DE19623995A1 - Steckkupplung für Druckmittelsysteme - Google Patents
Steckkupplung für DruckmittelsystemeInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steckkupplung für
Druckmittelsysteme, bestehend aus zwei Kupplungsteilen, und
zwar einem Aufnahmeteil und einem Steckerteil, wobei das
Steckerteil mit einem Steckerschaft über mindestens eine
Umfangsdichtung abgedichtet in eine Aufnahmeöffnung des
Aufnahmeteils einsteckbar und in seiner gesteckten und
abgedichteten Kupplungsstellung durch ein elastisch ver
formbares Halteelement formschlüssig gegen Lösen arretier
bar ist, indem das Halteelement bereichsweise in einer
Ausnehmung des einen Kupplungsteils sitzt und in der Kupp
lungsstellung auch bereichsweise in eine Ausnehmung des
anderen Kupplungsteils eingreift, und wobei das Steckerteil
auch bereits vor Erreichen der abgedichteten Kupplungs
stellung gegen Lösen vorarretierbar ist.
Derartige Steckkupplungen werden beispielsweise in Kraft
fahrzeug-Bremssystemen, insbesondere bei LKW-Luftdruck
bremsanlagen, eingesetzt. Speziell - aber natürlich nicht
nur - bei diesem Anwendungsfall besteht das Problem, daß in
manchen Fällen, z. B. bei ungünstigen Platzverhältnissen
bzw. Einbausituationen, vom Monteur beim Stecken nicht
sorgfältig genug auf ein korrektes, vollständiges Stecken
geachtet wird, so daß in der Praxis Prüfvorgänge einge
schaltet werden müssen, um zu verhindern, daß bei einer
Druckbeaufschlagung, beispielsweise beim Aufbau von Brems
druck, die Kupplung plötzlich ungewollt getrennt wird.
Aus der EP-B-0 226 689 ist eine gattungsgemäße "Kupplungs
vorrichtung" bekannt, bei der zur Vermeidung der beschrie
benen Probleme schon im noch nicht ganz korrekt gesteckten
Zustand der Kupplungsteile eine formschlüssige "Vorrastung"
gewährleistet ist, die es verhindert, daß bei Druckbeauf
schlagung die Kupplung ganz getrennt wird. In dieser Vor
raststellung ist eine Undichtigkeit derart gewährleistet,
daß dieser Zustand akustisch durch ein Leckgeräusch (Pfei
fen) wahrnehmbar ist, ohne daß es zu einem vollständigen,
plötzlichen Druckabfall kommen kann. Die Kupplung kann dann
bei Auftreten des Leckgeräusches weiter in die korrekt ab
gedichtete und formschlüssig arretierte "Vollraststellung"
überführt werden. Bei der bekannten Kupplungsvorrichtung
ist ein aus im Querschnitt kreisförmigem Federdraht geboge
ner Verriegelungsring nach Art eines Drahtsprengringes vor
gesehen, der in einer ersten Ausführungsform in einer Aus
nehmung des Gehäuseteils, dort "Mutterstück" genannt, an
geordnet ist und für Vor- und Vollraststellung nacheinander
mit zwei separaten, ringnutförmigen Ausnehmungen des
Steckerteils, dort "Gegenstück" genannt, formschlüssig zu
sammenwirkt. In einer zweiten Ausführungsform ist der Ver
riegelungsring auf dem Stecker (Gegenstück) angeordnet und
wirkt mit zwei ringnutförmigen Ausnehmungen im Gehäuseteil
(Mutterstück) zusammen. Die in beiden Ausführungsformen je
weils zwei mit dem Verriegelungsring zusammenwirkenden Aus
nehmungen führen zu einer herstellungsmäßig recht aufwendi
gen Kontur, zumal zum Überführen von der Vorrastung in die
Vollrastung jeweils die eine, erste Ausnehmung eine "schrä
ge Führungsoberfläche" aufweisen muß. Außerdem treten bei
Drahtsprengringen Nachteile bezüglich der Steckkräfte sowie
Zentrierungsprobleme auf. Besonders problematisch ist zu
dem, daß die formschlüssige Vorrastung nur in einer defi
nierten Relativstellung von Mutter- und Gegenstück möglich
ist, in der der Verriegelungsring in die Vorrastungs-Aus
nehmung einrasten kann. Sollte beim Stecken diese Stellung
nicht erreicht werden, wäre keine Arretierung gegen Lösen
bei der ersten Druckbeaufschlagung gewährleistet. Wenn beim
ersten Stecken aber ein Zustand erreicht werden sollte, in
dem der Verriegelungsring im Bereich zwischen den beiden
Ausnehmungen, d. h. zwischen Vor- und Vollraststellung, an
geordnet ist (praktisch eine Art "Schwebezustand"), so
könnte insbesondere dann, wenn die erste Druckbeaufschla
gung sehr plötzlich auf einen hohen Druck erfolgen sollte,
der Stecker sehr schnell zurück über die Vorraststellung
hinaus bewegt und doch gelöst werden. Denn dabei ist gege
benenfalls die Bewegungsgeschwindigkeit des Steckers so
schnell, daß der Verriegelungsring praktisch keine Zeit
hat, in die Vorrast-Ausnehmung einzurasten, zumal dies auch
ausschließlich von seiner Federelastizität abhängt. Es be
steht daher doch noch eine nicht geringe Gefahr, daß die
Kupplung ungewollt gelöst wird.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
gattungsgemäße Steckkupplung zu schaffen, die eine erhöhte
Sicherheit gegen ungewolltes Lösen bietet, die dabei aber
trotzdem konstruktiv einfach und herstellungsmäßig kosten
günstig sein soll.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß zum Vor
arretieren des Steckerteils das Halteelement beim Steckvor
gang zumindest kraft- oder kraftformschlüssig mit einem der
Ausnehmung vorgeordneten Vorarretierabschnitt des anderen
Kupplungsteils zusammenwirkt. Somit beruht die erfindungs
gemäße Vorarretierung auf dem Prinzip des Kraft- oder
Kraftformschlusses (anstatt auf Formschluß), indem das
Halteelement den Vorarretierabschnitt des anderen Kupp
lungsteils praktisch "klemmend" festhält. Es erübrigt sich
daher ein formschlüssiges Eingreifen in eine Ausnehmung, so
daß die Vorarretierung nicht nur in einer konkreten Rela
tivstellung, sondern vorteilhafterweise in verschiedenen
Stellungen des Halteelementes über die Länge des Vorarre
tierabschnittes hinweg möglich ist; es handelt sich somit
um einen "Vorarretierbereich" anstatt um eine Vorrast
stellung. Hierdurch hängt die Vorarretierung vorteilhafter
weise auch nicht mehr vom (genauen) Erreichen einer eng
definierten "Vorraststellung" ab. Auch in dem oben geschil
derten Fall, wenn das Stecken nur bis kurz vor Erreichen
der ganz gesteckten und über das Halteelement formschlüssig
arretierten Stellung erfolgen sollte, ist durch die Erfin
dung ein sicheres (Vor-) Arretieren möglich, und zwar auch
dann, wenn der Stecker durch plötzlichen Druckaufbau sehr
schnell zurückbewegt werden sollte.
Diesbezüglich ist in bevorzugter Ausgestaltung der Erfin
dung vorgesehen, daß das Halteelement eine zur Steckachse
schräge, insbesondere konische Wirkfläche aufweist, die bei
einer relativen Bewegung in Löserichtung derart mit einer
entsprechend schrägen, insbesondere ebenfalls konischen
Gegenwirkfläche in der Ausnehmung des einen, zugehörigen
Kupplungsteils zusammenwirkt, daß das Halteelement hier
durch zur Erzeugung des Kraft- oder Kraftformschlusses
gegen den Vorarretierabschnitt gedrängt wird. Somit handelt
es sich um eine "Zwangsarretierung", die nicht - oder zu
mindest nicht nur - von der Federelastizität des Halteele
mentes abhängt, sondern vielmehr von der Relativbewegung
zwischen Stecker- und Aufnahmeteil. Diese Maßnahme stellt
auch für die formschlüssige Arretierung im ganz gesteckten
Zustand einen wesentlichen Vorteil dar, da eine - insbeson
dere bei Verwendung von Kunststoffmaterial, z. B. thermisch
bedingt, auftretende - "Feder-Erlahmung" praktisch keine
nachteilige Bedeutung mehr hat. Es kann daher ein Halteele
ment eingesetzt werden, das schon ursprünglich eine relativ
geringe Federkraft besitzt, was sich insgesamt beim Steck
vorgang durch geringe Steckkräfte vorteilhaft bemerkbar
macht.
Im erfindungsgemäß kraft- oder kraftformschlüssig vorarre
tierten Zustand der Steckkupplung kann durch eine definier
te Undichtigkeit - etwa analog zum eingangs erläuterten
Stand der Technik - ein Leckagesignal insbesondere in Form
eines akustisch wahrnehmbaren Geräusches erzeugt werden.
Die Kupplung kann dann durch weitergehendes bzw. erneutes,
korrektes Stecken ganz in den abgedichteten und formschlüs
sig arretierten Zustand überführt werden.
In einer weiteren, besondere vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung ist zwischen dem Aufnahmeteil und dem Stecker
teil ein Federelement angeordnet, welches das Stecker
teil in Löserichtung mit einer Federvorspannung beauf
schlagt. Hierdurch wird vermieden, daß ein Steckzustand
erreicht werden kann, indem das Halteelement im Bereich
zwischen dem Vorarretierabschnitt und der die ganz gesteck
te und abgedichtete Stellung definierenden Ausnehmung an
geordnet ist; denn sollte diese Stellung beim ersten
Stecken erreicht werden, so bewirkt das vorzugsweise ein
gesetzte Federelement eine selbsttätige Rückführung bis in
die kraft- oder kraftformschlüssig arretierte Stellung. Ein
"Schwebezustand" wird sicher vermieden. Zudem gibt dies dem
Monteur auch einen unmittelbaren Aufschluß darüber, daß die
korrekte Verbindungslage noch nicht erreicht wurde, indem
er ja bemerkt, daß sich der Stecker federkraftbedingt zu
rückbewegt. Es wird somit eine sehr hohe Erkennungswahr
scheinlichkeit von Steckfehlern gewährleistet. Zudem wird
auch mit Sicherheit ausgeschlossen, daß ausgehend von einem
"Schwebezustand" bei einer ersten Druckbeaufschlagung der
Stecker mit hoher Geschwindigkeit über den Vorarretierab
schnitt hinweg bewegt werden könnte. Denn der Stecker ist
bereits vor der ersten Druckbeaufschlagung sicher kraft- oder
kraftformschlüssig vorarretiert.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung
sind in den Unteransprüchen sowie der folgenden Beschreib
ung enthalten.
Anhand von in der Zeichnung dargestellten, bevorzugten
Ausführungsbeispielen einer erfindungsgemäßen Steckkupplung
soll die Erfindung nun näher erläutert werden. Dabei
zeigen:
Fig. 1 bis 5 jeweils im Halb-Axialschnitt eine erfindungs
gemäße Steckkupplung in verschiedenen Zuständen,
Fig. 6 eine Darstellung analog zu Fig. 2, jedoch in
einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung,
und
Fig. 7 eine Ausschnittvergrößerung im Bereich des Halte
elementes in der Vorarretierstellung analog zu
Fig. 3, jedoch in einer Ausführungsvariante.
In den verschiedenen Figuren der Zeichnung sind gleiche
Teile stets mit den gleichen Bezugszeichen versehen und
werden daher in der Regel jeweils nur einmal beschrieben.
Eine erfindungsgemäße Steckkupplung besteht aus zwei Kupp
lungsteilen, und zwar aus einem Aufnahmeteil 2 und einem
Steckerteil 4. Das Steckerteil 4 ist mit einem Stecker
schaft 6 in eine Aufnahmeöffnung 8 des Aufnahmeteils 2 ein
steckbar, wobei zur Abdichtung zwischen den beiden Kupp
lungsteilen 2, 4 mindestens eine Umfangsdichtung 10 vorge
sehen ist. Die ganz gesteckte und abgedichtete Kupplungs
stellung ist in Fig. 5 dargestellt. In dieser Kupplungs
stellung ist das Steckerteil 4 durch ein elastisch verform
bares Halteelement 12 formschlüssig gegen Lösen arretier
bar, indem das vor dem Einstecken bereichsweise formschlüs
sig in einer Ausnehmung 14 des einen Kupplungsteils (wie
dargestellt bevorzugt des Aufnahmeteils 2) sitzende Halte
element 12 in der Kupplungsstellung (Fig. 5) auch bereichs
weise formschlüssig in eine Ausnehmung 16 des anderen Kupp
lungsteils (bevorzugt des Steckerteils 4) eingreift. Zu
sätzlich zu der - als "Hauptdichtung" für die Druckabdich
tung zuständigen - Umfangsdichtung 10 kann eine äußere
Dichtung 11 vorgesehen sein, die ein Eindringen von Staub,
Schmutz, Feuchtigkeit usw. verhindern soll. Vorzugsweise
wirkt zumindest die als preiswerter O-Ring in einer Ringnut
am Steckerschaft 6 sitzende Umfangsdichtung 10 mit einer
zylindrischen Dichtfläche 10a in der Aufnahmeöffnung 8 zu
sammen; diese "zylindrische O-Ring-Abdichtung" ist vorteil
hafterweise mit nur sehr geringen Toleranzen behaftet, was
sehr günstig für eine konstant geringe Steckkraft ist. Ent
sprechendes gilt vorzugsweise auch für die zusätzliche
Dichtung 11, die aber mit einer im Durchmesser erweiterten
Dichtfläche 11a zusammenwirkt.
Wie sich aus Fig. 3 ergibt, ist das Steckerteil 4 auch
bereits vor Erreichen der abgedichteten Kupplungsstellung
gegen Lösen vorarretierbar, wozu erfindungsgemäß das Halte
element 12 beim Steckvorgang kraftschlüssig oder kraftform
schlüssig mit einem der Ausnehmung 16 vorgeordneten Vor
arretierabschnitt 18 des anderen Kupplungsteils bzw. des
Steckerteils 4 zusammenwirkt. Hierzu ist das Halteelement
12 bevorzugt als geschlitzter und dadurch radialelastisch
verformbarer Haltering ausgebildet; der Schlitz, d. h. eine
Unterbrechung des Ringumfanges, ist in den Zeichnungsfigu
ren nicht erkennbar. Um die erfindungsgemäße kraft- oder
kraftformschlüssige (klemmende) Wirkung zu erreichen oder
zu unterstützen, weist das Halteelement 12 eine zur Steck
achse 20 schräge, insbesondere im wesentlichen konische
Wirkfläche 22 auf, die bei. Auftreten einer relativen Bewe
gung in Löserichtung des Steckerteils 4 derart mit einer
entsprechend schrägen, insbesondere ebenfalls im wesentli
chen konischen Gegenwirkfläche 24 in der das Halteelement
12 aufnehmenden Ausnehmung 14 zusammenwirkt, daß das Halte
element 12 durch Konuswirkung zur Erzeugung des Kraft- oder
Kraftformschlusses gegen den Vorarretierabschnitt 18 ge
drängt wird. Diese Situation ist in Fig. 3 veranschaulicht.
Bei Bewegung des Steckerteils 4 in Löserichtung (Pfeil 26)
wird das Halteelement 12 durch kraftschlüssige Anlage über
den Vorarretierabschnitt 18 mitgenommen und deshalb über
die Wirkflächen 22, 24 ständig zunehmend stärker gegen den
Vorarretierabschnitt 18 gepreßt. Hierdurch wird eine zumin
dest kraftschlüssige - je nach Material des Halteelementes 12
gegebenenfalls auch kraftformschlüssige oder sogar mehr
formschlüssige - Arretierung erreicht. Eine entsprechende
Wirkung tritt allerdings auch in der in Fig. 5 dargestell
ten, ganz gesteckten Raststellung auf, wenn das Halteele
ment 12 formschlüssig in die Ausnehmung 16 eingerastet ist.
Aufgrund der bevorzugten Ausgestaltung des Halteelementes
12 als geschlitzter Haltering sind die Ausnehmungen 14,16
des Aufnahmeteils 2 und des Steckerteils 4 bevorzugt als
Ringnuten ausgebildet, und zwar die Ausnehmung 14 in der
Aufnahmeöffnung 8 bevorzugt als radial nach innen offene
Innenringnut und die Ausnehmung 16 am Steckerschaft 6
bevorzugt als radial nach außen offene Außenringnut.
Das Halteelement 12 weist auf seiner einerseits in der Vor
arretierlage (Fig. 3) mit einer Gegenwirkfläche 28 des Vor
arretierabschnittes 18 zusammenwirkenden sowie andererseits
in der ganz gesteckten Position (Fig. 5) in die gegenüber
liegende Ausnehmung 16 eingreifenden Seite eine im wesent
lichen zylindrische Wirkfläche 30 auf. Die Gegenwirkfläche
28 des Vorarretierabschnittes 18 ist hierbei bevorzugt rauh
bzw. uneben, insbesondere als Verzahnung mit in Umfangs
richtung verlaufenden, vorzugsweise widerhakenartigen Zahn
kanten ausgebildet. Die Verzahnung definiert hierbei mit
ihren Zahnkanten vorzugsweise ein Hüllfläche, die im
wesentlichen zylindrisch, insbesondere aber leicht konisch
mit einem zur Steckachse 20 gemessenen Konuswinkel α (siehe
Fig. 1) von vorzugsweise etwa 5° ausgebildet ist. Hierdurch
wird ein besonders guter und sicherer Kraft- oder Kraft
formschluß erreicht (gute Klemmwirkung). Hierbei ist gemäß
Fig. 1 diese konische Hüllfläche analog zum Verlauf der ko
nischen Wirk- bzw. Gegenwirkfläche 22, 24 orientiert,aller
dings handelt es sich um eine nicht so stark ausgeprägte
Konizität. Im dargestellten, bevorzugten Ausführungsbei
spiel, wobei der Vorarretierabschnitt 18 am Steckerschaft
6 gebildet ist, ergibt sich durch den Konuswinkel α eine
geringfügige Vergrößerung des Außendurchmessers in Richtung
des freien Endes des Steckerschaftes 6.
Die erfindungsgemäße Vorarretierung kann zudem auch weiter
gehend dadurch intensiviert werden, daß das Halteelement 12
aus einem relativ weichen, nachgiebigen, "anschmiegbaren"
Material, insbesondere aus einem weichen Kunststoff, be
steht, so daß beim Zusammenwirken mit der Gegenwirkfläche
28 des Vorarretierabschnittes 18 durch plastische oder
elastische Verformung des Halteelementes 12 ein Kraftform
schluß entsteht. Dies bedeutet, daß sich die bevorzugt
vorgesehene Verzahnung etwas in das Material des Halte
elementes 12 hineindrückt bzw. sich das Halteelement 12 mit
seiner Wirkfläche 30 an die Verzahnungskontur anpaßt bzw.
"anschmiegt". Gegebenenfalls kann hierbei sogar ein Form
schluß erreicht werden, wenn der Hinterschneidungswinkel
der Verzahnung 90° ist. Bei dieser Ausführung ist eine
Vorarretierung praktisch "stetig" in jeder beliebigen Stel
lung über die axiale Länge des Vorarretierabschnittes 18
hinweg möglich.
Ferner kann gemäß Fig. 7 eine sehr sichere Vorarretierung
auch erreicht werden, wenn das Halteelement 12 mit seiner
Wirkfläche 30 nach Art einer Ratsche mit der Gegenwirk
fläche 28 bzw. deren Verzahnung zusammenwirkt. Hierzu
besteht dann zweckmäßigerweise das Halteelement 12 aus
einem relativ härteren, gegen oberflächige Formveränderun
gen weitgehend unnachgiebigen Material, wobei die Wirk
fläche 30 vorzugsweise eine der Verzahnung der Gegenwirk
fläche 28 entsprechende, aber "umgekehrt orientierte"
Gegenverzahnung aufweist. Auch hierbei kann durch einen
Hinterschneidungswinkel der Verzahnungen 90° sogar ein
reiner Formschluß in der Vorarretierstellung erreicht
werden, wobei der Steckerschaft 6 zwar weitergehend in
Pfeilrichtung 42 einsteckbar, eine Lösebewegung in Pfeil
richtung 26 jedoch ausgeschlossen ist. Bei einer Ausfüh
rungsform ist - bedingt durch die ineinander eingreifenden
Verzahnungen - die Vorarretierung nur "stufig" in den ver
schiedenen, der Zahnteilung (dem axialen Zahnabstand) ent
sprechenden Relativstellungen über die Länge des Vorarre
tierabschnittes 18 hinweg möglich.
In der dargestellten, bevorzugten Ausführungsform der Er
findung ist zudem ein Federelement 32 vorgesehen, welches
derart zwischen dem Aufnahmeteil 2 und dem Steckerteil 4
sitzt, daß das Steckerteil 4 in Löserichtung (Pfeile 26)
mit einer Federvorspankraft F beaufschlagt wird. Dieses
Federelement 32 ist bevorzugt als Schraubendruckfeder aus
Federstahl ausgebildet und insbesondere intern zwischen
einer innerhalb der Aufnahmeöffnung 8 des Aufnahmeteils 2
gebildeten Stufenfläche 34. und dem Steckerteil 4 bzw. ins
besondere einer innerhalb des Steckerteils 4 gebildeten
Stufenfläche 36 angeordnet. Hierdurch kann das Federelement
32 - bedingt durch eine "teilversenkte" Anordnung innerhalb
des Steckerteils 4 - trotz vorteilhaft kurzer Bauform der
genannten Steckverbindung eine relativ große Länge haben,
was günstig für die Federcharakteristik ist. Denn es kann
eine relativ geringe, aber dennoch konstante Federkraft F
erreicht werden, was sich entsprechend auch in der Steck
kraft beim Stecken der Kupplungsteile positiv nieder
schlägt. Zudem ist die bevorzugt eingesetzte Schrauben
druckfeder mit geringen Toleranzen behaftet im Vergleich zu
anderen Federarten, beispielsweise "Gummielementen".
Wie bereits erwähnt, ist im bevorzugten, dargestellten Aus
führungsbeispiel das Halteelement 12 innerhalb der Aufnah
meöffnung 8 des Aufnahmeteils 2 gelagert, wobei der Vor
arretierabschnitt 18 am Steckerteil 4 gebildet ist. Hierbei
ist der Vorarretierabschnitt 18 im Bereich zwischen dem
freien Ende des Steckerschaftes 6 und der in der ganz ge
steckten Kupplungsstellung (Fig. 5) mit dem Halteelement 12
formschlüssig zusammenwirkenden Ausnehmung 16 des Stecker
schaftes 6 angeordnet. Dementsprechend weist die konische
Wirkfläche 22 des Halteelementes 12 nach außen und wirkt
mit der nach innen weisenden zugehörigen Gegenwirkfläche 24
zusammen.
Alternativ zu der dargestellten Ausführungsform ist es aber
ebenfalls im Bereich der Erfindung möglich, das Halteele
ment am Steckerschaft zu lagern, wobei dann der Vorarre
tierabschnitt im Aufnahmeteil zu bilden wäre, und zwar im
Bereich zwischen der Mündungsöffnung der Aufnahmeöffnung
und der in der Kupplungsstellung mit dem Halteelement form
schlüssig zusammenwirkenden, dann ebenfalls innerhalb der
Aufnahmeöffnung vorzusehenden Ausnehmung.
Bei der in Fig. 1 bis 5 dargestellten Ausführung ist das
Aufnahmeteil 2 einstückig ausgebildet, was zur Folge hat,
daß das Steckerteil 4 nach dem Einstecken unlösbar ist.
Gemäß Fig. 6 kann eine Lösbarkeit dadurch erreicht werden,
daß das Aufnahmeteil 2 aus zwei lösbar miteinander verbun
denen Teilen, und zwar insbesondere einem Basisteil 38 und
einem im wesentlichen hohlzylindrischen Einsatzteil 40, be
steht, wobei diese beiden Teile 38, 40 zwischen sich die in
nerhalb der Aufnahmeöffnung 8 gebildete, das Halteelement
12 bereichsweise aufnehmende Ausnehmung 14 begrenzen. In
der dargestellten Ausführungsvariante mit innerhalb der
Aufnahmeöffnung 8 gelagertem Halteelement 12 ist die ko
nische Gegenwirkfläche 24 im Bereich der einzusetzenden
Stirnseite des Einsatzteils 40 gebildet. Hierdurch kann die
Verbindung gelöst werden, indem durch Lösen des Einsatz
teils 40 vom Basisteil 38 das Steckerteil 4 zusammen mit
dem Halteelement 12 und dem Einsatzteil 40 entnommen werden
kann. Die Verbindung zwischen dem Basisteil 38 und dem Ein
satzteil 40 ist hierbei beliebig; wie dargestellt handelt
es sich beispielsweise um eine Schraubverbindung, wobei das
Einsatzteil 40 als Einschraubstück (Überwurfschraube) mit
einem Außengewinde in ein Innengewinde des Basisteils 38
einschraubbar ist. Es kann sich jedoch auch um eine Bajo
nettverbindung, eine arretierbare Rastverbindung oder der
gleichen handeln.
Es soll nun noch kurz die Funktion der erfindungsgemäßen
Steckverbindung erläutert werden.
Gemäß Fig. 1 wird das Steckerteil 4 mit seinem Stecker
schaft 6 in die Aufnahmeöffnung 8 in Pfeilrichtung 42 ein
gesteckt, bis der Steckerschaft 6 gemäß Fig. 2 mit einer
Schrägfläche bzw. Anfasung in Kontakt mit dem Halteelement
12 gelangt. Hierdurch wird letzteres radial gespreizt bzw.
aufgeweitet und hierbei in die Ausnehmung 14 hinein ver
formt. Gemäß Fig. 3 bzw. 7 gelangt der Steckerschaft 6 dann
mit dem erfindungsgemäßen Vorarretierabschnitt 18 in Anlage
an die innere Wirkfläche 30 des Halteelementes 12. In
dieser Stellung ist eine sichere Vorarretierung gegen Lösen
in Pfeilrichtung 26 gewährleistet, allerdings ist die
Steckverbindung noch nicht über die Umfangsdichtung 10 ab
gedichtet, sondern bei Druckbeaufschlagung würde deswegen
ein Leckagesignal insbesondere in Form eines akustisch
wahrnehmbaren Geräusches erzeugt werden. Dabei wird durch
die bevorzugte Ausbildung und Anordnung der Dichtung 10 und
vor allem wegen der Erweiterung der Dichtfläche 11a ver
mieden, daß die Dichtung 10 "ausgeblasen" werden könnte,
weil ein relativ großer freier Leckagequerschnitt im
Bereich der Dichtung 1 in der Stellung nach Fig. 3 zur
Verfügung steht.
Gemäß Fig. 4 wird der Steckerschaft 6 weitergehend in Pfeil
richtung 42 eingesteckt, bis gemäß Fig. 5 das Halteelement
formschlüssig in die Ausnehmung 16 einrastet. Sollte aller
dings der Steckvorgang (irrtümlich) vom Monteur in der
Stellung nach Fig. 4 beendet werden, so kann dieser "Schwe
bezustand" vorteilhafterweise nicht beibehalten werden,
weil die bevorzugt vorgesehene Feder 32 das Steckerteil 4
jedenfalls in Pfeilrichtung 26 zurück in eine Vorarretier
stellung nach Fig. 3 bzw. 7 bewegt.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschrie
benen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern umfaßt auch
alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungen.
So sind als Halteelement auch nahezu beliebige sonstige
Federringe, Federklammern und/oder dergleichen verwendbar.
Ferner ist die Erfindung bislang auch noch nicht auf die im
Anspruch 1 definierte Merkmalskombination beschränkt, son
dern kann auch durch jede beliebige andere Kombination von
bestimmten Merkmalen aller insgesamt offenbarten Einzel
merkmalen definiert sein. Dies bedeutet, daß grundsätzlich
praktisch jedes Einzelmerkmal des Anspruchs 1 weggelassen
bzw. durch mindestens ein an anderer Stelle der Anmeldung
offenbartes Einzelmerkmal ersetzt werden kann. Insofern
ist der Anspruch 1 lediglich als ein erster Formulierungs
versuch für eine Erfindung zu verstehen.
Claims (14)
1. Steckkupplung für Druckmittelsysteme, bestehend aus
zwei Kupplungsteilen, und zwar einem Aufnahmeteil (2)
und einem Steckerteil (4), wobei das Steckerteil (4)
mit einem Steckerschaft (6) umfangsgemäß abgedichtet
in eine Aufnahmeöffnung (8) des Aufnahmeteils (2)
einsteckbar und in seiner gesteckten und abgedichteten
Kupplungsstellung (Fig. 5) durch ein elastisch verform
bares Halteelement (12) formschlüssig gegen Lösen
arretierbar ist, indem das Halteelement (12) bereichs
weise in einer Ausnehmung (14) des einen Kupplungs
teils (2) sitzt und in der Kupplungsstellung (Fig. 5)
auch bereichsweise in eine Ausnehmung (16) des anderen
Kupplungsteils (4) eingreift, und wobei das Stecker
teil (4) auch bereits vor Erreichen der abgedichteten
Kupplungsstellung gegen Lösen vorarretierbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß zum
Vorarretieren des Steckerteils (4) das Halteelement
(12) beim Steckvorgang zumindest kraft- oder kraft
formschlüssig mit einem der Ausnehmung (16) vorgeord
neten Vorarretierabschnitt (18) des anderen Kupplungs
teils (4) zusammenwirkt.
2. Steckkupplung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Halteelement (12) als geschlitzter, radialelastischer
Haltering ausgebildet ist.
3. Steckkupplung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Halteelement (12) eine zur Steckachse (20) schräge,
insbesondere konische Wirkfläche (22) aufweist, die
bei einer relativen Bewegung in Löserichtung derart
mit einer entsprechend schrägen, insbesondere koni
schen Gegenwirkfläche (24) in der Ausnehmung (14) des
einen, zugehörigen Kupplungsteils (2) zusammenwirkt,
daß das Halteelement (12) zur Erzeugung eines Kraft- oder
Kraftformschlusses gegen den Vorarretierabschnitt
(18) gedrängt wird.
4. Steckkupplung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Halteelement (12) auf seiner mit einer Gegenwirkfläche
(28) des Vorarretierabschnittes (18) zusammenwirkenden
Seite eine im wesentlichen zylindrische Wirkfläche
(30) aufweist.
5. Steckkupplung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Vorarretierabschnitt (18) eine unebene, insbesondere
als Verzahnung mit in Umfangsrichtung verlaufenden
Zahnkanten ausgebildete Gegenwirkfläche (28) auf
weist.
6. Steckkupplung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Verzahnung mit ihren Zahnkanten eine Hüllfläche defi
niert, die im wesentlichen zylindrisch, insbesondere
aber leicht konisch mit einem Konuswinkel α von vor
zugsweise etwa 5° ausgebildet ist.
7. Steckkupplung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Halteelement (12) aus einem derart relativ weichen,
nachgiebigen Material, insbesondere aus Kunststoff,
besteht, daß beim Zusammenwirken mit der Gegenwirk
fläche (28) des Vorarretierabschnittes (18) durch
plastische oder elastische Verformung ein Kraftform
schluß entsteht.
8. Steckkupplung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Halteelement (12) aus einem derart relativ harten, un
nachgiebigen Material besteht und dabei im Bereich
seiner mit dem Vorarretierabschnitt (18) zusammenwir
kenden Wirkfläche (30) derart ausgebildet ist, daß die
Wirkfläche (30) mit der Gegenwirkfläche (28) kraft
formschlüssig nach Art einer Ratsche zusammenwirkt.
9. Steckkupplung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Wirkfläche (30) des Halteelementes (12) eine der
Verzahnung der Gegenwirkfläche (28) entsprechende und
in diese ratschenartig eingreifende Gegenverzahnung
aufweist.
10. Steckkupplung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 9,
gekennzeichnet durch ein zwischen
dem Aufnahmeteil (2) und dem Steckerteil (4) angeord
netes und das Steckerteil (4) in Löserichtung mit
einer Federvorspannung (F) beaufschlagendes Feder
element (32).
11. Steckkupplung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Federelement (32) eine Schraubendruckfeder ist, die
vorzugsweise intern zwischen einer innerhalb der Auf
nahmeöffnung (8) des Aufnahmeteils (2) gebildeten
Stufenfläche (34) und dem Steckerteil (4), insbeson
dere einer innerhalb des Steckerteils (4) gebildeten
Stufenfläche (36), angeordnet ist.
12. Steckkupplung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Halteelement (12) innerhalb der Aufnahmeöffnung (8)
des Aufnahmeteils (2) gelagert ist, wobei der Vor
arretierabschnitt (18) am Steckerteil (4) gebildet
ist.
13. Steckkupplung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Halteelement (12) am Steckerschaft (6) gelagert ist,
wobei der Vorarretierabschnitt (18) im Aufnahmeteil
(2) gebildet ist.
14. Steckkupplung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Aufnahmeteil (2) aus zwei lösbar miteinander verbun
denen Teilen (38, 40) besteht, die zwischen sich die
innerhalb der Aufnahmeöffnung (8) gebildete, das
Halteelement (12) bereichsweise aufnehmende Ausnehmung
(14) begrenzen.
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|---|---|---|---|
| DE19623995A DE19623995B4 (de) | 1996-06-15 | 1996-06-15 | Steckkupplung für Druckmittelsysteme |
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|
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Effective date: 20120103 |