DE19634912A1 - Ankerstange für Verbundanker - Google Patents
Ankerstange für VerbundankerInfo
- Publication number
- DE19634912A1 DE19634912A1 DE1996134912 DE19634912A DE19634912A1 DE 19634912 A1 DE19634912 A1 DE 19634912A1 DE 1996134912 DE1996134912 DE 1996134912 DE 19634912 A DE19634912 A DE 19634912A DE 19634912 A1 DE19634912 A1 DE 19634912A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- anchor rod
- thread
- section
- rod according
- cone
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 claims abstract description 9
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims abstract description 6
- 239000004570 mortar (masonry) Substances 0.000 claims description 44
- 238000004873 anchoring Methods 0.000 claims description 22
- 230000006835 compression Effects 0.000 claims description 14
- 238000007906 compression Methods 0.000 claims description 14
- 239000002131 composite material Substances 0.000 claims description 8
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 claims description 3
- 230000007423 decrease Effects 0.000 claims description 3
- 239000004848 polyfunctional curative Substances 0.000 abstract description 3
- 239000007767 bonding agent Substances 0.000 abstract 4
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 7
- 238000000034 method Methods 0.000 description 5
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 4
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 3
- 238000003892 spreading Methods 0.000 description 3
- 239000004567 concrete Substances 0.000 description 2
- 239000000654 additive Substances 0.000 description 1
- 230000004323 axial length Effects 0.000 description 1
- 238000005056 compaction Methods 0.000 description 1
- 230000008094 contradictory effect Effects 0.000 description 1
- 238000005336 cracking Methods 0.000 description 1
- 238000009826 distribution Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000000284 extract Substances 0.000 description 1
- 239000011888 foil Substances 0.000 description 1
- 238000013021 overheating Methods 0.000 description 1
- 230000002093 peripheral effect Effects 0.000 description 1
- 239000004033 plastic Substances 0.000 description 1
- 239000011347 resin Substances 0.000 description 1
- 229920005989 resin Polymers 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 238000004904 shortening Methods 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16B—DEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
- F16B13/00—Dowels or other devices fastened in walls or the like by inserting them in holes made therein for that purpose
- F16B13/14—Non-metallic plugs or sleeves; Use of liquid, loose solid or kneadable material therefor
- F16B13/141—Fixing plugs in holes by the use of settable material
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Joining Of Building Structures In Genera (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Ankerstange für Verbundanker, die mittels einer aushärtbaren
anorganischen und/oder organischen Mörtelmasse in einer Aufnahmebohrung befestigt
wird, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Für die Erstellung von weitgehend spreizdruckfreien Befestigungen haben sich zwei
Verankerungsmethoden bewährt. Die eine besteht darin, einen Anker mit ausstellbaren
Segmenten in einer Hinterschneidung am Grund der Aufnahmebohrung zu befestigen.
Die Segmente werden in den Bereich der Hinterschneidung ausgeklappt und halten den
Anker axial durch Formschluß mit der Hinterschneidung. Diese Befestigungsmethode ist
relativ aufwendig. Zuerst muß eine Aufnahmebohrung erstellt werden und danach
mittels eines speziellen Werkzeugs in einer vorbestimmten Tiefe der Aufnahmebohrung
ein Hinterschnitt erzeugt werden. Erst dann kann der Anker in die Aufnahmebohrung
eingesetzt werden. Das Ausklappen der Haltesegmente erfolgt beispielsweise durch das
axiale Einziehen oder Ausdrücken eines Konus. Die Befestigung ist je nach Winkel der
Bohrlochwandung im Übergang zur Hinterschneidung weitgehend spreizdruckfrei.
Eine einfachere Methode zur Erstellung spreizdruckfreier Verankerungen besteht darin,
eine Ankerstange mit Hilfe einer aushärtbaren organischen und/oder anorganischen
Mörtelmasse in der Aufnahmebohrung zu befestigen. Zu diesem Zweck wird nach der
Erstellung der Aufnahmebohrung die Mörtelmasse in die Aufnahmebohrung eingefüllt. In
der Regel handelt es sich bei den verwendeten Mörtelmassen um mehrkomponentige
Systeme mit Reaktivkomponenten und Zuschlagstoffen, die getrennt voneinander
aufbewahrt werden müssen. Die Härtungsreaktion wird erst bei Kontakt und
Vermischung der Komponenten miteinander innerhalb der Aufnahmebohrung ausgelöst.
Die miteinander reagierenden Komponenten der Mörtelmasse liegen beispielsweise in
Glasampullen oder in Beuteln getrennt voneinander vor und werden in die
Aufnahmebohrung eingeschoben. Durch das anschließende Einbringen der
Ankerstange werden die Glasampullen bzw. die Beutel aufgebrochen, und die
Komponenten kommen miteinander in Kontakt. Für die Festigkeit des Verbundmörtels
und für die Erzielung möglichst hoher Auszugswerte ist es wichtig, daß die
Komponenten der Mörtelmasse innig miteinander vermischt werden. Deshalb wird die
Ankerstange beim Einbringen in die Aufnahmebohrung üblicherweise um ihre
Längsachse rotiert. Gewindeartige Profilierungen im Verankerungsbereich der
Ankerstange sollen die Durchmischung der Komponenten verbessern.
Während mit den bekannten Ankerstangengeometrien in der Regel eine ausreichende
Durchmischung der Komponenten erzielt werden kann, besteht doch der Wunsch, die
Durchmischung noch weiter zu verbessern. Die Komponenten der Mörtelmasse sollen
sich nicht weitgehend unvermischt am Grund der Aufnahmebohrung absetzen. Zugleich
soll die Mörtelmasse während des Mischvorgangs am Austreten aus der
Aufnahmebohrung gehindert werden. Die Komponenten der Mörtelmasse sollen im
Verankerungsbereich der Ankerstange konzentriert sein und dort bestens durchmischt
werden. Der rückwärtige Abschnitt der Ankerstange, der mit Mitteln für den Lastangriff,
beispielsweise einem Außengewinde, versehen ist, soll frei von der Mörtelmasse
bleiben. Ein weiterer, ganz wesentlicher Aspekt der Erfindung besteht darin, eine
Ankerstange für einen Verbundanker zu schaffen, der in einer sich öffnenden
Aufnahmebohrung ein gutes Nachspreizverhalten aufweist. Die Ankerstange soll eine
Geometrie und Beschaffenheit aufweisen, welche die Rißtauglichkeit des
Verbundankers gewährleistet. Dabei soll die Ankerstange in einem Schritt befestigbar
sein und abgesehen von einem Dreh-Schlag-Bohrgerät keinen Einsatz von zusätzlichen
Hilfsmitteln erfordern.
Die Lösung dieser teils widersprüchlichen Aufgaben besteht in einer Ankerstange,
welche die im kennzeichnenden Abschnitt des Patentanspruchs 1 angeführten Merkmale
aufweist. Die erfindungsgemäße Ankerstange für Verbundanker weist einen
Verankerungsbereich auf, der in eine aushärtbare anorganische und/oder organische
Mörtelmasse einsetzbar ist. In dem daran anschließenden, rückwärtigen Bereich der
Ankerstange sind Mittel für den Lastangriff vorgesehen. Der Verankerungsbereich ist
dreigeteilt und umfaßt einen vorderen Mischabschnitt, der von einem Kopfteil gebildet
ist, das sich zu seinem freien Ende hin konusförmig erweitert und dort eine im
wesentlichen senkrecht zur Achse der Ankerstange verlaufende Schneide aufweist. Die
Außenfläche des Kopfteils ist gewindeartig profiliert. An den Mischabschnitt schließt ein
Förderabschnitt an, der seinerseits an einen rückwärtigen Verdichtungsabschnitt
angrenzt. Der Förderabschnitt ist nach Art eines Grobgewindes profiliert, wobei die durch
das Grobgewinde gebildeten konusartigen Abschnitte in Richtung des freien
Vorderendes erweitert ausgebildet sind. Die gewindeartige Profilierung des Kopfteils und
das Grobgewinde des Förderabschnitts weisen den gleichen Drehsinn auf.
Durch die erfindungsgemäße Merkmalskombination wird die in die Aufnahmebohrung
eingebrachte organische und/oder anorganische Mörtelmasse innig gemischt und über
den gesamten Verankerungsbereich verteilt. Die am freien Vorderende der Ankerstange
vorgesehene Schneide dient dem Aufbrechen und dem Zerkleinern des Gebindes in
dem der Mörtel angeordnet ist. Dabei kann der Mörtel in Glasampullen oder in
Folienbeuteln vorgelegt werden. Die aus dem Gebinde freigesetzte Mörtelmasse wird
während der Rotation der Ankerstange durch die gewindeartige Profilierung der
Außenseite des Kopfteils innig mit den Bestandteilen des Gebindes und etwaigen
Zuschlagsstoffen gemischt. Besonders bei zwei- oder mehrkomponentigen
Mörtelsystemen, beispielsweise einer Harzkomponente und einer Härterkomponente, ist
eine besonders gute Durchmischung erwünscht. Der an den Mischabschnitt
anschließende Förderabschnitt sorgt dafür, daß die gemischte Mörtelmasse rasch aus
dem vordersten Verankerungsbereich abtransportiert wird. Auf diese Weise wird
verhindert, daß der bereits gut durchmischte Mörtelanteil im Mischabschnitt verbleibt
und bei der weiteren Rotation der Ankerstange überhitzt wird. Indem der gemischte
Mörtelanteil rasch abtransportiert wird, können die noch ungemischten Bestandteile der
Mörtelmasse in den Mischabschnitt gelangen, um dort innig miteinander vermischt zu
werden. Die grobgewindeartige Profilierung erlaubt den raschen Abtransport einer
größeren Mörtelmengen, die auf diese Weise über den gesamten Verankerungsbereich
verteilt wird. Die gewindeartige Profilierung des Kopfteils und das Grobgewindes im
Förderabschnitt weisen den gleichen Drehsinn auf, damit die Massenförderung vom
freien Vorderende der Ankerstange über den gesamten Verankerungsbereich nicht
behindert wird. In dem an den Förderabschnitt anschließenden Verdichtungsabschnitt
des Verankerungsbereiches wird der Fördervorgang der Mörtelmasse verlangsamt und
schließlich unterbrochen. Damit ist sichergestellt, daß die gut durchmischte
Mörtelmasse nicht aus der Aufnahmebohrung austreten kann und im
Verankerungsbereich der Ankerstange verbleibt.
Das Kopfteil erweitert sich konisch in Richtung des freien Vorderendes. Durch die
grobgewindeartige Profilierung des Förderabschnitts werden konusartige Abschnitte
gebildet, die sich in Richtung des freien Vorderendes der Ankerstange erweitern. Durch
diese spezielle Gestalt des Kopfteils und des Förderabschnitts wird die Rißtauglichkeit
der Ankerstange gewährleistet. In einem sich öffnenden Riß in der Aufnahmebohrung
rutscht die Ankerstange bei Belastung eine kleine Wegstrecke in Richtung der
Bohrlochmündung. Dabei verschieben sich die konusartigen Abschnitte des
Förderabschnitts und des Kopfteils. Dadurch kommt es zu einem Nachspreizen in der
Mörtelmasse, und die Haltekraft des Verbundankers bleibt erhalten.
Die erfindungsgemäße Ankerstange ist sehr einfach und ohne zusätzliche Hilfsmittel in
einer vorbereiteten Aufnahmebohrung zu befestigen. Es wird lediglich ein Dreh-Schlag-Bohrgerät
benötigt, das ohnehin von der Erstellung der Aufnahmebohrung zur Verfügung
steht. Die Ankerstange wird mit ihrem rückwärtigen Ende in die Werkzeugaufnahme des
Dreh-Schlag Bohrgerätes eingesteckt. Das Setzen der Ankerstange in die mit einem
Mörtelgebinde bestückte Aufnahmebohrung erfolgt in der gewohnten Art, indem die
Ankerstange drehend-schlagend in die Aufnahmebohrung eingeführt wird.
Indem die grobgewindeartige Profilierung des Förderabschnitts eine größere
Gewindesteigung und Gewindetiefe aufweist als die gewindeartige Profilierung des
Kopfteils sind der Mischabschnitt und der Förderabschnitt klar getrennt. Die Bestandteile
der Mörtelmasse werden durch den feineren Gewindebereich am Kopfteil gut
durchmischt. Im Förderabschnitt erfolgt nur noch ein Abtransport der gemischten
Mörtelmasse. Die große Gewindesteigung und die relativ große Gewindetiefe der
gewindeartigen Profilierung sind nur auf den schnellen Transport einer großen
Mörtelmenge ausgelegt. Es kommt im Förderbereich praktisch zu keiner weiteren
Durchmischung der Mörtelmasse.
In einer vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung nimmt die Gewindesteigung der
grobgewindeartigen Profilierung des Förderabschnitts zum Verdichtungsabschnitt hin ab.
Dadurch wird die Fördergeschwindigkeit der über den Verankerungsbereich verteilten
gemischten Mörtelmasse nach rückwärts hin verlangsamt und es erfolgt bereits eine
gewisse Vorverdichtung der Mörtelmasse. Dadurch kann die Wirkung des
Verdichtungsabschnittes noch unterstützt werden und es ist gewährleistet, daß keine
Mörtelmasse aus der Aufnahmebohrung austritt. Die Verringerung der Gewindesteigung
in Richtung des Verdichtungsabschnitts bedingt auch eine Verkürzung der
konusförmigen Abschnitte. Diese gewählte Geometrie der konusförmigen Abschnitte des
Förderabschnitts unterstützt das Nachspreizverhalten des Verbundankers beispielsweise
im gerissenen Beton bei einer sich öffnenden Aufnahmebohrung und führt zu einer
besseren Einleitung des Spreizdrucks über die Länge des Verankerungsbereiches.
Indem der Verdichtungsabschnitt wenigstens einen Konus aufweist, der sich zum freien
Vorderende hin erweitert, trägt auch dieser Abschnitt des Verankerungsbereiches zum
Nachspreizverhalten des Verbundankers bei und die Haltewerte können, beispielsweise
im gerissenen Beton, erhöht werden.
Für eine bessere Verteilung der im Nachspreizfall in den Untergrund eingeleiten
Spreizkräfte ist es vorteilhaft, wenn im Bereich des größten Außendurchmessers des
Konus ein Gegenkonus anschließt, der zum freien Vorderende hin verjüngt ausgebildet
ist und eine Länge von etwa 1/4 bis etwa 2/3 der Länge des Konus aufweist.
In einer Ausführungsvariante der Erfindung ist die Schneide am freien Vorderende durch
eine keilförmige Abschrägung des Kopfteils gebildet, die sich über den gesamten
Durchmesser des Kopfteils erstreckt. Die auf diese Weise gebildete scharfe Schneide
verläuft im Umfangsbereich des Kopfteils. Die Schneide ist für das Aufbrechen und die
zuverlässige Zerkleinerung sowohl von Glasgebinden als auch von Folienbeuteln
geeignet, in denen die Mörtelkomponenten untergebracht sind. Indem die Abschrägung
unter einem Winkel von etwa 45° gegenüber der Achse der Ankerstange geneigt
verläuft, werden die axialen Schläge des Dreh-Schlag-Bohrgeräts besonders gut auf das
Gebinde übertragen und wird das Gebinde bei der Rotation der Ankerstange zerkleinert
ohne es zu verdichten.
Die Oberfläche des Verankerungsbereichs weist gegenüber der organischen und/oder
anorganischen Mörtelmasse vorzugsweise nichthaftende Eigenschaften auf. Dadurch ist
sichergestellt, daß die Ankerstange und die Mörtelmasse sich im Rißsfall zuverlässig
voneinander lösen und daß die Ankerstange nachspreizen kann. Aus
fertigungstechnischer Sicht erweist es sich dabei von Vorteil, wenn die Oberfläche des
Verankerungsbereichs galvanisch glanzvernickelt ist. Dieser Fertigungsschritt kann auf
kostengünstige Weise in die Serienproduktion integriert sein. Die Ankerstange weist die
gewünschte Oberfläche auf und ist überdies gegenüber korrosiven Angriffen geschützt.
Im folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die in den Figuren schematisch
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Ankerstange; und
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel der Ankerstange gemäß der Erfindung.
Die in den Fig. 1 und 2 beispielsweise dargestellten Ausführungsvarianten der
erfindungsgemäßen Ankerstange für Verbundanker weisen einen rückwärtigen Bereich
1 auf, der mit einem Außengewinde 2 als Lastangriffsmittel versehen ist. Am
rückwärtigen Ende der Ankerstange, welches in der Regel aus der Aufnahmebohrung
ragt, ist ein Ansteckende 3 angeformt, mit dem die Ankerstange zum Setzen in die
Werkzeugaufnahme eines nicht dargestellten Dreh-Schlag-Bohrgerätes einsetzbar ist. An
den rückwärtigen Bereich 1 der Ankerstange schließt ein Verankerungsbereich 4 an,
der in eine aushärtbare organische und/oder anorganische Mörtelmasse einsetzbar ist.
Der Verankerungsbereich 4 umfaßt drei Abschnitte, die gemäß ihrer Funktion
unterschiedlich gestaltet sind. Der vorderste Abschnitt des Verankerungsbereiches 4 ist
als Mischbereich 5 ausgebildet und umfaßt eine Kopfteil, das sich zum freien
Vorderende 6 hin konisch erweitert. Am freien Vorderende 6 ist eine Schneide 7
vorgesehen, die sich etwa senkrecht zur Achse A der Ankerstange erstreckt. Zur Bildung
der Schneide 7 ist das Kopfteil 5 im vorderen Bereich mit einer Abschrägung 8 versehen,
die unter einem Winkel α von vorzugsweise etwa 45° gegenüber der Achse A der
Ankerstange geneigt verläuft und sich über den gesamten Durchmesser der
Ankerstange erstreckt. Auf diese Weise ist die Schneide 7 im Bereich des Umfangs des
Kopfteils 5 angeordnet. Die Außenfläche des Kopfteils 5 weist im nicht abgeschrägten
Abschnitt des Umfangs eine gewindeartige Profilierung 9 auf.
Im Anschluß an den Mischabschnitt 5 ist ein Förderabschnitt 10 angeordnet, der eine
Profilierung 11 nach Art eines Grobgewindes aufweist. Das Grobgewinde 11 besitzt den
gleichen Drehsinn wie die gewindeartige Profilierung 9 des Kopfteils 5. Durch das
Grobgewinde 11 werden konusartige Abschnitte 12 gebildet, die sich in Richtung des
freien Vorderendes 6 erweitern. Die Steigung s₁, s₂, s₃ des Grobgewindes 11 und seine
Gewindetiefe t ist größer als die Steigung und die Gewindetiefe der gewindeartigen
Profilierung an der Außenfläche 9 des Kopfteils 5. Vorzugsweise nimmt die Steigung s₁,
s₂, s₃ des Grobgewindes mit der Anzahl Windungen in Richtung des rückwärtigen
Bereiches 1 ab.
An den Förderabschnitt 10 schließt nach rückwärts ein Verdichtungsabschnitt 13 an, der
als Förderstopp für die Mörtelmasse dient. Die beiden Ausführungsbeispiele gemäß Fig.
1 bzw. Fig. 2 unterscheiden sich im wesentlichen nur durch die Ausbildung dieses
Verdichtungsabschnittes 13. Während im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 der
Verdichtungsabschnitt 13 im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist und einen
Außendurchmesser aufweist, der etwa dem Außendurchmesser des mit einem
Außengewinde 2 versehenen rückwärtigen Bereiches 1 entspricht, ist im
Ausführungsbeispiel der Ankerstange gemäß Fig. 2 wenigstens ein Konus 14
vorgesehen, der im Anschluß an eine Einschnürung der Ankerstange im
Verdichtungsabschnitt angeordnet ist und sich in Richtung des freien Vorderendes 6
erweitert. Wie beispielsweise dargestellt, schließt an den Konus 14 in dessen
durchmessergrößten Bereich ein Gegenkonus 15 an, der sich zum letzten
Konusabschnitt des Grobgewindes hin wieder verjüngt. Die axiale Länge b des
Gegenkonus 15 beträgt dabei etwa 1/4 bis etwa 2/3 der Länge a des Konus 14 im
Verdichtungsabschnitt 13. Während in Fig. 2 nur ein einziger Konus 14 mit Gegenkonus
15 dargestellt ist, können auch mehrere Konen mit zugeordneten Gegenkonen
hintereinander angeordnet sein. Die Konen können dabei jeweils gleich lang sein; ihre
Länge kann auch in Richtung des rückwärtigen Bereichs 1 abnehmen. Es versteht sich,
daß die maximalen Außendurchmesser der einzelnen Abschnitte 5, 10, 13 des
Verankerungsbereichs 4 aufeinander abgestimmt sind und einander entsprechen.
Vorteilhafterweise stimmen die größten Außendurchmesser der einzelnen Abschnitte 5,
10, 13 des Verankerungsbereichs 4 mit dem Außendurchmesser der Ankerstange im
rückwärtigen Bereich 1 überein.
Die am Beispiel von zwei Ausführungsvarianten erläuterte, erfindungsgemäße
Ankerstange gewährleistet eine innige Durchmischung der einzelnen Komponenten von
zwei- oder mehrkomponentigen Mörtelsystemen. Die gemischte Mörtelmasse wird
gleichmäßig über den Verankerungsbereich der Ankerstange verteilt und am Austreten
aus der Aufnahmebohrung gehindert. Die erfindungsgemäße Geometrie der
Ankerstange unterstützt das Nachspreizverhalten der Ankerstange, wodurch sie auch in
gerissenem Untergrund bei sich öffnendem Riß ausreichend hohe Halterwerte
gewährleistet. Indem die Oberfläche des Verankerungsbereichs derart behandelt ist,
daß sie gegenüber der ausgehärteten Mörtelmasse nichthaftende Eigenschaften
aufweist, kann das Nachspreizverhalten der Ankerstange noch weiter verbessert werden.
Vorzugsweise ist die Oberfläche der Ankerstange daher wenigstens im
Verankerungsbereich galvanisch glanzvernickelt und/oder verchromt. Die
erfindungsgemäße Ankerstange ist einfach und ohne aufwendige Hilfsmittel in einer mit
einem Mörtelgebinde verfüllten Aufnahmebohrung befestigbar.
Claims (9)
1. Ankerstange für Verbundanker mit einem Verankerungsbereich (4), der in eine
aushärtbare anorganische und/oder organische Mörtelmasse einsetzbar ist, und
einem daran anschließenden, rückwärtigen Bereich (1), der mit Mitteln (2) für
den Lastangriff ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der
Verankerungsbereich (4) einen vorderen Mischabschnitt (5) umfaßt, der von
einem Kopfteil gebildet ist, das sich zu seinem freien Ende (6) hin konusförmig
erweitert und dort eine im wesentlichen senkrecht zur Achse (A) der Ankerstange
verlaufende Schneide (7) aufweist und eine gewindeartig profilierte Außenfläche
(9) aufweist, und daß an den Mischabschnitt (9) ein Förderabschnitt (10)
anschließt, der an einen rückwärtigen Verdichtungsabschnitt (13) angrenzt und
nach Art eines Grobgewindes (11) profiliert ist, wobei die durch das Grobgewinde
(11) gebildeten konusartigen Abschnitte (12) in Richtung des freien Vorderendes
(6) erweitert ausgebildet sind, und daß die gewindeartige Profilierung (9) des
Kopfteils (5) und das Grobgewinde (11) des Förderabschnitts (10) den gleichen
Drehsinn aufweisen.
2. Ankerstange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
grobgewindeartige Profilierung (11) des Förderabschnitts (10) eine größere
Gewindesteigung (s₁, s₂, s₃) und Gewindetiefe (t) aufweist als die gewindeartige
Profilierung (9) des Kopfteils (5).
3. Ankerstange nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Gewindesteigung (s₁, s₂, s₃) der grobgewindeartigen Profilierung (11) des
Förderabschnitts (10) zum Verdichtungsabschnitt (13) hin abnimmt.
4. Ankerstange nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Verdichtungsabschnitt (13) wenigstens einen Konus
(14) aufweist, der sich zum freien Vorderende (6) hin erweitert.
5. Ankerstange nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des
größten Außendurchmesser des Konus (14) ein Gegenkonus (15) anschließt
der zum freien Vorderende (6) hin verjüngt ausgebildet ist und eine Länge (b) von
etwa 1/4 bis etwa 2/3 der Länge (a) des Konus (14) aufweist.
6. Ankerstange nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schneide (7) am freien Vorderende (6) durch eine
keilförmige Abschrägung (8) des Kopfteils (5) gebildet ist, die sich über den
gesamten Durchmesser des Kopfteils (5) erstreckt.
7. Ankerstange nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschrägung
(8) unter einem Winkel (α) von etwa 45° gegenüber der Achse (A) der
Ankerstange geneigt verläuft.
8. Ankerstange nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Verankerungsbereichs (4) gegenüber
der organischen und/oder anorganischen Mörtelmasse nichthaftende
Eigenschaften aufweist.
9. Ankerstange nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des
Verankerungsbereichs (4) galvanisch glanzvernickelt und/oder verchromt
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996134912 DE19634912A1 (de) | 1996-08-29 | 1996-08-29 | Ankerstange für Verbundanker |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996134912 DE19634912A1 (de) | 1996-08-29 | 1996-08-29 | Ankerstange für Verbundanker |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19634912A1 true DE19634912A1 (de) | 1998-03-05 |
Family
ID=7804008
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996134912 Withdrawn DE19634912A1 (de) | 1996-08-29 | 1996-08-29 | Ankerstange für Verbundanker |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19634912A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999022151A1 (de) * | 1997-10-23 | 1999-05-06 | Upat Gmbh & Co. | Befestigungselement zur befestigung von eisenbahnschienen auf einer festen fahrbahn |
| EP0947713A1 (de) * | 1998-04-02 | 1999-10-06 | Societe De Prospection Et D'inventions Techniques Spit | Befestigung von einer Stange auf einem Betonträger |
| EP0967402A1 (de) * | 1998-06-23 | 1999-12-29 | HILTI Aktiengesellschaft | Ankerstange für ein Verbundankersystem |
| EP0979954A1 (de) | 1998-08-08 | 2000-02-16 | MKT METALL-KUNSTSTOFF-TECHNIK GmbH & Co. KG. | Ankerstange für einen Kunstharzklebeanker |
| DE202009004195U1 (de) * | 2009-03-25 | 2010-08-19 | Kastner, Erich | Bewehrungsvorrichtung zur Herstellung eines Fertigbauteils |
-
1996
- 1996-08-29 DE DE1996134912 patent/DE19634912A1/de not_active Withdrawn
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999022151A1 (de) * | 1997-10-23 | 1999-05-06 | Upat Gmbh & Co. | Befestigungselement zur befestigung von eisenbahnschienen auf einer festen fahrbahn |
| EP0947713A1 (de) * | 1998-04-02 | 1999-10-06 | Societe De Prospection Et D'inventions Techniques Spit | Befestigung von einer Stange auf einem Betonträger |
| FR2777052A1 (fr) * | 1998-04-02 | 1999-10-08 | Spit Soc Prospect Inv Techn | Tige de fixation a un support en beton |
| EP0967402A1 (de) * | 1998-06-23 | 1999-12-29 | HILTI Aktiengesellschaft | Ankerstange für ein Verbundankersystem |
| SG92641A1 (en) * | 1998-06-23 | 2002-11-19 | Hilti Ag | Anchor rod for a connection anchoring system |
| EP0979954A1 (de) | 1998-08-08 | 2000-02-16 | MKT METALL-KUNSTSTOFF-TECHNIK GmbH & Co. KG. | Ankerstange für einen Kunstharzklebeanker |
| DE202009004195U1 (de) * | 2009-03-25 | 2010-08-19 | Kastner, Erich | Bewehrungsvorrichtung zur Herstellung eines Fertigbauteils |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0856669B1 (de) | Ankerstange für Verbundanker | |
| EP0794336B1 (de) | Ankerstange für Verbundanker | |
| DE2941769C2 (de) | Verfahren zum Setzen eines Ankerbolzens und Ankerbolzen | |
| EP0292425B1 (de) | Verbundanker mit elektrischer Isolation | |
| DE2635805C2 (de) | ||
| EP0593721B1 (de) | Anker zur verankerung mittels einer verbundmasse in einem bohrloch eines betonteils | |
| EP0068227A1 (de) | Ankerbolzen | |
| DE2656676A1 (de) | Einteiliger selbstbohrender duebel | |
| DE4439861A1 (de) | Ankerbolzen zur Verankerung mittels einer Verbundmasse | |
| CH623385A5 (de) | ||
| EP1397601B1 (de) | Verbundanker | |
| DE102007028267B4 (de) | Verbesserte Ankermutter aus faserverstärktem Kunststoff | |
| DE19634912A1 (de) | Ankerstange für Verbundanker | |
| DE3727154C2 (de) | ||
| DE3921697A1 (de) | Verankerung eines gewindebolzens mittels einer verbundmasse | |
| DE3741345C2 (de) | Verankerungsverfahren für Befestigungselemente | |
| DE3139174A1 (de) | Ankerbolzen | |
| WO1993010362A1 (de) | Klebeanker | |
| EP0422088A1 (de) | Ankerbefestigung, verfahren und mittel zu deren herstellung | |
| EP0801234A1 (de) | Spreizanker, insbesondere zum Befestigen von Dämmstoffplatten an einem Mauerwerk | |
| EP0843073B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Einsetzen eines Injektionsankers | |
| DE19622543B4 (de) | Hinterschnittanker | |
| EP3847379B1 (de) | Ankerstangenbaugruppe mit förderkopf | |
| DE2240192A1 (de) | Verfahren zum befestigen eines laenglichen befestigungselementes in einem bohrloch und befestigungselement zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE7634992U1 (de) | Selbstbohrdübel mit bohrkrone |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |