DE19621435A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Überwachen von Augen für die Erfassung eines Schläfrigkeitszustands - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Überwachen von Augen für die Erfassung eines SchläfrigkeitszustandsInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Bestimmung von Augenpositionen und
insbesondere auf eine zuverlässige, nicht invasive Vorrichtung (System) zum Überwachen
eines Individuums, zum Verarbeiten von Bildern des Individuums und zum Bereitstellen
einer Rückkopplung zu dem Individuum.
Die Überwachung der Schläfrigkeit und des Schlafs ist traditionell für Psychologen und
Neurophysiologen von Interesse, die die Auswirkungen von Schlafmangel, Schlafstörungen
usw. auf das Verhalten untersuchen. Seit kurzem ist ein starkes Interesse hinsichtlich der
Überwachung der Schläfrigkeit und der Müdigkeit bei der Arbeit, - und der menschlichen
Fehler, die hieraus resultieren, vorhanden. Einige der Kategorien von Berufsgruppen, die
dieses Interesse direkt hervorgerufen haben, sind niedergelassene Ärzte oder Klinikärzte,
Fahrer von Lastwagen und Zügen, Flugzeugpiloten, Luftverkehrskontrolleure bzw. Flug
zeuglotsen, Fließbandarbeiter, die mit monotonen Arbeiten beschäftigt sind, usw. Die
nachstehenden Beispiele und statistischen Aussagen sind aus sich selbst heraus verständ
lich: Im Jahr 1987 flog ein Handelsflugzeug, das auf dem Internationalen Flughafen von
Los Angeles landen sollte, in einer Höhe von ca. 9600 Metern (32 000 Fuß) über den
Flughafen hinweg und flog über den Pazifik weiter. Das Flugzeug, das mit Autopiloten
geflogen wurde, befand sich bereits ungefahr 160 km (100 Meilen) entfernt über dem
Ozean, bevor die Fluglotsen einen Weg fanden, in das Cockpit einen akustischen Alarm
zu senden. Die gesamte Mannschaft war in dem Flugdeck eingeschlafen. In den Ver
einigten Staaten von Amerika werden jedes Jahr geschätzt insgesamt 6500 Todesfälle in
Verbindung mit Kraftfahrzeugen - 13% des jährlichen Tributs - durch Fahrer hervor
gerufen, die am Lenkrad einschlafen. Die Ermüdung und menschliche Fehler stellen den
überwiegenden Grund von Kraftfahrzeugunfällen dar. Während die Sicherheit von Fahrern
und Passagieren von Fahrzeugen in den letzten Jahren verstärkte Aufmerksamkeit erfahren
hat (Airbags und Bremsen mit ABS-Systemen wurden verfügbar und erschwinglich), haben
die Hersteller von Fahrzeugen erst seit kurzem damit begonnen, sich der Erfassung der
Müdigkeit zuzuwenden. Bei einer kürzlichen Umfrage von CNN bei 1000 Lastwagenfah
rern gaben 3 von 5 Fahrern zu, daß sie in dem Monat, der der Umfrage vorherging, hinter
dem Lenkrad eingeschlafen waren. Lastwagenfahrer überschreiten üblicherweise die
zugelassene Maximalzahl von 80 Fahrstunden je Woche.
Auch wenn die soziologischen Probleme bei der Überwachung der Müdigkeit und des
Schlafes bei der Arbeit ungewiß bleiben und ernsthafte Überlegungen erfordern, ist der
technische Fortschritt bereits auf dem klaren Weg, eine solche Überwachung zu ermögli
chen. Häufig wird ein Elektroencephalogramm (EEG) in Verbindung mit einem Elektroo
kulogramm (EOG) zur Messung von Augenbewegungen sowie ein Elektromyogramm
(EMG) zur Messung des Muskeltonus in dem Kinn eingesetzt. Dieser Sachverhalt ist in
"Work Hours And Continuous Monitoring Of Sleep", von T. Akerstedt, R.J. In Broughton
und R.D. Ogilvie, "Sleep, Arousal and Performance", Birkhauser, Boston, 1991, be
schrieben. Insbesondere die Augenbewegungen sind bei der Erfassung des genauen
Zeitpunkts des Einsetzens des Schlafs nützlich, wie es in "Eye Movements And The
Detection Of Sleep Onset", von R.D. Ogilvie, D.M. McDonagh und S.N. Stone, "Psycho
physiology", Vol. 25, Nr. 1, Seiten 81-91, 1988, beschrieben ist. Eine weitere Alternative
wurde von Nissan entwickelt, die die Auswertung von speziellen Lenkmustern enthält, die
von einem ermüdeten Fahrer hervorgerufen werden. Dies ist in "Electronic Applications
For Enhancing Automotive Safety", von S. Aono, "Vehicle Electronics in the 90′s:
Proceedings of the International Congress on Transportation Electronics", Seiten 179-186,
Oktober 1990, erläutert.
Auch wenn technologische Fortschritte dazu geführt haben, daß eine Überwachung des
Schlafs auf der Grundlage eines EEGs recht zweckmäßig geworden ist (es sind tragbare
EEG-Schlaf-Rekorder in Taschengröße verfügbar), stellt dies im wesentlichen eine invasive
Technik dar. Die Person trägt an seinem/ihrem Kopf angebrachte Elektroden. Bei Anwen
dungen wie etwa der Überwachung des Schläfrigkeitszustands eines Fahrzeugführers ist
eine nicht invasive Methode wünschenswerter. Eine visuelle Überwachung der Augen
scheint die Aussicht mit sich zu bringen, eine derartige nicht invasive Methode bereitzu
stellen. Von besonderem Interesse ist die Überwachung von Fahrern (von Autos, Lastwa
gen, Zügen usw.) und die Fähigkeit, einen Alarm auszulösen, wenn der Fahrer schläfrig
erscheint. Für eine visuelle Überwachung besteht eine offensichtliche und natürliche Wahl
darin, die Bewegung des Auges einer Person dazu auszunutzen, den Müdigkeitszustand zu
erfassen. Dieser Ansatz muß korrekt und zuverlässig durchgeführt werden.
Die Beziehung zwischen dem Verhalten des Auges und dem Schlaf reicht bis in die ersten
Anfangstage der Schlafforschung zurück. Miles schrieb bereits 1929 in seinem grundlegen
den Aufsatz: "Der Unterschied zwischen der Wachheit und der Müdigkeit ist nirgends
evidenter als in dem Zustand und dem Verhalten des Auges . . . ". Miles hat rollende
Augenbewegungen während der Müdigkeit gefilmt und diese zur Charakterisierung des
Schlafs herangezogen. Während einige der früheren Arbeiten bezüglich der Überwachung
der Augen visuell durchgeführt wurden (durch Aufzeichnung von Laufbildern bezüglich
des Auges auf einem Film), wurde es bald durch die Überwachung auf der Grundlage von
Elektroencephalogrammen oder Elektrookulogrammen ersetzt. Praktisch bei keiner der
aktuellen Forschungen bezüglich des Schlafverhaltens wird eine visuelle Überwachung der
Augen eingesetzt. Dies liegt teilweise daran, daß eine hohe Variabilität bei der Beziehung
(Korrelation) zwischen dem externen Erscheinungsbild des Auges und den physiologischen
Zuständen des Schlafes existiert, und auch daran, daß keine Ausstattung zur Verfügung
steht, die quantitative Daten bereitstellen kann. Jedoch können auf der Grundlage der
Beobachtung von schlafenden Personen sowie aufgrund der Interaktion mit einigen der
Experten die nachstehenden Feststellungen bezüglich des Verhaltens des Auges während
des Wachzustands, der Schläfrigkeit und dem Einsetzen des Schlafes getroffen werden:
- 1. In dem Zustand der Wachheit blinzeln die menschlichen Augen. Die durchschnittliche Blinzelrate (durchschnittliche Anzahl von Blinzelbewegungen bzw. Lidschlägen je Minute) verändert sich von Individuum zu Individuum beträchtlich. Jedoch kann sich auch bei einem jeweiligen wachen Individuum die Blinzelrate bzw. die Lidschlagrate als Funktion der Zeit in Abhängigkeit von Faktoren wie etwa einem nervösen Zustand verändern. Die Blinzeldauer bzw. Lidschlagdauer (die Zeit, die das Augenlid zum Schließen und zum erneuten Öffnen benötigt) liegt in der Größenordnung von einem Drittel einer Sekunde.
- 2. Die Lidschlagrate des Auges vergrößert sich während der Müdigkeit. Bei der An strengung zur Bekämpfung des Schlafes kneifen die Personen oftmals ihre Augen zu sammen bzw. schielen, und blinzeln häufig. Auch wenn sich die durchschnittlichen Lidschlagraten von Individuen beträchtlich unterscheiden, gibt es in der Bevölkerung einen markanten Wechsel der Lidschlagrate von dem wachen Zustand zum schläfrigen Zustand. Die Lidschlagrate kann sich vom wachen Zustand zum schläfrigen Zustand um einen Faktor von zwei oder mehr vergrößern.
- 3. Während des müden Zustands werden die Augenlider schwer und verhalten sich schwerfällig bzw. träge. Die Zeitdauer, die die Augenlider während des schläfrigen Zustands zum Schließen benötigen, ist sehr viel länger als die Blinzeldauer bzw. Lid schlagdauer; sie liegt in der Größenordnung von einigen wenigen Sekunden (in dem Bereich von einer bis vier Sekunden). Bei dem Einsetzen des Schlafs kann sich das Augenlid nach seinem Schließen öffnen oder nicht.
- 4. Es ist möglich, mit vollständig geöffneten Augen eingeschlafen zu sein. Ein kleiner Bruchteil der Bevölkerung zeigt dieses Verhalten.
- 5. Langsame Augenbewegungen (SEM = slow eye movements) treten während der Müdigkeit auf und verschwinden bei dem Beginn eines durch das Verhalten und physiolo gisch definierten Schlafes. Dieses Muster ist ein beständiger Anzeiger für den Schlafbeginn bei großen Bevölkerungen.
Für viele Anwendungen mit visueller Überwachung und Beobachtung ist es wichtig, die
Positionen eines menschlichen Auges aus einer Bildfolge zu bestimmen, die ein mensch
liches Gesicht enthält bzw. abbildet. Sobald die Positionen des menschlichen Auges
bestimmt sind, können alle anderen wichtigen Merkmale des Gesichts wie etwa die
Positionen der Nase und des Munds leicht bestimmt werden. Die grundlegende geome
trische Gesichtsinformation wie etwa der Abstand zwischen zwei Augen, der Größe der
Nase und des Munds lassen sich weiterhin herausgreifen. Diese geometrische Information
kann dann für eine Vielzahl von Zwecken wie etwa für das Erkennen eines Gesichts aus
einer gegebenen Gesichtsdatenbank eingesetzt werden. Das System zur Augenlokalisierung
kann auch direkt für die Erfassung des Schläfrigkeitszustands bzw. Schlafzustands eines
Fahrzeugführers eingesetzt werden.
Es existieren einige Methoden zur Lokalisierung des oder der Augen auf der Grundlage
der Hough-Transformation, von Geometrie- und Symmetrieüberprüfungen und von
deformierbaren Modellen. Die meisten dieser Methoden sind aber gegenüber Änderungen
der Gestalt oder Form nicht ausreichend stabil. Diese Systeme erfordern weiterhin ein
extensives Ausmaß an Computerverarbeitungszeit. Weiterhin kann keines dieser vorhande
nen Systeme Augen lokalisieren, wenn die Augen geschlossen sind.
Die vorliegende Erfindung schafft ein zuverlässiges, nicht invasives System bzw. eine
solchen Vorrichtung zur Überwachung der Augen einer Person, wobei das System bzw.
die Vorrichtung eine menschliche Schnittstelle und auch einen Prozessor aufweist. Die
menschliche Schnittstelle bzw. die Schnittstelle zum Menschen weist als Minimum eine
Kamera zur Beobachtung einer Person und ein Warnsystem für die Alarmierung der
Person bei dem Einsetzen des Schlafs auf. Der Prozessor wird zusammen mit der Kamera
zur Transformierung oder Umwandlung einer Bildfolge in ein eindimensionales Signal
durch Herausgreifen von relevanten Merkmalen aus den Bildern eingesetzt. Der Prozessor
analysiert dann das erzeugte eindimensionale Signal zur Erfassung der Schläfrigkeit bzw.
Einschlafbereitschaft. Die Umwandlung der Bildfolge beinhaltet die Lokalisierung des oder
der Augen, die Augenverfolgung und die Erzeugung eines Augenbewegungssignals. Bei
der Augenlokalisierung werden Filter eingesetzt, die die relativ hohe Horizontalkontrast-
Dichte der Augenregion vorteilhaft ausnutzen, um die Augenpositionen in einem Graustu
fenbild eines menschlichen Gesichts zu bestimmen. Die Filter beinhalten oder sind ein
Filter zur Berechnung des horizontalen Kontrasts, ein Filter zur Bestimmung der Horizon
talkontrastdichte, eine Beurteilung der Gesichtsgeometrie und eine Bestimmung der
Augenposition.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf
die Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
Fig. 2 veranschaulicht den Prozessor, der bei der vorliegenden Erfindung eingesetzt
wird,
Fig. 3 zeigt ein Ablaufdiagramm für die Verarbeitung bei der vorliegenden Erfindung,
Fig. 4 zeigt ein Ablaufdiagramm des Filters zur Augenlokalisierung bei der vorliegen
den Erfindung,
Fig. 5 veranschaulicht die Effekte des Filters zur Augenlokalisierung gemäß der
vorliegenden Erfindung,
Fig. 6 veranschaulicht experimentelle Ergebnisse der Filterung gemäß der vorliegen
den Erfindung,
Fig. 7 zeigt die Positionsbestimmung des Auges unter Einsatz einer Graustufen-
Augenlehre in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung,
Fig. 8 zeigt Teile einer Bildfolge, wobei der Verfolgungskasten oder -rahmen bzw.
die Verfolgungsmarkierung den Bildern überlagert ist,
Fig. 9 zeigt die Verfolgung oder Verfolgungsmessung und die Messung des Block
unterschieds bezüglich der in Fig. 8 dargestellten Bildfolge,
Fig. 10 zeigt ein normales Blinzeln des Auges bzw. einen normalen Augenlidschlag
und die entsprechenden Kurven T und D und
Fig. 11 zeigt eine Abfolge, wenn die Person schläfrig ist, sowie die entsprechenden
Kurve T und D.
Zur Festlegung der Anforderungen an das System für die visuelle Überwachung von
menschlichen Augen für die Erfassung der Schläfrigkeit und des Schlafbeginns müssen
gewisse Annahmen getroffen werden. Das für das System in Betracht gezogene Szenarium
besteht in dem Führerhaus bzw. der Fahrgastzelle eines Wagens oder eines Lastwagens
usw.
Die Beleuchtungsbedingungen im Inneren eines Führerhauses verändern sich mit dem
Wetter, dem Umgebungslicht, der Färbung des Fensterglases, dem Monddach oder
Sonnendach usw . . In der nachstehenden Tabelle ist als Beispiel eine vergleichende Betrach
tung der Beleuchtungszustände bei manchen üblichen Situationen dargestellt.
Auf der Grundlage dieser Tabelle und der durchschnittlichen Geometrie eines Führerhauses
bzw. der Fahrerzelle müssen die nachstehenden Anforderungen durch das in Überein
stimmung mit der vorliegenden Erfindung stehende System zur Bildgewinnung erfüllt
werden. 1) Das überwachende System muß imstande sein, bei Umgebungsbeleuchtungs- bzw.
helligkeitsbedingungen zwischen 5 lux und 5000 lux zu funktionieren. Zum Zwecke
der Bereitstellung einer minimal invasiven Umgebung muß eine aktive Beleuchtung, sofern
überhaupt vorhanden, außerhalb des sichtbaren Bereichs, vorzugsweise im Infrarotbereich
liegen. Die gegenwärtige Kamera eines Camcorders kann ein Bild aus einer Szene mit
einer Beleuchtung von 1 lux gewinnen und kann sich auch an einen breiten dynamischen
Bereich der Beleuchtungssituationen anpassen. 2) Falls eine CCD-Kamera als eine Ab
bildungseinrichtung eingesetzt wird, sollten die Abbildungsparameter ein fokussiertes Bild
des Gesichts des Fahrers aus einem Abstand von ungefähr 50 cm erzeugen und das Gesicht
muß das Bild so weit wie möglich ausfüllen. Anders ausgedrückt sollte das Bild so wenig
Hintergrund wie möglich enthalten, um die bestmögliche Auflösung auf dem Gesicht und
den Augen zu erzielen. Jedoch sollte das Gesichtsfeld der Kamera auch ausreichend groß
sein, um die Änderung der Positionen des Gesichts des Fahrers bezüglich der Kamera zu
überdecken. 3) Die räumliche Auflösung der Kamera muß imstande sein, die Merkmale
aufzulösen bzw. wiederzugeben, die die Information bezüglich der Schläfrigkeit bzw.
Müdigkeit enthalten. Wie bereits in dem vorhergehenden Abschnitt erwähnt ist, schließen
diese Merkmale die Augenlider und die Pupille ein. 4) Die zeitliche Auflösung der Kamera
muß dazu imstande sein, das dynamische Verhalten der vorstehend erwähnten Merkmale
aufzulösen bzw. wiederzugeben. Genauer gesagt sollte das Augenlid während eines
Blinzelns (Lidschlag) nicht verschmiert sein (der Lidschlag kann bei normalen Personen
sehr schnell sein und eine Drittel Sekunde betragen). Weiterhin kann es erforderlich sein,
die Rollbewegung des Augapfels zu erfassen und zu messen, und zwar über die Bewegun
gen der Pupille.
Auf der Grundlage des dynamischen Verhaltens des Auges während der Schläfrigkeit und
dem Beginn des Schlafes sollte das Bildanalysesystem in Übereinstimmung mit der vor
liegenden Erfindung die nachstehenden Anforderungen erfüllen. 1) Es muß dazu imstande
sein, das Auge schnell zu lokalisieren und die Position kontinuierlich über die Zeit hinweg
zu verfolgen. Die Lokalisierung und Verfolgung des oder der Augen sollte unanfällig
gegenüber Änderungen der Form des Auges aufgrund einer perspektivischen Verzerrung
sein. Falls Teile des Gesichts des Fahrers außerhalb des Gesichtsfelds liegen, wie etwa
während des Rückwärtschauens oder Rückwärtsfahrens, des seitlichen Schauens während
des Spurwechsels usw., muß das System imstande sein, das Auge erneut zu lokalisieren,
sobald es sichtbar wird. Eine der Annahmen besteht darin, daß eine Person dann, wenn sie
sich nahe beim Schläfrigkeitszustand befindet, dazu tendiert, bewegungslos zu sein. Dies
ist für das Überwachungssystem gemäß der vorliegenden Erfindung wichtig, da die
Gesichtsbilder in diesen Momenten sich nicht zu stark ändern, so daß das System die
Verfolgung nicht verliert, das heißt die Verfolgung erhalten bleibt. Es ist möglich, daß das
System die Verfolgung verliert, wenn eine Person eine große Bewegung durchführt.
Jedoch ist zu diesem Zeitpunkt anzunehmen, daß die Person sehr wach ist. 2) Es muß
imstande sein, das Schließen des Auges zu erfassen und die Zeitdauer von dem offenen zu
dem geschlossenen Zustand zu messen. 3) Während der Zeit, in der das Auge offen ist,
sollte es (vorzugsweise) dazu imstande sein, die momentane Geschwindigkeit der Pupille
zu messen. 4) Auf der Grundlage der Merkmale gemäß (1), (2) und (3) sollte es imstande
sein, zu entscheiden, ob der Fahrer wach oder schläfrig ist. 5) Die in den Punkten (1), (2)
und (3) erwähnten Schritte ergeben eine "Merkmalsgewinnung" bzw. das Herausgreifen
von Merkmalen. Die kombinierte "Rahmenrate" bzw. "Bild- oder Vollbildrate" für diese
Schritte sollte ausreichend hoch sein, damit nicht relevante Merkmale versäumt werden.
6) Der Schritt beim Punkt (4) stellt auf der anderen Seite die Aufgabe bzw. den Arbeits
vorgang der "Mustererkennung" dar. Die Verarbeitungszeit für diesen Schritt wird in
Abhängigkeit von dem Verhalten der Person variabel sein.
Die vorliegende Erfindung kann mehrere Ausführungsformen aufweisen. Ein derartiges
Ausführungsbeispiel ist in Fig. 1 gezeigt und wird im folgenden beschrieben. Ein Individu
um (Person) 10 wird durch eine Kamera 12 abgetastet, die mit einem Prozessor 14
verbunden ist. Ein kleiner LCD-Schirm 16 mit ausreichend hoher Auflösung kann vor
gesehen sein, um der Person 10 die klare Betrachtung seines eigenen Gesichts und der
Augen zu ermöglichen. Weiterhin ermöglicht eine Steuereinrichtung 18 der Person die
Einstellung des Betrachtungswinkels und der Betrachtungsrichtung der Kamera 12. Ein
Anzeiger 20 für Verfolgung/verlorengegangene Verfolgung informiert die Person darüber,
daß sich die Kamera 12 nicht im Verfolgungszustand befindet und eine Einjustierung durch
die Steuereinrichtung 18 benötigt. Ein Warnsystem 22 informiert die Person oder eine
andere Person über den Beginn des Schlafes.
Die vorliegende Erfindung sollte so kompakt wie möglich ausgeführt sein. Ein kunden
spezifisch angepaßter VLSI-Chip (Chip mit sehr hohem Integrationsgrad) kann als Prozes
sor 14 eingesetzt werden. Die hauptsächlichen Komponenten des Prozessors enthalten
gemäß der Darstellung in Fig. 2 einen Graustufen-Korrelator 24, eine Zentraleinheit
(CPU) 26 und einen Speicher 28. Ein Video-Anzeigechip 30 ist ebenfalls für die Anzeige
des Bilds auf dem LCD-Schirm 16 (siehe Fig. 1) erforderlich. Die Kamera, die möglicher
weise eine CDD-Kamera ist, sollte ausreichend klein sein, so daß sie die Sicht des Fahrers
nicht behindert. Die Anbringung der Kamera sollte mit einem Aufhängesystem zum
Vermeiden von übermäßigen Vibrationen versehen sein. Das System kann auch einen
Ein/Aus-Schalter und einen Anzeiger für den Einschaltzustand aufweisen. Die Spannungs
quelle sollte eine Gleichspannung von 12 V bereitstellen, falls die vorliegende Erfindung
in das Fahrzeug integriert ist. Die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung kann
aber auch durch eine tragbare Batterie gespeist werden, falls es sich um eine eigenständige
bzw. unabhängige Vorrichtung handelt. Der ideale Platz in dem Fahrzeug zur Anbringung
dieser Vorrichtung befindet sich an der Oberseite der Armatur zwischen dem Lenkrad und
dem Windschutzgitter bzw. der Windschutzscheibe.
Ein Ablaufdiagramm, das die in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung stehen
de Verarbeitung zeigt, ist in Fig. 3 dargestellt. Der vorderseitige Abschnitt 32 wandelt
eine Bildfolge in ein eindimensionales Signal (1-D-Signal) dadurch um, daß relevante
Merkmale aus den Bildern herausgegriffen werden. Der rückseitige Abschnitt 34 analysiert
das von dem vorderseitigen Abschnitt erzeugte Signal für eine Erfassung der Schläfrigkeit.
Der vorderseitige Abschnitt kann in drei Aufgabenbereiche unterteilt werden: die Lokali
sierung 36 des oder der Augen, die Augenverfolgung 38 und die Erzeugung 40 eines
Signals für die Augenbewegung.
Aus den vorstehend erläuterten Annahmen erschließt sich, daß ein Bild ein Gesicht enthält.
Es stellt ein Schlüsselelement der vorliegenden Erfindung dar, wie die Augenposition in
diesem Bild zu lokalisieren ist. Variable sind die Haltung und die Bewegung eines Fahrers,
die Beleuchtungsbedingungen, Schatten und Holpern bzw. Schaukeln auf der Straße. Alle
diese sich verändernden Bedingungen beeinflussen die Robustheit bzw. Unanfälligkeit eines
Verfahrens zur Erfassung der Augenposition.
Bei der vorliegenden Erfindung wird ein Augenlokalisierungsfilter eingesetzt, wie es in
einer gleichfalls anhängigen US-Patentanmeldung beschrieben ist, die hiermit durch
Bezugnahme in den Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung eingegliedert wird.
Die grundlegende Idee bei diesem Ansatz besteht in der Benutzung des relativ hohen
lokalen Intensitätskontrast der Augenregion in Graustufenbildern, um hieraus die Augen
position zu lokalisieren. Das Augenlokalisationsfilter besteht gemäß der Darstellung in Fig. 4
aus den vier nachstehend erläuterten Elementen. Das Graustufenbild des Gesichts wird
durch ein Filter 22 zur Filterung des Horizontalkontrasts, ein Filter 44 für die Horizontal
kontrastdichte, eine Abschätzung bzw. Beurteilung 46 der Gesichtsgeometrie und einen
Bestimmungsabschnitt 48 zur Bestimmung der Augenposition geleitet, um die Positionen
des linken und des rechten Auges festzustellen. Ein typisches Graustufenbild bzw. Grau
skalabild eines Gesichts, wie es in Fig. 5(a) gezeigt ist, wird durch das Horizontalkon
trastfilter geleitet, wobei das entsprechende Ausgangsbild, das heißt das binäre Masken- oder
Maskierungsbild, in Fig. 5(b) gezeigt ist. Das binäre Maskierungsbild wird durch das
Filter für die Horizontalkontrastdichte geleitet, wobei das Graustufen-Maskierungsbild, das
die Ausgangsgröße des Horizontalkontrastfilters darstellt, in Fig. 5(c) gezeigt ist. Das
Graustufen-Maskierungsbild wird dann durch die Gesichtsgeometriebeurteilung gefiltert,
wobei eine a-priori-Information (vorhergehende Information) über die Geometrie von
Merkmalen eines Gesichts benutzt wird, um die Augenpositionen zu erfassen und zu
verifizieren. Die Ergebnisse der Beurteilung der Gesichtsgeometrie und das Graustufenbild
werden durch die Augenpositionsbestimmung bzw. durch den Bestimmungsabschnitt für
die Augenposition geleitet, der die Augenpositionen verfeinert bzw. feiner auflöst.
Diese Filterung benötigt ungefähr 200 Millisekunden auf einem "Sparc 10" bei einem Bild
mit 256 × 256 Bildelementen (Pixel). Zwanzig Bilder von zehn Personen unter unter
schiedlichen Beleuchtungen und Richtungen der Kamerabeobachtung wurden zum Testen
dieser Filterung eingesetzt und es wurden alle Augen korrekt erfaßt. Einige experimentelle
Ergebnisse sind in Fig. 6 gezeigt.
Der weitere wesentliche Teil der vorliegenden Erfindung ist die Augenverfolgung. Die
Erfassung einer Augenbewegung von einem zum nächsten Bild (Vollbild) wird durch einen
Suchvorgang (Suchprozeß) erreicht, bei dem ein Bildblock mit dem Bild in dem aktuellen
Bild bzw. Vollbild mit unterschiedlichen Verlagerungen gegenüber der ursprünglichen
Position korreliert wird. Dieser Prozeß ist in "A Feature Tracking Method For Motion
Parameter Estimation In A Model-Based Coding Application", von J. F. S. Yau und N. D.
Duffy, "3d International Conference on Image Processing and its Applications", Warwick,
UK, Juli 1989, Seiten 531-535, beschrieben. Als Korrelationsmaß wird die Summe der
quadrierten Unterschiede zwischen den Intensitäten von Bildelementen in dem Block und
dem vorhergehenden Bild eingesetzt. Die Position des Bildblocks, die zu dem minimalen
Wert des Korrelationsmaßes führt, wird als die neue Position des verfolgten Auges
eingestuft. Im einzelnen sei hierbei angenommen, daß U, das heißt ein Bildblock mit der
Größe M × N Bildelementen, ein Unterbild bzw. Bildteil des aktuellen Vollbilds I(t) ist,
und daß Ur ein (M + 2p) × (N + 2p) Unterbild bzw. Bildteil aus dem nächsten Bild I(t +
1) ist, das bzw. der an der gleichen räumlichen Position wie U zentriert ist, wobei p die
maximale zulässige Verlagerung in ganzen Zahlen von Bildelementen bzw. ganzzahligen
Bildelementeinheiten darstellt.
Die Korrelationsfunktion zwischen U und Ur ist in folgender Weise definiert:
Hierbei gilt -p i, j p. D(i, j) ist eine mittlere Quadratfehlerfunktion. Die Richtung
des minimalen Fehlers ist durch (i, j) gegeben, für die D(i, j) ein Minimum ist. Der
Parameter p sollte groß genug gewählt werden, um die größtmögliche Bewegung ab
zudecken. Mit diesem Schema kann die Augenbewegung bei einer vernünftig großen
Bewegung verfolgt werden, wie es bei dem in Fig. 8 dargestellten Beispiel gezeigt ist. Die
softwaremäßige Realisierung dieses Ansatzes auf einem "Sparc 10" benötigt ungefähr 800
Millisekunden je Bild (bei einer Auflösung von 256 × 256).
Der weitere wesentliche Teil der vorliegenden Erfindung und zugleich auch der letzte Teil
des vorderseitigen Abschnitts der vorliegenden Erfindung besteht in der Erzeugung eines
Augenbewegungssignals. Für diese Erzeugung eines Augenbewegungssignals wird erneut
die Technik bzw. Methode eingesetzt, die bei der Augenverfolgung angewendet wurde, das
heißt die Korrelationsfunktion. Jedoch liegt in diesem Fall eine Messung der Korrelation
zwischen dem neuen verfolgten Bildblock in I(t) und dem wirklich ersten anfänglichen
Block in I(0) vor, bei dem angenommen wird, daß das Auge offen ist. Die Kurve D (D-
Kurve) in Fig. 9 ist das Ergebnis des Einsatzes dieser Messung bei der Folge gemäß Fig. 8.
Die Kurve T (T-Kurve) in Fig. 9 zeigt die Messung des Unterschieds zwischen dem
aktuellen Vollbild und dem vorhergehenden Vollbild. Da der anfängliche Block ein
geöffnetes Auge enthält, zeigt ein großer Unterschied in der Kurve D an, daß sich das
Auge schließt. Die Benutzung der Kurve T und der Kurve D wird nachstehend in größeren
Einzelheiten erläutert.
Der beste Indikator für die Feststellung, ob das Auge geschlossen oder geöffnet ist, ist die
Fläche des Auges. Eine Berechnung dieses Merkmals erfordert die exakte Position der
Augengrenze. Falls jedoch lediglich die Blinzelrate bzw. Lidschlagrate und die Dauer von
Interesse ist, ist die exakte Grenze des Auges nicht so wesentlich. Ein Modell für das
offene Auge kann als eine Referenz gespeichert und für einen Vergleich mit dem Rest der
Bilder bzw. Vollbilder in einer Bildsequenz benutzt werden. Der Unterschied zwischen
dem Referenzbild und dem aktuellen Bild ist ein Indikator für den Zustand des Auges. Der
Unterschied wird klein sein, wenn das Auge geöffnet ist, und groß sein, wenn das Auge
geschlossen ist. Für diesen Indikator ist die exakte Grenze des Auges nicht erforderlich.
Alle Schemata oder Methoden für die exakte Lokalisierung der Augengrenze erfordern in
berechnungsmäßiger Hinsicht sehr teure Operationen entweder bei der Vorverarbeitung
oder bei der Verarbeitung selbst. Sie erfordern weiterhin ein sehr unanfälliges Heraus
greifen von primitiven Merkmalen aus Bildern. Der auf der Grauskala-Augenlehre basie
rende Ansatz ist einfach und effektiv, ist jedoch stufenempfindlich und auch beleuchtungs
empfindlich. Ansätze, die auf einer Mehrzahl von Bildern und Kanälen basieren, stellen
eine zusätzliche Information bereit, müssen aber die zweifache oder eine noch größere
Datenmenge verarbeiten, verglichen mit dem auf einem einzelnen Bild beruhenden Ansatz.
Eine Kombination von unterschiedlichen Ansätzen kann zur Verbesserung der Lokalisie
rung eines Auges in störunanfälliger Weise eingesetzt werden.
Zum Ansprechen von Merkmalen bzw. Aspekten, die mit dem rückseitigen Abschnitt der
vorliegenden Erfindung zusammenhängen, ist die Heranziehung der in Fig. 9 gezeigten
graphischen Darstellung erforderlich. Diese kann als ein Signal betrachtet werden, das
gleichartig ist wie ein EEG- oder EOG-Signal. Sie ist das visuelle Äquivalent, das zur
Beobachtung von Schläfrigkeitsmustern herangezogen werden kann. Diese graphische
Darstellung enthält zwei unterschiedliche Kurven. Die Kurve T zeigt die Verfolgung an,
während die Kurve D den Bildunterschied anzeigt. Im Bereich um das Bild 3 oder 4 kann
aus der Kurve D ein Blinzeln bzw. Lidschlag erkannt werden. Bei dem 25. Bild liegt ein
großer Sprung sowohl bei der Kurve D als auch bei der Kurve T vor. Dies zeigt an, daß
das Ziel eine relativ große Bewegung durchgeführt hat (bei diesem Beispiel hat sich die
Person leicht nach hinten gelehnt). Zu diesem Zeitpunkt kann ein neues Referenzbild
erforderlich sein, um eine gute Kurve D für die Lidschlagerfassung zu erhalten.
Wenn eine Person mit der Schläfrigkeit kämpft, treten manche der nachfolgend beschriebe
nen Muster auf. Ein Individuum kann versuchen, die Augen weit zu öffnen, zu blinzeln
oder zu schielen bzw. zusammenzukneifen. Die Lidschlagraten dieser Muster sind recht
unterschiedlich gegenüber denjenigen der Lidschlagraten in einem wachen Zustand. Als
Beispiel ist in Fig. 10 der normale Lidschlag eines Auges gezeigt und es sind die ent
sprechenden Kurven T und D dargestellt. In Fig. 11 sind eine Abfolge, wenn eine Person
schläfrig ist, und die entsprechenden Kurven T und D gezeigt. Bei Analyse dieser Kurven
ist es offensichtlich, daß manche Unterschiede zwischen diesen beiden graphischen
Darstellungen vorhanden sind. Wenn ein solcher Unterschied auftritt, wird ein Warnsignal
von einem Warnsystem an das Individuum abgegeben. Ein persönliches Profil, das das
Verhalten der unter Beobachtung stehenden Person charakterisiert, kann dazu eingesetzt
werden, die Zuverlässigkeit der Erfassung zu verbessern.
Wenn die Augen eines Individuums durch eine Sonnenbrille oder eine Brille mit hohem
Reflexionsgrad abgedeckt sind, können spezielle aktive Lichtquellen zur Durchdringung
dieser Gläser eingesetzt werden, und es können spezielle Abbildungssensoren (Bildsenso
ren) zur Aufzeichnung des Bilds aus dem reflektierten Licht herangezogen werden. Eine
der Anforderungen, die an die aktive Lichtquelle gestellt werden, besteht darin, daß die
Frequenz außerhalb des sichtbaren Farbspektrums liegen sollte. Eine weitere Alternative
wird im folgenden beschrieben. Da die Person eine Brille trägt, kann eine winzige Licht
quelle und ein winziger Sensor an dem inneren Rand der Brille angebracht werden, um ein
normales Bild zu erhalten und die Verfolgung in der vorstehend beschriebenen Weise
durchzuführen.
Aufgrund der nicht invasiven Natur der vorliegenden Erfindung ist diese für die kom
merzielle Vermarktung attraktiver. Eine kleine Kamera, die sich wenige Fuß (in etwa
wenige Drittel Meter) von dem Fahrer entfernt befindet, ist im Vergleich zu EEG-Elek
troden, die an dem Kopf des Fahrers angebracht werden, sehr viel annehmlicher. Der
eventuelle Markt für ein solches, nicht invasives System zur Überwachung der Schläfrig
keit/Müdigkeit umfaßt eine breite Vielzahl von Einstellungen bzw. Anwendungen ein
schließlich monotoner und ermüdender Tätigkeiten wie etwa derjenigen von Fließband
arbeitern, Luftverkehrsteuerungspersonen bzw. Flugzeuglotsen, Flugzeugpiloten, Assi
stenzärzten oder Krankenhausärzten usw. Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die
beschriebene Hardware- oder Softwareausgestaltung beschränkt.
Das beschriebene System zur Überwachung der Augen einer Person weist eine Schnittstelle
zu dem Menschen, die zur Gewinnung von Bildern von der Person und zur Bereitstellung
einer Rückkopplung zu der Person dient, und einen Prozessor für die Analyse der Bilder
auf. Der Prozessor wandelt eine Bildfolge in ein eindimensionales Signal durch Heraus
greifen von relevanten Merkmalen aus den Bildern um. Die Analyse des erzeugten Signals
findet dann zur Erfassung der Schläfrigkeit statt. Eine Transformation der Bildfolge
beinhaltet die Augenlokalisierung, die Augenverfolgung und die Erzeugung eines Augen
bewegungssignals. Das System nutzt die relativ hohe Horizontalkontrastdichte der Augen
region für die Ermittlung der Augenpositionen in einem Grauskala- bzw. Graustufenbild
eines menschlichen Gesichts aus.
Claims (20)
1. Vorrichtung zur Überwachung von Augen für die Erfassung eines Schlaf
verhaltens oder eines Schlafzustands, mit
einer Schnittstellenvorrichtung (12, 16, 20, 22) als Mensch-Schnittstelle für die nicht invasive Überwachung der Augen einer Person, für die Bereitstellung von abgetaste ten Bildern und für die Erzeugung einer Rückkopplung zu der Person, und
einer Prozessoreinrichtung (14), die mit der Schnittstellenvorrichtung verbun den ist und zum Empfangen der abgetasteten Bilder von der Schnittstellenvorrichtung, zum Verarbeiten der abgetasteten Bilder und zum Zurückleiten von verarbeiten Daten zu der Schnittstellenvorrichtung für die Herstellung der Rückkopplung zu der Person ausgelegt ist.
einer Schnittstellenvorrichtung (12, 16, 20, 22) als Mensch-Schnittstelle für die nicht invasive Überwachung der Augen einer Person, für die Bereitstellung von abgetaste ten Bildern und für die Erzeugung einer Rückkopplung zu der Person, und
einer Prozessoreinrichtung (14), die mit der Schnittstellenvorrichtung verbun den ist und zum Empfangen der abgetasteten Bilder von der Schnittstellenvorrichtung, zum Verarbeiten der abgetasteten Bilder und zum Zurückleiten von verarbeiten Daten zu der Schnittstellenvorrichtung für die Herstellung der Rückkopplung zu der Person ausgelegt ist.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Prozessoreinrichtung (14)
eine Augenlokalisierungseinrichtung (36), die mit der Schnittstellenvorrichtung verbunden ist,
eine Augenverfolgungseinrichtung (38), die mit der Augenlokalisierungsein richtung verbunden ist,
eine Augenbewegungssignalerzeugungseinrichtung (40), die mit der Augenver folgungseinrichtung verbunden ist, und
eine Analysiereinrichtung (34) aufweist, die zwischen die Augenbewegungs signalerzeugungseinrichtung und die Schnittstellenvorrichtung geschaltet ist.
eine Augenlokalisierungseinrichtung (36), die mit der Schnittstellenvorrichtung verbunden ist,
eine Augenverfolgungseinrichtung (38), die mit der Augenlokalisierungsein richtung verbunden ist,
eine Augenbewegungssignalerzeugungseinrichtung (40), die mit der Augenver folgungseinrichtung verbunden ist, und
eine Analysiereinrichtung (34) aufweist, die zwischen die Augenbewegungs signalerzeugungseinrichtung und die Schnittstellenvorrichtung geschaltet ist.
3. System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schnittstellenvorrichtung
eine Abbildungseinrichtung (12), die mit der Prozessoreinrichtung (14) ver bunden ist und zum Überwachen der Augen der Person dient, und
eine Warnsystemeinrichtung (21) aufweist, die mit der Prozessoreinrichtung (14) zum Empfangen der verarbeiteten Daten von der Prozessoreinrichtung und zur Erzeugung einer Alarmgabe für die Person verbunden ist.
eine Abbildungseinrichtung (12), die mit der Prozessoreinrichtung (14) ver bunden ist und zum Überwachen der Augen der Person dient, und
eine Warnsystemeinrichtung (21) aufweist, die mit der Prozessoreinrichtung (14) zum Empfangen der verarbeiteten Daten von der Prozessoreinrichtung und zur Erzeugung einer Alarmgabe für die Person verbunden ist.
4. System nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Augenlokalisierungseinrichtung
eine Horizontalkontrast-Berechnungsfiltereinrichtung,
eine Horizontalkontrast-Dichte-Bestimmungsfiltereinrichtung, die mit der Horizontalkontrast-Berechnungsfiltereinrichtung verbunden ist,
eine Beurteilungseinrichtung zur Beurteilung der Gesichtsgeometrie, die mit der Horizontalkontrast-Dichte-Bestimmungsfiltereinrichtung verbunden ist, und
eine Augenpositionsbestimmungseinrichtung aufweist, die mit der Beurteilungs einrichtung zur Beurteilung der Gesichtsgeometrie verbunden ist.
eine Horizontalkontrast-Berechnungsfiltereinrichtung,
eine Horizontalkontrast-Dichte-Bestimmungsfiltereinrichtung, die mit der Horizontalkontrast-Berechnungsfiltereinrichtung verbunden ist,
eine Beurteilungseinrichtung zur Beurteilung der Gesichtsgeometrie, die mit der Horizontalkontrast-Dichte-Bestimmungsfiltereinrichtung verbunden ist, und
eine Augenpositionsbestimmungseinrichtung aufweist, die mit der Beurteilungs einrichtung zur Beurteilung der Gesichtsgeometrie verbunden ist.
5. System nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Augenverfolgungseinrichtung eine Sucheinrichtung zum Korrelieren eines
Bildblocks mit einem Bild in einem aktuellen Vollbild mit sich verändernden Verschiebun
gen gegenüber einer ursprünglichen Position aufweist.
6. System nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Augenbewegungssignalerzeugungseinrichtung eine Meßeinrichtung zum
Messen der Korrelation zwischen einem neuen, verfolgten Bildblock und einem allerersten,
anfänglichen Block, bei dem ein Auge geöffnet ist, aufweist.
7. System nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeich
net, daß die Analyseeinrichtung einer Verfolgungskurve (T) und eine Bildunterschieds
kurve (D) bewertet.
8. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Prozessoreinrichtung eine Grauskala-Korrelatoreinrichtung auf
weist, die mit der Schnittstellenvorrichtung verbunden ist.
9. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Prozessoreinrichtung eine Videoanzeigechipeinrichtung aufweist,
die mit der Schnittstellenvorrichtung verbunden ist.
10. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schnittstellenvorrichtung eine Steuereinrichtung (18) aufweist, die
mit der Abbildungseinrichtung (12) zur Ermöglichung der Einstellung des Betrachtungs
winkels und der Betrachtungsrichtung der Abbildungseinrichtung durch die Person verbun
den ist.
11. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schnittstellenvorrichtung eine Anzeigereinrichtung (20) zur Anzei
ge des Zustands Nachführung/verlorengegangene Nachführung aufweist, die dazu dient,
die Person darüber zu informieren, daß die Abbildungseinrichtung einer Einstellung be
darf.
12. System nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Abbildungseinrichtung eine CCD-Kamera (12) aufweist.
13. Verfahren zur Überwachung von Augen für die Erfassung eines Schlaf
verhaltens bzw. eines Schlafzustands, mit den Schritten
nicht invasive Überwachung der Augen einer Person,
Erzeugen von abgetasteten Bildern,
Verarbeiten der abgetasteten Bilder und
Bereitstellen einer Rückkopplung zu der Person.
nicht invasive Überwachung der Augen einer Person,
Erzeugen von abgetasteten Bildern,
Verarbeiten der abgetasteten Bilder und
Bereitstellen einer Rückkopplung zu der Person.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schritt der Verarbeitung der abgetasteten Bilder die Schritte
Lokalisieren der Augen,
Verfolgung der Augen,
Erzeugen von Augenbewegungssignalen und
Analysieren der Augenbewegungssignale, umfaßt.
Lokalisieren der Augen,
Verfolgung der Augen,
Erzeugen von Augenbewegungssignalen und
Analysieren der Augenbewegungssignale, umfaßt.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schritt der Lokalisierung der Augen die Schritte
Horizontalkontrast-Berechnungsfilterung eines Graustufenbilds eines Gesichts zur Erzeugung eines binären Maskenbilds,
Horizontalkontrast-Dichte-Bestimmungsfilterung des binären Maskenbilds zur Erzeugung eines Graustufen-Maskenbilds,
Durchführung einer Gesichtsgeometriebeurteilung bei dem Graustufen-Masken bild für die Bereitstellung bzw. Ermittlung der ungefähren Positionen der beiden Augen, und
Durchführung einer Augenpositionsbestimmung bezüglich des Graustufenbilds eines Gesichts und der ungefähren Position der beiden Augen zu Bereitstellung bzw. Ermittlung der Positionen der beiden Augen aufweist.
Horizontalkontrast-Berechnungsfilterung eines Graustufenbilds eines Gesichts zur Erzeugung eines binären Maskenbilds,
Horizontalkontrast-Dichte-Bestimmungsfilterung des binären Maskenbilds zur Erzeugung eines Graustufen-Maskenbilds,
Durchführung einer Gesichtsgeometriebeurteilung bei dem Graustufen-Masken bild für die Bereitstellung bzw. Ermittlung der ungefähren Positionen der beiden Augen, und
Durchführung einer Augenpositionsbestimmung bezüglich des Graustufenbilds eines Gesichts und der ungefähren Position der beiden Augen zu Bereitstellung bzw. Ermittlung der Positionen der beiden Augen aufweist.
16. System zur Überwachung von Augen für die Erfassung eines Schlafverhal
tens bzw. eines Schlafzustands, mit
einer Mensch-Schnittstellenvorrichtung (12, 16, 20, 22) und
einer Prozessoreinrichtung (14), die mit der Mensch-Schnittstellenvorrichtung verbunden ist und aufweist:
eine Graustufen- bzw. Grauskala-Korrelatoreinrichtung, die mit der Mensch- Schnittstellenvorrichtung verbunden ist,
eine Augenlokalisierungseinrichtung, die mit der Grauskala-Korrelatoreinrich tung verbunden ist,
eine Augenverfolgungseinrichtung, die mit der Augenlokalisierungseinrichtung verbunden ist,
eine Augenbewegungssignalerzeugungseinrichtung, die mit der Augenver folgungseinrichtung verbunden ist, und
eine Analysiereinrichtung, die mit der Augenbewegungssignalerzeugungsein richtung und der Schnittstellenvorrichtung verbunden ist.
einer Mensch-Schnittstellenvorrichtung (12, 16, 20, 22) und
einer Prozessoreinrichtung (14), die mit der Mensch-Schnittstellenvorrichtung verbunden ist und aufweist:
eine Graustufen- bzw. Grauskala-Korrelatoreinrichtung, die mit der Mensch- Schnittstellenvorrichtung verbunden ist,
eine Augenlokalisierungseinrichtung, die mit der Grauskala-Korrelatoreinrich tung verbunden ist,
eine Augenverfolgungseinrichtung, die mit der Augenlokalisierungseinrichtung verbunden ist,
eine Augenbewegungssignalerzeugungseinrichtung, die mit der Augenver folgungseinrichtung verbunden ist, und
eine Analysiereinrichtung, die mit der Augenbewegungssignalerzeugungsein richtung und der Schnittstellenvorrichtung verbunden ist.
17. System nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mensch-Schnittstellenvorrichtung
eine Abbildungseinrichtung, die mit der Grauskala-Korrelatoreinrichtung zur Überwachen der Augen einer Person verbunden ist, und
eine Warnsystemeinrichtung aufweist, die mit der Analysiereinrichtung zum Empfangen von analysierten Daten von der Analysiereinrichtung und zum Erzeugen einer Warnung oder Alarmgabe für die Person verbunden ist.
eine Abbildungseinrichtung, die mit der Grauskala-Korrelatoreinrichtung zur Überwachen der Augen einer Person verbunden ist, und
eine Warnsystemeinrichtung aufweist, die mit der Analysiereinrichtung zum Empfangen von analysierten Daten von der Analysiereinrichtung und zum Erzeugen einer Warnung oder Alarmgabe für die Person verbunden ist.
18. System nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mensch-Schnittstellenvorrichtung
eine Steuereinrichtung, die mit der Abbildungseinrichtung zur Ermöglichung einer Einstellung des Betrachtungswinkels und der Betrachtungsrichtung der Abbildungs einrichtung durch die Person verbunden ist, und
eine Indikatoreinrichtung zur Anzeige des Zustands Verfolgung/verlorengegan gene Verfolgung aufweist, die dazu dient, die Person darüber zu informieren, daß die Abbildungseinrichtung einer Einstellung bedarf.
eine Steuereinrichtung, die mit der Abbildungseinrichtung zur Ermöglichung einer Einstellung des Betrachtungswinkels und der Betrachtungsrichtung der Abbildungs einrichtung durch die Person verbunden ist, und
eine Indikatoreinrichtung zur Anzeige des Zustands Verfolgung/verlorengegan gene Verfolgung aufweist, die dazu dient, die Person darüber zu informieren, daß die Abbildungseinrichtung einer Einstellung bedarf.
19. System nach Anspruch 16, 17 oder 18, dadurch gekennzeich
net, daß die Prozessoreinrichtung eine Videoanzeigechipeinrichtung aufweist, die mit der
Mensch-Schnittstelleneinrichtung verbunden ist.
20. System nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Augenlokalisiereinrichtung
eine Horizontalkontrast-Berechnungsfiltereinrichtung,
eine Horizontalkontrast-Dichte-Bestimmungsfiltereinrichtung, die mit der Horizontalkontrast-Berechnungsfiltereinrichtung verbunden ist,
eine Gesichtsgeometrie-Beurteilungseinrichtung oder Einschätzungseinrichtung, die mit der Horizontalkontrast-Dichte-Bestimmungsfiltereinrichtung verbunden ist, und
eine Augenpositionsbestimmungseinrichtung aufweist, die mit der Gesichts geometrie-Beurteilungseinrichtung verbunden ist.
eine Horizontalkontrast-Berechnungsfiltereinrichtung,
eine Horizontalkontrast-Dichte-Bestimmungsfiltereinrichtung, die mit der Horizontalkontrast-Berechnungsfiltereinrichtung verbunden ist,
eine Gesichtsgeometrie-Beurteilungseinrichtung oder Einschätzungseinrichtung, die mit der Horizontalkontrast-Dichte-Bestimmungsfiltereinrichtung verbunden ist, und
eine Augenpositionsbestimmungseinrichtung aufweist, die mit der Gesichts geometrie-Beurteilungseinrichtung verbunden ist.
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