DE19621412A1 - Verfahren zum Umwandeln von Eisenoxid in Eisencarbid unter Einsatz eines intern erzeugten Kohlenoxids als Mittel zum Carbidisieren - Google Patents
Verfahren zum Umwandeln von Eisenoxid in Eisencarbid unter Einsatz eines intern erzeugten Kohlenoxids als Mittel zum CarbidisierenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Umwandeln
von Eisenoxid in Eisencarbid unter Einsatz von Wasserstoff als
Reduktionsmittel und Kohlenmonoxid und/oder Kohlendioxid als
Kohlenstoffübertragungsmittel. Insbesondere beschäftigt sich
das Verfahren mit der Regelung der Verweilzeit der Gase und dem
Niveau des Wassers, das in dem Reaktionssystem vorhanden ist,
um intern Kohlenmonoxid und/oder Kohlendioxid zu erzeugen,
indem Wasser mit Methan reagiert, wodurch der Bedarf verringert
oder beseitigt wird, extern Kohlenmonoxid oder Kohlendioxid dem
System hinzuzufügen.
Verfahren zum Umwandeln von Eisen enthaltenden
Zufuhrstoffen in Eisencarbid sind bekannt. Beispielsweise
offenbart das US-Patent mit der Nr. Neuausgabe 32 247, das am
16. September 1986 neu ausgegeben wurde und die Bezeichnung
"Verfahren zur direkten Herstellung von Stahl" trägt, die eine
Neuausgabe des US-Patents Nr. 40 53 301, das am 11. Oktober
1977 auf den Namen Stephens, Jr. ausgegeben wurde, ein
Verfahren zur direkten Herstellung von Stahl, wobei Eisencarbid
eingesetzt wird. Bei diesem Verfahren wird Eisenerz in
Eisencarbid Fe₂C und/oder Fe₃C umgewandelt und das Eisencarbid
wird dann direkt in Stahl in einem Sauerstoffaufblaskonverter
oder einem Lichtbogenelektroofen umgewandelt, wodurch der
Hochofenschritt insgesamt beseitigt wird. Der Schlüssel zu
diesem Verfahren ist der Umwandlungsschritt, bei dem Eisenoxid
in dem Eisenerz in einem einzigen Vorgang reduziert und
aufgekohlt wird, wobei ein Gemisch von Wasserstoff als
Reduktionsmittel und Kohlenstoff, das Substanzen enthält, als
Aufkohlmittel verwendet wird. Wasserstoff ist das vorzuziehende
Reduziergas, obwohl Kohlenmonoxid oder Kohlenwasserstoffgase
oder -gemische verwendet werden können. Das vorzuziehende
Aufkohlgas ist Propan, obwohl Kohlenmonoxid oder andere
Kohlenwasserstoffgase oder fester Kohlenstoff verwendet werden
können, wobei die niedrigeren Alkyl-Kohlenwasserstoffgase
vorzuziehen sind. Von Methan wird angenommen, daß es in dem
Gassystem vorhanden ist. Weiter sollte das Volumen des
Wasserstoffs in einem Wasserstoff-Kohlenmonoxidgemisch zur
Reduzierung und Aufkohlung in der verflüssigten Einheit das
Volumen von Kohlenmonoxid übersteigen, wobei der vorzuziehende
Betrag des Wasserstoffs über ungefähr 60 Vol.-Prozent des
Kohlenmonoxids ist, das vorhanden ist.
Das US-Patent Nr. 50 73 194, das die Bezeichnung
"Verfahren zur Regelung der Produktqualität bei der Umwandlung
eines Reaktorzufuhrstoffs in Eisencarbid" trägt und am 17.
Dezember 1991 auf den Namen Stephens, u. a. ausgegeben wurde,
und der Iron Carbide Holdings Ltd. gehört, offenbart ein
Verfahren zum Regeln der Produktqualität bei der Umwandlung
eines Reaktorzufuhrstoffs in ein Produkt, das Eisencarbid
enthält, in einem Wirbelschichtreaktor. Das Verfahren umfaßt
die Analyse von Produktbeispielen, die den Wirbelschichtreaktor
verlassen und das Einstellen der Verfahrensparameter in
geeigneter Weise. Das Verfahren setzt ein Verfahrensgas aus
fünf Komponenten ein, die Wasserstoff, Kohlenmonoxid,
Kohlendioxid, Methan und Wasser umfassen, obwohl andere Gase,
wie beispielsweise Nitrogen, in dem System vorhanden sein
können. Es ist offenbart, daß das vorzuziehende Reduziergas
Wasserstoff ist, obwohl Kohlenmonoxid oder
Kohlenwasserstoffgase oder -gemische von Wasserstoff mit
Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffgase verwendet werden
können. Wasserstoffgas ist als Reduziergas vorzuziehen, weil
das Oxidationsprodukt von Wasserstoff, nämlich Wasser, einfach
aus dem Abgas beseitigt werden kann, wodurch eine einfachere
Rückführung des Abgases als bei anderen, möglichen
Reduziergasen geschaffen ist. Es ist auch offenbart, daß Methan
als Aufkohlgas vorzuziehen ist, obwohl Kohlenmonoxid, andere
Kohlenwasserstoffgase und fester Kohlenstoff verwendet werden
können. Die Quelle des Methans kann ein anderes
Kohlenwasserstoffgas oder eine Kombination von Gasen sein, die
sich spalten oder sich in anderer Weise kombinieren, um Methan
unter den in dem Reaktor vorliegenden Bedingungen zu bilden.
Das US-Patent Nr. 53 66 897, das die Bezeichnung
"Verfahren zum Regeln der Umwandlung eines Eisen enthaltenden
Reaktorzufuhrstoffs in Eisencarbid" trägt und am 22. November
1994 auf den Namen Hager u. a. herausgegeben wurde und der Iron
Carbide Holdings, Ltd. gehört, ist auf ein Verfahren zum Regeln
der Umwandlung eines Reaktorzufuhrstoffs in Eisencarbid
gerichtet, indem die Zusammensetzung des Verfahrensgases
überwacht und eingestellt wird. Es offenbart, daß der Bereich,
in dem die Messungen des Drucks und der Gaszusammensetzung
erfolgen, unmittelbar über der Wirbelschicht ist, und daß das
Reaktionsgas das Gleichgewichtsabgas von der Umwandlung des
Reaktorzufuhrstoffs in Eisencarbid ist. Wie bei dem oben
diskutierten US-Patent Nr. 5 073 197 ist es offenbart, daß das
vorzuziehende Reduktionsgas Wasserstoff ist, obwohl
Kohlenmonoxid oder andere Kohlenwasserstoffgase verwendet
werden können. Das vorzuziehende Aufkohlgas ist Methan, obwohl
Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Kohlenwasserstoffgase und fester
Kohlenstoff verwendet werden können. Die unabhängigen
Gleichgewichtsgleichungen für das Verfahrensgas in der
Reaktionskammer werden beschrieben durch
CO + H₂O ↔ CO₂ + H₂; und
CH₄ + H₂O ↔ CO + 3 H₂.
CH₄ + H₂O ↔ CO + 3 H₂.
Vorzuziehende Volumenprozente der fünf Verfahrensgase sind auch
offenbart, obwohl exakte Prozentanteile jeweils für jede
Kombination der Temperatur, der Molverhältnisse von Wasserstoff
zu Sauerstoff und von Kohlenstoff zu Sauerstoff verschieden
sind. Das Verfahrensgas weist vorzugsweise eine Kombination aus
Wasserstoff und Methan auf, die durch jeweilige externe
Gasquellen vorgesehen werden. Vorzugsweise umfaßt das
Verfahrensgas auch Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und/oder Wasser
und ein externes Frischgas kann verwendet werden, um
rückgewonnenes Abgas zu ergänzen, so daß ein Verfahrensgas mit
gewünschten Konzentrationen der einzelnen Gase erhalten wird.
Das US-Patent Nr. 51 37 566, das die Bezeichnung
"Verfahren zum Vorheizen eines Reaktorzufuhrstoffs, das Eisen
enthält, bevor es in einem Wirbelstromreaktor behandelt wird",
das am 11. August 1992 auf den Namen Stephens, Jr. u. a.
herausgegeben wurde und der Iron Carbide Holdings, Ltd. Gehört,
offenbart ein Verfahren zum Vorheizen eines Reaktorstoffes in
einer oxidierenden Atmosphäre, bevor es in Eisencarbid
umgewandelt wird. Vorzugsweise wird zumindest ein Abschnitt
jedes Magnetits (Fe₃O₄) in dem Reaktorzufuhrstoff in ein
Hämatit (Fe₂O₃) in diesem Oxidierschritt umgewandelt. Die
Erfinder haben herausgefunden, daß ein Reaktorzufuhrstoff,
dessen Eisenoxid hauptsächlich in der Form von Hämatit
vorliegt, sich leichter in Eisencarbid umwandelt als ein
Reaktorzufuhrstoff, das hauptsächlich Magnetit aufweist. Der
Vorheizschritt oxidiert nicht nur das Magnetit in Hämatit,
sondern kann auch Schwefel stabilisieren und/oder beseitigen
und den Betrag der freien Feuchtigkeit in dem
Reaktorzufuhrstoff verringern, wodurch die Ausbeute und
Wirksamkeit der Umwandlung verbessert wird.
Das US-Patent Nr. 51 18 479, das die Bezeichnung
"Verfahren zum Verwenden eines Wirbelstromreaktors" trägt und
am 2. Juni 1992 auf den Namen Stephens, Jr. u. a. herausgegeben
wurde und der Iron Carbid Holdings, Ltd. gehört, offenbart
einen abgewandelten Aufbau eines Wirbelstromreaktors, in dem
die Umwandlung des Reaktorguts in Eisencarbid stattfindet.
Prallplatten sind dem Reaktor hinzugefügt worden, um ideale
Strömungsbedingungen zu schaffen und die Verweilzeit des
Reaktorzufuhrstoffs in dem Reaktor zu regulieren, wodurch die
Probleme verringert wurden, die durch den kurzen Kreislauf des
Reaktorstoffes im Reaktor verursacht wurden und zu einem nicht
umgewandelten Zufuhrmaterial in dem Produkt geführt haben. Die
ideale Strömung erlaubt die Verwendung der gesamten Fläche des
Reaktors, während nur ein einzelner Zufuhrpunkt und ein
einzelner Auslaßpunkt erforderlich sind. Dies ermöglicht die
wirksamste Verwendung des eingehenden Verfahrensgases, da das
Verfahrensgas den Reaktorzufuhrstoff berührt, wenn er durch die
Wirbelstromschicht strömt, um wirkungsvoll und wirksam den
Reaktorzufuhrstoff in Eisencarbid umzuwandeln.
Sowohl das US-Patent Nr. 51 18 479 als auch das Patent Nr.
51 37 566 offenbaren die Vorteile der Beseitigung von Wasser
aus einem vorgeheizten Reaktorzufuhrstoff. Sie offenbaren, daß
vorzugsweise der gesamte Wasserinhalt in dem vorgeheizten
Reaktorzufuhrstoff weniger als ungefähr 4 Prozent, vorzugsweise
weniger als 3 Prozent und noch mehr vorzugsweise weniger als 2
Prozent ist.
Das US-Patent Nr. 43 96 423, das die Bezeichnung
"Verfahren zum Wiederherstellen von Eisen und Zink aus einem
Stahlerzeugungsnebel" trägt, das am 2. August 1983 auf den
Namen Stephens, Jr. u. a. herausgegeben wurde, ist auf ein
Verfahren zum Wiederherstellen von Eisen und Zink aus einem
Rauchnebel gerichtet. Ein Schritt des Verfahrens umfaßt das
Carbidisieren des Eisens. Vorzugsweise sind die Reduktions- und
Aufkohlmittel Wasserstoff und Kohlenmonoxid und der Wasserstoff
ist in einem Betrag vorhanden, der über 60 Volumenprozent des
Kohlenmonoxids liegt, das vorhanden ist. Vorzugsweise wird das
Verhältnis des Wasserstoffs zu dem in dem Reaktionsmedium der
Wirbelstromschicht gebildeten Wasser bei ungefähr 2,5 : 1 bis
ungefähr 8 : 1 und das Verhältnis von CO zu CO₂ wird bei ungefähr
1 : 1 bis ungefähr 4 : 1 gehalten, wobei die zuvor beschriebenen
CO/CO₂-H₂/H₂O-Verhältnisse im wesentlichen im Gleichgewicht mit
Methan stehen.
Das US-Patent 43 98 954, das den Titel "Verfahren zum
Erzeugen einer Eisen-Nickel-Legierung aus Nickel enthaltenden
Lateriten" trägt, und am 16. August 1983 auf den Namen
Stephens, Jr. herausgegeben wurde, offenbart ein Verfahren zum
Wiederherstellen von Eisen und Nickel aus Lateriterz, das wenig
Eisen enthält. Das Verfahren umfaßt einen
Eisencarbidisierungschritt, bei dem Gaszusammensetzungen
verwendet werden, die 63 bis 69 Prozent Wasserstoff als
Reduziermittel, 10 bis 20 Prozent Methan und 12 bis 16 Prozent
Kohlenmonoxid als Kohlenstoffzufuhrmittel sowie 3 bis 12
Prozent Kohlendioxid enthalten.
Jedes der oben aufgezählten Patente, d. h. die US-Patente
Nr. 43 96 423; 43 98 945; 40 53 301; Wiederausgabe 32 247; 50
73 194; 51 18 479; 51 37 566; und 53 66 897 sind hierbei in
ihrer Gesamtheit durch Bezugnahme eingearbeitet.
Das US-Patent Nr. 27 80 537 offenbart ein Verfahren zum
Umwandeln von Eisenoxid in Carbide in einem
Wirbelstromschichtprozeß, bei dem Kohlenmonoxid als
hauptsächliches Reduzier- und Aufkohlgas verwendet wird. Das
Patent lehrt, daß das Reduziergas keinen Wasserstoff in einem
Betrag enthalten kann, der 50 Volumenprozent des
Kohlenmonoxidsinhalts übersteigt.
Obwohl die oben erwähnten Patente, die sich mit der
Umwandlung von Eisenoxid in Eisencarbid befassen, verschiedene
Reduzier- und Aufkohlmittel diskutieren, offenbaren sie das
Hinzufügen von geeigneten Mitteln von externen Quellen. Es wäre
vorteilhaft, ein Verfahren zu schaffen, in dem das System
geregelt wäre, um den Vorteil von intern erzeugten gasähnlichen
Komponenten zu haben. Es wäre vorteilhaft, die
Gleichgewichtsgleichungen einzusetzen, um die Umwandlung eines
Nebenproduktes der Reduktionsphase in ein Aufkohlmittel zur
Verwendung in der Aufkohlphase zu regeln. Viele der
Druckschriften offenbaren, daß Methan ein bevorzugtes
Aufkohlmittel ist. Es wäre vorteilhaft, Kohlenmonoxid als
Aufkohlmittel einzusetzen. Es wäre vorteilhaft, den Bedarf zu
minimieren oder zu beseitigen, indem Kohlenmonoxid diesem
System durch intern erzeugtes Kohlenmonoxid zugefügt wird. Es
wäre vorteilhaft, das Wasserniveau zu regeln und insbesondere
das Wasser, das durch die Reduktion des Eisenoxids mit
Wasserstoff erzeugt wird, um intern Kohlenmonoxid zu erzeugen.
Es wäre vorteilhaft, das Wasserniveau und die Kontaktzeit der
verschiedenen Gase mit Wasser beim Vorhandensein von Eisen
enthaltenden Katalysatoren zu regeln, um intern Kohlenmonoxid
zu erzeugen.
Erfindungsgemäß ist ein Verfahren zum Umwandeln von
Eisenoxid in Eisencarbid geschaffen, bei dem intern erzeugte
gasförmige Komponenten eingesetzt werden, um den Wirkungsgrad
und die Wirksamkeit des Verfahrens zu erhöhen. Wie hier
verwendet, umfaßt der Begriff Eisencarbid Fe₃C und Fe₂C, und
der Term Eisenoxid umfaßt Fe₂O₃, Fe₃O₄ und FeO. Die Erfindung
schafft ein Verfahren zum Reduzieren von Eisenoxid unter
Verwendung von Wasserstoff, wobei Wasser erzeugt wird. Das
Wasser in der Form von Dampf wird mit Methan für eine
hinreichende Zeitspanne in Berührung gebracht, um Kohlenmonoxid
zu erzeugen. Das Kohlenmonoxid kann mit Wasser reagieren, um
Kohlendioxid zu bilden. Das Vorhandensein von Eisen
enthaltenden Katalysatoren wie beispielsweise Eisenoxiden,
metallischem Eisen und Eisencarbid katalysiert die Umwandlung
von Wasser in Kohlenmonoxid und Kohlendioxid entsprechend den
folgenden Gleichungen:
CH₄ + H₂O ↔ CO + 3 H₂
CO + H₂O ↔ CO₂ + H₂.
CO + H₂O ↔ CO₂ + H₂.
Erfindungsgemäß ist es in wichtiger Weise notwendig, ein
Minimalniveau des Wasserdampfs aufrechtzuerhalten und den
Wasserdampf mit Methan für einen minimalen Zeitbetrag in
Gegenwart von Eisen enthaltenden Katalysatoren in Berührung zu
bringen, um Kohlenoxidgas zu bilden. Wie es hier verwendet
wird, wird der Begriff "Kohlenoxid" verwendet, um sich im
allgemeinen sowohl auf Kohlenmonoxid als auch Kohlendioxid zu
beziehen.
In Übereinstimmung mit einem Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Schaffen von
Eisencarbid aus Eisenoxid geschaffen. Das Verfahren umfaßt die
Schaffung von zumindest ungefähr 2 Molprozent Wasserdampf,
wobei ein erster Abschnitt des Wasserdampfs erzeugt wird, indem
Eisenoxid beim Vorhandensein von Wasserstoff reduziert wird,
und ein zweiter Abschnitt des Wasserdampfs mit dem zugegebenen
Prozeßgas geschaffen wird. Der Wasserdampf wird mit Methan für
zumindest 1,5 Sekunden in Gegenwart von Eisen enthaltenden
tragenden Katalysatoren in Berührung gebracht, um gasförmiges
Kohlenoxid zu schaffen. Das Eisen wird in Eisencarbid in
Gegenwart von Kohlenoxid umgewandelt. Das Kohlenoxid wirkt als
das Aufkohlmittel.
Wenn der Prozeß einmal läuft, muß vorzugsweise kein
Kohlenoxid von externen Quellen hinzugefügt werden. Daher ist
bei einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ausreichend Wasserdampf in der Reaktorumgebung, um
sicherzustellen, daß genügend Kohlenoxid in dem Reaktor durch
die Reaktion des Methans mit Wasserdampf erzeugt wird, um das
Kohlenoxid zu schaffen, das als Aufkohlmittel bei der Bildung
von Eisencarbid erforderlich ist, ohne daß Kohlenoxid von einer
externen Quelle hinzugefügt werden muß. Vorzugsweise wird das
Eisencarbid bei einer Temperatur von ungefähr 550°C bis
ungefähr 670°C erzeugt. Vorzugsweise liegt der Innendruck des
Reaktors zwischen 1 bis ungefähr 6 Atmosphären. Vorzugsweise
bleibt das Gas mit dem Eisen tragenden Katalysator für eine
Zeitspanne von ungefähr 1,5 Sekunden bis ungefähr 10 Sekunden
in Kontakt. Vorzugsweise ist der Reaktor ein
Wirbelstromreaktor. Vorzugsweise wird das Reaktorabgas
behandelt (beispielsweise wird ein Teil des Wassers beseitigt,
und Wasserstoff und Methan werden hinzugefügt) und in die
Wirbelstromschicht zurückgeführt.
Vorzugsweise liegt das Wasserdampfniveau in dem Reaktor
bei ungefähr 3 Molprozent bis ungefähr 7 Molprozent. Das
Wasserdampfniveau kann an einem Punkt gemessen werden, der in
Strömungsrichtung nach dem Austritt des Gases aus dem Reaktor
liegt. Am Punkt der Messung mißt die Analyse des Wasserdampfs
das durchschnittliche Wasserdampfniveau. Bei einem
Wirbelstromreaktor mit idealer Strömung durch Prallplatten wird
sich das Wasserdampfniveau sowohl über die vertikale als auch
die horizontale Abmessung der Wirbelstromschicht verändern.
Beispielsweise wird sich das Wasserdampfniveau über die
horizontale Abmessung der Wirbelstromschicht verändern, weil
mehr Eisenoxid auf der Zufuhrseite der Schicht als auf der
Produktseite vorhanden ist. Daher ist der Wasserdampfinhalt des
Gases auf der Zufuhrseite der Schicht höher (beispielsweise bis
zu 30% in einigen Fällen) als auf der Auslaß-Produktseite der
Schicht (beispielsweise dort, wo der Wasserdampf weniger als 1%
sein kann). Außerdem verändert sich der Wasserdampf in der
vertikalen Richtung, weil beim Eintritt des fluidisierten Gases
in die Wirbelstromschicht vom Boden anfänglich kein neuer
Wasserdampf vorhanden ist, der ausgebildet wird, bis Eisenoxide
beginnen, mit Wasserstoff in dem fluidisierten Gas zu
reagieren. Wenn das Gas nach oben durch die Wirbelstromschicht
tritt, steigt der Wassergehalt vom Boden zur Oberseite an. Wenn
vorzugsweise ein rückgeführtes Gas eingesetzt wird, enthält
außerdem das rückgeführte Gas, das vom Boden der Schicht
eintritt, einigen Wasserdampf, der aus dem
Rückgewinnungsgasstrom nicht beseitigt wurde. Dieses
rückgeführte Wasserdampfniveau beeinflußt die durchschnittliche
Wasserdampfkonzentration in und über der Wirbelstromschicht.
In Übereinstimmung mit einem anderen Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren geschaffen, um die
richtige Kontaktzeit zwischen den Reaktionsgasen und den Eisen
tragenden Katalysatoren sicherzustellen. Das Verfahren umfaßt
den Schritt der Bestimmung der Fluidisierungseigenschaften der
festen Partikel, die in Eisencarbid umzuwandeln sind. Eine
Gasgeschwindigkeit wird dann bestimmt, die ausreichend groß
ist, um die Fluidisierung der festen Partikel vorzusehen, und
doch ausreichend klein ist, um ein übermäßiges Verschleppen der
Feststoffe von dem Wirbelstromreaktor zu verhindern. Eine
Schichttiefe wird dann ausgewählt, die eine Gasverweilzeit von
ungefähr 1,5 bis ungefähr 10 Sekunden schafft.
Vorteilhafterweise kann das Verfahren in entweder einem
Einstufen- oder Vielstufenreaktorsystem eingesetzt werden.
Beispielsweise findet in einem Einstufenreaktor die Reduktion
des Eisenoxids in Eisen und das Aufkohlen des Eisens in
Eisencarbid in einem Einstufenreaktor statt. Wahlweise wird in
einem Vielstufenreaktorsystem ein Teil des Eisenoxids in Eisen
in einem Reaktor der ersten Stufe reduziert, während ein Teil
des Sauerstoffs (beispielsweise zumindest 50% des Sauerstoffs)
in dem Eisenoxid verbleibt. Vorzugsweise würde das in dem
Reaktor der ersten Stufe verwendete Rückgewinnungsgas kein
Methan enthalten und würde von den Gasen abgetrennt werden, die
in der zweiten Stufe verwendet werden. In einem Reaktor der
zweiten Stufe wird das verbleibende Eisenoxid zu Eisen
reduziert und das Eisen wird zu Eisencarbid aufgekohlt. Auf
diese Weise kann das Eisenoxid in der zweiten Stufe in einer
Weise reduziert werden, daß ausreichend Wasserdampf erzeugt
wird, der für die Bildung von Kohlenoxid vorzusehen ist, wenn
der Wasserdampf mit Methan in Berührung gebracht wird. Wenn
nicht genügend Eisenoxid vorhanden ist, der für die Bildung von
ausreichend Kohlenoxid vorzusehen ist, dann kann Kohlenoxid
und/oder Wasser von einer externen Quelle hinzugefügt werden,
um die Aufkohlerfordernisse zu erfüllen. Es sollte jedoch
bemerkt werden, daß, wenn Kohlenstoff extern hinzugefügt wird,
dann der Wasserstoffverbrauch ansteigen wird. Wenn Wasser
extern hinzugefügt wird, um extra Sauerstoff vorzusehen, kann
die Eisencarbidproduktionsrate negativ beeinflußt werden. In
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung wird kein zusätzliches Kohlenoxid extern zu dem
rückgewonnenen Gas hinzugefügt, und das Wasserdampfniveau wird
eingestellt (beispielsweise, indem überschüssiges Wasser aus
dem Rückführgasstrom beseitigt wird), so daß das
Wasserdampfniveau des Prozeßgases, das in die Wirbelschicht
eintritt, ungefähr zwischen 0,3% bis ungefähr 2% und
vorzugsweise ungefähr zwischen 0,5% bis ungefähr 1,5% liegt.
In Übereinstimmung mit einem anderen Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Erzeugen von
Eisencarbid geschaffen. Das Verfahren umfaßt die Regelung des
Wasserdampfs, der durch die Reduzierung des Eisenoxids unter
Verwendung von Wasserstoff erzeugt wird, um den Wasserdampf
vorzusehen, so daß Methan in Kohlenmonoxid und Kohlendioxid
umgewandelt wird. Vorzugsweise wird das Kohlenmonoxid und/oder
das Kohlendioxid in ausreichenden Mengen ausgebildet, um als
Aufkohlmittel zu dienen, so daß Eisen in Eisencarbid
umgewandelt wird.
Die vorliegende Erfindung schafft eine Anzahl von
Vorteilen gegenüber dem zugehörigen Stand der Technik. Es ist
vorteilhaft, Eisenoxid als Aufkohlmittel zu verwenden, um
wirksam und wirkungsvoll metallisches Eisen in Eisencarbid
umzuwandeln. Es ist vorteilhaft, das Eisenoxid intern zu
erzeugen, weil bei Hinzufügung von Eisenoxid von externen
Quellen der Wasserstoffverbrauch in dem System ansteigt, um die
Nebenquelle des Sauerstoffs zu beseitigen, der mit dem
Kohlenoxid herangebracht wird, und zusätzliches Überschußwasser
wird erzeugt. In einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung ist der einzige in das System eingebrachte Sauerstoff
der Sauerstoff, der in Eisenoxid enthalten ist, und Wasserdampf
wird als Träger verwendet, um den erforderlichen
Kohlenoxidgehalt in dem zirkulierenden Gasstrom zu
regenerieren.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter
Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher
erläutert.
Fig. 1 stellt die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen
Gleichgewichtsgleichungen dar.
Erfindungsgemäß ist ein Prozeß zum Erzeugen von
Eisencarbid in einer wirkungsvollen und wirksamen Weise
geschaffen, indem intern erzeugtes Kohlenoxidgas eingesetzt
wird. In Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung sind drei
wichtige Entdeckungen in einer einzigartigen und nützlichen
Weise kombiniert worden.
Die erste Entdeckung liegt darin, daß die interne
Erzeugung von Kohlenoxid die wirkungsvolle und wirksame
Produktion von Eisencarbid schafft. Es wird angenommen, daß
Kohlenoxid ein besseres Aufkohlmittel als Methan ist, selbst in
der Gegenwart von größeren Beträgen Wasserstoff und Methan,
nämlich bei der Umwandlung von Eisenoxid in Eisencarbid, wenn
metallisches Eisen vorhanden ist. Weiterhin schafft ein intern
erzeugtes Kohlenoxid eine wirkungsvollere Nutzung der
Ressourcen als das Hinzufügen von Kohlenoxid zu dem
rückgeführten Gasstrom, weil weniger Wasserstoff verbraucht
wird und weniger Überschußwasser gebildet wird.
Zweitens wurde bestimmt, daß Kohlenoxid wirkungsvoll in
der Wirbelstromschicht erzeugt werden kann, indem Methan mit
den geeigneten Niveaus Wasser in der Gegenwart von Eisen
tragenden Katalysatoren in Berührung gebracht wird. Der Kontakt
zwischen Methan und Wasser muß für eine ausreichende Zeitspanne
aufrechterhalten werden, um den gewünschten Betrag Kohlenoxid
zu erhalten.
Drittens ist bestimmt worden, daß der Wasserdampf, der in
dem Reaktor vorhanden ist, vorzugsweise von zwei Quellen
erhalten wird, nämlich Wasserdampf, der in dem Zugabeprozeßgas
vorhanden ist, und Wasserdampf, der intern in dem Reaktor
erzeugt wird. Der Prozeßgasstrom wird vorzugsweise rückgeführt,
und der Wasserdampf wird in einem gewünschten Bereich
aufrechterhalten. Aus zu wenig Wasserdampf folgt eine
Methaninstabilität, und zuviel Wasserdampf reduziert die
Eisencarbiderzeugung. Weil typischerweise mehr Wasserdampf in
dem Reaktor gebildet wird als in dem rückgeführten Gasstrom
notwendig ist, wird der Wasserdampf typischerweise von dem
rückgeführten Gasstrom vor dem Wiedereinführen in den Reaktor
beseitigt. Der intern erzeugte Wasserdampf wird erzeugt, indem
Eisenoxid zu Eisen unter Verwendung von Wasserstoff reduziert
wird.
Die vorliegende Erfindung kombiniert diese drei
Entdeckungen in einer eleganten Weise, die sowohl in dem
Einstufen- als auch dem Zweistufen-Eisencarbidproduktionssystem
sowie in Mischungen des Einstufen- und
Zweistufenproduktionssystems nützlich ist. Die Einstufen- und
Zweistufenprozesse werden typischerweise jeweils in einem und
zwei Reaktorkesseln ausgeführt.
Bei dem Prozeß zum Umwandeln von Eisen tragenden
Materialien in Eisencarbid, der im zugehörigen Stand der
Technik beschrieben wird, wird ein Gasgemisch aus fünf
Gattungen eingesetzt. Dieses Gasgemisch besteht aus Methan,
Wasserstoff, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Wasserdampf im
Gleichgewicht mit Eisencarbid. Bei einer bevorzugten Form des
früheren Prozesses wird nur Wasserstoff und Methan als
Zugabegas zu dem Rückführgassystem in geschlossener Schleife
verwendet, das bei dem Prozeß eingesetzt wird. Das ergibt dann
eine Gesamtreaktion, die wie folgt ausgedrückt werden kann:
1) Fe₃O₄ + CH₄ + 2 H₂ ↔ Fe₃C + 4 H₂O,
2) 3 Fe₂O₃ + 2 CH₄ + 5 H₂ ↔ 2 Fe₃C + 9 H₂O.
Die Erfinder sind jedoch der Meinung, daß metallisches
Eisen nicht wirksam und wirkungsvoll in Eisencarbid durch ein
Gasgemisch umgewandelt wird, das nur Methan und Wasserstoff
enthält. Es wird angenommen, daß Eisenoxid leichter in
Eisencarbid durch Mischungen aus CO und H₂ umgewandelt wird.
Während es nicht gewünscht ist, daß man durch irgendeine
Theorie eingegrenzt ist, sind die Erfinder der Meinung, daß die
Umwandlung von Eisenoxiden in Eisencarbid wirkungsvoller und
wirksamer durchgeführt wird, wenn sie schrittweise entsprechend
der folgenden Abfolge auftritt:
3) Fe₂O₃ → Fe₃O₄ → FeO → Fe → Fe₃C.
Die Eisenoxide werden zu metallischem Eisen durch den
Wasserstoff in dem System reduziert, und danach wird das
metallische Eisen in Eisencarbid entsprechend der folgenden
Reaktion umgewandelt:
4) 3 Fe + CO + H₂ ↔ Fe₃C + H₂O.
Während nicht gewünscht ist, daß man durch irgendeine
Theorie gebunden ist, sind die Erfinder der Meinung, daß der
Prozeß gemäß der Erfindung insbesondere in solchen Situationen
vorteilhaft ist, bei denen metallisches Eisen in dem System
vorhanden ist. Es wird angenommen, daß, während Methan und
Wasserstoff eingesetzt werden kann, um Eisenoxid direkt in
Eisencarbid umzuwandeln, der Prozeß nicht genauso gut arbeitet,
wenn metallisches Eisen vorhanden ist. Die Erfinder nehmen an,
daß Kohlenoxid ein besseres Aufkohlmittel ist, wenn der Prozeß
in der unter 3) gezeigten Schrittweise voranschreitet. Das
liegt daran, daß das Kohlenoxid Sauerstoff liefert, das mit
Wasserstoff kombiniert wird, wodurch Wasser gebildet wird. Das
wiederum verhindert, daß der Wasserstoff das Eisencarbid
angreift, das gebildet wird, und das Eisencarbid zurück in
metallisches Eisen umwandelt.
Wenn hinreichend Kohlenoxid in dem Reaktor vorhanden ist,
kann es schwer sein, metallisches Eisen in wesentlichen Mengen
zu erfassen; beispielsweise sind es oft nur 1% oder weniger.
Die Abwesenheit eines wesentlichen Betrages metallischen Eisens
kann manchen zu der Meinung führen, daß metallisches Eisen kein
kritischer Teil der Gesamtreaktion ist. Es wird jedoch
angenommen, daß metallisches Eisen gebildet wird und ein
kritischer Teil der Reaktion ist. Es wird angenommen, daß es
schwer zu erfassen ist, weil die Umwandlung des metallischen
Eisens in Eisencarbid mit Kohlenoxid extrem schnell abläuft und
das metallische Eisen nicht lange genug existiert, um in
bedeutenden Mengen gemessen zu werden. Wenn beispielsweise
Kohlenoxid nicht vorhanden ist, existiert metallisches Eisen
mit viel höheren Niveaus, weil es nicht schnell mit Methan
reagiert, um Eisencarbid zu bilden.
Die Reaktion 4) erfordert, daß ausreichend Kohlenoxid in
dem System vorhanden ist, um das metallische Eisen in
Eisencarbid umzuwandeln. Genauer muß für jeweils drei Mole
Eisen, die in Eisencarbid umzuwandeln sind, ein Mol Kohlenoxid
erzeugt werden oder in das System eingeführt werden.
Berechnungen zeigen, daß zur Zufuhr des erforderlichen,
stöichiometrischen Betrags Kohlenoxid bei einem typischen
kommerziellen Reaktor mit einem Kreislaufgas, bei dem ungefähr
39 Mole Gas pro Mole Eisen verwendet werden, um die Umwandlung
des Eisens in Eisencarbid zu verwirklichen, das Gas zumindest
0,84 Molprozent CO an dem Punkt enthalten soll, an dem es
metallisches Eisen berührt.
Verfahren zum Erreichen des gewünschten Betrages
Kohlenoxid in dem Kreislaufgas umfassen: 1) externes Hinzufügen
von Kohlenoxid zu dem Kreislaufgas; 2) internes Erzeugen des
erforderlichen Kohlenoxids in dem rückgeführten Gasstrom ohne
externes Hinzufügen von Kohlenoxid; oder 3) eine Kombination
aus 1) und 2). In der Praxis ist es nicht wünschenswert, extern
Kohlenoxid hinzuzufügen, weil das Kohlenoxid zusätzlichen
Sauerstoff in das System einfügen würde und die Beseitigung
dieses zusätzlichen Sauerstoffs einen angestiegenen Verbrauch
von Wasserstoff erfordern würde, um dessen Beseitigung als
kondensierbaren Wasserdampf zu verwirklichen. Wenn
beispielsweise der erforderliche Kohlenstoff von einem extern
hinzugeführten Kohlenmonoxid herkommen würde, dann würde die
oben aufgelistete Gleichung 2) wie folgt umgeschrieben werden
müssen, wobei nichts von dem erforderlichen Wasserstoff aus
Methan erhalten würde:
2a) 3 Fe₂O₃ + 2 CO + 11 H₂ → 2 Fe₃C + 11 H₂O.
Anders ausgedrückt erfordert jedes Mol an extern hinzugefügtem
Kohlenmonoxid zusätzliche drei Mole Wasserstoff und führt zur
Produktion eines zusätzlichen Mols Überschußwasser, im
Vergleich mit dem erforderlichen Betrag Wasserstoff und dem
Wasser, das in dem Gesamtprozeß erzeugt wird, bei dem ein Mol
eines extern hinzugefügten Methans eingesetzt wird. Jedes Mol
eines extern hinzugefügten Kohlendioxids erfordert zusätzliche
Mole Wasserstoff und führt zur Produktion von zusätzlichen zwei
Mol Überschußwasser, wenn es mit dem Erfordernis für ein Mol
von extern hinzugefügtem Methan verglichen wird.
Die Vorteile der vorliegenden Erfindung können klar unter
Bezugnahme auf die Gleichgewichtsgleichungen verstanden werden,
die in Fig. 1 dargestellt sind. Wenn der Prozeß einmal einen
nachhaltig stabilen Zustand erreicht hat, sind, wie in Fig. 1
dargestellt ist, die einzigen Reaktionspartner, die hinzugefügt
werden müssen, fester Zufuhrstoff aus Eisenoxid, Wasserstoff
und Methan. Die einzigen Produkte, die beseitigt werden müssen,
sind kondensierbarer Wasserdampf und das gewünschte
Eisencarbidprodukt. Es ist zu verstehen, daß, obwohl Fig. 1 das
Eisenoxid als Fe₃O₄ und das Eisencarbidprodukt als Fe₃C
darstellt, die vorliegende Erfindung auch mit anderen Formen
des Eisenoxidzufuhrstoffs und des Eisencarbidprodukts wie
beispielsweise jeweils Fe₂O₃ und Fe₂C arbeitet. Wie aus Fig. 1
zu erkennen ist, setzt der Prozeß der vorliegenden Erfindung
intern erzeugtes Kohlenmonoxid und Wasser ein, um Eisen in
Eisencarbid umzuwandeln. Auf diese Weise kann Eisencarbid
wirksam und wirkungsvoll aus Eisenoxiden erzeugt werden.
Dieses Reaktionsschema schafft eine Anzahl von Vorteilen.
Beispielsweise wird der Betrag Wasserstoff, der dem System
hinzugefügt werden muß, gegenüber einem System reduziert, bei
dem Kohlenmonoxid oder Kohlendioxid von einer externen Quelle
hinzugefügt werden. Durch Einsetzen von intern erzeugtem
Kohlenmonoxid als Aufkohlmittel im Gegensatz zu Methan geht
außerdem die Umwandlung von Eisen in Eisencarbid wirkungsvoller
voran. Weiterhin ist der Betrag Wasser, der aus dem System
beseitigt werden muß, aufgrund der Tatsache minimiert, daß
zusätzlicher Sauerstoff nicht mit hinzugefügtem Kohlenmonoxid
oder hinzugefügtem Kohlendioxid eingeführt wird.
Erfindungsgemäß ist ein Verfahren geschaffen, das dem
Rückführgasstrom die Regenerierung des erforderlichen
Kohlenoxidgehalts des Gases ermöglicht. Dies wird erreicht,
indem die Zustände verwirklicht, umrissen und geregelt werden,
in denen Wasserdampf, der bei der Reduzierung von Eisenoxiden
mit Wasserstoff erzeugt wird, verwendet wird, um mit Methan in
Gegenwart von Eisen tragenden Katalysatoren zu reagieren, so
daß Kohlenoxid regeneriert wird, das bei der Umwandlung von
metallischem Eisen in Eisencarbid verbraucht wird.
Wie in dem US-Patent 53 66 897 erläutert ist, ist es
möglich, Diagramme zur Prädominanz und Stabilität
thermodynamisch aufzubauen, die den maximalen Wasserdampfgehalt
des Gasgemisches aus fünf Gattungen zeigen, die beim Umwandeln
von Eisenoxiden in Eisencarbid verwendet werden. Die Daten aus
den thermodynamischen Berechnungen zeigen an, daß ein maximaler
Wassergehalt der Gleichgewichtsgaszusammensetzungen bei einem
Eisencarbidsystem im Bereich zwischen 11% bis 15% liegen
werden, wenn das Eisencarbidsystem bei Temperaturen von 550°C
bis 650°C und bei Drücken von 2 bis 6 Absolut-Atmosphären
betrieben wird.
In der tatsächlichen Praxis hat sich herausgestellt, daß
es nicht wirtschaftlich ist, das Eisenoxid in Gegenwart der
Aufkohlgase zu halten, bis das vollständige Gasgleichgewicht
eingehalten wird. Wirtschaftliche Überlegungen zeigen an, daß
die Umwandlung von Wasserstoff in Wasserdampf am besten auf 1/3
bis 1/2 des theoretischen Maximums beschränkt wird, das durch
thermodynamische Zwänge definiert ist. Das bedeutet, daß bei
kommerziellen Reaktoren das Abgas aus dem Reaktor zwischen 4
bis 6% des Wassers in dem Gasgemisch aus fünf Gattungen tragen
wird. Daher wird es wichtig, sicherzustellen, daß dies ein
hinreichendes Wasserniveau ist, und sicherzustellen, daß
ausreichend Kohlenoxid vor Ort im Reaktor erzeugt wird, nämlich
durch die Reaktion des Methans mit Wasserdampf, um das
Kohlenoxid zu schaffen, das als Aufkohlmittel erforderlich ist,
ohne daß ein Bedarf besteht, CO oder CO₂ von einer externen
Quelle einzuführen. Diese Reaktionen sind wie folgt
5) CH₄ + H₂O ↔ CO + 3 H₂,
6) CO + H₂O ↔ CO₂ + H₂.
Es wurde durch sowohl theoretische Berechnungen als auch durch
experimentelle Versuchsarbeit bestimmt, daß der Betrieb eines
kommerziellen Reaktors bei einer Temperatur von 550°C bis 670°C
mit zwei bis sechs Atmosphären Druck den erforderlichen Betrag
des Wasserdampfs ermöglichen kann, der auszubilden ist, und daß
dieser Wasserdampf mit Methan reagieren kann, um ein
hinreichendes Volumen an Kohlenoxid auszubilden, um die
Umwandlung von Fe in Fe₃C zu ermöglichen.
Es wurde jedoch herausgefunden, daß es vorteilhaft ist,
einen Teil des Wasserdampfs in dem Zugabeprozeßgas vorzusehen.
Vorzugsweise enthält der Betrag Wasserdampf in dem Prozeßgas,
das in den Wirbelstromreaktor eintritt, zwischen ungefähr 0,3
bis ungefähr 2% Wasserdampf, vorzugsweise ungefähr 0,5% bis
ungefähr 1,5% Wasserdampf. Wenn mehr Wasserdampf vorhanden ist,
kann die Produktionsrate des Eisencarbids verringert werden.
Wenn weniger Wasserdampf vorhanden ist, nimmt die Stabilität
des Methans in dem Prozeßgas ab und das Potential zum
Aufbrechen des Methans steigt an. Dies kann Ruß oder freie
Kohlenstoffbildung in einer Wirbelstromschicht und/oder
innerhalb der Gasheizrohre verursachen. Der Wasserdampf in
einem wiedergewonnenen Prozeßgas, der in den Windkasten der
Wirbelstromschicht eintritt, kann geregelt werden, indem die
Temperatur geregelt wird, mit der das Gas gekühlt wird, nachdem
es die Oberseite der Wirbelstromschicht verläßt. Beispielsweise
wird Gas, das auf 186,8°C (68°F) bei 0,27234302 MPa (39,5 psig)
gekühlt wird, 1,13% Wasserdampf als eine Funktion des
Wasserdampfdrucks gegenüber dem Gesamtdruck enthalten. Es
sollte zu erkennen sein, daß andere Verfahren zum Beseitigen
des Wassers aus dem Gas als durch Kühlung bestehen, wie
beispielsweise unter Verwendung von Triethylenglycol (TEG), um
Wasser aus dem Gas ähnlich zu der üblichen Praxis der
Dehydration von Erdgas zu absolvieren.
Vorzugsweise enthält das rückgewonnene Gas, das in den
Windkasten des Wirbelstromreaktors eintritt, folgendes (oder
Äquivalente dazu) in Molprozent; von ungefähr 0,4 bis ungefähr
35 Prozent, vorzugsweise von ungefähr 0,7 bis ungefähr 3
Prozent Kohlenmonoxid; bis zu ungefähr 10 Prozent, vorzugsweise
von ungefähr 0,2 bis ungefähr 2,5 Prozent Kohlendioxid; bis
ungefähr 75 Prozent, vorzugsweise von ungefähr 35 bis ungefähr
70 Prozent Methan; bis ungefähr 50 Prozent, vorzugsweise von
ungefähr 25 bis ungefähr 40 Prozent Wasserstoff; von ungefähr 0
bis ungefähr 10 Prozent, vorzugsweise von ungefähr 0 bis
ungefähr 5 Prozent Nitrogen; und bis zu ungefähr 10 Prozent,
vorzugsweise von ungefähr 0,5 bis ungefähr 2 Prozent
Wasserdampf. Das Verhältnis von Wasser:Methan ist vorzugsweise
ungefähr 1 : 50 bis ungefähr 1 : 5 und vorzugsweise ungefähr 1 : 10.
Es sollte bemerkt werden, daß während Methan in dem
System, sowohl in dem rückgeführten Gas als auch in dem
Reaktor, vorhanden ist, es nicht in der Form von Methan
hinzugefügt werden muß. Es kann beispielsweise ein
Kohlenwasserstoffgas wie beispielsweise Propan oder Erdgas in
das System eingeführt werden. Wenn das Kohlenwasserstoffgas in
der Prozeßgasheizvorrichtung auf Temperaturen bis ungefähr
750°C aufgeheizt wird, treten die Kohlenwasserstoffe höherer
Ordnung im Frischgas in das Gleichgewicht mit Wasserstoff in
dem rückgeführten Gas, um Methan zu bilden. Natürlich steigert
die Gegenwart von Kohlenwasserstoffen höherer Ordnung in dem
kohlenstoffreichen Gas den Verbrauch an elementarem Wasserstoff
im Gegensatz zu dem Gas, das nur Methan enthält.
Während der Umwandlung ist der Gasdruck über dem
Wirbelstromreaktor vorzugsweise im Bereich zwischen ungefähr 1
Atmosphäre bis ungefähr 6 Atmosphären, vorzugsweise zwischen 2
Atmosphären bis ungefähr 5 Atmosphären und weiter vorzugsweise
ungefähr 4 Atmosphären. Die Temperatur in dem Windkastenraum
unter der Wirbelstromschicht ist vorzugsweise in dem Bereich
zwischen ungefähr 500°C und ungefähr 750°C und vorzugsweise im
Bereich zwischen ungefähr 600°C und ungefähr 700°C. Die
Temperatur in dem Raum über der Wirbelstromschicht ist
vorzugsweise im Bereich zwischen ungefähr 500°C und ungefähr
700°C und vorzugsweise zwischen ungefähr 550°C und ungefähr
670°C.
Ein Beispiel einer typischen Wirbelstromreaktortemperatur
ist 590°C, und ein typischer Druck ist 4 Atmosphären. Unter
diesen Bedingungen kann ein typisches Zugabegas 56,4% Methan,
37,7% Wasserstoff, 1,1% Wasser, 1,31% Kohlenmonoxid, 0,49%
Kohlendioxid und 3% Nitrogen enthalten. Das typische Abgas kann
55,45 Methan, 35,18% Wasserstoff, 4,75% Wasser, 1,26 Prozent
Kohlenmonoxid, 0,47% Kohlendioxid und 2,89% Nitrogen enthalten.
Daher muß überschüssiges Wasser von dem Abgas beseitigt werden
und zusätzlicher Wasserstoff und Methan dem Abgas hinzugefügt
werden, bevor es rückgeführt wird.
Nach der Umwandlung weisen die Eisenkomponenten in dem
aufgekohlten Zufuhrstoff vorzugsweise zumindest ungefähr 80%,
vorzugsweise zumindest ungefähr 90% und weiter vorzugsweise
zumindest ungefähr 95% und am meisten vorzugsweise ungefähr 98%
Eisencarbid auf. Vorzugsweise ist das Eisencarbid hauptsächlich
Fe₃C (beispielsweise zumindest 90% Fe₃C). Die verbleibenden
Verunreinigungen umfassen typischerweise Oxide oder
metallisches Eisen. Vorzugsweise ist der Maximalgehalt an
Eisenoxid ungefähr 5%, während der Maximalbetrag des
metallischen Eisens ungefähr 2% ist.
Um die gewünschte Eisencarbidproduktion zu verwirklichen,
ist es notwendig, daß das Gas in dem System in Kontakt mit den
Festteilen für eine vorbestimmte Zeit bleibt, um zu reagieren
und ins Gleichgewicht zu treten. Es wurde herausgefunden, daß
die Gase vorzugsweise in Kontakt mit den Festteilen für minimal
1,5 und vorzugsweise bis zu 10 oder mehr Sekunden bleiben, um
die gewünschten Umwandlungen zu erzielen. Diese Kontaktzeiten
sind so berechnet, daß sie die Gasverweilzeit beschreiben, als
ob keine Festteile im selben Raum liegen, d. h. die sogenannte
Oberflächengeschwindigkeit. Zwei Annäherungen zur Erhaltung der
Gasverweilzeit liegen in der Einstellung 1) der Schichttiefe
der Feststoffe; und 2) der Wirbelgasgeschwindigkeit. Bei einem
Reaktor mit 3,6576 Meter (12 ft) Schichttiefe der Feststoffe
und einer Wirbelschichtgasgeschwindigkeit von 1,0668 Meter pro
Sekunde (3,5 ft pro Sekunde) wird die sich ergebende
Oberflächengaskontaktzeit ungefähr 3,4 Sekunden sein.
Die zulässige Gasgeschwindigkeit in einem
Wirbelstromreaktor ist durch die Fluidisierungseigenschaften
der Feststoffe in dem System beschränkt, wobei eine zu geringe
Geschwindigkeit zu einer Defluidisierung resultiert und eine zu
hohe Geschwindigkeit in einem übermäßigen Mitreißen von
Feststoffen aus der Schicht resultiert. Eine empfohlene Abfolge
der Gestaltung und der Regelung ist die Wahl der richtigen
Gasgeschwindigkeit, die durch die Feststoffpartikelgröße
vorgeschrieben ist, gefolgt von der Wahl einer Schichttiefe,
die mit dem Erfordernis der gewünschten Gasverweilzeit
verträglich ist. Diese Kombination der Gasgeschwindigkeit und
der Schichttiefe sollte wiederum in Bezug auf die gewünschte
Verweilzeit der Feststoffe nachgeprüft werden, die erforderlich
ist, um die Eisenoxide in geeigneter Weise in Eisencarbid
umzuwandeln.
In vorgeschlagenen Zweistufenprozeßkonfigurationen, wie
beispielsweise die, die in der US-Patentanmeldung Seriennummer
08/181997 und dem Trinidad und Tobago Patent Nr. 48 von 1994
aufgezeichnet sind, die somit in ihrer Gesamtheit durch
Bezugnahme eingearbeitet sind, wobei in der ersten Stufe
Eisenoxide teilweise oder vollständig zu metallischem Eisen
oder Nebenoxiden unter der Verwendung von Gasgemischen mit
hoher Wasserstoffkonzentration reduziert werden, ist es
wichtig, daß die Reaktion ausreichend Sauerstoff in dem Produkt
der ersten Stufe als Eisenoxid hinterläßt, so daß der
notwendige Sauerstoff für die Produktion des Wasserdampfes in
den Reaktor zweiter Stufe zugeführt wird, um eine ausreichende
interne Kohlenoxidproduktion aus der Methan/Wasserdampfreaktion
sicherzustellen. Wenn das nicht erfolgt, dann muß CO oder CO₂
von einer externen Quelle vorgesehen werden, wodurch ein
Anstieg des Gesamtwasserstoffverbrauchs verursacht wird, um den
zusätzlichen Sauerstoff zu beseitigen, der in das System mit
dem CO oder CO₂ eintritt. In der Praxis bedeutet das, daß bei
einem Zweistufenprozeß nicht mehr als ½ und vorzugsweise
nicht mehr als 1/3 des Sauerstoffs in dem Zufuhrstoff in dem
Reaktor der ersten Stufe beseitigt werden sollte.
In den folgenden Beispielen wurden Versuche unter
Verwendung von Schichten aus Eisencarbid oder Magnetit in einem
Wirbelstromreaktor mit einem Durchmesser von 50,8 mm (2 inch)
durchgeführt, wobei heißes Prozeßgas, das nur Methan,
Wasserstoff und Wasserdampf enthält, in den Boden des Reaktors
zugeführt wurde. Die Gasstromrate wurde mit dem Bestand der
Feststoffe in der Schicht in Übereinstimmung gebracht, um die
gewünschte Gaskontaktzeit mit den Feststoffen vorzugeben,
nämlich auf der Grundlage der idealen Gasgeschwindigkeit durch
die Schicht. Wasserdampf wurde dem Einlaßgas hinzugefügt, um
die gewünschte Wasserdampfkonzentration in dem Gas vorzugeben,
die im Bereich von ungefähr 1 bis 6% des Molvolumens lag. Die
Gaszusammensetzung ausgedrückt in Methan und Wasserstoff wurde
aus einem Bereich des Fe-O-H-C-Stabilitätsdiagramm für die
geeignete Temperatur gewählt, die in der Bildung von Fe₃C mehr
als in anderen Eisenkomponenten resultieren würde. Jedes
Beispiel wurde für verschiedene Kombinationen der
Gasverweilzeit im Bereich zwischen 1 bis 7 Sekunden, und der
Wirbelstromschichttemperatur im Bereich zwischen 550 bis 630°C
untersucht. Das aus dem Reaktor austretende Gas wurde auf CO
und CO₂ analysiert. Da in dem Einlaßgas kein CO oder CO₂ war,
mußte jegliches Kohlenoxid, das in dem Abgas vorhanden war, an
Ort und Stelle in der Wirbelstromschicht durch die Reaktion
zwischen Methan und Wasserdampf ausgebildet werden, die in dem
Einlaßgas enthalten sind. Der Druck an der Oberseite der
Wirbelstromschicht wurde während aller Versuche bei 4
Atmosphären gehalten. Diese Versuche wurden als
diskontinuierliche Versuche betrachtet, da Feststoffe dem
Reaktor nicht kontinuierlich zugeführt wurden und daraus
beseitigt wurden. Diejenigen, die mit Gasanalysetechniken
vertraut sind, werden erkennen, daß ein Teil der leichten
Inkonsistenz der Ergebnisse auf den Problemen beruht, die in
Verbindung mit der Messung von Gaskonzentrationen auf einer
absolut zuverlässigen Grundlage eigen sind.
Während aller Versuche bei diesem Beispiel war die
Wasserdampfkonzentration in dem Einlaßgas ungefähr 1% und die
Schichtfeststoffe waren Eisencarbid. Die Versuchsbedingungen
ausgedrückt in der Gasverweilzeit und der Reaktortemperatur
waren entsprechend mit dem sich ergebenden CO- und CO₂-Gehalt
des Austrittsgases wie folgt:
Die Ergebnisse zeigen, daß die Austrittsniveaus von CO und CO₂
anstiegen, wenn die Gasverweilzeit anstieg, und wenn die
Temperatur anstieg.
Während aller Tests dieses Beispiels war die
Wasserdampfkonzentration in dem Einlaßgas ungefähr 3% und die
Schichtfeststoffe waren Eisencarbid. Die Versuchsbedingungen
ausgedrückt in der Gasverweilzeit und der Reaktortemperatur
waren entsprechend mit dem sich ergebenden CO- und CO₂-Gehalt
des Austrittsgases wie folgt:
Die Ergebnisse zeigen wieder, daß die Austrittsniveaus von
CO und CO₂ anstiegen, wenn die Verweilzeit anstieg und wenn die
Temperatur anstieg. Im Vergleich mit Beispiel 1 führte der
Anstieg der Wasserstoffkonzentration auf 3% im allgemeinen zu
einem Anstieg des Betrags von CO und CO₂, der bei bestimmten
Gasverweilzeiten und einer bestimmten Reaktortemperatur
ausgebildet wurde.
Während aller Tests dieses Beispiels war die
Wasserdampfkonzentration des Einlaßgases ungefähr 6% und die
Schichtfeststoffe waren Eisencarbid. Die Versuchsbedingungen
ausgedrückt in der Gasverweilzeit und der Reaktortemperatur
waren entsprechend mit dem sich ergebenden CO- und CO₂-Gehalt
des Austrittsgases wie folgt:
Die Ergebnisse zeigen wieder fortlaufend, daß die
Austrittsniveaus von CO und CO₂ im allgemeinen anstiegen, wenn
die Verweilzeit anstieg und wenn die Temperatur anstieg. Die
vorteilhafte Wirkung des Anstiegs des Wasserdampfs, was
ursprünglich in Beispiel 2 gezeigt wurde, wurde weiter bewiesen
und im Beispiel 3 verstärkt. Ein anderer Weg der Behauptung der
Beziehung zwischen der Gasverweilzeit-Temperatur-Wasserdampf
darin liegt, daß mit einem Anstieg der Wasserdampfkonzentration
und der Temperatur die Gasverweilzeit oder Kontaktzeit abnimmt,
die notwendig ist, um die gewünschte Umwandlung in Kohlenoxid
zu erhalten.
Die Fe₃C-Schichtfeststoffe wurden durch Fe₃O₄ Feststoffe
ersetzt und die Wasserdampfkonzentration des Einlaßgases wurde
auf 1% pro Volumen gesetzt. Aufgrund der Reaktion zwischen
Eisenoxiden und Wasserstoff wurde erwartet, daß die
Austrittsgaswasserdampfgehalte als eine Funktion von sowohl der
Gasverweilzeit als auch der Temperatur ansteigen. Der
Wasserdampf und die CO- sowie CO₂-Konzentrationen, die in
Tabelle 4 gezeigt sind, wurden in dem Reaktoraustrittsgas
gemessen.
Im Vergleich mit den Versuchen in den Beispielen 1, 2 und 3,
ausgedrückt in der Gasverweilzeit, der Temperatur und dem
Wasserdampf des Einlaßgases erzeugten die Versuche in Beispiel
4 keine wirklich meßbaren Mengen von CO und CO₂, während die
Versuche in den vorangehenden drei Beispielen CO-Niveaus bis zu
1,6% und CO₂-Niveaus bis zu 0,5% erzeugten. Eine Analyse des
letztlichen Schichtbeispiels zeigte, daß die Fe₃O₄ Feststoffe
einer im wesentlichen Umwandlung in Fe₃C unterlegen haben, was
anzeigt, daß während das CO und das CO₂ vorhersehbare Raten
ausgebildet haben, sie schnell während der Umwandlung der
reduzierten Eisenformen in Eisencarbid verbraucht wurden. Die
Schichtbeispiele wurden nicht nach jedem Versuch in Beispiel 4
analysiert, aber die Integration der Zeit, die bei jeder
Testbedingung mit den erwarteten Niveaus der Kohlenoxidbildung
verbraucht wurden, zeigt eine gute Übereinstimmung zwischen dem
Betrag Kohlenoxid, der erzeugt werden konnte, und dem Betrag
Kohlenoxid, der verbraucht worden wäre, um den letztlichen
Fe₃C-Gehalt in dem Wirbelschicht zu erreichen. Dieses Beispiel
zeigt auch, daß die Reaktion zwischen reduziertem Eisen und
Kohlenoxid extrem schnell ist, nämlich im Bereich von einigen
Sekunden. Das letztliche Schichtbeispiel enthielt weniger als
1% metallisches Eisen und zeigt wieder, daß Fe nahezu
unmittelbar mit Kohlenoxid bei den Reaktorbedingungen reagiert,
die in den Versuchen in Beispiel 4 verwendet wurden.
Die folgenden Werte stellen theoretische Niveaus an CO und
CO₂ dar, die bei den verschiedenen Kombinationen der
Wasserdampfkonzentration und der Temperatur erwartet werden,
die bei den Versuchen in den Beispielen 1-4 verwendet wurden.
Anders als bei 1% Wasserdampf bei Temperaturen zwischen 550 und
590°C stimmten die Versuchsergebnisse der Beispiele 1-3 fast
mit den theoretischen Daten überein, wobei die Gasverweilzeit
am längsten bei 7 Sekunden war. Mit der schnellen Umwandlung
von Kohlenoxiden in Fe₃C, die bei den Versuchen in Beispiel 4
erlebt wurde, wird der tatsächliche Betrag des Kohlenoxids in
dem Gas, das durch die Schicht eines kommerziellen Reaktors
tritt, wobei die Schichtfeststoffe ein Gemisch aus reduzierten
Eisenformen und Fe₃C sind, immer am selben Niveau leicht unter
den Gleichgewichtsniveaus sein, da die Kohlenoxide so schnell
verbraucht werden, wie sie gebildet werden. Unter der Annahme
einer asymptotischen Näherung an das theoretische
Reaktionsgleichgewicht, wobei die Gase in einem kommerziellen
Reaktor immer leicht unter dem Gleichgewichtsniveau versetzt
sind, sollte die tatsächliche Umwandlungsrate von Methan und
Wasserdampf in Kohlenoxid beweisen, daß sie geringfügig
schneller ist, als diejenige, die in den Ergebnissen bei
diskontinuierlichen Reaktorversuchen beobachtet wurde.
Während verschiedene Ausführungsbeispiele der vorliegenden
Erfindung detailliert beschrieben wurden, ist es
offensichtlich, daß Abwandlungen und Anpassungen dieser
Ausführungsbeispiele den Fachleuten auf diesem Gebiet
offensichtlich sind. Es ist jedoch ausdrücklich so zu
verstehen, daß solche Abwandlungen und Anpassungen in dem Kern
und Schutzbereich der vorliegenden Erfindung liegen, wie sie in
den folgenden Ansprüchen dargelegt ist.
Es ist ein Prozeß zum Umwandeln von Eisenoxid in
Eisencarbid unter Verwendung von Wasserstoff als Reduziergas
offenbart. Wasser wird durch die Reduktion von Eisenoxiden
unter Verwendung von Wasserstoff erzeugt. Der Betrag des
Wassers, das in dem Reaktorsystem vorhanden ist, wird geregelt
und das Wasser wird mit Methan in Berührung gebracht, um intern
Kohlenmonoxid und/oder Kohlendioxid-Gas zu erzeugen. Das
Kohlenmonoxid und/oder Kohlendioxid wird nachfolgend
eingesetzt, um Eisen in Eisencarbid aufzukohlen.
Claims (26)
1. Verfahren zum Herstellen von Eisencarbid aus
Eisenoxid mit folgenden Schritten:
- (a) Vorsehen von zumindest ungefähr 2 Mol-Prozent Wasserdampf, wobei ein erster Teil des Wasserdampfs erzeugt wird, indem Eisenoxid in der Gegenwart von Wasserstoff reduziert wird, und ein zweiter Teil des Wasserdampfs mit einem Zugabeprozeßgas vorgesehen wird;
- (b) In-Berührung-Bringen des Wasserdampfs mit Methan für zumindest 1,5 Sekunden der Oberflächengaskontaktzeit in der Gegenwart von Eisen tragenden Katalysatoren, um gasförmiges Kohlenoxid zu erzeugen; und
- (c) Umwandeln von Eisen in Eisencarbid in der Gegenwart von Kohlenoxid.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ausreichend Wasserdampf in einem Reaktor vorhanden ist, um
sicherzustellen, daß ausreichend Kohlenoxid in dem Reaktor
durch die Reaktion von Methan mit Wasserdampf erzeugt wird, um
das Kohlenoxid vorzusehen, das als Aufkohlmittel bei der
Bildung von Eisencarbid erforderlich ist, ohne daß Kohlenoxid
von einer externen Quelle hinzugefügt werden muß.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Eisencarbid bei einer Temperatur von ungefähr 550°C bis
ungefähr 670°C erzeugt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Innendruck eines Reaktors, in dem das Eisencarbid
erzeugt wird, ungefähr 1 bis ungefähr 6 Atmosphären beträgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gase in Berührung mit dem Eisen tragenden Katalysator
für ungefähr 1,5 Sekunden bis ungefähr 10 Sekunden der idealen
Oberflächengaskontaktzeit bleiben.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Niveau des Wasserdampfes im Bereich zwischen ungefähr 3
Mol-Prozent bis ungefähr 7 Mol-Prozent liegt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kohlenoxid Kohlenmonoxid, Kohlendioxid oder ein Gemisch
daraus ist.
8. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die
folgenden Schritte:
- (a) Bestimmen der Fluidisierungseigenschaften der Feststoffpartikel, die in Eisencarbid umzuwandeln sind;
- (b) Bestimmen einer Oberflächengasgeschwindigkeit, die ausreichend hoch ist, um die Fluidisierung der Feststoffpartikel vorzusehen, und die ausreichend gering ist, um ein übermäßiges Mitreißen von Feststoffen aus einer Wirbelstromschicht in einem Reaktor zu verhindern; und
- (c) Auswählen einer Schichttiefe, die eine Oberflächengaskontaktzeit zwischen ungefähr 1,5 bis ungefähr 10 Sekunden ergibt.
9. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet, daß
Eisencarbid in einem Einstufenreaktor erzeugt wird, in dem die
Reduktion von Eisenoxid zu Eisen und das Aufkohlen von Eisen zu
Eisencarbid in dem Einstufenreaktor stattfindet.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß Eisencarbid in einem Zweistufenreaktor oder -reaktoren
erzeugt wird, in dem oder in denen in der ersten Stufe ein Teil
des Eisenoxids zu Eisen reduziert wird und zumindest 50 Prozent
des Sauerstoffs des Eisenoxids in dem Eisenoxid verbleibt, und
in einer zweiten Stufe das Eisenoxid zu Eisen reduziert wird
und das Eisen zu Eisencarbid aufgekohlt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß Eisencarbid in einem Zweistufenreaktor oder -reaktoren
erzeugt wird, in dem oder in denen in der ersten Stufe ein Teil
des Eisenoxids zu Eisen reduziert wird und in der zweiten Stufe
das Eisenoxid zu Eisen reduziert wird und Eisen zu Eisencarbid
aufgekohlt wird, wobei eine Kombination aus intern erzeugtem
und extern hinzugefügtem Kohlenoxid verwendet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gase eine Oberflächengasgeschwindigkeit von ungefähr
0,3048 bis ungefähr 2,1336 Meter pro Sekunde (ungefähr 1 bis
ungefähr 7 ft/sec) haben.
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zugabeprozeßgas zwischen ungefähr 0,3 Mol-Prozent bis
ungefähr 2 Mol-Prozent Wasserdampf umfaßt.
14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zugabeprozeßgas ungefähr zwischen 0,5 Mol-Prozent und
1,5 Mol-Prozent Wasserdampf umfaßt.
15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verfahren in einem Wirbelstromreaktorsystem angewendet
wird.
16. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verfahren in einem Wirbelstromreaktorsystem angewendet
wird und das Zugabeprozeßgas behandeltes, rückgewonnenes Abgas
aufweist.
17. Verfahren zum Erzeugen von Eisencarbid aus Eisenoxid,
wobei im wesentlichen das gesamte Kohlenmonoxid und
Kohlendioxid intern erzeugt wird, das erforderlich ist, um als
Aufkohlmittel zu dienen, das erforderlich ist, um Eisen zu
Eisencarbid aufzukühlen.
18. Verfahren zum Erzeugen von Eisencarbid, wobei der
Wasserdampf geregelt wird, der durch die Reduktion von
Eisenoxid unter Verwendung von Wasserstoff erzeugt wird, um
genügend Wasserdampf vorzusehen, so daß Methan in Kohlenmonoxid
und Kohlendioxid umgewandelt wird.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kohlenmonoxid und das Kohlendioxid ausreichen, um im
wesentlichen als das gesamte Aufkohlmittel zu dienen, um
Eisenoxid und Eisen in Eisencarbid umzuwandeln.
20. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß der Wasserdampf mit Wasserdampf ergänzt wird, der in einem
Zugabeprozeßgas enthalten ist.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zugabeprozeßgas zwischen ungefähr 0,3 Mol-Prozent bis
ungefähr 2 Mol-Prozent Wasserdampf aufweist.
22. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zugabeprozeßgas zwischen ungefähr 0,5 Mol-Prozent bis
ungefähr 1,5 Mol-Prozent Wasserdampf aufweist.
23. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verfahren in einem Wirbelstromreaktor stattfindet.
24. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verfahren in einer Wirbelstromschicht stattfindet und
das Zugabegas ein behandeltes, rückgewonnenes Abgas enthält.
25. Verfahren zum Erzeugen von Eisencarbid aus Eisenoxid
in einem Wirbelstromreaktor mit folgenden Schritten:
- a) Vorsehen von zwischen ungefähr 2 bis ungefähr 10 Mol- Prozent Wasserdampf in dem Wirbelstromreaktor, wobei ein erster Teil des Wasserdampfs erzeugt wird, indem Eisenoxid in Gegenwart von Wasserstoff reduziert wird, und ein zweiter Teil des Wasserdampfs, der zwischen ungefähr 0,3 Mol-Prozent bis ungefähr 2 Mol-Prozent aufweist, in einem Zugabeprozeßgas vorgesehen ist;
- b) In-Berührung-Bringen von Wasserdampf mit Methan für ungefähr 1,5 bis ungefähr 10 Sekunden der Oberflächengaskontaktzeit in Gegenwart von Eisen tragenden Katalysatoren, um ausreichend gasförmiges Kohlenmonoxid zu erzeugen, das als das Aufkohlmittel bei der Bildung von Fe₃C wirkt, ohne daß Kohlenmonoxid von einer externen Quelle hinzugefügt werden muß; und
- c) Umwandeln von Eisen in Fe₃C in Gegenwart von Kohlenmonoxid.
26. Verfahren zum Erzeugen von Eisencarbid aus Eisenoxid
in einem Zweistufensystem mit folgenden Schritten:
- a) Partielles Reduzieren bis zu 66% des Eisenoxids zu Eisen in einem ersten Schritt;
- b) in einem zweiten Schritt Reduzieren des verbleibenden Eisenoxids zu Eisen in Gegenwart von Wasserstoff, um Wasserdampf zu erzeugen und In-Berührung-Bringen von Methan und Wasserstoff in Gegenwart von Eisen tragenden Katalysatoren, um gasförmiges Kohlenoxid zu erzeugen; und
- c) Umwandeln von Eisen in Eisencarbid in Gegenwart von Kohlenoxid.
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