DE1963225C - Monolithisch integrierbare Flipflop-Schaltung - Google Patents
Monolithisch integrierbare Flipflop-SchaltungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine monolithisch integrier- durch erreichen, daß für die Transistoren und die
bare bistabile Flipflop-Schalturig mit zwei gleichartig Dioden unterschiedliches Halbleitermaterial verwen-
aufgebauten Hälften, die jeweils einen Schalttransi- det wird. So verwendet man etwa für die Transistoren
stör und einen Steuertransistor gleichen Leitungstyps Silizium als Halbleitermaterial, während man für die
enthalten, deren Kollektoren miteinander sowie 5 Dioden Germanium vorsieht.
deren Emitter miteinander und mit Bezugspotential Diese Realisierungsmöglichkeit scheidet jedoch bei
verbunden sind, wobei jeweils die Basis des Schalt- monolithisch integrierten Schaltungen aus, ria särht-
transistors der einen Flipflop-Hälfte am über einen liehe in der monolithisch integrierten Schaltung vor-
Arbeitswiderstand an Betriebsspannung liegenden kommenden Einzelstrukturen aus demselben HaIb-
Kollektor des Schalttransistors der anderen Flipflop- 10 leitermaterial bestehen.
Hälfte und wobei die Basen der Steuertransistoren Die Aufgabe der Erfindung besteht somit dann,
über jeweils einen Koppel-Kondensator an einem die eingangs genannte bistabile Flipflop-Schaltung so
gemeinsamen Steuereingang angeschlossen sind. auszubilden, daß eine monolithische Integnerung mit
Diese Flipflop-Schaltung besteht also aus zwei den üblichen Mitteln keine technischen oder kosten-NORStufen
mit je zwei Eingängen, von denen je- 15 mäßigen Schwierigkeiten bereitet,
weils der eine Eingang (die Basis des Schalttransi- Die Aufgabe, bistabile Fhpnop-Scnaltungen zu stois) an den Ausgang (den Kollektor des Schaittran- integrieren, ist an sich bekannt. Eme Losung dieser sistors) der anderen Stufe angeschlossen ist. Der je- Aufgabe führte zu den Schaltungen nach dem beweils zweite Eingang (die Basis des Steuertransistors) kannten sogenannten »Master-Slave-Prinzip«, d. h. ist über einen Kondensator mit dem gemeinsamen ao die Flipflop-Schaltung besteht aus einem Hauptflip-Steuereingang verbunden. flop, dem »Master«, und einem Hilfsflipnop, dem
weils der eine Eingang (die Basis des Schalttransi- Die Aufgabe, bistabile Fhpnop-Scnaltungen zu stois) an den Ausgang (den Kollektor des Schaittran- integrieren, ist an sich bekannt. Eme Losung dieser sistors) der anderen Stufe angeschlossen ist. Der je- Aufgabe führte zu den Schaltungen nach dem beweils zweite Eingang (die Basis des Steuertransistors) kannten sogenannten »Master-Slave-Prinzip«, d. h. ist über einen Kondensator mit dem gemeinsamen ao die Flipflop-Schaltung besteht aus einem Hauptflip-Steuereingang verbunden. flop, dem »Master«, und einem Hilfsflipnop, dem
Aus der deutschen Patentschrift 1 286 094 ist eine »Slave«, die beide so miteinander verkoppelt sind,
Steuerschaltung für monolithisch integrierbare Flip- daß das Hilfsflipflop die Information über den vor-
flop-Schaltungen bekannt, die die Umladung eines herigen Schaltzustand speichert und in Abhängigkeit
mitintegrierten Kondensators ah Auslösesignal be- a5 davon die Steuerimpulse an die zur Umschaltung in
nutzt, wobei die Umladung wiederum durch einen den anderen Schaltzustand geeignete Hauptflipflon-
zweiten, der e'nen Flipflop-Hälfte zugeordneten hälfte weiterleitet, vgl. die deutsche Auslegeschnft
Steuereingang beeinflußt wird. Die beiden Flipflop- 1270 102 und die deutsche Offenlegungsschnit
Hälften haben getrennte Steuer ,ingänge und nicht 1512 513.
wie bei der eingangs geschilderten Flipflop-Schaltung, 30 Die Erfindung, die sich nicht auf nach dem
auf die sich die Erfindung bezieht,, nur einen gemein- »Master-Slave-Prinzip« aufgebaute Flipflop-Schal-
samen Steuereingang. Auch hat die eigentliche Flip- tungen bezieht, löst die Aufgabe verbesserter Tnte-
flop-Stufe der bekannten Anordnung keine NOR- grierbarkeit erfindungsgemaß dadurch, daß in jeder
Stufen als Flipflop-Hälften, sondern nur jeweils einen Flipflop-Hälfte jeweils der Kollektor eines zu den
Transistor, wobei der Emitterwiderstand jeder Flip- 35 Schalt- und Steuertransistoren komplementären
Mop-Hälfte durch die Basis-Emitter-Strecke eines Zu- Hilfstransistors an der Basis -^s Steuertransistors,
salztransistors überbrückt ist. daß jeweils der Emitter des Hilfstransistors am KoI-
Aus der deutschen Auslegeschrift 1 208 764 ist lektor des Schalttransistors unJ daß jeweils die Basis
eine Flipflop-Schaltung für hohe Schaltfrequenz und des Hilfstransistors direkt oder über mindestens
hohe Schaltleistung, also hohe durch die Flipflop- 40 einen Widerstand an Bezugspotential oder daß die
Transistoren fließende Ströme bekannt, die ebenfalls Basis des Hilfstransistors direkt oder über je einen
keinen gemeinsamen Steuereingang und keine NOR- Widerstand an die Basis des Schalttransistors ange-
Stufcn in den einzelnen Flipflop-Hälften aufweist. schlossen ist.
Damit die Flipflop-Schaltung, von der die Erfin- Weiterbildungen und besonders vorteilhafte Ausge-
dung ausgeht, durch Eingangsimpulse sicher umge- 45 Stallungen der Erfindung sind in den Unteransprü-
schaltet werden kann, muß durch zusätzliche Schal- chen gekennzeichnet und werden nun im Zusammcn-
tungsmaßnahmen dafür gesorgt werden, daß für den hang mit den in der Zeichnung dargestellten Figuren
Umschaltvorgang die Information über den bisherigen näher erläutert.
Schaltzustand in den Kondensatoren gespeichert bleibt. Fig. 1 zeigt ein Prinzipschaltbild der erfindungs-
Das laßt sich, wie die Fig. 2 der französischen 50 gemäßen Schaltung;
Patentschrift 1 548 137 zeigt, dadurch erreichen, daß Fig· 2 zeigt ein anderes Pnnzipschaltbild der cr-
jeweils der Ausgang und der Steuereingang jeder findungsgcmäßen Schaltung;
Flipflop-Hälftc durch einen Widerstand miteinander Fig· 3 und 4 /eigen den Ersatz eines Koppelkon
verbunden werden. densators durch eine Diode;
Nachteilig ist bei dieser Schaltung, daß diese die 55 Fig. 5 zeigt den Ersatz eines Koppelkondensator:
Speicherung bewirkenden Widerstände verhältnis- durch einen Transistor;
mäßig hochohmig sein müssen und daher bei mono- Fig. 6 zeigt eine Weiterbildung der Schaltunj
lithischer Integration der Schaltung einen beträcht- nach Fig. 5;
liehen Teil der Fläche des Halbleiterkörpers bean- Fig. 7 zeigt eine Abwandlung der Schaltung nacl
Sprüchen. 60 Fig. 5 und
An Stelle der ohmschen Widerstände können auch Fi g. 8 zeigt eine Weiterbildung, die bei den Schal
Halbleiterdioden verwendet werden, wie dies aus der tungen nach den Fig. 1 bis 7 angewandt werde
deutschen Auslegcschrift 1295 001, Fig. 3 bekannt kann.
ist. Hierbei muß jedoch die Flußspannung dieser Die in Fig. 1 gezeigte Flipflop-Schaltung bcstel
Dioden möglichst klein, mindestens jedoch niedriger 65 aus zwei symmetrischen Hälften, von denen jede de
als die Basis-Emittcr-Schwellspannung der Steuer- Schalttransistor TIl bzw. 7Ί2 und den Steuertrai
transistoren sein. Das läßt sich bei einer Schaltungs- sistor Γ21 bzw. TU enthält, deren Kollektoren mi
realisierung mit einzelnen Bauelementen leicht da- einander und deren Emitter miteinander verbünde
sind. Oie parallelgeschalteten Kollektoren sind über Gelangt nun an den Steuereingang S ein Steueren
ArhL-itswiderstandÄI bzw. «2 mit der Betriebs- signal mit positivem Spannungssprung, so wird inspannunji
+U0 verbunden, während die parallele- folge der schon vorhandenen Aufladung des KonschaliL-ien
Emitter an Bezugspotential angeschlossen densators C2 in die Basis des Steuertransistors 722
sind. lJiese Konfiguration, also eine Flipflop-Hälfte, 5 Strom bereits zu einem Zeitpunkt fließen, zu dem
stellt, nie eingangs erwähnt, eine NOR-Schaltung die Amplitude des positiven Spannungssprungs die
dar, ^.'-!^i die Basen von Steuertransistor und Schalt- Schwells'pannung des Steuertransistors 721 noch
tran:,ihi<>r als die beiden Einginge der NüR-Stufe nicht erreicht hat. Dadurch wird der Steuertransistor
dieiK'ü. wahrend der Ausgang von den parallele- 722 kurzzeitig durchgesteuert und der Schaltschiilieieii
Kollektoren gebildet wird. l0 trpnsistor 711 gesperrt. Durch die in der Schaltung
Di-? Vhalttransistorbasis der einen Flipflop-Hälfte vorhandene Rückkopplung wird somit der Schaltist
am parallelgechalteten Kollektor der anderen transistor 712 ebenfalls durchgesteuert, d. h., die
Flipli'T Hälfte angeschlossen. Zwischen dem Steuer- Flipflop-Schaltung kippt in ihren anderen stabilen
an., iii.ιß .V und den Basen der Steuertransistoren Zustand um.
T?.\. ! 22 jeder Flipflop-Hälfte liegt je ein Konden- 15 Die Wirkungsweise der Schaltung nach Fig. 1 ist
sat'- ''I bzw. C2, über den die Eingangssignale auf prinzipiell die gleiche, da auch hier der eine der
die Flipflop-Stufe einwirken. beiden Kondensatoren eine andere Ladung besitzt
Zur Erreichung des sicheren Umschaltens vom als der andere und somit die Inform ;iion über den
einen in den anderen Schaltzustand der Flipflop- Schaltzustand des Flipflops in den Kondensatoren
Schaltung dienen die beiden zu den Haupt- und 20 gespeichert ist.
Steu.transistoren komplementären Hilfstransistoren Sollen die Kondensatoren C1 und C2 ebenfalls
731 und 732, die dafür sorgen, daß für den Um- in das mcnolithische Bauelement mit einbezogen
sch:;!ivorgang die Information über den bisherigen werden, so wann dies in Weiterbildung der Erfindung
Schaltzustand eine Zeitlang als Ladungsunterschied auf die verschiedenen nachfolgend geschilderten
in ue;i Kondensatoren Cl und C2 gespeichert wird. 35 Weisen geschehen. Es ergeben sich dadurch im vor-
Jed.M Hilfstransistor 731 bzw. 732 ist mit seinem liegenden Fall einige besonders günstige Ausbil-
Koüektor an der Basis des zugehörigen Steuer- düngen.
trau istors 721 bzw. 722 angeschlossen. Der Emit- In den Fig. 3 bis 8 ist jeweils nur eine der beiden
ter jedes Hilfstransistors ist am Kollektor des zu- Flipflop-Hälften der Einfachheit halber gezeichnet.
gehangen Schalttransistors 711 bzw. 712 ange- 30 Die nicht dargestellte andere Hälfte ist identisch aufschlössen,
gebaut und mit der gezeigten wie oben beschrieben
Die Basis jedes Hilfstransistors liegt über min- »über Kreuz« verbunden.
desiens einen Widerstand an Bezugspotential. Hierbei Die Kondensatoren C1 und C 2 können durch in
ist es in Ausgestaltung der Erfindung möglich, ent- Fluß- oder Sperrichtuag betriebene pn-Übergänge
weder die Basen der beiden Hilfstransistoren 731 35 realisiert werden. So zeigt Fig. 3 eine zwischen
und .·' 32 miteinander zu verbinden und über den Steuereingang S und Sieuertransistorbasis in Sperrgemeinsamen
Widerstandes nach Bezugspotential richtung geschaltete Diode Dl. Besonders günstig ist
zu schalten oder jede Basis unter Zwischenschaltung es, wenn diese Dioden von als Dioden geschaltete
des jeweiligen Widerstandes R41 bzw. R41 mitein- Transistoren in der monolithischen Schaltung gebilander
zu verbinden und über den gemeinsamen 40 det werden.
Widerstand A3 an Bezugspotential anzuschließen Fig. 4 zeigt eine zwischen Steueransrhluß S und
oder jede Basis über je einen Widerstand R 41 bzw. Steuertransistorbasis in Flußrichtung geschaltete
/?42 direkt mit Bezugspotential zu verbinden. Diode Dl. Auch hierfür lassen sich als Dioden ge-
Dic in Fig. 2 gezeigte Flipflop-Schaltung unter- schaltete Transistoren besonders vorteilhaft ein-
sclK-i'iet sich von dei in Fig. 1 dargestellten da- 45 setzen.
durch, daß jeweils die Bay's der Hilfstransistoren Anstatt solcher als Dioden geschalteter Transisto-
731 und 732 direkt eier über je einen Widerstand ren können aber auch als Transistoren betriebene
R51 bzw. R52 an der Basis der zugehörigen Schalt- Transistoren angewandt werden. So zeigt Fig. 5,
transistoren 711 und 712 angeschlossen ist. Wäh- wie der Kondensator C1 der Fig. 1 und 2 durch
rend bei der Schaltung nach Fig. 1 also die Hilfs- 50 einen Koppeltransistor 741 ersetzt ist, der vom glci-
transislorhasen an konstantem Potential Liegen, wer- chen Leitungstyp wie Hie Steuer- und Schalt'ransisto-
dcn sie nach der Schaltung von Fig. 2 beim Um- ren ist. Dieser Koppeltransistor 741 ist so geschaltet,
schalten de.· FliFflop-Schaltung von den Ausgangs- daß sein Emitter am Steuercingang S liegt und daß
impulsen entsprechend gesteuert. jeweils seine Basis bzw. sein Kollektor der Basis
Die Wirkungsweise der Flipflop-Schaltung nach 55 bzw. dem Kollektor des Steuertransistors 721 par-
F i g. 2 wird nun im folgenden nähei erläutert: allel geschaltet sind.
Es sei angenommen, daß sich die Flipflop-Schal- Bei monolithischer Integrierung der Schaltung
tung in einem solchen stabilen Zustand befindet, daß nach Fig. 5 können Koppeltransistor 741 und
der Schalttransistor 711 durchgestcuert und somit Steuertransistor 721 vorteilhaft zu einem Doppel-
der Schalttransistor 712 zwangsweise gesperrt ist. 60 emittertransistor 751 zusammengefaßt werden, wie
Dann ist der Hilfstransiitor 731 ebenfalls gesperrt, dies in Fig. 6 gezeigt ist.
und der Hilfstransistor 732 ist fast durchge.steuert. Eine andere Schaltungsart für einen als Transistor
Solange kein Eingangssignal auftritt, ist der Konden- betriebenen Koppeltransistor ist in F i g. 7 gezeigt,
sator Cl entladen, wahrend der Kondensator C2 Hier liegt der Emitter des Koppeltransistors 761
über den Hilfstransistor 732 v\i einige 100 mV auf- 65 ebenfalls wie in Fig. 5 der Emitter des Koppelgeladen
ist. Somit ist die Information über diesen transistors 741 am Steuereingang S und die Basis
Schaltzustand der Flipflop-Schaltung in den beiden des Koppeltransistors an der Basis des Steuer-Kondensatoren
eindeutig gespeichert. transistors. Der Kollektor liegt jedoch an der Basis
ies Schalttransistors Γ11. Das Kollektorpotential
ies Koppeltransistors Γ 61 verhalt sich somit zum Kollektorpotential des Koppeltransistors Γ41 nach
F i g. 5 zeitlich invers.
In den Schaltungen nach den F i g. 5 und 7 können Kollektor und Emitter der Koppeltransistoren
auch vertauscht werden. Die Koppeltransistoren können auch von zu den Steuer- und Schalttransistoren komplementärem Leitungstyp sein.
Sollen keine Halbleiterschichten oder -zonen zur Realisierung der Kondensatoren C1 und Cl herangezogen
werden, so können diese in weiterer Ausgestaltung der Erfindung als Metall-Oxyd-Silizium-Kapazitäten
ausgebildet werden.
In F i g. 8 ist eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Flipflop-Schaltung gezeigt, die bei allen
bisher erläuterten Schaltungsvarianten anwendbar ist. Es ist wiederum der Einfachheit halber nur eine
Hälfte gezeichnet. Die Schaltung einer Hälfte ist um den Zusatztransistor Γ 71 erweitert. Er ist so angeschlossen,
daß sein Emitter an Bezugspotential liegt, sein Kollektor an der Basis des Steuertransistors T21
und seine Basis an der Basis des Schalttransistors TIl angeschlossen ist. Die beiden in der Flipflop-Schaltung
vorhandenen Zusatztransistoren sind je nach ihrem Schaltzustand durchgesteuert oder gesperrt
und tragen zu einer eindeutigeren Entladung der Kondensatoren Cl und Cl bei.
Die Arbeitswiderstände R1 und R1 können, besonders
im Falle hoher Widerstandswerte, durch Transistoren ersetzt werden, die als Konstant-Stromquellen
geschaltet sind. Im Falle bipolarer Transistoren ersetzt ihre Kollektor-Emitter-Strecke die
Verbindung zwischen den Schalttransistorkollektoren und der Betriebsspannung +UB, während die Basis
dieser Transistoren von einem konstanten Strom gespeist wird.
Auch Feldeffekttransistoren können die Arbeitswiderstände ersetzen. Hierbei ergibt sich die weitere
Möglichkeit, entweder diese Feldeffekttransistoren als hochohmige Widerstände oder ebenfalls als Konstantstromquellen
zu betreiben. Es sind sowohl Sperrschicht-Feldeffekttransistoren als auch Isolierschicht-Feldeffekttransistoren,
insbesondere Metall-Oxyd-Feldeffekttransistoren geeignet.
Über die Arbeitswiderstände R1 und R 2 oder die
als Konstantstromquellen geschalteten Transistoren fließen dabei sehr geringe Ströme, insbesondere
Ströme kleiner als 1 μΑ.
Bei der monolithischen Integrierung der erfindungsgemäßen
Flipflop-Schaltung ist es besonders vorteilhaft, wenn die Hilfstransistoren T 31 und T 32
als laterale pnp-Transistoren ausgebildet sind, während die übrigen Transistoren der Flipflop-Schaltung
übliche npn-Transistoren darstellen. In diesem Falle wird zweckmäßigerweise die Baciszone des jeweiligen
Hilfstransistors Γ 31 bzw. Γ 32 der einen Flipflop-Hälfte zugleich als Kollektorzone der zugeordneten
npn-Steuer- und Schalttransistoren T12 und T 22 bzw. TIl und T 21 der anderen Flipflop-Hälfte
ausgebildet.
Auch wird die Wirkungsweise der Schaltung günstig beeinflußt, wenn die Basis-Emitter-Schwellspannung
der als Hilfstransistoren eingesetzten Transistoren um mindestens 10 mV kleiner ist als die
Basis-Emitter-Schwellspannung der als Schalttransistoren verwendeten Transistoren.
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Flipflop-Schaltung
sind insbesondere darin zu sehen, daß sie über einen weiten Betriebsspannungsbereich und
einen hinsichtlich der Eingangsimpulsamplitude ebenfalls großen Bereich sicher arbeitet. Ferner ist
S diese Schaltung auch noch bei sehr geringen, in den einzelnen Transistoren fließenden Strömen absolut
betriebssicher. Es wurde ein sicheres Arbeiten auch noch bei Strömen in der Größenordnung von 100 nA
festgestellt. Selbst bei diesen geringen, in der jeweils
ίο durchgesteuerten Flipflop-Hälfte fließenden Strömen
sind die beiden Schaltzustände noch eindeutig ausgebildet, d. h. eine Flipflop-Hälfte ist eindeutig
durchgesteuert und die andere ist eindeutig gesperrt. Auf Grund dieser sehr günstigen Eigenschaften
auch bei geringsten Strömen ist die erfindungsgemäße Flipflop-Schaltung unter anderem besonders
geeignet, als Grundbaustein einer binären Zählkette für quarzgesteuerte Uhren zu dienen. Der geringe
in der Größenordnung von einigen μ Α liegende Ge-
»0 Samtstromverbrauch einer solchen bis zu 14stufigen Binärzählerkette ermöglicht die Verwendung von
üblichen sogenannten Knopfzellen als Gleichspannungsquclle zum Betrieb dieser Uhren. Auch quarzgesteuerte
Armbanduhren können mit einer aus der
as erfindungsgemäßen Flipflop-Schaltung aufgebauten Binärzählerkette an einer solchen Knopfzelle etwa
1 Jahr lang ^«trieben werden.
Ein weiteres Anwendungsgebiet der erfindungsgemäßen Flipflop-Schaltung stellen Binärfrequenzteiler
zum Einsatz in elektronischen Orgeln dar. Auch hier macht sich die Eigenschaft der erfindungsgemäßen
Flipflop-Schaltung, mit geringen Strömen betreibbar zu sein, vorteilhaft bemerkbar. Auch
digitale Rechenautomaten können mit der erfin-
dungsgemäßen Flipflop-Schaltung als Grundbaustein für Zähler, Schieberegister, Zuordner und Speicher
usw. aufgebaut werden.
Claims (20)
1. Monolithisch integrierbare bistabile Flipflop-Schaltung
mit zwei gleichartig aufgebauten Hälften, die jeweils einen Schalttransistor und einen
Steuertransistor gleichen Leitungstyps enthalten, deren Kollektoren miteinander sowie deren
Emitter miteinander und mit Bezugspotential verbunden sind, wobei jeweils die Basis des
Schalttransistors der einen Flipflop-Hälfte r.m über einen Arbeitswiderstand an Betriebsspannung
liegenden Kollektor des Schalttransistors der anderen Flipflop-Hälfte und wobei die Basen
der Steuertransistoren über jeweils einen Kondensator an einem gemeinsamen Steuereingang
angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß in jeder Flipflop-Hälfte jeweils der Kollektor eines zu den Schalt- und Steuertransistoren
(TIl, T12; T 21, Γ 22) komplementären
Hilfstransistors (T 31; T 32) an der Basis des Steuertransistors (T 21; T 22), daß jeweils der
Emitter des Hilfstransistors am Kollektor des Schalttransistors (TIl, T12) und daß jeweils die
Basis des Hilfstransistors direkt oder über mindestens einen Widerstand (R 3, R 41, .R 42) an
Bezugspotential oder daß jeweils die Basis des Hilfstransistors direkt oder über je einen Widerstand
(R51, RSl) an die Basis des Schalttransistors
angeschlossen ist (F i g. 1 und 2).
2. Flipflop-Schaltung nach Anspruch I, bei tier die Hasen der Hilfstransistoren über mindestens
einen Widerstand an Bezugspotential angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Basen
unter Zwischenschaltung je eines Widerstandes *R4\, R41) miteinander verbunden sind und
utter einen weiteren Widerstand (R 3) an Be/.ugspolcntial
liegen.
3. Flipllop-Schaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Basen der 1 Ulfs- in
transistoren direkt miteinander verbunden sind und über einen Widerstand (ft 3) an Bezugspotential liegen.
4. Flipflop-Schaltung nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Basen der Hilfstransistoren
über jeweils einen Widerstand (ft 41.
R 41) an Bezugspotential liegen.
5. Flipflop-Schaltung nach einem der Ansprüche
I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensatoren (Cl, C2) von in Sperrichtung
betriebenen pn-Übergängen gebildet sind.
ft. Flipfiop-Schaltung nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet, daß die in Speriichtung
betriebenen pn-Übergänge von als Dioden (0 1) geschalteten Transistoren gebildet sind (Fig. 3).
7. Flipflop-Schaltung nach einem der Ansprüche I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kondensatoren (Cl, C2) von in Flußrichtung betriebenen pn-Übergängen gebildet sind.
8. Flipflop-Schaltung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die in Flußrichtung
betriebenen pn-Übergänge von als Dioden (D 2) geschalteten Transistoren gebildet sind (Fig. 4).
l). Flipflop-Schaltung nach Anspruch 7. dadurch
gekennzeichnet, daß jeweils die Basis eines Koppeltransistors (T41) vom Steuertransistorlcitungstyp
an der Steuertransistorbasis, daß der Koppeltransistoremitter am Steuereingang (S) und
daß der Koppeltransistorkollektor am Steuertransistorkollektor angeschlossen ist (F i g. 5).
K). Flipflop-Schaltung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils Steuertransistor
und Koppeltransistor (T9) zu einem Doppelemittertransistor (TSl) vereinigt sind
(Fig. 6).
11. Flipflop-Schaltung nach Anspruch 7. dadurch gekennzeichnet, daß jeweils die Basis eines
Koppeltransistors (Γ61) vom Steuertransistorleitungstyp
an der Steuertransistorbasis, daß der Koppeltransistorkollektor an der Schalttransistorbasis
und daß der Koppeltransistoremitter am Steuereingang angeschlossen ist (Fig. T).
12. Flipflop-Schaltung nach einem der Ansprüche
I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensatoren (Cl. Cl) son Metall-Oxvd-Siliziuni-Kapazitiiten
gebildet sind.
13. Flipflop-Schaltung nach einem der Ansprüche I bis 12. dadurch gekennzeichnet, dal1·
in jeder Flipflop-Hälftc jeweils der Fniitter eine-Zusatztransistors
(TTl) vom Steuerliansistorleitungstyp
an Bezugspotential, daß jeweils dessen Kollektor an der Steuertransistorbasis und
daß jeweils die Zusatztransistorbasis an der Schaltlransistorbasis angeschlossen ist (Fig. S).
14. Flipllop-Schaltung nach einem der Ansprüche
I bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitswiderstände (R 1, Rl) durch als Konstantstromquellcn
geschaltete Transistoren ersetzt sind.
\5. Flipflop-Schaltung nach einem der Ansprüche
I bis 13. dadurch gekennzeichnet, dal1'
die Arbeitswiderstände durch als konstantstem
quellen oder als Widerstände betriebene Feldeffekttransistoren ersetzt sind.
I ft. Flipllop-Schaltung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß über die
Arbeitswiderstände (R 1; RT) oder die als Konstantstromc|uellcn
geschalteten Transistoren jeweils ein Strom kleiner als I 11Λ Hießt.
17. Flipflop-Schaltung nach einem der Ansprüche
I bis 16. dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfstransistoren (731. 732) als laterale
pnp-Transistoren ausgebildet sind und daß jeweils die Basiszone des Hilfstransistors (Γ31;
-T32) der einen Flipflop-Hälfte zugleich Kollektorzone der npn-Steuer- und Schalttransistoren
der anderen Flipflop-Hälfte ist.
18. Flipflop-Schaltung nach einem der An Sprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß
die Basis-Emitter-Schwellspannung der als Hilfstransistoren verwendeten Transistoren um mindestens
10 mV kleiner als die Basis-F.mitter-Schwellspannung der als Schalttransistoren verwendeten
Transistoren ist.
1(). Flipflop-Schaltung nach einem der Ansprüche
I bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Flipllop-Stufen in einem gemeinsamen
Halbleiterkörper nach Art eines Ringzählers oder einer Binärzählerkette untergebracht sind.
20. Flipflop-Schaltung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitswiderstände
oder die als Konstantstromquellen geschalteten Transistoren der einzelnen in einem
gemeinsamen Halbleiterkörper untergebrachten Flipflop-Stufen derart dimensioniert sind, daß
über sie entsprechend der Frequenz der in den einzelnen Stufen zu zählenden Impulse verschieden
hohe Ströme Hießen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
109 682/34
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1963225C true DE1963225C (de) | 1972-01-05 |
Family
ID=
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