DE19625442A1 - Verfahren bzw. Einrichtung zur Verringerung der Kantenanschärfung eines Walzbandes - Google Patents
Verfahren bzw. Einrichtung zur Verringerung der Kantenanschärfung eines WalzbandesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Einrichtung zur
Verringerung der Kantenanschärfung eines Walzbandes in einer
Walzstraße.
Beim Walzen von Metallwänden kommt es aufgrund der mechani
schen Eigenschaften von Walzgerüsten sowie der Fließeigen
schaften des gewalzten Metalls zu sogenannten Kantenanschär
fungen bzw. zu sogenanntem edge drop also zu einer Abflachung
des Walzbandes an den Rändern. Es ist bekannt, der Kanten
abschärfung bzw. dem edge drop durch sogenannte tapered rolls
entgegenzuwirken. Dazu werden die Arbeitswalzen in geeigneter
Weise gebogen. Zur Ansteuerung der sogenannten tapered rolls
wird die Kantenabschärfung vor und hinter dem entsprechenden
Walzgerüst gemessen. Diese Messungen sind jedoch teuer,
insbesondere dann, wenn sie für mehrere Walzgerüste durch
geführt werden. Ein weiteres Problem beim bekannten Verfahren
zur Verringerung des edge drop ist, daß die Maßnahmen zur
Verringerung des edge stop nicht zu einem unzulässig hohen
Zug im Randbereich des Walzbandes und Randwellen führen
dürfen. Wird der zulässige Zug im Randbereich des Walzbandes
überschritten, so kann dieses zu einer unzulässigen
Verminderung der Qualität des Walzbandes führen. Um dies zu
vermeiden, ist es beim bekannten Verfahren zur Verringerung
der Kantenanschärfung notwendig, den Bandzug im Randbereich
des Walzbandes zu messen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren bzw. eine
Einrichtung zur Umgehung der obengenannten Nachteile
anzugeben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gemäß
Anspruch 1 bzw. einer Einrichtung gemäß Anspruch 21 gelöst.
Auf diese Weise lassen sich Meßeinrichtungen zur Messung der
Kantenanschärfung einsparen. Weiterhin ist es mit dem
Walzspaltmodell möglich, die Zugverhältnisse im Walzband zu
errechnen, so daß auf eine aufwendige Messung der Zugver
hältnisse für eine Überwachung verzichtet werden kann.
Außerdem läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren vorteil
hafterweise mit einer Planheitsregelung bzw. -steuerung
kombinieren. Das Walzspaltmodell erlaubt es weiterhin die
Kantenanschärfung bzw. den edge drop vorauszuberechnen, so
daß ggf. notwendige Voreinstellungen getroffen werden können.
Vorteile und erfinderische Einzelheiten ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen, anhand
der Zeichnungen und in Verbindung mit den Unteransprüchen. Im
einzelnen zeigen:
Fig. 1 den Querschnitt eines Walzbandes,
Fig. 2 das erfindungsgemäße Verfahren zur Verringerung der
Kantenanschärfung eines Walzbandes,
Fig. 3 das erfindungsgemäße Verfahren zur Verringerung der
Kantenanschärfung eines Walzbandes in alternativer
Ausgestaltung,
Fig. 4 ein Modell gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren zur
Verringerung der Kantenanschärfung eines Walzbandes,
Fig. 5 einen Teil einer Vorrichtung zur Verringerung der
Kantanschärfung eines Walzbandes.
Fig. 1 zeigt den Querschnitt eines Walzbandes mit Kanten
anschärfung. Dabei bezeichnet b die Breite des Walzbandes, b₁
den Bereich des Walzbandes der kantenanschärfungsfrei ist und
bG,L und bG,R den Randbereich des Walzbandes mit Kanten
anschärfung.
Weiterhin bezeichnet d₅ die Dicke des Walzbandes im Abstand
von 5 mm vom Rand des Walzbandes und d₁₀₀ die Dicke des Walz
bandes im Abstand von 100 mm vom Rand des Walzbandes. Diese
beiden Werte gehen in eine mögliche Definition für die
Kantenanschärfung P ein, wenn diese durch einen Zahlenwert
ausgedrückt wird. Diese mögliche Definition lautet:
Die Kantenanschärfung kann jedoch auch als Kontur, also als
Funktion über die Bandbreite dargestellt werden. Diese Dar
stellung liegt vorteilhafterweise dem erfindungsgemäßen
Verfahren zur Verringerung der Kantenanschärfung eines Walz
bandes zugrunde.
Fig. 2 zeigt eine beispielhafte Anwendung des erfindungs
gemäßen Verfahrens zur Verringerung der Kantenanschärfung
eines Walzbandes 11. Das Walzband 11 wird durch fünf Walz
gerüste ein erstes Walzgerüst, angedeutet durch die Walzen 1
und 2, ein zweites Walzgerüst angedeutet durch die Walzen 2
und 4, ein drittes Walzgerüst angedeutet durch die Walzen 5
und 6, ein viertes Walzgerüst angedeutet durch die Walzen 7
und 8 und ein fünftes Walzgerüst angedeutet durch die Walzen
9 und 10, gewalzt. Die fünf Walzgerüste sind Teil einer fünf-
oder mehrgerüstigen Walzstraße. Das erste, zweite und das
dritte Walzgerüst weisen Stellglieder 12, 13, 14 auf, mit denen
die Kantenanschärfung, d. h. der edge drop, des Walzbandes 11
beeinflußt werden kann. Eingangsgrößen der Stellglieder 12, 13
bzw. 14 sind die Werte für die Kantenanschärfung P₁ P₂ bzw. P₃.
Da das System nur zwei Meßeinrichtungen 21 und 22 zur Messung
der Kantenanschärfung vor dem ersten und hinter dem fünften
Walzgerüst aufweist, werden die Kantenanschärfungen hinter
dem ersten Walzgerüst P₁, hinter dem zweiten Walzgerüst P₂
und hinter dem dritten Walzgerüst P₃ mittels eines
Walzspaltmodells ermittelt. Dieses weist fünf Teilmodelle
15, 16, 17, 18, 19 auf, die je einem Walzgerüst zugeordnet sind.
Teilmodell 15 ist dem ersten Walzgerüst zugeordnet, Teil
modell 16 dem zweiten Walzgerüst, Teilmodell 17 dem dritten
Walzgerüst, Teilmodell 18 dem vierten Walzgerüst und Teil
modell 19 dem fünften Walzgerüst. Ausgangsgrößen des Teil
modells 15 sind die Kantenanschärfung P₁ und die Zugverhält
nisse σ₁ in bzw. hinter dem ersten Walzgerüst, die wiederum
Eingangsgrößen des Teilmodells 16 sind. Ausgangsgrößen des
Teilmodells 16 sind die Kantenanschärfung P₂ und die
Zugverhältnisse σ₂ in bzw. hinter dem ersten Walzgerüst, die
wiederum Eingangsgrößen des Teilmodells 17 sind. Ausgangs
größen des Teilmodells 17 sind die Kantenanschärfung P₃ und
die Zugverhältnisse σ₃ in bzw. hinter dem dritten Walzgerüst,
die wiederum Eingangsgrößen des Teilmodells 18 sind.
Ausgangsgrößen des Teilmodells 18 sind die Kantenanschärfung
P₄ und die Zugverhältnisse σ₄ in bzw. hinter dem vierten
Walzgerüst, die wiederum Eingangsgrößen des Teilmodells 19
sind. Ausgangsgrößen des Teilmodells 19 sind die Kanten
anschärfung P₅ und die Zugverhältnisse σ₅ in bzw. hinter dem
fünften Walzgerüst. Unter Zugverhältnissen σ₁, σ₂, σ₃, σ₄ und σ₅
sind die Bandspannung (Planheit) und/oder die Spannung des
Walzbandes unmittelbar vor Eintritt in den Walzspalt bzw.
unmittelbar vor Austritt aus dem Walzspalt zu verstehen.
Eingangsgrößen des ersten Teilmodells 15 sind die Kantenan
schärfung P₀ vor dem ersten Walzgerüst sowie ggf. die
Zugverhältnisse σ₀ vor dem ersten Walzgerüst. Die Zug
verhältnisse σ₀ vor dem ersten Walzgerüst gehen dann in das
Teilmodell 15 ein, wenn das Walzband z. B. von einem Haspel
abgehaspelt wird. Weitere Eingangsgrößen der Teilmodelle
15, 16, 17, 18, 19 sind die Walzenkonturen für die einzelnen
Walzgerüste. Diese Eingangsgrößen sind in Fig. 1 nicht
gezeigt. Die Walzenkontur wird vorteilhafterweise in einem
Walzenkonturmodell, das unter anderem ein Temperaturmodell,
ein Verschleißmodell sowie ein Biegemodell umfaßt, berechnet.
Dabei gibt es vorteilhafterweise für jedes Walzgerüst ein
eigenes Walzenkonturmodell.
Die Teilmodelle 15, 16, 17, 18, 19 werden während des Walzens des
Walzbandes 11 ständig an die tatsächlichen Verhältnisse in
den Walzgerüsten mittels einer Adaption 20 angepaßt, die
entsprechenden Parameter π₁, π₂, π₃, π₄ und π₅ für die entspre
chenden Teilmodelle 15, 16, 17, 18, 19 aus der Kantenanschärfung
vor dem ersten Walzgerüst P0,ist, aus der durch das Teilmodell
19 ermittelten Kantenanschärfung P₅ hinter dem fünften Walz
gerüst sowie dem tatsächlichen Wert der Kantenanschärfung
P5,ist hinter dem fünften Walzgerüst ermittelt.
Fig. 3 zeigt eine beispielhafte Anwendung des erfindungs
gemäßen Verfahrens zur Verringerung der Kantenanschärfung
eines Walzbandes 11. Das Walzband 11 wird durch fünf Walz
gerüste ein erstes Walzgerüst, angedeutet durch die Walzen 1
und 2, ein zweites Walzgerüst angedeutet durch die Walzen 2
und 4, ein drittes Walzgerüst angedeutet durch die Walzen 5
und 6, ein viertes Walzgerüst angedeutet durch die Walzen 7
und 8 und ein fünftes Walzgerüst angedeutet durch die Walzen
9 und 10, gewalzt. Die fünf Walzgerüste sind Teil einer fünf-
oder mehrgerüstigen Walzstraße. Das erste, zweite und das
dritte Walzgerüst weisen Stellglieder 30, 31, 32 auf, mit denen
die Kantenanschärfung, d. h. der edge drop, des Walzbandes 11
beeinflußt werden kann. Eingangsgrößen der Stellglieder 30, 31
bzw. 32 sind die Werte für die Kantenanschärfung P₁ P₂ bzw.
P3 ist. Da das System nur zwei Meßeinrichtungen 40 und 41 zur
Messung der Kantenanschärfung vor dem ersten und hinter dem
dritten Walzgerüst aufweist, werden die Kantenanschärfungen
hinter dem ersten Walzgerüst P₁, hinter dem zweiten Walz
gerüst P₂ und hinter dem dritten Walzgerüst P₃ mittels eines
Walzspaltmodells ermittelt. Dieses weist drei Teilmodelle
33, 34 und 35 auf, die je einem Walzgerüst zugeordnet sind.
Teilmodell 33 ist dem ersten Walzgerüst zugeordnet, Teil
modell 34 dem zweiten Walzgerüst und Teilmodell 35 dem
dritten Walzgerüst. Ausgangsgrößen des Teilmodells 33 sind
die Kantenanschärfung P₁ und die Zugverhältnisse σ₁ in bzw.
hinter dem ersten Walzgerüst, die wiederum Eingangsgrößen des
Teilmodells 34 sind. Ausgangsgrößen des Teilmodells 34 sind
die Kantenanschärfung P₂ und die Zugverhältnisse σ₂ in bzw.
hinter dem ersten Walzgerüst, die wiederum Eingangsgrößen des
Teilmodells 35 sind. Ausgangsgrößen des Teilmodells 35 sind
die Kantenanschärfung P₃ und ggf. die Zugverhältnisse σ₃ in
bzw. hinter dem dritten Walzgerüst.
Eingangsgrößen des ersten Teilmodells 33 sind die Kantenan
schärfung P0,ist vor dem ersten Walzgerüst sowie ggf. die
Zugverhältnisse σ₀ vor dem ersten Walzgerüst. Die Zug
verhältnisse σ₀ vor dem ersten Walzgerüst gehen dann in das
Teilmodell 35 ein, wenn das Walzband z. B. von einem Haspel
abgehaspelt wird. Weitere Eingangsgrößen der Teilmodell 33, 34
und 35 sind die Walzenkonturen für die einzelnen Walzgerüste.
Diese Eingangsgrößen sind in Fig. 3 nicht gezeigt. Die
Walzenkontur wird vorteilhafterweise in einem
Walzenkonturmodell, das unter anderem ein Temperaturmodell,
ein Verschleißmodell sowie ein Biegemodell umfaßt, berechnet.
Dabei gibt es vorteilhafterweise für jedes Walzgerüst ein
eigenes Walzenkonturmodell.
Die Teilmodelle 33, 34 und 35 werden während des Walzens des
Walzbandes 11 ständig an die tatsächlichen Verhältnisse in
den Walzgerüsten mittels einer Adaption 36 angepaßt, die
entsprechende Parameter π₁, π₂ und π₃ für die entsprechenden
Teilmodelle 33, 34 und 35 aus der Kantenanschärfung vor dem
ersten Walzgerüst P0,ist, aus der durch das Teilmodell 35
ermittelten Kantenanschärfung P₃ hinter dem dritten Walz
gerüst sowie dem tatsächlichen Wert der Kantenanschärfung
P3,ist hinter dem dritten Walzgerüst ermittelt.
Fig. 4 verdeutlicht das Zusammenwirken von Walzenkonturmodell
60, Walzspaltmodell 61 und einem Stellglied 62. Das Walzen
konturmodell 60 errechnet auf der Basis von Prozeßzustands
informationen Xi und dem Ausgang Ui des Stellgliedes 62 die
Walzenkontur Wi, die wiederum Eingangsgröße in das Walzspalt
modell 61 ist. Weitere Eingangsgrößen in das Walzspaltmodell
sind die Kantenanschärfung Pi-1 und die Zugverhältnisse σi-1
vor dem Walzgerüst. Ausgangsgrößen des Walzspaltmodells 61
sind Kantenanschärfung Pi und Zugverhältnisse σi hinter dem
Walzgerüst. Auf der Basis der Kantenanschärfung Pi hinter dem
Walzgerüst ermittelt das Stellglied 62 die Stellgröße Ui.
Fig. 5 zeigt eine mögliche Walzenkonfiguration zum Umsetzen
der Stellgröße Ui aus Fig. 4. Das Stahlband 56 wird zwischen
zwei Arbeitswalzen 57 und 58 gewalzt. Stütz- und Zwischen
walzen sind in Fig. 5 nicht gezeigt. Zur Verringerung des
Walzendurchmessers am Endbereich des Walzbandes, die der
Kantenanschärfung entgegenwirkt, weist das System zwei Kühl
einrichtungen 54 und 55 auf, aus denen Kühlmittel 50, 51, 52,
53, vorteilhafterweise Wasser, austritt, das auf die
Arbeitswalzen 54 und 58 aufgebracht wird. Die notwendige
Kühlmittelmenge entspricht z. B. der Größe Ui der Fig. 1 bis 4.
Claims (23)
1. Verfahren zur Verringerung der Kantenanschärfung (edge
drop) eines Walzbandes in einer Walzstraße mit einem oder
mehr Walzgerüsten,
- - wobei zumindest ein Walzgerüst Stellglieder zur Verringe rung der Kantenanschärfung aufweist, die in Abhängigkeit der Kantenanschärfung des aus dem Walzgerüst auslaufenden Walzbandes und ggf. der Kantenanschärfung des in das Walzgerüst einlaufenden Walzbandes eingestellt werden,
- - wobei die Kantenanschärfung mit zumindest einer Kanten anschärfungsmeßeinrichtung gemessen wird,
- - und wobei die Werte der Kantenanschärfung des Walzbandes zur Einstellung der Stellglieder zur Verringerung der Kantenanschärfung an den Stellen des Walzbandes, an denen die Kantenanschärfung nicht gemessen wird, mittels eines Walzspaltmodells ermittelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kantenanschärfung am Ausgang eines Walzgerüstes
mittels des Walzspaltmodells in Abhängigkeit der Kanten
anschärfung vor dem Walzgerüst oder vor einem der vorher
gehenden Walzgerüste bestimmt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kantenanschärfung am Ausgang eines Walzgerüstes
mittels des Walzspaltmodells in Abhängigkeit der Kanten
anschärfung vor dem Walzgerüst oder vor einem der vorher
gehenden Walzgerüste, den Zugverhältnissen im Walzband vor
dem Walzgerüst oder vor einem der vorhergehenden Walzgerüste
sowie der Walzenkontur des Walzgerüstes oder der vorher
gehenden Walzgerüste bzw. äquivalenter Größen bestimmt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kantenanschärfung an zwei Stellen des Walzbandes in
der Walzstraße gemessen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kantenanschärfung vor dem ersten Gerüst der Walz
straße und hinter dem letzten Gerüst der Walzstraße gemessen
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verringerung der Kantenanschärfung des Walzbandes mit
Walzgerüsten, die Stellglieder zur Verringerung der
Kantenanschärfung aufweisen, in den vorderen Walzgerüsten der
Walzstraße erfolgt und daß die Kantenanschärfung vor dem
ersten Gerüst der Walzstraße und hinter dem letzten Walz
gerüst mit Stellgliedern zur Verringerung der Kantenan
schärfung gemessen wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Walzspaltmodell während des Walzens des Walzbandes
der Walzstraße an die momentan gültigen Werte bzw. Parameter
des Walzgerüstes bzw. -bandes adaptiert wird, wobei die
Kantenanschärfung an n Stellen des Walzbandes gemessen wird
und wobei n kleiner oder gleich der Anzahl der Walzgerüste
mit Stellgliedern zur Verringerung der Kantenanschärfung ist.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zugspannung im Walzband überwacht wird und daß die
Verringerung der Kantenanschärfung durch die Stellglieder zur
Verringerung der Kantenanschärfung begrenzt wird, wenn die
Zugverhältnisse im Walzband einen Toleranzwert überschreitet.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannungsverhältnisse im Walzband mittels des Walz
spaltmodells ermittelt werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Walzenkontur in einem Walzenkonturmodell, das insbe
sondere ein Biegemodell, ein Temperaturmodell und ein
Verschleißmodell umfaßt, ermittelt wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Walzspaltmodell ein Walzgerüst modelliert.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Walzspaltmodell mehrere Gerüste modelliert.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Walzspaltmodell alle Walzgerüste der Walzstraße
modelliert.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Walzspaltmodell ein analytisches Modell ist.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Walzspaltmodell ein neuronales Netz oder ein hybrides
Modell, d. h. eine Kombination aus einem neuronalen Netz und
einem analytischen Modell ist.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Stellglied die Walze durch thermische Verringerung an
den Rändern verformt.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Stellglied die Walze am Rand durch Kühlung verformt.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Stellglied die Walzenform mit sogenannten t-patrols
am Rand des Walzbandes einstellt.
19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Walzstraße eine Kaltbandwalzstraße ist.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Walzstraße eine Warmbandwalzstraße ist.
21. Einrichtung zur Verringerung der Kantenanschärfung eines
Walzbandes in einer Walzstraße mit einem oder mehr Walz
gerüsten zum Walzen des Walzbandes, insbesondere zur
Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
- - wobei zumindest ein Walzgerüst Stellglieder zur Verringerung der Kantenanschärfung aufweist, die in Abhängigkeit der Kantenanschärfung des aus dem Walzgerüst auslaufenden Walzbandes und ggf. der Kantenanschärfung des in das Walzgerüst einlaufenden Walzbandes eingestellt werden,
- - wobei die Kantenanschärfung mit zumindest einer Kanten anschärfungsmeßeinrichtung gemessen wird,
- - und wobei die Einrichtung zur Verringerung der Kanten anschärfung eines Walzbandes die Werte der Kantenanschärfung des Walzbandes zur Einstellung der Stellglieder zur Verringerung der Kantenanschärfung an den Stellen des Walzbandes, an denen die Kantenanschärfung nicht gemessen wird, mittels eines Walzspaltmodells ermittelt wird.
22. Metallband,
dadurch gekennzeichnet,
daß es gemäß dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 20
hergestellt ist.
23. Metallband nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Metall Stahl, Aluminium oder Buntmetall ist.
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