DE19633538A1 - Mittelspannungs-Schaltfeld in Einschubtechnik - Google Patents
Mittelspannungs-Schaltfeld in EinschubtechnikInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Mittel
spannungs-Schaltfeld in Einschubtechnik, nach dem Oberbegriff des An
spruches 1.
Bei Mittelspannungs-Schaltfeldern in Einschubtechnik
ist in dem Schaltfeld wenigstens ein Schaltschrank vorgese
hen, der zur Aufnahme eines Leistungsschalters und weiteren
Schaltfeld-Komponenten dient. Hierbei ist der Leistungs
schalter zwischen einer Betriebs Stellung, in der er voll in
den Schaltschrank eingeschoben und mit dortigen Gegenkon
takten in Kontakt ist und einer Teststellung, in der er aus
dem Schaltschrank zumindest teilweise herausgezogen ist,
hin- und herbewegbar. Die Bewegung des Leistungsschalters
aus seiner Betriebsstellung in die Teststellung und zurück
erfolgt nach Öffnen einer Schaltschranktür und dem Lösen
oder Aufheben entsprechender Verriegelungen, dem Einschie
ben einer Trennplatte etc.
Neben der Bauweise, bei der der Leistungsschalter in
seiner Teststellung noch schubladenartig zumindest teil
weise in dem Schaltschrank verbleibt, hat sich in letzter
Zeit eine Bauweise etabliert, bei der der Leistungsschalter
von einem hubwagen- oder gabelstaplerähnlichem Servicewagen
ergriffen und vollständig aus dem Schaltschrank herausge
fahren werden kann. Diese Bauweise bietet den Vorteil, daß
bei voll aus dem Schaltschrank herausgefahrenem Leistungs
schalter sowohl die Schaltschrankseitigen als auch die
schalterseitigen Installationen weitaus besser zugänglich
sind.
Soll jedoch aus irgend welchen Gründen ein vorhandener
Leistungsschalter gegen einen anderen Leistungsschalter
ausgetauscht werden, besteht nach wie vor der Nachteil in
der Praxis, daß ein derartiger Austauschvorgang umständlich
und zeitaufwendig ist, da mit dem Servicewagen zunächst der
auszutauschende Leistungsschalter aus dem Schaltschrank
herausgehoben und zu einer Ablagestelle transportiert wer
den muß, wonach er dann an dieser Ablagestelle abzusetzen
ist. Mit dem nun leeren Servicewagen kann dann der neue
Leistungsschalter ergriffen und an den vorgesehenen Platz
in dem Schaltfeld gefahren und dort wieder eingesetzt wer
den.
Es sind auch Mittelspannungs-Schaltfelder in einer so
genannten Schaltwagentechnik bekannt, wo jedem Leistungs
schalter ein eigener Wagen zugeordnet ist. Dieser Wagen be
steht im wesentlichen aus einem bodenseitigen, mit Rollen
versehenen Grundteil und einem hieran angeordneten, verti
kal nach oben stehenden Trägerteil, welches den Leistungs
schalter trägt. Bei dieser Technik wird nach Öffnen der
Verschlußtüre im Schaltschrank der Schaltwagen zusammen mit
dem hieran angeordneten Leistungsschalter als eine Einheit
aus dem Schaltschrank gezogen. Austausch-Leistungsschalter
stehen bereits fertig an einem jeweils zugehörigen Schalt
wagen montiert bereit, so daß der Austausch eines Lei
stungsschalters durch einen anderen durch einfaches Heraus
ziehen des Leistungsschalters mittels des Schaltwagens und
durch Einfahren eines neuen Schaltwagens mit neuem Lei
stungsschalter durchgeführt werden kann.
Nachteilig bei dieser Technik ist, daß gegenüber der
Einschubtechnik für jeden Leistungsschalter ein eigener
Schaltwagen vorgesehen sein muß und darüber hinaus auch Re
serve- oder Austausch-Leistungsschalter bereits fertig mon
tiert an einem Schaltwagen vorhanden sein und bereit ge
stellt sein müssen, um im Bedarfsfall einen raschen Aus
tausch eines oder mehrerer Leistungsschalter gegen einen
oder mehrere andere vornehmen zu können. Dies macht die
Schaltwagentechnik gegenüber der Einschubtechnik zwar kon
struktiv aufwendiger und dadurch teurer, gleichwohl ziehen
viele Anwender die Schaltwagentechnik in der Praxis vor,
als durch die einsatzfertige Einheit aus Schaltwagen und
hieran angeordnetem Leistungsschalter der Austausch eines
oder mehrerer Leistungsschalter sehr schnell durchgeführt
werden kann. Auch können bei größeren Inspektionen oder
Wartungsarbeiten aufgrund der vorhandenen Schaltwagen meh
rere Leistungsschalter gleichzeitig vollständig aus dem
Schaltfeld herausgefahren werden, um die vorhandenen In
stallationen seitens des Schaltfeldes und/oder seitens der
Leistungsschalter vollständig zugänglich zu haben, wie dies
bei Schaltfeldern in Einschubtechnik nur dann möglich ist,
wenn eine Mehrzahl der dort verwendeten Servicewagen vor
handen ist.
Es besteht somit ein Bedürfnis, ein Mittel
spannungs-Schaltfeld in Einschubtechnik zu haben, das die kostengün
stige Einschubtechnik-Bauweise beibehält, jedoch in der
Praxis so wartungsfreundlich und flexibel wie ein Schalt
feld in Schaltwagentechnik ist.
Die Erfindung hat es sich demnach zur Aufgabe gemacht,
ein Mittelspannungs-Schaltfeld in Einschubtechnik so aus zu
gestalten, daß bei Beibehaltung der gegenüber der Schaltwa
gentechnik konstruktiv einfacheren und kostengünstigeren
Bauweise der Einschubtechnik die Vorteile der Schaltwagen
technik, als insbesondere die leichte Austauschbarkeit ei
nes oder mehrerer Leistungsschalter im Schaltfeld ausge
nutzt werden können.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch
die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale.
Erfindungsgemäß wird demnach ein Mittel
spannungs-Schaltfeld in Einschubtechnik geschaffen mit wenigstens ei
nem Schaltschrank zur Aufnahme wenigstens eines Leistungs
schalters und weiteren Schaltfeld-Komponenten, wobei der
Leistungsschalter zwischen einer Betriebs Stellung, in der
er voll in den Schaltschrank eingeschoben und mit dortigen
Gegenkontakten in Kontakt ist und einer Teststellung, in
der er ebenfalls im geschlossenen Schaltschrank hin- und
herbewegbar ist. Erfindungsgemäß ist hierbei weiterhin der
Leistungsschalter bleibend auf einem von der Betriebs- in
die Teststellung und wieder zurück bewegbaren Trägergestell
anordenbar.
Ausgehend von der Grundkonzeption eines Schaltfeldes in
Einschubtechnik ist somit beim Gegenstand der vorliegenden
Erfindung jeder Leistungsschalter in dem Schaltfeld blei
bend auf einem Trägergestell anordenbar, das von der Be
triebs- in die Teststellung bzw. von der Teststellung zu
rück in die Betriebsstellung bewegbar ist. Unter grundsätz
lichem Beibehalt der konstruktiv weniger aufwendigen Ein
schubtechnik werden somit die in der Praxis relevanten Vor
teile der Schaltwagentechnik möglich, nämlich insbesondere
das leichte Auswechseln eines oder mehrerer Leistungsschal
ter gegen einen oder andere, wobei der oder die Aus
tausch-Leistungsschalter bereits als fertige Einheit bereitstehen
können, welche komplett in den jeweiligen Schaltschrank
eingeschoben werden. Weiterhin können bei dem Schaltfeld in
Einschubtechnik gemäß der vorliegenden Erfindung bei größe
ren Inspektions- oder Wartungsarbeiten sämtliche Leistungs
schalter auf einmal aus dem Schaltfeld herausgezogen oder
herausgefahren werden. Da die Grundkonzeption der Einschub
technik beibehalten wird, sind für das Trägergestell keine
aufwendigen Sicherheits- oder Verriegelungsmaßnahmen not
wendig, da diese systeminhärent dem Leistungsschalter zuge
ordnet sind. Dies bedeutet wiederum, daß das Trägergestell
einfachen konstruktiven Aufbau haben kann, da es lediglich
zwei Grundanforderungen in der Praxis erfüllen muß, nämlich
das Gewicht des aus dem Schaltschrank heraus gezogenen Lei
stungsschalters tragen muß und zwischen Betriebs- und Test
stellung bzw. wieder zurück bewegbar sein muß. Hierdurch
wird das erfindungsgemäße Schaltfeld gegenüber einem
Schaltfeld in Schaltwagentechnik, bei dem die Sicherheits-
und Verriegelungsmaßnahmen am Schaltwagen vorhanden sind,
kostengünstiger, obwohl die dortigen Vorteile voll und ganz
ausgenutzt werden können.
Weiterhin ergibt sich durch den Gegenstand der vorlie
genden Erfindung der Vorteil, daß bereits existierende
Schaltfelder in Einschubtechnik mit dem Trägergestell nach
gerüstet werden können, da der Schaltschrank in der Regel
keine tiefgreifenden Modifikationen benötigt, um das Ein
fahren des den Leistungsschalter tragenden Trägergestells zu
ermöglichen. Dies insbesondere deshalb, als Verriegelungs-
und Sicherheitsvorrichtungen am Trägergestell nicht notwen
dig sein müssen.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegen
stand der Unteransprüche.
Bevorzugt ist das Trägergestell zwischen Betriebs- und
Teststellung nicht am Boden abgestützt, das heißt, die Vor-
und Zurückbewegung zwischen Betriebs- und Teststellung und
wieder zurück erfolgt durch ein Verschieben des Leistungs
schalters alleine in entsprechenden schaltschrankseitigen
Führungen, wobei diese Führungen eine derartige Höhenlage
haben, daß das Trägergestell keinen Bodenkontakt hat, so
lange der Leistungsschalter nur zwischen Betriebs- und
Teststellung hin- und herbewegt wird. Erst bei einem Über
fahren der Teststellung aus dem Schaltschrank heraus, wobei
der Leistungsschalter außer Eingriff mit den schaltschrank
seitigen Führungen gerät, sitzt das Trägergestell auf dem
Boden auf und erlaubt ein einfaches Verfahren des Lei
stungsschalters außerhalb des Schaltschranks.
Hierbei weist das Trägergestell bevorzugt einen auf
Rollen laufenden Grundrahmen, um außerhalb des Schalt
schrankes die Verfahrbewegungen möglich zu machen und einen
hiervon nach oben weisenden, den Leistungsschalter tragen
den Tragrahmen auf. Grund- und Tragrahmen können aufgrund
der an sie gestellten Minimalforderungen (Tragfähigkeit und
Bewegbarkeit bzw. Verfahrbarkeit) konstruktiv einfach aus
gelegt sein und beispielsweise jeweils aus einem U-Profil
mit zwei seitlichen Schenkeln und je einem diese beiden
Schenkel endseitig verbindenden Querträger aufgebaut sein.
Wenn Vorder- und Seitenwände von Leistungsschalter und
Tragrahmen bzw. Grundrahmen in Vertikalrichtung jeweils im
wesentlichen vollständig fluchten, ergeben sich keine Pro
bleme hinsichtlich der Anpassung des bereits vorhandenen
Schaltschrankes an das Trägergestell bzw. umgekehrt, da das
Trägergestell die seitlichen Abmessungen des Leistungs
schalters nicht übersteigt und auch die Vorderseite von
Leistungsschalter und Tragrahmen im wesentlichen fluchten,
der Tragrahmen also nicht aus der Vertikalebene des Lei
stungsschalters nach vorne vorspringt.
Bevorzugt läuft der Grundrahmen auf wenigstens vier
Rollen, um eine sichere und definierte Abstützung des
Grundrahmens zu haben, wobei weiterhin bevorzugt wenigstens
zwei der Rollen lenkbar sind, um das Trägergestell außer
halb des Schaltschrankes bequem manövrieren zu können.
Wie bereits erläutert, ist bevorzugt der Einschub mit
dem Leistungsschalter in der Betriebs Stellung des Lei
stungsschalters in dem Schaltschrank durch die (bereits
vorhandenen) leistungsschalterseitigen Verriegelungsvor
richtungen verriegelbar.
Weitere Einzelheiten, Aspekte und Vorteile der vorlie
genden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Be
schreibung einer Ausführungsform unter Bezugnahme auf die
Zeichnung, in deren einziger Figur eine schematisch verein
fachte seitliche Schnittdarstellung durch einen Schalt
schrank eines erfindungsgemäßen Mittelspannungs-Schaltfeld
des dargestellt ist.
Die Figur zeigt einen Vertikalschnitt durch einen
Schaltschrank 2, wobei in der Regel in einem Schaltfeld ei
ne Mehrzahl derartiger Schaltschränke 2 aneinander gereiht
ist. Der Schaltschrank 2 ist kastenförmig aufgebaut mit ei
ner Vorderseite 4, einer Rückseite 6 und zwei in der Zeich
nung nicht näher bezeichneten Seitenwänden. Im oberen Be
reich des Schaltschrankes 2 verlaufen sich durch die ges am
te Länge des Schaltfeldes erstreckende Sammelschienen, wo
bei im dargestellten Ausführungsbeispiel bei einem dreipha
sigen Schaltfeld drei Sammelschienen 8a, 8b und 8c vorgese
hen sind. Von den jeweiligen Sammelschienen 8a bis 8c gehen
Leiterschienen 10a, 10b und 10c ab, wobei nachfolgend nur
noch die in der Zeichnung vorne liegende, die dahinter lie
genden Leiterschienen 10a und 10b verdeckende Leiterschiene
10c betrachtet sei; der Strompfad für die verbleibenden
Leiterschienen 10a und 10b ist identisch. Die Leiterschiene
10c führt zu einem schaltschrankseitigen festen Gegenkon
takt 12, in welchem ein Steckkontakt 14 eines Leistungs
schalters 16 einführbar ist. Ein weiterer Steckkontakt 18
seitens des Leistungsschalters 16 ist mit einem schalt
schrankseitigen Gegenkontakt 20 in Kontakt. Der Gegenkon
takt 20 führt dann den Strom über weitere Schaltfeldkompo
nenten, beispielsweise Stromwandler oder dergleichen zu ei
ner Ableitung 22, die aus dem Schaltschrank 2 herausführt.
Weitere Details der in der Figur dargestellten Schalt
schrank- oder Schaltfeldkomponenten innerhalb des Schalt
schrankes 2 sind dem Fachmann hinlänglich bekannt und eine
nähere Erläuterung erfolgt nicht.
In der Figur der Zeichnung befindet sich der Leistungs
schalter 16 in seiner Betriebs Stellung, wo die Kontakte 12
und 14 bzw. 20 und 18 in Kontakt sind, so daß bei geschlos
senem Leistungsschalter 16 ein Stromfluß von den Sammel
schienen zu den Ableitungen möglich ist.
Der Leistungsschalter 16 läßt sich zwischen der darge
stellten Betriebsstellung und einer Teststellung bewegen,
in der die Kontakte 12 und 14 bzw. 20 und 18 voneinander
getrennt sind. Bei der bisher bekannten Einschubtechnik
wird hierzu entweder der Leistungsschalter 16 nach Öffnen
einer vorderen Tür 24 des Schaltschrankes 2 schubladenartig
aus dem Schaltschrank 2 um einen gewissen Betrag herausge
zogen, wie dies eingangs bereits erläutert wurde, oder es
ist - wie eingangs bereits erläutert - bekannt, den Lei
stungsschalter 16 mit einem sogenannten Servicewagen beid
seitig zu ergreifen und vollständig aus dem Schaltschrank 2
herauszufahren. Die letztere Bauweise hat den Vorteil, daß
sowohl die schaltschrankseitigen, als auch die leistungs
schalterseitigen Installationen besonders gut zugänglich
sind.
Beim Gegenstand der vorliegenden Erfindung wird die
Bauweise der Einschubtechnik beibehalten, das heißt es sind
seitens des Leistungsschalters 16 die bei der Einschubtech
nik verwendeten Führungs-, Verriegelungs- und Sicherheits
einrichtungen nach wie vor vorgesehen. Darüber hinaus ist
jedoch der Leistungsschalter 16 bleibend auf einem Träger
gestell 26 anordenbar. Dieses Trägergestell 26 ist von der
dargestellten Betriebsstellung in eine Teststellung und
wieder zurück bewegbar. In der dargestellten Betriebsstel
lung (und auch einer hiervon in der Figur nach links ver
schobenen Teststellung) kommt das Trägergestell 26 zusammen
mit dem Leistungsschalter 16 innerhalb des Schaltschrankes
2 zu stehen. Wenn der Leistungsschalter 16 mehr oder weni
ger aus dem Schaltschrank 2 herausgezogen oder vollständig
aus diesem herausgefahren ist, befindet sich das Trägerge
stell 26 entsprechend ebenfalls mehr oder weniger außerhalb
des Schaltschrankes 2 oder vollständig außerhalb hiervon.
Während der Bewegung zwischen der Betriebs- und Teststel
lung und wieder zurück stützt sich der Leistungsschalter in
(nicht dargestellten) schaltschrankseitigen Führungen ab.
Somit ist das Trägergestell 26 zwischen Betriebs- und Test
stellung nicht am Boden abgestützt, das heißt, die Vor- und
Zurückbewegung zwischen Betriebs- und Teststellung und wie
der zurück erfolgt durch ein Verschieben des Leistungs
schalters 16 alleine in den schaltschrankseitigen Führun
gen, wobei diese Führungen eine derartige Höhenlage haben,
daß das Trägergestell 26 keinen Bodenkontakt hat, solange
der Leistungsschalter 16 nur zwischen Betriebs- und Test
stellung hin- und herbewegt wird. Erst bei einem Überfahren
der Teststellung aus dem Schaltschrank 2 heraus, wobei der
Leistungsschalter 16 außer Eingriff mit den schaltschrank
seitigen Führungen gerät, sitzt das Trägergestell 26 auf
dem Boden auf und erlaubt ein einfaches Verfahren des Lei
stungsschalters 16 außerhalb des Schaltschranks 2. Hier
durch wird vermieden, daß aufgrund von Fertigungs-Maßunge
nauigkeiten, wärmebedingten Toleranzschwankungen, Material
abnutzung etc. das Verfahren des Leistungsschalters 16 zwi
schen Betriebs- und Teststellung und wieder zurück schwer
gängig oder gar unmöglich wird: hebt das Trägergestell beim
Einfahren des Leistungsschalters 16 aus einer voll aus dem
Schaltschrank 2 heraus gezogenen Stellung zunächst in die
Test- und dann in die Betriebsstellung vom Boden ab, so
können etwaige Schwankungen in der Höhenlage der schalt
schrankseitigen Führungen problemlos toleriert werden.
Um ein einfaches Bewegen des Trägergestells außerhalb
des Schaltschrankes 2 zu ermöglichen, weist das Trägerge
stell 26 einen auf Rollen 28 laufenden Grundrahmen 30 und
einen hiervon nach oben weisenden, den Leistungsschalter 16
tragenden Tragrahmen 32 auf. Sowohl der Grundrahmen 30 als
auch der Tragrahmen 32 können konstruktiv einfachen Aufbau
haben, insbesondere jeweils die Form eines U, wobei im
Falle des Grundrahmens 30 die Rollen 28 an den beiden Enden
der seitlichen Schenkel des U gelagert sind, wobei weiter
hin diese beiden Schenkel des Grundrahmens 30 über eine
Quertraverse miteinander verbunden sind. Diese Quertraverse
befindet sich bevorzugt in dem Bereich, wo der Tragrahmen
32 auf dem Grundrahmen 30 aufsitzt. Der Tragrahmen 32 weist
ebenfalls die Form eines auf den Kopf stehenden U mit zwei
seitlichen Schenkeln auf, die mit ihren unteren Enden an
dem Grundrahmen 30 befestigt sind und die an ihren beiden
oberen Enden durch eine Traverse 34 verbunden sind, die
dann ihrerseits den Leistungsschalter 16 trägt. Die Verbin
dung zwischen Tragrahmen 32 bzw. dortiger Traverse 34 und
Leistungsschalter 16 erfolgt über Schrauben.
Bevorzugt läuft der Grundrahmen 30 auf insgesamt vier
Rollen 28, wobei weiterhin bevorzugt dann wenigstens zwei
dieser Rollen 28 lenkbar sind, um ein zielgenaues Ein- und
Aus fahren des Trägergestells 26 mit dem Leistungsschalter
16 hierauf in und aus dem Schaltschrank 2 zu ermöglichen
und um das Trägergestell 26 außerhalb des Schaltschrankes 2
leichter manövrieren zu können.
Wie unmittelbar aus der Zeichnung hervorgeht, fluchten
wenigstens Vorder- und Seitenwände des Leistungsschalters
16 und des Tragrahmens 32 bzw. den Grundrahmens 30 in Ver
tikalrichtung jeweils im wesentlichen vollständig. Mit an
deren Worten, sowohl in Vorder-, als auch Seiten- oder
Draufsicht übersteigen die Außenabmessungen des Trägerge
stells 26 nicht diejenigen des Leistungsschalters 16. Hier
durch bereitet das Einfahren des Trägergestells 26 in das
Innere des Schaltschrankes 2 keine Probleme und darüber
hinaus kann besonders vorteilhaft ein bereits bestehendes
Schaltfeld in Einschubtechnik mit dem Trägergestell 26 pro
vorhandenem Leistungsschalter 16 nachgerüstet werden, wobei
keine tiefergehenden Modifikationen im Bereich der jeweili
gen Schaltschränke 2 notwendig ist.
Das Grundkonzept der Einschubtechnik wird beim Gegen
stand der vorliegenden Erfindung beibehalten. Dies bedeu
tet, daß die bei der Einschubtechnik seitens des Leistungs
schalters 16 vorhandenen Sicherheits- und Verriegelungsvor
richtungen für den Leistungsschalter 16 beibehalten werden.
Aufgrund der Verbindung zwischen Leistungsschalter 16 und
Trägergestell 26 sind somit beim Gegenstand der vorliegen
den Erfindung keine Verriegelungs- oder sonstigen Sicher
heitsvorrichtungen seitens des Trägergestells 26 notwendig.
Dies wiederum vereinfacht die Bauweise des Trägergestells
26 und trägt zu einer kostengünstigen Konstruktionsmöglich
keit bei. Weiterhin kann durch die Möglichkeit, auf derar
tige Verriegelungsvorrichtungen seitens des Trägergestells
26 verzichten zu können, ein bereits bestehendes Schaltfeld
in Einschubtechnik mit derartigen Trägergestellen 26 nach
gerüstet werden, ohne daß für die einzelnen Trägergestelle
26 noch umfangreiche Verriegelungsvorrichtungen vorgesehen
werden müssen. Auch dies trägt zu einer kostengünstigen
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schaltfeldes bzw. zu
einer kostengünstigen Nachrüstmöglichkeit bereits bestehen
der Schaltfelder in Einschubtechnik bei.
Durch den Gegenstand der vorliegenden Erfindung lassen
sich die Vorteile sowohl der Einschubtechnik als auch der
Schaltwagentechnik in konstruktiv einfacher Art und Weise
miteinander kombinieren, so insbesondere die optimale Zu
gänglichkeit sowohl schaltschrankseitiger als auch lei
stungsschalterseitiger Installationen bei vollständig aus
dem Schaltschrank 2 herausgefahrenem Leistungsschalter 16,
die rasche Austauschbarkeit bestehender Einheiten aus Lei
stungsschalter und Trägergestell durch andere bereitstehen
de Einheiten aus Leistungsschalter und Trägergestell (wobei
die preiswerte Ausgestaltungsform des Trägergestells 26 ge
genüber der herkömmlichen Schaltwagentechnik Kostenvorteile
ergibt), und die Möglichkeit, sämtliche Leistungsschalter
in einem Zug aus dem Schaltfeld herausziehen zu können
(also nicht sequentiell unter Zuhilfenahme eines Servicewa
gens).
Claims (7)
1. Mittelspannungs-Schaltfeld in Einschubtechnik mit
wenigstens einem Schaltschrank (2) zur Aufnahme wenigstens
eines Leistungsschalters (16) und weiteren Schaltfeld-Kom
ponenten, wobei der Leistungsschalter (16) zwischen einer
Betriebsstellung, in der er voll in den Schaltschrank (2)
eingeschoben und mit dortigen Gegenkontakten (12, 20) in
Kontakt ist und einer Teststellung, in der ebenfalls im ge
schlossenen Schaltschrank (2) hin- und herbewegbar ist, da
durch gekennzeichnet, daß der Leistungsschalter (16) blei
bend auf einem von der Betriebs- in die Teststellung und
wieder zurück bewegbaren Trägergestell (26) anordenbar ist.
2. Schaltfeld nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sich das Trägergestell (26) innerhalb des Schalt
schranks (2) nicht, aber außerhalb hiervon verfahrbar am
Boden abstützt.
3. Schaltfeld nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Trägergestell (26) einen auf Rollen (28)
laufenden Grundrahmen (30) und einen hiervon nach oben wei
senden, den Leistungsschalter (16) tragenden Tragrahmen
(32) aufweist.
4. Schaltfeld nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens Vorder- und Seitenwände von Leistungsschal
ter (16) und Tragrahmen (32) bzw. Grundrahmen (30) in Ver
tikalrichtung im wesentlichen vollständig fluchten.
5. Schaltfeld nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Grundrahmen (30) auf wenigstens vier Rol
len (28) läuft.
6. Schaltfeld nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens zwei der Rollen (28) lenkbar sind.
7. Schaltfeld nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (32) in der Be
triebsstellung des Leistungsschalters (16) in dem Schalt
schrank (2) durch die leistungsschalterseitigen Verriege
lungsvorrichtungen verriegelbar ist.
Priority Applications (1)
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Publications (2)
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| DE19633538A1 true DE19633538A1 (de) | 1998-02-26 |
| DE19633538C2 DE19633538C2 (de) | 1998-07-09 |
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| EP2393173A1 (de) * | 2010-06-03 | 2011-12-07 | Schneider Electric Industries SAS | Vorrichtung zur Durchführung eines dielektrischen Kabeltests durch Einspeisung einer Spannung in das entsprechende Kabel in einem Elektrogerät, und elektrische Zelle, die mit einer solchen Vorrichtung ausgestattet ist |
| FR2960976A1 (fr) * | 2010-06-03 | 2011-12-09 | Schneider Electric Ind Sas | Dispositif pour realiser un test dielectrique de cables par injection d'une tension sur ledit cable dans un appareillage electrique et cellule electrique comportant un tel dispositif |
| CN102279351A (zh) * | 2010-06-03 | 2011-12-14 | 施耐德电器工业公司 | 用于执行电缆的介电测试的装置和电气组合开关设备 |
| CN102279351B (zh) * | 2010-06-03 | 2016-06-01 | 施耐德电器工业公司 | 用于执行电缆的介电测试的装置和电气组合开关设备 |
| JPWO2013084572A1 (ja) * | 2011-12-08 | 2015-04-27 | 三菱電機株式会社 | スイッチギヤ |
| DE102012213969B3 (de) * | 2012-08-07 | 2013-10-02 | Siemens Aktiengesellschaft | Schaltanlage |
Also Published As
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