DE19635212A1 - Schläger, insbesondere für Streethockey - Google Patents
Schläger, insbesondere für StreethockeyInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schläger, insbeson
dere für Streethockey, mit einem Stiel und einer davon im Winkel
abstehenden Schlagfläche.
Aus dem Sport- und Freizeitbereich sind eine Vielzahl von
Schlägern bekannt. Darunter gibt es eine erste Gruppierung von
Schlägern mit in Fortsetzung der Längsachse einer relativ großen
Schlagfläche angeordneten Stielen (Tennis-, Squash-, Badminton,
Tischtennisschläger etc.) sowie eine weitere Gruppierung von
Schlägern mit einer vom Stiel abgewinkelten, relativ kleinen
Schlagfläche (z. B. Eishockey, Streethockey-, Hockey-, und Golf
schläger).
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen völlig neu
artigen Schläger, insbesondere für Streethockey, zur Verfügung zu
stellen.
Diese Aufgabe wird mittels eines gattungsgemäßen Schlägers
dadurch gelöst, daß seine Schlagfläche in etwa die Form und/oder
die Größe der Schlagfläche eines Tennis- oder ähnlichen Schlägers
besitzt. Mit ähnlichen Schlägern im Sinne der Erfindung sind
Schläger der oben genannten ersten Gruppierung gemeint.
Die aus dem Hauptanspruch hervorgehenden Merkmale des erfin
dungsgemäßen Schlägers scheinen dem ersten Eindruck nach banal zu
sein. Tatsache ist jedoch, daß die oben genannten Gruppen von
Schlägern schon Jahrzehnte nebeneinander existieren, ohne daß der
erfindungsgemäße Vorschlag erfolgte. Mit der vorliegenden Erfin
dung werden alte, eingetretene Pfade verlassen. Das Ergebnis ist
ein Schläger mit völlig neuer Optik, der ein Element der oben ge
nannten ersten Schlägergruppe, nämlich die Schlagfläche, mit ei
nem Element der zweiten Schlägergruppe, nämlich den in Schlagflä
chenebene von der Schlagfläche abgewinkelten Stiel, vereint. Der
Schläger ist insbesondere für Streethockey auf Rollerblades oder
Rollschuhen oder auch zu Fuß gedacht, kann aber genauso gut auch
auf dem Eis mit Schlittschuhen gespielt werden.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des Schlägers ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbei
spielen näher erläutert. In der dazugehörigen schematischen
Zeichnung zeigt:
Fig. 1.1 eine Seitenansicht eines Schlägers in einer ersten
Ausführungsform,
Fig. 1.2 einen Schnitt gemäß Fig. 1.1,
Fig. 1.3 eine Draufsicht auf den Schläger gemäß Fig. 1.1,
Fig. 1.4 eine perspektivische Ansicht des Schlägers gemäß
den Fig. 1.1 bis 1.3,
Fig. 2.1 eine Seitenansicht eines Schlägers in einer zwei
ten Ausführungsform,
Fig. 2.2 einen Schnitt gemäß Fig. 2.1,
Fig. 2.3 eine Draufsicht auf den Schläger gemäß Fig. 2.1,
Fig. 2.4 eine perspektivische Ansicht des Schlägers gemäß
den Fig. 2.1 bis 2.3,
Fig. 3.1 eine Seitenansicht eines Schlägers in einer
dritten Ausführungsform,
Fig. 3.2 einen Schnitt gemäß Fig. 3.1,
Fig. 3.3 eine Draufsicht auf den Schläger gemäß Fig. 3.1,
Fig. 3.4 eine perspektivische Ansicht des Schlägers gemäß
den Fig. 3.1 bis 3.3,
Fig. 4.1 eine Seitenansicht eines Schlägers in einer vier
ten Ausführungsform,
Fig. 4.2 einen Schnitt gemäß Fig. 4.1,
Fig. 4.3 eine Draufsicht auf den Schläger gemäß Fig. 4.1,
und
Fig. 4.4 eine perspektivische Ansicht des Schlägers gemäß
Fig. 4.1 bis 4.3.
Nachstehend werden zunächst Merkmale beschrieben, die allen
Ausführungsbeispielen gemeinsam sind. Anschließend daran wird
dann auf die Unterschiede eingegangen.
Da der Stiel 1 des Schlägers in allen Darstellungen abge
brochen gezeigt ist, sei hier darauf hingewiesen, daß der Stiel 1
kürzer als der eines Eishockeyschlägers und steiler als dieser
angestellt ist. Der Schläger ist zudem sehr leicht gebaut, so daß
er im wesentlichen einarmig sowohl mit Vorhand als auch mit Rück
hand spielbar ist. Gespielt wird mit einem Schaumstoffball von
mindestens 5 cm Durchmesser. Diese Kombination Leichtschläger -
Schaumstoffball macht das Spiel relativ ungefährlich, da sowohl
die Verletzungsgefahr der Spieler untereinander durch das Han
tieren mit dem Schläger als auch die Gefahr von Personen- oder
Sachschäden durch den Softball sehr gering ist.
Die Schlagfläche 2 der Schläger ist gerahmt. Sie hat etwa die
Größe und die Form der Schlagfläche eines Tennisschlägers. Aus
der Zeichnung geht hervor, daß der Rahmen 3 in seinem unteren Be
reich an seiner Vorderseite beginnend bei gleichzeitig zunehmen
der Stärke allmählich breiter wird, um dann, etwa ab der Mitte,
wieder schmaler zu werden. Durch diese Ausbildung ist der Rahmen
3 an seiner Unterseite, also in dem Bereich, der beim Spielen Bo
denkontakt bekommt, verstärkt. Zudem ist der Rahmen 3 aus einem
verschleißfesten Material gefertigt.
Wie am besten aus den Fig. 1.1, 2.1, 3.1 und 4.1 hervor
geht, nimmt die Stärke des Rahmens in seinem unteren Bereich von
seinem vorderen Ende bis zu seinem stielseitigen Ende ständig zu.
Der Rahmen 3 läuft dort nach oben in einen Einsteckansatz 4 für
den Stiel 1 aus. Dieser Einsteckansatz 4 besitzt eine Sackbohrung
5 mit einem Zylinderzapfen 6 am Bohrungsgrund. Der Stiel 1 ist in
die Sackbohrung 5 ein- und auf den Zapfen 6 aufsteckbar. Er kann
in die Sackbohrung 5 eingeklebt werden, um eine dauerhaft feste
Verbindung mit der Schlagfläche 2 herzustellen, oder aber, wenn
eine lösbare Verbindung vorgezogen wird, mit dieser z. B. ver
splintet oder verschraubt werden. Ebenso möglich ist natürlich
eine einstückige Ausbildung von Schlagfläche 2 und Stiel 1.
Aus den Schnittdarstellungen gemäß den Fig. 1.2, 2.2, 3.2 und
4.2 geht hervor, daß der Rahmen 3 in seinem unteren Bereich auf
seiner Innenseite beidseitig der Schlagfläche 2 konkav ausgebil
det ist und mit der Rahmenunterseite beidseitig jeweils unter ei
nem spitzen Winkel zusammenläuft. Diese Ausbildung ermöglicht es,
einen auf dem Boden liegenden oder rollenden Ball besser heben zu
können.
Nachdem oben stehend die allen vier Ausführungsbeispielen ge
meinsamen Merkmalen beschrieben wurden, wird nachstehend auf die
Unterschiede eingegangen.
Der Schläger gemäß den Fig. 1.1 bis 1.4 hat eine gegitterte,
ebene Schlagfläche 2. Die Gitterung kann aus einem starren Kunst
stoffgitter bestehen, wobei es dann herstellungstechnisch sinn
voll ist, den Rahmen 3 und das Kunststoffgitter als einstückiges
Spritzgußteil auszuführen. Sie kann aber auch durch eine Besai
tung, die im Rahmen 3 gespannt ist, wie das vom Tennisschläger
her bekannt ist, geschaffen werden.
Der Schläger gemäß den Fig. 2.1 bis 2.4 hat ebenfalls eine
gegitterte Schlagfläche 2. Diese besteht aus zwei sich kreuzen
den, ebenen Saitenflächen. Dazu sind die im wesentlichen lotrecht
verlaufenden Saiten jeder Fläche, wie am besten aus Fig. 2.2 er
sichtlich ist, zwischen dem linken oberen Rand des Rahmens 3 und
dem rechten unteren Rand des Rahmens 3 bzw. zwischen dem rechten
oberen Rand des Rahmens 3 und dem linken unteren Rand des Rahmens
3 gespannt. Im Ergebnis ergibt sich im wesentlichen eine auf bei
den Seiten konkave Schlagfläche 2. Diese Ausbildung der Schlag
fläche 2 ermöglicht es bei entsprechender Schlagtechnik, das
Schlagen des Balls schräg nach oben oder nach unten zu unterstüt
zen.
Bei dem Schläger gemäß den Fig. 3.1 bis 3.4 besteht die
Schlagfläche 2 ebenfalls aus einem Kunststoffgitter, welches
jedoch eine geschlossene Mittelfläche 7 aufweist. Diese Mittel
fläche 7 kann beispielsweise optisch ansprechend bedruckt oder
als Werbeträger benutzt werden.
Bei dem Schläger gemäß den Fig. 4.1 bis 4.4 besteht die
Schlagfläche 2 aus einer dünnen Membran. Diese Membran ist ein
stückig mit dem Rahmen 3 ausgebildet und auf beiden Schlagflä
chenseiten bikonkav.
Neben den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispie
len sind natürlich noch zahlreiche weitere Varianten von erfin
dungsgemäß ausgeführten Schlägern vorstellbar. So könnte der
Stiel 1 an seinem unteren Ende, der Schlagflächenkontur folgend,
in eine nach vorn bzw. oben offenen Rinne auslaufen. Das ist am
besten vorstellbar, wenn man z. B. die Fig. 1.1 betrachtet und
sich den Einsteckansatz 4 mit dem sich daran anschließenden ver
stärkten Rahmen 3 als integrale Bestandteile des Stiels 1 vor
stellt. Der Rahmen 3 wäre in diesem Fall auf seinem gesamten Um
fang gleich stark ausgebildet und wird in die offene U-förmige
Rinne des Stielauslaufs eingesteckt und dort arretiert. Der
Stielauslauf bildet in diesem Falle die bodenseitige Verstärkung
des Schlägers. Diese Ausführungsform des Schlägers ermöglicht ei
nen Austausch bzw. Wechsel der Schlagfläche 2.
Bei dem Schläger gemäß den Fig. 1.1 bis 1.4 wäre ein Aus
tausch des dargestellten Kunststoffgitters ebenfalls möglich. Da
zu müßte der Rahmen 3 in der Schlagflächenebene geschlitzt wer
den, und zwar in seinem oberen Bereich durchgehend und in seinem
stielseitigen und unteren Bereich nicht durchgehend, d. h., der
Schlitz bildet in den letztgenannten Bereichen eine in Rahmen
mitte verlaufende Rinne in der Breite des Kunststoffgitters. Die
Tiefe der Rinne muß so bemessen sein, daß das Kunststoffgitter
sicheren seitlichen Halt hat. Das Kunststoffgitter kann dann von
oben in den Schlitz eingeschoben werden, bis es in der Rinne im
Rahmen 3 fest sitzt. Es liegt dann in seinem Randbereich auf dem
gesamten Umfang beidseitig am Rahmen 3 an. Anstelle des Kunst
stoffgitters kann natürlich auch eine entsprechende Platte als
Schlagfläche verwendet werden. Der Schlitz im Rahmen 3 kann,
nachdem die Schlagfläche 2 eingeschoben wurde, z. B. durch ein
T-förmiges flexibles Eindrückband geschlossen werden.
Es ist sinnvoll, den Schläger mit einem Teleskopstiel auszu
rüsten, um die Stiellänge an die Spielergröße anpassen zu können,
die sich auch schon dadurch ändert, wenn anstelle zu Fuß z. B.
auf Rollerblades gespielt wird.
Claims (18)
1. Schläger, insbesondere für Streethockey, mit einem Stiel und
einer davon im Winkel abstehenden Schlagfläche, dadurch gekenn
zeichnet, daß seine Schlagfläche (2) etwa die Form und/oder Größe
der Schlagfläche eines Tennis- oder ähnlichen Schlägers besitzt.
2. Schläger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schlagfläche (2) aus einem rahmenlosen Blatt besteht.
3. Schläger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schlagfläche (2) umrahmt ist.
4. Schläger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schlagfläche (2) durch Saiten gebildet ist.
5. Schläger nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schlagfläche (2) durch ein Kunststoffgitter gebildet ist.
6. Schläger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kunststoffgitter in Bereichen (7) geschlossen ist.
7. Schläger nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schlagfläche (2) aus einer dünnen, schlagfesten Membran be
steht.
8. Schläger nach einem der Ansprüche 3-8, dadurch gekennzeich
net, daß der Rahmen (3) in seinem unteren Bereich verstärkt ist.
9. Schläger nach einem der Ansprüche 2, 5, 6 und 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Blatt in seinem unteren Bereich verstärkt
ist.
10. Schläger nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rahmeninnenseite im unteren Bereich des Rahmens (3) beidseitig
der Schlagfläche (2) konkav ausgebildet ist und beidseitig mit
der Rahmenunterseite in einem spitzen Winkel zusammenläuft.
11. Schläger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schlagfläche (2) beidseitig im Quer
schnitt konkav ausgebildet ist.
12. Schläger nach einem der Ansprüche 4, 8, 10 und 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die beidseitige Konkavität der Schlagfläche
(2) durch zwei sich von oben nach unten kreuzende Saitenflächen
gebildet ist.
13. Schläger nach einem der Ansprüche 3 bis 8, 10 und 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stiel (1) der Kontur der Schlag
fläche (2) folgend in Form einer nach oben offenen etwa U-för
migen Rinne ausläuft, in welche die Schlagfläche (2) einsteckbar
ist.
14. Schläger nach einem der Ansprüche 3, 5 bis 8, 10 und 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (3) in der Schlagflächen
ebene geschlitzt ist und die Schlagfläche (2) in diesen Schlitz
einschiebbar ist.
15. Schläger nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stiel (1) auswechselbar ist.
16. Schläger nach einem der Ansprüche 1-15, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Stiel (1) teleskopartig ausgebildet ist.
17. Schläger nach einem der Ansprüche 1-14, dadurch gekenn
zeichnet, daß er einstückig ausgebildet ist.
18. Schläger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß er von seinem Gewicht her für das Spielen mit
einem Schaumstoffball konzipiert ist.
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