DE19634777A1 - Salz- und halogenfreie Synthese von Polyelementcarbodiimiden zur Herstellung keramischer Materialien - Google Patents
Salz- und halogenfreie Synthese von Polyelementcarbodiimiden zur Herstellung keramischer MaterialienInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel
lung keramischer Materialien durch Pyrolysebehandlung einer
polymeren Keramikvorstufe. Weiterhin werden neue halogenfreie
Polymere und daraus hergestellte Keramiken offenbart.
Elementorganische Polymere werden zunehmend zur Herstellung
von keramischen Schichten, Fasern, Pulvern und Formkörpern
eingesetzt. Ein Beispiel für solche elementorganische Polymere
sind Polysilazane. Die Pyrolyse dieser Polysilazane führt zu
nächst zu einphasigen amorphen Siliciumcarbidnitriden im ter
nären System Si-C-N, die sich durch eine hohe Oxidationsbe
ständigkeit auszeichnen.
Aufgrund des amorphen einphasigen Charakters kann die Struktur
der aus elementorganischen Polymeren hergestellten Materialien
durch gezielte Kristallisation oberhalb von 1.000°C beein
flußt werden, was zur Herstellung von metastabilen Zwischenzu
ständen bzw. Gefügen mit neuen Materialeigenschaften verwendet
werden kann.
Weiterhin besitzen die auf diese Weise hergestellten Keramiken
außergewöhnliche thermomechanische Eigenschaften. So konnte
eine beachtliche Verbesserung der Festigkeit von Si₃N₄/SiC-
Verbundkeramiken sowie superplastisches Verhalten durch Heiß
pressen amorpher Si-, C- und N-haltiger Keramikpulver erzielt
werden, die aus elementorganischen Polymervorstufen herge
stellt wurden (Niihara, J. Ceram. Soc. of Japan 99 (1991), 974
und Wakai et al. Nature 344 (1990), 421).
Elementorganische Polymere, wie etwa Polysilazane werden übli
cherweise durch direkte Synthese über Kondensationsreaktionen
hergestellt, beispielsweise von Chlorsilanen mit Ammoniak oder
Aminen. Bei einem solchen Prozeß fällt dann zusammen mit der
polymeren Verbindung ein Salz an, das nur unter großem Aufwand
abgetrennt werden kann. Das Auffinden von Synthesewegen, bei
denen diese Salzbildung vermieden werden kann, ist daher von
großem Interesse.
Das deutsche Patent 44 30 820 beschreibt ein Verfahren zur
Herstellung polymerer Keramikvorstufen, wobei man Silylcarbo
diimide mit einem Boran oder einem Boran-Adukt umsetzt, flüch
tige Bestandteile des Reaktionsgemisches abtrennt und eine
vernetzte polymere Keramikvorstufe gewinnt, welche die Ele
mente Si, B, C und H enthält. Durch Pyrolysebehandlung der
Keramikvorstufe können keramische Materialien hergestellt
werden, welche die Elemente Si, B, C und N sowie gegebenen
falls O enthalten.
Die deutsche Patentanmeldung 44 30 817 betrifft ein Verfahren
zur Herstellung keramischer Materialien durch Pyrolysebehand
lung einer polymeren Keramikvorstufe, wobei man die Keramik
vorstufe gewinnt, indem man Halogen-Element-Verbindungen mit
Silylcarbodiimiden umsetzt, und die flüchtigen Bestandteile
des Reaktionsgemisches abtrennt.
Obwohl bei den Verfahren gemäß DE 44 30 817 und DE 44 30 820
keine Salzbildung während der Herstellung der Keramikvorstufen
erfolgt, fällt als Reaktionsnebenprodukt ein Trialkylchlorsi
lan an. Dieses Trialkylchlorsilan läßt sich bei der Herstel
lung von Siliciumpolymeren zwar nahezu quantitativ aus dem
Ansatz abtrennen, während bei Bor- und Aluminiumpolymeren
jedoch eine große Menge an Chlor zurückbleibt, das dann erst
später während der Pyrolyse entweicht. Weiterhin handelt es
sich bei dem Trialkylchrosilan um eine Substanz, die aus
schweren Elementen besteht, wodurch die keramische Ausbeute
verringert wird. Zusätzlich kann durch Adsorptionseffekte von
Trialkylchlorsilan an Polymerpulvern eine Chlorverunreinigung
auftreten.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung war somit die Bereit
stellung neuer elementorganischer Keramikstufen, bei denen die
Nachteile des Standes der Technik, insbesondere die Salzbil
dung und die Bildung von halogenhaltigen Zwischenprodukten
während der Herstellung der Keramikvorstufen sowie die Abspal
tung größerer Mengen an gasförmigen Produkten während der
Pyrolyse weitgehend vermieden werden können.
Diese Aufgabe wurde gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung
keramischer Materialien durch Pyrolysebehandlung einer polyme
ren Vorstufe, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man die
Keramikvorstufe gewinnt, indem man (a) ein Element-Hydrid mit
einer protonische Wasserstoffatome enthaltenden Verbindung
umsetzt und (b) flüchtige Bestandteile des Reaktionsgemisches
abtrennt.
Es wurde festgestellt, daß das erfindungsgemäße Verfahren die
Herstellung polymerer Keramikvorstufen über einen Syntheseweg
ermöglicht, der weder eine Salzbildung noch die Bildung halo
genhaltiger Nebenprodukte beinhaltet. Als Ausgangsverbindungen
können reine Element-Hydride, d. h. Verbindungen, die aus dem
Element und Wasserstoff bestehen, eingesetzt werden. Weiterhin
können auch Element-Hydride eingesetzt werden, die neben hy
dridischen Wasserstoffatomen, d. h. direkt an das Elementatom
gebundenen Wasserstoffatomen, auch einen oder mehrere halogen
freie organische Reste, z. B. Alkyl-, Alkenyl-, Aryl- oder
Aminoalkylreste, enthalten. Die Element-Hydride enthalten
mindestens ein hydridisches Wasserstoffatom, vorzugsweise
mindestens zwei und besonders bevorzugt mindestens drei hydri
dische Wasserstoffatome pro Elementatom. Bei Umsetzung dieser
Element-Hydride der protonischen Wasserstoffatome enthaltenden
Verbindung entsteht eine polymere Keramikvorstufe, z. B. in
Form eines Polymerpulvers, unter Abspaltung von Wasserstoff
und gegebenenfalls organischen halogenfreien Substanzen.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens bestehen ins
besondere darin, daß hochvernetzte polymere Keramikvorstufen
unter milden Reaktionsbedingungen hergestellt werden können,
ohne daß die Bildung von Salzen oder halogenhaltigen Neben
produkten auftritt. Als Produkt fallen bei der Reaktion neben
dem Polymer Wasserstoff und gegebenenfalls organische Verbin
dungen an, die aus dem Reaktionsansatz entweichen. Weiterhin
kann durch Verwendung von mehreren verschiedenen Element-Hy
driden bei der Umsetzung mit dem Cyanamid der Einbau weiterer
Elemente in das Polymer ermöglicht werden.
Die protonische Wasserstoffatome enthaltende Verbindung ist
vorzugsweise eine organische Verbindung mit Aminogruppen,
z. B. Cyanamid, Melamin, Ethylendiamin, Dicyandiamid oder eine
Mischung von einer oder mehreren solcher Verbindungen. Beson
ders bevorzugt ist Cyanamid.
Für das erfindungsgemäße Verfahren werden vorzugsweise Ele
ment-Hydride verwendet, wobei die Elemente aus den Gruppen
IIIA, IV, VA des Periodensystems, Übergangsmetallen und Sel
tenerdmetallen ausgewählt sind. Besonders bevorzugt verwendet
man Hydride von Bor, Aluminium, Silicium, Gallium, Titan oder
Mischungen davon. Spezifische Beispiele für geeignete Hydride
sind Borane wie BH₃, B₂H₆ etc., Organoborane wie Trimethylamino
boran, Alane wie AlH₃ etc., Organoalane wie Trimethylaminoalan,
Silane wie SiH₄ und Organosilane wie Phenylsilan.
Die Reaktion zur Gewinnung der polymeren Vorstufe wird vor
zugsweise in einem geeigneten organischen Lösungsmittel durch
geführt. Beispiele für geeignete organische Lösungsmittel sind
Ether, wie etwa Tetrahydrofuran. Auch andere Lösungsmittel
sind geeignet, die in der Lage sind, beide Reaktanden in Lö
sung zu bringen, um eine gute Durchmischung zu erreichen.
Die Reaktion wird vorzugsweise im Bereich von Raumtemperatur
bis zur Rückflußtemperatur des Lösungsmittels durchgeführt.
Vorzugsweise wird die Reaktion bei Raumtemperatur (20 °C bis
25°C) durchgeführt. Die Entfernung flüchtiger Bestandteile
aus dem Reaktionsgemisch erfolgt nach üblichen Methoden, z. B.
durch Destillation oder/und Trocknen.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren können Element-Carbodi
imide als Keramikvorstufen in einer salz- oder halogenfreien
Polymerisation mit hoher Ausbeute hergestellt werden. Bei
einer anschließenden Pyrolyse zur Herstellung keramischer
Materialien findet selbst im Falle einer nicht völlig quanti
tativen Gasabspaltung während der Synthese aufgrund der Ab
spaltung des sehr leichten Wasserstoffs nur ein sehr geringer
Masseverlust statt. Dies führt zu einer weiteren Erhöhung der
keramischen Ausbeute.
Die polymere Keramikvorstufe eignet sich hervorragend zur
Herstellung keramischer Materialien, beispielsweise zur Her
stellung keramischer Materialien in den Systemen Al-C-N oder
B-C-N.
Hierzu wird die Keramikvorstufe einer Pyrolysebehandlung bei
erhöhter Temperatur unterzogen. Die Pyrolysebehandlung wird
vorzugsweise durch Erhitzen auf eine Temperatur im Bereich von
1.000°C bis 1.300°C durchgeführt. Die Vorstufe wird für eine
ausreichende Zeit bei dieser Temperatur gehalten, um eine
vollständige Pyrolyse des Ausgangsmaterials zu erhalten. Die
Pyrolysebehandlung wird vorzugsweise unter einer inerten Atmo
sphäre, z. B. einer Edelgasatmosphäre durchgeführt.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein
halogenfreies Polymer, welches erhältlich ist durch ein Ver
fahren, indem man
- (a) ein Element-Hydrid mit einer protonische Wasserstoffatome enthaltenden Verbindung umsetzt und
- (b) flüchtige Bestandteile des Reaktionsgemisches abtrennt.
Das Polymer ist halogenfrei, d. h. es enthält vorzugsweise
weniger als 5 Masseprozent, besonders bevorzugt weniger als 2
Masseprozent und am meisten bevorzugt weniger als 0,5 Masse
prozent Halogen. Vorzugsweise ist das Polymer durch Umsetzung
eines Element-Hydrids mit Cyanamid erhältlich und weist eine
Struktur auf, bei der die Element-Atome über N-C-N-Brücken
miteinander verknüpft sind. Besonders bevorzugt enthält das
Polymer Bor, Aluminium oder Mischungen davon.
Noch ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist
eine Keramik, die durch Pyrolyse eines zuvor beschriebenen
halogenfreien Polymers erhältlich ist. Eine solche Keramik
kann beispielsweise eine Al-C-N-Keramik sein, die neben Kohlenstoff
kristallines Aluminiumnitrid enthält. Eine solche Keramik
weist einen Gehalt von Al vorzugsweise zwischen 30 und 50
Masseprozent, einen Gehalt von C zwischen 25 und 40 Massepro
zent und einen Gehalt von N zwischen 30 und 50 Masseprozent
auf.
Weiterhin bevorzugt ist eine erfindungsgemäße B-C-N-Keramik,
die einen Gehalt von maximal 40 Masseprozent C aufweist. Be
sonders bevorzugt weist eine solche Keramik einen Gehalt an B
von 20 bis 30 Masseprozent, einen Gehalt an C von 25 bis 35
Masseprozent und einen Gehalt an N von 25 bis 45 Masseprozent
auf.
Die Erfindung wird weiterhin durch die folgenden Beispiele
erläutert:
In einem 250 ml Dreihalskolben mit Magnetrührstab, Tropftrich
ter und Intensivkühler werden 0,840 g (19,4 mmol) Cyanamid in
50 ml THF vorgelegt. Dazu wird bei Zimmertemperatur eine Lö
sung von 1,15 g (12,9 mmol) Trimethylamin-Alan in 50 ml THF
getropft. Dabei wird eine leichte Erwärmung der Lösung sowie
eine Gasentwicklung beobachtet. Nach Beenden des Zutropfens
wird die Lösung 2 h zum Rückfluß erhitzt. Anschließend wird
das Lösungsmittel im Vakuum entfernt. Man erhält 1,71 g eines
farblosen Pulvers als Rohprodukt, das in einem 120°C warmen
Ölbad im Vakuum getrocknet wird. Das Polymerpulver enthält
durch IR-Spektroskopie nachweisbare Carbodiimideinheiten ( =
2209, 1641 cm-1). Die Pyrolyse (Aufheizrate 60°C/h bis
1100°C, 1 h Haltezeit, Abkühlen auf Raumtemperatur mit
200 °C/h) führt in 45%iger Ausbeute zu einem schwarzen Fest
stoff (Elementaranalyse unter Schutzgas: 40,8 Masse-% Al,
33,0% C, 41,6% N), der laut Röntgendiffraktogramm kristalli
nes Aluminiumnitrid enthält.
In einem 1 l-Dreihalskolben mit Magnetrührstab, Rückflußkühler
und Tropftrichter werden 10,6 g (0,25 mol) Cyanamid in 300 ml
THF vorgelegt. Bei Zimmertemperatur wird eine Lösung von
12,3 g (0,17 mol) Trimethylaminboran in 200 ml THF zugetropft.
Dabei wird weder eine Erwärmung des Reaktionsgemisches noch
eine Gasentwicklung beobachtet. Die Lösung wird 25 h zum Rück
fluß erhitzt. Dabei wird unter Gasentwicklung ein farbloser
Niederschlag gebildet. Nach Entfernen des Lösungsmittels im
Vakuum werden 9,94 g Polymerpulver erhalten. Das Polymerpulver
enthält durch IR-Spektroskopie nachweisbare Carbodiimideinhei
ten (V = 2192, 1661 cm-1). Nach Pyrolyse (Bedingungen wie oben)
entsteht in 32%iger Ausbeute ein schwarzer, röntgenamorpher
Feststoff (Elementaranalyse unter Schutzgas: 25,5 Masseprozent
B, 29,5 Masseprozent C, 35,9 Masseprozent N).
5,06 g (0,120 mol) Cyanamid werden in 30 ml THF gelöst in
einem 250 ml-Dreihalskolben mit Tropfrichter, Rückflußkühler
und Magnetrührstab vorgelegt. Dazu werden bei Zimmertemperatur
10 ml (0,080 mol) Phenylsilan in 30 ml TFH getropft. Die Lö
sung wird 2 Tage unter Rückfluß erhitzt. Nach Abkühlen auf
Raumtemperatur mit ein weißer Feststoff erkennbar. Zwei Drittel
des Lösungsmittels werden destillativ entfernt, das restliche
Drittel wird im Vakuum abkondensiert. Zurück bleibt ein farb
loser Feststoff, der in 54%iger keramischer Ausbeute pyroly
siert (Bedingungen wie oben) werden kann. Es entsteht ein
schwarzes Pyrolysat (31,4 Masse-% C, 45,6% N, 5,00% Si).
Claims (17)
1. Verfahren zur Herstellung keramischer Materialien durch
Pyrolysebehandlung einer polymeren Vorstufe,
dadurch gekennzeichnet,
daß man die Keramikvorstufe gewinnt, indem man
- (a) ein Element-Hydrid mit einer protonische Wasser stoffatome enthaltenden Verbindung umsetzt und
- (b) flüchtige Bestandteile des Reaktionsgemisches ab trennt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Element-Hydride ausgewählt werden aus der Gruppe
bestehend aus
- (a) Verbindungen, die aus dem Element und Wasserstoff bestehen, und
- (b) Verbindungen, die das Element, mindestens ein hydri disches Wasserstoff und mindestens einen halogen freien organischen Rest enthalten.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß man Hydride von Elementen verwendet, die aus den
Gruppen IIIA, IVA, VA des Periodensystems, Übergangsme
tallen und Seltenerdmetallen ausgewählt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß man Hydride von Aluminium, Bor, Silicium, Gallium,
Titan oder Mischungen davon verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Element-Hydride ausgewählt werden aus der Gruppe
bestehend aus Boranen, Organoboranen, Alanen, Organoala
nen, Silanen und Organosilanen.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die protonischen Wasserstoffatome enthaltenden Ver
bindungen ausgewählt werden aus organischen Verbindungen,
die mindestens eine Aminogruppe enthalten.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die protonischen Wasserstoffatome enthaltenden Ver
bindungen ausgewählt werden aus Cyanamid, Melamin, Ethy
lendiamin, Dicyandiamid oder Mischungen davon.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß man Cyanamid verwendet.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Reaktion zur Gewinnung der polymeren Vorstufe in
einem organischen Lösungsmittel verwendet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Reaktion in Tetrahydrofuran durchgeführt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß man die Pyrolysebehandlung der polymeren Vorstufe
durch Erhitzen auf eine Temperatur im Bereich von
1.000°C bis 1300°C, vorzugsweise unter einer inerten
Atmosphäre, durchführt.
12. Halogenfreies Polymer, erhältlich durch ein Verfahren,
indem man
- (a) ein Element-Hydrid mit einer protonische Wasser stoffatome enthaltenden Verbindung umsetzt und
- (b) flüchtige Bestandteile des Reaktionsgemisches ab trennt.
13. Polymer nach Anspruch 12, erhältlich durch Umsetzung
eines Element-Hydrids mit Cyanamid, wobei die Element-
Atome über N-C-N-Brücken miteinander verknüpft sind.
14. Polymer nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß es Bor, Aluminium oder Mischungen davon enthält.
15. Keramik, erhältlich durch Pyrolyse eines Polymers nach
einem der Ansprüche 12 bis 14.
16. Al-C-N-Keramik nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie neben Kohlenstoff kristallines Aluminiumnitrid
enthält.
17. B-C-N-Keramik nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie einen Gehalt von maximal 40 Masse-% C aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996134777 DE19634777A1 (de) | 1996-08-28 | 1996-08-28 | Salz- und halogenfreie Synthese von Polyelementcarbodiimiden zur Herstellung keramischer Materialien |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996134777 DE19634777A1 (de) | 1996-08-28 | 1996-08-28 | Salz- und halogenfreie Synthese von Polyelementcarbodiimiden zur Herstellung keramischer Materialien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19634777A1 true DE19634777A1 (de) | 1998-03-05 |
Family
ID=7803925
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996134777 Withdrawn DE19634777A1 (de) | 1996-08-28 | 1996-08-28 | Salz- und halogenfreie Synthese von Polyelementcarbodiimiden zur Herstellung keramischer Materialien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19634777A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2005044754A1 (de) * | 2003-10-09 | 2005-05-19 | Robert Bosch Gmbh | Verfahren zur herstellung von carbonitrid- und oxycarbonitrid-keramiken |
| WO2014027096A1 (de) * | 2012-08-17 | 2014-02-20 | Georg Vogt | Verfahren zur herstellung von übergangsmetallverbindungen, übergangsmetallverbindungen und deren verwendung |
-
1996
- 1996-08-28 DE DE1996134777 patent/DE19634777A1/de not_active Withdrawn
Non-Patent Citations (2)
| Title |
|---|
| Hochmolekularbericht 1967, Ref.H.2418/67 der US 3280088 * |
| Hochmolekularbericht 1989, Ref.H.7124/89 der WO 88/10280 * |
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| US9701705B2 (en) | 2012-08-17 | 2017-07-11 | Georg Vogt | Method for producing transition metal compounds, transition metal compounds and use thereof |
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