders einfacher Weise die Strecke
zwischen dem fahrerseitigen Eingangsende und dem zahn
kranzseitigen Ausgangsende des Stellantriebes überbrücken.
In anderer Ausgestaltung der Erfindung können die Betäti
gungsmittel einen vom Fahrer betätigbaren mechanischen
Stellantrieb, beispielsweise einen in der Fahrradtechnik
gebräuchlichen Bowdenzug umfassen. Des weiteren ist auch
ein in der Fernsteuertechnik bekannter und üblicher elek
tromechanischer Stellantrieb einsetzbar, wie nicht näher
erläutert zu werden braucht.
Bei gebräuchlichen Fahrrad-Kettenantrieben mit einer Ket
tenschaltung sind im allgemeinen beide Zahnkranzanord
nungen Mehrfachzahnkränze, wobei beispielsweise die vor
dere, der Tretkurbel zugeordnete Zahnkranzanordnung drei
Zahnkränze, die hintere, dem Antriebsrad zugeordnete Zahn
kranzanordnung sieben oder mehr Zahnkränze haben kann. In
diesem Falle ist die verstellbare Zahnkranzanordnung ein
Mehrfachzahnkranz. Um bei einer axialen Verstellung
dieses Mehrfachzahnkranz es zum Zwecke der Kompensierung
einer Antriebskettenauslenkung die für diesen Mehrfach
zahnkranz gewählte Schaltungsstellung nicht zu verändern,
ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß das dem Mehrfachzahn
kranz zugeordnete Kettenführungselement mit der verstell
baren Zahnkranzanordnung gekoppelt ist derart, daß es-bei
der Verstellbewegung derselben stets mitgenommen wird.
Bei einem Fahrrad-Kettenantrieb, bei welchem beide Zahn
kranzanordnungen als Mehrfachzahnkränze ausgebildet sind,
ist weiter erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Mehrfach
zahnkränze jeweils einen gleichen axialen Zahnkranzab
stand haben, daß eine der beiden Zahnkranzanordnungen ver
stellbar ist, und daß diese Zahnkranzanordnung von einer
Anfangsstellung, bei der der äußere Zahnkranz dieser Zahn
kranzanordnung mit dem inneren Zahnkranz der anderen Zahn
kranzanordnung fluchtet, in gleichen, dem Zahnkranzabstand
entsprechenden Schritten bis in eine Endstellung, bei der
der innere Zahnkranz der verstellbaren Zahnkranzanordnung
mit dem äußeren Zahnkranz der anderen Zahnkranzanordnung
fluchtet, verstellbar ist. Auf diese Weise läßt sich für
alle Schaltungsanordnungen eine Verstellposition für den
verstellbaren Zahnkranz finden, bei der die beiden die
Antriebskette tragenden Zahnkränze sowie gleichzeitig eine
bestimmte Anzahl weiterer Zahnkränze zueinander fluchten.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
die auf der Tretkurbelwelle angeordnete Zahnkranzanord
nung auf dieser verschiebbar gelagert; gemäß einer kon
struktiven Ausgestaltung ist vorgesehen, daß am Fahrrad
rahmen ein Tretkurbelgehäuse fest angeordnet ist, in
welchem die Tretkurbelwelle drehbar und axial unverschieb
bar gelagert ist, wobei die Zahnkranzanordnung auf einem
außerhalb des Tretkurbelgehäuses befindlichen Abschnitt
der Tretkurbelwelle drehfest und axial verschiebbar ange
ordnet ist, und daß die Zahnkranzanordnung über ein Dreh
lager mit den Betätigungsmitteln für die axiale Verstel
lung dieser Zahnkranzanordnung verbunden ist. Die Betä
tigungsmittel umfassen bei einer Ausgestaltung der Er
findung einen axial verstellbaren hydraulischen Stellan
trieb, dessen bewegliches Stellelement mit der Zahnkranz
anordnung gekoppelt ist. Dieser hydraulische Stellantrieb
weist vorzugsweise wenigstens einen zweiseitig beaufschlag
ten Stellkolben auf, welcher in einem im Tretlagergehäuse
ausgebildeten, zugeordneten Zylinder verschiebbar angeordnet
ist, und dessen aus dem Tretlagergehäuse herausgeführte
Kolbenstange mit der Zahnkranzanordnung gekoppelt ist.
Durch Beaufschlagen der einen oder der anderen Seite
des Stellkolbens wird dieser in der einen bzw. der ande
ren Richtung verstellt. Eine andere Lösung sieht vor, daß
der Stellkolben einseitig beaufschlagbar ist, wobei die
Rückstellung über Federmittel erfolgt.
Um ein Verkanten der Zahnkranzanordnung auf der Tret
kurbelwelle auszuschließen, ist erfindungsgemäß vorge
sehen, daß der hydraulische Stellantrieb mehrere gleich
mäßig um die Tretkurbelwelle herum angeordnete Stellkol
ben umfaßt, welche hydraulisch zueinander parallel ge
schaltet sind. Eine derartige Anordnung ist anhand des
ausführlichen Ausführungsbeispieles genauer beschrieben.
Die Kopplung des hydraulischen Stellantriebes mit der
Zahnkranzanordnung erfolgt gemäß einer Ausgestaltung der
Erfindung in der Weise, daß der hydraulische Stellantrieb
mit einem koaxial zur Tretkurbelwelle außerhalb des Tret
lagergehäuses angeordneten Ringelement gekoppelt ist, wel
ches seinerseits über ein Ringlager mit der Zahnkranzan
ordnung axial fest, aber drehbar verbunden ist. Auf die
se Weise wird die Verbindung zwischen dem bezüglich der
Tretkurbelachse fest im Fahrradrahmen angeordneten Stell
antrieb und der drehbaren Zahnkranzanordnung hergestellt.
Es ist ferner erfindungsgemäß vorgesehen, daß das Ketten
führungselement an einem mit dem beweglichen Stellelement
des Stellantriebes verbundenen, von diesem in Richtung der
axialen Verstellung mitgenommenen Arm angeordnet ist, wobei
dieses Kettenführungselement selbst relativ zu dem Arm im
wesentlichen parallel zur axialen Verstellung mittels eines
Gangschalthebels verstellbar angeordnet ist, wie anhand
des Ausführungsbeispieles noch genauer dargelegt werden
wird.
Um für den Fahrer erkennbar zu machen, ob und wie weit
nach einem Schaltvorgang die Antriebskette seitlich aus
gelenkt ist, d. h. um welchen Betrag und in welcher Rich
tung die verstellbare Zahnkranzanordnung verstellt werden
muß, sind erfindungsgemäß Sensoren vorgesehen, die die
Lage der Antriebskette auf den jeweiligen Mehrfachzahn
kränzen erfassen können; ferner ist eine Anzeigevorrich
tung vorgesehen, die die Signale der Sensoren auswertet
und die die Abweichung der verstellbaren Zahnkranzanord
nung sowohl hinsichtlich ihrer Größe als auch hinsicht
lich ihrer Richtung von einer Lage, bei der die beiden
die Antriebskette tragenden Zahnkränze fluchten, anzeigt.
Der Fahrer verstellt dann die verstellbare Zahnkranzan
ordnung in der angegebenen Richtung, bis die Abweichung
gleich Null ist.
Da die Lage der Antriebskette auf dem jeweiligen Mehr
fachzahnkranz beispielsweise auch durch die Stellung
der zugeordneten Kettenführungselemente oder der damit
verbundenen, durch den Fahrer betätigbaren Schaltorgane
repräsentiert wird, können die Sensoren auch die jewei
lige Stellung der Kettenführungselemente bzw. der Schalt
organe erfassen.
In weiterer Ausgestaltung kann auch eine Steuerungsein
richtung vorgesehen sein, welche aus den Signalen der
Sensoren ein Abweichungssignal erzeugt und welche die
Betätigungsmittel für die verstellbare Zahnkranzanord
nung so ansteuert, daß die Abweichung gleich Null wird.
Die Druckmittelquelle für einen hydraulischen Stellan
trieb umfaßt beispielsweise einen Druckmittelbehälter,
welcher über wenigstens eine Druckleitung mit dem hy
draulischen Stellantrieb verbunden ist. Der Druck im
Druckmittelbehälter kann beispielsweise durch eine vom
Fahrer selbst angetriebene Pumpe oder auch auf jede
andere Weise erzeugt werden. Die Druckleitung kann bei
spielsweise über ein vom Fahrer steuerbares Ventil mit
der einen oder der anderen Seite eines zweiseitig be
aufschlagbaren Stellkolbens verbunden werden.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, daß die Druckmittelquelle einen vom Fahrer
betätigbaren Verdrängerkolben umfaßt, welcher in einem
Zylinder verschiebbar ist und in diesem zwei Zylinder
räume voneinander trennt, wobei jeder der Zylinderräume
über eine Druckleitung mit einer Zylinderkammer des
zweiseitig beaufschlagten Stellkolbens verbunden ist.
Der Verdrängerkolben kann beispielsweise durch einen
Drehgriff des Fahrradlenkers betätigt werden.
Wie weiter vorne beschrieben wurde, läßt sich die Ver
stellung der verstellbaren Zahnkranzanordnung automati
sieren derart, daß diese selbsttätig korrekt ausgerich
tet wird. Die vorne beschriebene Ausgestaltung mit Sen
soren und einer gesonderten Steuerungseinrichtung ist
jedoch baulich sehr aufwendig und im allgemeinen dem
rauhen Betrieb insbesondere von Mountainbikes nicht ge
wachsen. Es ist deshalb eine weitere Aufgabe der vor
liegenden Erfindung, eine automatische Verstellung der
verstellbaren Zahnkranzanordnung vorzusehen, die bau
lich einfach und im Betrieb robust ist. Diese Aufgabe
ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung da
durch gelöst, daß die Betätigungsmittel für die verstell
bare Zahnkranzanordnung direkt mit den Schaltungsmitteln
für die Kettenführungselemente der Zahnkranzanordnungen
gekoppelt sind derart, daß bei jeder Weiterschaltung
der Antriebskette von einem Zahnkranz auf einen anderen
die verstellbare Zahnkranzanordnung um einen entsprechen
den Betrag im Sinne einer Kompensierung der seitlichen
Kettenauslenkung verstellt wird. Wenn nur eine Zahnkranz
anordnung als Mehrfachzahnkranz ausgebildet ist, genügt
es, die verstellbare Zahnkranzanordnung jeweils um einen
dem Schaltweg entsprechenden Betrag nachzuführen, um die
durch das Schalten verursachte seitliche Auslenkung der
Kette zu kompensieren.
Für den im allgemeinen vorliegenden Fall, daß beide Zahn
kranzanordnungen als Mehrfachzahnkranz ausgebildet sind
und daß eine der Zahnkranzanordnungen verstellbar ist,
ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vor
gesehen, daß die Schaltungsmittel beider Zahnkranzanord
nungen jeweils mit den Betätigungsmitteln für die verstell
bare Zahnkranzanordnung derart gekoppelt sind, daß die
Schaltungsbewegungen der Schaltungsmittel einander über
lagernd auf die Betätigungsmittel übertragbar sind. Für
eine solche überlagernde Übertragung der Schaltungsbewe
gungen sind beispielsweise einfache mechanische oder hy
draulische Einrichtungen denkbar, wie anhand von Aus
führungsbeispielen noch dargelegt werden wird. Durch eine
derartige Anordnung wird sichergestellt, daß die tatsäch
liche, durch die überlagerten Schaltbewegungen beider
Zahnkranzanordnungen verursachte Netto-Kettenauslenkung
kompensiert wird.
Für den Fall, daß die Betätigungsmittel für die verstell
bare Zahnkranzanordnung einen doppelt wirkenden hydrau
lischen Stellantrieb umfaßt, wie weiter vorne als bevor
zugte Ausgestaltung angegeben wurde, ist in weiterer Aus
gestaltung der Erfindung vorgesehen, daß die Schaltungs
mittel für die erste und zweite Zahnkranzanordnung jeweils
mit einem doppelt wirkenden hydraulischen Steuerzylinder
verbunden sind, wobei jeweils eine Zylinderkammer eines
jeden Steuerzylinders mit einer Zylinderkammer des hy
draulischen Stellantriebes, die andere Zylinderkammer
eines jeden Steuerzylinders mit der anderen Zylinderkammer
des Stellantriebes verbunden sind, und daß die mit der
gleichen Zylinderkammer des Stellantriebes verbundenen
Zylinderkammern der beiden Steuerzylinder jeweils hy
draulisch miteinander in Verbindung stehen. Durch eine
solche Anordnung lassen sich die Schaltungsbewegungen
für die beiden Zahnkranzanordnungen im oben beschrie
benen Sinne überlagern. Die beweglichen Elemente jedes
Steuerzylinders, also beispielsweise die Kolbenstangen
sind jeweils mechanisch mit einem beweglichen Element
des zugeordneten Schaltungsmittels, beispielsweise einem
Bowdenzug bzw. mit dem zugeordneten Kettenführungselement
verbunden.
Die Steuerzylinder sind vorzugsweise an einem gemeinsamen
Trägergehäuse befestigt, in welchem die Zylinderkammern der
Steuerzylinder miteinander verbindende Leitungen ausgebil
det sind, und welches über Versorgungsleitungen mit den
Zylinderkammern des Stellantriebes verbindbar ist.
Um Leckageverluste in den den beiden Zylinderkammern des
hydraulischen Stellantriebes zugeordneten hydraulischen
Kreisen auszugleichen, sind diese jeweils über eine Ver
bindungsleitung und ein in dieser angeordnetes, zu dem
hydraulischen Kreis hin öffnendes Rückschlagventil mit
einem Vorratsbehälter für ein Hydraulikfluid verbunden.
Bei einem Verlust von Hydraulikfluid in einem der hy
draulischen Kreise wird jeweils automatisch über das
Rückschlagventil die fehlende Menge an Hydraulikfluid
angesaugt, so daß die hydraulischen Kreise immer voll
ständig gefüllt sind.
Bei einer mechanischen Lösung für die automatische Ver
stellung der verstellbaren Zahnkranzanordnung umfassen
die Betätigungsmittel für die verstellbare Zahnkranz
anordnung vorzugsweise eine den Schaltungsmitteln für
die Zahnkranzanordnungen zugeordnete, mit diesen mecha
nisch verbundene mehrstufige Nockenscheibe oder der
gleichen, über die die verstellbare Zahnkranzanordnung
gegen die Kraft einer Rückstellfeder verstellt wird,
wie anhand eines Ausführungsbeispieles dargelegt wird.
Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der
Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrie
ben. Es zeigen:
Fig. 1a bis 1e schematisch verschiedene Schaltungs
stellungen für eine Kettenschaltung
mit zwei Mehrfachzahnkränzen;
Fig. 2 schematisch eine Anordnung mit einem
fest auf einer verschiebbaren Tret
kurbelwelle angeordneten Zahnkranz;
Fig. 3a und 3b eine Anordnung mit einem verschieb
bar auf einer axial fest eingebauten
Tretkurbelwelle gelagerten Mehrfach
zahnkranz in einer seitlichen Schnitt
ansicht und einer Vorderansicht;
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer
Druckmittelquelle;
Fig. 5 schematisch eine Anordnung zum Er
fassen der Schaltstellung eines Mehr
fachzahnkranzes,
Fig. 6 schematisch eine hydraulische Be
tätigungseinrichtung für die ver
stellbare Zahnkranzanordnung;
Fig. 7 perspektivisch eine konstruktive
Ausgestaltung der Steuerzylinder der
Betätigungseinrichtung der Fig. 6;
Fig. 8 schematisch eine mechanische Betäti
gungseinrichtung für die verstellbare
Zahnkranzanordnung.
Fig. 1a zeigt schematisch eine Kettenschaltung für ein
Fahrrad mit einem vorderen, der Tretkurbelwelle zugeord
neten Mehrfachzahnkranz 2, welcher über drei benutzbare
Zahnkränze verfügt, sowie mit einem hinteren, dem Antriebs
rad zugeordneten Mehrfachzahnkranz 4, welcher acht benutz
bare Zahnkränze aufweist. Die Fig. 1a zeigt die für diesen
Fall übliche Anordnung mit axial unverschiebbaren Mehrfach
zahnkränzen, wobei der dem Fahrradrahmen nahe innere Zahn
kranz 2₁ des vorderen Mehrfachzahnkranzes den kleinsten
Durchmesser hat, gefolgt von einem mittleren Zahnkranz 2₂
mit einem mittleren Durchmesser sowie einem äußeren Zahn
kranz 2₃ mit dem größten Durchmesser. Bei der hinteren Zahn
kranzanordnung 4 nimmt der Durchmesser der benutzbaren Zahn
kränze vom inneren Zahnkranz 4₁ bis zum äußeren Zahnkranz 4₈
in Stufen ab, wie Fig. 1a erkennen läßt.
Bei herkömmlichen Anordnungen dieser Art sind beide
Mehrfachzahnkränze 2, 4 axial fest angeordnet, und zwar
im allgemeinen derart, daß der mittlere Zahnkranz 2₂ der
vorderen Zahnkranzanordnung 2 mit einem mittleren Zahn
kranz, beispielsweise 4₄, der hinteren Zahnkranzanordnung
4 fluchtet. Auf diese Weise wird erreicht, daß die größt
mögliche seitliche Auslenkung der Antriebskette 6 etwa
der halben axialen Ausdehnung der hinteren Zahnkranzan
ordnung 4 entsprechen kann. Fig. 1a zeigt eine Schaltungs
stellung, bei welcher die Antriebskette 6 vorne über den
mittleren Zahnkranz 2₂ und hinten über den mit diesem
fluchtenden Zahnkranz 4₄ verläuft und deshalb nicht seit
lich ausgelenkt ist.
Fig. 1b zeigt im linken Schemabild eine Schaltungsstel
lung, bei der die Antriebskette 6 vorne über den mittle
ren Zahnkranz 2₂, hinten über den weit außenliegenden
Zahnkranz 4₇ verläuft. Ohne eine axiale Verschiebung
eines der beiden Zahnkränze wird die Antriebskette 6 um
einen Betrag seitlich ausgelenkt, welcher dem dreifachen
Abstand (gleich a) der hinteren Zahnkränze zueinander
entspricht. Die mit einer solchen Auslenkung einhergehen
den Nachteile sind weiter vorne beschrieben worden. Das
rechte Schemabild der Fig. 1b zeigt die gleiche Schal
tungsanordnung wie das linke Schemabild, wobei jedoch
die vordere Zahnkranzanordnung 2 axial so weit nach
außen verstellt worden ist, daß sein mittlerer Zahnkranz
2₂ mit dem hinteren Zahnkranz 4₇ fluchtet. Das entspricht
einer Verstellung um das Dreifache des Abstandes a der
hinteren Zahnkränze. Durch die Verstellung der vorderen
Zahnkranzanordnung 2 nach außen wird eine seitliche Aus
lenkung der Antriebskette 6 ausgeschlossen.
Fig. 1c zeigt in einem linken Schemabild eine Schaltungs
stellung, bei welcher die Antriebskette 6 vorne über den
mittleren Zahnkranz 2₂ und hinten über den inneren Zahn
kranz 4₁ verläuft. Die seitliche Auslenkung der Antriebs
kette 6 entspricht wiederum dem Dreifachen des Abstandes a
der hinteren Zahnkränze. Das rechte Schemabild der Fig.
1c zeigt den Zustand, bei welchem der vordere Mehrfach
zahnkranz 2 um einen Betrag nach innen verstellt worden
ist, bei welchem der mittleren Zahnkranz 22 des vorde
ren Mehrfachzahnkranzes 2 mit dem inneren Zahnkranz 4₁
des hinteren Mehrfachzahnkranzes 4 fluchtet, so daß die
Antriebskette 6 nicht mehr seitlich ausgelenkt ist.
Fig. 1d zeigt beispielhaft den Fall der kleinstmöglichen
Übersetzung, bei welchem die Antriebskette 6 vorne über
den inneren Zahnkranz 2₁ und hinten über den inneren
Zahnkranz 4₁ verläuft. Das linke Schemabild zeigt wie
derum den Fall, bei welchem der vordere Mehrfachzahn
kranz 2 eine mittlere Stellung einnimmt, so daß die An
triebskette 6 um einen Betrag seitlich ausgelenkt ist,
welcher dem Zweifachen des Abstandes a zwischen den hin
teren Zahnkränzen entspricht. Im rechten Schemabild der
Fig. 1d ist der vordere Mehrfachzahnkranz 2 so weit
nach innen verstellt, daß der innere Zahnkranz 2₁ des
vorderen Mehrfachzahnkranz es mit dem inneren Zahnkranz
4₁ des hinteren Mehrfachzahnkranzes fluchtet, so daß
die Antriebskette 6 ohne seitliche Auslenkung in einer
Ebene läuft.
Fig. 1e schließlich zeigt einen Fall, bei welchem die
Antriebskette 6 vorne über den inneren Zahnkranz 2₁
und hinten über den äußeren Zahnkranz geführt ist. Wie
auf dem linken Schemabild zu erkennen ist, wird die
Antriebskette 6 in diesem Fall um einen Betrag seitlich
ausgelenkt, welcher dem Fünffachen des Abstandes a der
hinteren Zahnkränze entspricht. Das rechte Schemabild
zeigt einen Zustand, bei welchem die vordere Zahnkranz
ordnung 2 nach außen bis in seine äußere Endstellung
verstellt ist, wobei der innere Zahnkranz 2₁ mit dem
äußeren Zahnkranz 4₈ der hinteren Zahnkranzanordnung 4
fluchtet, so daß die Antriebskette 6 wiederum ohne Aus
lenkung in einer Ebene läuft.
Es ist zu erkennen, daß, um jegliche seitliche Kettenaus
lenkung zu vermeiden, die vordere Zahnkranzanordnung 2
zwischen einer inneren Endstellung, bei der der äußere
Zahnkranz 2₃ mit dem inneren Zahnkranz 4₁ des hinteren
Mehrfachzahnkranzes fluchtet, bis in die in Fig. 1e,
rechtes Schemabild gezeigte äußere Endstellung verstell
bar sein muß.
Wie die Fig. 1 erkennen läßt, ist der Abstand der vor
deren Zahnkränze gleich dem Abstand der hinteren Zahn
kränze gewählt worden. Auf diese Weise fluchten bei je
der axialen Stellung der vorderen Zahnkranzanordnung 2
dessen Zahnkränze mit drei Zahnkränzen des hinteren
Mehrfachzahnkranzes 4, so daß ohne axiale Verstellung
des vorderen Mehrfachzahnkranzes drei Schaltstellungen
möglich sind, bei denen die Antriebskette 6 nicht aus
gelenkt wird.
Die axiale Verstellung des vorderen Mehrfachzahnkranzes
2 kann kontinuierlich oder in festen Schritten erfolgen.
Die erforderlichen axialen Stellungen des vorderen Mehr
fachzahnkranzes 2 sind durch die gestrichelten Linien
gekennzeichnet und am oberen Rand der Schemabilder durch
die Zahlen 0 bis 9 bezeichnet, die die jeweilige Stellung
des mittleren Zahnkranzes 2₂ angeben. Bei einer Anord
nung mit drei vorderen Zahnkränzen und acht hinteren
Zahnkränzen ergeben sich demnach zehn verschiedene axiale
Stellungen des vorderen, verstellbaren Mehrfachzahnkran
zes 2.
Fig. 2 zeigt schematisch eine Tretkurbelanordnung 10, bei
welcher eine Tretkurbelwelle 12 über Kugellager 14 dreh
bar in einer Tretlagerhülse 16 gelagert ist, die ihrer
seits in der axialen Richtung 18 verschiebbar in einem
Tretlagergehäuse 20 angeordnet ist. Ein Zahnkranz, vor
zugsweise ein Mehrfachzahnkranz 22 ist drehfest und axial
unverschiebbar auf der Tretkurbelwelle 12 befestigt. Ein
mechanischer Stellantrieb 24 umfaßt einen Bowdenzug 26,
dessen Hülse 28 mit der Tretkurbelwelle 12 fest verbun
den ist und dessen innerer Seilzug 30 sich am Tretlager
gehäuse 20 abstützt. Der Bowdenzug 26 kann vom Fahrer
über einen in dessen Griffbereich angeordneten Schalt
mechanismus betätigt und die Tretkurbelwelle 12 mit dem
darauf angeordneten Mehrfachzahnkranz 22 axial verstellt
werden, um eine seitliche Auslenkung der Antriebskette
zu kompensieren.
Fig. 3 zeigt eine Tretkurbelanordnung 40, deren Tret
kurbelwelle 42 über Kugellager 44 drehbar in einer Tret
lagerhülse 46 gelagert ist, die ihrerseits axial fest
in einem am Fahrradrahmen 48 montierten Tretlagergehäuse
50 angeordnet ist.
Ein Mehrfachzahnkranz 52 ist in der axialen Richtung 54
verschiebbar, jedoch drehfest auf der Tretkurbelwelle 42
angeordnet. Dazu hat die Tretkurbelwelle 42 beispiels
weise in dem Bereich, in welchem der Mehrfachzahnkranz
52 verschiebbar ist, ein radial gezahntes oder polygones
Außenprofil (nicht gezeigt), dem ein entsprechendes Innen
profil der zentralen Aufnahmeöffnung 56 des Mehrfachzahn
kranzes 52 entspricht. Wie Fig. 3 erkennen läßt, ist die
Tretlagerhülse 46 in einer zentralen Aufnahmeöffnung 58
des Tretlagergehäuses 50 aufgenommen, wobei sich der
Außenring des in Fig. 3 rechten Kugellagers 44 über eine
axial wirkende Federanordnung 60, beispielsweise eine Tel
lerfederanordnung an einem Endflansch 62 des Tretlagerge
häuses 50 abstützt, und der Außenring des in Fig. 3 linken
Kugellagers 44 mittels einer Haltebuchse 64 im Tretlager
gehäuse 50 gehalten wird.
Die Betätigungsmittel zum Verstellen des Mehrfachzahn
kranzes 52 umfassen einen hydraulischen Stellantrieb,
welcher allgemein mit 66 bezeichnet ist und welcher im
dargestellten Ausführungsbeispiel drei gleichmäßig um
die Tretkurbelachse 68 herum angeordnete, im Tretlager
gehäuse 50 ausgebildete Zylinder 71₁, 70₂, 70₃ umfaßt
(siehe auch Fig. 3b), von denen in Fig. 3a nur der Zy
linder 70₁ sichtbar ist. In jedem der Zylinder 70₁ bis
70₃ ist ein zweiseitig beaufschlagbarer Stellkolben
verschiebbar angeordnet, von denen der Einfachheit hal
ber nur der im Zylinder 70₁ befindliche Kolben 72 dar
gestellt und beschrieben ist. Der Stellkolben 72 trennt
im Zylinder 70₁ zwei Zylinderkammern 74 und 76 voneinan
der, die wahlweise mit Druckmittel beaufschlagbar sind,
wobei die jeweils andere Zylinderkammer dann mit einem
Druckmittelrücklauf verbunden wird. Wie Fig. 3 erkennen
läßt, sind die Zylinder 70₁ bis 70₃ auf der Innen
seite durch einen z. B. anschraubbaren Deckel 77 ver
schlossen, welcher Zuführkanäle zur Versorgung der Zy
linderkammern 74, 76 enthält. Ein erster mit der Druck
mittelquelle verbindbarer Zuführkanal 78 mündet in einen
Ringkanal 80 zur Versorgung der Zylinderkammer 74, während
ein zweiter Zuführkanal 82 in einen Ringkanal 84 zur Ver
sorgung der Zylinderkammer 76 mündet. Mittels eines nicht
dargestellten Ventils können wahlweise die jeweiligen Zy
linderkammern 74 oder 76 mit Druckmittel beaufschlagt und
die Stellkolben 72 betätigt werden.
Die Kolbenstangen 84 der jeweiligen Stellzylinder 72
sind an dem in Fig. 3a rechten Ende des Tretlagerge
häuses 50 aus diesem herausgeführt und mit einem ko
axial zur Tretkurbelwelle 68 angeordneten Ringelement
86 gekoppelt, welches seinerseits über ein Ringlager
88 drehbar mit dem Mehrfachzahnkranz 52 verbunden ist.
Durch Verstellen der Stellkolben 72 kann der Mehrfach
zahnkranz 52 in Richtung des Pfeiles 54 verstellt werden.
Mit dem Ringelement 86 ist ein Arm 90 fest verbunden,
an welchem ein in Richtung des Pfeiles 92 verstellbares
Kettenführungselement 94 angeordnet ist. Das Kettenfüh
rungselement 94 kann in an sich bekannter Weise vom Fah
rer mittels einer in dessen Griffbereich befindlichen
Schaltungseinrichtung verstellt werden, um die Antriebs
kette von einem Zahnkranz auf den anderen überzuwerfen.
Bei einer Verstellung des Mehrfachzahnkranzes 52 in Rich
tung des Pfeiles 54 zum Zwecke eines Ausgleiches der
seitlichen Kettenablenkung wird der Arm 90 und damit das
Kettenführungselement 94 stets mitgenommen, so daß bei
dieser Verstellbewegung die Anordnung der Antriebskette
auf dem Mehrfachzahnkranz 52 nicht verändert wird, wie
in Fig. 3a gestrichelt dargestellt ist.
Fig. 4 zeigt schematisch eine Druckmittelquelle, wie
sie beispielsweise für die in Fig. 3 dargestellte An
ordnung einsetzbar ist. Sie umfaßt einen vom Fahrer be
tätigbaren Verdrängerkolben 96, welcher in einem Zylin
der 98 verschiebbar ist und in diesem zwei Zylinderräu
me 98a und 98b voneinander trennt; jeder der Zylinder
räume 98a bzw. 98b ist über eine Druckmittelleitung 100a
bzw. 100b mit einer Zylinderkammer 74 bzw. 76 des zwei
seitig beaufschlagbaren Stellkolbens 72 verbunden. Der
Zylinder 98 sowie die Zylinder 70 des hydraulischen
Stellantriebes 66 bilden ein geschlossenes, vollstän
dig mit Druckmittel gefülltes System. Durch Verschie
ben des Verdrängerkolbens 96 wird jeweils einer Zylin
derkammer der Zylinder 70 Druckmittel zugeführt, wäh
rend die jeweils andere Zylinderkammer entlastet wird.
Da das Druckmittel inkompressibel ist, folgt der hy
draulische Stellantrieb 66 den Bewegungen des Ver
drängerkolbens 96 verzögerungsfrei. Es versteht sich von
selbst, daß die Volumina und die Verstellwege der Zy
linder 98 einerseits und der Zylinder 70 andererseits
aufeinander abgestimmt sind. Der Verdrängerkolben 96
kann über die aus dem Zylinder 98 stirnseitig austre
tende Kolbenstange 102b betätigt werden.
Es sei darauf hingewiesen, daß im dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel beim Zylinder 70 des Stellantriebes 66
einerseits und beim Zylinder 98 der Druckmittelquelle
andererseits jeweils sich entsprechende Zylinderkammern
mit bzw. ohne Kolbenstange miteinander verbunden sind,
so daß etwa dem für ein bestimmtes Verdrängungsvolumen
größeren Verstellweg im Zylinderraum 98b der größere
Verstellweg bei der Beaufschlagung der Zylinderkammer
76 entspricht und umgekehrt.
Eine Alternative zu der in Fig. 4 dargestellten Anord
nung ist beispielsweise ein Druckmittelbehälter, wel
cher über eine vom Fahrer z. B. über die Tretkurbel
betätigbare Pumpe unter Druck gesetzt wird, wobei
die Zylinderkammern 72 bzw. 76 des hydraulischen
Stellantriebes 66 wahlweise über steuerbare Ventile
mit einer vom Druckmittelbehälter abzweigenden Druck
leitung bzw. mit einer Rückführleitung verbindbar sind,
wie nicht näher dargestellt wurde.
Eine weitere Alternative für die Druckmittelquelle sieht
beispielsweise zwei jeweils vom Fahrer mit aufeinander
folgenden Betätigungshüben betätigbare Verdrängerpumpen
vor, deren jede mit einer Zylinderkammer des Stellan
triebes 66 verbunden ist; durch Betätigung einer Pumpe
wird der Stellkolben in einer Richtung verschoben, wo
durch die jeweils andere Pumpe zurückgestellt wird. Die
Pumpen bzw. deren Betätigungsmittel können arretiert wer
den, um den Stellkolben in seiner jeweiligen Stellung
hydraulisch einzuspannen.
Fig. 5 zeigt eine Einrichtung zum Erfassen der jewei
ligen Schaltstellung der Antriebskette auf einem Mehr
fachzahnkranz. Ein am Fahrradrahmen 104 (oder am Fahr
radlenker) angeordneter Sensor 106 wirkt mit einem Ge
ber 108 zusammen, welcher entsprechend der Verstellung
des Kettenführungselementes 94 (siehe Fig. 3) verstellt
wird. In Fig. 5 ist der Geber 108 am beweglichen Seil
zug eines Bowdenzuges 110 befestigt, welcher zur Be
tätigung des Kettenführungselementes 94 dient. Es ver
steht sich, daß der Geber beispielsweise auch am Ket
tenführungselement 94 selbst oder an einem mit dem
Bowdenzug 110 verbundenen Schaltelement angeordnet
sein könnte, da deren Stellungen jeweils repräsenta
tiv für die gewählte Schaltstellung der Antriebskette
auf einem Mehrfachzahnkranz sind.
Der Sensor 106 erzeugt entsprechend der Stellung des
Gebers 108 ein Signal, welches beispielsweise in einer
Anzeigevorrichtung sichtbar gemacht oder in einer Steue
rungseinrichtung für eine automatische Ansteuerung der
Betätigungsmittel zum Verstellen des Mehrfachzahnkran
zes ausgewertet wird.
Fig. 6 zeigt schematisch eine hydraulische Betätigungs
einrichtung 120 für die verstellbare Zahnkranzanordnung
122. Es handelt sich dabei um den vorderen, dreifachen
Zahnkranz einer üblichen Fahrradkettenschaltung. Ein
Kettenführungselement 124 dient dazu, die Kette von
einem Zahnkranz der Zahnkranzanordnung 122 auf den ande
ren überzuwerfen, wie allgemein bekannt und deshalb
nicht genauer dargestellt ist.
Die Zahnkranzanordnung 122 ist in Richtung des Doppel
pfeiles 126 auf einer nicht dargestellten Tretlager
welle verschiebbar, entsprechend der Ausführung der
Fig. 3.
Die Betätigungsmittel zum Verstellen der Zahnkranzan
ordnung 122 umfassen einen hydraulischen Stellantrieb
128, welcher entsprechend der Ausgestaltung der Fig. 3
gleichmäßig um die Tretkurbelachse herum angeordnete
Zylinder 130₁, 130₂ und 130₃ umfaßt. In den Zylindern
130₁, 130₂, 130₃ sind doppelt wirkende, d. h. zweiseitig
beaufschlagbare Stellkolben 132₁, 132₂ und 132₃ angeord
net, deren Kolbenstangen jeweils mit einem auf der Tret
kurbelachse verschiebbar angeordneten, die Zahnkranzan
ordnung 122 tragenden Ringelement 134 verbunden sind.
Diese Anordnung entspricht im wesentlichen der in Fig. 3
dargestellten Anordnung und braucht deshalb nicht nochmals
näher erläutert zu werden.
Der Kolben 136 eines ersten doppelt wirkenden Steuerzylin
ders 138 ist mechanisch mit einem verstellbaren Bauelement
der Schaltungsanordnung für eine der Zahnkranzanordnungen,
beispielsweise die vordere Zahnkranzanordnung 122 ver
bunden, so daß er beim Schaltvorgang in Richtung des
Doppelpfeiles 140 verstellt wird. Die Anordnung ist so
getroffen, daß bei einer Verstellung des Kettenführungs
elementes 124 in Richtung des Pfeiles 142, d. h. vom
kleineren Zahnkranz zum größeren Zahnkranz der Kolben
136 in Richtung des Pfeiles 144 verstellt wird. Dabei
wird aus der linken Kolbenkammer 146 ein Druckfluid über
die Versorgungsleitung 149 in die oberen Kolbenkammern
150₁, 150₂, 150₃ der Zylinder 130₁, 130₂, 130₃ gedrückt,
so daß der Zahnkranz 122 in Richtung des Pfeiles 148
verstellt wird. Der Verstellweg entspricht jeweils der
seitlichen Auslenkung der Kette infolge des Schaltvor
ganges, so daß diese kompensiert wird. Das von den Stell
kolben 132₁, 132₂, 132₃ verdrängte Hydraulikfluid wird
über die rückführende Versorgungsleitung 150 in die rech
te Kolbenkammer 152 des Steuerzylinders 138 gedrückt.
Der Kolben 154 des zweiten Steuerzylinders 156 ist me
chanisch mit einem beweglichen Bauteil der Schaltungs
anordnung für die zweite, in diesem Fall hintere Zahn
kranzanordnung 158 verbunden und wird beim Schalten der
hinteren Zahnkranzanordnung in Richtung des Doppelpfeiles
159 mitgenommen. Die Anordnung ist so getroffen, daß
beim Schalten der Kette in Richtung des Pfeiles 162,
d. h. vom kleineren Zahnkranz zum größeren Zahnkranz der
Zahnkranzanordnung 158 der Kolben 154 in Richtung des
Pfeiles 162 verstellt wird, wobei Druckfluid aus der
rechten Zylinderkammer 164 in die oberen Zylinderkammern
150₁, 150₂, 150₃ gedrückt wird, so daß die verstellbare
Zahnkranzanordnung 122 in Richtung des Pfeiles 148 ver
stellt wird, womit die infolge des Schaltvorganges auf
tretende seitliche Kettenauslegung kompensiert wird.
Das von den Stellkolben 132₁, 132₂, 132₃ verdrängte
Druckfluid wird über die rückführende Versorgungslei
tung 150 in die linke Zylinderkammer 166 gedrückt.
Wie die Fig. 6 erkennen läßt, stehen die linke Zylinder
kammer 146 und die rechte Zylinderkammer 164 über eine
Verbindungsleitung 168 miteinander in Verbindung; eben
so stehen die rechte Zylinderkammer 152 und die linke
Zylinderkammer 166 über die Abzweigung 170 der Versor
gungsleitung 150 miteinander in Verbindung. Diese An
ordnung ermöglicht es, die Bewegungen der Kolben 136
und 154 einander zu überlagern, auch wenn diese zuein
ander entgegengesetzt sind. Wenn beispielsweise die
vordere Zahnkranzanordnung 122 einerseits und die hin
tere Zahnkranzanordnung 158 andererseits gleichsinnig
geschaltet werden, was eine gegensinnige Verstellung
der Betätigungseinrichtung 120 erfordert, dann kann
das von jeweils einem der Kolben 136, 154 verdrängte
Druckfluid über die Verbindungsleitung 168 bzw. die
Verzweigung 170 direkt in den jeweils anderen Steuer
zylinder gedrückt werden, so daß der hydraulische
Stellantrieb 128 keine oder nur eine Netto-Verstellbe
wegung ausführt.
Die Versorgungsleitungen 149 bzw. 150 des hydraulischen
Stellantriebes 120 sind über Verbindungsleitungen 195
bzw. 196 mit einem Vorratsbehälter 197 verbunden. In
den Verbindungsleitungen 195 bzw. 196 ist jeweils ein
zu dem zugeordneten hydraulischen Kreis hin öffnendes
Rückschlagventil 198 bzw. 199 angeordnet. Wenn in einem
der hydraulischen Kreise etwa durch Leckage ein Verlust
an Hydraulikfluid auftritt, saugt der jeweilige hydrau
lische Kreis über das öffnende Rückschlagventil Fluid an,
so daß der Kreis stets gefüllt bleibt.
Fig. 7 zeigt eine konstruktive Ausgestaltung der Steuer
zylinder 138 und 156. Die beiden Steuerzylinder 138, 156
sind auf einem dazwischen angeordneten Trägergehäuse 174
befestigt. In dem Trägergehäuse sind die Verbindungslei
tung 168 und der Bereich der Abzweigung 170 mit den zu
den Zylindern 138, 156 führenden Leitungsabschnitten aus
gebildet. Zwei Anschlußöffnungen 176, 178 dienen dazu, die
Versorgungsleitungen 149 bzw. 150 anzuschließen. Das Träger
gehäuse 174 ist über eine Schelle 180 auf einem Rohr
182 des Fahrradrahmens befestigt. Die Kolbenstangen 184
bzw. 186 sind über nicht dargestellte Federmittel in
Hülsen 188 bzw. 190 aufgenommen, die mittels daran aus
gebildeten Klemmbacken auf jeweils einen der Bowdenzüge
192 bzw. 194, die mit den Schaltungseinrichtungen für
die Zahnkranzanordnungen verbunden sind, geklemmt sind.
Die in den Hülsen 88 bzw. 90 angeordneten Federn dienen
dazu, Ungenauigkeiten der Justierung, eine Längung der
Bowdenzüge oder auch unterschiedliche Schaltungswege
der beiden Schaltungseinrichtungen elastisch auszuglei
chen.
Fig. 8 zeigt schematisch eine Ausgestaltung der Erfin
dung, bei welcher die Betätigungsmittel für die ver
stellbare Zahnkranzanordnung mechanisch ausgebildet sind.
Die Zahnkranzanordnungen 222 und 258 entsprechen im
wesentlichen den Zahnkranzanordnungen der Fig. 6.
Die vordere Zahnkranzanordnung 222 ist in Richtung des
Doppelpfeiles 226 verstellbar. Ein Steuernocken 250
ist über schematisch dargestellte Verbindungsmittel
252 mit verstellbaren Bauelementen, beispielsweise
einem Bowdenzug der Betätigungseinrichtung für die
hintere Zahnkranzanordnung 258 verbunden und auf diese
Weise in Richtung des Doppelpfeiles 254 verstellbar.
Auf diese Weise können entsprechend der Anzahl von
acht Zahnkränzen der hinteren Zahnkranzanordnung 258
acht Nockenstufen 256 nacheinander mit einem Nocken
folger 259 fluchtend ausgerichtet werden, so daß der
vordere Zahnkranz 222 in acht unterschiedliche Stel
lungen verstellt werden kann. Die vordere Zahnkranz
anordnung 222 wird über Federmittel 260 in Anlage an
der jeweils fluchtend ausgerichteten Nockenstufe 256
gehalten.
Der Steuernocken 250 ist außerdem über mit verstell
baren Bauteilen der Schaltungseinrichtung für die vor
dere Zahnkranzanordnung 222 mechanisch verbundene Ver
bindungsmittel 262 in Richtung des Doppelpfeiles 264
entsprechend der Anzahl der Zahnkränze der vorderen
Zahnkranzanordnung 222 (drei Zahnkränze) aus der mit
durchgehenden Linien dargestellten Normalstellung in
zwei weitere Stellungen 256′ bzw. l 256′′ einstellbar,
um die seitliche Kettenabweichung beim Schalten der
vorderen Zahnkranzanordnung 222 auszugleichen.
Auf diese Weise können die Schaltungsbewegungen der
Schaltungseinrichtungen für die vordere bzw. die hin
tere Zahnkranzanordnung einander überlagert werden.
Claims (25)
1. Fahrrad-Kettenantrieb oder dergleichen mit einer Ket
tenschaltung, umfassend eine auf einer Tretkurbelwelle
angeordnete erste Zahnkranzanordnung und eine auf einer
Radachse angeordnete zweite Zahnkranzanordnung, welche
über eine Antriebskette miteinander antriebsverbindbar
sind, wobei wenigstens eine der Zahnkranzanordnungen
als Mehrfachzahnkranz ausgebildet ist, und wobei die
sem ein über Schaltungsmittel verstellbares Ketten
führungselement zum Überwerfen der Antriebskette von
einem Zahnkranz auf einen anderen zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß zumin
dest eine (2) der Zahnkranzanordnungen (2, 4) in Rich
tung ihrer Zahnkranzachse verstellbar angeordnet und
mit Betätigungsmitteln zum Verstellen derselben in
unterschiedliche Soll-Betriebsstellungen sowie zum
Arretieren in diesen Betriebsstellungen verbunden ist.
2. Fahrrad-Kettenantrieb nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die verstellbare
Zahnkranzanordnung (22) mit der zugeordneten Tret
kurbelwelle (12) bzw. Radachse zusammen axial ver
stellbar und die Tretkurbelwelle (12) bzw. Radachse
mit den Betätigungsmitteln (26) verbunden ist.
3. Fahrrad-Kettenantrieb nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die verstellbare
Zahnkranzanordnung (52) auf der zugeordneten Tret
kurbelwelle (42) bzw. Radachse axial verschiebbar
gelagert und direkt mit den Betätigungsmitteln (72)
verbunden ist.
4. Fahrrad-Kettenantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Betätigungsmittel einen mit einer Druckmittelquelle
verbundenen, vom Fahrer steuerbaren hydraulischen
Stellantrieb (66) umfassen.
5. Fahrrad-Kettenantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Betätigungsmittel (26) einen vom Fahrer betätigbaren
mechanischen Stellantrieb (28, 30) umfassen.
6. Fahrrad-Kettenantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis
5, bei welchem die verstellbare Zahnkranzanordnung
ein Mehrfachzahnkranz ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß das dem Mehrfachzahnkranz
(52) zugeordnete Kettenführungselement (94) mit der
verstellbaren Zahnkranzanordnung (52) gekoppelt ist
derart, daß es bei der Verstellbewegung der Zahnkranz
anordnung mitgenommen wird.
7. Fahrrad-Kettenantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis
6, bei welcher beide Zahnkranzanordnungen als Mehr
fachzahnkränze ausgebildet sind, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Mehrfachzahn
kränze (2, 4) jeweils einen gleichen axialen Zahn
kranzabstand (a) haben, daß eine erste (2) der Zahn
kranzanordnungen verstellbar ist, und daß diese Zahn
kranzanordnung (2) von einer Anfangsstellung, bei
der der äußere Zahnkranz (2₃) dieser Zahnkranzanord
nung mit dem inneren Zahnkranz (4₁) der anderen Zahn
kranzanordnung (4) fluchtet, in gleichen, dem Zahn
kranzabstand (a) entsprechenden Schritten bis in
eine Endstellung, bei der der innere Zahnkranz (2₁)
der verstellbaren Zahnkranzanordnung (2) mit dem
äußeren Zahnkranz (4₈) der anderen Zahnkranzanord
nung (4) fluchtet, verstellbar ist.
8. Fahrrad-Kettenantrieb nach einem der Ansprüche 1 so
wie 3 bis 7, bei welcher eine auf der Tretkurbelwel
le angeordnete Zahnkranzanordnung auf dieser ver
schiebbar gelagert ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß am Fahrradrahmen (48) ein
Tretkurbelgehäuse (50) fest angeordnet ist, in wel
chem die Tretkurbelwelle (42) drehbar und axial un
verschiebbar gelagert ist, wobei die Zahnkranzan
ordnung (52) auf einem außerhalb des Tretkurbelge
hauses (50) befindlichen Abschnitt der Tretkurbel
welle (42) drehfest und axial verschiebbar angeord
net ist, und daß die Zahnkranzanordnung (52) über
ein Drehlager (88) mit den Betätigungsmitteln (72)
für die axiale Verstellung der Zahnkranzanordnung
(52) verbunden ist.
9. Fahrrad-Kettenantrieb nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß im Tretkurbel
gehäuse (50) ein axial verstellbarer hydraulischer
Stellantrieb (66) vorgesehen ist, dessen bewegli
ches Stellelement (84) mit der Zahnkranzanordnung
(52) gekoppelt ist.
10. Fahrrad-Kettenantrieb nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der hydrau
lische Stellantrieb (66) wenigstens einen zwei
seitig beaufschlagten Stellkolben (72) aufweist,
welcher in einem in Tretlagergehäuse (50) ausge
bildeten, zugeordneten Zylinder (70₁) verschieb
bar angeordnet ist, und dessen aus dem Tretlager
gehäuse (50) herausgeführte Kolbenstange (84) mit
der Zahnkranzanordnung (52) gekoppelt ist.
11. Fahrrad-Kettenantrieb nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der hydrauli
sche Stellantrieb (66) mehrere gleichmäßig um die
Tretkurbelwelle (42) herum angeordnete Zylinder
(70₁, 70₂, 70₃) sowie zugeordnete Stellkolben
umfaßt, welche hydraulisch parallel geschaltet
sind.
12. Fahrrad-Kettenantrieb nach einem der Ansprüche
9 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der hydraulische Stellantrieb (66) mit einem
koaxial zur Tretkurbelwelle (42) außerhalb des
Tretlagergehäuses (50) angeordneten Ringelement
(86) gekoppelt ist, welches über ein Ringlager
(88) mit der Zahnkranzanordnung (52) axial fest,
aber drehbar verbunden ist.
13. Fahrrad-Kettenantrieb nach einem der Ansprüche
9 bis 12, bei welchem die verstellbare Zahnkranz
anordnung ein Mehrfachzahnkranz ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das Ketten
führungselement (94) an einem mit dem beweglichen
Stellelement (84) des Stellantriebes (66) verbun
denen, von diesem in Richtung der axialen Verstel
lung mitgenommenen Arm (90) angeordnet ist, wobei
das Kettenführungselement (94) relativ zu dem Arm
(90) im wesentlichen parallel (92) zur axialen Ver
stellung des Mehrfachzahnkranzes mittels eines Gang
schalthebels oder dergleichen verstellbar angeord
net ist.
14. Fahrrad-Kettenantrieb nach einem der Ansprüche
1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß Sensoren (108) zum Erfassen der Schaltstellung
einer Antriebskette auf dem zugeordneten Mehrfach
zahnkranz (52) vorgesehen sind, und daß eine Anzei
gevorrichtung vorgesehen ist, die die Abweichung
der verstellbaren Zahnkranzanordnung (52) von einer
Lage, bei der die beiden die Antriebskette tragen
den Zahnkränze fluchten, anzeigt.
15. Fahrrad-Kettenantrieb nach Anspruch 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sensoren
(108) die jeweilige Stellung des Kettenführungsele
mentes (94) eines Mehrfachzahnkranzes bzw. der
Schaltorgane für dieselben erfassen.
16. Fahrrad-Kettenantrieb nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, daß eine
Steuerungseinrichtung vorgesehen ist, welche aus
den Signalen der Sensoren (108) ein Abweichungssig
nal erzeugt, und welche die Betätigungsmittel für
die verstellbare Zahnkranzanordnung (52) so an
steuert, daß die Abweichung gleich Null wird.
17. Fahrrad-Kettenantrieb nach einem der Ansprüche
4 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckmittelquelle einen Druckmittelbe
hälter umfaßt, welcher über wenigstens eine Druck
leitung mit dem hydraulischen Stellantrieb (66)
verbunden ist.
18. Fahrrad-Kettenantrieb nach Anspruch 17 sowie einem
der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Druckmittelquelle
einen vom Fahrer betätigbaren Verdrängerkolben
(96) umfaßt, welcher in einem Zylinder (98) ver
schiebbar ist und in diesem zwei Zylinderräume
(98a, 98b) voneinander trennt, wobei jeder der
Zylinderräume über eine Druckmittelleitung (100a,
100b) mit einer Zylinderkammer (74, 76) des zwei
seitig beaufschlagten Stellkolbens (72) verbunden
ist.
19. Fahrrad-Kettenantrieb nach einem der Ansprüche 1
bis 18, dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungsmittel für die verstellbare
Zahnkranzanordnung mit den Schaltungsmitteln für
die Kettenführungselemente der Zahnkranzanordnungen
gekoppelt sind derart, daß bei jeder Weiterschal
tung der Antriebskette von einem Zahnkranz auf
einen anderen die verstellbare Zahnkranzanordnung
um einen entsprechenden Betrag im Sinne einer
Kompensierung der seitlichen Kettenauslenkung ver
stellt wird.
20. Fahrrad-Kettenantrieb nach Anspruch 19, bei welchem
beide Zahnkranzanordnungen als Mehrfachzahnkranz
ausgebildet sind und eine der Zahnkranzanordnungen
verstellbar ist, dadurch gekennzeich
net, daß die Schaltungsmittel beider Zahnkranz
anordnungen jeweils mit den Betätigungsmitteln für
die verstellbare Zahnkranzanordnungen der Schaltungs
mittel einander überlagernd auf die Betätigungsmit
tel übertragbar sind.
21. Fahrrad-Kettenantrieb nach Anspruch 19 oder 20,
bei welchem die Betätigungsmittel für die verstell
bare Zahnkranzanordnung einen doppelt wirkenden
hydraulischen Stellantrieb umfassen, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schaltungs
mittel für die erste und die zweite Zahnkranzan
ordnung jeweils mit einem doppelt wirkenden hy
draulischen Steuerzylinder verbunden sind, wobei
jeweils eine Zylinderkammer eines jeden Steuerzy
linders mit einer Zylinderkammer des hydraulischen
Stellantriebes, die andere Zylinderkammer eines
jeden Steuerzylinders mit der anderen Zylinder
kammer des Stellantriebes verbunden sind, und daß
die mit der gleichen Zylinderkammer des Stellan
triebes verbundenen Zylinderkammern der beiden
Steuerzylinder jeweils hydraulisch miteinander
in Verbindung stehen.
22. Fahrrad-Kettenantrieb nach Anspruch 21, dadurch
gekennzeichnet, daß die beweg
lichen Elemente jedes Steuerzylinders jeweils
mechanisch mit einem beweglichen Element des
zugeordneten Schaltungsmittels bzw. dem zugeord
neten Kettenführungselement verbunden ist.
23. Fahrrad-Kettenantrieb nach Anspruch 21 oder 22,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuerzylinder an einem gemeinsamen Trägergehäuse
befestigt sind, in welchem die Zylinderkammern der
Steuerzylinder miteinander verbindende Leitungen
ausgebildet sind und welches über Versorgungslei
tungen mit den Zylinderkammern des Stellantriebes
verbindbar ist.
24. Fahrrad-Kettenantrieb nach einem der Ansprüche 21
bis 23, dadurch gekennzeichnet,
daß die den beiden Zylinderkammern des hydrauli
schen Stellantriebes zugeordneten hydraulischen
Kreise jeweils über eine Verbindungsleitung und
ein in dieser angeordnetes, zu dem hydraulischen
Kreis hin öffnendes Rückschlagventil mit einem
Vorratsbehälter für ein Hydraulikfluid in Ver
bindung stehen.
25. Fahrrad-Kettenantrieb nach Anspruch 19 oder 20,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Betätigungsmittel für die verstellbare Zahnkranz
anordnung jeweils eine einem Schaltungsmittel für
die Zahnkranzanordnungen zugeordnete, mit dieser
mechanisch verbundene mehrstufige Nockenscheibe
oder dergleichen umfassen über die die verstell
bare Zahnkranzanordnung gegen die Kraft einer
Rückstellfeder verstellbar ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19636729A DE19636729A1 (de) | 1996-01-25 | 1996-09-10 | Fahrrad-Kettenantrieb mit einer Kettenschaltung |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19636729A1 true DE19636729A1 (de) | 1997-07-31 |
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ID=7783653
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19636729A Withdrawn DE19636729A1 (de) | 1996-01-25 | 1996-09-10 | Fahrrad-Kettenantrieb mit einer Kettenschaltung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19636729A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002030733A1 (de) | 2000-10-12 | 2002-04-18 | Hermann Schmidt | Mehrganggetriebe für fahrräder |
| DE202009001802U1 (de) | 2009-02-12 | 2009-04-16 | Pamp, Reiner, Dr. | Lineare Kettenschaltung für Fahrräder |
-
1996
- 1996-09-10 DE DE19636729A patent/DE19636729A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002030733A1 (de) | 2000-10-12 | 2002-04-18 | Hermann Schmidt | Mehrganggetriebe für fahrräder |
| DE202009001802U1 (de) | 2009-02-12 | 2009-04-16 | Pamp, Reiner, Dr. | Lineare Kettenschaltung für Fahrräder |
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|---|---|---|---|
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