DE19629382A1 - Farbtopf zum Einfärben eines Klischees, insbesondere für einen Tampondruck - Google Patents
Farbtopf zum Einfärben eines Klischees, insbesondere für einen TampondruckInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Farbtopf zum Einfärben
eines Klischees, insbesondere für einen Tampondruck, beste
hend aus einem bodenfreien Behälter, der mit seiner einen
unteren Farbabstreifrand aufweisenden Seitenwandung ver
schiebbar auf die Klischeeoberfläche aufsetzbar ist.
Unter Tampondruck wird ein Druckverfahren verstanden, bei
dem die Vertiefungen eines das gewünschte Druckbild zeigen
den Klischees mit Farbe ausgefüllt werden und dann das so
entstehende Farbbild von einem gummiähnlichen Tampon auf
genommen und auf ein Werkstück gedruckt werden kann. Zum
Einfärben des Klischees gemäß dem sogenannten geschlosse
nen Farbsystem wird ein Farbtopf aus einem teilweise mit
Farbe gefüllten bodenfreien Behälter verwendet, der unter
axialem Druck auf der Klischeeoberfläche hin- und herbewegt
wird. Dabei dringt die Farbe während der Hinbewegung des
Farbtopfes in die Vertiefungen des Klischees ein und bei
der Zurückbewegung zieht der untere Farbabstreifrand der
Seitenwandung des Behälters die Klischeeoberfläche so ab,
daß außer in den Vertiefungen keine Farbe mehr auf den Kli
scheeerhöhungen verbleibt und ein sauberes Druckbild ent
stehen kann. Es spielt dabei keine Rolle, ob tatsächlich
der Farbtopf oder das Klischee selbst bewegt wird, wesent
lich ist lediglich die Relativbewegung zwischen Farbtopf
und Klischeeoberfläche.
Die bekannten Farbtöpfe bestehen nun durchwegs aus starren
Behältern, deren Seitenwandung mit der unteren Stirnseite
als Farbabstreifrand dienen, wodurch eine exakt ebene Kli
scheeoberfläche Voraussetzung für ein sauberes Einfärben ist.
Allerdings sind Klischeeplatten aus Gründen der Standzeit aus
hochharten, hochlegierten Werkzeugstählen gefertigt und nei
gen im Zuge des Alterungsprozesses zu einem Verziehen. Beim
Aufsetzen des Farbtopfes können daher mikrofeine Spalte ent
stehen, durch die Farbe in Folge der dauernden Hin- und Her
bewegung des Behälters austritt und das Klischee verschmutzt,
so daß dann Störungen im Arbeitsablauf, minderwertige Druck
ergebnisse, ein Nacharbeiten der Klischees und nicht zuletzt
teure Unterbrechungen des Druckbetriebes zu befürchten sind.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Mängel
zu beseitigen und einen Farbtopf der eingangs geschilderten
Art zu schaffen, der ein rationelles Einfärben von Klischees
gewährleistet und sich durch seine einwandfreie Arbeitsweise
auch in Kombination mit bereits mangelhaften Klischeeplatten
auszeichnet.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß ein eigener,
zum Behälter koaxialer, in einem unteren umlaufenden Rand
falz od. dgl. der Seitenwandung dicht und federnd nachgiebig
gelagerter Abstreifring den Farbabstreifrand bildet. Durch
die Trennung des eigentlichen Abstreifrandes vom Behälter
ist es möglich, den Abstreifrand gegenüber dem starren Be
hälter flexibler zu gestalten und damit die Anpassung dieses
Abstreifrandes an die jeweiligen Oberflächengegebenheiten
der Klischeeplatte zu optimieren. Der den Farbabstreifrand
bildende Abstreifring läßt sich ohne Schwierigkeiten dicht
und federnd nachgiebig im unteren Randbereich der Behälter
seitenwandung anordnen, so daß die angestrebte Sicherheit
des dichten Abschlusses des Farbtopfes gegenüber der Kli
scheeoberfläche ohne eine Beeinträchtigung der Funktions
fähigkeit des Farbtopfes beim Einfärben gegeben ist. Dazu
kommt noch, daß der Abstreifring ohne großen Aufwand ausge
tauscht und daher immer für einwandfreie Einfärbebedingungen
gesorgt werden kann.
An sich könnte der Abstreifring auf jede geeignete Weise im
Randfalz der Seitenwandung eingesetzt sein, beispielsweise
mittels eines Verbindungsbalges, doch eine besonders einfa
che und zweckmäßige Konstruktion ergibt sich, wenn der Ab
streifring eine dünnere Wandstärke als die Seitenwandung be
sitzt und axial und radial über Zwischenringe aus gummiela
stischem Material im Randfalz abgestützt ist. Auf Grund der
dünnen Wandstärke des Abstreifringes kommt es zur erforder
lichen Biegeweichheit des Ringes auch bei gleicher Werkstoff
wahl wie für den Behälter und die Zwischenringe in den Stirn-
und Umfangsflächen des Randfalzes erlauben nicht nur eine ein
wandfreie Abdichtung des Ringes gegenüber der Seitenwandung,
sondern bringen auch eine Lagesicherung und eine ausreichende
Nachgiebigkeit der Abstützung mit sich, so daß ein aufwands
armer und allen Anforderungen bestens standhaltender Farbtopf
entsteht.
In der Zeichnung ist ein erfindungsgemäßer Farbtopf an Hand
eines schematischen Vertikalschnittes näher veranschaulicht.
Zum Einfärben eines Klischees 1, in das ein vertieftes Druck
bild 2 eingearbeitet ist, dient ein Farbtopf 3, der aus einem
teilweise mit Farbe 4 gefüllten Behälter 5 besteht und über
eine nur angedeutete Mitnahmevorrichtung 6 unter axialem Druck
D entlang der Klischeeoberfläche hin- und herbewegbar ist
(Pfeile V).
Der Behälter 5 weist eine Seitenwandung 7 mit einem unteren
umlaufenden Randfalz 8 auf, in dem ein den Farbabstreifrand 9
bildender Abstreifring 10 gelagert ist. Der Abstreifring 10
ist koaxial zum Behälter 5 angeordnet und stützt sich unter
Zwischenlagen von Zwischenringen 11, 12 aus gummielastischem
Material radial und axial im Randfalz 8 ab, wodurch eine si
chere, dichte und federnd nachgiebige Ringhalterung entsteht.
Der Abstreifring 10 ist gegenüber der Seitenwandung 7 mit
dünner Wandstärke gefertigt, so daß er gegenüber der starren
Seitenwandung 7 biegeweiche Eigenschaften besitzt und sich
dadurch an Unebenheiten der Klischeeoberfläche anpassen kann,
welche Anpaßbewegung durch die axial-federnde Abstützung mit
tels des Zwischenringes 12 erleichtert wird. Damit ist es nun
möglich, ohne jede Verschmutzungsgefahr durch im Bereich des
Farbabstreifrandes 9 austretende Farbe auch mangelhafte Kli
schees 1 einzufärben.
Claims (2)
1. Farbtopf zum Einfärben eines Klischees, insbesondere für
einen Tampondruck, bestehend aus einem bodenfreien Behälter,
der mit seiner einen unteren Farbabstreifrand aufweisenden
Seitenwandung verschiebbar auf die Klischeeoberfläche auf
setzbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein eigener, zum
Behälter (5) koaxialer, in einem unteren umlaufenden Rand
falz (8) od. dgl. der Seitenwandung (7) dicht und federnd
nachgiebig gelagerter Abstreifring (10) den Farbabstreif
rand (9) bildet.
2. Farbtopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Abstreifring (10) eine dünnere Wandstärke als die Sei
tenwandung (7) besitzt und axial und radial über Zwischen
ringe (11, 12) aus gummielastischem Material im Randfalz (8)
abgestützt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT131695A AT402489B (de) | 1995-08-02 | 1995-08-02 | Farbtopf zum einfärben eines klischees, insbesondere für einen tampondruck |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19629382A1 true DE19629382A1 (de) | 1997-02-06 |
Family
ID=3511259
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996129382 Ceased DE19629382A1 (de) | 1995-08-02 | 1996-07-20 | Farbtopf zum Einfärben eines Klischees, insbesondere für einen Tampondruck |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT402489B (de) |
| DE (1) | DE19629382A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999021718A1 (de) * | 1997-10-28 | 1999-05-06 | Hofstaedter Heinrich | Verfahren und vorrichtung zum tampondrucken |
| DE19908849A1 (de) * | 1999-03-01 | 2000-09-07 | Itw Morlock Gmbh | Farbtopf für eine Tampondruckmaschine |
| DE19908864A1 (de) * | 1999-03-01 | 2000-09-07 | Itw Morlock Gmbh | Farbtopf für eine Tampondruckmaschine |
| DE202012007064U1 (de) * | 2012-07-19 | 2013-08-12 | Tampoprint Ag | Farbrakeltopf |
| CN110539553A (zh) * | 2019-09-24 | 2019-12-06 | 东莞广华汽车饰件科技有限公司 | 一种充气式移印装置 |
Family Cites Families (3)
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|---|---|---|---|---|
| DE3737937A1 (de) * | 1987-11-07 | 1989-05-18 | Tampoprint Gmbh | Tampondruckmaschine |
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| DE4138043A1 (de) * | 1991-11-19 | 1993-05-27 | Tampoprint Gmbh | Vorrichtung zum einfaerben von klischees |
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1995
- 1995-08-02 AT AT131695A patent/AT402489B/de not_active IP Right Cessation
-
1996
- 1996-07-20 DE DE1996129382 patent/DE19629382A1/de not_active Ceased
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT402489B (de) | 1997-05-26 |
| ATA131695A (de) | 1996-10-15 |
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