DE19632590C1 - Stromschleifen-Sensoranordnung - Google Patents
Stromschleifen-SensoranordnungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Stromschleifen-Sensor
anordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Sensoranord
nungen dieser Art werden beispielsweise in Schaltmattenanord
nungen zur Erkennung mechanischer Belastungen, z. B. in Form
von Trittschaltmatten, und in Schaltleistenanordnungen ver
wendet, die beispielsweise als Einklemmschutz oder zum Perso
nenschutz bei beweglichen Maschinenteilen eingesetzt werden.
Gebräuchliche Stromschleifen-Sensoranordnungen sind meist als
2-Leiter-Systeme oder 4-Leiter-Systeme ausgelegt.
Sicherheitsschaltleistenanordnungen mit derartigen
Stromschleifen-Sensoranordnungen sind z. B. in der nachveröffentlichten
DE 196 02 744 A1 und der DE 43 00 494 A1
beschrieben.
Ein Problem der Stromschleifen-Sensoranordnungen besteht dar
in, Stromführungszustände auf den einzelnen Stromleiterele
menten, die durch Systemfehler, insbesondere Leitungsunter
brechungen und paarweise Leitungskurzschlüsse, verursacht
sind, von denjenigen zu unterscheiden, die durch Leitungskon
taktierungen aufgrund mechanischer Belastungseinwirkungen,
insbesondere Druckeinwirkungen, auf das mit dem Stromschlei
fennetz versehene Sensorelement verursacht sind. Beim Zwei
leiterprinzip ist eine sichere Fehlererkennung bezüglich des
Sensorelementes prinzipbedingt kaum möglich. Wünschenswert
ist jedoch eine möglichst sichere Erkennung von Einfachfeh
lern, welche die häufigsten Fehler sind. Herkömmliche Systeme
beschränken sich in der einfehlersicheren Gestaltung meist
auf den Signalauswerteteil und bei Verwendung des Vierleiter
prinzips gegebenenfalls auf die Signalübertragung, ohne eine
Einfehlererkennung für das Sensorelement selbst zu ermögli
chen.
Der Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstel
lung einer Stromschleifen-Sensoranordnung der eingangs ge
nannten Art zugrunde, welche mit vergleichsweise geringem
Aufwand eine Erkennung von Fehlern aufgrund von Leitungsun
terbrechungen oder paarweisen Leitungskurzschlüssen im Strom
schleifennetz des Sensorelementes und damit auch die Unter
scheidung des auf den zu detektierenden mechanischen Bela
stungszustand des Sensorelementes zurückzuführenden Stromfüh
rungszustands des Stromschleifennetzes von derartigen Fehler
zuständen ermöglicht.
Die Erfindung löst dieses Problem durch die Bereitstellung
einer Stromschleifen-Sensoranordnung mit den Merkmalen des
Anspruchs 1. Diese Anordnung beinhaltet ein 3-Leiter-System
als Stromschleifennetz, wobei die drei Stromleiterelemente an
einem anschlußfernen Knoten elektrisch miteinander verbunden
sind. Die Auswerteeinheit beaufschlagt einen ersten der drei
Stromleiterelemente direkt und die beiden anderen Strom
leiterelemente über jeweilige Vorwiderstände mit vorgebbaren
Betriebsspannungen und greift die an den Anschlüssen der bei
den über die Vorwiderstände spannungsbeaufschlagten Stromlei
terelemente anliegenden Spannungen als Meßspannungen ab.
Durch diesen Aufbau äußern sich Einfachfehler im
3-Leiter-Stromschleifennetz, d. h. ein Kurzschluß zwischen zwei Strom
leiterelementen oder eine Leitungsunterbrechung eines Strom
leiterelementes, in unterschiedlichen Spannungszuständen der
Meßspannungen, so daß die verschiedenen Einzelfehler durch
Auswertung der beiden Meßspannungen voneinander unterschieden
werden können. Zudem unterscheiden sich die auf solchen
Stromschleifenfehlern beruhenden Meßspannungen von dem Meß
spannungspaar, das sich für denjenigen Stromführungszustand
des Stromschleifennetzes ergibt, der aus einer regulären, zu
detektierenden Betätigung des Sensorelementes resultiert, die
einen Kurzschluß aller drei im Sensorelement nebeneinander
liegenden Stromleiterelemente hervorruft, so daß Betätigungen
des Sensorelementes einfehlersicher detektiert werden können.
Bei einer nach Anspruch 2 weitergebildeten Stromschleifen-Sensor
anordnung sind die zu den beiden Meßspannungen gehöri
gen Stromleiterelemente über definiert vorgebbare Endwider
stände mit dem übrigen Stromleiterelement verknüpft, was die
Auswertung der Meßspannungen erleichtert.
In einer speziellen Systemauslegung nach Anspruch 3 sind
gleich große Vorwiderstände und voneinander verschiedene Be
triebsspannungen gewählt. Zur unterscheidenden Erkennung al
ler möglichen Einzelfehler ist die Auswerteeinheit unter der
Voraussetzung gleich großer Endwiderstände auf die Erkennung
von fünf unterschiedlichen Spannungspegeln für die Meßspan
nungen auszulegen.
Bei einer Systemauslegung nach Anspruch 4 sind unterschied
lich große Vorwiderstände vorgesehen, an die jedoch gleiche
Betriebsspannungen angelegt werden, die von derjenigen für
den übrigen Stromleitungsabschnitt verschieden sind. Bei die
ser Dimensionierung erfordert die sichere Einfehlererkennung
nur die Fähigkeit der Unterscheidung von vier verschiedenen
Spannungspegeln der jeweiligen Meßspannung durch die Auswer
teeinheit.
Bei einer nach Anspruch 5 weitergebildeten Stromschleifen-Sensor
anordnung erfolgt die Auswertung der Meßspannungen in
der Auswerteeinheit in digitaler Form, wozu die Auswerteein
heit eine A/D-Wandlerstufe für jede der beiden Meßspannungen
besitzt, deren digitales Ausgangssignal indikativ für die Art
eines eventuell aufgetretenen Einfachfehlers im Stromschlei
fennetz bzw. eine reguläre Sensorelementbetätigung ist.
Bei einer nach Anspruch 6 weitergebildeten Stromschleifen-Sensor
anordnung liegt eine redundante Systemauslegung vor,
bei der die Auswerteeinheit aus zwei gleichen Systemteilen
besteht, die jeweils einer Meßspannung zugeordnet sind. Diese
Systemauslegung bietet eine erhöhte Funktionszuverlässigkeit.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist in den
Zeichnungen dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.
Hierbei zeigen:
Fig. 1 ein Ersatzschaltbild eines Sensorelementes und des
eingangsseitigen Teils einer Auswerteeinheit einer
Stromschleifen-Sensoranordnung nach dem
3-Leiter-Prinzip,
Fig. 2 ein schematisches Blockschaltbild der gesamten Strom
schleifen-Sensoranordnung mit Sensorelement und nach
geschalteter Auswerteeinheit und
Fig. 3 ein Schaltbild einer von zwei in der Auswerteeinheit
von Fig. 2 vorgesehenen A/D-Wandlerstufen.
Die gezeigte Stromschleifen-Sensoranordnung eignet sich zur
Verwendung in Schaltleisten- und Schaltmattenanordnungen, wie
sie beispielsweise zum Personenschutz an Schließkanten beweg
licher Maschinenteile und bei Schaltmatten, die das Betreten
durch eine Person sensieren, zum Einsatz kommen. Wie aus Fig.
1 zu erkennen, beinhaltet die Sensoranordnung ein Sensorele
ment 1, das als Schaltleiste oder Schaltmatte ausgeführt sein
kann und ein Stromschleifennetz 2 enthält. Das Stromschlei
fennetz 2 besteht aus drei Stromleiterelementen S1, S2, S3,
die an ihrem einen Ende zu einem jeweils zugehörigen Lei
tungsanschluß A1, A2, A3 des Sensorelementes 1 geführt und an
ihrem anderen, anschlußfernen Ende über einen gemeinsamen
Knoten 4 miteinander elektrisch verbunden sind. Dabei ist ein
erstes Stromleiterelement S1 direkt zu dem Knoten 4 geführt,
während ein zweites Stromleiterelement S2 und das dritte
Stromleiterelement S3 über je einen Endwiderstand 5, 6 mit
gleich großem Widerstandswert Ra an den Knoten 4 angeschlos
sen sind.
Die drei Stromleiterelemente S1, S2, S3 sind räumlich eng be
nachbart so positioniert, daß sie im mechanisch unbelasteten
Zustand des Sensorelementes 1 nur über den gemeinsamen Knoten
4 miteinander elektrisch in Verbindung stehen, während sie
sich unter einer zu detektierenden mechanischen Druckeinwir
kung auf das Sensorelement 1 aufeinanderzubewegen und es da
durch zu einem Kurzschluß zwischen allen drei Stromleiterele
menten S1, S2, S3 kommt. Dazu sind die Stromleiterelemente
S1, S2, S3 als flexible, elektrisch leitende Streifen oder
Platten realisiert und parallel zur Richtung der zu sensie
renden mechanischen Druckkräfte auf das Sensorelement 1 sta
pelförmig unter Zwischenfügung elastischer Abstandshalter
übereinandergelegt. Die genannte Kurzschlußfähigkeit der
Stromleiterelemente S1, S2, S3 ist in Fig. 1 durch zwei ent
sprechende Kurzschlußschalter K1, K2 symbolisiert, wobei das
Einwirken einer zu detektierenden Druckkraft dem Fall ent
spricht, daß die beiden Kurzschlußschalter K1, K2 geschlossen
sind, während sie im unbelasteten Sensorelementzustand offen
sind.
Die je nach dem mechanischen Belastungszustand des Sensorele
mentes 1 unterschiedlichen Stromführungszustände der einzel
nen Stromleiterelemente S1, S2, S3 werden von einer nachge
schalteten Auswerteschaltung 3 erfaßt, deren eingangsseitiger
Teil in Fig. 1 angedeutet ist. Wie daraus ersichtlich, beauf
schlagt die Auswerteschaltung 3 das erste, direkt an den ge
meinsamen Knoten 4 geführte, räumlich mittlere Stromleiter
element S1 über dessen Anschluß A1 mit einer ersten Betriebs
spannung V1, die z. B. Erdpotential, d. h. V1=0V, sein kann.
Des weiteren beaufschlagt sie die beiden anderen Stromlei
terelemente S2, S3 über jeweilige Vorwiderstände R1, R2 mit
einer zweiten V2 bzw. einer dritten Betriebsspannung V3. Als
für die Stromführungszustände der Stromleiterelemente S1, S2,
S3 indikative Meßgrößen greift die Auswerteschaltung 3 die
sich am Anschluß A2 des zweiten Stromleiterelementes S2 erge
bende Spannung U1 und die sich am Anschluß A3 des dritten
Stromleiterelementes S3 ergebende Spannung U2 als Meßspannun
gen ab.
Im unbelasteten Sensorelementzustand besitzt im fehlerfreien
Fall die erste Meßspannung U1, d. h. diejenige am Anschluß A2
des zweiten Stromleiterelementes S2, einen zwischen der er
sten V1 und der zweiten Betriebsspannung V2 liegenden Wert,
und entsprechend besitzt die zweite Meßspannung U2, d. h. die
jenige am Anschluß A3 des dritten Stromleiterelementes S3,
einen zwischen der ersten V1 und der dritten Betriebsspannung
V3 liegenden Wert. Die genauen Spannungswerte hängen von der
Dimensionierung der Vor- und Endwiderstände R1, R2, 5, 6 ab,
wobei im allgemeinen Fall die Endwiderstände 5, 6 selbstver
ständlich nicht zwingend gleich groß gewählt zu sein brau
chen.
Bei Betätigung des Sensorelementes 1, d. h. bei mechanischer
Druckeinwirkung auf dasselbe, nehmen die Meßspannungen U1, U2
aufgrund des Kurzschlusses aller drei Stromleiterelemente S1,
S2, S3 den Spannungswert der ersten Betriebsspannung V1 an.
Es versteht sich, daß hier und im folgenden nur der Über
sichtlichkeit halber nicht explizit auf ohmsche Verluste in
den Leitungen selbst eingegangen wird, die in der praktischen
Durchführung natürlich durch entsprechende Dimensionierung
der Schaltung berücksichtigt werden.
In dem Stromschleifennetz 2 und auf dem Signalübertragungsweg
zwischen Sensorelement 1 und Auswerteschaltung 3 können nun
verschiedene Leitungsfehler auftreten, die Änderungen der
Meßspannungen U1, U2 hervorrufen, welche nicht durch eine
Sensorelementbetätigung bedingt sind. Besonders bei Personen
schutzsystemen ist es wünschenswert oder erforderlich, daß
das System wenigstens gewisse Arten von Leitungsfehlern er
kennen kann und nicht fälschlicherweise auf eine Sensorele
mentbetätigung schließt oder gar seine Bereitschaft zur De
tektion von Sensorelementbetätigungen verliert, ohne dies
selbst zu erkennen und anzuzeigen. In Erfüllung dieses Bedarf
ermöglicht die Stromschleifen-Sensoranordnung eine Erkennung
von Einfachfehlern in Form von Leitungsunterbrechungen und
paarweisen Kurzschlüssen zwischen je zwei Stromleitungsab
schnitten S1, S2, S3 bzw. deren Anschlußleitungen.
Fig. 2 zeigt schematisch die Schaltungsstruktur der solcher
maßen einfehlersicher ausgelegten Stromschleifen-Sensor
anordnung. Wie gestrichelt angedeutet, besitzt die Sensoran
ordnung eine zweikanalige Struktur mit einem ersten Kanal,
welcher den zur ersten Meßspannung U1 gehörigen Sensorele
mentteil 1a und einen nachgeschalteten, ersten Teil 3a der
Auswerteeinheit 3 umfaßt, sowie einem zweiten Kanal, welcher
den zur zweiten Meßspannung U2 gehörigen Sensorelementteil 1b
und den nachgeschalteten, zweiten Teil 3b der Auswerteeinheit
3 beinhaltet. Wie aus Fig. 2 zu erkennen, sind die beiden
Teile 3a, 3b der Auswerteeinheit 3 von gleichem Aufbau, wo
durch sich eine zuverlässigkeitserhöhende Redundanz ergibt.
Diese redundante Systemauslegung wird des weiteren durch die
spezifische Art der Meßsignalauswertung unterstützt, auf die
nachfolgend näher eingegangen wird.
Die beiden, vom Sensorelement 1 gelieferten Meßspannungen U1,
U2 werden zunächst in je einer A/D-Wandlerstufe 7a, 7b der
Auswerteeinheit 3 in eine digitale Signalinformation umgewan
delt. In Fig. 3 ist der Aufbau der beiden im wesentlichen
baugleichen A/D-Wandlerstufen dargestellt. Das vom entspre
chenden Sensorelementteil 1a, 1b abgenommene Meßsignal U1, U2
wird zunächst mittels einer Spannungsteilerstufe 9 und einer
Komparatorstufe 10 digitalisiert, wobei sich die Dimensionie
rung dieser beiden Stufen 9, 10 nach der Dimensionierung des
Sensorelementes 1 und der Vorwiderstände R1, R2 sowie der Be
triebsspannungen V1, V2, V3 richtet. Zwei für die Signalaus
wertung besonders einfache Dimensionierungen bestehen darin,
bei einer ersten Variante die beiden Endwiderstände 5, 6 und
die beiden Vorwiderstände R1, R2 sämtlich gleich groß und die
zweite V2 und dritte Betriebsspannung V3 unterschiedlich po
sitiv gegenüber der auf Erdpotential liegenden ersten Be
triebsspannung V1 zu wählen, während bei einer zweiten Vari
ante die zweite V2 und die dritte Betriebsspannung V3 gleich
groß und von der ersten Betriebsspannung V1 verschieden sowie
die beiden Endwiderstände gleich groß, jedoch die beiden Vor
widerstände R1, R2 unterschiedlich groß gewählt werden.
Bei der ersten Variante muß jeder Auswertekanal 3a, 3b zur
einfehlersicheren Detektion von Sensorelementbetätigungen
fünf unterschiedliche Spannungspegel seiner Meßspannung un
terscheiden können, während bei der zweiten Variante die Un
terscheidung von vier verschiedenen Spannungspegeln aus
reicht. Für den letztgenannten Fall ist die in Fig. 3 spezi
ell gewählte Schaltungsdimensionierung gedacht. Die unter
schiedlichen Spannungspegel für die jeweiligen Meßspannungen
U1 bzw. U2 ergeben sich aus sechs möglichen Einfachfehlern.
Drei dieser Fehler beziehen sich auf eine Leitungsunterbre
chung jeweils eines der drei Stromleiterelemente S1, S2, S3,
während sich die drei anderen Fehler auf einen paarweisen
Kurzschluß von jeweils zwei der drei Stromleiterelemente be
ziehen. Die Unsymmetrie des ersten S1 und des dritten Strom
leiterelementes S3 hinsichtlich Vorwiderstand R1, R2 und/oder
Betriebsspannung V2, V3, wie sie in den beiden oben genannten
Spezialfällen gegeben ist, gewährleistet die elektrische Er
kennbarkeit eines paarweisen Kurzschlusses des zweiten S2 mit
dem dritten Stromleiterelement S3.
Entsprechend der genannten zweiten Variante sind folglich
vier Meßspannungspegel voneinander in digitaler Form durch
die A/D-Wandlerstufe von Fig. 3 zu diskriminieren, wozu die
Spannungsteilerstufe 9 jeweils mit vier geeignet dimensio
nierten Widerständen R3, R4, R5, R6 bestückt ist. Die drei
Zwischenspannungen der Spannungsteilerstufe 9 sind dem nega
tiven Eingangsschluß je eines Komparators 10a, 10b, 10c der
Komparaturstufe 10 zugeführt, an deren positiven Eingangsan
schluß die Meßspannung U1 bzw. U2 angelegt ist. Mit einer an
schließenden Inverterstufe 11 wird zu jedem Komparatoraus
gangssignal Q1, Q2, Q3 zusätzlich das dazu invertierte Signal
Q1, Q2, Q3 generiert. Die dadurch bereitgestellten sechs di
gitalen Signale werden von einer nachfolgenden UND-Logikstufe
12 bestehend aus vier parallel angeordneten UND-Gattern 12a,
12b, 12c, 12d zu spezifischen digitalen Signalinformationen
umgewandelt, die indikativ für den Stromführungszustand des
betreffenden Sensorelementteils 1a bzw. 1b sind.
Der UND-Logikstufe 12 liegt dabei die in Fig. 3 als Insert
gezeigte Signalzustandstabelle zugrunde, die aus einer Analy
se der bei Auftreten der jeweiligen Leitungsfehler oder einer
regulären Sensorelementbetätigung auftretenden Meßspannungs
pegel gewonnen wird. Speziell liegen alle drei Komparatoraus
gangssignale Q1, Q2, Q3 auf niedrigem Pegel, wenn im betref
fenden Sensorelementteil 1a bzw. 1b ein fehlerhafter paarwei
ser Leitungskurzschluß auftritt oder wenn sich eine reguläre
Sensorelementbetätigung ereignet hat. Der normale, fehler
freie Betriebszustand mit unbelastetem Sensorelement liegt
vor, wenn nur das erste Komparatorausgangssignal Q1 auf hohem
Pegel liegt. Wenn zusätzlich das zweite Komparatorausgangs
signal Q2 auf hohem Pegel liegt, handelt es sich um einen
Querschluß, d. h. einen Kurzschluß zwischen dem zweiten S2 und
dem dritten Stromleiterelement S3. Wenn alle drei Komparator
ausgangssignale Q1, Q2, Q3 auf hohem Pegel liegen, liegt ein
Kabelbruch, d. h. eine Leitungsunterbrechung im zugehörigen
Sensorelementteil 1a bzw. 1b vor. Andere Kombinationen von
Komparatorausgangssignalen treten nicht auf.
Die UND-Logikstufe 12 setzt diese Zustandstabelle in geeigne
ter Weise um, indem jedes der vier UND-Gatter 12a bis 12d
drei der sechs digitalen Signale an der Ausgangsseite der
Komparator- und Inverterstufe 10, 11 miteinander logisch UND-
verknüpft. Das Ausgangssignal eines ersten UND-Gatters 12a
ist dann indikativ für eine Leitungsunterbrechung im betref
fenden Sensorelementteil 1a bzw. 1b, während das Ausgangs
signal eines zweiten UND-Gatters 12b einen Kurzschluß des
zweiten S2 mit dem dritten Stromleitungselement S3 anzeigt.
Das Ausgangssignal eines dritten UND-Gatters 12c zeigt an, ob
das Meßsignal im wesentlichen auf das Potential der ersten
Betriebsspannung V1 gefallen ist, was ggf. bedeutet, daß ent
weder ein fehlerhafter paarweiser Leitungskurzschluß oder ei
ne reguläre Sensorelementbetätigung vorliegt. Das Ausgangs
signal des vierten UND-Gatters 12d ist hingegen indikativ für
den normalen, fehlerfreien Betriebszustand mit unbelastetem
Sensorelement 1. Da es sich bei den vier genannten Stromfüh
rungszuständen des betreffenden Stromleiterelementes und da
mit den betreffenden Betriebszuständen um sich ausschließende
Bedingungen handelt, sollte bei störungsfreiem Betrieb nur
eines der vier Ausgangssignale der UND-Gatter 12a bis 12d ak
tiviert sein. Dies wird mit einem zusätzlichen Logikgatter 13
überwacht, das eine interne Störung anzeigt, wenn fälschli
cherweise mehrere der vier Ausgangssignale der UND-Gatter 12a
bis 12d aktiviert sind.
Die weitere Verarbeitung der digitalen Signalinformationen
der jeweiligen A/D-Wandlerstufe 7a, 7b wird nachfolgend wie
der unter Bezugnahme auf Fig. 2 erläutert. Zum einen werden
die vier Ausgangssignale der UND-Logikstufe 12 der jeweiligen
A/D-Wandlerstufe 7a, 7b einer nachgeschalteten Störungslogik
einheit 14a, 14b zugeführt. Zum anderen wird das Ausgangs
signal des vierten UND-Gatters 12d, das aktiviert ist, wenn
eine reguläre Sensorelementbetätigung oder ein paarweiser
Leitungskurzschluß im betreffenden Sensorelementteil 1a bzw.
1b nicht vorliegt, einerseits einer jeweiligen Relaisansteu
ereinheit 15a, 15b als Sensorelementbetätigungssignal SB und
andererseits einem ersten Eingang eines im gleichen Kanal der
Auswerteeinheit 3 befindlichen dynamischen Vergleichers 8a,
8b zugeführt. Dem zweiten Eingang des jeweiligen dynamischen
Vergleichers 8a, 8b ist das entsprechende Ausgangssignal des
vierten UND-Gatters 12d der A/D-Wandlerstufe des jeweils an
deren Auswertekanals zugeführt.
Der jeweilige dynamische Vergleicher 8a, 8b vergleicht nun
die beiden Eingangssignale darauf, ob sie innerhalb eines
vorgebbaren Zeitfensters beide auf den aktivierenden Signal
pegel wechseln, wie er für den betreffenden Kanal von einer
regulären Sensorelementbetätigung oder einem fehlerhaften
paarweisen Leitungskurzschluß verursacht wird. Da das Auftre
ten eines solchen Kurzschlußfehlers innerhalb des vorgegebe
nen kurzen Zeitfensters in beiden Sensorelementteilen unab
hängig voneinander sehr unwahrscheinlich ist, schließt die
Auswerteeinheit 3 mittels ihres jeweiligen dynamischen Ver
gleichers 8a, 8b in diesem Fall darauf, daß eine reguläre
Sensorelementbetätigung vorliegt. Die Vorgabe des Zeitfen
sters berücksichtigt hierbei, daß auch bei regulärer Sensor
elementbetätigung die drei Stromleiterelemente S1, S2, S3 im
allgemeinen nicht exakt gleichzeitig kurzschließen, sondern
ggf. zunächst erst zwei und dann kurz danach das dritte der
Stromleiterelemente. Wenn hingegen der jeweilige dynamische
Vergleicher 8a, 8b innerhalb des Zeitfenster einen Pegelwech
sel des Ausgangssignals des dritten UND-Gatters 12c nur für
einen der beiden Auswertekanäle 3a, 3b feststellt, wird dies
als fehlerhafter, paarweiser Leitungskurzschluß im betreffen
den Sensorelementteil 1a bzw. 1b gewertet. Der jeweilige dy
namische Vergleicher 8a, 8b zeigt dies anhand eines entspre
chenden Ausgangssignals an, welches der im betreffenden Aus
wertekanal liegenden Störungslogikeinheit 14a bzw. 14b zuge
führt wird.
Die jeweilige Störungslogikeinheit 14a bzw. 14b stellt anhand
einer geeigneten logischen Verknüpfung der von der zugehöri
gen A/D-Wandlerstufe 7a bzw. 7b erzeugten, digitalen Si
gnalinformationen sowie dem vom zugehörigen dynamischen Ver
gleicher 8a bzw. 8b zugeführten Ausgangssignal fest, ob im
betreffenden Sensorelementteil 1a bzw. 1b ein Einfehlerzu
stand vorliegt und gibt bejahendenfalls ein fehlerindikatives
Störungs-Ausgangssignal an die betreffende Relaisansteuerein
heit 15a bzw. 15b ab. In der jeweiligen Relaisansteuereinheit
15a, 15b wird dieses Ausgangssignal der Störungslogikeinheit
14a bzw. 14b in geeigneter Weise logisch mit dem Sensorele
mentbetätigungssignal (SB) der zugehörigen A/D-Wandlerstufe
7a bzw. 7b logisch verknüpft, wobei das solchermaßen erhalte
ne Signal als Ausgangssignal zur Ansteuerung je eines Sicher
heitsrelais 16a, 16b dient, das die Endstufe des betreffenden
Teils 3a, 3b der Auswerteeinheit 3 bildet. Dabei sind jedem
Relais 16a, 16b die Ausgangssignale beider Relaisansteuerein
heiten 15a, 15b über je einen Eingang zugeführt. Die Sicher
heitsrelais 16a, 16b fungieren als Vergleicher, indem sie die
beiden zugeführten Ansteuersignale vergleichen und abhängig
davon einen jeweiligen Schaltzustand einnehmen, der anzeigt,
ob eine reguläre mechanische Betätigung des Sensorelementes 1
vorliegt oder nicht.
Das Vorsehen je einer Relaisansteuereinheit 15a, 15b und je
eines nachgeschalteten Sicherheitsrelais 16a, 16b in jedem
der beiden Auswertekanäle 3a, 3b dient wiederum der Bereit
stellung einer zuverlässigkeitserhöhenden Redundanz des Sy
stems. Die Sicherheitsrelais 16a, 16b können je nach Anwen
dungsfall als reine Anzeigeelemente, mit denen beispielsweise
eine Warnlampe ein- und ausgeschaltet werden kann, oder als
Sicherheitsschalter fungieren, mit denen der Betrieb eines
angeschlossenen Maschinenteils unterbrochen wird, wenn eine
Sensorelementbetätigung festgestellt wird.
Claims (7)
1. Stromschleifen-Sensoranordnung mit
- - einem Sensorelement (1) mit einem Stromschleifennetz (2), das mehrere Stromleiterelemente (S1, S2, S3) umfaßt, deren Stromführungszustände zur Detektion mechanischer Einwirkungen auf das Sensorelement über einen jeweiligen Leitungsanschluß (A1, A2, A3) abtastbar sind, und
- - einer Auswerteeinheit (3) zur Feststellung mechanischer Einwirkungen auf das Sensorelement (1) durch Auswertung der über die Anschlüsse (A1, A2, A3) abgetasteten Stromführungs zustände der Stromleiterelemente (S1, S2, S3),
dadurch gekennzeichnet, daß
- - das Stromschleifennetz (2) aus drei Stromleiterelementen (S1, S2, S3) besteht, die nebeneinanderliegend so positio niert sind, daß sie bei mechanischen Einwirkungen auf das Sensorelement (1) kurzgeschlossen werden, und die an einem anschlußfernen Knoten (4) elektrisch miteinander verbunden sind, und
- - die Auswerteeinheit (3) ein erstes (S1) der drei Stromlei terelemente mit einer vorgebbaren ersten Betriebsspannung (V1) und ein zweites (S2) sowie das dritte Stromleiterelement (S3) über je einen Vorwiderstand (R1, R2) mit einer zweiten (V2) bzw. einer dritten vorgebbaren Betriebsspannung (V3) be aufschlagt und die Spannungen (U1, U2) an den Anschlüssen (A2, A3) des zweiten (S2) und des dritten Stromleiterelemen tes (S3) als Meßspannungen erfaßt und zur Feststellung von Kurzschluß- und Leitungsunterbrechungsfehlern sowie von me chanischen Einwirkungen auf das Sensorelement (1) auswertet.
2. Stromschleifen-Sensoranordnung nach Anspruch 1, weiter da
durch gekennzeichnet, daß das zweite (S2) und das dritte
Stromleiterelement (S3) des Stromschleifennetzes (2) am an
schlußfernen Knoten (4) über Endwiderstände (5, 6) mit gleich
großem, vorgebbarem Widerstandswert (Ra) mit dem ersten
Stromleiterelement (S1) verbunden sind.
3. Stromschleifen-Sensoranordnung nach Anspruch 1 oder 2,
weiter dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Vorwiderstände
(R1, R2) denselben Widerstandswert besitzen und alle drei
vorgebbaren Betriebsspannungen (V1, V2, V3) voneinander ver
schieden sind.
4. Stromschleifen-Sensoranordnung nach Anspruch 1 oder 2,
weiter dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Vorwiderstände
(R1, R2) unterschiedliche Widerstandswerte besitzen und die
Betriebsspannungen (V2, V3) für das zweite (S2) und das drit
te Stromleiterelement (S3) gleich groß und von derjenigen
(V1) für das erste Stromleiterelement (S1) verschieden sind.
5. Stromschleifen-Sensoranordnung nach einem der Ansprüche 1
bis 4, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerteeinheit
(3) für jede der beiden Meßspannungen (U1, U2) eine eigene
A/D-Wandlerstufe (7a, 7b) besitzt, die für die unterschiedli
chen Meßspannungswerte bei Kurzschlußkontaktierungen zwischen
den Stromleiterelementen (S1, S2, S3) oder Unterbrechungen
jeweiliger Stromleiterelemente eine spezifische digitale Si
gnalinformation erzeugt.
6. Stromschleifen-Sensoranordnung nach Anspruch 5, weiter da
durch gekennzeichnet, daß die Auswerteeinheit (3) aus zwei
gleichen Teilen (3a, 3b) aufgebaut ist, von denen jeder einen
Auswertekanal für die zugehörige Meßspannung (U1, U2) bildet
und neben der A/D-Wandlerstufe (7a, 7b) eine Vergleicherstufe
(8a, 8b) beinhaltet, welche die digitalen Signalinformationen
der beiden A/D-Wandlerstufen hinsichtlich Kurzschlußereignis
sen zeitaufgelöst miteinander zwecks Unterscheidung mechani
scher Sensorelementeinwirkungen von Kurzschluß-Leitungsfeh
lern vergleicht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19632590A DE19632590C1 (de) | 1996-08-13 | 1996-08-13 | Stromschleifen-Sensoranordnung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19632590A DE19632590C1 (de) | 1996-08-13 | 1996-08-13 | Stromschleifen-Sensoranordnung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19632590C1 true DE19632590C1 (de) | 1998-03-05 |
Family
ID=7802504
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19632590A Expired - Fee Related DE19632590C1 (de) | 1996-08-13 | 1996-08-13 | Stromschleifen-Sensoranordnung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19632590C1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19935591A1 (de) * | 1999-08-02 | 2001-02-15 | Wiesemann & Theis Gmbh | Eingangsschaltung für binäre elektrische Eingänge |
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| US8493081B2 (en) | 2009-12-08 | 2013-07-23 | Magna Closures Inc. | Wide activation angle pinch sensor section and sensor hook-on attachment principle |
| US9234979B2 (en) | 2009-12-08 | 2016-01-12 | Magna Closures Inc. | Wide activation angle pinch sensor section |
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-
1996
- 1996-08-13 DE DE19632590A patent/DE19632590C1/de not_active Expired - Fee Related
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