DE19636559C2 - Sicherungsvorrichtung für Türen oder Fenster - Google Patents
Sicherungsvorrichtung für Türen oder FensterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Sicherungsvorrichtung für Türen, Fenster oder
dergleichen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Derartige Vorrichtungen
werden üblicherweise als Zusatzsicherungsbeschläge für Fenster und Türen benutzt,
die schon eine bekannte Absperrvorrichtung - einen abschließbaren Fensterdrehgriff
oder das Türschloß - aufweisen. Die erfindungsgemäße Sicherungsvorrichtung wird
also zusätzlich zu den schon vorhandenen Absperrvorrichtungen eingesetzt und an
der Innenseite des Fensters bzw. der Tür angeordnet.
Bei einer bekannten Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 (DE-GM-
Schrift 296 02 615) ist die zwei Beschlagteile aufweisende Vorrichtung an der
Innenseite eines Fensters befestigt, bei dem die Innenfläche des Fensterflügels um
die Höhe eines Falzes versetzt zur Innenfläche des zugehörigen Fensterrahmens
angeordnet ist. Damit die Verriegelungsmittel des am Fensterrahmen angeordneten
Beschlagteils mit den Gegenverriegelungsmitteln des am Fensterflügel angeordneten
Beschlagteils zusammenwirken können, ist das fensterflügelseitige Beschlagteil mit
einem zum fensterrahmenseitigen Beschlagteil vorspringenden Ansatz versehen, an
dessen freien Ende sich die Gegenverriegelungsmittel befinden. Da die Falzhöhe
jedoch vom Fensterhersteller aufgrund bestimmter veränderlicher Kriterien von Fall
zu Fall entsprechend festgelegt wird, muß die vorspringende Länge des Ansatzes
vom Hersteller der Vorrichtung so groß gewählt werden, daß er möglichst auch die
größte vorkommende Falzhöhe abdeckt. Die Abstimmung der Verriegelungsmittel
auf die Gegenverriegelungsmittel wird bei Einbau der Vorrichtung durch Beilegen
von entsprechend dicken Zwischenlagen zwischen Fensterrahmen und dem an
diesem zu befestigenden Beschlagteil erreicht. Abgesehen von der aufwendigen
Abstimmungsarbeit kann sich bei der bekannten Vorrichtung der Nachteil ergeben,
daß bei Gewaltanwendung, d. h. besonders wenn das Beschlagteil quer zur
Erstreckungsrichtung der Ansätze belastet wird, die Ansätze abbrechen können,
wodurch die Sicherungsvorrichtung zerstört wäre.
In US 4,569,545 ist ein Haspenschloß beschrieben, bei welchem laminierte
Armabschnitte mittels Gelenkverbindungen vorgesehen sind, mittels welcher
Höhenunterschiede z. B. zwischen Rahmen und Flügel ausgleichbar sind. Die
Verriegelung erfolgt mittels eines herkömmlichen Vorhängeschlosses über ein
Zungenelement. Ein Armabschnitt, welcher mit dem Zungenelement in Eingriff
gebracht wird, ist in seiner Mitte zur Aufnahme des Zungenelementes geschlitzt,
weist aber selbst keinen mit einem Gelenk verbundenen Ansatz mit
Verriegelungsmitteln auf. Darüber hinaus sind die beweglichen Teile des
Haspenschlosses im verriegelten Zustand nicht übereinanderklappbar. Da die
Verriegelung mittels eines herömmlichen Vorhängeschlosses in der Öffnung der
Zunge erfolgt, liegt die eigentliche Verriegelungsvorrichtung frei zugänglich und
kann daher leicht entfernt werden, ohne daß die eigentliche
Verriegelungseinrichtung zerstört werden muß.
In DE-PS 30 29 47 ist ebenfalls ein Haspenschloß beschrieben, welches zum einen
einen definierten Höhenunterschied z. B. zwischen einem festen Rahmenteil und
einem Flügel ausgleicht und mit welchem die Zugangslöcher für die
Befestigungsschrauben des Beschlagteils durch sogenannte Vexierknöpfe abgedeckt
sind. Diese Vexierknöpfe können mit einem Schraubendreher oder ähnlichem
Werkzeug leicht aus dem Schloßbeschlag entfernt werden, so daß die Schrauben
relativ leicht zugänglich sind. Dieses Haspenschloß ist lediglich bei einem
vorgegebenen definierten Höhenunterschied zwischen Rahmen und beweglichem
Bauteil einsetzbar. Ansonsten wird ein zusätzlicher Anpassungsaufwand bei der
Montage des Haspenschlosses erforderlich, indem Montageunterlagen zum
Ausgleich des Höhenunterschiedes eingesetzt werden. Ein zusätzlicher, gelenkig
angebrachter, mit Verriegelungsmitteln versehener Ansatz am freien Ende des
beweglichen Bauteils zum Ausgleich der Höhendifferenzen ist nicht beschrieben.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine verriegelbare Sicherungsvorrichtung
für Türen, Fenster oder dergleichen zu schaffen, welche zusätzlich an Fenster oder
Türen ohne großen Montageaufwand und Anpassungsaufwand so anbringbar ist,
daß ihr unbefugtes Entfernen im verriegelten Zustand nicht möglich ist, ohne sie zu
zerstören.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1
gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
Bei der erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung übernimmt die gelenkige
Verbindung selbständig die Abstimmung der Verriegelungs- und
Gegenverriegelungsmittel dadurch, daß ausgehend von einer größtmöglichen
Falzhöhe, auf welche die wirksame Ansatzlänge ausgelegt ist, wenigstens eines der
beiden Beschlagteile auf seiner Montageebene bezüglich des Abstandes zwischen
den beiden Beschlagteilen entsprechend verschoben und danach befestigt wird. Je
niedriger der Falz ist, um so stärker wird dabei der Ansatz in seiner
Gelenkverbindung geschwenkt, derart, daß sich die Längserstreckung des Ansatzes
dem Verlauf der Montageebenen der Beschlaghälfte annähert, so daß dieser bei der
besagten Belastung mehr auf Zug als auf Biegung beansprucht wird.
Wenn das den Ansatz aufweisende Beschlagteil zwei miteinander gelenkig
verbundene, im wesentlichen übereinanderklappbare Hälften aufweist, von denen
die eine Hälfte am bewegbaren Bauteil befestigt ist, werden die an der einen Hälfte
befindlichen Befestigungsmittel von der anderen Beschlagteilhälfte überdeckt und
damit dem Zugriff Unbefugter entzogen.
Zur Teilung der auf das mit den Ansätzen versehene, zwei Hälften
aufweisende Beschlagteil einwirkenden Kräfte sind die beiden Hälften mit
jeweils zumindest einem Ansatz versehen, und bei übereinandergeklappten
Beschlagteilhälften liegen die Ansätze beider Hälften in einer gemeinsamen
Ebene.
Zweckmäßig ist der Ansatz an dem freien, von dem die beiden
Beschlagteilhälften verbindenden Gelenk abgewandten Ende der
schwenkbaren Beschlagteilhälften angelenkt.
Aus fertigungstechnischen Gründen und sicherheitsrelevanten Überlegungen
kann es von Vorteil sein, wenn mit der schwenkbaren Beschlagteilhälfte
mehrere Ansätze gelenkig verbunden sind, die jeweils an ihren freien Enden
die Gegenverriegelungsmittel aufweisen, welche bei übereinandergeklappten
Beschlagteilhälften mit den Verriegelungsmitteln des anderen Beschlagteils
zusammenarbeiten.
Montagetechnische Vorteile können sich ergeben, wenn das den Ansatz
aufweisende eine Beschlagteil an dem bewegbaren Bauteil befestigt ist.
Wenn der Abstand von der Achse des Gelenks zwischen Beschlagteilhälfte
und Ansatz und den am Ansatz angeordneten Gegenverriegelungsmitteln
größer ist als die Höhe des Falzes abzüglich des Abstandes, mit dem die
Längsachsen der zapfenartigen Verriegelungsmittel von der Montageebene
des Fensterrahmens liegen, wird die erwähnte vorteilhafte Annäherung der
Ansatz-Längserstreckung an die Erstreckung der Montageebenen stets
erreicht. Dies ist besonders bei der Sicherung von Schiebetüren von Vorteil,
weil dort bei Gewaltanwendung die Kraft vorzugsweise in Öffnungsrichtung
der Schiebetür angesetzt wird. Weil dabei die Verriegelung der beiden
Beschlagteile stets unterhalb der erwähnten Gelenkachse liegt, wird die
schwenkbare Beschlagteilhälfte vom Ansatz stets zur anderen
Beschlagteilhälfte belastet.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung
sind in der nachfolgenden Beschreibung von in der dazugehörigen
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen angegeben.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Teilansicht eines Fensters auf dessen Innenseite, das mit einer
erfindungsgemäßen Zusatz-Sicherungsvorrichtung ausgestattet ist;
Fig. 2 einen Schnitt durch eine erste Ausführung der Vorrichtung gemäß
Fig. 1 entlang der Linie II-II in vergrößerter Darstellung;
Fig. 3 eine Teildraufsicht auf die Vorrichtung gemäß Fig. 2;
Fig. 4 einen Schnitt gemäß Fig. 2 durch eine zweite Ausführung der
Vorrichtung; und
Fig. 5 eine Teildraufsicht auf die Vorrichtung gemäß Fig. 4.
Eine in Fig. 1 dargestellte Teilansicht einer Wandöffnung eines Gebäudes 10
ist mit einem Fenster 12 versehen. Das Fenster weist einen mit der Wand 10
fest verbundenen Fensterrahmen 14 auf, mit dem ein Fensterflügel 16 in an
sich bekannter Weise über ein Gelenk 18 verbunden ist. Der Fensterflügel
16 stellt also ein bewegbares Bauteil dar, das zum Verschließen einer
Wandöffnung des Gebäudes 10 dient. Es ist über eine nicht dargestellte,
allgemein bekannte, beispielsweise als Drehgriff ausgebildete
Schließvorrichtung in seiner Schließstellung festsetzbar. Bei geöffneter
Schließvorrichtung ist der Fensterflügel 16 zwischen seiner Schließstellung
wie in Fig. 1 dargestellt und einer Öffnungsstellung bewegbar. Wie Fig. 1
weiter zeigt, ist an dem Fenster 12 noch eine Zusatz-Sicherungsvorrichtung
20 angeordnet, die im folgenden näher betrachtet wird. Die Zusatz-
Sicherungsvorrichtung 20 soll das gewaltsame Aufbrechen des
geschlossenen Fensters 12 verhindern. Am Umfang des als bewegbaren
Bauteils zu betrachtenden Fensterflügels 16 können mehrere Zusatz-
Sicherungsvorrichtungen angeordnet werden. Auch ist es gleichgültig, ob es
sich bei dem Fenster um ein Schwenkflügelfenster wie in Fig. 1 handelt oder
ob dieses ein Schiebefenster, ein Hebefenster oder ein geneigt eingebautes
Dach- oder Atelierfenster ist.
Die Zusatz-Sicherungsvorrichtung 20 weist ein am Fensterrahmen 16
befestigtes erstes gebäudefestes Beschlagteil 26 auf, dem ein zweites am
bewegbaren Bauteil, also am Fensterflügel 16 befestigtes zweites
Beschlagteil 28 zugeordnet ist. Das Beschlagteil 28 hat einen plattenartigen
Grundkörper 30, der über Befestigungsschrauben 32 fest mit dem
Fensterflügel 16 verbunden ist. Fest verbunden heißt in diesem Fall, daß das
Beschlagteil 28 nicht ohne besondere Maßnahmen von dem Fensterflügel 16
gelöst und abgenommen werden kann. Eine Bewegbarkeit des Beschlagteils
28 gegenüber dem Fensterflügel bleibt davon unberührt. An dem
plattenartigen Grundkörper 30 ist über ein scharnierartiges Gelenk 34 eine
Abdeckung 36 mit dem Grundkörper 30 verbunden. Die beiden aus Metall
gefertigten Teile 30 und 36 bilden also jeweils gelenkig miteinander
verbundene Hälften des Beschlagteils 28. Die Abdeckung 36 ist in Fig. 2 in
Öffnungsstellung mit ausgezogenen Linien dargestellt. Sie ist im Gelenk 34
entsprechend dem Doppelpfeil 38 zwischen ihrer mit ausgezogenen Linien
dargestellten Öffnungsstellung und einer strichpunktiert dargestellten
Abdeckstellung schwenkbar. Das zur Sicherungsvorrichtung 20 gehörende
andere Beschlagteil 26 ist über Befestigungsschrauben 40 fest mit dem
Fensterrahmen 14 verbunden. Seine Anordnung ist also gebäudefest.
Weiter zeigt Fig. 2, daß die beiden Beschlagteile 26 und 28 in zueinander im
wesentlichen parallelen, mit einem Abstand 42 voneinander befindlichen
Ebenen angeordnet sind, welche den Montageoberflächen des
Fensterrahmens 14 bzw. des Fensterflügels 16 entsprechen. Der Abstand 42
ergibt sich aus der Höhe eines Überstandes oder Falzes, mit dem der
Fensterflügel 16 einen Randstreifen des Fensterrahmens 14 überdeckt. Die
beiden Ebenen sind in Fig. 2 mit 44 für den Rahmen 14 und 46 für den
Flügel 16 bezeichnet. Das Beschlagteil 26 weist gemäß dem Doppelpfeil 45
in Fig. 3 verschiebbare zapfenförmige Verriegelungsmittel 47 auf, die mit
buchsenförmigen Gegenverriegelungsmitteln 48 zusammenarbeiten, welche
mit der Beschlagteilhälfte 36 des Beschlagteils 28 gelenkig verbunden sind.
Die zapfenartigen Verriegelungsmittel 47 des Beschlagteils 26 greifen zum
Verriegeln der beiden Beschlagteile 26, 28 miteinander durch die Bohrung
der buchsenartigen Gegenverriegelungsmittel 48 und halten somit die
Beschlagteilhälfte 36 fest in ihrer in Fig. 2 strichpunktiert gezeichneten
Abdeckstellung. Die mit ausgezeichneten Linien dargestellte aufgeklappte
Stellung der Beschlagteilhälfte 28 zeigt eine Stellung, in der es möglich ist,
das Beschlagteil 28 mit seinem Grundkörper 30 am Fensterflügel 16 zu
montieren. Damit die Gegenverriegelungsmittel 48 der Beschlagteilhälfte
36 mit den Verriegelungsmitteln 47 des in einer tiefer liegenden Ebene 44
montierten Beschlagteils 26 zusammenarbeiten können, hat das Beschlagteil
28 an seiner Beschlagteilhälfte 36 einen in Abdeckstellung zum anderen
Beschlagteil 26 vorspringenden Ansatz 50, an dessen freiem Ende die
Gegenverriegelungsmittel 48 angeordnet sind. Dabei ist der Abstand 54 von
der Achse des Gelenks 52 zwischen der Beschlagteilhälfte 36 und der
Buchsenlängsachse der am Ansatz 50 angeordneten
Gegenverriegelungsmittel 48 größer als die Höhe 42 abzüglich des
Abstandes 49, mit dem die Längsachsen der zapfenartigen
Verriegelungsmittel 47 von der Montageebene 44 des Fensterrahmens 14
liegen. Der Ansatz 50 ist also als separates Bauelement ausgebildet und
gelenkig mit dem Beschlagteil 28 verbunden. Wie aus den Fig. 1 bis 3 zu
entnehmen ist, hat das den Ansatz 50 aufweisende Beschlagteil 28 zwei
miteinander gelenkig verbundene, im wesentlichen übereinander klappbare
Beschlagteilhälften 30 und 36, von denen die eine Hälfte 30 am bewegbaren
Bauteil, also am Fensterflügel 16, befestigt ist. Es ist jedoch auch ohne
weiteres denkbar, das den Ansatz 50 aufweisende Beschlagteil 28 an dem
Fensterrahmen 14 zu befestigen. Bei dieser Befestigungsmöglichkeit ist
natürlich klar, daß dann das Beschlagteil 26 am Fensterflügel 16 befestigt
werden muß.
Aus Fig. 2 ist weiter ersichtlich, daß der Ansatz 50 an dem freien, von dem
die beiden Beschlagteilhälften 30 und 36 verbindenden Gelenk 34
abgewandten Ende der schwenkbaren Beschlagteilhälfte 36 angelenkt ist.
Fig. 3 zeigt, daß mit der schwenkbaren Beschlagteilhälfte 36 mehrere
Ansätze 50 gelenkig verbunden sind, die jeweils an ihren freien Enden die
rohr- oder buchsenförmigen Gegenverriegelungsmittel 48 aufweisen, welche
bei übereinandergeklappten Beschlagteilhälften mit den
Verriegelungsmitteln 47 des anderen Beschlagteils zusammenarbeiten.
Dadurch, daß der die wirksame Länge des Ansatzes 50 bestimmende
Abstand 54 zwischen der Achse des Gelenks 52 zwischen der
Beschlagteilhälfte 36 und dem Ansatz 50 und der Achse der am Ansatz 50
angeordneten Gegenverriegelungsmittel 48 größer ist als die Höhe 42 des
größtmöglichen Falzes, und sich die Verriegelungsmittel 47 des
Beschlagteils 26 zwischen den beiden Ebenen 44 und 46 befinden, ergibt
sich zwangsläufig, daß bei in Abdeckstellung befindlicher Beschlagteilhälfte
36 sich die Erstreckungsrichtung des Ansatzes 50, ausgehend von der in Fig.
2 ausgezogen dargestellten Position, sich den Erstreckungsrichtungen der
Ebenen 44 und 46 annähert, weil er im Gelenk 52 so verschwenkt
(Doppelpfeil 53) wird, daß seine Gegenverriegelungsmittel 48 in eine
Position gelangen, in welche diese mit den Verriegelungsmitteln 47 des
anderen Beschlagteils 26 im Sinne einer Verriegelung zusammenarbeiten
können. Dazu kann es erforderlich sein, das Beschlagteil 26, je nach Größe
des von der Falzhöhe bestimmten Abstandes 42 zwischen den beiden
Montageebenen 44, 46 in Richtung des Doppelpfeiles 56 (Fig. 2) zu
verschieben. Der Ansatz 50 steht in seiner Betriebsposition also nicht mehr
rechtwinklig zum Grundkörper 30 seines Beschlagteils 28, sondern seine
Längserstreckung ist den Erstreckungsrichtungen der Ebenen 44 und 46 vom
rechten Winkel aus angenähert.
Eine andere, in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform der Erfindung
entspricht im wesentlichen der eben erläuterten Ausführung, so daß alle dort
verwendeten Bezugszahlen auch in den Fig. 4 und 5 gültig sind.
Abweichend von der Anordnung gemäß den Fig. 2 und 3 ist jedoch bei
dieser zweiten Ausführungsform, daß auch an der plattenförmigen einen
Beschlagteilhälfte 30 des Beschlagteils 28 über ein Gelenk 70 eine Anzahl
von Ansätzen 72 angeordnet ist. In Betriebsposition des Beschlagteils 28,
also wenn die deckelartige Beschlagteilhälfte 36 sich in ihrer strichpunktiert
dargestellten Betriebsposition befindet, gelangen die Ansätze 50 der
Beschlagteilhälfte 36 und die Ansätze 72 der Beschlagteilhälfte 30 in eine
gemeinsame Ebene, die in Fig. 4 durch eine strichpunktierte, mit der
Bezugszahl 76 versehene Linie dargestellt ist. Die Gegenverrieglungsmittel
47 des Beschlagteils 26 durchgreifen also bei dieser Ausführungsform
sowohl die Gegenverriegelungsmittel 48 des Ansatzes 50 als auch die an
dem freien Ende der Ansätze 72 angeordneten, buchsen- oder rohrförmigen
Gegenverriegelungsmittel 78 des Ansatzes 72, da die Achsen der
Gegenverriegelungsmittel 48 und 78 miteinander fluchten. Die Ausrichtung
der Gegenverriegelungsmittel 48 bzw. 78 auf die Verriegelungsmittel 47 des
Beschlagteiles 26 erfolgt auch hier durch Verschieben des Beschlagteils 26
in Richtung des Doppelpfeiles 56.
Beiden Ausführungsformen ist gemeinsam, daß ein
Gegenverriegelungsmittel 48 bzw. 78 tragender Ansatz 50 bzw. 72 als
separates Bauelement ausgebildet und gelenkig mit dem einen Beschlagteil
28 verbunden ist.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Sicherung eines zwischen zwei Endstellungen bewegbaren
Bauteils (16) zum Verschließen einer Wandöffnung eines Gebäudes, mit einem
ersten, gebäudefesten Beschlagteil (26) und einem zweiten, bauteilfesten
Beschlagteil (28), mit an einem der beiden Beschlagteile (26, 28) angeordneten
Verriegelungsmitteln (47) zum Miteinanderverriegeln der beiden Beschlagteile
(26, 28) bei in Schließstellung befindlichem Fenster- oder Türflügel (16),
wobei die beiden Beschlagteile (26, 28) in zueinander im wesentlichen
parallelen, mit einem Abstand (42) voneinander befindlichen Ebenen (44, 46)
befestigbar sind, zumindest das eine der beiden in Verriegelungsposition
befindlichen Beschlagteile (26, 28) mit wenigstens einem zum anderen der
beiden Beschlagteile (26, 28) vorspringenden Ansatz (50, 72) versehen ist, und
die Verriegelungsmittel (47) im Zusammenwirken mit am anderen der beiden
Beschlagteile (26, 28) vorhandenen Gegenverriegelungsmitteln (48, 78) die
beiden Beschlagteile (26, 28) miteinander verriegeln,
dadurch gekennzeichnet, daß
der vorspringende Ansatz (50) als separates Bauelement gelenkig mit dem einen der
Beschlagteile (26, 28) verbunden ist und an seinem freien Ende die
Gegenverriegelungsmittel (48, 78) aufweist, wobei dasjenige der beiden
Beschlagteile (26, 28) mit dem zumindest einen Ansatz (50, 72) zwei
miteinander gelenkig verbundene, im wesentlichen übereinanderklappbare
Hälften (30, 36) aufweist, und die wirksame Länge (54) des Ansatzes (50, 72)
größer ist als die Höhe (42) eines Falzes, mit welchem der Fenster- oder
Türflügel (16) einen bauteilfesten Rahmen (14) überdeckt, abzüglich eines
Abstandes (49) der Längsachsen der Verriegelungsmittel (47) von der
Montageebene (44) des die Verriegelungsmittel (47) aufweisenden
Beschlagteils.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hälften
(30, 36) mit jeweils zumindest einem Ansatz (50, 72) versehen sind und daß
bei übereinandergeklappten Beschlagteilhäften (30, 36) ihre Ansätze (50, 72) in
einer gemeinsamen Ebene liegen.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ansatz (50) an zumindest einem der freien Enden angelenkt ist, welches
von dem die beiden schwenkbaren Beschlagteilhälften (30, 36) verbindenden
Gelenk (34) abgewandt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit der
schwenkbaren Beschlagteilhälfte (36) mehrere Ansätze (50) gelenkig
verbunden sind, die jeweils an ihren freien Enden die Gegenverriegelungsmittel
(48) aufweisen, welche bei übereinandergeklappten Beschlagteilhälften (30,
36) mit den Verriegelungsmitteln (47) des anderen Beschlagteils (26)
zusammenarbeiten.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das den zumindest einen Ansatz (50, 72) aufweisende eine Beschlagteil (28) an
dem bewegbaren Fenster- oder Türflügel (16) befestigt ist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29616523U DE29616523U1 (de) | 1996-09-09 | 1996-09-09 | Vorrichtung zur Sicherung eines zwischen zwei Endstellungen bewegbaren Bauteils zum Verschließen einer Wandöffnung eines Gebäudes |
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| AU17205/97A AU1720597A (en) | 1996-01-31 | 1997-01-31 | Device for locking a component pivoting between two end positions around an axis and being in the closed position for the closing of an access opening to a space surrounded by walls |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1996136559 DE19636559C2 (de) | 1996-09-09 | 1996-09-09 | Sicherungsvorrichtung für Türen oder Fenster |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19636559A1 DE19636559A1 (de) | 1998-03-12 |
| DE19636559C2 true DE19636559C2 (de) | 2001-12-06 |
Family
ID=7805044
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996136559 Expired - Fee Related DE19636559C2 (de) | 1996-01-31 | 1996-09-09 | Sicherungsvorrichtung für Türen oder Fenster |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19636559C2 (de) |
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- 1996-09-09 DE DE1996136559 patent/DE19636559C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19636559A1 (de) | 1998-03-12 |
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| Date | Code | Title | Description |
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Effective date: 20110401 |