DE19636719A1 - Lenkbare Starrachse für ein Kraftfahrzeug - Google Patents
Lenkbare Starrachse für ein KraftfahrzeugInfo
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Description
Die Erfindung befaßt sich allgemein mit lenkbaren Starrachsen
für Kraftfahrzeuge und insbesondere mit einer Radeinstellein
richtung hierfür, welche eine Einstellung der Radausrichtparame
ter, wie Nachlauf oder Radsturz, gestattet, welche an einer
Starrachse einzustellen sind.
Kraftfahrzeuge haben häufig eine lenkbare Vorderachsanordnung,
bei welcher eine Kreuzgelenkgabel fest an einer Starrachse mit
einem Achsschenkel angebracht ist, welcher drehbeweglich bzw.
schwenkbeweglich an der Kreuzgelenkgabel unter Einsatz von obe
ren und unteren Kugelgelenken angebracht ist. Der Achsschenkel
dreht sich bzw. schwenkt sich um eine Drehachse, welche als
Lenkachse oder Achsschenkelbolzenachse bezeichnet wird. Im Falle
einer angetriebenen, lenkbaren Achse kann die Kreuzgelenkgabel
an einem rohrförmigen Achsgehäuse angebracht sein, welches die
Antriebsachswelle umgibt. Nichtangetriebene Starrachsen können
auch von einem Achsrohr gebildet werden, welches ein Kreuzge
lenkgabelrohr hat, welches fest am jeweiligen Ende des Achsrohrs
angebracht ist. In jedem Fall tragen die Achsschenkel eine Wel
le, an welcher eine Anordnung aus einem Fahrzeugrahmen und einem
Reifen drehbeweglich angebracht ist. In Abhängigkeit von Steuer
kräften, welche vom Fahrer herrühren, dreht sich bzw. schwenkt
sich der Achsschenkel relativ zu der Kreuzgelenkgabel der Achse,
um die Räder zu lenken.
Die Radausrichtparameter bezüglich des Nachlaufs und des Rad
sturzes sind kritisch bezüglich des Fahrverhaltens und Reifen
verschleißes. Der Nachlauf ist im allgemeinen als der Winkel in
einer Seitenansicht eines Fahrzeuges zwischen der Lenkachse oder
der Achsschenkelbolzenachse und der vertikalen Achse definiert.
Der Nachlaufwinkel ist bei Fahrzeugradaufhängungen wichtig, da
er die lenkbaren Fahrzeugräder dahingehend beeinflußt, daß sie
in die Geradlaufposition im Anschluß an eine Kurvenfahrt zurück
kehren. Der Radsturz ist in typischer Weise als der Winkel in
einer Seitenansicht des Fahrzeugs zwischen der Vertikalen und
der Mittellinien des Rades definiert. Der Radsturz beeinflußt
hauptsächlich den Reifenverschleiß und das Kurvenfahrverhalten.
Bisher sind nur beschränkt Einrichtungen vorhanden, welche eine
Einstellung des Nachlaufs und des Radsturzes bei lenkbaren
Starrachsen gestatten. Häufig sind der Nachlauf und der Radsturz
zu dem Zeitpunkt vorgegeben, wenn das Kreuzgelenkgabelrohr an
dem Achsrohr angeschweißt oder auf eine andere Weise fest ange
bracht ist. Das Kreuzgelenkgabelrohr, welches an jedem Radende
vorgesehen ist, muß an dem Achsrohr derart angebracht werden,
daß die Position des Kreuzgelenkgabelrohrs, welche den Nachlauf
und den Sturz bestimmt, innerhalb von Fertigungstoleranzen
liegt. Obgleich jedoch das Kreuzgelenkgabelrohr innerhalb der
spezifischen Toleranzen angebracht werden kann, kann ein "Auf
summieren" der Toleranzen auftreten, das heißt, es kann ein
kummulierender Effekt von nur geringfügigen Toleranzabweichungen
bei mehreren Komponenten auftreten, welche bei einer komplizier
ten Maschine, wie bei einem Kraftfahrzeug, dazu führen können,
daß insgesamt die Toleranzen außerhalb des gewünschten Bereiches
selbst dann liegen, wenn die jeweiligen Einzeltoleranzmessungen
den Vorgaben entsprechen.
Daher ist es schwierig und zeitraubend, eine Fahrzeugstarrachse
bereitzustellen, welche an jedem Rad geeignete Einstellungen für
den Nachlauf und den Sturz ermöglicht. Obgleich sich bei dem
Einsatz von Kraftfahrzeugen der Nachlauf und der Sturz bei
Vermessungen ändern können, ist es erforderlich, diesbezüglich
eine "Ausrichtung bzw. Einstellung" vorzunehmen, so daß die
Räder des Fahrzeugs innerhalb der vom Fahrzeughersteller vor
gegebenen Toleranzen angeordnet sind.
Bisherige Lösungsmöglichkeiten zum Einstellen und Nachstellen
des Nachlaufs und des Radsturzes sind bei der Vermessung von
Starrachsanordnungen nicht zufriedenstellend.
Daher besteht ein
Bedürfnis, eine einfache und effektive Einrichtung zu schaffen,
mittels der der Nachlauf und der Radsturz eines Fahrzeugrades an
einer Starrachsanordnung zu Beginn eingestellt und später nach
justiert werden können.
Die Erfindung befaßt sich daher mit einer lenkbaren Starrachse
für ein Kraftfahrzeug, welche ein Achsrohr aufweist, welches ein
Kreuzgelenkgabelteil hat, welches mit wenigstens einem Ende
hiervon verbunden ist, wobei das Kreuzgelenkgabelteil obere und
untere Gabelansätze aufweist, welche jeweils eine Bohrung um
fassen, welche durch dieselben geht. Eine der Bohrungen ist
erweitert, und eine Kugelgelenkanordnungshilfe zur Aufnahme und
zur Halterung eines Kugelgelenks ist beweglich in der erweiter
ten Bohrung angeordnet. Wenigstens ein Spannteil ist vorgesehen,
um die Kugelgelenkanordnungshülse an einer festen Position in
der Bohrung selektiv vorzusehen.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung erge
ben sich aus der nachstehenden Beschreibung von bevorzugten
Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung.
Darin zeigt:
Fig. 1 eine Schnittansicht eines Kreuzgelenkgabelrohrs mit
einer bevorzugten Ausführungsform der Einrichtung nach
der Erfindung;
Fig. 2 eine auseinandergezogene Seitenansicht der erfindungs
gemäßen Auslegung in einem solchen Zustand, daß sie
zur Einstellung der Position des oberen Kugelgelenks
genommen werden kann;
Fig. 3 eine Draufsicht auf ein rampenförmiges Teil nach der
Erfindung;
Fig. 4 eine Draufsicht auf eine Kugelgelenkanordnungshülse
entsprechend der Auslegung nach der Erfindung;
Fig. 5 eine vergrößerte Schnittansicht entlang der Linie 5-5
in Fig. 1;
Fig. 6 eine Draufsicht auf die Anordnung nach der Erfindung;
und
Fig. 7 eine Schnittansicht der Vorrichtung nach der Erfindung
in dem Zustand, in welchem sie zur Einstellung der
Position eines Kugelgelenks relativ zu einem Kreuzge
lenkgabelrohr genommen werden kann.
Unter Bezugnahme auf Fig. 1 ist ein Kreuzgelenkgabelrohr 10
gezeigt, welches mit seiner bevorzugten Ausführungsform nach der
Erfindung eine Radausrichteinrichtung enthält, welche insgesamt
mit 30 bezeichnet ist. Das Kreuzgelenkgabelrohr 10 ist derart
ausgelegt, daß es ein Achsrohr 11 über eine Bohrung 12 aufnimmt,
und daß das Kreuzgelenkgabelrohr an dem Achsrohr 11 angeschweißt
oder auf eine andere Weise fest an diesem angebracht ist. Ein
Achsschenkel 14 (teilweise in Fig. 7 gezeigt) ist drehbeweglich
bzw. schwenkbeweglich mit dem Kreuzgelenkgabelrohr 10 unter
Einsatz von oberen und unteren Kugelgelenken (nicht gezeigt)
derart verbunden, daß der Achsschenkel 14 sich um eine Lenkachse
A in Abhängigkeit von Winkelkräften, welche vom Fahrzeugführer
ausgehen, sich drehen bzw. schwenken kann.
Insbesondere umfaßt das Kreuzgelenkgabelrohr 10 einen oberen
Gabelansatz 20 und einen unteren Gabelansatz 22, welche an ge
genüberliegenden Seiten von der Bohrung 12 ausgehen und sich von
dort aus nach außen erstrecken, um einen distalen Bereich 25 des
unteren Gabelansatzes 22 und einen distalen Bereich 24 des obe
ren Gabelansatzes 20 in einer beabstandeten Anordnung zu bilden.
Der distale Bereich 25 des unteren Gabelansatzes 22 umfaßt eine
Bohrung 23, welche durch denselben geht, so daß ein unteres
Kugelgelenk (nicht gezeigt) darin in an sich bekannter Weise
aufgenommen werden kann. Wie in Fig. 1 gezeigt ist, umfaßt der
distale Bereich 24 des oberen Gabelansatzes 20 die Einstellein
richtung 30 als eine Teil hiervon derart, daß ein oberes Kugel
gelenk (nicht gezeigt) mit dem oberen Gabelansatz 20 verbunden
werden kann und in entsprechender Weise derart positioniert
werden kann, daß entsprechend der nachstehenden Beschreibung der
Nachlauf und der Radsturz eingestellt werden können. Obgleich
bei der dargestellten Ausführungsform die Einrichtung 30 in den
oberen Gabelansatz 20 in bevorzugter Weise dargestellt eingebaut
ist, kann natürlich die Stelleinrichtung 30 auf ähnliche Art und
Weise auch in dem unteren Gabelansatz 22 angeordnet werden. Es
ist daher beabsichtigt, daß die Einstelleinrichtung 30 selbst
sogar in beide obere und untere Gabelansätze 20, 22 derart ein
gebaut werden kann, daß beispielsweise der Nachlauf an einem
Gabelansatz 20, 22 und der Radsturz am jeweils anderen Gabel
ansatz 20, 22 eingestellt werden kann. Alternativ kann entweder
der Nachlauf oder der Radsturz an jeweils einem Gabelansatz 20,
22 eingestellt werden, um eine erweiterte Einstellmöglichkeit
bereitzustellen.
Unter Bezugnahme auf Fig. 2 ist zu ersehen, daß der distale
Bereich 24 des oberen Gabelansatzes 20 erweitert ist und eine
Bohrung 32 umfaßt, welche durch diesen Bereich geht. Die Bohrung
32 ist vorzugsweise rechteckförmig ausgebildet und umfaßt eine
Stufe oder einen Flansch 34. Die Bohrung 32 ist derart ausge
legt, daß daran ein rampenförmiges Teil 40 aufgenommen werden
kann, so daß das rampenförmige Teil 40 auf dem Flansch 34 auf
liegt. Eine bevorzugte Ausführungsform des rampenförmigen Teils
40 ist deutlich aus den Fig. 2 und 3 zu ersehen, aus denen zu
entnehmen ist, daß das rampenförmige Teil 40 ein rechteckför
miges Teil aufweist, welches vier Abschnitte 40a, 40b, 40c und
40d umfaßt, so daß es ein rahmenähnliches Teil bildet, welches
einen offenen Mittelbereich 41 hat. Wenigstens zwei gegenüber
liegende Abschnitte 40b und 40d des rampenförmigen Teils 40
umfassen vorzugsweise gekrümmte obere Flächen 42b und 42d, deren
Funktion und Aufgabe nachstehend näher erläutert werden.
Fig. 2 zeigt eine Kugelgelenkanordnungshülse 50, welche derart
ausgelegt ist, daß sie in die Bohrung 32 eingesetzt werden kann,
um auf den gekrümmten oberen Flächen 42b, 42d des rampenförmigen
Teils 40 aufzuliegen. Insbesondere umfaßt die Hülse 50 überhän
gende Abschnitte 53a, 53b (siehe Fig. 1 und 4), welche je
weils gekrümmte untere Flächen 54a, 54b haben, welche den ge
krümmten oberen Flächen 42b, 42d des rampenförmigen Teils 40
zugeordnet sind und auf diesen abgestützt sind. Das Hülsenteil
50 paßt lose in die Bohrung 32 derart, daß die Hülse 50 an einem
beliebigen Punkt entlang der gekrümmten Flächen 42b, 42d des
rampenförmigen Teils 40 positioniert werden kann. In alternati
ver Weise gegenüber den voranstehenden Ausführungen kann die
Einstelleinrichtung 30 auch dazu genutzt werden, den Radsturz
dadurch einzustellen, daß die gekrümmten oberen Flächen auf den
Abschnitten 40a, 40c des rampenförmigen Teils 40 vorgesehen
werden und die Kugelgelenkanordnungshülse 50 zur Nachausrichtung
auf diesen Flächen zu liegen kommen kann. Auch ist aus der vor
stehenden Beschreibung zu ersehen, daß die Lage des rampenförmi
gen Teils 40 verändert werden kann, oder daß das rampenförmige
Teil 40 in Form einer einstückigen Auslegung mit dem Gabelteil
10 in einer geeigneten Stelle vorgesehen sein kann, um eine
Lagerung für die Kugelgelenkanordnungshülse 50 zu bilden.
In den Fig. 2 und 4 kann gemäß einer bevorzugten Ausführungs
form der Kugelgelenkanordnungshülse 50 diese Zähne 56 umfassen,
welche sich von dort aus nach oben erstrecken. Bei dem darge
stellten Beispiel sind Zähne 56 in zwei beabstandeten Reihen
56a, 56b auf der oberen Fläche der überhängenden Bereiche 53a,
53b der Kugelgelenkanordnungshülse 50 vorgesehen. Ferner sind
die Zähne 56 vorzugsweise mit einer bogenförmigen Anordnung
entlang eines gekrümmten oberen Bereichs der Hülse 50 derart
vorgesehen, daß die Zähne 56 auf einem Bogen liegen, welcher
gleich oder ähnlich wie der Bogen der gekrümmten oberen Flächen
42b, 42d des rampenförmigen Teils 40 und der gekrümmten unteren
Flächen 54a, 54b des Hülsenteils 50 verläuft.
Auch sind bei der bevorzugten Ausführungsform Spannteile 60a,
60b (Fig. 1) vorgesehen, um das Hülsenteil 50 in einer ge
wünschten Position relativ zu dem rampenförmigen Teil 40 festzu
legen. Jedes der Spannteile 60a und 60b kann jeweils Zähne 62
umfassen, welche mit den Zähnen 56 der Kugelgelenkanordnungs
hülse 50 zusammenarbeiten. Insbesondere sind die Zähne 62 des
jeweiligen Spannteils 60a und 60b derart beschaffen und ausge
legt, daß sie mit wenigstens einigen der Zähne 56 der Reihen 56a
und 56b zusammenarbeiten. Die Spannteile 60a, 60b sind derart
ausgelegt, daß sie die verschiedenen Komponenten der Einrichtung
30 in ihrer Position halten, wenn in geeigneter Weise der Nach
lauf (oder der Sturz) hinsichtlich der Winkelanordnung einge
stellt ist, indem die Hülse 50 entlang des rampenförmigen Teils
40 beispielsweise gleitend bewegt wird, wie dies deutlich aus
Fig. 6 zu ersehen. Das Spannteil 60a kann Öffnungen 64a und 64b
umfassen, welche derart beschaffen sind, daß sie Gewindeteile,
wie Schrauben oder Schraubenbolzen 65 aufnehmen können, welche
in dem distalen Bereich 24 des Kabelansatzes 20 eingeschraubt
sind oder die in einer Mutter aufgenommen sind, welche fest an
den Spannteilen 60a, 60b in der entsprechenden Position relativ
zum Gabelansatz 20 angebracht ist. Die Zähne 62 der Spannteile
60a, 60b arbeiten mit Zähnen 56 des Hülsenteils 50 zusammen, um
das Hülsenteil 50 in der Position an dem rampenförmigen Teil 40
zu fixieren. Eine Einstellung der Einrichtung kann dadurch vor
genommen werden, daß die Befestigungsteile 65 gelöst werden, um
dann die Spannteile 60a, 60b lösen zu können, um die Zähne 62
von den Zähnen 56 zu lösen, welche an dem zugeordneten Hülsen
teil 50 ausgebildet sind. Folglich kann die Position des Hülsen
teils 50 in der Bohrung 32 entlang der gekrümmten oberen Fläche
42b, 42d des rampenförmigen Teils 40 verändert und verstellt
werden. Wenn das Hülsenteil 50 in der gewünschten Weise positio
niert ist, können die Schraubenbolzen 65 angezogen werden, um
die Komponenten in der beschriebenen Position sicher zu halten.
Auch läßt sich aus den voranstehenden Ausführungen entnehmen,
daß die zusammenarbeitenden Zähne 56 und 62 alternativ an den
oberen gekrümmten Flächen 42b, 42d des rampenförmigen Teils 40
ausgebildet sein können, und daß die entsprechenden gekrümmten
Flächen 54b, 54d des hülsenförmigen Teils 50 ebenfalls entspre
chend mit Zahnungen versehen sein können. Die Spannteile 60a und
60b können gegen das hülsenförmige Teil 50 angezogen werden, um
diese in der gewünschten Position festzulegen. Auch kommen bei
der Erfindung andere geeignete Auslegungen in Betracht, um die
Hülse 50 in der gewünschten Position relativ zu dem rampenför
migen Teil 40 festzulegen, wobei diese Auslegung als Alternative
zu den Zähnen 56 und 62 zu sehen ist. Auch können bei der be
vorzugten Ausführungsform die Öffnungen 64a und 64b länglich
ausgebildet sein, um zu ermöglichen, daß die Position der Spann
teile 60a und 60b in Verbindung mit oder gesondert von der Hülse
50 zur Vereinfachung von kleineren Nachstellungen verändert
werden kann.
Wie in Fig. 7 gezeigt ist, kann das Hülsenteil 50 in der Praxis
an dem rampenförmigen Teil 40 derart positioniert werden, daß
das Hülsenteil nicht zu der vertikalen Achse V ausgerichtet ist,
sondern an Stelle hierzu zu einer anderen Lenkachse A ausgerich
tet ist. Die Kugelgelenkanordnungshülse 50 umfaßt eine Bohrung
52, welche durch dieselbe geht und die ein Kugelgelenk 70 auf
nimmt, so daß ein Achsschenkel 14 fest mit dem Kugelgelenk 70
verbunden werden kann, und zwar mittels einer Mutter 16 oder
einem anderen geeigneten Befestigungsmittel. Aus der vorstehen
den Beschreibung ist zu ersehen, daß die Bewegung der Kugelge
lenkanordnungshülse 50 entlang der gekrümmten oberen Flächen
42b, 42d des rampenförmigen Teils 40 dazu führt, daß das Kugel
gelenk 70 zu irgendeiner gewünschten Position relativ zu der
vertikalen Achse V, wie einer neuen Lenkachse A, bewegt werden
kann, um hierdurch den Nachlauf einzustellen. Wie aus Fig. 7 zu
ersehen ist, ist der Nachlauf mit einem vorbestimmten Winkel Θ
unter Einsatz der Vorrichtung nach der Erfindung eingestellt
worden, welche insgesamt mit 30 bezeichnet ist. Der Einsatz der
gekrümmten oberen Flächen 42b, 42d des rampenförmigen Teils 40
und der gekrümmten unteren Flächen 54a, 54b des Hülsenteils 50,
wobei die jeweiligen gekrümmten Flächen etwa den gleichen vor
bestimmten Bogen haben, ermöglicht, daß das hülsenförmige Teil
50 entlang des rampenförmigen Teils 40 bewegt werden kann, um
das Kugelgelenk 70 bezüglich der Achse V zu der Achse A zu ver
lagern, ohne daß man eine unerwünschte Gelenkverbindung für das
Kugelgelenk 70 benötigt.
Aus der vorstehenden Beschreibung ist zu ersehen, daß nach der
Erfindung eine Lösung bereitgestellt wird, welche die Schwierig
keiten der vorstehend genannten Art überwindet, welche bei
Starrachsen auftreten. Die Erfindung stellt eine einfache und
effektive Einrichtung bereit, welche eine Einstellung des Nach
laufs (oder des Radsturzes in Abhängigkeit von der Orientierung
des rampenförmigen Teils 40) gestattet. Wenn die Komponenten
einmal in der Bohrung 32 des Gabelansatzes 20 (oder des Gabel
ansatzes 22) positioniert sind, brauchen nur die Bolzen 65 ge
löst zu werden, und das hülsenförmige Teil 50 kann entlang des
rampenförmigen Teils 40 zu der gewünschten Position bewegt wer
den, und zwar entweder alleine oder in Verbindung mit den gleit
beweglichen Spannteilen 60a, 60b. Anschließend können dann die
Komponenten in dieser Position durch Anziehen der Schraubbolzen
65 fixiert werden. Auch kann die Erfindung an Stelle an einem
radseitigen Ende einer Kraftfahrzeugachse auch an beiden Enden
eingesetzt werden. Wenn die Vorrichtung nach der Erfindung nur
an einem Radende vorgesehen ist, erhält man eine Einrichtung,
mittels der der Nachlauf des einstellbaren Radendes eingestellt
werden kann, und zwar so, daß er mit dem Nachlauf des nichtein
stellbaren Rades übereinstimmt, um hierdurch ein Fahrzeug zu
erhalten, welches an jedem Radende einer Achse einen gleichmäßi
gen Nachlauf hat.
Obgleich voranstehend bevorzugte Ausführungsformen nach der
Erfindung erläutert worden sind, sind selbstverständlich zahl
reiche Abänderungen und Modifikationen möglich, die der Fachmann
im Bedarfsfall treffen wird, ohne den Erfindungsgedanken zu
verlassen.
Claims (19)
1. Lenkbare Starrachse für ein Kraftfahrzeug, welche folgendes
aufweist:
ein Achsrohr (11), welches ein Kreuzgelenkgabelteil (10) hat, welches mit wenigstens einem Ende hiervon ver bunden ist, wobei das Gabelteil (10) obere und untere Ga belansätze (20, 22) aufweist, und wobei die jeweiligen oberen und unteren Gabelansätze (20, 22) eine Bohrung (32) umfassen, welche durch dieselben geht und wenigstens eine Bohrung (32) hiervon erweitert ist;
eine Kugelgelenkanordnungshülse (50) zur Aufnahme und zur Halterung eines Kugelgelenks (70), wobei die Kugelge lenkanordnungshülse (50) beweglich in wenigstens der einen erweiterten Bohrung (32) angeordnet ist; und
wenigstens ein Spannteil (60a, 60b) zum selektiven Festlegen der Kugelgelenkanordnungshülse (50) in einer vorbestimmten variablen Position in der wenigstens einen erweiterten Bohrung (32).
ein Achsrohr (11), welches ein Kreuzgelenkgabelteil (10) hat, welches mit wenigstens einem Ende hiervon ver bunden ist, wobei das Gabelteil (10) obere und untere Ga belansätze (20, 22) aufweist, und wobei die jeweiligen oberen und unteren Gabelansätze (20, 22) eine Bohrung (32) umfassen, welche durch dieselben geht und wenigstens eine Bohrung (32) hiervon erweitert ist;
eine Kugelgelenkanordnungshülse (50) zur Aufnahme und zur Halterung eines Kugelgelenks (70), wobei die Kugelge lenkanordnungshülse (50) beweglich in wenigstens der einen erweiterten Bohrung (32) angeordnet ist; und
wenigstens ein Spannteil (60a, 60b) zum selektiven Festlegen der Kugelgelenkanordnungshülse (50) in einer vorbestimmten variablen Position in der wenigstens einen erweiterten Bohrung (32).
2. Lenkbare Starrachse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der obere Gabelansatz (20) wenigstens eine erwei
terte Bohrung (32) umfaßt, welche durch denselben geht.
3. Lenkbare Starrachse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die wenigstens eine erweiterte Bohrung (32)
stufenförmig ausgebildet ist.
4. Lenkbare Starrachse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß ein rampenförmiges Teil (40) in
der wenigstens einen erweiterten Bohrung (32) gelagert ist,
das rampenförmige Teil (40) wenigstens eine gekrümmte
Oberfläche (42b, 42d) zur Abstützung der Kugelgelenkanord
nungshülse (50) in der erweiterten Bohrung (32) derart hat,
daß die Kugelgelenkanordnungshülse (50) beweglich relativ
zum rampenförmigen Teil (40) entlang eines Bogens ist,
welcher durch die gekrümmte Fläche (42b, 42d) des rampen
förmigen Teils (40) gebildet wird.
5. Lenkbare Starrachse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß die erweiterte Bohrung (32) gegenüberliegende
Seiten umfaßt, und daß das rampenförmige Teil (40) wenig
stens zwei gekrümmte Flächen (42b, 42d) derart umfaßt, daß
wenigstens zwei gekrümmte Flächen (42b, 42d) in der erwei
terten Bohrung (32) auf gegenüberliegenden Seiten derselben
liegen.
6. Lenkbare Starrachse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Kugelgelenkanordnungshülse
(50) und das wenigstens eine Spannteil (60a, 60b) jeweils
Verzahnungen (56, 62) umfassen, welche derart ausgebildet
sind, daß die Zähne (56) der Kugelgelenkanordnungshülse
(50) mit den Zähnen (62) des wenigstens einen Spannteils
(60a, 60b) zusammenarbeiten, wenn das wenigstens eine
Spannteil (60a, 60b) zur Festlegung der Kugelgelenkanord
nungshülse (50) positioniert ist.
7. Lenkbare Starrachse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß das rampenförmige Teil (40) in
der wenigstens einen erweiterten Bohrung (32) angeordnet
ist, und daß das rampenförmige Teil (40) wenigstens eine
gekrümmte Oberfläche (42b, 42d) zur Abstützung der Kugelge
lenkanordnungshülse (50) und zur Bestimmung einer bogenför
migen Bewegungsbahn umfaßt, über die hinweg die Kugelge
lenkanordnungshülse (50) in der wenigstens einen erweiter
ten Bohrung (32) bewegt werden kann.
8. Lenkbare Starrachse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß die Kugelgelenkanordnungshülse (50) und das wenig
stens eine Spannteil (60a, 60b) jeweils Zähne (56, 62)
umfassen, welche derart ausgelegt sind, daß die Zähne (56)
der Kugelgelenkanordnungshülse (50) mit den Zähnen (62) des
wenigstens einen Spannteils (60a, 60b) zusammenarbeiten,
wenn das wenigstens eine Spannteil (60a, 60b) zur Festle
gung der Kugelgelenkanordnungshülse (50) in seiner Position
positioniert ist.
9. Lenkbare Starrachse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß wenigstens eine erweiterte Boh
rung (32) in Form einer rechteckförmigen stufenförmigen
Bohrung ausgebildet ist, und daß die lenkbare Starrachse
ferner ein rampenförmiges Teil (40) aufweist, welches auf
einem Flansch (34) in der stufenförmig ausgebildeten Boh
rung aufliegt, daß das Rampenteil (40) zwei gekrümmte Ober
flächen (42b, 42d) auf gegenüberliegenden Seiten der recht
eckförmigen Bohrung (32) aufweist, und daß die Kugelgelenk
anordnungshülse (50) an den gekrümmten oberen Flächen (42b,
42d) des rampenförmigen Teils (40) zur Ausführung einer
Bewegung entlang eines Bogens gelagert ist, welcher durch
die gekrümmten oberen Flächen (42b, 42d) gebildet wird.
10. Lenkbare Starrachse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Spannteil (60a,
60b) wenigstens eine längliche Öffnung (64a, 64b) aufweist,
welche durch dieselbe geht, und daß das wenigstens eine
Spannteil (60a, 60b) lösbar mit dem Gabelteil (10) mit
Hilfe eines Befestigungsteils (65) verbunden ist, welches
durch die wenigstens eine längliche Öffnung (64a, 64b) in
einer vorbestimmten variablen Position geht.
11. Kombination aus einer lenkbaren Starrachse, welche ein
Kreuzgelenkgabelteil (10) hat, welches mit dieser verbunden
ist, wobei das Kreuzgelenkgabelteil obere und untere Gabel
ansätze (20, 22) aufweist, und eine Radausrichteinrichtung
(30,) gekennzeichnet durch folgendes:
eine Kugelgelenkanordnungshülse (50) zur Aufnahme und zur Halterung eines Kugelgelenks (70), welche beweglich mit den wenigstens einen oberen und unteren Gabelansätzen (20, 22) verbunden ist;
wenigstens ein Spannteil (60a, 60b) zum selektiven Festlegen der Kugelgelenkanordnungshülse (50) in einer vorbestimmten Position relativ zu dem wenigstens einen Gabelansatz (20, 22).
eine Kugelgelenkanordnungshülse (50) zur Aufnahme und zur Halterung eines Kugelgelenks (70), welche beweglich mit den wenigstens einen oberen und unteren Gabelansätzen (20, 22) verbunden ist;
wenigstens ein Spannteil (60a, 60b) zum selektiven Festlegen der Kugelgelenkanordnungshülse (50) in einer vorbestimmten Position relativ zu dem wenigstens einen Gabelansatz (20, 22).
12. Kombination nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kugelgelenkanordnungshülse (50) in einer Bohrung (32)
angeordnet ist, welche durch den wenigstens einen Gabel
ansatz (20, 22) derart geht, daß die Kugelgelenkanordnungs
hülse (50) in dieser Bohrung (32) beweglich ist.
13. Kombination nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
ferner ein rampenförmiges Teil (40) vorgesehen ist, welches
wenigstens eine gekrümmte Fläche (42b, 42d) hat, und wel
ches in der Bohrung (32) derart aufgenommen ist, daß die
Kugelgelenkanordnungshülse (50) auf der wenigstens einen
gekrümmten Fläche (42b, 42d) des rampenförmigen Teils (40)
zur Ausführung einer Bewegung entlang einer kurvenförmigen
Bahn gelagert ist, welche durch die wenigstens eine ge
krümmte Fläche (42b, 42d) gebildet wird.
14. Kombination nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kugelgelenkanordnungshülse (40) und
das wenigstens eine Spannteil (60a, 60b) jeweils Zähne (56,
62) umfassen, so daß die Zähne (62) des wenigstens einen
Spannteils (60a, 60b) mit den Zähnen (56) der Kugelgelenk
anordnungshülse (50) zusammenarbeiten, wenn das Spannteil
(60a, 60b) derart angeordnet ist, daß die Kugelgelenanord
nungshülse (50) an einer vorbestimmten fixierten Position
relativ zu dem wenigstens einen Gabelansatz (20, 22) ange
ordnet ist.
15. Kombination nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeich
net, daß die Kugelgelenkanordnungshülse (50) und das wenig
stens eine Spannteil (60a, 60b) jeweils Zähne (56, 62)
umfassen, und daß die Zähne (62) des wenigstens einen
Spannteils (60a, 60b) mit den Zähnen (56) der Kugelgelenk
anordnungshülse (50) zusammenarbeiten, wenn das Spannteil
(60a, 60b) derart angeordnet ist, daß die Kugelgelenkanord
nungshülse (50) an einer vorbestimmten fixierten Position
relativ zu dem wenigstens einen Gabelansatz (20, 22) an
geordnet ist.
16. Kombination nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß das wenigstens eine Spannteil (60a,
60b) eine längliche Öffnung (64a, 64b) aufweist, welche
durch dasselbe geht, und daß das wenigstens eine Spannteil
(60a, 60b) mit dem wenigstens einen Gabelansatz (20, 22)
mittels eines Befestigungsmittels (65) festgelegt ist,
welches durch das wenigstens eine Spannteil (60a, 60b)
geht, und daß die Position des wenigstens einen Spannteils
(60a, 60b) relativ zu dem wenigstens einen Gabelansatz (20,
22) dadurch verändert werden kann, daß die relative Posi
tion des Befestigungsmittels (65) in der länglichen Öffnung
(64a, 64b) verändert werden kann.
17. Kombination nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß der wenigstens eine Gabelansatz (20,
22) wenigstens eine längliche, stufenförmige Bohrung (32)
umfaßt, welche durch denselben geht, und daß die Radaus
richteinrichtung ferner ein rampenförmiges Teil (40) um
faßt, welches in der stufenförmigen Bohrung (32) gelagert
ist, daß das rampenförmige Teil (40) wenigstens eine ge
krümmte Fläche (42b, 42d) umfaßt, und daß die Kugelgelenk
anordnungshülse (50) beweglich auf der wenigstens einen
gekrümmten Fläche (42b, 42d) des rampenförmigen Teils (40)
gelagert ist.
18. Verfahren zur Einstellung der Position eines Kugelgelenks
relativ zu einem Gabelansatz bei einer lenkbaren Starrach
se, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte;
Ausbilden einer erweiterten Bohrung in dem Gabelan satz;
Verbinden des Kugelgelenks mit einem Hülsenteil, wobei das Hülsenteil beweglich in der erweiterten Bohrung positioniert ist;
Verändern der Position des hülsenförmigen Teils in der erweiterten Bohrung, um die Position des Kugelgelenks rela tiv zu dem Gabelansatz zu verändern; und
Verspannen des Hülsenteils in einer festgelegten Position relativ zu dem Gabelansatz.
Ausbilden einer erweiterten Bohrung in dem Gabelan satz;
Verbinden des Kugelgelenks mit einem Hülsenteil, wobei das Hülsenteil beweglich in der erweiterten Bohrung positioniert ist;
Verändern der Position des hülsenförmigen Teils in der erweiterten Bohrung, um die Position des Kugelgelenks rela tiv zu dem Gabelansatz zu verändern; und
Verspannen des Hülsenteils in einer festgelegten Position relativ zu dem Gabelansatz.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß
ferner der Schritt vorgesehen ist, gemäß welchem ein ram
penförmiges Teil in der erweiterten Bohrung vorgesehen
wird, das rampenförmige Teil wenigstens eine gekrümmte
Fläche hat, um das hülsenförmige Teil in der erweiterten
Bohrung auf der wenigstens einen gekrümmten Fläche derart
zu lagern, daß die Position des Hülsenteils in der Bohrung
durch Bewegen des Hülsenteils von einer ersten Position auf
der wenigstens einen gekrümmten Fläche des rampenförmigen
Teils zu einer zweiten Position auf der wenigstens einen
gekrümmten Fläche verändert werden kann.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US08/526,164 US5697632A (en) | 1995-09-11 | 1995-09-11 | Wheel alignment apparatus for use on a beam axle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19636719A1 true DE19636719A1 (de) | 1997-03-13 |
Family
ID=24096185
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19636719A Withdrawn DE19636719A1 (de) | 1995-09-11 | 1996-09-10 | Lenkbare Starrachse für ein Kraftfahrzeug |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US5697632A (de) |
| JP (1) | JPH09169282A (de) |
| DE (1) | DE19636719A1 (de) |
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- 1996-09-10 DE DE19636719A patent/DE19636719A1/de not_active Withdrawn
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| Date | Code | Title | Description |
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