DE19625672C1 - Antrieb für Hochspannungsvakuumschaltgeräte - Google Patents
Antrieb für HochspannungsvakuumschaltgeräteInfo
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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- H01H33/60—Switches wherein the means for extinguishing or preventing the arc do not include separate means for obtaining or increasing flow of arc-extinguishing fluid
- H01H33/66—Vacuum switches
- H01H33/666—Operating arrangements
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H3/00—Mechanisms for operating contacts
- H01H3/22—Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism
- H01H3/30—Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using spring motor
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- High-Tension Arc-Extinguishing Switches Without Spraying Means (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Antrieb für Hochspan
nungsvakuumschaltgeräte, bei denen einer Schaltkammer mit
einem festen und einem beweglichen Stromzuführungsbolzen und
einer daran angebrachten Kontaktanordnung Feder- und Halte
mittel für die Bewegung der Kontaktanordnung vom geschlosse
nen Zustand in den offenen Zustand und für das Offenhalten
bei einem vorgegebenen Hub zugeordnet sind, wobei eine Pa
rallelschaltung zweier Federn vorliegt, von denen wenigstens
eine die Antriebsfeder für den Ausschaltvorgang ist.
Zum Verklinken von Schaltgeräten im offenen Zustand ist ein
Schaltmechanismus notwendig.
Ein solcher Schaltmechanismus,
bei dem mehrere Federn vorhanden sind, wird beispielsweise in
der DE-OS 15 40 055 und DE-OS 15 40 127 beschrieben. Durch
Verwendung von zwei hintereinandergeschalteten Federn mit
unterschiedlichen Federkonstanten soll dabei insgesamt eine
Federkennlinie mit zwei Steigungen und einem Knick bzw. einer
Krümmung realisiert werden, wobei beim Einschalten erst die
weiche und dann die harte Feder zur Wirkung kommen. Dies
bedingt eine Verklinkung des Antriebes.
Weiterhin ist aus der FR 13 55 898 ein hydraulischer Antrieb
mit Federspeicher zur Betätigung von Schaltern bekannt, der
zwei koaxial angeordnete parallele Federn der Kontaktanord
nung und einen zugehörigen Verklinkungsmechanismus aufweist.
Aus der DE-OS 15 40 063 ist ein Vakuumschalter mit einem An
trieb bekannt, bei dem eine Ausschaltfeder und eine Kontakt
andruckfeder konzentrisch zueinander angeordnet. Eine ähnli
che Anordnung ergibt sich aus der US 4 225 763. Die beiden
Federn wirken je nach dem Schaltzustand des Schaltgerätes
bevorzugt einander entgegengesetzt.
Speziell für einen Federantrieb für Vakuumschaltgeräte wird
die Forderung gestellt, die zugehörige Antriebsfeder so zu
dimensionieren, daß bei einem Ausschaltvorgang spätestens
nach der zweiten Halbwelle des Stromes eine sichere Löschung
des Lichtbogens erfolgt. Im anderen Fall wird eine Löschung
wegen des zu hohen Energieumsatzes im Schalter nicht mehr
möglich sein.
Bei dem zugehörigen Schaltmechanismus ist neben der eigent
lichen Antriebsfeder zu Beginn der Auslösung die Kontakt
druckfeder zum Erzeugen der erforderlichen Schließkraft
wirksam, wodurch Teile des Antriebsmechanismus während der
ersten 3 bis 5 mm Hub eine Vorbeschleunigung erfährt, bevor
die Schaltkontakte öffnen. Dabei bewegen sich die Öffnungs
geschwindigkeiten im Bereich von 1 bis 2,5 m/s. Daneben muß
nach Erreichen der Offenstellung noch eine ausreichende Kraft
vorhanden sein, den Schalter gegen den äußeren Luftdruck
offenzuhalten. Diese Kraft wird als sogenannte Offenhalte
kraft definiert.
Bei Schaltern für den Mittelspannungsbereich können wegen des
geringen Schalthubes von beispielsweise etwa 10 mm die oben
genannten Bedingungen mit einer Feder erfüllt werden. Anders
sieht jedoch die Situation bei Hochspannungsvakuumschaltern
aus. Um die bei höheren Spannungen erforderlichen größeren
Abstände in ausreichend kurzer Zeit mit Geschwindigkeiten
< 2 m/s zu erreichen, ist eine stärkere Antriebsfeder not
wendig. Da auch nach Erreichen der gewünschten Geschwindig
keit der Bewegkontakt weiter beschleunigt wird, wird eine
unnötig hohe Endgeschwindigkeit erreicht und es ist somit
eine unnötig hohe überschüssige Antriebsenergie über einen
entsprechenden Dämpfer aufzufangen. Um nach Erreichen des
oberen Anschlages ein von der Luftdruckschließkraft ver
ursachtes Zurücklaufen zu verhindern, muß der Antrieb in der
Endstellung durch die entsprechend lange Antriebsfeder die
Offenhaltekraft bereitstellen.
Als Alternative könnte ein vorbeschriebener Antrieb in der
Endstellung verklinkt werden, wobei in diesem Fall die Ver
klinkung eine zusätzliche Mechanik erfordert und wobei vor
dem Schließvorgang mit einer zusätzlichen Vorrichtung der
Antrieb entklinkt werden müßte.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Antrieb speziell
zur Verwendung bei Hochspannungsvakuumschaltern zu schaffen,
der keine Überdimensionierung beinhaltet und insbesondere
keine zusätzlichen mechanischen Mittel benötigt.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Antriebsfeder selbst aus zwei parallelgeschalteten Federn
besteht, wobei die erste Feder eine kurze Antriebsfeder mit
hoher Federkonstante ist und die zweite Antriebsfeder eine
lange Feder mit geringer Federkonstante ist.
Bei der Erfindung wird also die speziell für Hochspannungs
vakuumschalter notwendige Beschleunigung bis zum Erreichen
der gewünschten Geschwindigkeit von der kurzen Antriebsfeder
mit hoher Federkonstante zur Verfügung gestellt. Danach wird
der Bewegkontakt freigegeben und mit dieser Feder nicht wei
ter beschleunigt, so daß nur noch die Reibungskraft und die
Luftdruckschließkraft des Schalters als Bremskraft wirksam
wird. Parallel zur Antriebsfeder, welche die hohe Anfangs
beschleunigung liefert, wird dagegen die zweite Feder als
weiche Feder mit großem Hub eingebaut, die in ihrer Endstel
lung gerade die Offenhaltekraft bereitstellt.
Durch die erfindungsgemäße Konstruktion ist die bisher erfor
derliche mechanische Verklinkung im offenen Zustand unnötig.
Beim Öffnungsvorgang unterstützt die zweite Feder die Haupt
feder, die entsprechend angepaßt wird.
Insgesamt ist durch die Erfindung der Aufbau eines Antriebes
deutlich vereinfacht und wird die notwendige Antriebsenergie
wesentlich verringert. Hierdurch wird insbesondere bei Schal
tern im Hochspannungsbereich mit den für Blitzstoßspannungen
erforderlichen großen Abständen eine erhebliche Verringerung
des technischen Aufwandes beim Schaltbetrieb und damit auch
der dadurch verursachten Kosten erzielt.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Figurenbeschreibung von Ausführungs
beispielen in Verbindung mit den weiteren Patentansprüchen.
Es zeigen jeweils als Schnittdarstellung
Fig. 1 einen Hochspannungsvakuumschalter mit im Teilschnitt
geschlossenem bzw. offenem Zustand,
Fig. 2 einen Federantrieb für den Hochspannungsvakuumschalter
gemäß Fig. 1 bei geschlossenem Schalter gemäß Fig. 1
Fig. 3 den Federantrieb gemäß Fig. 2 bei offenem Schalter gemäß
Fig. 1.
Ein Vakuumschalter besteht im wesentlichen aus einer Schalt
röhre 1 mit der eigentlichen Schaltkammer 2, in der eine
Kontaktanordnung 10 aus einem Festkontakt 13 und einem Beweg
kontakt 14 angeordnet sind. Der Festkontakt 13 wird von einem
festen Stromzuführungsbolzen 3 und der Bewegkontakt 14 von
einem beweglichen Stromzuführungsbolzen 4 getragen.
An die Schaltkammer 2 schließen in axialer Richtung des
Schalters jeweils Isolatoren 6 und 7 an, die über nicht näher
bezeichnete Metallflansche vakuumdicht verbunden sind. Der
bewegliche Kontaktbolzen 4 ist endseitig über einen Federbalg
9 axial beweglich in der Schaltröhre eingebaut.
Soweit sind derartige Schaltröhren hinlänglich bekannt. Übli
cherweise ist für die Bewegung des beweglichen Kontaktbolzens
4 mit dem Bewegkontakt 14 ein mechanischer Antrieb vorhanden.
In Fig. 2 besteht ein derartiger Antrieb 20 aus einer ersten
mechanischen Feder 21 und einer zweiten mechanischen Feder
22, die auf einer Hülse 25 mit entsprechenden Flanschen 26,
27 und 28 befestigt sind.
Im einzelnen ist die erste Feder 21 eine kurze Antriebsfeder
mit hoher Federkonstante und die zweite Feder 22 eine lange
Offenhaltefeder mit geringer Federkonstante. Beide Federn 21
und 22 sind mechanisch parallelgeschaltet.
Aus Fig. 2 ergibt sich die Schalterstellung des Vakuumschal
ters im geschlossenen Zustand mit gespannter Antriebsfeder
21. Dabei ist beispielsweise die Länge der Antriebsfeder 21
um ein Viertel gestaucht, wodurch sich eine entsprechende
Vorspannung ergibt. Die Offenhaltefeder 22 ist in dieser
Schalterstellung ebenfalls gespannt.
Aus der Fig. 3 mit der offenen Schalterstellung ergibt sich,
daß nach Entspannung der Antriebsfeder 21 ein sogenannter
Freiflug über einen bestimmten axialen Bereich erfolgt. In
dieser Phase wird der Schalter nur noch durch die wesentlich
schwächere Offenhaltungsfeder 22 beschleunigt und schließlich
in der Offenstellung gehalten.
Claims (3)
1. Antrieb für Hochspannungsvakuumschaltgeräte, bei denen
einer Schaltkammer mit einem festen und einem beweglichen
Stromzuführungsbolzen und daran angebrachter Kontaktanordnung
Feder- und Haltemittel für die Bewegung der Kontaktanordnung
vom geschlossenen Zustand in den offenen Zustand und für das
Offenhalten bei einem vorgegebenen Hub zugeordnet sind mit
einer Parallelschaltung zweier Federn, von denen wenigstens
eine die Antriebsfeder ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Antriebsfeder für den Ausschalt
vorgang selbst aus zwei parallelgeschalteten Federn (21, 22)
besteht, von denen die erste Feder (21) eine kurze Antriebs
feder mit hoher Federkonstante ist und die zweite Feder (22)
eine lange Antriebsfeder mit geringer Federkonstante ist.
2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die erste Feder (21) mit hoher Feder
konstante zur Beschleunigung des Bewegkontaktes (14) der Kon
taktanordnung (10) vorgesehen ist und daß die zweite Feder
(22) die Haltekraft im offenen Zustand der Kontaktanordnung
(10) bereitstellt.
3. Antrieb nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die zweite Feder die Offenhaltekraft
für die Kontaktanordnung (10) ohne Verklinkung bereitstellt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996125672 DE19625672C1 (de) | 1996-06-26 | 1996-06-26 | Antrieb für Hochspannungsvakuumschaltgeräte |
| PCT/DE1997/001276 WO1997050106A1 (de) | 1996-06-26 | 1997-06-19 | Antrieb für hochspannungsvakuumschaltgeräte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996125672 DE19625672C1 (de) | 1996-06-26 | 1996-06-26 | Antrieb für Hochspannungsvakuumschaltgeräte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19625672C1 true DE19625672C1 (de) | 1997-12-18 |
Family
ID=7798128
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996125672 Expired - Fee Related DE19625672C1 (de) | 1996-06-26 | 1996-06-26 | Antrieb für Hochspannungsvakuumschaltgeräte |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19625672C1 (de) |
| WO (1) | WO1997050106A1 (de) |
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- 1996-06-26 DE DE1996125672 patent/DE19625672C1/de not_active Expired - Fee Related
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1997
- 1997-06-19 WO PCT/DE1997/001276 patent/WO1997050106A1/de not_active Ceased
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