DE19624026A1 - Vorrichtung zum Einbringen einer Dehnungsfuge zwischen zwei Bauelementen - Google Patents
Vorrichtung zum Einbringen einer Dehnungsfuge zwischen zwei BauelementenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einbringen
einer Dehnungsfuge zwischen zwei Bauelementen, wobei
wenigstens eines der Bauelemente aus expansions- und/oder
kontraktionsfähigem Material ausgebildet ist, mit
einem elastischen plattenartigen Band.
Aus dem Baugewerbe ist es bekannt, daß zwischen Bau
elementen aus expansions- und/oder kontraktionsfähigem
Material, wie dies z. B. Putz und Holz oder Estrich und
Mauerwerk sein kann, Dehnungsfugen eingebracht werden.
Diese Dehnungsfugen, welche beispielsweise zwischen
einem Putz und den Holzbalken einer Decke eingebracht
werden, sind in der Praxis aus Pappe-, Styroporstrei
fen oder Bändern aus anderen elastischen Materialien
ausgebildet, welche z. B. durch Antackern an das Holz
vor dem Verputzen eines Mauerwerkes angebracht werden.
Diese Dehnungsfuge am Übergang zwischen Putz und Holz
stellt damit eine Pufferzone dar, welche eine Ausdeh
nung bzw. das Zusammenziehen des Holzes aufgrund von
Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen ausgleicht
und somit Risse an der Putzkante verhindert.
Nach dem Anbringen des eine Dehnungsfuge darstellenden
elastischen plattenartigen Bandes aus Pappe, Styropor
oder ähnlichem kann das Verputzen von Mauerwerk bzw.
das Einbringen von schwimmendem Estrich vorgenommen
werden, wobei das Bauelement, welches an die entgegen
gesetzt zu dem Putz oder Estrich liegende Seite des
plattenartigen Bandes angrenzend einer erheblichen
Verschmutzung ausgesetzt ist.
Um das zu verhindern, wird in der Praxis nach Anbrin
gung des Dehnungsfugenmateriales z. B. an einem Holz
balken ein Oberflächenschutz befestigt, welcher üb
licherweise eine Folie mit Klebebändern darstellt, die
im Bauwesen auch als "Masker" bezeichnet wird. Der
artige Abdeckfolien mit Selbstklebekante werden direkt
im Anschluß an den Dehnungsfugenstreifen auf das zu
schützende Bauelement aufgeklebt, wodurch ein Ober
flächenschutz z. B. von Holzbalken, Fenstern, Türen
usw. gegeben ist.
Nachteilhafterweise ergibt sich somit beim Einbringen
einer Dehnungsfuge mit gleichzeitigem Oberflächen
schutz für eines der Bauelemente ein erheblicher Ar
beitsaufwand, da für das Einbringen der Dehnungsfuge
und das Aufkleben der Schutzfolie zwei sehr zeit- und
kostenintensive Arbeitsvorgänge erforderlich sind.
Ein weiteres Problem besteht darin, daß die Klebekraft
der PVC-, Gewebe- oder Papierklebebänder der bekannten
Abdeckfolien nie auf den Untergrund des zu schützenden
Bauelementes abgestimmt ist, d. h. daß die Klebekraft
zu schwach sein kann und die Abdeckung somit herunter
fällt oder die Klebekraft für das Material des Bauele
ment, wie beispielsweise Holz, zu stark sein kann, so
daß es beim Abziehen des Klebebandes zu Ausrissen in
der Oberfläche kommt. Derartige Schäden müssen in
einem weiteren aufwendigen Arbeitsgang separat durch
Nacharbeiten behoben werden.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung
zum Einbringen einer Dehnungsfuge zwischen zwei Bau
elementen zu schaffen, welche das gleichzeitige und
beschädigungslose Abdecken eines der Bauelemente bei
deutlich verringertem Arbeitsaufwand gegenüber dem
Stand der Technik ermöglicht.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Band im Be
reich eines Randes auf einer seiner Seiten einen Kle
bestreifen zur Befestigung an einem der Bauelemente
aufweist und daß in einem Bereich des diesem Rand ge
genüberliegenden Randes auf einer der Seiten des Ban
des eine ausfaltbare Schutzfolie zum Abdecken eines
der Bauelemente befestigt ist.
Die Erfindung bietet den Vorteil, daß gleichzeitig mit
dem Einbringen einer Dehnungsfuge ein Oberflächen
schutz ermöglicht wird, so daß das anschließende Ar
beiten ohne Verschmutzungsgefahr der anderen Bauteile
gegeben ist.
Des weiteren ermöglicht die erfindungsgemäße Vorrich
tung vorteilhafterweise ein wesentlich rationelleres
und wirtschaftlicheres Arbeiten, da zum Einbringen der
Dehnungsfuge und Anbringen des Oberflächenschutzes nur
noch ein Arbeitsgang, der gegenüber dem Stand der
Technik zusätzlich vereinfacht ist, erforderlich ist.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist darin zu sehen, daß die Schutzfolie nicht direkt
an einem der Bauelemente verklebt wird, so daß eine
Beschädigung von dessen Oberfläche aufgrund zu starker
Haftkraft des Klebers vermieden wird und andererseits
ein Los lösen der Schutzfolie aufgrund zu geringer
Haftkraft des Klebers ausgeschlossen werden kann.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und aus
dem nachfolgend anhand der prinzipmäßigen Zeichnung
beschriebenen Ausführungsbeispieles.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Teil eines elastischen plattenartigen
Bandes mit einem Klebestreifen zur Befesti
gung an einem Bauelement und einer ausfalt
baren Schutzfolie, und
Fig. 2 ein äußerst schematisiertes Einbaubeispiel
eines Bandes gemäß Fig. 1 als Dehnungsfuge im
Querschnitt.
Bezug nehmend auf die Fig. 1 und 2 ist eine Vorrich
tung zum Einbringen einer Dehnungsfuge zwischen zwei
Bauteilen 1, 2 dargestellt, welche ein elastisches,
plattenartiges Band 3 mit einer Oberseite 4 und einer
Unterseite 5 aufweist, wobei im Bereich eines Randes 6
der Oberseite 4 ein Klebestreifen 7 angebracht ist.
Dieser Klebestreifen 7 dient zur Befestigung an einem
der Bauelemente 1, 2, wobei eines der Bauelemente 1
aus Putz auf einem Mauerwerk 8 und das zweite der
Bauelemente 2 aus Holz ausgebildet sein kann, wie in
dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 dargestellt ist.
Dabei hat das Band 3 die Aufgabe, im eingebauten Zu
stand feuchtigkeits- und temperaturbedingte Volumen
schwankungen des Holzes 2 auszugleichen, wozu das Band
3 zweckmäßigerweise aus Schaumkunststoff ausgebildet
ist. Als Schaumkunststoff eignen sich synthetische,
organisch hochpolymere Stoffe, vorzugsweise zu Schaum
stoffen verarbeitete Polyurethane, Polystyrol, Polyvi
nylchlorid oder Latex.
Das Band 3 ist hierzu mehrere Millimeter dick und
weist eine Breite von mehreren Zentimetern, vorzugs
weise eine Breite von 4 bis 5 cm, auf. Der Klebestrei
fen, welche in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
auf der Oberseite 4 angebracht ist, nimmt dabei vor
zugsweise ein Drittel der Breite des Bandes 3 ein, um
eine ausreichende Tragfähigkeit zu gewährleisten.
Das Band 3 ist so elastisch ausgebildet, daß es sich
auf praktische Art und Weise zu einer Rolle aufwickeln
läßt. Dafür ist es erforderlich, daß der Klebestreifen
7, wie in Fig. 1 ersichtlich ist, mit einer abziehba
ren Folie 9 abgedeckt ist oder das Band 3 im Bereich
des Klebestreifens 7 auf der diesem gegenüberliegenden
Seite 5 mit einer Silikonschicht versehen ist, um ein
zusammenkleben des zu einer Rolle aufgewickelten Ban
des 3 zu verhindern. Der Klebestreifen 7 kann dabei
aus Hot-melt-, Acryl- oder Kautschukklebstoff ausge
bildet sein, jedoch hängt die Wahl des Klebstoffes,
dessen Volumen und seiner Klebstoffparameter von den
unterschiedlichen Einsatzbereichen bzw. untergründen
ab, welche verschiedene Haftungsfähigkeiten aufweisen.
In einem Bereich des Randes 10, der dem Rand 6 mit dem
Klebestreifen 7 gegenüberliegt, ist auf der Unterseite
5 des Bandes 3 eine ausfaltbare Schutzfolie 11 zum Ab
decken eines der Bauelemente 1, 2, in diesem Falle des
Holzes 2, mittels einer einfachen Klebeverbindung be
festigt.
Selbstverständlich kann in einem anderen - nicht dar
gestellten - Ausführungsbeispiel die Schutzfolie 11
auch auf der Seite 4 des Bandes 3 befestigt sein, auf
der der Klebestreifen 7 angebracht ist. Die Schutzfo
lie 11, welche im aufgefalteten Zustand eine Breite
von 300 mm bis 2500 mm aufweisen kann, ist dabei auf
eine handliche Breite derart gefaltet, daß sie im an
geklebten Zustand des Bandes 3 an dem Holz 2 problem
los nach dem Verkleben des Bandes 3 auffaltbar ist.
Zur besseren Erläuterung der in Rede stehenden Vor
richtung ist ein Einsatzbeispiel als Dehnfuge zwischen
dem Putz 1 auf dem Mauerwerk 8 als erstes Bauelement
und dem Holzbalken 2 als zweites Bauelement anhand
Fig. 2 näher erläutert, da es sich hierbei um einen
typischen Einsatzbereich handelt.
Zum einen muß beim Verputzen im Bereich eines Holz
balkens stets an den Holzbalken 2 angeputzt werden,
wobei das Band 3 als Dehnungsfuge Dehnungen der
Werkstoffe, insbesondere Holz, zuläßt, ohne daß Risse
an einer Putzkante 12 entstehen.
Das Band 3 mit der Schutzfolie 11 wird dabei mit dem
Klebestreifen 7 in den Winkel zwischen dem Holzbalken
2 und dem zu verputzenden Mauerwerk 8 an dem Holzbal
ken 2 aufgeklebt. Da die zusammengefaltete Schutzfolie
11 so gefaltet ist, da sie auch im eingeklebten Zu
stand problemlos entfaltbar ist, kann diese bis zu ih
rer vollen Breite um den zu schützenden Holzbalken 2
geschlagen werden. Nun kann ohne Verschmutzungsgefahr
der Putz 1 auf dem Mauerwerk 8 aufgebracht werden,
wobei die benötigte Dehnungsfuge durch das Band 3
automatisch eingebracht ist. Nach Fertigstellung der
Putzarbeiten wird das Band 3 entlang der Putzkante 12
beispielsweise mittels eines Messers abgeschnitten.
Dadurch, daß das Band nur am Randstreifen 7 mit Klebe
stoff beschichtet ist, fällt der abgeschnittene Teil
des Bandes 3 von selbst ab, und der eingeputzte Strei
fen des Bandes 3 verbleibt als Dehnungsfuge zwischen
dem Holz 2 und dem Putz 1 eingeputzt. An dem Holz
balken 2 bleiben somit keinerlei Klebstoffrückstände
oder Holzausrisse, wie es bei bekannten Abdeckvor
richtungen häufig der Fall ist.
Analog läßt sich die in Rede stehende Vorrichtung auch
beim Legen eines Estrichs anwenden, wobei das Band 3
an einem Mauerwerk entlang angebracht wird, bevor
schwimmender Estrich verlegt wird. Das zwischen dem
ausgehärteten Estrich und dem Mauerwerk verbleibende
Teil des Bandes 3 dient hierbei wieder als Dehnungs
fuge und zusätzlich als Schallbrücke, da durch das
Band 3 ein Trittschall nicht über das angrenzende
Mauerwerk in andere Räume übertragbar ist. Durch die
Schutzfolie 11 können Wände beim Verlegen eines
Estrichs vor Verschmutzungen geschützt werden, was
aufgrund des bisher erforderlichen Aufwandes nur sel
ten vorgenommen wird.
Auch bei einem derartigen Einsatzbeispiel erweist sich
die Vorrichtung zum Einbringen einer Dehnungsfuge mit
einer ausfaltbaren Schutzfolie als eine sehr wirt
schaftliche Lösung, welche den Zeit- und Kostenaufwand
bei Bauarbeiten deutlich senkt.
Claims (15)
1. Vorrichtung zum Einbringen einer Dehnungsfuge zwi
schen zwei Bauelementen, wobei wenigstens eines
der Bauelemente aus expansion- und/oder kontrak
tionsfähigem Material ausgebildet ist, mit einem
elastischen plattenartigen Band,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Band (3) im Bereich eines Randes (6) auf einer
seiner Seiten (4, 5) einen Klebestreifen (7) zur
Befestigung an einem der Bauelemente (1, 2) auf
weist und daß wenigstens in einem Bereich des die
sem Rand (6) gegenüberliegenden Randes (10) auf
einer der Seiten (4, 5) des Bandes (3) eine aus
faltbare Schutzfolie (11) zum Abdecken eines der
Bauelemente (2) befestigt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Band (3) aus Schaumkunststoff ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schutzfolie (11) mittels einer Klebeverbindung
auf dem Band (3) befestigt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Klebestreifen (7) annähernd ein Drittel der
Breite des Bandes (3) einnimmt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Breite des Bandes (3) zwischen 4 bis 5 cm be
trägt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Band (3) zu einer Rolle aufwickelbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Band (3) im Bereich des Klebestreifens (7) auf
der diesem gegenüberliegende Seite (5) mit einer
adhäsionshindernden Schicht versehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Klebestreifen (7) mit einer abziehbaren Folie
(9) abdeckbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Klebstoffparameter des Klebestreifens (7) auf
die Beschaffenheit des zu beklebenden Bauelementes
(2) ausgelegt sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Klebestreifen (7) mit Hot-melt-, Acryl- oder
Kautschukklebstoff ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
die an dem Band (3) befestigte Schutzfolie (11)
derart gefaltet ist, daß sie in einem an eines der
Bauelemente (2) angeklebten Zustand auffaltbar
ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schutzfolie (11) im aufgefalteten Zustand eine
Breite von 300 mm bis 2500 mm aufweist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
eines der Bauelemente (1) aus Putz und das zweite
der Bauelemente (2) aus Holz ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
eines der Bauelemente (1) aus Estrich und das an
dere der Bauelemente (2) als Mauerwerk ausgebildet
ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Band (3) als Schallbrücke dient.
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1996
- 1996-06-17 DE DE1996124026 patent/DE19624026C2/de not_active Expired - Lifetime
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Owner name: D-TACK KLEBEBAND GMBH, 73457 ESSINGEN, DE |
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