DE19622299C2 - Verfahren zum Betrieb einer druckaufgeladenen zirkulierenden Wirbelschichtfeuerung zur Erzeugung eines arbeitsfähigen Gases für die Gasturbine eines Kombikraftwerkes - Google Patents
Verfahren zum Betrieb einer druckaufgeladenen zirkulierenden Wirbelschichtfeuerung zur Erzeugung eines arbeitsfähigen Gases für die Gasturbine eines KombikraftwerkesInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23C—METHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING FLUID FUEL OR SOLID FUEL SUSPENDED IN A CARRIER GAS OR AIR
- F23C10/00—Fluidised bed combustion apparatus
- F23C10/16—Fluidised bed combustion apparatus specially adapted for operation at superatmospheric pressures, e.g. by the arrangement of the combustion chamber and its auxiliary systems inside a pressure vessel
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- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
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- F23C10/04—Fluidised bed combustion apparatus with means specially adapted for achieving or promoting a circulating movement of particles within the bed or for a recirculation of particles entrained from the bed the particles being circulated to a section, e.g. a heat-exchange section or a return duct, at least partially shielded from the combustion zone, before being reintroduced into the combustion zone
- F23C10/08—Fluidised bed combustion apparatus with means specially adapted for achieving or promoting a circulating movement of particles within the bed or for a recirculation of particles entrained from the bed the particles being circulated to a section, e.g. a heat-exchange section or a return duct, at least partially shielded from the combustion zone, before being reintroduced into the combustion zone characterised by the arrangement of separation apparatus, e.g. cyclones, for separating particles from the flue gases
- F23C10/10—Fluidised bed combustion apparatus with means specially adapted for achieving or promoting a circulating movement of particles within the bed or for a recirculation of particles entrained from the bed the particles being circulated to a section, e.g. a heat-exchange section or a return duct, at least partially shielded from the combustion zone, before being reintroduced into the combustion zone characterised by the arrangement of separation apparatus, e.g. cyclones, for separating particles from the flue gases the separation apparatus being located outside the combustion chamber
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß den
im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmalen.
Entsprechend der Einzugstemperatur der Gasturbine ist in ei
ner mit zerkleinerter Braunkohle betriebene druckaufgeladene
Wirbelschichtfeuerung ein arbeitsfähiges Gas mit der entspre
chenden Prozeßtemperatur zu erzeugen.
Bei den erreichten Prozeßtemperaturen unter 850°C ist es
erforderlich, das Gas in einer gesonderten brennstoffetriebe
nen Brennkammer oder in einer gekoppelten Vergasungs-/Ver
brennungs-Reaktoranlage bis auf die erforderliche Einzugstem
peratur der Gasturbine T ∼ 1100°C zu erwärmen
(DE 42 24 958 A1, DE 42 24 959 A1, DE 42 36 512 A1, DE 36 12 888 A1).
Diese Verfahrensweise erfordert jedoch einen hohen zusätzli
chen apparativen und betriebsführungstechnischen Aufwand so
wie zusätzlichen Brennstoff bei vergleichsweise geringem
Wirkungsgrad.
Die Zuführung vom Zusatzbrennstoff in eine Wirbelschicht
feuerung (DE 44 09 057 A1, DE 41 02 959 A1, DE 39 33 286 A1) zur Erzielung
einer höheren Prozeßtemperatur wird jedoch nur mit einem
hohen Zusatzbrennstoffaufwand bei ebenfalls vergleichsweise
geringem Wirkungsgrad ermöglicht.
Die Teilvergasung des Brennstoffs in einem Wirbelschichtreak
tor (DE 43 40 459 C1) zur Erzeugung eines Brenngases für ein
Kombikraftwerk ergibt lediglich Brenngastemperaturen,
die unterhalb der Einzugstemperatur einer Gasturbine lie
gen. Entweder wird mit einem geringeren Wirkungsgrad der An
lage gerechnet oder in einer gesonderten Brennkammer die Tem
peratur des Brenngases erhöht.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine inte
grierte Vergasung und Verbrennung zur Erzielung der geforder
ten Einzugstemperatur für eine Gasturbine zu erreichen.
Dies wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1
angegebenen Merkmale erreicht.
Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher
erläutert. Die dazugehörige Zeichnung zeigt das Anlagensche
ma für die druckaufgeladene zirkulierende Wirbelschichtfeue
rung.
Der Vergasungs- und Verbrennungsreaktor 1 weist den Düsenbo
den 2, die Primärluftzuführung 3, die Sekundärluftzuführung
4, die Luftleitung 5 und die Tertiärluftzuführung 6 auf. In
dem Vergasungs- und Verbrennungsreaktor 1 ist die Brennstoff
zuführung 7 mit Additivdosierung 8 und die Rückführung 9 ein
gebunden. Innerhalb des Vergasungs- und Verbrennungsreaktors
1 ist das Wirbelbett 10 und der Freiraum 11 ausgebildet.
In den Vergasungs- und Verbrennungsreaktor 1
ist der Rauchgaskanal 12 eingebunden und mit dem Zyklon 13
verbunden. Der Zyklon 13 ist über den Rohgaskanal 14 mit dem
die Filterkerzen 15 aufweisenden Heißgasfilter 16 verbunden.
In den die Ascheleitung 18 aufweisenden Heißgasfilter 16 ist
die Reingasleitung 17 eingebunden. In der Rückführung 9 ist der
Fließbettkühler 28 angeordnet, in dem die Dampfleitung 29
eingebunden ist.
Wahlweise sind neben oder anstelle der Tertiärluftzuführung 6
die Luftzuführungen 34; 35; 36; 37 im oberen Bereich 39 des
Freiraumes 11, vor Zyklon 13, nach Zyklon 13 und/oder vor
Heißgasfilter 16 angeordnet.
Die Wirkungsweise ist folgende:
In das Wirbelbett 10 wird über die Brennstoffzuführung 7 die
zerkleinerte Braunkohle 19 sowie mit der Additivdosierung 8
die Additive 20, über die Rückführung 9 die Aschefeststoffe
21 und über die Luftleitung 5 die Prozeßluft 22 für die in
der Primärluftzuführung zugeführte Primärluft 23 sowie für
die in der Sekundärluftzuführung 4 zugeführte Sekundärluft 24
eingebracht. Über die Tertiärluftzuführung 6 wird die Ter
tiärluft 26 eingebracht. Die Primärluft 23 gelangt durch den
Düsenboden 2 in das Wirbelbett 10. Das Wirbelbett 10 wird bei
einer Temperatur von T1 = 850°C und einem Luftverhältnis von
λ1 ∼ 0,6 bis 0,8 unterstöchiometrisch als Teilvergasungsab
schnitt betrieben, so daß die Braunkohleteilchen vergast wer
den. Die entgasten Braunkohleteilchen werden mit den einge
brachten Additiven 20 konditioniert, so daß eine Entschwefe
lung gewährleistet ist.
Im Bereich der Sekundärluftzuführung 4 wird der erste Feue
rungsabschnitt mit einem Luftverhältnis von λ2 ∼ 1,0 stöchio
metrisch betrieben, so daß die entgasten Braunkohleteilchen
partiell verbrannt werden.
Im Bereich der Tertiärluftzuführung 6 wird der zweite Feue
rungsabschnitt mit einem Luftverhältnis von λ3 ∼ 1,2
überstöchiometrisch betrieben, so daß die flüchtigen Bestand
teile der entgasten und verbrannten Braunkohleteilchen ver
brannt werden.
Die räumliche Anordnung der Sekundärluftzuführung 4 sowie der
Tertiärluftzuführung 6 sowie die Höhe des Freiraumes 11 ist
entsprechend der Geschwindigkeit des Vergasungsgases, dessen
Verwirbelung und des Ausbrandverhältnisses der Braunkohle 20
abhängig und ist entsprechend auszubilden und zu betreiben.
Am Ende des Freiraumes 11 wird ein der Einzugstemperatur der
Gasturbine entsprechendes Rauchgas 27 mit einer Prozeßtempe
ratur bis 1100°C mit einem Luftverhältnis λ4 < 1,2 er
zeugt. Das Rauchgas 27 wird über die Rauchgasleitung 12 in
den Zyklon 13 gefördert, die heißen Aschefeststoffe 21 ausge
halten und diese in die Rückführung 9 gefördert. Das den Zy
klon 13 über den Rohgaskanal verlassende Rohgas 30 wird in
den die Filterkerzen 15 aufweisenden Heißgasfilter 16 geför
dert. Am Filterkuchen der Filterkerzen 15 absorbieren Feina
sche, Additive und die das gasförmige SO3 absorbierte Sub
stanz. Bei der Abreinigung der Filterkerzen 15 wird das Ge
misch 32 o. g. Stoffe über die Ascheleitung 18 abgezogen.
Über die Reingasleitung 17 wird das Reingas 31 zur Gasturbine
(nicht dargestellt) gefördert. Die Wärme des über die Rück
führung 9 geförderten heißen Aschefeststoffes wird im Fließ
bettkühler 28 entbunden, Prozeßdampf 33 erzeugt und diesen
über die Dampfleitung 29 in den Dampfkessel (nicht darge
stellt) gefördert. Aufgrund der hohen Temperaturen des Rauch
gases 27 sind zur Beeinflussung des Ascheschmelzverhaltens
weitere Additive in den Feuerungsprozeß zuzugeben, die eben
falls nach Reaktion am Filterkuchen der Filterkerzen 15 des
Heißgasfilters 16 absorbiert werden.
Wahlweise wird Luft 38 über die Luftzuführungen 34; 35; 36;
37 zur weiteren Anhebung der Temperatur des Brenngases einge
bracht. Dadurch ist außerdem das Aschesinterverhalten, die
Staubbeladung und die Standzeit der Kerzenfilter beeinfluß
bar.
Durch die Erfindung werden folgende Vorteile erreicht:
- 1. Rauchgas mit einer Prozeßtemperatur bis 1100°C wird in nur einem Reaktor steuerbar erzeugt, so daß damit die er forderliche Einzugstemperatur der Gasturbine erreichbar ist.
- 2. Additive zur Entschwefelung und zur Beeinflussung des Ascheschmelzverhaltens sind aufgrund der Temperaturzonen ausbildung in den Reaktor einzubringen.
- 3. Feinstasche, Feinstadditive und Feinstentschwefelungspro dukte werden vor Gasturbine ausgehalten und so diese vor Korrosionen geschützt.
- 4. Die Dampferzeugung ist wegen der Trennung von Wärmequel le und Wärmesenke unabhängig von der Fahrweise des Verga sungs- und Verbrennungsreaktors realisierbar.
- 5. Aufgrund der hohen Temperaturen sind auch wesentlich verbesserte Dampfparameter erreichbar, so daß mit einem Netto-Wirkungsgrad η < 50% zu rechnen ist.
1
Vergasungs- und Verbrennungsreaktor
2
Düsenboden
3
Primärluftzuführung
4
Sekundärluftzuführung
5
Luftleitung
6
Tertiärluftzuführung
7
Brennstoffzuführung
8
Additivdosierung
9
Rückführung
10
Wirbelbett
11
Freiraum
12
Rauchgaskanal
13
Zyklon
14
Rohgaskanal
15
Filterkerze
16
Heißgasfilter
17
Reingasleitung
18
Ascheleitung
19
Braunkohle
20
Additiv
21
Aschefeststoff
22
Prozeßluft
23
Primärluft
24
Sekundärluft
25
-
26
Tertiärluft
27
Rauchgas
28
Fließbettkühler
29
Dampfleitung
30
Rohgas
31
Reingas
32
Gemisch
33
Prozeßdampf
34, 35, 36,
37
Luftzuführungen
38
Luft
Claims (2)
1. Verfahren zum Betrieb einer druckaufgeladenen zirkulieren
den Wirbelschichtfeuerung zur Erzeugung eines arbeitsfä
higen Gases für die Gasturbine eines Kombikraftwerkes,
gekennzeichnet durch fol
gende Merkmale:
- a) das mit Braunkohle betriebene Wirbelbett wird bei einer Temperatur von T1 ∼ 850°C und einem Luftverhältnis von λ1 ∼ 0,6 bis 0,8 unterstöchiometrisch betrieben und die Braunkohleteilchen vergast sowie mit Additive konditio niert;
- b) im Bereich der Sekundärluftzuführung wird die Wirbel schichtfeuerung mit einem Luftverhältnis von λ2 ∼ 1,0 stöchiometrisch betrieben und die Braunkohleteilchen par tiell verbrannt;
- c) im Bereich der Tertiärluftzuführung und des Freiraumes wird die Wirbelschichtfeuerung mit einem Luftverhältnis von λ3 ∼ 1,2 überstöchiometrisch betrieben und die flüch tigen Bestandteile der entgasten sowie verbrannten Braunkohleteilchen verbrannt;
- d) die Sekundär- und/oder Tertiärluftzuführungen sowie das Ausbrandvolumen des Freiraumes werden entsprechend der Geschwindigkeit des Vergasungsgases aus dem Wirbelbett betrieben;
- e) am Ende des Freiraumes wird ein der Einzugstemperatur der Gasturbine entsprechendes Brenngas mit einer Prozeß temperatur bis 1100°C mit einem Luftverhältnis von λ4 ∼ 1,2 erzeugt;
- f) entsprechend der gewählten Prozeßtemperatur wird das Ascheschmelzverhalten der im Prozeßgas mitgeführten Asche teilchen aus der Vergasung und Verbrennung durch Zugabe von Additiven erhöht und die Ascheteilchen an dem, aus Additiven sowie Asche gebildeten Filterkuchen der Filterkerzen angelagert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß
zur Anhebung der Temperatur des Brenngases Luftzuführun
gen im oberen Teil des Freiraumes und/oder vor Zyklon
und/oder nach Zyklon und/oder nach Heißgasfilter
angeordnet sind.
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| DE1996122299 DE19622299C2 (de) | 1996-05-21 | 1996-05-21 | Verfahren zum Betrieb einer druckaufgeladenen zirkulierenden Wirbelschichtfeuerung zur Erzeugung eines arbeitsfähigen Gases für die Gasturbine eines Kombikraftwerkes |
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| DE19622299A1 DE19622299A1 (de) | 1997-11-27 |
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-
1996
- 1996-05-21 DE DE1996122299 patent/DE19622299C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19622299A1 (de) | 1997-11-27 |
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Owner name: VATTENFALL EUROPE GENERATION AG & CO. KG, 10115 BE |
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Owner name: VATTENFALL EUROPE GENERATION AG & CO. KG, 03050 CO |
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