DE19626147C2 - Griffvorrichtung - Google Patents
GriffvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine an einer Wand eines
Koffers, vorzugsweise eines Musterkoffers, angeord
nete Griffvorrichtung, mit einem Bügelgriff, der
beidendig schwenkbeweglich an Lagerböcken gelagert
ist, welche an einem Grundkörper angeordnet sind.
Eine derartige Griffvorrichtung ist bekannt. Sie
wird beispielsweise an Aktenkoffern oder derglei
chen eingesetzt. Ferner ist es bekannt, sogenannte
Musterkoffer mit Griffvorrichtungen der eingangs
genannten Art auszustatten, die das Tragen und Han
tieren des Musterkoffers erleichtern. Derartige Mu
sterkoffer dienen beispielsweise für die Aufnahme
von Mustern für die Textil- oder Bodenbelagsindu
strie oder dergleichen.
Die bekannten Griffvorrichtungen sind relativ auf
wendig an der Wand des Koffers oder dergleichen zu
montieren, wobei insbesondere die Befestigung durch
Vernieten oder Vercrimpen vorgenommen wird.
Aus dem deutschen Gebrauchsmuster 19 97 809 ist
eine Griffvorrichtung der eingangs genannten Art
bekannt, bei der ein Bügelgriff beidendig schwenk
beweglich an Lagerböcken gelagert ist, welche mit
einem Grundkörper verbunden sind, der auf der
Außenseite des Koffers angebracht wird. Für die Be
festigung gehen von dem Grundkörper Laschen aus,
die die Kofferwand durchgreifen und im Innern des
Koffers umgebogen sind. Alternativ ist es auch mög
lich, daß die Lagerböcke Haltelöcher aufweisen, in
die Nieten oder Schrauben zur Griffbefestigung ein
gebracht werden. Das Umbiegen der Haltelaschen be
ziehungsweise das Vernieten oder Verschrauben ist
relativ aufwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Griffvorrichtung der eingangs Art anzugeben, die
besonders einfach befestigbar ist. Ferner soll die
Griffvorrichtung ohne Werkzeug montierbar sein.
Vorzugsweise ist vorgesehen, daß die Griffvorrich
tung gleichzeitig einen Verschluß für den Koffer
bildet, der ein unbeabsichtigtes öffnen verhindert.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß der Grundkörper auf der Innenseite der Wand an
geordnet ist, daß die Lagerböcke mindestens einen
Durchbruch der Wand durchragen und daß an den La
gerböcken von der Außenseite der Wand zugeordnete
Arretierelemente befestigt sind, derart, daß die
Wand zwischen Grundkörper und den Arretierelementen
aufgenommen ist. Diese erfindungsgemäße Ausbildung
erlaubt eine sehr einfache Montage. Für die Festle
gung der Griffvorrichtung an der Wand ist es ledig
lich erforderlich, den Grundkörper der Innenseite
der Wand zuzuordnen, so daß die an dem Grundkörper
befestigten Lagerböcke mindestens einen Durchbruch,
insbesondere jeweils einen Durchbruch, der Wand
durchragen. Anschließend werden den Lagerböcken von
der Außenseite der Wand her die Arretierelemente
zugeordnet, wodurch die Wand zwischen Grundkörper
und den Arretierelementen aufgenommen ist. Hier
durch ist die Griffvorrichtung sicher an der Wand
befestigt, da sie sich einerseits mit ihrem Grund
körper an der Innenseite der Wand abstützt und
andererseits eine Abstützung auf der Außenseite der
Wand mittels der Arretierelemente erfolgt.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgese
hen, daß der Bügelgriffin die Lagerböcke einhäng
bar ist und daß die Einhängposition durch die Arre
tierelemente gegen Aushängen gesichert ist. Diese
Ausgestaltung ermöglicht es, zunächst den mit La
gerböcken versehenen Grundkörper - ohne Bügelgriff -
der Wand zuzuordnen. Ist dies erfolgt, so wird der
Bügelgriff von der Außenseite der Wand her in die
Lagerböcke eingehängt. Nach dem Einhängen werden
den beiden Lagerböcken die Arretierelemente zuge
ordnet, die einerseits die Festlegung der Griffvor
richtung an der Wand vornehmen und andererseits die
Einhängposition des Bügelgriffes gegen Aushängen
sichern. Insofern kommt den Arretierelementen eine
Doppelfunktion zu.
Vorzugsweise ist ferner vorgesehen, daß die Lager
böcke Vorsprünge aufweisen, die von Lagervorsprün
gen des Bügelgriffs untergriffen werden und daß die
Arretierelemente den jeweiligen Untergriff sichern.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgese
hen, daß die Arretierelemente auf die Lagerböcke
vorzugsweise rastend aufgeschoben sind, wobei je
weils ein Sicherungsvorsprung der Arretierelemente
eine Öffnung oder dergleichen im jeweiligen Lager
bock durchgreift und den zugeordneten Lagervor
sprung des Bügelgriffs von unten her sichert.
Mithin dringt der Sicherungsvorsprung des Arretier
elements beim Aufschieben des Arretierelements auf
den Lagerbock in die Öffnung des Lagerbocks ein,
wodurch der Sicherungsvorsprung in eine Position
unterhalb des entsprechenden Lagervorsprungs des
Bügelgriffs gelangt, so daß die Einhängposition des
Bügelgriffs hierdurch gesichert wird.
Ferner ist es vorteilhaft, wenn Arretierelement und
Lagerbock mit mindestens einer Auflaufschräge an
einanderliegen, derart, daß beim Zuordnen des Arre
tierelements zum Lagerbock das Arretierelement in
Richtung auf die Außenseite der Wand gedrängt wird.
Diese Ausgestaltung hat zur Folge, daß beim Zuord
nen des Arretierelements dieses in Richtung auf die
Wand, also in Richtung auf den Grundkörper, verla
gert wird, wodurch die Wand klemmend zwischen
Grundkörper und Arretierelement aufgenommen wird.
Damit ist eine sichere und feste Befestigung der
Griffvorrichtung gewährleistet. Vorzugsweise wird
die Stellung des Arretierelements am Lagerbock mit
tels einer Verrasterung, vorzugsweise Mikro-Verra
sterung, gesichert. Nach oben hin kann sich das Ar
retierelement vom Lagerbock nicht lösen, weil dies
durch den Eingriff des Sicherungsvorsprungs in die
Öffnung des Lagerbocks verhindert ist.
Insbesondere kann eine Auflaufschräge der Wand der
Öffnung des Lagerbocks und/oder eine Auflaufschräge
an dem Sicherungsvorsprung des Arretierelements
ausgebildet sein.
Es ist ferner vorteilhaft, wenn an dem Grundkörper
ein Sicherungsknebel drehbar befestigt ist, der mit
seiner Achse ein Loch der Wand durchgreift.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgese
hen, daß der Sicherungsknebel zwischen den beiden
Lagerböcken angeordnet ist. Insbesondere wird der
Sicherungsknebel auf einen Stehbolzen, der von dem
Grundkörper ausgeht, axial aufgerastet oder dort
auf andere Art und Weise befestigt. Dieser Stehbol
zen durchgreift beim Zuordnen des Grundkörpers zur
Wand ein Loch in dieser Wand. Ist dies erfolgt, so
wird - von der anderen Seite der Wand her - der Si
cherungsknebel am Stehbolzen befestigt, insbeson
dere dort aufgeclipst. Selbstverständlich ist es
auch möglich, daß der Sicherungsknebel einen Bolzen
aufweist, der in eine Bohrung oder dergleichen am
Grundkörper axial befestigt, insbesondere dort ein
gerastet wird, wobei jedoch eine Drehbeweglichkeit
des Sicherungsknebels erhalten bleibt.
Schließlich ist es vorteilhaft, wenn der ersten
Wand eine zweite Wand zuordenbar ist, die einen
Wanddurchbruch aufweist, der von dem Bügelgriff und
den mit Arretierelementen versehenen Lagerböcken
durchgriffen wird und daß mindestens ein Riegelteil
des Sicherungsknebels in dessen Sicherungsdrehstel
lung den Rand des Wanddurchbruchs überfängt. Die
erste Wand ist insbesondere als eine Deckellasche
und die zweite Wand als eine weitere Deckellasche
des Koffers oder dergleichen ausgebildet. Befindet
sich der Koffer in Schließstellung, so sind die
beiden Deckellaschen einander derart zugeordnet,
daß sie parallel aufeinanderliegen, wobei die an
der einen Deckellasche befestigte Griffvorrichtung
den Wanddurchbruch der anderen Deckellasche durch
greift. Dieser Durchgriff wird auch von dem Siche
rungsknebel realisiert, der sich - für das Durch
greifen - in Entsicherungs-Drehstellung befindet.
Für das Schließen des Koffers wird der Sicherungs
knebel verdreht, derart, daß ein radial hervorra
gendes Riegelteil des Sicherungsknebels den Rand
des Wanddurchbruchs überfängt, wodurch die beiden
Deckellaschen aufeinander festgelegt werden. Vor
zugsweise weist der Sicherungsknebel aufeinander
diametral gegenüberliegenden Seiten jeweils ein ra
diales Riegelteil auf, so daß der Rand des Wand
durchbruchs aufeinander gegenüberliegenden Seiten
von den beiden Riegelteilen übergriffen wird.
Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung an
hand eines Ausführungsbeispiels und zwar zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht auf einen
Musterkoffer mit Griffvorrichtung,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Be
reichs auf den Musterkoffer mit Griffvor
vorrichtung,
Fig. 3 eine Einzelteilzeichnung eines Grundkör
pers der Griffvorrichtung in Seitenan
sicht,
Fig. 4 der Grundkörper in Draufsicht,
Fig. 5 eine Seitenansicht eines Sicherungskne
bels der Griffvorrichtung,
Fig. 6 eine Draufsicht auf den Sicherungsknebel
der Fig. 5,
Fig. 7 eine Vorderansicht auf ein Arretierele
ment der Griffvorrichtung,
Fig. 8 eine Rückansicht des Arretierelements der
Fig. 7,
Fig. 9 eine Seitenansicht des Arretierelements
der Fig. 7, teilweise aufgeschnitten,
Fig. 10 eine Vorderansicht auf einen Lagerbock
der Griffvorrichtung in Richtung des
Pfeils X in Fig. 3,
Fig. 11 eine Rückansicht des Lagerbocks in Rich
tung des Pfeils XI in Fig. 3,
Fig. 12 eine Seitenansicht eines Bügelgriffs der
Griffvorrichtung,
Fig. 13 eine Stirnansicht auf den Bügelgriff der
Fig. 12,
Fig. 14 eine Draufsicht auf eine Einfassung der
Griffvorrichtung und
Fig. 15 eine Seitenansicht der Einfassung der Fig.
14.
Die Fig. 1 zeigt eine Griffvorrichtung 1, die an
einem sogenannten Musterkoffer 2 für Bodenbelagsmu
ster 3 angeordnet ist. Der Musterkoffer 2 besitzt
einen Deckel 4, der schwenkbeweglich mit einem Bo
den 5 verbunden ist, an dem ein weiterer Deckel 6
ebenfalls schwenkbeweglich angeordnet ist. Auf der
Innenseite des Bodens 5 sind mittels U-Profilen 7
die Bodenbelagsmuster 3 befestigt. Der obere Rand
des Deckels 4 geht in eine Wand 8 über, wobei die
Wand 8 und der Deckel 4 schwenkbeweglich miteinan
der verbunden sind. Die Wand 8 bildet eine Deckel
lasche 9. Von dem oberen Rand des Deckels 6 geht
ebenfalls schwenkbeweglich eine Wand 10 aus, die
als Deckellasche 11 ausgebildet ist. Im geschlosse
nen Zustand des Musterkoffers 2 liegen die Deckel
laschen 9, 11 flächig aufeinander. Sie werden in
dieser Stellung mittels der Griffvorrichtung 1 ge
halten, wobei die Griffvorrichtung 1 gleichzeitig
ein Tragen beziehungsweise Hantieren des Musterkof
fers 2 ermöglicht.
Die Griffvorrichtung 1 geht näher aus der Fig. 2
hervor. Sie weist zwei Lagerböcke 12, 13 auf, an
denen ein Bügelgriff 14 schwenkbeweglich gelagert
ist. Den Lagerböcken 12 und 13 sind Arretierele
mente 15, 16 zugeordnet, daß heißt, sie überfangen
die Lagerböcke 12 und 13. Zwischen den beiden La
gerböcken 12 und 13 befindet sich ein Sicherungs
knebel 17, der drehbar gelagert ist. Die Griffvor
richtung 1 ist an der Deckellasche 11 befestigt,
wobei ihre vorstehend genannten Teile einen Wand
durchbruch 18 der Deckellasche 9 durchgreifen, wie
dies insbesondere der Fig. 1 zu entnehmen ist. Der
Sicherungsknebel 17 übergreift in seiner Siche
rungsdrehstellung den Rand 19 des Durchbruchs 18,
so daß der Musterkoffer 2 gegen Öffnen gesichert
ist. Der Wanddurchbruch 18 ist mit einer Einfassung
20 versehen.
Nachstehend wird im einzelnen auf die Konstruktion
der Griffvorrichtung 1 eingegangen.
Die Fig. 3 zeigt einen Grundkörper 21 der Griff
vorrichtung 1, der als Montageplatte 22 ausgebildet
ist. Auf der Oberseite 23 der Montageplatte 22 be
finden sich die beiden Lagerböcke 12 und 13, die
vorzugsweise einstückig mit der Montageplatte 22
ausgebildet sind. An dieser Stelle soll bereits er
wähnt werden, daß vorzugsweise alle Teile der
Griffvorrichtung 1 aus Kunststoff, vorzugsweise im
Spritzgießverfahren, hergestellt sind, Ferner be
findet sich auf der Oberseite 23 der Montageplatte
22 - vorzugsweise mittig zwischen den beiden Lager
böcken 12 und 13 - ein Stehbolzen 24. Dieser ist
ebenfalls vorzugsweise einstückig an der Montage
platte 22 ausgebildet. Er besitzt im Bereich seines
freien Endes einen Einschnitt 25, so daß der Steh
bolzen 22 flexibel radial einfedern kann. Am freien
Ende ist ein Kragen 26 am Stehbolzen 24 ausgebil
det.
Die bereits erwähnten Lagerböcke 12 und 13 sind in
der Fig. 3 längsmittig geschnitten dargestellt; in
den Fig. 10 und 11 ist von ihnen eine Vorder
beziehungsweise eine Rückansicht wiedergegeben.
Insgesamt ist erkennbar, daß jeder Lagerbock 12, 13 -
in der Darstellung der Fig. 3 - galgenartig ge
staltet ist, das heißt, es ist jeweils ein Steg 27
vorgesehen, von dem - einstückig - ein Ausleger 28
ausgeht. Der Ausleger 28 weist an seiner Unterseite
29 eine Lagervertiefung 30 auf, wobei - gemäß Fig.
3 - der Ausleger 28 an seiner Unterseite 29 beab
standet zu seinem freien Ende eine Ausnehmung 31
besitzt. Ferner wird der Steg 27 jedes Lagerbocks
12, 13 von einer Öffnung 32 durchsetzt, deren obere
Wandung 33 eine Auflaufschräge 34 bildet. Diese
läuft zur Ebene der Montageplatte 22 unter einem
Winkel, vorzugsweise unter einem 45° Winkel. Jeder
Lagerbock 12, 13 weist einen Fuß 35 auf, der an ein
ander gegenüberliegenden Seiten 36 mit einer
Mikro-Rastung 37 versehen ist.
Aus den Fig. 5 und 6 geht der Sicherungsknebel
17 näher hervor. Er weist an seiner Unterseite 38
eine nicht näher dargestellte Aufnahmebohrung für
den Stehbolzen 24 auf, das heißt, der Sicherungs
knebel 17 kann auf dem Stehbolzen 24 verrastet wer
den, so daß er axial festgelegt ist, jedoch gedreht
werden kann. An seiner Peripherie besitzt der Si
cherungsknebel 17 zwei einander diametral gegen
überliegende Riegelteile 39, die die sonstige Peri
pherie nach außen hin überragen.
Die Fig. 7 bis 9 verdeutlichen die Ausgestaltung
der beiden Arretierelemente 15 beziehungsweise 16.
Es wird nachstehend nur auf das Arretierelement 15
eingegangen, da das Arretierelement 16 identisch
ausgebildet ist. Gemäß der Fig. 2 sowie 7 und 8
ist das Arretierelement 15 haubenartig ausgebildet,
wobei die Haube 40 zu einer Seite 41 sowie nach un
ten hin (Bezugsziffer 42) offen ist. Im Inneren der
Haube 40 befindet sich ein Sicherungsvorsprung 43,
der stegartig ausgebildet und derart gestaltet ist,
daß er in die Öffnung 32 des entsprechenden Lager
bocks 12 beziehungsweise 13 eingeschoben werden
kann. Insbesondere der Fig. 9 ist zu entnehmen,
daß der Sicherungsvorsprung 43 eine Auflaufschräge
44 besitzt, die in ihrer Winkellage der Winkellage
der Auflaufschräge 34 angepaßt ist. Im Innenwandbe
reich weist die Haube 40 in ihrem unteren Bereich
auf einander gegenüberliegenden Seiten eine
Mikro-Rastung 45 auf, die derart ausgebildet ist, daß sie
mit der Mikro-Rastung 37 der Lagerböcke 12 bezie
hungsweise 13 zusammenwirken kann.
Die Fig. 12 und 13 verdeutlichen den Bügelgriff
14, der an seinen beiden Endbereichen 46 Lagervor
sprünge 47 aufweist, die einen kreisförmigen Quer
schnitt besitzen (siehe Fig. 13), wobei das jewei
lige freie Ende jedes Lagervorsprungs 47 einen
Ringkragen 48 aufweist.
Die Fig. 14 und 15 zeigen die Einfassung 20, die
vorzugsweise aus zwei identischen Teilen besteht,
die miteinander verclipst werden. Die Trennlinie
zwischen den beiden Teilen ist in der Fig. 15 ge
strichelt dargestellt. Die Einfassung 20 dient
dazu, den Wanddurchbruch 18 in der Deckellasche 9
randseitig zu umfassen. Hierzu besitzt die Einfas
sung 20 eine umlaufende Aufnahmenut 49 (Fig. 15).
Diese Aufnahmenut 49 bildet sich erst dann aus,
wenn die beiden identischen Bauteile der Einfassung
20 miteinander verrastet werden. Insgesamt ist die
Einfassung 20 als Rahmen anzusehen, der den Wand
durchbruch 18 umgibt, das heißt, es liegt ein
Durchbruch 50 der Einfassung 20 vor, der etwas
kleiner als der Wanddurchbruch 18 ist.
Zur Montage der Griffvorrichtung 1 am Musterkoffer
2 wird die Montageplatte 22 der Innenseite 51 der
Wand 10 (Fig. 1) derart zugeordnet, daß die beiden
Lagerböcke 12 und 13 entsprechende Durchbrüche 52
der Wand 10 durchgreifen. Der Stehbolzen 24 durch
greift ein entsprechendes Loch 53 in der Wand 10.
Anschließend wird von der Außenseite 54 der Wand 10
her der Bügelgriff 14 in die Lagerböcke 12 und 13
eingehängt. Dies erfolgt derart, daß die Lagervor
sprünge 47 des Bügelgriffs 14 von unten her den
Auslegern 28 genähert werden, bis die Lagervor
sprünge 47 in die Lagervertiefungen 30 eintreten,
wobei die Ringkragen 48 in die Ausnehmungen 31 ein
treten. Mithin bilden die Ausleger 28 Vorsprünge
55, die von den Lagervorsprüngen 47 untergriffen
werden. Nunmehr wird jedem Lagerbock 12, 13 das zu
gehörige Arretierelement 15 beziehungsweise 16 zu
geordnet. Dies erfolgt derart, daß das Arretierele
ment 15 mit seiner offenen Seite 41 von der dem Bü
gelgriff 14 abgewandten Seite auf den Lagerbock 12
aufgeschoben wird, wobei die beiden Mikro-Rastungen
37 und 45 ineinandertreten. Gleichzeitig tritt der
Sicherungsvorsprung 43 in die Öffnung 32 ein, wobei
die beiden Auflaufschrägen 34 und 44 gegeneinander
treten. Dies hat zur Folge, daß im Zuge der Auf
schiebbewegung das Arretierelement 15 nach unten in
Richtung auf die Wand 10 gedrängt wird, so daß die
Wand 10 klemmend zwischen der Montageplatte 22 und
dem Arretierelement 15 aufgenommen wird. Entspre
chendes gilt für die Montage des Arretierelements
16 an dem Lagerbock 13. Der Sicherungsvorsprung 43
des entsprechenden Arretierelements 15 beziehungs
weise 16 hat ferner die Aufgabe, von unten her in
Gegenüberlage zum entsprechenden Lagervorsprung 47
des Bügelgriffs 14 zu treten, so daß eine Abstüt
zung der Lagervorsprünge 47 erfolgt und diese daher
in ihrer Stellung positioniert werden, wobei jedoch
eine Kippbewegung des Bügelgriffs 14 erhalten
bleibt. Anschließend wird der Sicherungshebel 17
auf den Stehbolzen 24 aufgeclipst. Schließlich wer
den die beiden Teile der Einfassung 20 dem Wand
durchbruch 18 der Wand 8 zugeordnet, das eine Teil
von der oberen, das andere Teil von der unteren
Seite, so daß insgesamt eine Randverstärkung des
Wanddurchbruchs 18 realisiert wird. Die beiden
Teile verklipsen vorzugsweise miteinander.
Zum Schließen des Musterkoffers 2 wird die Stellung
der Deckellasche 11 gemäß Fig. 1 eingenommen, daß
heißt, die Deckellasche 11 bildet mit dem Deckel 6
einen rechten Winkel. Anschließend wird dann die
Deckellasche 9 derart verschwenkt, daß sie flächig
auf der Deckellasche 11 aufliegt, wobei sie in die
ser Stellung mit dem Deckel 4 ebenfalls einen rech
ten Winkel bildet. In der genannten Stellung der
Deckellasche 9 wird der von der Einfassung 20 um
rahmte Wanddurchbruch 18 von den mit Arretierele
menten 15 und 16 versehenen Lagerböcken 12 und 13
sowie dem dazugehörigen Bügelgriff 14 durchgriffen.
Ferner durchgreift der Sicherungsknebel 17 den
Wanddurchbruch 18, wobei sich der Sicherungsknebel
17 in Entsicherungsstellung befindet, die - gegen
über der Darstellung der Fig. 2 - von einer um 90°
verdrehten Stellung des Sicherungsknebels 17 gebil
det ist. Zur Sicherung der Schließstellung des Mu
sterkoffers 2 wird der Sicherungsknebel 17 in die
in Fig. 2 dargestellte Stellung verdreht, in der
seine beiden Riegelteile 39 den Rand des Wanddurchbruchs 18,
das heißt die Einfassung 20, übergrei
fen.
Zum Öffnen des Musterkoffers 2 ist es zunächst er
forderlich, den Sicherungsknebel 17 in Entsiche
rungsstellung zu drehen und anschließend die Dec
kellasche 9 anzuheben, so daß die Griffvorrichtung
1 den Wanddurchbruch 18 passieren kann. An
schließend wird dann die Deckellasche 11 ver
schwenkt und der Musterkoffer 2 läßt sich öffnen,
wodurch die darin befindlichen Bodenbelagsmuster 3
zugänglich werden.
Zusätzlich oder anstelle der Mikro-Verrastungen 37
und 45 in den Fußbereichen der Lagerböcke 12 und 13
beziehungsweise den unteren Bereichen der Arretier
elemente 15 und 16 können derartige Verrastungen
auch an den Auflaufschrägen 34 und 44 vorgesehen
sein.
Claims (10)
1. An einer Wand eines Koffers, vorzugsweise eines
Musterkoffers, angeordnete Griffvorrichtung, mit
einem Bügelgriff, der beidendig schwenkbeweglich an
Lagerböcken gelagert ist, welche an einem Grundkör
per angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der
Grundkörper (21) auf der Innenseite (51) der Wand
(10) angeordnet ist, daß die Lagerböcke (12, 13)
mindestens einen Durchbruch (52) der Wand (10)
durchragen und daß an den Lagerböcken (12, 13) von
der Außenseite (54) der Wand (10) zugeordnete Arre
tierelemente (15, 16) befestigt sind, derart, daß
die Wand (10) zwischen Grundkörper (21) und den Ar
retierelementen (15, 16) aufgenommen ist.
2. Griffvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Bügelgriff (14) in die Lager
böcke (12, 13) einhängbar ist und daß die Einhäng
position durch die Arretierelemente (15, 16) gegen
Aushängen gesichert ist.
3. Griffvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager
böcke (12, 13) Vorsprünge (55) aufweisen, die von
Lagervorsprüngen (47) des Bügelgriffs (14) unter
griffen werden und daß die Arretierelemente (15,
16) den jeweiligen Untergriff sichern.
4. Griffvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Arre
tierelemente (15, 16) auf die Lagerböcke (12, 13) ra
stend aufgeschoben sind, wobei jeweils ein Siche
rungsvorsprung (43) des Arretierelements (15, 16)
eine Öffnung (32) im jeweiligen Lagerbock (12, 13)
durchgreift und den zugeordneten Lagervorsprung
(47) des Bügelgriffs (14) von unten her sichert.
5. Griffvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Arretierele
ment (15, 16) und Lagerbock (12, 13) mit mindestens
einer Auflaufschräge (34, 44) aneinanderliegen,
derart, daß beim Zuordnen des Arretierelements (15,
16) zum Lagerbock (12, 13) das Arretierelement (15,
16) in Richtung auf die Außenseite (54) der Wand
(10), also in Richtung auf den Grundkörper (21),
gedrängt wird.
6. Griffvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Auf
laufschräge (34) an der Wand der Öffnung (32)
und/oder eine Auflaufschräge (44) an dem Siche
rungsvorsprung (43) ausgebildet ist.
7. Griffvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem
Grundkörper (21) ein Sicherungsknebel (17) drehbar
befestigt ist, der mit seiner Achse ein Loch (53)
der Wand (10) durchgreift.
8. Griffvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Siche
rungsknebel (17) zwischen den beiden Lagerböcken
(12, 13) angeordnet ist.
9. Griffvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand
(10) eine erste Wand ist, der eine zweite Wand (8)
zuordenbar ist, die einen Wanddurchbruch (18) auf
weist, der von dem Bügelgriff (14) und den mit Ar
retierelementen (15, 16) versehenen Lagerböcken (12,
13) durchgriffen wird und daß mindestens ein
Riegelteil (39) des Sicherungsknebels (17) in des
sen Sicherungsdrehstellung den Rand des Wanddurch
bruchs (18) überfängt.
10. Griffvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste
Wand (10) eine Deckellasche (11) und die zweite
Wand (8) eine weitere Deckellasche (9) des Koffers
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996126147 DE19626147C2 (de) | 1996-07-01 | 1996-07-01 | Griffvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996126147 DE19626147C2 (de) | 1996-07-01 | 1996-07-01 | Griffvorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19626147A1 DE19626147A1 (de) | 1998-01-08 |
| DE19626147C2 true DE19626147C2 (de) | 1998-05-20 |
Family
ID=7798405
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996126147 Expired - Fee Related DE19626147C2 (de) | 1996-07-01 | 1996-07-01 | Griffvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19626147C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN104302553A (zh) * | 2012-05-08 | 2015-01-21 | 马格马蒂克有限公司 | 可闭锁带盖的容器 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1997809U (de) * | 1968-07-26 | 1968-12-05 | Kofferfab Bermas | Halterung fuer schwenkbare griffe an koffern, taschen od. dgl. |
-
1996
- 1996-07-01 DE DE1996126147 patent/DE19626147C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1997809U (de) * | 1968-07-26 | 1968-12-05 | Kofferfab Bermas | Halterung fuer schwenkbare griffe an koffern, taschen od. dgl. |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN104302553A (zh) * | 2012-05-08 | 2015-01-21 | 马格马蒂克有限公司 | 可闭锁带盖的容器 |
| CN104302553B (zh) * | 2012-05-08 | 2017-05-03 | 马格马蒂克有限公司 | 可闭锁带盖的容器 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19626147A1 (de) | 1998-01-08 |
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