DE19626893A1 - Flüssigkeitsverteiler für eine Stoffaustauschkolonne - Google Patents
Flüssigkeitsverteiler für eine StoffaustauschkolonneInfo
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- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D3/00—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
- B01D3/008—Liquid distribution
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F25—REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
- F25J—LIQUEFACTION, SOLIDIFICATION OR SEPARATION OF GASES OR GASEOUS OR LIQUEFIED GASEOUS MIXTURES BY PRESSURE AND COLD TREATMENT OR BY BRINGING THEM INTO THE SUPERCRITICAL STATE
- F25J3/00—Processes or apparatus for separating the constituents of gaseous or liquefied gaseous mixtures involving the use of liquefaction or solidification
- F25J3/02—Processes or apparatus for separating the constituents of gaseous or liquefied gaseous mixtures involving the use of liquefaction or solidification by rectification, i.e. by continuous interchange of heat and material between a vapour stream and a liquid stream
- F25J3/04—Processes or apparatus for separating the constituents of gaseous or liquefied gaseous mixtures involving the use of liquefaction or solidification by rectification, i.e. by continuous interchange of heat and material between a vapour stream and a liquid stream for air
- F25J3/04763—Start-up or control of the process; Details of the apparatus used
- F25J3/04866—Construction and layout of air fractionation equipments, e.g. valves, machines
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Description
Die Erfindung betrifft einen Flüssigkeitsverteiler für eine Stoffaustauschkolonne, der
mindestens einen Hauptkanal und eine Vielzahl von Verteilkanälen aufweist, die mit
dem Hauptkanal in Strömungsverbindung stehen und mit
Flüssigkeitsaustrittsöffnungen versehen sind.
Derartige Verteiler dienen zur Verteilung von Flüssigkeit über den Querschnitt einer
Stoffaustauschkolonne, insbesondere oberhalb eines mit geordneter oder
ungeordneter Packung ausgestatteten Abschnitts. Sie sind beispielsweise aus einem
Aufsatz von P. Bomio et al., Chem. Tech., 43. Jg., Heft 11/12, 1991 bekannt und
werden dort als Rohrverteiler, Elementverteiler oder Kanalverteiler bezeichnet. Diese
Typen von Flüssigkeitsverteilern weisen horizontal ausgerichtete Verteilkanäle, die von
mindestens einem Hauptkanal gespeist werden, der in der Regel senkrecht zu den
Verteilkanälen verläuft. Bei einem Rohrverteiler sind die Verteilkanäle an ihrer
Oberseite geschlossen, bei einem Element- oder Kanalverteiler sind sie oben offen.
Dabei tritt das Problem auf, daß durch die Strömung in Längsrichtung der Verteilkanäle
eine ungleichmäßige Verteilung von Flüssigkeit bewirkt wird. Je nachdem, wie weit
eine Flüssigkeitsaustrittsöffnung vom Flüssigkeitseintritt in den Verteilkanal entfernt ist,
wird sie von der Flüssigkeit mit unterschiedlicher Austrittsgeschwindigkeit durchströmt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Verteiler der eingangs
genannten Art zu entwickeln, der eine besonders hohe Verteilgüte ermöglicht und
einen relativ geringen Herstellungsaufwand erfordert.
Diese Aufgabe wird durch einen innerhalb der Verteilkanäle im wesentlich horizontal
angeordneten Strömungszerleger gelöst.
Unter Strömungszerleger wird hier eine Apparatur verstanden, die ein in einer
Richtung (z. B. horizontal) strömendes Medium in zwei Teilströme mit verschiedener
Richtung aufteilt (z. B. in einen weiterhin horizontalen Strom und einen mit vertikaler
Richtungskomponente). Der Strömungszerleger ist vorzugsweise so angeordnet, daß
er sich während des Betriebs des Verteilers unterhalb der Oberfläche der im
entsprechenden Verteilkanal anstehenden beziehungsweise fließenden Flüssigkeit
befindet. Er bewirkt einen Strömungswiderstand in vertikaler Richtung. Dadurch
entstehen zwei Strömungsquerschnitte; im oberen wird die Flüssigkeit längs des
Verteilkanals transportiert, im unteren entsteht allein eine Strömung in Richtung
Flüssigkeitsaustrittsöffnung. Der Abbau der horizontalen Strömungsgeschwindigkeit
unmittelbar über dem Loch bewirkt ein spürbare Verbesserung der Verteilgüte.
Die Strömungsbremse ist in einem vertikalen Abstand vom Boden des Verteilkanals
angeordnet, der beispielsweise 25 bis 45%, vorzugsweise 30 bis 40% der Höhe des
Verteilkanals beträgt.
Der Strömungszerleger weist vorzugsweise ein Lochblech auf. Dieses enthält
mindestens einen im wesentlichen horizontalen Abschnitt. Das Öffnungsverhältnis
beträgt in diesem Bereich beispielsweise 3 bis 13%, vorzugsweise 5 bis 8%, höchst
vorzugsweise etwa 5%.
Es ist günstig, wenn die Flüssigkeitsaustrittsöffnung so ausgebildet sind, daß ihre
effektive Länge L kleiner als ihr Durchmesser D ist.
Unter Durchmesser wird hier die maximale lineare Ausdehnung des freien
Lochquerschnitts verstanden; im allgemein üblichen Fall von kreisförmigen
Flüssigkeitsaustrittsöffnungen ist dies der Kreisdurchmesser an der engsten Stelle der
Flüssigkeitsaustrittsöffnung. Die Flüssigkeitsaustrittsöffnungen sind im allgemeinen in
einem horizontal ausgerichteten Wandabschnitt des Verteilkanals angeordnet, so daß
sie von der die Flüssigkeit in im wesentlicher vertikaler Strömungsrichtung
durchflossen werden.
Die effektive Lochlänge ist durch den Teil der Lochbegrenzung festgelegt, der im
Betrieb des Verteilers von der Flüssigkeit benetzt wird. Zum Beispiel ist bei einer
Flüssigkeitsaustrittsöffnung, deren Querschnitt sich nach oben verjüngt, die effektive
Lochlänge geringer als die geometrische. Flüssigkeitsaustrittsöffnungen mit dieser
Eigenschaft werden im folgenden auch als Blendenlöcher bezeichnet. Bei den im
Rahmen der Erfindung angestellten Versuchen hat sich überraschenderweise
herausgestellt, daß die Verwendung derartiger Blendenlöcher in Kombination mit dem
Strömungszerleger zu einer weiter verbesserten Verteilgüte führt.
Das Verhältnis L/D zwischen effektiver Länge und Lochdurchmesser der
Flüssigkeitsaustrittsöffnungen ist kleiner als 1, vorzugsweise kleiner oder gleich 0,9,
kleiner oder gleich 0,8, kleiner oder gleich 0,7, oder kleiner oder gleich 0,6.
Die Erfindung betrifft außerdem eine Stoffaustauschkolonne mit einem derartigen
Verteiler sowie die Verwendung einer solchen Stoffaustauschkolonne zur
Tieftemperaturzerlegung von Luft.
Die Erfindung sowie weitere Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden anhand
von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Hierbei
zeigen:
Fig. 1 den Verteilkanal einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Flüssigkeitsverteilers im Querschnitt und
Fig. 2 den Verteilkanal einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Flüssigkeitsverteilers ebenfalls im Querschnitt.
Der Grundaufbau des Verteilers kann bei beiden Ausführungsbeispielen dieselbe sein.
Die entsprechende Verbindung zwischen Hauptkanal und Verteilkanälen ist in der
EP 0607887 A2 (Fig. 3 und 4) gezeigt. Die Erfindung kann jedoch auch bei
anderen Grundformen von Rohr-, Element- oder Kanalverteiler eingesetzt werden.
Wie in beiden Figuren dargestellt, enthält der Verteilkanal 1 ein Lochblech 5 mit einem
horizontalen Abschnitt 6 enthalten, der als Strömungszerleger wirkt. Der Abstand B
zwischen Boden 2 und horizontalem Abschnitt 6 beträgt beispielsweise 25 bis 45%,
vorzugsweise 30 bis 40% der Höhe des Verteilkanals. In dem konkreten Beispiel liegt
der Wert bei 33%.
Die Flüssigkeitsaustrittsöffnungen 3 können konventionell (Fig. 1) oder als
Blendenlöcher (Fig. 2) ausgeführt sein. Die Blendenlöcher können grundsätzlich auf
zwei verschiedene Weisen realisiert werden, nämlich entweder durch eine relativ zum
Lochdurchmesser geringe Wandstärke des Bodens eines Verteilkanals oder durch
eine Verminderung der effektiven Lochlänge durch Veränderung der Lochgeometrie.
Letzteres ist insbesondere bei relativ zur Wandstärke geringen Lochdurchmessern
vorteilhaft. Das Ausführungsbeispiel von Fig. 2 bezieht sich auf die zweite Variante,
wobei der geometrische Lochquerschnitt auf der Unterseite des Bodens des
Verteilkanals größer als auf dessen Oberseite ist.
Dies wird bei der Herstellung des Verteilers am einfachsten dadurch verwirklicht, daß
zunächst - beispielsweise durch Bohren oder Stanzen - eine durch die gesamte
Wandstärke w des Bodens 2 des Verteilkanals 1 gehende Öffnung 3 erzeugt wird,
deren Querschnitt den Lochdurchmesser D im oben definierten Sinn festlegt.
Anschließend wird von der Unterseite des Bodens 2 her zusätzlich ein - beispielsweise
mit dieser Öffnung konzentrisches - Sackloch 4 gebohrt, das einen größeren
Durchmesser E aufweist und eine Länge s, die kleiner als die Wandstärke w ist. Die
Differenz w - s bildet dann die - gegenüber der durchgehenden Öffnung reduzierte -
effektive Lochlänge L.
Claims (5)
1. Flüssigkeitsverteiler für eine Stoffaustauschkolonne, der mindestens einen
Hauptkanal und eine Vielzahl von Verteilkanälen aufweist, die mit dem Hauptkanal
in Strömungsverbindung stehen und mit Flüssigkeitsaustrittsöffnungen versehen
sind, gekennzeichnet durch einen innerhalb der Verteilkanäle im wesentlich
horizontal angeordneten Strömungszerleger.
2. Flüssigkeitsverteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Strömungszerleger ein Lochblech aufweist.
3. Flüssigkeitsverteiler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
effektive Länge L der Flüssigkeitsaustrittsöffnungen kleiner als ihr Durchmesser D
ist.
4. Stoffaustauschkolonne mit einem Verteiler nach einem der Ansprüche 1 bis 3.
5. Verwendung einer Stoffaustauschkolonne nach Anspruch 4 zur
Tieftemperaturzerlegung von Luft.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19626893A DE19626893A1 (de) | 1996-07-04 | 1996-07-04 | Flüssigkeitsverteiler für eine Stoffaustauschkolonne |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19626893A DE19626893A1 (de) | 1996-07-04 | 1996-07-04 | Flüssigkeitsverteiler für eine Stoffaustauschkolonne |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19626893A1 true DE19626893A1 (de) | 1998-01-08 |
Family
ID=7798875
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19626893A Withdrawn DE19626893A1 (de) | 1996-07-04 | 1996-07-04 | Flüssigkeitsverteiler für eine Stoffaustauschkolonne |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19626893A1 (de) |
-
1996
- 1996-07-04 DE DE19626893A patent/DE19626893A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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