DE19627848C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Perimetrieren des Gesichtsfeldes des menschlichen Auges - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Perimetrieren des Gesichtsfeldes des menschlichen AugesInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäss
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung gemäss dem
Oberbegriff des Anspruchs 5.
Das Gesichtsfeld des menschlichen Auges ist durch die retinale
Lichtempfindlichkeit bestimmt. Die Lichtempfindlichkeitswerte
innerhalb des Gesichtsfeldes werden mit einem Perimeter bestimmt.
Hierfür sind verschiedene Verfahren bekannt, bei denen stets
eine Anzahl Testorte innerhalb des Gesichtsfeldes untersucht
werden und für die der Schwellenwert der Wahrnehmung ermittelt
wird. Geeignet sind computergesteuerte Perimeter, die dem Ermitt
lungsverfahren entsprechend programmiert sind.
Es ist bekannt, mittels eines Perimeters die retinale Licht
empfindlichkeit an den bestimmten, koordinatenmässig festgelegten
Testorten durch die Darbietung von Lichtreizen (Stimuli) unter
schiedlicher Intensität (Helligkeit oder Grösse) zu bestimmen.
Die Probanden antworten während einer Untersuchung durch Drücken
eines Antwortknopfs, wenn der Lichtreiz wahrgenommen wird. Wird
der Lichtreiz nicht gesehen, wird der Antwortknopf nicht gedrückt.
Hierbei werden die Lichtreize abgestuft mit grösserer und
geringerer Intensität so dargeboten, dass die Empfindlichkeits
schwelle ein- oder mehrmals überschritten wird. Nach dem Über
schreiten der Empfindlichkeitsschwelle wechselt jeweils die
Richtung der Veränderung der Stimulusintensität von heller nach
dunkler oder umgekehrt. Gleichzeitig wird die Grösse der Ver
änderung reduziert (z. B. auf die Hälfte des vorherigen Wertes)
bis die Empfindlichkeitsschwelle eingegabelt, das heisst, der
Schwellenwert der Wahrnehmung ermittelt ist.
Per Definition entspricht der Schwellenwert der Wahrnehmung
(retinale Empfindlichkeit in Dezibel) jener Stimulusintensität
(in Apostilb), von der nach einer bestimmten Anzahl Darbietungen
die eine Hälfte gesehen wurde und die andere nicht. Die retinale
Empfindlichkeit wird als logarithmische Funktion des Quotienten
aus der maximalen Stimulusintensität geteilt durch die
dargebotene Stimulusintensität ausgedrückt. Die Formel für die
retinale Empfindlichkeit lautet:
Das bedeutet, dass die retinale Empfindlichkeit mit 0 dB ausge
wiesen wird, wenn der hellste Stimulus (z. B. 1'000 oder 10'000
asb) nicht gesehen wird. Hohe Stimulusintensitäten entsprechen
tiefen Empfindlichkeitswerten.
Gemäss diesem bekannten Verfahren erfordert die Ermittlung der
retinalen Empfindlichkeit durch Eingabeln vier bis sechs Sti
mulusdarbietungen pro Testort. Da in der Regel die retinale
Empfindlichkeit des Gesichtsfeldes durch Messungen an 50 bis 100
Testorten bestimmt wird, sind zwischen 200 und 600 Stimulusdar
bietungen pro Untersuchung des Gesichtsfeldes erforderlich. Eine
solche Untersuchung dauert daher in der Regel zwischen 7 und 20
Minuten. Aus Gründen der Effizienz, wegen Genauigkeitsproblemen
bedingt durch die fortschreitende Verlangsamung der retinalen
Erneuerung (Müdigkeit) und wegen ungenügender Zuverlässigkeit
durch falsche Antworten bei schwindender Konzentration der Pro
banden, wird diese Untersuchungsdauer als zu lang empfunden.
Die Anzahl der zur Bestimmung des Schwellenwertes der Wahr
nehmung erforderlichen Untersuchungsschritte an den einzelnen
Testorten kann dann vermindert werden, wenn gemäß der
gattungsbildenden EP 0 495 247 A1 dem Patienten in der Regel
an jedem Testort nur einmal ein Stimulus zunehmenden Wertes so
lange dargeboten wird, bis der Schwellenwert der Reaktion
erreicht ist.
Die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, ein
Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, mit der die Schwellen
werte der retinalen Empfindlichkeit eines Gesichtsfeldes in
wesentlich kürzerer Zeit ermittelt werden kann.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe gelöst durch die kennzeich
nenden Merkmale des Anspruchs 1 (Verfahren) beziehungsweise des
Anspruchs 5 (Vorrichtung).
Die Erfindung löst die Aufgabe zuverlässig, weil sie biologische
Abhängigkeiten und Wechselbeziehungen berücksichtigt. Benachbarte
Orte im Gesichtsfeld sind sowohl durch die retinalen zellulären
Wechselbeziehungen als auch durch die Struktur des optischen
Weges zum occipitalen Kortex anatomisch verbunden. Diese Bezie
hungen sind bekannt und haben zur Folge, dass sich die meisten
Empfindlichkeitsverluste in grösseren Bereichen der Retina aus
wirken. Wegen diesen Wechselbeziehungen genügt pro Testort, auch
bei vergleichsweise grossem Abstand zwischen den Testorten, nur
ein einziger Lichtreiz. Tiefe und scharf begrenzte Defekte sind
weniger üblich und korrespondieren meistens mit dem zentralen
Areal oder der Fovea der Retina.
Anhand der beiliegenden Fig. 1 bis 7 wird nachfolgend ein Aus
führungsbeispiel erläutert.
Untersucht bzw. ermittelt werden soll die retinale Empfindlich
keit bzw. der Schwellenwert der Wahrnehmung im 30°-Ausschnitt
des Gesichtsfeldes eines Probanden, wobei in diesem Ausschnitt
76 regelmässig verteilte Testorte in linearer Anordnung mit
6°-Auflösung koordinatenmässig festgelegt sind (Fig. 1). Alle
Testorte (dieses Ausschnitts) werden in vier Gruppen - bezeichnet
mit den Ziffern 1 bis 4 - aufgeteilt (Fig. 2). Die Aufteilung
kann auch in weniger oder mehr als vier Gruppen erfolgen. Diese
Gruppen werden eine nach der andern untersucht. Bei allen vier
Gruppen 1 bis 4 ist der gegenseitige Abstand der zugehörigen
Testorte sowohl in der X- als auch in der Y-Richtung gleich, so
dass sich in jeder Reihe regelmässig Testorte von zwei Gruppen
abwechseln. Die Testorte der verschiedenen Gruppen 1 bis 4 sind
somit homogen im Bereich des Gesichtsfeldes verteilt.
Die Untersuchung beginnt an einem beliebig gewählten Testort der
Gruppe 1. Der Anfangswert der Stimulusintensität für die Test
orte der ersten Gruppe 1 ist vorzugsweise die Hälfte des für
einen Testort zutreffenden alterskorrigierten Normalwerts des
Probanden (Fig. 4). Diese Anfangswerte liegen zwischen 0 dB
(blind) und der retinalen Empfindlichkeit der normalsichtigen
Bevölkerung gleichen Alters (Fig. 3). Andere, z. B. krankheits
abhängige Anfangswerte können ebenfalls verwendet werden.
Jeder Testort in jeder Gruppe 1 bis 4 wird nur einmal untersucht,
das heisst, mit einem Stimulus beaufschlagt. Die Reihenfolge der
Testorte während der Untersuchung ist zufällig gewählt.
Abhängig von der an einem Testort auf einen dargebotenen Stimulus
erfolgten Patientenantwort (positiv oder negativ) wird zum Aus
gangswert dieses Testortes ein vorherbestimmter Wert mit positi
vem oder negativem Vorzeichen, Konstante genannt, addiert, um
für diesen Testort den vorgegebenen Ausgangswert im Falle einer
JA-Antwort anzuheben, bzw. im Falle einer NEIN-Antwort, abzu
senken.
Die Konstante für die erste Gruppe ist grösser als jene der
zweiten und die Konstante der zweiten Gruppe grösser als jene
der dritten Gruppe, usw. Die Konstanten sind von der ersten zur
letzten Gruppe näherungsweise regelmässig zu kleineren Werten
hin abgestuft. Nimmt man für die erste Gruppe als Konstante "a"
1/4 des alterskorrigierten Normalwertes gerundet auf die nächste
ganze, gerade Zahl, das heisst 8 Dezibel, so ergeben sich für
die vier Gruppen beispielsweise folgende Konstanten:
- 1. Gruppe, Konstante a 8 dB,
- 2. Gruppe, Konstante b 5 dB,
- 3. Gruppe, Konstante c 4 dB,
- 4. Gruppe, Konstante d 2 dB.
Nach der Untersuchung der Testorte der ersten Gruppe werden deren 5
Ausgangswerte um die Gruppenkonstante "a" (= 8) entsprechend der
Probandenantworten mit positivem oder negativem Vorzeichen
korrigiert (Fig. 5). Für die zwischen den Testorten der ersten
Gruppe liegenden Testorte der übrigen Gruppen 2 bis 4 werden die
Ausgangswerte durch Interpolation an die korrigierten Ausgangs
werte der ersten Gruppe 1 angepasst. Die hierbei an den einzelnen
Testorten vorzunehmenden Korrekturen sind in Fig. 6 aufgeführt.
Diese Korrekturwerte (Konstanten "a" und interpolierte Korrektur
werte) werden zu den bisherigen Ausgangswerten, das heisst, den
halben, alterskorrigierten Normalwerten hinzu- oder abgezählt
(je nach dem Vorzeichen des Korrekturwertes) und damit die für
den Untersuch der Testorte der zweiten Gruppe 2 geltenden neuen
Ausgangswerte festgelegt (Fig. 7). Die Testorte der zweiten
Gruppe 2 werden danach in beliebiger Reihenfolge mit den neuen
Ausgangswerten entsprechenden Stimuli beaufschlagt. Nach der
Untersuchung der zweiten Gruppe 2 werden je nach der Patientenantwort
(gesehen oder nicht gesehen) zum bereits einmal korrigierten Aus
gangswert jedes Testorts der zweiten Gruppe eine zweite Konstante
"b" in der Grösse von 6 dB mit positivem oder negativem Vor
zeichen hinzuaddiert und der korrigierte Ausgangswert erneut
korrigiert. Die ebenfalls bereits einmal korrigierten Ausgangs
werte der zwischen den Testorten der zweiten Gruppe liegenden
Testorte der Gruppen 1, 3 und 4 werden wie nach der Untersuchung
der ersten Gruppe durch Interpolation an die zweimal korrigierten
Ausgangswerte der Testorte der zweiten Gruppe 2 angepasst, worauf
- unter gleichem Vorgehen - die Testorte der Gruppen 3 und 4
untersucht und deren korrigierte Ausgangswerte unter Berücksich
tigung der Patientenantworten und den Konstanten "c" und "d" neu
festgelegt und an die retinale Lichtempfindlichkeitsschwelle
herangeführt werden. Die nach der Untersuchung der Testorte der
letzten Gruppe 4 vorliegenden korrigierten Ausgangswerte stellen
somit die gesuchten Schwellenwerte der Wahrnehmung bzw. der
retinalen Empfindlichkeit dar.
Beim beschriebenen Verfahrensbeispiel werden die Testorte im zu
untersuchenden Bereich des Gesichtsfeldes in Gruppen unterteilt,
wobei die Testorte der Gruppen gleichmässig über den Unter
suchungsbereich verteilt sind. Zuerst werden in einer Verfahrens
stufe die Testorte der ersten, in einer zweiten Verfahrensstufe
jene der zweiten Gruppe, usw. untersucht. Jedem Testort ist für
den dort darzubietenden Stimulus ein Ausgangswert zugeordnet. An
den während einer Verfahrensstufe untersuchten Testorten werden
die Ausgangswerte entsprechend der Patientenantwort (gesehen
oder nicht gesehen) um einen konstanten Wert vergrössert oder
verkleinert. Die Ausgangswerte für die während einer Verfahrens
stufe nicht untersuchten Testorte werden jeweils durch Inter-
oder Extrapolation an die in dieser Verfahrensstufe korrigierten
Ausgangswerte angepasst.
Der konstante Wert, mit dem die Ausgangswerte der während einer
Verfahrensstufe jeweils untersuchten Testorte korrigiert werden,
wird von Verfahrensstufe zu Verfahrensstufe kleiner. Der kon
stante Wert der letzten Verfahrensstufe entspricht vorzugsweise
der kleinsten Differenz zweiter Stimuli, die für das Berechnen
des Schwellenwertes beim Gabelverfahren, das heisst, zwei Dezibel,
notwendig ist.
Die Stimulushelligkeit ist die Intensität des Lichtreizes, der
dem Proband dargeboten wird. Die grösste Intensität (in Apostilb)
wird dort benötigt, wo das Gesichtsfeld des Probanden abgesenkt
ist. Die kleinsten Intensitäten werden in Testorten mit normaler
Empfindlichkeit dargeboten.
Die sogenannten Normalwerte, die für die Festlegung des Ausgangs
wertes von Bedeutung sind, werden für jedes Perimeter-Modell in
klinischen Studien erhoben. Sie sind auch die Grundlage für die
Ermittlung von Defekten der retinalen Empfindlichkeit. Die
Normalwerte sind altersabhängig und werden für verschiedene
Altersgruppen bestimmt.
Obwohl beim beschriebenen Beispiel die Testorte innerhalb der
Gruppen 1 bis 4 linear angeordnet sind, kann auch eine nicht
lineare Anordnung gewählt werden. Ebenso ist es möglich, eine
andere Auflösung als 6° zu wählen.
Geeignet für die Durchführung des Verfahrens ist ein Perimeter
wie es beispielsweise in der EP-A-495 247 beschrieben ist, wenn
dessen Rechner dem Verfahren entsprechend
programmiert wird und in einem internen oder externen
Speicher die Ausgangswerte enthält.
Claims (5)
1. Verfahren zum Perimetrieren des Gesichtsfeldes des mensch
lichen Auges, wobei im Gesichtsfeld eine Vielzahl koor
dinatenmäßig bestimmter Testorte festgelegt ist, derart,
dass in einem bestimmten Umkreis um jeden Testort minde
stens ein weiterer Testort vorhanden ist und an jedem
Testort nur einmal ein Stimulus dargeboten wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass für jeden Testort ein ursprünglicher Ausgangswert für den Stimulus festgelegt und festgehalten wird,
dass der erste Stimulus einer eine Untersuchung bildenden Stimuliserie an einem beliebigen Testort mit dem ursprüng lichen Ausgangswert dargeboten wird,
dass für diesen Testort und für die in einem bestimmten Umkreis hierzu liegenden Testorte die ursprünglichen Aus gangswerte entsprechend der Patientenantwort zum Schwel lenwert der Wahrnehmung hin korrigiert werden und als korrigierte Ausgangswerte die betreffenden ursprünglichen Ausgangswerte ersetzen und
dass die folgenden Stimuli in beliebiger Reihenfolge an den übrigen Testorten dargeboten werden, und je nach Te stort entweder den festgehaltenen ursprünglichen Ausgangs wert oder gegebenenfalls den korrigierten Ausgangswert aufweisen.
dadurch gekennzeichnet,
dass für jeden Testort ein ursprünglicher Ausgangswert für den Stimulus festgelegt und festgehalten wird,
dass der erste Stimulus einer eine Untersuchung bildenden Stimuliserie an einem beliebigen Testort mit dem ursprüng lichen Ausgangswert dargeboten wird,
dass für diesen Testort und für die in einem bestimmten Umkreis hierzu liegenden Testorte die ursprünglichen Aus gangswerte entsprechend der Patientenantwort zum Schwel lenwert der Wahrnehmung hin korrigiert werden und als korrigierte Ausgangswerte die betreffenden ursprünglichen Ausgangswerte ersetzen und
dass die folgenden Stimuli in beliebiger Reihenfolge an den übrigen Testorten dargeboten werden, und je nach Te stort entweder den festgehaltenen ursprünglichen Ausgangs wert oder gegebenenfalls den korrigierten Ausgangswert aufweisen.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Testorte in n Gruppen unterteilt werden, und dass kein Testort einer Gruppe im Umkreis eines Testortes der gleichen Gruppe liegt, dass zuerst die Testorte der er sten, danach die der zweiten, usw. und zuletzt die der n- ten Gruppe je mit einem Stimulus beaufschlagt werden.
dadurch gekennzeichnet,
dass die Testorte in n Gruppen unterteilt werden, und dass kein Testort einer Gruppe im Umkreis eines Testortes der gleichen Gruppe liegt, dass zuerst die Testorte der er sten, danach die der zweiten, usw. und zuletzt die der n- ten Gruppe je mit einem Stimulus beaufschlagt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der für jeden Testort vorgesehene Ausgangswert die Hälfte des für diesen Testort bekannten alterskorrigierten Normalwertes eines Probanden ist.
dadurch gekennzeichnet,
dass der für jeden Testort vorgesehene Ausgangswert die Hälfte des für diesen Testort bekannten alterskorrigierten Normalwertes eines Probanden ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der ursprüngliche Ausgangswert für jeden Testort der ersten Gruppe nach der Messung entsprechend der Patienten antwort gesehen oder nicht gesehen um eine erste Konstante zu einem korrigierten Ausgangswert vergrößert oder ver kleinert wird, welche Konstante in grober Näherung dem halben Durchschnitt der alterskorrigierten Normalwerte aller Testorte entspricht, dass die ursprünglichen Aus gangswerte der Testorte der übrigen Gruppen durch Inter- und/oder Extrapolation an die korrigierten Ausgangswerte der ersten Gruppe angepasst werden, dass die derart kor rigierten Ausgangswerte der zweiten Gruppe nach deren Untersuchung um eine zweite Konstante - entsprechend der Patientenantwort - vergrößert oder verkleinert werden, welche zweite Konstante kleiner als die erste Konstante ist, wobei die bereits korrigierten Ausgangswerte der nicht untersuchten Testorte erneut durch Inter- und/oder Extrapolation korrigiert werden, und dass bei den nachfol genden Gruppen in gleicher Weise verfahren wird, wobei die dritte Konstante kleiner als die zweite und die vierte kleiner als die dritte, usw. ist.
dadurch gekennzeichnet,
dass der ursprüngliche Ausgangswert für jeden Testort der ersten Gruppe nach der Messung entsprechend der Patienten antwort gesehen oder nicht gesehen um eine erste Konstante zu einem korrigierten Ausgangswert vergrößert oder ver kleinert wird, welche Konstante in grober Näherung dem halben Durchschnitt der alterskorrigierten Normalwerte aller Testorte entspricht, dass die ursprünglichen Aus gangswerte der Testorte der übrigen Gruppen durch Inter- und/oder Extrapolation an die korrigierten Ausgangswerte der ersten Gruppe angepasst werden, dass die derart kor rigierten Ausgangswerte der zweiten Gruppe nach deren Untersuchung um eine zweite Konstante - entsprechend der Patientenantwort - vergrößert oder verkleinert werden, welche zweite Konstante kleiner als die erste Konstante ist, wobei die bereits korrigierten Ausgangswerte der nicht untersuchten Testorte erneut durch Inter- und/oder Extrapolation korrigiert werden, und dass bei den nachfol genden Gruppen in gleicher Weise verfahren wird, wobei die dritte Konstante kleiner als die zweite und die vierte kleiner als die dritte, usw. ist.
5. Vorrichtung zum Perimetrieren des Gesichtsfeldes des
menschlichen Auges mit Mitteln, die einem Auge während
einer Untersuchung eine bestimmte Blickrichtung vorgeben,
mit Mitteln, um im Umfeld der Blickrichtung Stimuli an
hinsichtlich ihrer Lage bestimmten Testorten darzubieten,
mit einem Rechner, der die Mittel zur Darbietung der Sti
muli sowohl hinsichtlich der Lage als auch der Stärke
steuert, mit einem dem Rechner zugeordneten Speicher, der
einerseits für jeden Testort einen Ausgangswert speichert
und dem andererseits eine Antworteinrichtung zum Signali
sieren der Patientenantwort zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rechner an jedem Testort nur einmal einen Stimu lus darbietet,
dass der Rechner den ersten Stimulus einer Untersuchung mit dem abgespeicherten Ausgangswert darbietet und für diesen Testort und die in einem bestimmten Umkreis liegen den Testorte die ursprünglichen Ausgangswerte entsprechend einer Patientenantwort zum Schwellenwert der Wahrnehmung hin korrigiert und im Speicher anstelle der bisherigen für diese Testorte abgespeicherten Ausgangswerte speichert und dass der Rechner an den übrigen Testorten den Stimulus mit dem ursprünglichen oder gegebenenfalls dem korrigierten Ausgangswert darbietet.
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rechner an jedem Testort nur einmal einen Stimu lus darbietet,
dass der Rechner den ersten Stimulus einer Untersuchung mit dem abgespeicherten Ausgangswert darbietet und für diesen Testort und die in einem bestimmten Umkreis liegen den Testorte die ursprünglichen Ausgangswerte entsprechend einer Patientenantwort zum Schwellenwert der Wahrnehmung hin korrigiert und im Speicher anstelle der bisherigen für diese Testorte abgespeicherten Ausgangswerte speichert und dass der Rechner an den übrigen Testorten den Stimulus mit dem ursprünglichen oder gegebenenfalls dem korrigierten Ausgangswert darbietet.
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