DE19620029A1 - Verstärkungsvorrichtung von Bauwerken, besonders Stahlbetondecken - Google Patents
Verstärkungsvorrichtung von Bauwerken, besonders StahlbetondeckenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verstärkungsvorrichtung von Bauwerken, besonders
Stahlbetondecken.
Flachdecken aufgelagert auf Stützen ist eine typische Bauart die in den fünfziger Jahren
für Gebäude, Werkstätten, Brücken, usw. entwickelt worden war. Dieser Typ von Bau bricht
entweder durch Biegung oder Durchstanzen. Der Biegebruch findet durch die progressive
Entwicklung eines Bruchlinienmechanismus statt. Der Durchstanzbruch bei Flachdecken aus
Stahlbeton ist im Bild 1 dargestellt, und geschieht wenn die Flachdecke B aufgelagert auf der
Stütze A plötzlich gelocht ist mit der Extrusion eines Bruchkegels. Dieser Bruchkegel ist abge
grenzt mit der Durchstanzrisse, die eine Neigung von 30° bis 60° hat. Der Durchstanzbruch ist
gefährlich, weil er ein Sprödebruch ist (Gegenteil vom Duktilbruch) das heißt, es passiert sehr
schnell und ohne Warnungsanmeldung. Weiter, ist die Tragfähigkeit vom Bauteilen plötzlich
bedeutend reduziert.
Der Biegebruch einer Decke kann vermieden werden mit der Anordnung horizontaler Be
wehrung. Im Gegenteil kann, der Durchstanzbruch nicht so einfach vermieden werden. Aber,
da die Belastung beim Bruchvorfall erhöht werden kann so ist die Sicherheit eines Bauwerkes
für eine gegebene Belastungsintensität gewährleistet.
Die zwei wirksamsten Mittel um, die Durchstanzfestigkeit eines Bauwerkes zu erhöhen
sind: 1) Vergrößerung der Höhe der Decke, 2) Vergrößerung der Breite der Stütze. Es ist auch
möglich, die Stütze nur im Bereich der Decke mit Stützenkopfverstärkung zu verbreitern oder
die Decke im Bereich der Stütze zu verbreitern. Wegen der architektonischen Gestaltung sind
diese Mittel nicht immer anwendbar.
Die Durchstanzfestigkeit einer Stahlbetondecke könnte auch mit gebogenen Bewehrungen
erhöht werden. Diese Lösung wurde schon 1938 von O. Graf (Deutscher Ausschuß für Stahlbeton,
1938, Heft 88) bezeichnet. Eine andere Möglichkeit um die Durchstanzfestigkeit zu erhöhen
ist mit Dübeln. Mehrere Verfahren sind im Patent beschrieben zum Beispiel: Leonhardt
und Andrä DE 27 27 159 B2, Ghali und Dilger CA-A 1085642. Eine zusätzliche Möglichkeit,
um die Durchstanzfestigkeit zu erhöhen ist mit Stahlstützenkopf. Mehrere Patente wurden
angemeldet: Geilinger CH-382950 und Riss EP 0 318 712 A1.
Die vorher beschriebenen Mittel, um die Durchstanzfestigkeit zu erhöhen sind beim pro
jektieren des Bauwerkes vorzusehen. Sie müssen angeordnet werden bevor die Decke betoniert
ist. Aber wenn die Decke betoniert ist, wurde die Erhöhung der Festigkeit selten beschrieben.
Dieses Verstärkungsproblem wird wichtiger, weil die Belastung von bestehenden Bauwerken
oft steigt.
Eine Methode um die Durchstanzfestigkeit einer bestehenden Decke zu erhöhen ist die Ver
breiterung des Lagerbereichs, daher die Verbreiterung der Stütze. Die Stütze kann auf der
ganzen Höhe verbreitert werden, wobei diese Lösung den Nachteil hat, daß die gebrauchte
Fläche groß ist. Eine andere Möglichkeit ist die Verbreiterung der Stütze nur im obersten
Teil, in der Nähe der Decke. Diese Lösung ist sehr schwierig zu realisieren, weil diese Verbreiterung
auf der Stütze fixiert werden muß, entweder durch Bohrungen oder mit umschnürenden
Bügeln.
In 1974, A. Ghali, M.A. Sargious und A. Huizer (ACI Publication SP-42, 1974) beschriebe
nen Versuche an einer vertikalen vorgespannten Decke. Diese vertikale Vorspannung wurde
mit Standardschrauben aufgebaut. Die Versuche haben gezeigt, daß die Bruchlast aber auch
die Duktilität der Decke erhöht wurden. Die Anordnung von standaren Schrauben resultiert
in einer Verbreiterung der Decke.
Die Erfindung betrifft eine Verstärkungsvorrichtung des Bauwerks: wirksame Stahlbeton
platte. Sie stützt sich auf das vertikale Vorspannungsprinzip angewendet an Dübeln. Die
erfundene Vorrichtung, beschrieben in Anspruch 1 hat zum Ziele die Verstärkung von bestehen
den Decken.
Nachstehend wird die Erfindung anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine beispielsweise Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Verstärkungsvorrichtung,
Fig. 2 analog Fig. 1 aber mit einem größeren Maßstab, so daß ein Vorpannungsver
fahren dargestellt ist,
Fig. 3 zeigt ein anderes beispielsweises erfindungsgemäßes Vorspannungsverfahren.
Fig. 4 zeigt mehrere mögliche Injektionsverfahren der erfindungsgemäßen Verstärkungs
vorrichtung,
Fig. 5 präsentiert vier Phasen für die Anordnung der erfindungsgemäßen Verstärkungs
vorrichtung.
Eine mögliche Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verstärkungsvorrichtung genannt
"vorgespannte Dübel" ist im Fig. 1 dargestellt. Der Durchstanzbruch eines Bauwerkes aus dem
eine Decke B auf eine Stütze A aufgelegt ist entsteht mit der Entwicklung eines Risses geneigt
zwischen 30° und 60°. Die Verstärkung eines solchen Bauwerkes ist gemäß der Erfindung
wie folgt; Bohrung eines Lochs D durch die Decke und Anordnung der vorgespannten Dübel.
Dieser vorgespannte Dübel enthält Auflageplatten F und E auf beiden Seiten der Decke und
mindestens ein Zugglied mit Elementen G und H. Die Zwischenräume sind mit Injektionsmörtel
I ausgefüllt.
Das Vorspannungsverfahren des Dübel ist im Fig. 2 gezeigt. Es besteht aus zwei Teilen:
einem Verankerungsteil und einem Vorspannungsteil. Der Verankerungsteil enthält eine Au
flageplatte E und ein Element G. Diese Auflageplatte ist entweder auf das Bauwerk oder mit
Schraubenschlüssel befestigt, so daß ihre Drehung verhindert ist. Das Element G ist zum
Beispiel mit Schweißung oder Schrauben an der Auflageplatte E befestigt. Der Vorspannung
steil enthält eine Auflageplatte F und ein Element H. Die Fläche der Auflageplatte kann gleich
oder kleiner sein als die der Platte E, weil die Auflageplatte auf Betondruckbereich aufgelegt
ist, und die Platte E auf Betonzugbereich (konnte gerissen sein) aufgelegt ist. Die Auflage
platte F nützt auch zum Vorspannen beim Zusammenschrauben, deshalb hat sie eine zum
Beispiel viereckige oder achteckige Form, so daß die Vorspannkraft mit Schraubenschlüssel
hineingeführt ist. Auf der Auflageplatte F ist ein Rohr H zum Beispiel mit Schweißung oder
Schrauben befestigt. Das Gewinde des Rohrs H erlaubt Zusammenschrauben mit dem Element
G.
Ein anderes beispielsweises erfindungsgemäßes Vorspannungsverfahren ist in Fig. 3 gezeigt.
Der Verankerungsteil ist analog mit den von Bild 2. Dagegen, der Vorspannungsteil enthält ein
externes Gewindeelement T, auf dem eine Koppelungsmuffe J mit internem Gewinde befestigt
ist.
Die Vorspannungskraft ist fakultativ und kann gleich Null sein, so daß beide Teile zusam
mengeschraubt sind. Daraus resultiert eine Vereinfachung der Anordnung, wobei die Erhöhung
der Duktilität nicht maximal ist, daher die Wirksamkeit der Verstärkung reduziert ist.
Mehrere mögliche Injektionsverfahren der erfindungsgemäßen Verstärkungsvorrichtung sind
in Fig. 4 gezeigt. Diese mögliche Injektionsverfahren konnten an beiden Vorspannungsver
fahren Fig. 2 und 3 angewendet werden. Das normale Verfahren besteht aus einem Injek
tionsloch L durch das der Injektionsmörtel entlang das Element G fließt, eindringt in Rohr
H oder Koppelungsmuffe J und weiterfließt außerhalb des Dübels durch das Bochloch S, um
die Zwischenräume zwischen dem Loch und dem Dübel zu füllen. Ein vereinfachtes Injek
tionsverfahren erhält man mit den Injektionslöchern K, N oder O. Die Luft und der Injek
tionsmörtelüberschuß sind zu evakuieren, um zu kontrollieren, daß der Injektionsmörtel richtig
eingeflossen ist. Der Injektionsmörtelüberschuß kann zwischen der Platte E und dem Bauw
erk evakuiert sein. Die Platte E kann auch strahlenförmige Rippen haben (vom Zentrum bis
äußersten Ende der Platte), um die Evakuierung des Injektionsmörtelüberschüsse zu verein
fachen. Ein Überfüllsloch M kann auch angeordnet worden. Die Abdichtung des Vorspan
nungsteils ist nötig, um zu gewährleisten, daß der Injektionsmörtel nicht zwischen der Platte
F und dem Bauwerk herausfließt, und ist mit entweder einem Fugenband P oder Q oder mit
einer V-Rippe R auf der Platte F zu erreichen. Diese Rippe durchdringt das Bauwerk beim
Schrauben. Der Einfluß des Injektionsmörtels auf die Festigkeit des Bauwerks ist erhöht, falls
die Elemente G, H und T auf den äußeren Flächen Rippen oder Rillen haben, so daß sie mit
dem Injektionsmörtel besser anhaften. Es ist zu bemerken, daß die Injektion fakultativ ist
aber diese Injektion erhöht die Gebrauchstauglichtkeit.
Die Anordnung der erfindungsgemäßen Verstärkungsvorrichtung passiert ihn vier Phasen wie
in Fig. 5 dargestellt für die vorgespannte Dübel gezeigt in Fig. 2 (gleichartige Anordnung für
die Dübel gezeigt im Fig. 3). Bei der ersten Phase (I) kommt die Bohrung durch die Decke vor,
mit reduzierte Zerschneiden der Bewehrung. Bei der zweiten Phase (II) kommt die Anordnung
des Verankerungs- und Vorspannungsteils auf beiden Seiten des Bochlochs vor. Während
bei der dritten Phase (III) die Verankerung- und die Vorspannungsteile zusammengeschraubt
sind. Das Kräftepaar ergibt die Vorspannungskraft im Bauwerk. Bei der letzten Phase (IV)
(fakultative) passiert das Injektionsprozeß mit einem progressiven Verhärtungsinjektionsmörtel
um die Zwischenräume zwischen dem Bohrloch und dem Dübel zu füllen.
Der vorgespannte Dübel und seine Anordnung wurden für die Verstärkung von Stahlbe
tonplatten gegen Durchstanzbruch entwickelt. Aber, diese Vorrichtung kann auch für die
Verstärkung von allerlei Betonteilen verwendet werden zum Beispiel bei unbewehrt-, Stahl- oder
Vorgespanntbeton in dem sich Risse entwickelt können oder schon existieren. Dieser
Dübel kann auch für die Verstärkung von zum Beispiel Balken oder Unterzügen gegen Schub
bruch oder Stützen verwendet werden. Die vorgespannte Dübel kann auch für die Verstärkung
von Bauwerk aus verschiedenen Materialien zum Beispiel Holz, Kalkstein oder Stahl verwendet
werden solange die vorgespannte Dübel eine höhere Zugfestigkeit (mindestens dreimal so hoch
wie die des Bauwerks) aufweist.
Die Verstärkung von bestehenden Decken ist ein komplexes Problem und die erfindungs
gemäße Vorrichtung erlaubt eine solche Verstärkung. Die Anordnung des vorgespannte Dübels
hat den Nachteil, daß die bestehende Decke durchgebohrt werden muß. Durch diese Bohrungen
wird augenblicklich die Tragfähigkeit gemindert. Aber wenn die Dübel angeordnet und vorges
pannt sind, dann ist die Tragfähigkeit erhöht. Zusätzlich, wenn die Injektion durchgeführt
ist, dann wirkt das Bauwerk monolithisch und die Übertragung der Kräfte vom Dübel zum
Bauwerk ist verbessert, daher eine zusätzliche Erhöhung der Tragfähigkeit und deshalb der
Sicherheit. Die Anordnung der vorgespannte Dübel ergibt nur eine kleine, lokale Verbre
iterung der Decke, weil das Vorspannungssystem das heißt das Gewinde innerhalb der Decke
ist, im Gegensatz zu normalen Schrauben. Weiter ist der Korrosionsschutz der vorgespannten Systemen durch die Annordung innerhalb der Decke verbessert ist, weil das Gewinde durch
Injektionsmörtel geschützt ist. Konstruktiv ist diese Vorrichtung auch interessant, weil sie
einfach angeordnet ist und nicht zuviel kostet.
Claims (12)
1. Verstärkungsvorrichtung von Bauwerken mit zwei Teilen, ein Verankerungsteil beste
hend aus einer Platte auf der mindestens ein Element fixiert ist und einem zweiten Teil,
dem Vorspannungsteil der aus eine Platte besteht auf der mindestens ein zweites Ele
ment fixiert ist; die erste und zweite Elemente können zusammenfixiert werden, so daß
eine Zugkraft übertragen wird, wenn die zwei Platten auf beiden Seiten des Bauwerkes
aufgelegt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch das erste Element (eine Schraube) und das zweite
Element zusammengeschraubt werden können, oder umgekehrt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch das erste Element (ein Rohr mit externem
Gewinde) und das zweite Element können zusammengeschraubt werden, oder umgekehrt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch daß beide Elemente eine externes Gewinde haben,
zusammenschraubbar mit einem dritten Stück.
5. Vorrichtung nach einer der Anspruch 1 bis 4, dadurch die Vorspannungsplatte hat eine
Form, so daß sie mit einem Schraubenschlüssel gedreht werden kann, um mit der Ver
ankerungsplatte zusammengeschraubt zu werden.
6. Vorrichtung nach einer der Anspruch 1 bis 5, dadurch die Rippe oder Rille sind auf der
Verankerungsplatte vorhanden, so daß die Drehung der Platte verhindert ist.
7. Vorrichtung nach einer der Anspruch 1 bis 6, dadurch die Verankerungsplatte oder die
Vorspannungsplatte ist gelocht, um Injektionsmörtel hineinzubringen.
8. Vorrichtung nach einer der Anspruch 1 bis 7, dadurch die Verankerungsplatte ist gelocht
oder mit Rille auf der Seite in Kontakt mit dem Bauwerk, so daß die Luft bei der Injektion
evakuieren kann.
9. Vorrichtung nach einer der Anspruch 1 bis 8, dadurch ein Abdichtungssystem ist auf
der Vorspannungsplatte angebracht, um zu gewährleiten, daß der Injektionsmörtel ange
grenzt ist.
10. Vorrichtung nach einer der Anspruch 1 bis 9, dadurch Rillen oder Rippen der Elemente
sind, so daß sie mit dem Injektionsmörtel besser anhaften.
11. Verstärkungsanordnung mit mindestens einer Verstärkungsvorrichtung gemäß eines des
vorigen Anspruchs, dadurch ein Bohrlohr ist durch die Decke gebohrt, die Verankerung
steil auf einer Seite der Decke und Vorspannungsteil auf der anderen Seite der Decke
angeordnet, und der Verankerungs- und der Vorspannungsteil sind zusammenfixiert.
12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch wenn die Teile zusammenfixiert sind, wird ein
Injektionsmörtel hineingebracht, um die Zwischenräume zu füllen.
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|---|---|---|---|
| CH143495A CH690965A5 (fr) | 1995-05-17 | 1995-05-17 | Dispositif de renforcement des structures, notamment des dalles en béton armé. |
Publications (1)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8122 | Nonbinding interest in granting licences declared | ||
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Ipc: E04C 5/08 |
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| 8131 | Rejection |