DE19620639C1 - Vorrichtung für die Entnahme von Hohlkörpern - Google Patents
Vorrichtung für die Entnahme von HohlkörpernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Abnahmevorrichtung für in Blas
formen mit meist mehreren Kavitäten ausgeblasene Hohlkör
per nach dem Öffnen der Blasformen, wenn die Hohlkörper in
mehreren nebeneinander liegenden Fertigungslinien ausge
formt wurden.
Eine Maschine dieser Art, in der nach dem
sogenannten Reheat-Verfahren zunächst hülsen- oder patro
nenförmige Vorformlinge auf Blastemperatur erwärmt und nach
dem Durchlaufen einer oder mehrerer Heizstrecken zu jeweils
mehreren, z. B. vier, Vorformlingen abwechselnd auf zwei
parallele Fertigungslinien übergeben werden, auf welchen
sie taktweise vorgeschoben, in Blasformen eingeführt und
nach dem Ausblasen aus der geöffneten Form, mit dem Bo
den nach oben, weitergetaktet werden, ist z. B. in einer älteren deut
schen Patentanmeldung beschrieben und darge
stellt.
Durch die bei den Fertigungslinien entstehen auch zwei räum
lich getrennte Abgabelinien.
Um diesen verteuernden und komplizierenden Nachteil auszu
schalten, sind Abnahmevorrichtungen für in Blasformen aus
geblasene und nach Öffnen der Blasformen auf einer Abgabe
ebene, z. B. einem Transportband, abzustellende fertige Hohl
körper bekannt, auch für solche Blasanlagen, die mit minde
stens zwei parallel im Abstand nebeneinander arbeitenden,
gegebenenfalls mehrere Kavitäten enthaltenden Blasformen ar
beiten, die die Hohlkörper nach ihrer Fertigstellung auf
einer gemeinsamen, zwischen ihnen liegenden Abgabeebene
aufstellen. Hierzu schlägt z. B. die DE-OS 23 18 315 vor, un
terhalb jeder Blasform einen Aufnahmeköcher anzubringen,
der so aus zwei Hälften besteht, daß jeder Blasformhälfte
eine Köcherhälfte zugeordnet ist und über Lenker mit einer
Blasformhälfte verbunden ist. Diese Verbindung ist derart,
daß die z. B. linke Köcherhälfte mit der rechten Blasform
hälfte und die entsprechende rechte Köcherhälfte mit der
linken Blasformhälfte verbunden ist. Die Folge ist, daß bei
dem Zusammenfahren dem Blasformhälften in die Schließstel
lung die Köcherhälften auseinanderfahren und im Köcher vor
handene Hohlkörper nach unten auf die Abgabeebene abge
stellt werden können, während bei dem Auseinanderfahren der
Formhälften in die Öffnungsstellung die Köcherhälften zur
Bildung eines geschlossenen Köchers zusammenfahren, so daß
aus der Form vorher ausgeblasene Hohlkörper in diesen ge
schlossenen Köcher fallen können. Die bekannte Vorrichtung
kann aber nur funktionieren, wenn die Blasformen abwechselnd
aus der Blasstellung in eine Vorformlingsaufnahmestation
hin- und herbewegt werden und die Abstellebene unterhalb der
Vorformlingsaufnahmestation, in der sich beim Schließen der
Blasform um die Vorformlinge die Köcher öffnen, liegt. Fer
ner ist bei solchen Vorrichtungen Voraussetzung, daß die fer
tig ausgeblasenen Hohlkörper die Blasformen bereits in der
Abgabestellung, d. h. mit dem Boden nach unten, verlassen.
Bei dem Maschinenkonzept, für das die Vorrichtung nach der
Erfindung konzipiert wurde, handelt es sich dagegen nicht
nur um ein solches, bei dem die mit einer Mündung versehe
nen Hohlkörper mit dem Boden nach oben die Blasformen ver
lassen, sondern auch um ein solches mit sehr hohem Ausstoß,
d. h. sie arbeitet mit sehr kurzen Zykluszeiten, weil die
Blasformen nicht seitlich hin- und herbewegt werden. Damit
ergaben sich folgende Aufgaben für die vorliegende Erfin
dung:
- 1. Die in zwei räumlich getrennten Fertigungslinien herge stellten Hohlkörper sollen auf einer gemeinsamen Abgabe linie zusammengefaßt werden;
- 2. wegen der sehr kurzen Zykluszeiten bei der Hohlkörper herstellung muß auch mit einer hohen Entnahmegeschwin digkeit gearbeitet werden;
- 3. trotz der hohen Abnahmegeschwindigkeit müssen die die Hohlkörper ergreifenden und abstellenden Organe schwin gungsarm arbeiten;
- 4. die Hohlkörper müssen in einer standfesten Lage, d. h. mit dem Boden nach unten abgestellt werden, obwohl sie mit dem Boden nach oben die Blasformen verlassen;
- 5. um ein sicheres Ergreifen und Abnehmen der hergestellten Hohlkörper zu gewährleisten, müssen Abnahmeorgane, z. B. Zangen, in einem hierfür geeigneten Bereich an die Hohl körper herangeführt werden und hierzu eine Horizontal-Verschiebung der Abnahmewerkzeuge möglich sein;
- 6. um die ausgeblasenen Hohlkörper von ihren Trägerdornen, auf denen sie in die Blasformen hinein- und nach dem Aus blasen aus diesen herausgetaktet werden, abheben zu kön nen, muß ein Vertikalhub der Abnahmewerkzeuge möglich sein.
Diese Aufgaben löst die Erfindung mit den im Patent
anspruch 1 definierten Mitteln.
Die Erfindung ist an einem Ausführungsbeispiel ohne An
spruch auf Vollständigkeit in den Zeichnungen dargestellt
und anhand dieser nachfolgend beschrieben. Es stellen dar:
Fig. 1 eine schematische Vorderansicht der
Hauptteile einer Vorrichtung nach
der Erfindung in verkleinertem Maß
stab;
Fig. 2 eine Aufsicht auf die beiden Ferti
gungslinien einer nach dem Reheat-System
arbeitenden Hohlkörperher
stellungsanlage in einem gegenüber
Fig. 1 weiter verkleinerten Maßstab
zur Veranschaulichung des Anwen
dungsgebietes der Erfindung;
Fig. 3 ein Diagramm zur Darstellung der
Winkeldrehung der Antriebswelle
eines zur erfindungsgemäßen Vor
richtung gehörenden Eingangsge
triebes im Verhältnis zur Rotation
der Abtriebswelle;
Fig. 4A bis 4K aufeinander folgende Bewegungspha
sen der Vorrichtung nach der Erfin
dung in der Ansicht der Fig. 1 in
einem gegenüber dieser weiter ver
kleinerten Maßstab.
Die Vorrichtung nach der Erfindung besteht gemäß dem Aus
führungsbeispiel der Fig. 1 aus einem einem Motor 1 nach
geschalteten Schrittschaltgetriebe als Eingangsgetriebe 2
mit Eingangswelle 3 und Abtriebswelle 4. Auf der Abtriebs
welle 4 des Eingangsgetriebes 2 ist ein Zahnrad 5 befe
stigt, das ein Zahnrad 6 eines Schrittschaltgetriebes als
Schwenkgetriebe 7 sowie ein Zahnrad 6′ eines Schrittschalt
getriebes als Schwenkgetriebe 7′ treibt. Die Zahnräder 6
und 6′ sind auf den Antriebswellen 8 bzw. 8′ der Schwenk
getriebe 7 bzw. 7′ befestigt, die auf der gleichen hori
zontalen Ebene 9 liegen. Da die Zahnräder 6 und 6′ vom
Zahnrad 5 des Eingangsgetriebes 2 angetrieben werden, wer
den sie zwar in gleicher Richtung gedreht, aber da das
eine Schwenkgetriebe 7 von gleicher Bauart wie das andere
Schwenkgetriebe 7′ ist, sie jedoch zueinander um 180° ver
setzt angeordnet sind, drehen die auf jedem Ende der Ab
triebswellen 10 bzw. 10′ aufgebrachten Abnahme- und Ab
stellarme 11 bzw. 11′, die so befestigt sind, daß sie ein
ander zugewandt liegen, gegensinnig.
Die Gesamtvorrichtung ist in einem Gestell 12 gelagert, das
die allgemein mit 13 bezeichnete Blasanlage vervollständigt
und am Maschinengestell 13′ einer Blasanlage
befestigt ist, die auf zwei pa
rallelen Fertigungslinien U und V mit auf schrittweise be
wegten Ketten 14, 14′ auf Dornen aufgesteckte Vorformlinge
vorwärts bewegt, die in Blasformen 15, 15′ im dargestellten
falle jeweils vier Hohlkörper, z. B. Flaschen 16, ausblasen.
In den meisten Fällen werden auf diese Weise Hohlkörper mit
einer Füll- und Entleerungsöffnung hergestellt, und deshalb
wird von patronen- oder hülsenförmigen Vorformlingen aus
gegangen, die während der Wiedererhitzung und während des
Aufblasens auf Trägerdorne aufgesteckt sind. Die Folge ist,
daß die fertigen Hohlkörper 16 die Blasformen 15 überkopf,
also mit dem Boden oben, verlassen.
Da die auf einer Heizstrecke aufgeheizten Vorformlinge ab
wechselnd auf die eine Kette 14 und danach die andere Ket
te 14′ übergeben werden, bei dem dargestellten Beispiel
jeweils vier Vorformlinge, werden auch immer abwechselnd
vier Vorformlinge z. B. in der in der Zeichnung linken Blas
form 15 und danach vier Vorformlinge in der rechten Blas
form 15′ ausgeblasen und stehen nacheinander nach dem Öff
nen der jeweiligen Blasform für die Entnahme mit der Vor
richtung nach der Erfindung bereit.
Auf der Abtriebswelle 4 des Eingangsgetriebes 2 ist au
ßer dem Zahnrad 5 auch ein Zahnrad 17 montiert, das zu
einem später beschriebenen Zweck mit einer Zahnstange 18
kämmt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht gemäß Fig. 2 fer
ner aus einem vertikal - auf und ab - beweglichen Rahmen
19, in dem ein horizontal - hin und her - verfahrbarer
Schlitten 20 angeordnet ist. Der horizontal bewegbare
Schlitten 20 trägt sowohl das Eingangsgetriebe 2 mit Mo
tor 1 als auch die beiden Schwenkgetriebe 7 und 7′, also
das Aggregat nach Fig. 1. Der vertikal heb- und senkbare
Rahmen wird getrennt angetrieben, z. B. hydraulisch oder pneu
matisch, während der horizontal verschiebbare Schlitten
durch das Eingangsgetriebe 2 durch das auf der Abtriebswel
le desselben befestigte Zahnrad 17, das sich auf der fixen
Zahnstange 18 abwälzt, bewegt wird.
Sowohl die linearen, horizontalen Bewegungen des Schlit
tens 20 als auch die Schwenkbewegungen der Aufnahme- und
Abstellarme 11, 11′ über die konstruktiven Kurven der
Schrittschaltgetriebe können rechnerisch vorgegeben
sein.
Der Motor 1 ist umsteuerbar und drehzahlvariabel, während
die Abtriebswelle 4 des Eingangsgetriebes 2 gemäß der kon
struktiven Auslegung ihrer Bewegungskurve sowohl Rota
tionsphasen als auch Stillstandsphasen erzeugt.
Wie sich die Rotationsphasen zu den Stillstandsphasen ver
halten können, sei an einem Beispiel in Fig. 3 erläutert,
die das Verhältnis Antriebswelle 3 zu Abtriebswelle 4 des
Eingangsgetriebes aufzeigt, wobei die X-Achse die von der
Antriebswelle durchlaufenen Winkel und die Y-Achse die von
der Abtriebswelle durchlaufenen Winkel angibt. Das Diagramm
kann aber nur ein Beispiel zeigen, da die die Diagrammkur
ve bestimmenden Werte von der Zahl von gleichzeitig ent
nommenen Hohlkörpern einer Hohlkörpergröße bestimmt wird,
die wiederum die Größe der Abnahme- und Abstellarme und
deren Taktzeiten bestimmen.
Nach dem Diagramm gemäß Fig. 3 dreht in einer ersten Pha
se (1) die Eingangswelle 3 von 0° nach 19°, ohne daß die
Abtriebswelle 4 gedreht wird; die Phase (1) ist also eine
Stillstandsphase.
In der auf die Phase (1) folgenden Phase (I) dreht die
Eingangswelle 3 von 19° nach 91°, während die Abtriebswel
le 4 um 60° gedreht wird. Dadurch verschiebt das auf der
Abtriebswelle montierte Zahnrad 17 den horizontalen, das
Gesamtaggregat nach Fig. 1 tragenden Schlitten gegenüber
der auf dem vertikal verschiebbaren Rahmen montierten
Zahnstange 18 um eine gewisse Länge, z. B. 60,8 mm. Die
Phase (I) ist also eine Rotationsphase.
In der folgenden Stillstandsphase (2) dreht die Eingangs
welle von 91° nach 129°, ohne daß am Abtrieb eine Bewe
gung erfolgt.
Auf die Phase (2) folgt die Phase (II), in der die Ein
gangswelle von 129° nach 341° und gleichzeitig die Abtriebs
welle um 120° dreht, wodurch der horizontal bewegliche
Schlitten weiter um z. B. 121,5 mm im vertikal beweglichen
Rahmen durch das Abwälzen des Zahnrades auf der Zahnstan
ge verschoben wird.
In der Folgephase (3) dreht die Eingangswelle von 341° nach
379° (= 360 + 19), ohne daß am Abtrieb des Eingangsgetrie
bes eine Bewegung erfolgt.
In der Phase (III) dreht die Eingangswelle von 379° nach
451° (= 360 + 19 + 72), während die Abtriebswelle um 60°
dreht und dabei den horizontal beweglichen Schlitten ge
genüber dem vertikal beweglichen Rahmen um z. B. weitere
60,8 mm verschiebt.
In der darauf folgenden Phase (4) dreht die Eingangswelle
von 451° nach 470° (= 360 + 19 + 72 + 19), ohne daß am Ab
trieb etwas geschieht.
Die vorstehend anhand des Diagramms nach Fig. 2 erläuter
ten Phasen wirken auf die Schwenkgetriebe 7, 7′ wie folgt:
- a) In den Phasen, während derer am Abtrieb 4 des Eingangs getriebes 2 keine Bewegung erzeugt wird (Phasen (1)-(2)- (3)-(4) geschieht auch im System der Schwenkgetriebe bewe gungstechnisch nichts.
Die Zeit, die für die Phasen (1)-(2)-(3)-(4) aufgewen
det wird, verstreicht aber nicht nutzlos, sondern wird
vielmehr für nachfolgend noch erläuterte Vorgänge aus
genutzt. So dient z. B. die Zeit, die dem Winkel an der
Eingangswelle 3 des Eingangsgetriebes 2 von 451° über
470° nach 19° entspricht (Phasen (4)+(1)) zum Umpo
len des Antriebsmotors 1 in die entgegengesetzte Dreh
richtung, und die Zeit, die dem Winkel am Eingangsge
triebe an der Eingangswelle von 19° über 0° nach
-451° entspricht, zum neuerlichen Umpolen des Motors.
- b) In den Phasen, während derer die Eingangswelle des Eingangsgetriebes von 19° nach 91° (I) und von 379° nach 451° (III) dreht und sich gleichzeitig die Ab triebswelle um jeweils 60° dreht, wird zwar an den Eingangswellen der Schwenkgetriebe eine Drehbewegung erzeugt, jedoch bedingt durch die Konstruktion der innseiten Schrittkurve keine Bewegung beim Abtrieb. Die Folge ist, daß sich in diesen Phasen nur der Ho rizontalschlitten 20 ohne Drehung der Abnahme- und Abstellarme 11, 11′ bewegt.
- c) In der Phase (II), während derer sich die Eingangswel le des Eingangsgetriebes von 129° nach 341° bzw. bei der Rückfahrt von 341° nach 129° dreht und die Ab triebswelle eine Schwenkbewegung von 120° ausführt, wird der Abtrieb 10 der Schwenkgetriebe gedreht, wo durch die Abnahme- und Abstellarme gegenläufig um 180° verschwenkt werden.
Bezogen auf die Arme, mit denen die Hohlkörper abgegrif
fen und abgestellt werden, haben die Getriebe die fol
genden Wirkungen, die anhand der Fig. 4 erläutert seien:
- A. Beim Durchlaufen der Winkel an der Eingangswelle 3 des Eingangsgetriebes 2 von 341° nach 379° (Phase (3)) be findet sich der lange Schenkel des für das Ergreifen der Hohlkörper vorgesehenen Armes 11 mit seinen Grei fern in einer waagerechten Position, und ebenso der andere, für das Abstellen der bereits abgenommenen Hohlkörper bestimmte Arm 11′ (Fig. 4A). Die Arme 11, 11′ sind als Winkel ausgebildet, so daß in den Fig. 4A bis 4D sowie 4F bis 4I, jeweils nur die kurzen, angetrie benen Schenkel sichtbar sind, während die langen, mit Greifern bestückten Schenkel nur in Fig. 4E und 4J sichtbar sind. Das Gesamtsystem ruht. Die am langen Schenkel des Armes 11 angeordneten, selbständig ge steuerten, nur schematisch durch 11a gekennzeichneten Greifer haben nach Fig. 4B nach Fahrt durch die Phase (III) - Winkel 379° bis 451° - die Hälse der Flaschen 16 ergriffen, während die Greifer im unten stehenden Arm 11′ die Flaschen freigeben. Beim Durchlaufen der Winkel an der Eingangswelle 3 von 451° über 470° nach 19° wird gemäß Fig. 4C der Motor umgeschaltet und der Antrieb für den vertikal heb- und senkbaren Rahmen, z. B. ein Pneumatik- oder Hydraulikmotor, hat Zeit, die sen Rahmen nach oben zu schieben. Durch diese Verschie bung des Rahmens 19 werden die ergriffenen Flaschen 16 von den sie auf der Kette tragenden Dornen abgehoben.
- B. Während der nun rückwärts durchlaufenen Phase (III), in der die Antriebswelle des Eingangsgetriebes einen Winkel von 19° zurück über 451° nach 379° dreht, ver bleiben die langen Schenkel der Greifarme in waagerech ter Position, während der Horizontalschlitten 20 um z. B. 60,8 mm in der Zeichnung nach links verfahren wird (Fig. 4D).
- C. In der Phase (3), in der die Antriebswelle 3 einen Win kel von 379° nach 341° dreht, passiert am Bewegungs system nichts (Fig. 4D). Diese Stellung wird jedoch ohne Halt des Antriebssystems überfahren.
- D. Wenn in der folgenden Phase (II) die Eingangswelle 3 des Eingangsgetriebes 2 einen Winkel von 341° nach 129° dreht und die Abtriebswelle 4 um 120° gedreht wird, werden über die Zahnraduntersetzungen 5/6 und 6′ (Rad auf Welle 10, 10′) die Arme 11, 11′ um 180° gegenläufig verschwenkt und gleichzeitig fährt der horizontale Schlitten um z. B. 121,5 mm weiter nach links. Fig. 4E zeigt eine Position, in der der eine - in der Zeichnung rechte - Arm 11 mit abgegriffenen Hohlkörpern um 90° gedreht wurde und der andere - in der Zeichnung linke - Arm 11′, der vorher Hohlkörper abgestellt hatte, um 90° in entgegengesetzter Richtung. Die Arme schwenken dann weiter in die Stellung nach Fig. 4F, in der die Fla schen 16 abgestellt werden. In Fig. 4F ist die Schlit tenbewegung dieser Phase beendet und ebenso die Schwenk bewegung der Abnahme- und Abstellarme 11, 11′.
- E. In der Phase (2), in der die Eingangswelle Eingangsge triebe einen Winkel von 129° nach 91° dreht, passiert am System nichts. Die Zeit wird für Abfragen an der Steuerungsseite benutzt, z. B. um abzufragen, ob die Blasformketten 14 oder 14′, auf der die abzunehmenden Hohlkörper auf Dornen sitzen, in einer abnahmefähigen Position stehen.
- F. In der Phase (I), in der die Antriebswelle Eingangsge triebe einen Winkel von 91° nach 19° dreht, verbleiben gemäß Fig. 4F und 4G die langen Schenkel der Arme mit ihren Greifwerkzeugen in waagerechter Position, wäh rend der Horizontalschlitten um weitere 60,8 mm nach links fährt und z. B. - nicht dargestellt - federbela steten Zangen auf dem linken Arm 11′ sich um geeigne te Stellen der Hohlkörper, z. B. Flaschenhälse, legen und diese ergreifen.
- G. Während die Antriebswelle Eingangsgetriebe einen Win kel von 19° über 0°/470° nach 451° (Phasen 1 und 4) zurücklegt, passiert im System nichts, und die Zeit wird benutzt, um den Motor umzupolen, Abfragen zu tä tigen und den vertikal beweglichen Schlitten zum Ab heben der Flaschen 16′ von ihren Trägerdornen nach oben zu bewegen.
- H. Von da an erfolgt der gleiche Ablauf in umgekehrter Richtung (in der Zeichnung nach rechts). Fig. 4F zeigt die Position nach der Schwenkung der Greifarme 11, 11′ so, daß der obere Arm 11′ in Wartestellung zum Aufklippen der Flaschen aus der Maschinenseite U steht, während der untere Arm bereit ist, die Flaschen auf der Maschinenseite V abzustreifen oder an eine im Pa tent nicht erwähnte Einheit abzugeben. Die Mittelli nie der unteren Flaschen stimmt dabei mit der Mittel linie CL der Maschine überein.
In Fig. 4G haben die Greifer auf dem langen Schenkel
des Armes 11A die Flaschen auf der Maschinenseite U
ergriffen, während die Flaschen aus dem unteren Arm 11
ausgeklippt sind. Danach hebt gemäß Fig. 4H der Ver
tikalschlitten an, und die Flaschen werden auf der
Maschinenseite U von den Trägerdornen abgehoben. Die
unteren Flaschen können abfallen und/oder abtranspor
tiert werden. Danach fährt die Einheit horizontal ge
mäß Fig. 4I ohne Schwenkung der Arme zurück in die
Wartestellung, die jedoch in dieser Richtung ohne
Halt überfahren wird. Danach verschwenken gemäß Fig.
4J die Arme um 180°, aber auch in dieser Figur ist
die Stellung nach einer Verschwenkung um 90° ge
zeigt. Während des Schwenkens wird der Schlitten ver
tikal nach unten gefahren. Die Fig. 4K ist identisch
mit Fig. 4A, d. h. der Ablauf wiederholt sich.
Der Ablauf ist so, daß z. B. gemäß der Figurenfolge
4A/4B der Antriebsmotor linksdrehend ist. In der Stel
lung der Fig. 4C wird der Motor in der Drehrichtung
umgesteuert, d. h. in der Figurenfolge 4C bis 4G ist
der Antriebsmotor rechts drehend. In der Position
nach Fig. 4H wird der Motor erneut in der Drehrich
tung umgesteuert, d. h. in der Figurenfolge 4H bis
4B (über 4J/4A) ist der Antriebsmotor links drehend.
Beim Übergang von 4A nach 4B kann steuerungstechnisch
abgefragt werden, ob die Kette 14′ auf der Maschinen
seite V und beim Übergang von 4F nach 4G abgefragt
werden, ob die Kette 14 auf der Maschinenseite U in
Stellung ist.
Es versteht sich, daß im Rahmen der Erfindung viele Ab
wandlungen denkbar sind. So könnte z. B. für die Abnahme
ausgeblasener Hohlkörper von mehr als zwei Fertigungsli
nien mindestens ein Schwenkgetriebe 7 oder 7′ auf bei
den Seiten der Abtriebswelle 10 oder 10′ einen Abnahme-
oder Abstellarm 11 oder 11′ aufweisen, der dann aller
dings nicht auf der gleichen Abstellfläche abstellen
würde, wie die dargestellten Arme. Ebenso könnte anstel
le der aus dem Zahnrad 17 und der Zahnstange 18 beste
henden Verschiebeeinrichtung für den Schlitten 20 ein
Kettentrieb vorgesehen sein, wobei das treibende Ketten
rad anstelle des Zahnrads 17 auf der Abtriebswelle 4
des Eingangsgetriebes montiert wäre. Auch die Greifzan
gen 16a könnten durch andere Greifmittel, z. B. durch an
eine Unterdruckwelle angeschlossene Saugnäpfe, ersetzt
sein.
Claims (11)
1. Vorrichtung für die Abnahme von in mehreren Ferti
gungslinien (U, V) in gegebenenfalls mehreren Kavi
täten enthaltenden Blasformen überkopf hergestell
ten, auf Trägerdornen steckenden Hohlkörpern und
für das Abstellen mit dem Boden voraus auf einer
unbewegten oder bewegten Abstellebene, z. B. einem
Förderband, dadurch gekennzeichnet,
daß gegenläufig von einer Abnahmeposition in eine
Abstellposition verschwenkbare Abnahme- und Abstell
arme (11, 11′) vorgesehen sind, die mit ihren Antriebs
mitteln in einem sie horizontal von einer Abnahmepo
sition hinter einer Blasform (15) in die andere Ab
nahmeposition hinter einer Blasform (15′) und zurück
verschiebenden Schlitten (20) gelagert sind, der in
einem vertikal heb- und senkbaren Rahmen (19) aufge
nommen ist, der die abzunehmenden Hohlkörper (16, 16′)
von ihren Trägerdornen abhebt und die abgenommenen
und in die Abstellposition verschwenkten Hohlkörper
abstellt.
2. Vorrichtung nach dem Anspruch 1, gekenn
zeichnet durch eine Steuerung des Antriebs
des Schlittens (20), die diesen schrittweise horizon
tal von der einen in die gegenüberliegende Abnahme
position und zurück verschiebt, während in den Pausen
zwischen den Verschiebungen der für sich angetriebe
ne Rahmen (19) angehoben und abgesenkt wird.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abnahme-
und Abstellarme (11, 11′) winkel- oder T-förmig
ausgebildet sind und die Abnahmewerkzeuge (16a)
auf einem langen Schenkel des Abnahme- und Ab
stellarms liegen.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem verti
kal heb- und senkbaren Rahmen (19) der gegenüber
diesem horizontal hin- und herverfahrbarer Schlit
ten (20) angeordnet ist, der ein aus einem durch
einen Motor (1) betriebenen Eingangsgetriebe (2)
mit Eingangswelle (3) und Abtriebswelle (4) und
zwei parallel liegenden Schwenkgetrieben (7, 7′)
mit je einer Antriebswelle (8) und Abtriebswelle
(10) bestehendes Aggregat trägt, wobei die Ab
triebswelle (4) des Eingangsgetriebes (2) mit bei
den Antriebswellen (8) der Schwenkgetriebe (7)
über Rotation übertragende Mittel, z. B. Zahnräder
(5/6, 6′) verbunden ist und ferner ein Zahnrad
(17) trägt, das mit einer im Rahmen (19) fest an
geordneten Zahnstange (18) kämmt und wobei die die
hergestellten Hohlkörper ergreifenden und abstel
lenden Arme (11, 11′) durch die Abtriebswelle (10,
10′) der Schwenkgetriebe (7, 7′) in die Abnahme-
und Abstellstellung verschwenkt werden.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mittel
achsen der Abtriebswellen (10, 10′) der Schwenkge
triebe (7, 7′) auf einer waagerechten Ebene (9)
liegen.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der Ab
triebswelle (10, 10′) jedes Schwenkgetriebes
(7, 7′) ein Schwenkarm (11, 11′) befestigt ist und
die Schwenkarme einander zugewandt liegen, aber
in entgegengesetztem Drehsinn verschwenkt werden.
7. Vorrichtung nach dem Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß auf beiden Enden
der Abtriebswelle (10, 10′) mindestens eines Schwenk
getriebes (7, 7′) je ein Schwenkarm befestigt ist.
8. Vorrichtung nach dem Anspruch 3, gekenn
zeichnet durch eine Steuerung des Verhält
nisses der kontinuierlichen Drehung der Eingangs
welle (3) zur Drehung der Abtriebswelle (4) des
Eingangsgetriebes (2), nach der auf je eine Still
standsphase ((1)-(2)-(3) und (4)) der Abtriebswel
le (4) eine Rotationsphase ((I)-(II) und (III))
der Abtriebswelle folgt.
9. Vorrichtung nach dem Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die von der Ab
triebswelle (4) des Eingangsgetriebes (2) durchlau
fenen Winkel in den Phasen ((I) und (III)) gleich
sind.
10. Vorrichtung nach dem Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß der von der Abtriebs
welle (4) des Eingangsgetriebes (2) durchlaufene
Winkel in der Phase (II) gleich den Winkeln der Pha
sen (I) plus (III) ist.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittelpunkte der Greifwerkzeuge (11a) der
Abnahme- und Abstellarme (11, 11′) zur Zeit des Ab
stellens oder Abwerfens eines Hohlkörpers (16) mit
der durch die Mittelebene (CL) der die Hohlkörper
in den Blasformen (15) herstellenden Maschine (13) ge
henden Ebene übereinstimmen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19620639A DE19620639C1 (de) | 1996-05-22 | 1996-05-22 | Vorrichtung für die Entnahme von Hohlkörpern |
| PCT/DE1997/000978 WO1997044180A1 (de) | 1996-05-22 | 1997-05-15 | Vorrichtung für die entnahme von hohlkörpern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19620639A DE19620639C1 (de) | 1996-05-22 | 1996-05-22 | Vorrichtung für die Entnahme von Hohlkörpern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19620639C1 true DE19620639C1 (de) | 1997-05-15 |
Family
ID=7795038
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19620639A Expired - Fee Related DE19620639C1 (de) | 1996-05-22 | 1996-05-22 | Vorrichtung für die Entnahme von Hohlkörpern |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19620639C1 (de) |
| WO (1) | WO1997044180A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN111344129A (zh) * | 2017-08-30 | 2020-06-26 | 日精Asb机械株式会社 | 成型品移除装置 |
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1996
- 1996-05-22 DE DE19620639A patent/DE19620639C1/de not_active Expired - Fee Related
-
1997
- 1997-05-15 WO PCT/DE1997/000978 patent/WO1997044180A1/de not_active Ceased
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO1997044180A1 (de) | 1997-11-27 |
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