DE19627728A1 - Netzelement und Ein-/Ausgabeeinheit für ein synchrones Übertragungssystem - Google Patents
Netzelement und Ein-/Ausgabeeinheit für ein synchrones ÜbertragungssystemInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein synchrones Übertragungssystem gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1. Außerdem betrifft die Erfindung ein
Netzelement gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 6 und eine
Ein-/Ausgabeeinheit gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 7.
Ein synchrones Übertragungssystem ist z. B. ein Übertragungssystem
für die Synchrone Digitale Hierarchie (SDH-System). In einem
SDH-System werden zu übertragende Signale nach einem bestimmten
Muster zusammengefaßt und nach Rahmen strukturiert. Ein solcher
Rahmen wird als synchroner Transportmodul STM-N bezeichnet; er ist
z. B. in der ITU-T Empfehlung "Recommendation G.707 (Draft)
(11/95)", z. B. Kapitel 7 "Multiplexing method", beschrieben. Im
Rahmen ist ein Bereich für Steuerdaten, d. h. für "Section Overhead
SOH" und "AU-n pointer", und für Nutzdaten, d. h. für "Payload",
festgelegt.
Das SDH-System ist aus einer Anzahl von Netzknoten aufgebaut, die
durch physikalische Übertragungsmedien (z. B. Lichtwellenleiter,
Koaxialkabel) miteinander verbunden sind. Die Netzknoten sind
üblicherweise aus Gruppen einzelner Netzelemente (z. B.
Add/Drop-Multiplexer, Cross-Connect) aufgebaut, für die
verschiedenen Funktionen definiert sind. Die CCITT-Empfehlung
"Recommendation G.783", Kapitel 2 "Transport Terminal Funktions",
definiert die Netzelemente nach Elementarfunktionen, zu denen u. a.
Schnittstellen-, Überwachungs- und Verbindungsfunktionen gehören.
Durch eine Schnittstelleneinrichtung wird die
Schnittstellenfunktion zum physikalischen Übertragungsmedium
bereitgestellt. Eine Schnittstelleneinrichtung (SPI, SDH Physical
Interface) dient in Empfangsrichtung zur Taktrückgewinnung aus dem
Empfangssignal und zur Erkennung eines Signalverlustes (LOS, Loss
of Signal); sie liefert die Signale LOS, DATA und TIMING (siehe
G.783, Figure 2.2). In Senderichtung hat die
Schnittstelleneinrichtung u. a. die Aufgabe, ein zu übertragendes
Signal mit dem Systemtakt auszusenden.
Die Schnittstelleneinrichtungen werden üblicherweise durch eine
Kombination von optischen Sende- und Empfangsmodulen und
Standard-Bauelementen (z. B. TDC2302C von Texas Instruments) oder
ASICs implementiert. Ein solches Standard-Bauelement hat u. a.
folgende Funktionen: Es sendet und empfängt STM-1 Signale mit einer
Bitfolgefrequenz von 155,52 Mbit/s. Es erkennt den Rahmen des
ankommenden Signals und sendet ein Rahmenanzeige-Signal
(Frame-Indication Signal). Es liefert außerdem Markierungen für die
Zustände Signalverlust (Loss of Signal, LOS), Rahmenverlust (Loss
of Frame, LOF).
Daran anschließend wird das empfangenene STM-1 Signal in einer
Signalverarbeitungseinrichtung, die ebenfalls ein
Standard-Bauelement (z. B. TDC3003 von Texas Instrument) oder ein
ASIC ist, weiterverarbeitet. Dieses Standard-Bauelement hat u. a.
folgende Funktionen: Es ist für die gesamte Verarbeitung des
Overheads zuständig. Für empfangene und zu sendende Signale erzeugt
es in Abhängigkeit eines externen Taktes Pointer und führt
Pointeraktionen aus. Außerdem führt es Überwachungsfunktionen für
die B1, B2 und B3 Kodierung, die Fehleranzeige (Far End Block
Error, FEBE) und die Zählung von Pointeraktionen aus.
Die Schnittstelleneinrichtung und die
Signalverarbeitungseinrichtung bilden eine Ein-/Ausgabeeinheit, die
die Verbindung zu weiteren Bestandteilen, z. B. einer Schaltmatrix
in einem Cross-Connect, des Netzelementes herstellen.
Steigende Anforderungen an die Netzelemente bezüglich Komplexität
und Integrationsdichte führen zu immer komplexeren Schaltungen und
zu ASIC Entwicklungen mit zunehmenden Gatterzahlen. Dies erfordert
aufwendige Simulationen und Tests, die immer längere Simulations- und
Testzeiten zur Folge haben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein synchrones
Übertragungssystem und ein Netzelement dafür anzugeben, bei denen
die steigenden Anforderungen auf eine einfache Weise bewältigt
werden. Ein synchrones Übertragungssystem ist Gegenstand des
Anspruchs 1 und ein Netzelement ist Gegenstand des Anspruchs 6.
Eine Ein-/Ausgabeeinheit für ein Netzelement ist Gegenstand des
Anspruchs 7.
Vorteilhaft an der Erfindung ist, daß die Netzelemente flexibel und
ohne umfangreiche Schaltungsänderungen an sich weiterentwickelnde
(ITU-T/ETSI) Standards angepaßt werden können; notwendige
Anpassungen können schnell vorgenommen werden. Aufwendige
Schaltungsentwicklungen entfallen.
Die Erfindung wird im folgenden beispielhaft anhand von Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer Ein-/Ausgabeeinheit für ein
Netzelement,
Fig. 2 eine Darstellung zur Erläuterung einer Gruppenbildung,
Fig. 3 eine Darstellung zur Erläuterung eines Transfers von
Speicherinhalten.
In Fig. 1 ist ein beispielhaftes Blockschaltbild einer
Ein-/Ausgabeeinheit 1 für ein Netzelement mit den zum Verständnis
der Erfindung erforderlichen Bestandteilen gezeigt. Das Netzelement
ist Teil eines Übertragungssystems für die synchrone digitale
Hierarchie, eines SDH-Systems. Mehrere Netzelemente können an einem
Netzknoten zusammengefaßt sein, der mit weiteren Netzknoten durch
ein oder mehrere physikalische Übertragungsmedien verbunden ist.
Netzelemente sind z. B. Cross-Connect, Add/Drop Multiplexer und
Leitungssysteme. Die Beschreibung der erfindungsgemäßen
Ein-/Ausgabeeinheit 1 erfolgt anhand eines Cross-Connects für ein
SDH-System, der eine mit der Ein-/Ausgabeeinheit 1 verbundene
Schaltmatrix hat.
Die Ein-/Ausgabeeinheit 1 hat eine Schnittstelleneinrichtung 4 und
eine Signalverarbeitungseinrichtung 2, die einen
Empfangsdatenspeicher 5, einen Sendedatenspeicher 7, eine
Steuereinheit 6 und einen Prozessor 3 hat. In Fig. 1 ist außerdem
ein Interface 10, das eine Verbindung zur Schaltmatrix herstellt,
ein Programmspeicher 8 und eine zentrale Steuerschaltung 9
eingezeichnet, die mit der Ein-/Ausgabeeinheit 1 verbunden sind,
aber u. U. räumlich von ihr entfernt im Netzelement angeordnet sein
können. Der Programmspeicher 8 dient außerdem zum Speichern von
Daten und zum Weiterleiten von Nachrichten.
An der Schnittstelleneinrichtung 4 tritt ein STM-N Signal in das
Netzelement ein und aus diesem aus; Senden und Empfangen des STM-N
Signals erfolgt seriell, d. h. die einzelnen Bytes eines Rahmen
werden seriell empfangen und gesendet. Die
Schnittstelleneinrichtung 4 hat die aus der "Recommendation G.783"
bekannte Funktion des SDH Physical Interface SPI; für die weitere
Beschreibung wird die Schnittstelleneinrichtung 4 deshalb als SPI
bezeichnet. Der Sendedatenspeicher 5 und der Empfangsdatenspeicher
7 sind Speicher mit wahlfreiem Zugriff (RAM), die auch als
Schreib-Lesespeicher bezeichnet werden. Der Programmspeicher 8 ist
ebenfalls ein Schreib-Lesespeicher, z. B. ein dynamisch
programmierbarer Schreib-Lesespeicher (DPRAM).
Im folgenden wird der Aufbau der Ein-/Ausgabeeinheit 1 erklärt,
daran anschließend wird ihre Funktion erläutert. Das SPI 4 hat
einen Datenausgang 11, einen Ausgang 12 für einen aus dem
empfangenen STM-N Signal abgeleiteten Takt, einen Ausgang 13 für
ein Rahmenkennungssignal (A1 Byte), einen Dateneingang 15 für zu
sendende Daten und einen Eingang 16 für einen im Netzelement
festgelegten Systemtakt. Der Datenausgang 11 ist mit einem Datenbus
26 (8 Bit Parallelbus) verbunden, der Nutzdaten (Payload) und
Steuerdaten (SOH) einem Dateneingang 17 des Empfangsdatenspeichers
5 byteseriell zuführt. Die Ausgänge 12 und 13 sind mit Eingängen
der Steuereinheit 6 verbunden. Einem weiteren Eingang 14 der
Steuereinheit 6 ist der Systemtakt zuführbar. Die Steuereinheit 6
ist durch einen Steuerbus mit einem Eingang 18 des
Empfangsdatenspeichers 5 und durch einen Steuerbus mit einem
Eingang 19 des Sendedatenspeichers 7 verbunden; über diese Eingänge
18, 19 können von der Steuereinheit 6 erzeugte Speicheradressen
zugeführt werden: Dem Eingang 18 wird eine Schreibadresse und dem
Eingang 19 eine Leseadresse zugeführt. Für die Schreibadresse ist
auch die Bezeichnung Write Pointer gebräuchlich und für die
Leseadresse die Bezeichnung Read Pointer.
Der Empfangsdatenspeicher 5 hat einen Datenausgang 20, an den ein
Datenbus 23 angeschlossen ist. Mit dem Datenbus 23 sind außerdem
ein Datenanschluß 21 des Prozessors 3 und ein Dateneingang 22 des
Sendedatenspeichers 7 verbunden. Der Datenanschluß 21 des
Prozessors 3 ist ein Datenein- und -ausgang, so daß eine
bidirektionale Datenübertragung möglich ist. Ein Adressenbus 24 ist
mit dem Empfangsdatenspeicher 5, dem Sendedatenspeicher 7 und dem
Prozessor 3 verbunden; über diesen Adressenbus 24 erfolgt die
Adressierung des Empfangsdatenspeichers 5 und des
Sendedatenspeichers 7 durch den Prozessor 3. Der Datenbus 23 und
der Adressenbus 24 sind außerdem mit dem Interface 10 verbunden,
das wie bereits erwähnt die Verbindung mit der Schaltmatrix
herstellt. Beispielsweise ist der Datenbus 23 64 Bit breit (8 Byte)
und der Adressenbus 24 32 Bit breit (4 Byte).
Die Steuereinheit 6 ist mit einem Interrupt-Anschluß 25 des
Prozessors 3 verbunden, wodurch eine Synchronisierung des
Prozessors 3 und der Steuereinheit 6 möglich ist.
Der Prozessor 3 ist vorzugsweise ein digitaler Signalprozessor DSP,
z. B. ein TMS320C80 von Texas Instruments, Details können aus der
Produktbeschreibung entnommen werden. Eine allgemeine Beschreibung
der Funktion und Programmierung von digitalen Signalprozessoren ist
z. B. aus M. Kappelan et al, "Digitale Signalprozessoren",
Funkschau 16/1993 (Teil 1, Seiten 66-69), Funkschau 17/1993 (Teil
2, Seiten 66-69) und Funkschau 18/1993 (Teil 3, Seiten 136-141)
bekannt.
Für die folgende Beschreibung wird von einem STM-1 Multiplexsignal
mit einer VC-4 Payload (3 TUG3) und von dem DSP TMS320C80 und
dessen Struktur ausgegangen. Prinzipiell ist jedoch auch ein
anderer programierbarer Microprozessor oder DSP verwendbar.
Der DSP TMS320C80 hat einen zentralen Prozessor (Master Processor),
vier parallele Prozessoren und einen Transferprozessor (Transfer
Controller), der für eine Datenübertragung zwischen externen und
internen Speichern verantwortlich ist.
Im folgenden wird die Funktion der Ein-/Ausgabeeinheit 1 in
Empfangsrichtung mit Hilfe der Fig. 2 und 3 beschrieben. Das SPI
4 empfängt die Rahmen eines STM-1 Signals, das eine Frequenz von
155,52 MHz hat, und führt die bereits erwähnte Funktionen aus: z. B.
Taktableitung, und Rahmenerkennung (A1, A2 Bytes). Das SPI 4
führt Daten, d. h. die Overhead und Payload Bytes des STM-1 Signals
dem Dateneingang 17 des Empfangsdatenspeichers 5 zu. Im
Empfangsdatenspeicher 5 werden die Overhead und Payload Bytes
logisch so organisiert, daß vier Gruppen gebildet werden, die
jeweils gleichartige Daten enthalten: drei Gruppen für die drei
Tributary Units TU und eine Gruppe für den Overhead OH (81 Bytes).
In Fig. 2 ist diese Gruppenbildung schematisch anhand eines
beispielhaften Datenstroms gezeigt. Von links nach rechts sind die
einzelnen Bytes wie folgt angeordnet: TU3#1, TU3#2, TU3#3, 9 OH,
TU3#1, TU3#2, TU3#3, usw. Nach der Gruppenbildung gibt es eine
Gruppe für TU3#1, eine Gruppe für TU3#2, eine Gruppe für TU3#3 und
eine Gruppe für OH. Jede Gruppe kann so individuell verarbeitet
werden, ohne daß für die Verarbeitung Daten einer anderen Gruppe
benötigt werden. Dadurch wird die Signalverabeitungsaufgabe auf
vier Teilaufgaben verteilt und der Prozessor 3 kann zusammenhängend
auf gleichartige Daten zugreifen. Die Organisation der über den
Datenbus 26 übertragenen Overhead und Payload Bytes in die vier
Gruppen wird durch die Steuereinheit 6 gesteuert, die die
Speicheradressen generiert. Dafür ist in der Steuereinheit 6 ein
Zähler vorhanden, der einen Bereich von 0 bis 2429 hat und
automatisch zurückgesetzt wird.
Der Zugriff auf die im Empfangsdatenspeicher 5 gespeicherten Daten
wird durch den im Prozessor 3 vorhandenen Transferprozessor
gesteuert, der auf die Daten gemäß einer Transferliste zugreift,
die ihm von dem ebenfalls im Prozessor 3 vorhandenen
Zentralprozessor übergeben wird. In der Transferliste ist
festgelegt, zu welcher Adresse eines prozessorinternen Speichers
der Inhalt einer Adresse des Empfangsdatenspeichers 5 übertragen
werden soll; die Transferliste enthält somit alle Informationen,
die notwendig sind, um Daten von einer Quelle zu einer Senke zu
übertragen. Die Transferliste wird kontinuierlich, z. B. für jeden
Rahmen, neu berechnet.
Der Zentralprozessor ist für die eigentliche Signalverarbeitung des
empfangenen STM-1 Signals verantwortlich, er überwacht die
Verarbeitung der empfangenen Daten durch die vier parallelen
Prozessoren. Die Signalverarbeitung erfolgt gemäß einem Programm,
das dem Prozessor 3 vom Programmspeicher 8 zugeführt wird. Mit
Hilfe des Programms können alle Prozeduren ausgeführt werden, die
notwendig sind, um die empfangenen Daten zu verarbeiten und daran
anschließend dem Interface 10 zuzuführen. Zu diesen Prozeduren
gehören z. B. die gesamte Verarbeitung des Overhead, die Erzeugung
von Pointern, Funktionsüberwachung der B1, B2 und B3 Kodierung und
das Zählen von Pointeraktionen.
Der (externe) Takt, den ein ankommendes STM-1 Signal hat, kann vom
(internen) Systemtakt verschieden sein, d. h. das ankommende STM-1
Signal und ein auszusendenes STM-1 Signal sind nicht synchron. Das
ankommende STM-1 Signal wird mit dem Systemtakt verarbeitet, was
dazu führt, daß die Adresse (Write Pointer), unter der ein
Datenbyte (Payload oder Overhead) zu speichern ist, von der Adresse
(Read Pointer), aus der ein Datenbyte gelesen wird, verschieden
ist. Daraus folgt, daß die im Empfangsdatenspeicher 5 gespeicherten
Datenbytes zwei unterschiedlichen Rahmen des empfangenen STM-1
Signals angehören; das A1 Byte ist somit nicht das "älteste" im
Empfangsdatenspeicher 5 gespeicherte Byte. Da die Daten
entsprechend der Reihenfolge des ankommenden STM-1 Signals
verarbeitet werden müssen, liest der Transferprozessor für jede
Gruppe (Fig. 2) die Daten aus dem Empfangsdatenspeicher 5 in zwei
Blöcken aus und ordnet diese zeitlich so um, daß die Daten im
internen Speicher des Prozessors 3 in der richtigen Reihenfolge
vorliegen. Wenn alle benötigten Daten im internen Speicher des
Prozessors 3 sind, können die erwähnten Prozeduren zur
Signalverarbeitung auf die Daten der vier Blöcke angewendet werden.
In Fig. 3 ist das beschriebene zeitliche Umsortieren schematisch
dargestellt. Fig. 3a. zeigt die lineare Anordnung der TU3#1 Bytes
im Empfangsdatenspeicher 5, bei der der Write Pointer auf den
Anfang des vierten Bytes zeigt. Rechts vom Write Pointer ist der
erste Block eingezeichnet, der 779 Bytes hat. Der links vom Write
Pointer eingezeichnete zweite Block hat 3 Bytes. Die Bytes des
ersten Blocks gehören zu einem Rahmen, der zuerst gespeichert
wurde, und die Bytes des zweiten Blocks gehören zu einem
darauffolgenden Rahmen. Die Situation, die sich nach der zeitlichen
Umsortierung durch den Transferprozessor ergibt, ist in Fig. 3b
dargestellt. In dieser ebenfalls linearen Anordnung sind links die
779 Bytes des ersten Blocks angeordnet und rechts daran
anschließend die 3 Bytes des zweiten Blocks.
Der Transferprozessor führt außerdem eine Taktanpassung
(Multiplexer Section Adaption) des ankommenden STM-1 Signals an den
Systemtakt durch. Für jeden Rahmen berechnet er die Adresse (Write
Pointer), unter der die Daten in dem internen Speicher zu speichern
sind, und legt die Größe der Blöcke fest. Die Größe der Blöcke kann
sich um +/- 3 Bytes ändern, abhängig davon, in welche Richtung sich
der Write Pointer bewegt. Ist eine Änderung der Blockgröße
erforderlich, fließt ein solcher Änderungsbedarf in die
kontinuierliche Berechnung der Transferliste ein. Beim nächsten
ankommenden Rahmen wird die Änderung der Blockgröße dann
berücksichtigt.
Nach jedem angekommenen Rahmen wird der Füllstand des internen
Speichers des Prozessors 3 abgefragt; hat der Füllstand einen
oberen Grenzwert überschritten oder einen unteren Grenzwert
unterschritten, wird eine Pointeraktion in der entsprechenden
Tributary Unit TU veranlaßt. Durch eine Pointeraktion wird in
bekannter Weise mehr oder weniger aus dem internen Speicher des
Prozessors 3 ausgelesen. Sind nach einer solchen Pointeraktion die
Spalten neugeordnet, wird ein abgehender Rahmen gebildet, der aus
vier getrennten Datengruppen in vier getrennten Speicherbereichen
besteht. Dieser Rahmen wird dem Sendedatenspeicher 7 zugeführt. Die
Steuereinheit 6, der Sendedatenspeicher 7 und das SPI 4 bilden
daraufhin ein auszusendendes STM-1 Signal; die Bildung des
auszusendenen STM-1 Signals erfolgt in umgekehrter Reihenfolge zur
Signalverarbeitung in Empfangsrichtung.
Die Beschreibung der Erfindung erfolgte anhand eines STM-1 Signals,
die Erfindung ist darauf aber nicht beschränkt. Für den Fall, daß
ein ein STM-N Signal zu verarbeiten ist, ist Anzahl der Blöcke um
den Faktor N zu erhöhen.
Aus der vorhergehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß durch die
Verwendung des Prozessors 3 zur Verarbeitung eines STM-1 Signals
ein flexibles Verarbeitungskonzept geschaffen wird: Dem in der
Signalverarbeitungseinrichtung 4 vorhandenen Prozessor 3 kann durch
den Programmspeicher 8 ein geändertes Programm zugeführt werden,
wodurch sich Änderungen z. B. im ETSI- oder ITU-Standard ohne
umfangreiche Schaltungsänderungen durchführen lassen.
Claims (7)
1. Synchrones Übertragungssystem für zu einem Multiplexsignal
zusammengefaßte Digitalsignale, bei dem Netzelemente vorhanden
sind, die durch ein oder mehrere Übertragungsmedien miteinander
verbunden sind, bei dem jedes Netzelement eine Ein-/Ausgabeeinheit
(1) zum Empfangen und Senden des Multiplexsignals hat, die eine
Schnittstelleneinrichtung (4) und eine
Signalverarbeitungseinrichtung (2) hat, die von der
Schnittstelleneinrichtung (4) kommende Daten verarbeitet,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Signalverarbeitungseinrichtung (2) Mittel (5, 6, 7) zum Speichern
der Daten und einen programmierbaren Prozessor (3) hat, daß die
Mittel (5, 6, 7) zum Speichern die Daten gemäß einem festgelegten
Schema so ordnen, daß der Prozessor (3) auf diese zugreifen und
verarbeiten kann, und daß die Mittel (5, 6, 7) zum Speichern vom
Prozessor (3) kommende Daten der Schnittstelleneinrichtung (2)
zuführen können.
2. Synchrones Übertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mittel zum Speichern (5, 6, 7) die Daten,
die ihnen von der Schnittstelleneinrichtung (4) und von dem
programmierbaren Prozessor (3) kommend seriell zuführbar sind, so
speichern, daß diese in Gruppen gleichartiger Daten angeordnet
sind.
3. Synchrones Übertragungssystem nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Prozessor (3) auf jede der Gruppen
blockweise zugreifen kann, und daß die Größe der Blöcke variabel
ist.
4. Synchrones Übertragungssystem nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Prozessor (3) die Blöcke zeitlich
umsortieren und in einem internen Speicher speichern kann.
5. Synchrones Übertragungssystem nach Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zugriff des Prozessors (3) auf die in
Gruppen angeordneten Daten mit Hilfe einer Transferliste erfolgt,
in der Informationen festgelegt sind, um Daten von einer
Datenquelle zu einer Datensenke zu übertragen, und daß der
Prozessor (3) die Transferliste nach jeder Änderung der Blockgröße
neu berechnet.
6. Netzelement für ein synchrones Übertragungssystem, mit einer
Ein-/Ausgabeeinheit (1), die eine Schnittstelleneinrichtung (4),
die ein Multiplexsignal aussenden und ein empfangenes
Multiplexsignal verarbeiten kann, und eine
Signalverarbeitungseinrichtung (2) hat, die von der
Schnittstelleneinrichtung (4) kommende Daten verarbeitet,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Signalverarbeitungseinrichtung (2) Mittel (5, 6, 7) zum Speichern
der Daten und einen Prozessor (3) hat, daß die Mittel (5, 6, 7) zum
Speichern die Daten gemäß einem festgelegten Schema so ordnen, daß
der Prozessor (3) auf diese zugreifen und verarbeiten kann, und daß
die Mittel (5, 6, 7) zum Speichern vom Prozessor (3) kommende Daten
der Schnittstelleneinrichtung (2) zuführen können.
7. Ein-/Ausgabeeinheit (1) für ein Netzelement, das Teil eines
synchronen Übertragungssystems ist, mit einer
Schnittstelleneinrichtung (4), die ein Multiplexsignal aussenden
und ein empfangenes Multiplexsignal verarbeiten kann, und einer
Signalverarbeitungseinrichtung (2), die von der
Schnittstelleneinrichtung (4) kommende Daten verarbeitet,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Signalverarbeitungseinrichtung (2) Mittel (5, 6, 7) zum Speichern
der Daten und einen Prozessor (3) hat, daß die Mittel (5, 6, 7) zum
Speichern die Daten gemäß einem festgelegten Schema so ordnen, daß
der Prozessor (3) auf diese zugreifen und verarbeiten kann, und daß
die Mittel (5, 6, 7) zum Speichern vom Prozessor (3) kommende Daten
der Schnittstelleneinrichtung (2) zuführen können.
Priority Applications (4)
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| PCT/EP1997/004055 WO1998001971A1 (de) | 1996-07-10 | 1997-07-10 | Netzelement und ein-/ausgabeeinheit für ein synchrones übertragungssystem |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19627728A DE19627728A1 (de) | 1996-07-10 | 1996-07-10 | Netzelement und Ein-/Ausgabeeinheit für ein synchrones Übertragungssystem |
Publications (1)
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|---|---|
| DE19627728A1 true DE19627728A1 (de) | 1998-01-15 |
Family
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Country Status (4)
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