DE19631145A1 - Vorrichtung zum Prüfen und Inspizieren eines Glaskörpers - Google Patents
Vorrichtung zum Prüfen und Inspizieren eines GlaskörpersInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Prüfen und
Inspizieren eines Glaskörpers und insbesondere einer zu
gehörigen Glaswand gemäß Anspruch 1.
In der Optik- und Elektronikbranche werden sehr hohe Anfor
derungen an die Qualität der einzelnen optischen Einrich
tungen oder Anzeigeelemente zum Abbilden oder zum Darstel
len von Informationen gestellt. Dies hat seine Ursache ins
besondere im gestiegenen Wettbewerb am Markt auf der Grund
lage eines wachsenden Kundenbewußtseins.
Aus diesem Grunde besteht bei der Produktion derartiger
Komponenten eine erhöhte Notwendigkeit, die entsprechenden
optischen Anzeigeelemente, insbesondere aber die im wesent
lichen transparenten Teile davon, vor der Endproduktion und
vor Inverkehrbringen auf Verunreinigungen oder Materialfeh
ler hin zu prüfen.
Dies betrifft zum Beispiel Linsen oder Spiegel für optische
Systeme wie Objektive oder dergleichen und insbesondere au
ch deren Rohlinge, aber auch die Grundkomponenten für An
zeigegeräte oder Displays wie Bildröhren und insbesondere
deren Front- oder Mattscheibe, welche in Monitoren oder Da
ten-Display-Geräten Anwendung finden. Insbesondere im letz
teren Fall ist der Wettbewerb auf dem Markt wegen der stei
genden Kundennachfrage an hochauflösenden und farbtreuen
Monitoren für den Einsatz in Computersystemen sehr stark
angestiegen.
Demzufolge wurden dazu verschiedene Verfahren, insbesondere
für den Fließbandbetrieb, beschrieben, welche die optischen
oder akustischen Eigenschaften der zu prüfenden Objekte aus
nutzen. Es ist zum Beispiel bekannt, Monitorfrontflächen
oder Mattscheiben einer optischen Kontrolle zu unterziehen,
um Produktionsrückstände, Verunreinigungen oder Material
fehler, die insbesondere in diesem, das Bild darstellenden
Bereich, sehr problematisch sind, detektieren zu können.
Oft geschieht das durch eine einfache Inaugenscheinnahme
durch eine prüfende Person direkt am Fließband oder der
verarbeitenden Anlage, oder aber es wird eine optische
Fernkontrolle über eine Kamera-Monitor-Einheit durchge
führt.
Bei all diesen Verfahren besteht die Schwierigkeit, daß
die jeweilige Inaugenscheinnahme ein personalintensiver und
aufgrund der Anstrengung, die mit dieser Tätigkeit verbunden
ist, fehlerbehafteter Arbeitsgang ist. Ferner können be
stimmte Fehler oder auch Verunreinigungen, wie zum Beispiel
sehr kleine Mikro-Einschlüsse oder -blasen, oder auch
Schlieren, welche im Inneren der Glaswandung einer Monitor
mattscheibe ausgebildet sein können und welche zu erhebli
chen Bildfehlern bei der Verwendung einer entsprechenden
Monitoreinheit Anlaß geben können, nicht erkannt werden.
Dies betrifft ebenfalls die unter Umständen sehr kleinen
Oberflächendefekte, nämlich die sogenannten "movable pits",
an der Innenseite der in weiteren Arbeitsgängen zu be
schichtenden Innenflächen einer Monitorfrontscheibe oder
-mattscheibe. Hier ist insbesondere im Hinblick auf eine
weitere Verbesserung und Erhöhung der Produktivität im Hin
blick auf hochauflösende Monitore eine sichere Detektion
derartiger Defekte zwingend erforderlich.
Ferner erscheint aufgrund des hohen Personalbedarfs für
herkömmliche Testsysteme die Automatisierung dieses Pro
zesses wünschenswert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung zum Inspizieren und Prüfen von Glaskörpern und
insbesondere von zugehörigen Glaswänden zu schaffen, mit
welcher die Glaskörper zeitsparend, mit hoher räumlicher
Auflösung und also mit niedriger Fehlerquote auf Verunrei
nigungen und Fehler, insbesondere auf Schlieren, geprüft
werden können.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung zum
Prüfen und Inspizieren eines Glaskörpers gemäß dem Anspruch
1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsge
mäßen Vorrichtung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe besteht darin, an
der Vorrichtung zum Prüfen und Inspizieren eine Belich
tungseinrichtung zum Belichten des Glaskörpers und eine Ab
bildungseinrichtung mit mindestens einer Kameraeinrichtung
zum optischen Abbilden des Glaskörpers vorzusehen. Die Be
lichtungseinrichtung ist erfindungsgemäß zum im wesentli
chen gerichteten Belichten aus mindestens einer Belich
tungsrichtung und zum Einleiten von Licht in das Glas
ausgebildet. Weiterhin weist die Abbildungseinrichtung min
destens eine Primäroptik auf, welche zum primären Abbilden
zumindest eines Teils des von der Belichtungseinrichtung
belichteten und/oder durchleuchteten Bereichs des Glaskör
pers in die Kameraeinrichtung hinein ausgebildet ist. Fer
ner ist in der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Primärop
tik außerhalb des von direktem oder, insbesondere ober
flächlich, reflektiertem Licht bestrahlten Raumbereichs an
geordnet.
Eine derart gesteuerte Vorrichtung hat gegenüber dem Stand
der Technik den erheblichen Vorteil, daß die Kameraeinrich
tung der Abbildungseinrichtung kein direktes Licht aus der
Belichtungseinrichtung bzw. von einer Reflexion, z. B. an
der Oberfläche des Glaskörpers erhält. Ausschließlich in
dem Fall, daß ein Defekt oder eine Verunreinigung im Glas
substrat des Glaskörpers bzw. der zugehörigen Glaswand vor
liegt, welche das einfallende und den Körper durchleuchten
de Licht streut, gelangt detektierbares Licht in die Kame
raeinrichtung. Liegt ein derartiger Defekt oder eine derar
tige Verunreinigung dagegen nicht vor, so wird von der Ab
bildungseinrichtung ein Abbild erzeugt, welches im wesent
lichen dunkel erscheint. Zur Detektion eines defekten oder
verunreinigten Glaskörpers bzw. einer entsprechenden Glas
wand kann deshalb auf die Detektion von Streulicht mit ho
her Empfindlichkeit abgestellt werden. Insbesondere kann
die Empfindlichkeit und/oder die Blende einer entsprechen
den Kameraeinrichtung enorm erhöht werden, ohne daß dies zu
einer Beeinträchtigung der Abbildungseigenschaften, insbe
sondere durch Überbelichten, führen würde. Bei einer Stei
gerung der Empfindlichkeit bzw. bei einem weiten Öffnen der
Kamerablende werden aber selbst kleinste Streulichtanteile
detektiert, und dieses Streulicht gibt einen nahezu eindeu
tigen Hinweis auf einen Defekt oder eine Verunreinigung in
dem geprüften und inspizierten Glaskörper.
Unter Glas oder Glaskörper wird im Sinn der Erfindung in
einem sehr weiten Sinne jegliches, für sichtbares Licht zu
mindest teilweise transparente Material verstanden. Es kann
sich dabei um farblose oder gefärbte Glassorten handeln. Es
ist aber auch denkbar, Gegenstände aus zumindest teilweise
transparenten Kunststoff mit einer derartigen erfindungsge
mäßen Vorrichtung zu prüfen und zu inspizieren. Die zu in
spizierenden Glaskörper können im wesentlichen jede belie
bige Form aufweisen. Insbesondere ist aber an optischen
Komponenten wie Linsen und Spiegel und deren Rohlinge oder
an Bildröhren oder Teile davon gedacht.
Eine vorteilhafte Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrich
tung zum Prüfen und Inspizieren ergibt sich, wenn minde
stens eine Blende vorgesehen ist, welche den durch die Be
lichtungseinrichtung belichtbaren Raumbereich formt oder
bildet und/oder diesen zumindest einseitig begrenzt. Dann
ergibt sich nämlich ein nicht beleuchtbarer Raumbereich, in
welchem gerade die Primäroptik oder aber auch die gesamte
Abbildungseinrichtung angeordnet werden kann, um ein Be
lichten durch direktes oder reflektiertes Licht zu vermei
den.
Eine sehr einfach zu fertigende Blende ist im wesentlichen
eben ausgebildet. Bei bestimmten Anwendungen ist aber auch
eine gekrümmte Blende oder eine Blende aus einem flexiblen
Material vorteilhaft.
Die Blende weist mindestens einen öffnungsbereich auf,
durch welchen das Licht zur Belichtung des Glaskörpers hin
durchtritt. Zum definierten Ausleuchten und zur markanten
Begrenzung des belichteten Raumbereichs ist es vorgesehen,
daß der Öffnungsbereich spaltartig ausgebildet ist. Je nach
Anwendung ist es vorteilhaft, daß der Öffnungsbereich
gekrümmt, insbesondere etwa in Form einer gekrümmten Linie,
oder aber auch in Form eines Polygonzugs ausgebildet ist.
Ferner ist auch eine Blende mit mehreren Spalten, welche
gemeinsam den Öffnungsbereich der Blende bilden, vorgese
hen. Insbesondere können die mehreren Spalte in etwa als
Kanten eines Rechtecks oder eines Quadrats ausgebildet
sein, so daß sich als belichteter oder durchleuchteter Be
reich des Glaskörpers ein Bereich mit etwa rechteckigem
oder quadratischem Querschnitt ergibt.
Zur Realisierung des gerichteten Belichtens ist es vorgese
hen, daß die Belichtungseinrichtung im wesentlichen ge
richtet strahlende Leuchtelemente aufweist. Diese Leucht
elemente können als kontinuierlich strahlende Lampen oder
auch als Blitzlampen oder dergleichen ausgebildet sein und
zur Lichtausrichtung Reflektoren und/oder Lichtleiter ver
wenden. Insbesondere können bei der Verwendung von Licht
leitern diese mit ihren Lichtaustrittsflächen im öffnungs
bereich angeordnet sein, und zwar insbesondere derart, daß
alle Lichtleiter im wesentlichen gleichgerichtete Strah
lenbündel emittieren. Aus der Kombination von Blende und
gerichteter Lichtquelle ergibt sich eine besonders scharfe
Abgrenzung des belichteten und durchleuchteten Raumbereichs.
In einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung zum Prüfen und Inspizieren von
Glaskörpern ist eine Mehrzahl von Blenden vorgesehen, die
insbesondere im wesentlichen gleichartig und voneinander
beabstandet ausgebildet sind. Dann nämlich kann durch je
de Blende ein separater Raumbereich und somit auch ein se
parater Teil des Glaskörpers belichtet und durchleuchtet
werden, so daß zumindest ein Teil des Glaskörpers dadurch
in Art eines Rasters überdeckt wird.
Das Belichten über die Mehrzahl von Blenden kann simultan,
gruppenweise simultan oder sukzessiv erfolgen. Insbesondere
ist es vorgesehen, daß für jeden Raumbereich einer Blende
durch die Abbildungseinrichtung eine separate Teilabbildung
des jeweils beleuchteten Teilbereichs des Glaskörpers
durchgeführt wird, so daß durch die Gesamtheit aller durch
geführten Teilabbildungen zumindest ein Teil des
Glaskörpers gerastert abbildbar ist.
Eine besonders günstige Anordnung der Mehrzahl von Blenden
ergibt sich, wenn diese in einem Mantelbereich einer ro
tierbaren Walze ausgebildet sind. Dann nämlich können bei
Rotation der Walze und insbesondere bei gleichzeitig durch
geführter gesteuerter Belichtung die einzelnen Teilbelich
tungen in wohl definierter Art und Weise am zu prüfenden
Glaskörper durchgeführt werden. Es ist dabei insbesondere
vorgesehen, daß im Betrieb der Vorrichtung die Walze zum
Austritt des Lichts von ihrem Inneren her durch die Mantel
fläche hindurch nach außen ausgelegt ist.
Wie bereits erwähnt wurde, kann eine erfindungsgemäße Vor
richtung zum Prüfen besonders effektiv eingesetzt werden,
wenn die Abbildungseinrichtung zum rasternden Abbilden zu
mindest eines Teils des Glaskörpers jeweils über Teilab
bildungen in die Kameraeinrichtung hinein ausgebildet ist.
Dabei kann das Teilabbilden dadurch realisiert werden, daß
die Primäroptik mindestens ein positionierbares und/oder
ein justierbares optisches Segment aufweist, durch welches
gerade der abzubildende Teil des zu prüfenden Glaskörpers
auf eventuell emittiertes Streulicht hin geprüft werden
kann. Eine besonders günstige Anordnung für eine Vielzahl
von Teilabbildungen ergibt sich, durch das Ausbilden einer
entsprechenden Mehrzahl optischer Segmente. Diese können in
Art einer Facettenoptik und insbesondere über Spiegelseg
mente gebildet sein. Je nach Anwendungen können die Spie
gelsegmente plan oder auch gewölbt sein, um eine entspre
chende Bildverzerrung zu vermeiden, zu erzeugen oder zu
kompensieren.
In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist das optische Segment bewegbar ausgebil
det, und zwar insbesondere zwischen mindestens einer ab
bildenden und mindestens einer nicht abbildenden Po
sition. Durch die Bewegung, insbesondere mittels einer Be
wegungseinrichtung, kann das jeweilige optische Segment in
die Stellung gebracht werden, in der eine Abbildung eines
bestimmten Teilbereichs des zu prüfenden Glaskörpers mög
lich ist, während z. B. in allen anderen Stellungen keine
Abbildung erfolgt.
Die dann vorteilhafterweise vorgesehene Bewegungseinrich
tung ist zum gesteuerten Bewegen des mindestens eines op
tischen Segments ausgebildet und wird insbesondere durch
eine ebenfalls vorgesehene Steuereinrichtung gesteuert.
Diese Steuereinrichtung kann ebenfalls den Antrieb der
Walze, das Belichten und/oder den gesamten Abbildungsvorgang
kontrollieren und regeln. Ferner kann es von Vorteil sein,
wenn die Steuerung zusätzlich die Bildaufnahme, Speiche
rung und Bildauswertung übernimmt, weil dann nach fest
vorgebbaren Regeln eine Qualitätskontrolle unter gleich
bleibenden Bewertungsmaßstäben realisierbar ist.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer schematischen
Zeichnung auf der Grundlage bevorzugter Ausführungsbei
spiele näher erläutert. In dieser zeigt
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer erfin
dungsgemäßen Vorrichtung gemäß eines bevorzug
ten Ausführungsbeispiels;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Blende des in Fig. 1 ge
zeigten Ausführungsbeispiels;
Fig. 3 und 4 eine schematische und teilweise geschnitte Prin
zipskizze zur Erläuterung der Funktionsweise der
erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 5 eine schematische und teilweise geschnittene
Seitenansicht einer Belichtungseinrichtung in
Form einer rotierbaren Walze, und
Fig. 6 eine schematische Draufsicht auf die abgeroll
te Mantelfläche der in Fig. 5 gezeigten Belich
tungseinrichtung der erfindungsgemäßen Vorrich
tung.
Zunächst wird das Funktionsprinzip der erfindungsgemäßen
Vorrichtung anhand der in den Fig. 3 und 4 gezeigten sche
matischen Darstellungen näher erläutert.
In diesen Figuren ist der zu inspizierende Glaskörper B als
Block dargestellt, und er weist eine Glaswand oder Wandbe
reich F auf. In dieser Darstellung ist oberhalb des Glas
körpers B die Belichtungseinrichtung 2 und 3 angeordnet.
Sie besteht aus einer kontinuierlich oder blitzartig leuch
tenden Lampe 2 und einer zwischen der Lampe 2 und dem zu
inspizierenden Glaskörper B angeordneten Blende 3, welche
aus dem eigentlichen Blendenkörper 3a und dem Öffnungsbe
reich 3b, hier in Form eines Schlitzes, gebildet wird.
In diesem Ausführungsbeispiel ist die Lampe 2 zum isotropen
Aussenden von Licht ausgebildet. Das Licht wird von einem
fiktiven Außendepunkt gleichmäßig in alle Raumrichtungen
ausgesandt. Durch die zwischen der Lampe 2 und dem zu in
spizierenden Körper B befindliche Blende wird ein bestimm
ter Raumwinkel Ω aus dem gesamten durchleuchteten Win
kelbereich der Lampe 2 quasi herausgeschnitten, so daß sich
hinter der Blende 3 eine im wesentlichen gerichtete Belich
tung in dem vom Raumwinkel Ω überstrichenen Bereich er
gibt.
Die Fig. 3 zeigt den Fall, in welchem im Inneren des zu in
spizierenden Glaskörpers B bzw. in dessen Wand F keinerlei
Unregelmäßigkeiten, Defekte oder Verunreinigungen, insbe
sondere keine Schlieren vorhanden sind. Sämtliches, in den
Körper B eingestrahltes Licht, hier repräsentiert durch die
primären Lichtstrahlen S1 bis S3, dringt in den Körper B
bzw. dessen Wand F ein, um ihn geradlinig zu durchmessen
und ihn ungehindert als transmittierte Strahlen T1 bis T3
wieder verlassen.
In der Fig. 4 ist der Fall gezeigt, wo der zu inspizierende
Glaskörper B bzw. dessen Wand F im Inneren einen Defekt D,
hier in Form einer Schliere aufweist. Die bereits in Fig. 3
angedeuteten Randstrahlen S1, T1 bzw. S3, T3 des durch
leuchteten Raumwinkelbereichs Ω passieren auch in dem in
Fig. 4 gezeigten Fall den Glaskörper B bzw. dessen Wand F
ungehindert. Der mittlere Lichtstrahl S1 dagegen dringt
zunächst in das Innere des Körpers B bzw. in dessen Wand F
ein und trifft dann auf die Defektstelle D, wobei das
Strahlenbündel des Lichtstrahls S1 an dieser Stelle durch
Streuprozesse am Defekt D im allgemeinen in alle Richtungen
mit unter Umständen unterschiedlichen Anteilen gestreut
wird. Beispielhaft ist hier ein gestreuter und transmit
tierter Strahl T2 gezeigt, der nach dem Streuvorgang am De
fekt D den Glaskörper B ebenfalls ungehindert wieder
verläßt, aber in einer Raumrichtung, welche nicht vom Raum
winkelbereich Ω umfaßt wird, so daß sich in dieser ande
ren Raumrichtung außerhalb des beleuchteten Bereichs die
Primäroptik anordnen läßt, wobei dann gleichzeitig ein di
rekter Lichteinfall aus der Lampe 2 bzw. auch der Einfall
von an der Oberfläche reflektierten Lichts verhindert wird.
Fig. 1 zeigt in schematischer Seitenansicht ein weiter
konkretisiertes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Prüfen und Inspizieren eines Glaskörpers B.
Bei dieser Ausführungsform weist die Belichtungseinrichtung
2, 3 zwei Lampen 2 auf, die ebenfalls hinter einer Blende 3
aus einem Blendenmaterial 3a mit angebrachten Öffnungsbe
reichen 3b ausgebildet ist. Hinter der Blende ergibt sich
durch beide Lampen jeweils ein für jede Lampe 2 individuel
ler durchleuchteter Raumwinkelbereich Ω1 und Ω2. Die
se beiden Raumwinkelbereiche Ω1 und Ω2 überschneiden
sich teilweise.
In den direkt durchleuchteten Raumbereich, der also durch
die Vereinigung der Raumwinkelbereiche Ω1 und Ω2 ge
bildet wird, ist der zu inspizierende Körper B bzw. dessen
Wandbereich F angeordnet, so daß zumindest ein Teil davon
beleuchtet und durchleuchtet wird.
In einer relativen Entfernung von der Belichtungseinrich
tung und vom durchleuchteten Körper, und zwar außerhalb der
Raumwinkelbereiche Ω1 und Ω2, ist die Primäroptik 4
angeordnet, welche in diesem Ausführungsbeispiel durch ei
nen beweglich justierbaren planaren Spiegel 6 aufweist, und
welche keiner direkten Lichteinstrahlung durch die Lampen 2
ausgesetzt ist, da sie sich außerhalb der Raumwinkelberei
che Ω1 und Ω2 befindet.
Im Normalfall, d. h. in dem Fall, daß der zu inspizierende
Körper keinerlei Defekte aufweist, die Streulicht erzeugen
könnten, fällt auch auf das Spiegelsegment 6 keinerlei
Licht, welches in die weiter abseits angeordnete Kameraein
richtung 5 abgebildet werden könnte. Es ergibt sich somit
in der Kameraeinrichtung ein völlig dunkles Bild, so daß
die Blende der Kamera und/oder die Empfindlichkeit der Ka
mera sehr stark erhöht werden kann, ohne eine Überbe
lichtung zu erhalten.
Beim Auftreten eines Streulicht erzeugenden Defekts im oder
am zu inspizierenden Glaskörper B bzw. dessen Wand F gibt
es in der Regel gestreute Lichtstrahlen, die den Körper B
bzw. dessen Wand F gerade in Richtung des Spiegelsegments 6
verlassen. Ein solcher transmittierter gestreuter Licht
strahl T trifft dann auf die Spiegelfläche des Segments 6
auf und wird als ein reflektierter Strahl R in die Kamera
einrichtung 5 hinein abgebildet und dort detektiert.
Die in Fig. 1 gezeigte Steuereinrichtung 7 dient hier so
wohl der Steuerung des Belichtens als auch des Abbil
dens und kann darüber hinaus auch die Positionierung und
Ausrichtung des Spiegelsegments 6 der Primäroptik 4 über
nehmen. Ferner ist es denkbar, daß als Kamera 5 eine Spei
cherkamera benutzt wird, wobei die Steuerungseinrichtung 7
mit einer Speichereinrichtung versehen ist und gleichzei
tig die Bildauswertung und die Detektion eines Defekts
übernimmt.
Fig. 2 zeigt eine schematische und teilweise geschnittene
Draufsicht auf die Blende 3 des in Fig. 1 gezeigten Aus
führungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
In dem Blendenmaterial 3a sind vier Spalte 3b, die jeweils
senkrecht aufeinanderstehen ausgebildet. Die vier Spalte 3b
bilden in diesem Ausführungsbeispiel in etwa die Kantenli
nien eines Quadrats.
Die Fig. 5 und 6 zeigen nun ein Ausführungsbeispiel einer
Belichtungseinrichtung 2, 3, bei welcher eine Mehrzahl von
Blenden 3 auf der Mantelfläche 9 einer rotierbaren Walze 8
versetzt angeordnet sind. Jede einzelne der Blenden 3 weist
hier im wesentlichen die in Fig. 2 gezeigte Struktur auf.
Der Versatz der einzelnen Blenden 3 gegeneinander führt da
zu, daß beim Rotieren der Walze 8 nacheinander jeweils auch
ein versetzter Raumbereich vor der Walze durchleuchtet
wird, so daß sich ein mosaikartiges oder facettenartiges
Teilbelichten des zu inspizierenden und vor der Blende 3
angeordneten Körpers B bzw. dessen Wand F ergibt. Man kann
hier von einer abtastenden oder rasternden Belichtung des
zu inspizierenden Glaskörpers B reden.
Fig. 6 zeigt zur Veranschaulichung den abgewickelten Man
telbereich 9 der rotierbaren Walze 8.
Fig. 5 zeigt im Querschnitt die rotierbar Walze 8, wobei die
Öffnungsbereiche 3b der Blenden 3 als Durchbrechungen 3b im
Blendenmaterial 3a erscheinen.
Im Zentrum. d. h. im Bereich der Rotationsachse der rotier
baren Walze 8, ist eine Lampe 2 zum Belichten der Öffnungs
bereiche 3b und der dahinterliegenden Raumbereiche angeord
net. Das Licht kann aber auch über Lichtleiterelemente zu
den Öffnungsbereichen 3b geführt werden, wobei dann das
Licht über eine außerhalb der Walze 8 angeordneten Lampe 2,
insbesondere über die seitlichen Walzenstirnflächen vermit
telt, eingespeist wird.
Claims (18)
1. Vorrichtung zum Prüfen und Inspizieren eines Glas
körpers (B) und insbesondere einer zugehörigen Glas
wand (F), mit einer Belichtungseinrichtung (2, 3)
zum Belichten des Glaskörpers (B), und
mit einer Abbildungseinrichtung (4, 5), welche min destens eine Kameraeinrichtung (5) aufweist, zum op tischen Abbilden des Glaskörpers (B),
wobei die Belichtungseinrichtung (2, 3) zum im we sentlichen gerichteten Belichten aus mindestens einer Belichtungsrichtung und zum Einleiten von Licht in das Glas ausgebildet ist, und
wobei die Abbildungseinrichtung (4, 5) mindestens eine Primäroptik (4) aufweist, welche zum primären Abbil den zumindest eines Teils des von der Belichtungsein richtung (2, 3) belichteten und/oder durchleuchteten Bereichs des Glaskörpers (B) in die Kameraeinrichtung (5) hinein ausgebildet ist und welche außerhalb des von direktem oder reflektiertem Licht bestrahlten Raumbereichs angeordnet ist.
mit einer Abbildungseinrichtung (4, 5), welche min destens eine Kameraeinrichtung (5) aufweist, zum op tischen Abbilden des Glaskörpers (B),
wobei die Belichtungseinrichtung (2, 3) zum im we sentlichen gerichteten Belichten aus mindestens einer Belichtungsrichtung und zum Einleiten von Licht in das Glas ausgebildet ist, und
wobei die Abbildungseinrichtung (4, 5) mindestens eine Primäroptik (4) aufweist, welche zum primären Abbil den zumindest eines Teils des von der Belichtungsein richtung (2, 3) belichteten und/oder durchleuchteten Bereichs des Glaskörpers (B) in die Kameraeinrichtung (5) hinein ausgebildet ist und welche außerhalb des von direktem oder reflektiertem Licht bestrahlten Raumbereichs angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Blende (3) zur Bildung und/oder
zur zumindest einseitigen Begrenzung des durch die Be
lichtungseinrichtung (2) belichtbaren Raumbereichs
vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Blende (3) im wesentlichen eben ausgebildet
ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Blende (3) mindestens einen Öffnungsbereich
(3b) zum Lichtdurchtritt aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Öffnungsbereich (3b) spaltartig ausgebildet
ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Öffnungsbereich (3b) etwa gekrümmt oder in Form
eines Polygonzugs ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Blende (3) mehrere Öffnungsbereiche (3b)
aufweist, welche in etwa die Kanten eines Rechtecks
oder eines Quadrats bilden.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Belichtungseinrichtung (2, 3) im wesentlichen
gerichtet strahlende Leuchtelemente (2) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leuchtelemente (2) als kontinuierlich strah
lende Lampen oder als Blitzlampen oder dergleichen
ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Belichtungseinrichtung (2, 3) Reflektoren und/
oder Lichtleiter zur Lichtausrichtung aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Belichtungseinrichtung (2, 3) eine Mehrzahl im
wesentlichen gleichartiger und/oder von einander beab
standeter Blenden (3), insbesondere zum rasternden Be
lichten, zumindest eines Teils des Glaskörpers (B)
aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Blenden (3) im Mantelbereich (9) einer rotier
baren Walze (8) ausgebildet sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Walze (8), insbesondere im Betrieb der Vor
richtung (1), zum Austritt des Lichts von ihrem Inneren
her durch den Mantelbereich (9) hindurch nach außen
hin ausgelegt ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abbildungseinrichtung (4, 5) zum rasternden
Abbilden zumindest eines Teils des Glaskörpers (B)
über Teilabbildungen in die Kameraeinrichtung (5) hin
ein ausgebildet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Primäroptik (4) zum Teilabbilden mindestens
ein positionierbares und/oder justierbares optisches
Segment (6) aufweist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Segment (6) bewegbar ausgebildet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Bewegungseinrichtung zum gesteuerten Bewegen
des Segments (6) vorgesehen ist.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Steuereinrichtung (7) zum Steuern mindestens
des Belichtens und/oder des Abbildens sowie gegebenen
falls des Bewegens der Belichtungseinrichtung und/oder
der Primäroptik, insbesondere des optischen Segments,
vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996131145 DE19631145A1 (de) | 1996-08-01 | 1996-08-01 | Vorrichtung zum Prüfen und Inspizieren eines Glaskörpers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996131145 DE19631145A1 (de) | 1996-08-01 | 1996-08-01 | Vorrichtung zum Prüfen und Inspizieren eines Glaskörpers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19631145A1 true DE19631145A1 (de) | 1998-02-05 |
Family
ID=7801534
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996131145 Ceased DE19631145A1 (de) | 1996-08-01 | 1996-08-01 | Vorrichtung zum Prüfen und Inspizieren eines Glaskörpers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19631145A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102008006720A1 (de) * | 2008-01-30 | 2009-08-06 | Dr. Schenk Gmbh Industriemesstechnik | Vorrichtung zur Bestimmung der Tiefe eines Fehlers in einem Bahnmaterial |
| CN114964690A (zh) * | 2022-08-02 | 2022-08-30 | 郯城县水务集团有限公司 | 一种建筑幕墙工程检测装置 |
-
1996
- 1996-08-01 DE DE1996131145 patent/DE19631145A1/de not_active Ceased
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102008006720A1 (de) * | 2008-01-30 | 2009-08-06 | Dr. Schenk Gmbh Industriemesstechnik | Vorrichtung zur Bestimmung der Tiefe eines Fehlers in einem Bahnmaterial |
| CN114964690A (zh) * | 2022-08-02 | 2022-08-30 | 郯城县水务集团有限公司 | 一种建筑幕墙工程检测装置 |
| CN114964690B (zh) * | 2022-08-02 | 2022-11-08 | 郯城县水务集团有限公司 | 一种建筑幕墙工程检测装置 |
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