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DE19624682A1 - Sende- und/oder Empfangseinrichtung für ein diagnostisches Magnetresonanzgerät - Google Patents

Sende- und/oder Empfangseinrichtung für ein diagnostisches Magnetresonanzgerät

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DE19624682A1
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    • G01R33/00Arrangements or instruments for measuring magnetic variables
    • G01R33/20Arrangements or instruments for measuring magnetic variables involving magnetic resonance
    • G01R33/28Details of apparatus provided for in groups G01R33/44 - G01R33/64
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    • G01R33/3628Tuning/matching of the transmit/receive coil

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  • Condensed Matter Physics & Semiconductors (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft eine Sende- und/oder Empfangsvorrich­ tung für ein diagnostisches Magnetresonanzgerät mit einer Antenne, mit einer Anpaß- und Abstimmschaltung in Form einer Zweitorschaltung mit einem ersten und einem zweiten Tor und mit einer Signalübertragungsleitung, wobei das erste Tor mit der Antenne verbunden ist und wobei die Antenne und die An­ paß- und Abstimmschaltung zum Anregen und/oder Empfangen von Protonen-Magnetresonanzsignalen einer ersten Frequenz ausge­ bildet sind.
Eine Sende- und/oder Empfangsvorrichtung der eingangs genann­ ten Art ist aus der US-PS 4,467,282 bekannt. Die Vorrichtung umfaßt eine Antenne zum Anregen und/oder Empfangen von Proto­ nen-Magnetresonanzsignalen mit einer Frequenz, die durch das Grundmagnetfeld bestimmt ist. Der Zusammenhang zwischen der Frequenz der Magnetresonanzsignale und dem magnetischen Grundfeld ist durch die gyromagnetische Konstante vorgegeben. Zur Kompensation von Verstimmungen der Antenne durch einen zu untersuchenden Patienten ist eine Anpaß- und Abstimm- Zweitorschaltung vorgesehen. Die Anpaß- und Abstimmschaltung besteht im Prinzip aus einer einstellbaren Serienkapazität und einer ebenfalls einstellbaren Parallelkapazität, wie z. B. in der US-PS 5,208,537 näher beschrieben ist.
Die Antenne ist im allgemeinen nur für Protonen-Bildgebung optimiert, lediglich für Magnetresonanz-Spektroskopieunter­ suchungen werden mehrfachresonante Antennenanordnungen ver­ wendet. Stark diskutiert wird zur Zeit eine Bildgebung mit hyperpolarisierten Gasen, z. B. zur Abbildung der Lunge, wo­ durch sich neue Einsatzmöglichkeiten für Ganzkörper-Magnetre­ sonanzgeräte ergeben. Im Vordergrund steht dabei die Bildge­ bung mit Edelgasen wie z. B. Xenon (¹²⁹Xe) und Helium (³He), die durch optisches Pumpen mittels einer Laserlichtquelle polarisiert wurden. Damit lassen sich Polarisationsgrade von über 50% erreichen. Die gyromagnetischen Konstanten von ¹²⁹Xe und ³He unterscheiden sich aber wesentlich von der gyroma­ gnetischen Konstante von Wasserstoff. Während Wasserstoff eine gyromagnetische Konstante von 42,57 MHz pro Tesla be­ sitzt, ist die gyromagnetische Konstante von ³He nur ca. 32,3 MHz pro Tesla, die von ¹²⁹Xe nur ca. 11,8 MHz pro Tesla. In der medizinischen Diagnostik nutzbare bildgebende Eigenschaf­ ten weisen auch einige nicht hyperpolarisierte Gase auf. Dazu gehören Gase, die Fluor enthalten, wie z. B. Kohlenstoff­ tetrafluorid (CF₄) und Schwefelhexafluorid (SF₆). Diese Gase werden dann wie bei der herkömmlichen Protonenbildgebung mit­ tels eines starken homogenen Grundmagnetfeldes polarisiert. Die gyromagnetische Konstante von Fluor unterscheidet sich mit 40 MHz pro Tesla signifikant von der gyromagnetischen Konstante von Protonen. Damit können herkömmliche Magnetreso­ nanzgeräte nicht ohne weiteres zur Bildgebung von hyperpola­ risierten Gasen oder derartigen nicht hyperpolarisierten Ga­ sen verwendet werden. Insbesondere wäre der Einsatz einer herkömmlichen Ganzkörpersendeantenne für Lungenabbildungen unter Nutzung der bildgebenden Eigenschaften dieser Gase we­ gen der großvolumigen und homogenen Anregung wünschenswert.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Sende­ und/oder Empfangsvorrichtung zur Bildgebung mit Medien anzu­ geben, deren gyromagnetische Konstante sich von derjenigen von Protonen unterscheidet, wobei eine herkömmliche Antenne für Protonenbildgebung verwendet werden soll.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß mit dem zweiten Tor ein erstes Tor einer Reaktanz-Zweitorschaltung verbunden ist, daß mit einem zweiten Tor der Reaktanz-Zweitorschaltung die Si­ gnalübertragungsleitung verbunden ist und daß die Reaktanz- Zweitorschaltung so ausgebildet ist, daß bei einer zweiten Frequenz ein Reflexionsfaktor an dem zweiten Tor der Reak­ tanz-Zweitorschaltung weitgehend verschwindet. Damit läßt sich eine herkömmliche, für Protonen-Bildgebung optimierte Antenne zur Bildgebung von hyperpolarisierten Medien mit ei­ ner zweiten Frequenz verwenden. Besonders ist eine Ganzkör­ perantenne ohne Änderungen verwendbar. Mit Hilfe der zusätz­ lich vor der Anpaß- und Abstimmschaltung vorgeschalteten Re­ aktanz-Zweitorschaltung läßt sich auch bei der Magnetreso­ nanzfrequenz der hyperpolarisierten Medien eine ausreichende Anpassung erzielen. Die Antenne selbst arbeitet dann zwar nicht mehr ganz so effizient wie bei der Protonen-Bildgebung bei der ersten Frequenz. Andererseits darf bei hyperpolari­ sierten Gasen wegen der großen Relaxationszeiten die Pulswin­ kelanregung nur in der Größenordnung von einem Grad liegen. Das bedeutet, daß zur Anregung nur Bruchteile der sonst übli­ chen Hochfrequenz-Leistung benötigt werden. Auch zur Bildge­ bung von Fluor enthaltenden Verbindungen ist die von der An­ tenne abgestrahlte Leistung dann noch ausreichend.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, daß als Reaktanz-Zweitorschaltung ein unsymmetrisches Halb­ glied verwendet wird. Mit dieser relativ einfach aufgebauten Reaktanz-Zweitorschaltung läßt sich der Reflexionsfaktor am mit der Signalübertragungsleitung verbundenen Tor ausreichend senken, so daß zum einen der Sender nicht durch reflektierte Hochfrequenz-Leistung beschädigt wird und zum anderen eine ausreichende Hochfrequenz-Leistung zur Anregung von der An­ tenne abgestrahlt wird.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Sende-Empfangsan­ ordnung zeichnet sich dadurch aus, daß das unsymmetrische Halbglied ein erstes und ein zweites induktives Element um­ faßt und daß das erste induktive Element in einem Längszweig und das zweite induktive Element in einem Querzweig des un­ symmetrischen Halbglieds angeordnet ist. Damit ist insbeson­ dere eine Bildgebung mit den hyperpolarisierten Gasen ³He und ¹²⁹Xe sowie von Fluor möglich, weil deren gyromagnetische Kon­ stanten unterhalb derjenigen von Protonen (¹H) liegt.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung ist dadurch gekenn­ zeichnet, daß mit der Reaktanz-Zweitorschaltung Mittel zum Eliminieren der Wirkung der Reaktanz-Zweitorschaltung und zum direkten elektrischen Verbinden des ersten und zweiten Tores der Reaktanz-Zweitorschaltung verbunden sind. Damit kann die­ selbe Ganzkörperantenne - mit den entsprechenden Hochfre­ quenz-Sendern und -empfängern - sowohl zur Protonen-Bildge­ bung als auch zur Bildgebung von Medien mit einer anderen gy­ romagnetischen Konstante verwendet werden.
Ohne eine besondere Steuerung der Reaktanz-Zweitorschaltung mit der Anpaß- und Abstimmschaltung und der Antenne kommt eine weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltung aus, bei der die Mittel zum Eliminieren der Wirkung der Reaktanz-Zwei­ torschaltung und zum direkten elektrischen Verbinden des er­ sten und zweiten Tores der Reaktanz-Zweitorschaltung Schwing­ kreise mit Resonanzstellen bei der ersten Frequenz umfassen. Damit bleibt durch die frequenzabhängigen Glieder auch bei direkter Verbindung der Reaktanz-Zweitorschaltung die Anpas­ sung bei der ersten Frequenz erhalten.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von vier Figuren er­ läutert. Es zeigen:
Fig. 1 in einer Übersicht ein diagnostisches Magnetresonanzgerät für Protonen-Bildgebung und Bildgebung mit hyperpolarisierten Medien,
Fig. 2 ein Prinzipschaltbild einer Sende- und/oder Empfangsvorrichtung mit einer Reaktanz- Zweitorschaltung,
Fig. 3 ein Prinzipschaltbild einer für mehrere Frequenzen umschaltbaren Reaktanz-Zweitorschaltung und
Fig. 4 ein Prinzipschaltbild einer Reaktanz-Zweitorschaltung mit frequenzabhängigen Gliedern zum Eliminieren ihrer Wirkung bei der ersten Frequenz.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten prinzipiellen Aufbau eines Magnetresonanzgerätes zur Ermittlung von Protonenbildern und/oder von Bildern hyperpolarisierter Medien sind mit 1, 2, 3, 4 Spulen bezeichnet, die ein magnetisches Grundfeld B₀ er­ zeugen, in welchem sich bei medizinischer Anwendung der zu untersuchende Körper 5 eines Patienten befindet. Dem Grund­ feld B₀ sind außerdem Gradientenspulen zugeordnet, die zur Erzeugung unabhängiger, zueinander senkrechter Magnetfeld­ gradienten der Richtungen x, y, z gemäß einem rechtwinkligen Koordinatensystem 6 vorgesehen sind. In Fig. 1 sind der Übersichtlichkeit halber nur Gradientenspulen 7 und 8 ge­ zeichnet, die zusammen mit einem Paar gegenüberliegender gleichartiger Gradientenspulen zur Erzeugung eines Gradienten in x-Richtung dienen. Gleichartige, nicht gezeichnete Gradientenspulen zur Erzeugung eines Gradienten in y-Richtung liegen parallel zum Körper 5 und oberhalb sowie unterhalb von ihm. Gradientenspulen für das Gradientenfeld in z-Richtung liegen quer zu der Längsachse des Körpers 5 am Fuß und am Kopfende. Die Anordnung enthält außerdem noch eine ggf. mehrfrequente Sende- und/oder Empfangsvorrichtung 9 mit einer Ganzkörperantenne zur Erzeugung und/oder zum Empfang der Magnetresonanzsignale für Bildgebung von hyperpolarisierten Medien und ggf. zusätzlich für Protonen-Bildgebung.
Das eigentliche Untersuchungsinstrument besteht aus den von einer strichpunktierten Linie 10 umgrenzten Spulen 1, 2, 3, 4, 7 und 8, den weiteren, hier nicht eingezeichneten Gradien­ tenspulen sowie der Sende- und/oder Empfangsvorrichtung 9. Zum Betrieb der Spulen 1 bis 4 ist ein Netzgerät 11 vorgese­ hen. Eine Gradientenstromversorgung 12 speist die Gradien­ tenspulen 7 und 8 sowie die weiteren, nicht dargestellten Gradientenspulen. Ein von einem Prozeßrechner 17 gesteuerter Hochfrequenzsender 14, der zwei Frequenzen von z. B. f₁=64 MHz für Protonen-Bildgebung und f₂=48 MHz für ³He-Bildgebung erzeugen kann, ist mit der Sende- und/oder Empfangsvorrich­ tung 9 verbunden. Ebenfalls mit der Sende- und/oder Empfangs­ vorrichtung 9 ist ein Empfangsverstärker 15 verbunden, dessen Ausgang dem Prozeßrechner 17 zugeführt ist. Die Komponenten 14 und 15 bilden eine Sender-Empfängereinheit 16 zur Erzeu­ gung und zur Aufnahme der elektrischen Signale. Die empfan­ genen Magnetresonanzsignale werden von dem Prozeßrechner 17 zu Bilddaten verarbeitet, die dann an einem mit dem Prozeß­ rechner 17 verbundenen Bildschirmgerät 18 ausgegeben werden können.
Die Ganzkörperantenne ist optimiert zur Protonen-Bildgebung mit der ersten Frequenz von z. B. f₁=64 MHz. Die Ganzkörper­ antenne gehört zu der erfindungsgemäßen Sende- und/oder Emp­ fangsvorrichtung 9, damit Bildgebung von hyperpolarisierten Medien, hier von hyperpolarisiertem Helium, mit der zweiten Frequenz von z. B. f₂=48 MHz durchführbar ist. Hyperpolari­ siertes Helium eignet sich insbesondere zur Bildgebung der Lunge und wird dem Patienten aus einem Vorratsbehälter 20 über eine Schlauchleitung 22 zum Einatmen zugeführt. Das Heliumgas wird vor der Untersuchung polarisiert, beispiels­ weise durch Spin-Austausch-Kollisionen mit optisch gepumptem Rubidium-Atomen, wobei das Rubidium mit Lichtenergie einer Laserdiode gepumpt wird.
Fig. 2 zeigt ein elektrisches Prinzipschaltbild der Sende- und Empfangsvorrichtung 9 zur ausschließlichen Bildgebung ei­ nes hyperpolarisierten Gases bei der zweiten Frequenz. Die Sende- und/oder Empfangsvorrichtung 9 umfaßt eine Antenne 30 und eine Anpaß- und Abstimmschaltung 32 in Form einer Zwei­ torschaltung. Die Anpaß- und Abstimmschaltung 32 besteht im wesentlichen aus einer einstellbaren Serienkapazität 31 und einer einstellbaren Parallelkapazität 33 zum Abgleichen von Verstimmungen der Antenne 30, die von unterschiedlichen Bela­ stungen verursacht sind. Die Antenne 30 ist dabei an einem ersten Tor 34 der Anpaß- und Abstimmschaltung 32 angeschlos­ sen. Besonders darauf hingewiesen werden soll, daß die An­ tenne 30 mit der Anpaß- und Abstimmschaltung 32 optimiert ist zum Anregen und/oder Empfangen von Protonen-Magnetresonanz­ signalen einer ersten Frequenz. In bekannten Magnetreso­ nanzgeräten wäre eine Signalübertragungsleitung 36 mit einem zweiten Tor der Anpaß- und Abstimmschaltung 32 verbunden. Zur Bildgebung mit hyperpolarisierten Gasen ist hier jedoch zwischen die Signalübertragungsleitung 36 und dem zweiten Tor 38 der Anpaß- und Abstimmschaltung 32 eine Reaktanz-Zweitor­ schaltung 40 eingefügt. Das zweite Tor 38 der Anpaß- und Ab­ stimmschaltung 32 ist somit mit einem ersten Tor 42 der Re­ aktanz-Zweitorschaltung 40 und das Ende der Signalübertra­ gungsleitung 36 mit einem zweiten Tor 44 der Reaktanz-Zwei­ torschaltung 40 verbunden. Dabei sollte die Verbindung zwi­ schen der Anpaß- und Abstimmschaltung 32 und der Reaktanz- Zweitorschaltung 40 möglichst kurz ausgeführt sein, damit sich auf dieser Verbindung keine Stehwellen bei der zweiten Frequenz ausbilden können, wodurch ein Teil der Hochfrequenz­ leistung als Verlustleistung in Wärme umgewandelt würde.
Die Reaktanz-Zweitorschaltung 40 ist als unsymmetrisches Halbglied realisiert, mit einer Serieninduktivität 46 im Längszweig und einer in einem Querzweig parallel zum ersten Tor angeordneten Parallelinduktivität 48. Die Induktivitäts­ werte der Serieninduktivität 46 und der Parallelinduktivität 48 sind so bemessen, daß bei der Bildgebung mit hyperpola­ risierten Gasen mit der zweiten Frequenz ein Reflexionsfaktor am zweiten Tor 44 der Reaktanz-Zweitorschaltung 40 im wesent­ lichen verschwindet. Wegen der wesentlich niedrigeren Hoch­ frequenz-Leistung zur Anregung der Magnetresonanzsignale für Bildgebung mit hyperpolarisierten Gasen muß der Reflexions­ faktor nicht vollständig zum Verschwinden gebracht werden, es genügt z. B. eine Absenkung auf 10 bis 50%. Im Vergleich dazu wäre der Reflexionsfaktor ohne die Reaktanz-Zweitorschaltung 40 bei der zweiten Frequenz nahezu 100%.
Fig. 3 zeigt eine Kombination von Reaktanz-Zweitorschaltungen 50, die eine Reaktanz-Zweitorschaltung 40A für Heliumbildge­ bung und eine Reaktanz-Zweitorschaltung 40B für Xenon-Bildge­ bung umfaßt. Zusätzlich sind in der Kombinationschaltung Schalter vorgesehen, die die entsprechende Zweitorschaltung 40A oder 40B oder auch keine davon in den Signalpfad zwischen die Signalübertragungsleitung 36 und der Anpaß- und Ab­ stimmschaltung 32 einfügt. Ein erster Schalter 52 ist zwi­ schen dem ersten Tor 42 und dem zweiten Tor 44 angeordnet. In Serie mit dem Längszweig der Reaktanz-Zweitorschaltung 40A für Heliumbildgebung ist mit dem ersten Tor 42 ein Schalter 54 und mit dem zweiten Tor 44 ein Schalter 56 verbunden. In Serie mit dem Längszweig der Reaktanz-Zweitorschaltung 40B für Xenon-Bildgebung ist ein Schalter 58 mit dem ersten Tor 42 und ein Schalter 60 mit dem zweiten Tor 44 verbunden. Die Schalter 52, 54, 56, 58 und 60 werden entsprechend der Fre­ quenz der Magnetresonanzsignale gesteuert. So ist der Schal­ ter 52 bei Protonen-Bildgebung der ersten Frequenz geschlos­ sen, während gleichzeitig die Schalter 54, 56, 58, 60 geöff­ net sind. Bei der Bildgebung mit hyperpolarisiertem Helium sind die Schalter 54 und 56 geschlossen, während die Schalter 52, 58, 60 geöffnet sind. Analog sind die Schalter 58 und 60 bei der Bildgebung mit hyperpolarisiertem Xenon geschlossen, während dann die Schalter 52, 54, 56 geschlossen sind. Auch im Fall der Bildgebung mit drei verschiedenen Frequenzen ist die Antenne 30 mit der Anpaß- und Abstimmschaltung 32 ledig­ lich optimiert zur herkömmlichen Protonen-Bildgebung; es wer­ den keine mehrfrequenten Antennenstrukturen 30 verwendet.
Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Reaktanz- Zweitorschaltungskombination 62, die zwischen die Signalüber­ tragungsleitung 36 und die Anpaß- und Abstimmschaltung 32 eingefügt werden kann. Durch die zusätzliche Verwendung von frequenzabhängigen Gliedern benötigt die Reaktanz-Zweitor­ schaltungskombination 62 keine Schalter zur Änderung ihres Verhaltens bei der ersten und zweiten Frequenz. Die Reaktanz- Zweitorschaltungskombination 62 besitzt die Struktur eines unsymmetrischen Halbglieds mit einem Längszweig und einem Querzweig. Der Längszweig umfaßt eine Induktivität 64 und ei­ nen zur Induktivität parallel geschalteten Serienresonanz­ kreis 66. Der Querzweig umfaßt eine Parallelinduktivität 68 und eine parallel geschaltete Parallelkapazität 70. Bei der ersten Frequenz zur Protonen-Bildgebung ist der Serienreso­ nanzkreis 66 und der aus der Parallelinduktivität 68 und aus der Parallelkapazität 70 gebildete Parallelschwingkreis in Resonanz, wodurch die Wirkung der Reaktanz-Zweitorschaltungs­ kombination eliminiert ist und die Tore 42 und 44 direkt elektrisch miteinander verbunden sind. Die Elemente 64, 66, 68, 70 der Reaktanz-Zweitorschaltungskombination 62 sind des weiteren so dimensioniert, daß bei der Bildgebung mit z. B. polarisiertem Helium bei der zweiten Frequenz der Reflexions­ faktor am zweiten Tor 44 weitgehend reduziert ist. Die Funk­ tion der Reaktanz-Zweitorschaltungskombination 62 entspricht dann der schon anhand von Fig. 2 erläuterten Reaktanz-Zwei­ torschaltung 40, d. h. die Induktivität 64 zusammen mit dem Serienresonanzkreis 66 wirkt wie die Serieninduktivität 46 und die Induktivität 68 zusammen mit der Parallelkapazität 70 wirkt wie die Parallelinduktivität 48.

Claims (8)

1. Sende- und/oder Empfangsvorrichtung für ein diagnostisches Magnetresonanzgerät mit einer Antenne (30), mit einer Anpaß- und Abstimmschaltung (32) in Form einer Zweitorschaltung mit einem ersten und einem zweiten Tor (34 bzw. 38) und mit einer Signalübertragungsleitung (36), wobei das erste Tor (34) mit der Antenne (30) verbunden ist und wobei die Antenne (30) und die Anpaß- und Abstimmschaltung (32) zum Anregen und/oder Empfangen von Protonen-Magnetresonanzsignalen einer ersten Frequenz ausgebildet sind, dadurch ge­ kennzeichnet, daß mit dem zweiten Tor (38) ein erstes Tor (42) einer Reaktanz-Zweitorschaltung (40, 40A, 40B, 50, 62) verbunden ist, daß mit einem zweiten Tor (44) der Reaktanz-Zweitorschaltung (40, 40A, 40B, 50, 62) die Signalübertragungsleitung (36) verbunden ist und daß die Reaktanz-Zweitorschaltung (40, 40A, 40B, 50, 62) so ausgebildet ist, daß bei einer zweiten Frequenz ein Reflexionsfaktor an dem zweiten Tor (44) der Reaktanz- Zweitorschaltung (40, 40A, 40B, 50, 62) weitgehend verschwin­ det.
2. Sende- und/oder Empfangsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktanz-Zweitorschaltung (40, 40A, 40B, 50, 62) als unsymmetrisches Halbglied ausgebildet ist.
3. Sende- und/oder Empfangsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das unsymmetrische Halbglied ein erstes und ein zweites induktives Element (46, 64 bzw. 48, 68) umfaßt und daß das erste induktive Element (46, 48) in einem Längszweig und das zweite induktive Element (46, 48) in einem Querzweig des unsymmetrischen Halbgliedes angeordnet ist.
4. Sende- und/oder Empfangsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß mit der Reaktanz-Zweitorschaltung (40, 40A, 40B, 50, 62) Mittel zum Eliminieren der Wirkung der Reaktanz-Zweitorschaltung (40, 40A, 40B, 50, 62) und zum direkten elektrischen Verbinden des ersten und zweiten Tores (42 bzw. 44) der Reaktanz-Zweitorschaltung (40, 40A, 40B, 50, 62) verbunden sind.
5. Sende- und/oder Empfangsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Eliminieren der Wirkung der Reaktanz- Zweitorschaltung (40, 40A, 40B, 50, 62) und zum direkten elektrischen Verbinden des ersten und zweiten Tores (42 bzw. 44) der Reaktanz-Zweitorschaltung (40, 40A, 40B, 50, 62) Schalter (52, 54, 56, 58, 60) umfassen.
6. Sende- und/oder Empfangsvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Eliminieren der Wirkung der Reaktanz- Zweitorschaltung (40, 40A, 40B, 50, 62) und zum direkten elektrischen Verbinden des ersten und zweiten Tores (42 bzw. 44) der Reaktanz-Zweitorschaltung (40, 40A, 40B, 50, 62) Schwingkreise (66; 68, 70) mit Resonanzstellen bei der ersten Frequenz umfassen.
7. Sende- und/oder Empfangsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Längszweig der Reaktanz-Zweitorschaltung (40, 40A, 40B, 50, 62) durch einen Reihenschwingkreis (66) mit einer Resonanzstelle bei der ersten Frequenz überbrückt ist.
8. Sende- und/oder Empfangsvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Querzweig der Reaktanz-Zweitorschaltung (40, 40A, 40B, 50, 62) mit einer Zusatzreaktanz (70) einen Parallelschwingkreis (68, 70) mit einer Resonanzstelle bei der ersten Frequenz bildet.
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