DE19620401A1 - Lenkbare Bohrvorrichtung - Google Patents
Lenkbare BohrvorrichtungInfo
- Publication number
- DE19620401A1 DE19620401A1 DE19620401A DE19620401A DE19620401A1 DE 19620401 A1 DE19620401 A1 DE 19620401A1 DE 19620401 A DE19620401 A DE 19620401A DE 19620401 A DE19620401 A DE 19620401A DE 19620401 A1 DE19620401 A1 DE 19620401A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- linkage
- drilling device
- steering
- tool
- drilling
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 238000005553 drilling Methods 0.000 title claims description 65
- 238000005065 mining Methods 0.000 claims description 15
- 239000002689 soil Substances 0.000 claims description 14
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 10
- 230000008859 change Effects 0.000 claims description 8
- 230000015556 catabolic process Effects 0.000 claims description 5
- 238000006731 degradation reaction Methods 0.000 claims description 5
- 238000010276 construction Methods 0.000 claims description 2
- 210000003128 head Anatomy 0.000 description 47
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 7
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 5
- 238000012937 correction Methods 0.000 description 4
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 3
- 239000003245 coal Substances 0.000 description 2
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 2
- 230000008569 process Effects 0.000 description 2
- 239000011435 rock Substances 0.000 description 2
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 2
- 230000001154 acute effect Effects 0.000 description 1
- 230000002411 adverse Effects 0.000 description 1
- 238000010009 beating Methods 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 239000007799 cork Substances 0.000 description 1
- 238000011549 displacement method Methods 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 208000002173 dizziness Diseases 0.000 description 1
- 210000001061 forehead Anatomy 0.000 description 1
- 238000005755 formation reaction Methods 0.000 description 1
- 230000004886 head movement Effects 0.000 description 1
- 230000001788 irregular Effects 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 230000007935 neutral effect Effects 0.000 description 1
- 238000004181 pedogenesis Methods 0.000 description 1
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 1
- 230000008439 repair process Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B11/00—Other drilling tools
- E21B11/06—Other drilling tools with driven cutting chains or similarly driven tools
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B4/00—Drives for drilling, used in the borehole
- E21B4/006—Mechanical motion converting means, e.g. reduction gearings
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B4/00—Drives for drilling, used in the borehole
- E21B4/16—Plural down-hole drives, e.g. for combined percussion and rotary drilling; Drives for multi-bit drilling units
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B6/00—Drives for drilling with combined rotary and percussive action
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B7/00—Special methods or apparatus for drilling
- E21B7/002—Drilling with diversely driven shafts extending into the borehole
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B7/00—Special methods or apparatus for drilling
- E21B7/04—Directional drilling
- E21B7/06—Deflecting the direction of boreholes
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B7/00—Special methods or apparatus for drilling
- E21B7/04—Directional drilling
- E21B7/06—Deflecting the direction of boreholes
- E21B7/064—Deflecting the direction of boreholes specially adapted drill bits therefor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geology (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Fluid Mechanics (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Earth Drilling (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine lenkbare Bohrvor
richtung, mit der sich Erdbohrungen wahlweise sowohl
gerade aus als auch längs einer Kurvenbahn herstellen
lassen.
Derartige Bohrvorrichtungen bestehen aus einem drehend
und/oder schlagend oder vibrierend angetriebenen Bohr
gestänge mit einem Bohrkopf sehr unterschiedlicher
Gestaltung. Das Bohrgestänge ist üblicherweise auf
einem schienengeführten, mit einem Linearantrieb
verbundenen Schlitten gelagert und besitzt einen
Dreh- oder einen Drehschlagantrieb, mit dem sich das Ge
stänge in Rotation versetzen und gegebenenfalls auch
in das Erdreich eintreiben läßt.
Zum Richtungsbohren in weichen Böden gibt es verschie
dene Verfahren und Vorrichtungen, bei denen sich zu
meist an einem drehbar gelagerten Bohrgestänge ein mit
einer schräg zur Gestängeachse verlaufenden Lenkfläche
versehener Bohrkopf befindet. Solche Bohrköpfe können
nach der europäischen Offenlegungsschrift 0 195 559
auch mit Schneidstrahldüsen versehen sein. Bei rotie
rendem Gestänge, d. h. beim Geradeausbohren bauen so
wohl der Lenkkopf als auch die Schneidstrahlen das
Erdreich ab, sofern es hinreichend abbaufähig ist.
Dies ist bei festen Böden und insbesondere in Felsfor
mationen nicht der Fall, weil dann die Schneidstrahlen
ihr Abbauvermögen verlieren und die Lenkfläche wir
kungslos bleibt.
Um bei dem bekannten Gerät ein Kurvenbohren einzulei
ten, wird die Bohrkopfrotation unterbrochen und der
unter einer Vortriebskraft stehende Bohrkopf entspre
chend der Lenkflächenneigung in bezug auf die Gestän
geachse zu der der Lenkfläche gegenüberliegenden Seite
abgelenkt. Sobald die vorgesehene Kurvenbahn durchfah
ren ist, wird der Bohrkopf wieder in Rotation versetzt
und damit die Lenkwirkung der Schrägfläche neutrali
siert. Dies geschieht kurzfristig auch dann, wenn sich
eine Korrektur der Kurvenbahn als notwendig erweist.
Mit dem Schneidstrahl-Bohren ist zudem der Nachteil
verbunden, daß es infolge des hohen Flüssigkeitsdrucks
leicht zu Freispülungen und demzufolge zu Erdreichein
brüchen kommen kann.
Auf diese Weise muß der Bohrkopf im Verlauf einer
(längeren) Kurve im allgemeinen mehrfach bezüglich
seiner Winkelstellung positioniert werden. Es sind
daher stets mehrere Winkelschritte des während einer
Kurvenfahrt ansonsten nicht rotierenden Gestänges
erforderlich. Auf diese Weise entsteht eine Zick-zack-
oder korkenzieherförmige Erdbohrung, aber keine exakte
Kurvenbahn.
Die jeweilige Winkelstellung der Schrägfläche des
Bohrkopfes hängt von der Krümmungsrichtung der zu
erstellenden Erdbohrung ab, jedoch befindet sich die
Schrägfläche stets auf der Innenseite der Kurvenbahn,
wo sie gleichsam die Wirkung eines Drehpunkts entfal
tet, während die ihr gegenüberliegende Seite beim
mechanischen Vortreiben des Gestänges bzw. des Bohr
kopfs durch Schieben und/oder Schlagen - ohne Rotati
on - als sich im Erdreich wie an einer Leitplanke ent
langgleitende Schulter oder Gleitschuh wirkt. Das vor
dem Bohrkopf befindliche Erdreich wird während des
rotationsfreien Kurvenbohrens vom Bohrkopf seitlich
verdrängt und/oder mit Hilfe eines scharfen Flüssig
keitsstrahls mehr oder minder abgebaut. Das ist aber
nur bei nicht allzu festen und hindernisfreien Böden
möglich, die sich auch verdrängen lassen.
Diese Verfahrensweise versagt jedoch in Felsformatio
nen, weil sich der Bohrkopf beim Kurvenbohren nicht
dreht und der Vortrieb ausschließlich durch Schub
geschieht. Harte Böden und Felsformationen erfordern
daher Bohrvorrichtungen mit unabhängig von einer Bohr
kopfrotation angetriebenen Abbauwerkzeugen, die beim
Kurvenbohren, d. h. bei nicht rotierendem Bohrkopf,
einen mechanischen Erdreichabbau erlauben.
Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der US-Patent
schrift 3 878 903 bekannt; diese Vorrichtung besitzt
ein Einstrang-Gestänge mit einem die Abbauwerkzeuge
antreibenden Mud-Motor. Dieser Motor wird mit einer
durch das rohrförmige Gestänge zugeführten Flüssigkeit
angetrieben, die normalerweise aus dem Bohrkopf in das
Erdreich austritt und dann verloren ist.
Es sind auch Bohrsysteme bekannt, bei denen die An
triebsflüssigkeit zurückgeführt und wiederverwendet
wird. In jedem Falle sind im Hinblick auf eine hohe
Drehzahl und ein entsprechend großes Drehmoment am
Abbauwerkzeug aber große Flüssigkeitsmengen erforder
lich, die bereitgestellt, umgepumpt, zurückgeführt und
wieder aufbereitet oder entsorgt werden müssen.
Ein weiterer Nachteil dieser Vorrichtungen besteht
darin, daß aufgrund der Platzverhältnisse im Bohrkopf
die Motorgröße und damit die Antriebsleistung begrenzt
ist. Hinzu kommt, daß bei Schäden am Mud-Motor das
ganze Bohrgestänge zurückgefahren werden muß, um den
Motor ausbauen bzw. reparieren zu können. Das ist bei
Bohrlängen bis über 200 m mit einem hohen Zeitaufwand
verbunden und führt zu entsprechend langen Arbeitsun
terbrechungen.
Des weiteren beschreibt die europäische Offenlegungs
schrift 0 247 767 einen mit einem Dreh/Schub-Gestänge
verbundenen Bohrkopf mit einer Schrägfläche, der ein
Geradeausbohren erlaubt, solange der Bohrkopf gleich
mäßig rotiert, und ohne Rotation ein Kurvenbohren
durch seitliches Verdrängen des vor dem Bohrkopf be
findlichen Erdreichs.
Hierbei handelt es sich jedoch um ein reines Verdrän
gungsverfahren, das für feste und felsige Bodenforma
tionen überhaupt nicht geeignet ist und zudem infolge
der seitlichen Bodenverdrängung im Umfeld der Erdboh
rung zu Schäden an Fremdleitungen oder an der Erdober
fläche, beispielsweise an Straßendecken führen kann.
Demgemäß ist beim Bohren mit derartigen Vorrichtungen
stets ein ausreichender Sicherheitsabstand erforder
lich.
Die bekannten lenkbaren Bohrvorrichtungen mit über ein
Innengestänge angetriebenem Abbauwerkzeug stimmen kon
struktiv darin überein, daß das Werkzeug als Stirn
werkzeug ausgebildet ist und eine Drehachse besitzt,
die sich entweder parallel oder in einem mehr oder
weniger spitzen Winkel zur Rotationsachse des Gestän
ges erstreckt und der Krümmungsradius beim Kurvenboh
ren daher ein für allemal festgelegt ist; er wird
stets von der Exzentrizität bzw. der Neigung der Werk
zeugdrehachse in bezug auf die Rotationsachse des
Gestänges bestimmt. Ein Kurvenbohren mit beliebigem
Krümmungsradius erfordert daher eine Korrektur der
jeweiligen Winkelstellung der Exzentrizität und ergibt
daher zwangsläufig eine zick-zack-förmig oder korken
zieherförmig verlaufende Erdbohrung, da während einer
Kurvenfahrt üblicherweise mehrere korrigierende Ände
rungen der Winkelstellung der Exzentrizität erforder
lich sind.
Das wirkt sich beim späteren Aufweiten der Pilotboh
rung mit Hilfe eines Aufweitkopfes und/oder beim Ein
ziehen einer Rohrleitung in die Pilotbohrung außeror
dentlich nachteilig aus, weil die Erdbohrung gerade in
dem besonders kritischen Kurvenbereich unregelmäßig
verläuft und eine ungleichmäßige Wandung besitzt, die
dem Aufweitkopf und/oder dem Einziehrohr einen hohen
Gleitwiderstand entgegensetzt. Das erfordert einen
erhöhten technischen Aufwand beim Aufweiten und Ein
ziehen. Hinzu kommt die Instabilität einer solchen
Erdkanalwandung, die mit der Gefahr von Einbrüchen
verbunden ist, die Schwierigkeiten beim Aufweiten und
Rohreinziehen erhöht und insbesondere die Gefahr von
Rohrbeschädigungen beim Einziehen mit sich bringt.
Des weiteren beschreibt die europäische Offenlegungs
schrift 0 674 093 eine lenkbare Bohrvorrichtung mit
einem exzentrisch angeordneten Bohrkopf. Dieser Bohr
kopf wird über ein in einem Außenrohr angeordnetes
Innengestänge angetrieben. Das Außenrohr ist mit einem
Drehantrieb verbunden und besitzt am vorderen Ende
einen aufgesetzten Gleitschuh, der den Bohrkopf bei
einer Unterbrechung der Rotation des Außenrohrs zur
Seite, d. h. in eine Kurvenbahn drückt. Mit dem Gleit
schuh ist jedoch der Nachteil einer ungleichmäßigen
Wandung der Erdbohrung verbunden, die zu Schwierigkei
ten beim Einbringen eines Produktrohrs in die Erdboh
rung und auch zum Einbrechen des Erdreichs führen
kann.
Im allgemeinen sind bei den bekannten Bohrvorrichtun
gen die angetriebenen Werkzeuge in erster Linie für
das Kurvenbohren konstruiert; ein im wesentlichen
exaktes Geradeausbohren ist daher in den meisten Fäl
len nicht möglich, so daß auch beim Geradeausbohren
von Zeit zu Zeit Richtungskorrekturen erforderlich
sind. Demzufolge ergibt sich beim Geradeausbohren ein
mehr oder minder ausgeprägter zickzackförmiger Verlauf
der Erdbohrung, der beim Einbringen eines Produkt
rohrs, beispielsweise als Nachziehrohr, zu großen
Schwierigkeiten führen kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren zu schaffen, das eine sanfte und das Gestän
ge sowie den Bohrkopf schonende Richtungsänderung
erlaubt und im Kurvenbereich eine gleichmäßige Krüm
mung und einen weitestgehend glattwandigen Erdkanal
auch beim Geradeausbohren ergibt.
Die Lösung dieses Problems basiert auf dem Gedanken
einer dynamischen Steuerung des Kurvenbohrens mit
Hilfe der Abbauleistung mindestens eines am Kopf des
Bohrgestänges angeordneten mit eigenem Antrieb verse
henen Lenk- und Abbauwerkzeugs.
Dies ermöglicht eine Bohrvorrichtung mit einem
Mehrstranggestänge mit einem Innengestänge, einem
vorzugsweise drehbaren Außengestänge und mindestens
einem vom Innengestänge angetriebenen Lenk- und Abbau
werkzeug, dessen Drehachse sich in einem stumpfen
Winkel von beispielsweise 90° zur Gestängeachse bzw.
der Rotationsachse des Gestänges erstreckt, sowie
einem Linearantrieb für das Bohrgestänge. Das Anbau
werkzeug kann sich vor oder auch neben dem Gestänge
befinden, oder es sind - vorzugsweise mit gemeinsamer
Drehachse - zwei insbesondere gleichartige Werkzeuge
beiderseits des Gestängekopfes angeordnet.
Das Mehrstranggestänge kann aus konzentrischen Rohren,
gegebenenfalls mit einer zentrischen Gestängewelle für
das Lenk- und Abbauwerkzeug bestehen. Wieviele der
einzelnen Stränge bis zu dem Drehantrieb für das Ge
stänge verlaufen, hängt vom Einzelfall ab. Entschei
dend ist alleine, daß sich die Abbauleistung des
Lenk- und Abbauwerkzeugs unabhängig von dem Drehantrieb des
Gestänges dosieren läßt.
Beim Geradeausbohren mit einem Abbauwerkzeug rotiert
das Bohrgestänge und hebt dabei die Wirkung der Exzen
trizität des mit einem eigenen Antrieb versehenen
Abbauwerkzeugs auf. Um ein Kurvenbohren einzuleiten,
wird die Gestängerotation unterbrochen und das Abbau
werkzeug in eine bestimmte Winkelstellung gebracht,
die von der Krümmungsrichtung der vorgesehenen Kur
venbahn bestimmt wird. Dabei befindet sich das Werk
zeug stets auf der Innenseite der Kurvenbahn und baut
dort das Erdreich ab, während das Gestänge linear
vorgeschoben bzw. vorgetrieben wird. Der Krümmungsra
dius der Kurvenbahn bemißt sich nach der Abbauge
schwindigkeit, d. h. letztendlich nach der Umdrehungs
geschwindigkeit des Abbauwerkzeugs; je größer die
Umdrehungsgeschwindigkeit ist, desto stärker ist auch
die Krümmung der Kurvenbahn. Auf diese Weise läßt sich
durch die Wahl der Umdrehungsgeschwindigkeit des Ab
bauwerkzeugs der Krümmungsradius bestimmen und - falls
notwendig - durch eine Geschwindigkeitsänderung wäh
rend der Kurvenfahrt korrigieren. Dabei ergibt sich
eine im wesentlichen gleichmäßige Krümmung und eine
glattwandige Erdbohrung.
Sind am Gestängekopf zwei beispielsweise einander
gegenüberliegende Werkzeuge angeordnet, dann ist ein
Kurvenbohren in der zuvor beschriebenen Weise möglich,
wenn das auf der Innenseite der Kurvenbahn befindliche
Werkzeug eine größere Abbauleistung erbringt, als das
andere Abbauwerkzeug, dessen Abbauleistung Null sein
kann.
Ein ständiges Rotieren des Gestänges ist beim Gerade
ausbohren mit zwei Werkzeugen nicht erforderlich, wenn
die Abbauleistung beider Werkzeuge im wesentlichen
gleich ist. Auf diese Weise neutralisieren sich die
beiden Werkzeuge gegenseitig, solange auf beiden Sei
ten des Gestänges im wesentlichen dieselben Abbaube
dingungen herrschen. Im Falle eines Kurvenbohrens
braucht lediglich die Umdrehungsgeschwindigkeit oder
die Drehrichtung eines der beiden Werkzeuge geändert
zu werden. Das Werkzeug mit der größeren Umdrehungsge
schwindigkeit bildet dabei praktisch einen Drehpunkt
für den Gestängevortrieb und zieht das Gestänge
gleichsam in die zu seiner Seite hin gekrümmte Kurve
hinein.
Die Lenkbarkeit läßt sich auch dadurch verbessern, daß
die Drehachse des Werkzeugs oder der Werkzeuge im
Abstand von der Drehachse des Gestänges verläuft,
wodurch eine zusätzliche Exzentrizität geschaffen
wird.
Der Gestängekopf kann als Werkzeug ausgebildet sein,
so daß eine Geradeaus- und Kurvenbohrung mit Hilfe des
vorlaufenden Gestängekopfes möglich ist.
Um das Werkzeug zu kühlen, zu schmieren und das Abför
dern des abgebauten Erdreichs zu erleichtern, kann das
Gestänge mit einem Kanal versehen sein, über den einer
am Gestängekopf angeordneten Düse eine Flüssigkeit
oder ein Gas zugeführt wird. Diese Düse kann sich in
einer am Gestängekopf befindlichen Lenkschräge befin
den, der gegenüber ein Abbauwerkzeug angeordnet ist
und bei einer Kurvenfahrt wie eine Kufe bzw. Leit
planke wirkt.
Als Werkzeugantrieb eignet sich insbesondere ein Ke
gelradgetriebe, über das sich mit geringem Aufwand
auch zwei einander gegenüberliegende Werkzeuge mit
gleicher Winkelgeschwindigkeit antreiben lassen. Ande
rerseits kann aber auch über ein auf der Werkzeugwelle
angeordnetes Kettenrad und ein mit dem Kegelrad ge
triebenes Kettenrad eine Antriebskette verlaufen.
Diese Kette kann mit einseitig über die Peripherie des
Gestänges hinaus ragenden Werkzeugen, beispielsweise
mit Hartmetallzähnen, bestückt sein und wirkt dann
ähnlich wie ein Kohlenhobel. Eine derartige Kette
erlaubt ein besonders schnelles Abfördern des abgebau
ten Erdreichs aus dem Bereich des Gestängekopfes, bei
spielsweise zu Abraumöffnungen im Außengestänge.
Eine dynamische Steuerung des Kurvenbohrens mit Hilfe
der Abbauleistung mindestens eines Lenk- und Abbau
werkzeuges ist sowohl bei rotierendem als auch bei
nicht rotierendem Gestänge möglich, weil das Lenk- und
Abbauwerkzeug einen von dem Drehantrieb des Gestänges
unabhängigen eigenen Antrieb besitzt. Dieser Antrieb
erlaubt es, beispielsweise die Drehzahl des Lenk- und
Abbauwerkzeugs - vorzugsweise periodisch - zu ändern,
um mit Hilfe einer gezielten, auf dem Krümmungsradius,
die Länge und die Krümmungsrichtung abgestellte Dreh
zahländerung die Abbauleistung auf einer Seite des
Bohrkopfes zu erhöhen oder zu verringern, um so die
Bohrkopfbewegung in die eine oder die andere Richtung,
bezogen auf die Gestängeachse, zu lenken. So kann sich
der Bohrkopf bei einer Erhöhung der Abbauleistung auf
der einen Seite des Bohrkopfs je nach Bodenbeschaffen
heit in Richtung der anderen Seite oder bei einer
Verringerung der Abbauleistung in Richtung der Werk
zeugseite des Bohrkopfs bewegen.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Drehrich
tung des Werkzeugs zu ändern, um so auf der einen
Bohrkopfseite eine Erhöhung oder eine Verringerung der
Abbauleistung und demgemäß ein Kurvenbohren in der
einen oder in der anderen Richtung zu erreichen. Die
gleiche Wirkung läßt sich erzielen, wenn mit Hilfe
zweier einander gegenüberliegender Werkzeuge die Ab
bauleistung auf der einen Seite des Bohrkopfs erhöht
und auf der anderen Seite des Bohrkopfs verringert
wird.
Eine weitere Möglichkeit zur Beeinflussung der Abbau
leistung am Bohrkopf besteht darin, das Abbauwerkzeug
mehr oder minder aus einer Gestängeöffnung heraus zu
fahren und auf diese Weise den Eingriff des Werkzeugs
in das Erdreich zu verstärken oder abzuschwächen.
Da bei sämtlichen Verfahrensvarianten die Möglichkeit
besteht, die Abbauleistung stufenlos zu verändern,
erlaubt das erfindungsgemäße Verfahren eine sehr fein
fühlige Steuerung, die zu einer sehr exakten Einhal
tung der vorgesehenen Kurvenbahn führt. Dies ist ins
besondere dann möglich, wenn im Bohrkopf ein Sender
angeordnet ist, dessen Signale über einen oberirdi
schen Empfänger zu der Steuerung des Werkzeugs und des
Drehantriebs weitergeleitet wird.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen des
näheren erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Bohrvorrichtung in
schematischer Darstellung,
Fig. 2 ein Bohrgestänge mit einem mittig angeordne
ten Abbauwerkzeug in einem axialen Längs
schnitt,
Fig. 3 die Stirnansicht eines Gestänges ähnlich der
Fig. 2, jedoch ergänzt um ein weiteres Abbau
werkzeug,
Fig. 4 ein der Fig. 3 ähnliches Rohrgestänge für
eine flüssigkeitsunterstützte Bohrung,
Fig. 5 ein Bohrgestänge mit voreilendem Gestängekopf
und
Fig. 6 ein Bohrgestänge mit einem Abbauwerkzeug nach
Art eines Kolbenhobels.
Mit der Bohrvorrichtung wird bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren eine Erdbohrung 1 im Erdreich 2 mittels
eines aus Einzelrohren bestehenden elastischen Bohrge
stänges 3 hergestellt. Am Ende des Bohrgestänges 3
befindet sich ein Bohrkopf 4 mit einem seitlich ange
ordneten Abbauwerkzeug 5, der mit einem Außenrohr des
Bohrgestänges 3 verbunden ist. Das Werkzeug 5 be
schreibt beim Drehen des Gestänges einen Hüllkreis um
die Gestängeachse. Im Bohrkopf 4 ist ein Sender 6
angeordnet, der drahtlos Daten an einen Empfänger 7
überträgt, die sich auf die Tiefe des Bohrkopfes 4
unter der Erdoberfläche, den Ort des Bohrkopfes 4 im
Erdreich, seine Neigung, die Winkellage der Lenkfläche
5 bezüglich der Längsachse des Bohrkopfes 4 und gege
benenfalls die Temperatur am Bohrkopf 4 beziehen. Eine
Funkverbindung zwischen dem Sender 6 und einem
Empfänger 7 ist durch die gestrichelte Linie 8 ange
deutet.
Eine weitere Funkverbindung 9 übermittelt die vorer
wähnten Daten vom Empfänger 7 auf eine Anzeigevorrich
tung 10 in der Nähe einer am Start 11 angeordneten
schlagenden Dreh- und Vorschubeinheit 12. Diese
Dreh- und Vorschubeinheit 12 weist einen Drehantrieb 13 für
das Bohrgestänge 3, ein das Bohrgestänge 3 beaufschla
gendes Schlagwerk 14 und einen Vorschubantrieb 15 auf.
Das Bohrgestänge 3 ist mit der Dreh- und Vorschubein
heit über einen Bohrgestängeanschluß 16 gekuppelt.
Von der Anzeigevorrichtung 10 führt eine Kabelverbin
dung zu einem Schaltkasten 17 mit Bedienungspult, mit
tels dessen es über je eine Kabelverbindung 18 möglich
ist, den Drehantrieb 13, das Schlagwerk 14 und den
Vorschubantrieb 15 anzusteuern.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung läßt sich auf
zwei verschiedene Weisen betreiben. Wird das Bohrge
stänge 3 drehend und schiebend durch das Erdreich 2
getrieben, entsteht eine gerade Bohrung. Dabei wird
die aufgrund des exzentrisch angeordneten Werkzeugs 5
am Bohrkopf mögliche Ablenkung des außermittig wirken
den Bohrkopfes 4 durch das gleichmäßige Drehen des
Bohrgestänges 3 neutralisiert.
Das Werkzeug 5 ist walzenförmig ausgebildet und am
Kopf eines Gestänges 3 aus einem Außenrohr 19 und
einem Innengestänge 20 angeordnet; es ist in einem
Schlitz 21 des Außenrohrs 19 angeordnet und überragt
den Gestängekopf geringfügig nach vorne und auf einer
Seite.
Demgemäß erstreckt sich die Drehachse 22 des Werkzeugs
im Abstand von der Dreh- und Längsachse 23 des Bohrge
stänges.
Das vordere Ende des Innengestänges 20 ist in einem
Bund 24 des Außenrohrs 19 gelagert und als Kegelrad 25
ausgebildete es kämmt mit einem auf einer Querwelle 26
angeordneten Kegelrad 27. Die Querwelle 26 und die
Werkzeugwelle 28 sind jeweils als Kettenrad ausgebil
det und über eine umlaufende Kette 29 antriebsmäßig
miteinander verbunden.
Das Werkzeug braucht nicht in einem Schlitz des Bohr
gestängekopfes angeordnet zu sein, sondern kann sich
auch außerhalb des Außenrohrs 19 befinden. So lassen
sich, wie in Fig. 3 dargestellte beispielsweise auch
zwei einander gegenüberliegende Werkzeuge 5 am Gestän
gekopf anordnen. Diese Werkzeuge können wahlweise
gemeinsam oder einzeln angetrieben werden, um ein
Geradeausbohren und ein Kurvenbohren zu ermöglichen.
Die in Fig. 4 dargestellte Vorrichtung entspricht im
wesentlichen der nach Fig. 2, jedoch mit einem Bohr
kopf, der wie in Fig. 3 dargestellt, mit zwei seitli
chen Abbauwerkzeugen 5 ausgestattet ist, die auf einer
gemeinsamen Welle 28 angeordnet sind und daher diesel
be Drehrichtung und Umlaufgeschwindigkeit besitzen.
Die beiden Werkzeuge können jedoch auch von dem Innen
gestänge direkt über je ein Kegelrad angetrieben wer
den und sich dann in unterschiedlicher Richtung dre
hen.
Das Außenrohr 19 ist gemäß Fig. 4 mit einer Lenk
schräge in Gestalt einer Lenkfläche 30 versehen, in
der sich eine Düse 31 befindet, die über einen Kanal
32 mit Bohrflüssigkeit oder einem Gas versorgt wird.
Ahnlich aufgebaut ist der Bohrkopf nach Fig. 5; er
überragt jedoch die beide seitlich angeordneten Werk
zeuge um ein gewisses Stück und ist mit einem drehba
ren Werkzeug 33 mit ebenfalls exzentrischer Drehachse
versehen. Das Werkzeug 33 läßt sich ebenfalls vom
Innengestänge antreiben, beispielsweise über ein
Kegelradgetriebe.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6 ist das Innen
gestänge 20 exzentrisch in dem Bund 24 des Außenrohrs
19 gelagert und treibt eine über ein vorderes Rad 34
geführte, mit Werkzeugen 35 besetzte umlaufende Kette
36 an, die seitlich und vorne aus einem Schlitz 37 im
Außenrohr 19 heraustritt und wie ein Kohlenhobel oder
eine Grabenfräse wirkt.
Beim Geradeausbohren dreht sich das als Werkzeugträger
fungierende Außenrohr und hebt daher die richtungsge
bende Wirkung der exzentrisch angeordneten und wirken
den Werkzeuge 5, 33, 35, 36 auf. Im Falle eines Kurven
bohrens wird das Werkzeug mit Hilfe des Außenrohrs in
eine bestimmte Winkelstellung gebracht, in der es ver
bleibt, bis die vorgesehene Kurve durchfahren ist oder
die Kurvenbahn einer Korrektur durch eine geringfügige
Änderung der Winkelstellung bedarf.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ist ein Gerade
ausbohren auch ohne ein Drehen des Außenrohrs möglich,
wenn die beiden einander gegenüberliegenden Werkzeuge
mit gleicher Umdrehungsgeschwindigkeit angetrieben
werden. Im Falle eines Kurvenbohrens werden die beiden
Werkzeuge mit unterschiedlicher Umdrehungsgeschwindig
keit betrieben und ergibt sich eine Kurvenbahn, die
zur Seite des wegen seiner höheren Umdrehungsgeschwin
digkeit stärker abbauenden Werkzeugs gekrümmt ist. Die
Werkzeuge können auch quer zur Gestängeachse oder in
Richtung der Gestängeachse verschiebbar angeordnet
sein, um durch eine Werkzeugverlagerung die Lenkwir
kung zu beeinflussen.
Claims (18)
1. Bohrvorrichtung mit einem Mehrstranggestänge (3)
zum Herstellen von Erdbohrungen mit
- - einem drehbaren Innengestänge (20),
- - einem Außengestänge (19),
- - mindestens einem vom Innengestänge (20) ange triebenen Lenk- und Abbauwerkzeug (5; 33; 35, 36) mit
- - einer in einem stumpfen Winkel zur Gestänge achse (23) verlaufenden Drehachse (22) sowie
- - einem Linearantrieb für das Gestänge (3; 19, 20).
2. Bohrvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Werkzeugdrehachse (22) mit Ab
stand von der Drehachse (23) des Gestänges
(3; 19, 20) angeordnet ist.
3. Bohrvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Lenk- und Abbauwerkzeug
(5; 33; 35, 36) in einem Schlitz (21; 37) des Außenge
stänges (19) angeordnet ist.
4. Bohrvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß am Umfang des Außengestänges
(19) je ein Lenk- und Abbauwerkzeug (5) angeordnet
ist.
5. Bohrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Lenk- und Abbau
werkzeug (5) gegenüber der Spitze des Außengestän
ges (19) zurückversetzt ist.
6. Bohrvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Außengestängespitze als Abbau
werkzeug (33) ausgebildet ist.
7. Bohrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gestänge (19) mit
einem zu einer Düse (31) führenden Kanal (32) ver
sehen ist.
8. Bohrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Lenk- und Abbau
werkzeug (5; 33; 35, 36) über ein Kegelradgetriebe
(25, 27) angetrieben wird.
9. Bohrvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß über ein auf einer Werkzeugwelle
(28) angeordnetes Rad (34) und ein mit dem Getrie
be (25, 27) verbundenes Rad (26) eine Kette (29, 36)
verläuft.
10. Bohrvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kette (36) mit Werkzeugen (35)
besetzt ist.
11. Bohrvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kette (36) in einem Längsschlitz
(37) des Außengestänges (19) verläuft.
12. Bohrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß sich auf der der Werk
zeugwelle gegenüberliegenden Seite des Außenge
stänges (19) eine Lenkschräge (30) befindet.
13. Bohrvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß in der Lenkschräge eine mit einem
Gestängekanal (32) verbundene Düse (31) angeordnet
ist.
14. Bohrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gestänge
(19, 20) ein Erdreichförderer angeordnet ist.
15. Verfahren zum Richtungsbohren unter Verwendung
einer Bohrvorrichtung mit einem drehbaren
Mehrstranggestänge und mindestens einem über das
Gestänge separat angetriebenen Lenk- und Abbau
werkzeug, dadurch gekennzeichnet, daß zur Rich
tungsänderung die Abbauleistung des Lenk- und Ab
bauwerkzeugs geändert wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich
net, daß die Abbauleistung periodisch geändert
wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeich
net, daß die Drehzahl des Lenk- und Abbauwerkzeugs
periodisch geändert wird.
18. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich
net, daß die Drehrichtung des Lenk- und Abbauwerk
zeugs geändert wird.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19620401A DE19620401C2 (de) | 1996-05-21 | 1996-05-21 | Lenkbare Bohrvorrichtung |
| GB9710362A GB2313392B (en) | 1996-05-21 | 1997-05-20 | Steerable boring machine |
| CA002205783A CA2205783A1 (en) | 1996-05-21 | 1997-05-21 | Steerable boring machine |
| US08/861,424 US5924500A (en) | 1996-05-21 | 1997-05-21 | Steerable boring machine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19620401A DE19620401C2 (de) | 1996-05-21 | 1996-05-21 | Lenkbare Bohrvorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19620401A1 true DE19620401A1 (de) | 1997-11-27 |
| DE19620401C2 DE19620401C2 (de) | 1998-06-10 |
Family
ID=7794880
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19620401A Expired - Fee Related DE19620401C2 (de) | 1996-05-21 | 1996-05-21 | Lenkbare Bohrvorrichtung |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US5924500A (de) |
| CA (1) | CA2205783A1 (de) |
| DE (1) | DE19620401C2 (de) |
| GB (1) | GB2313392B (de) |
Families Citing this family (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2780595B1 (fr) * | 1998-06-25 | 2000-08-04 | Alsthom Cge Alcatel | Procede de communication avec un acces |
| SE515518C2 (sv) * | 1998-09-28 | 2001-08-20 | Uniroc Ab | Gängförband för borrsträng för slående bergborrning |
| US6321858B1 (en) | 2000-01-28 | 2001-11-27 | Earth Tool Company, L.L.C. | Bit for directional drilling |
| US6699648B2 (en) * | 2002-03-27 | 2004-03-02 | Eastman Kodak Company | Modified antistatic compositions and thermally developable materials containing same |
| US6827158B1 (en) | 2002-07-31 | 2004-12-07 | The Charles Machine Works, Inc. | Two-pipe on-grade directional boring tool and method |
| DE10258605A1 (de) * | 2002-12-16 | 2004-07-08 | Robert Bosch Gmbh | Bohrwerkzeug mit abrasiven Schneidelementen und eine dieses antreibende Bohrmaschine |
| DE602004010127T2 (de) * | 2003-06-27 | 2008-09-18 | The Charles Machine Works Inc., Perry | Kupplung für doppelwandiges rohr |
| USD630233S1 (en) * | 2010-07-16 | 2011-01-04 | Ford Douglas R | Directional boring bit |
| USD631069S1 (en) * | 2010-07-16 | 2011-01-18 | Ford Douglas R | Directional boring bit |
| CN103410432B (zh) * | 2013-08-22 | 2015-12-30 | 舒泳军 | 六边形钻孔机 |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3878903A (en) * | 1973-12-04 | 1975-04-22 | Martin Dee Cherrington | Apparatus and process for drilling underground arcuate paths |
| EP0247767A2 (de) * | 1986-05-16 | 1987-12-02 | Gas Research Institute | Verfahren und Vorrichtung zum Steuern der Richtung eines Schlagbohrwerkzeugs im Bohrloch |
| US5392868A (en) * | 1993-05-25 | 1995-02-28 | The Charles Machine Works, Inc. | Directional multi-blade boring head |
| EP0674093A2 (de) * | 1994-03-22 | 1995-09-27 | The Charles Machine Works Inc | Richtungsbohrkopf mit Ablenkschuh |
Family Cites Families (16)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4013134A (en) * | 1974-05-20 | 1977-03-22 | The Richmond Manufacturing Company | Portable earth boring machine with steering head |
| AR207066A1 (es) * | 1974-12-11 | 1976-09-09 | Fischer Artur | Unidad taladradora |
| US4597454A (en) * | 1984-06-12 | 1986-07-01 | Schoeffler William N | Controllable downhole directional drilling tool and method |
| US4674579A (en) * | 1985-03-07 | 1987-06-23 | Flowmole Corporation | Method and apparatus for installment of underground utilities |
| US4637479A (en) * | 1985-05-31 | 1987-01-20 | Schlumberger Technology Corporation | Methods and apparatus for controlled directional drilling of boreholes |
| DE3602387C1 (de) * | 1986-01-28 | 1987-06-04 | Hochtief Ag Hoch Tiefbauten | Vorrichtung zum Einbringen eines im wesentlichen vertikalen Bodenschlitzes |
| US4699224A (en) * | 1986-05-12 | 1987-10-13 | Sidewinder Joint Venture | Method and apparatus for lateral drilling in oil and gas wells |
| US4848486A (en) * | 1987-06-19 | 1989-07-18 | Bodine Albert G | Method and apparatus for transversely boring the earthen formation surrounding a well to increase the yield thereof |
| FI881964A7 (fi) * | 1988-04-27 | 1989-10-28 | Tampereen Alituspalvelu Oy | Foerfarande och anordning foer att bygga underjordiska roerlinjer. |
| US4948925A (en) * | 1989-11-30 | 1990-08-14 | Amoco Corporation | Apparatus and method for rotationally orienting a fluid conducting conduit |
| DK188491A (da) * | 1991-11-19 | 1993-05-20 | Htc As | Styrbart boreudstyr til at bore et borehul i en underjordisk formation |
| US5449046A (en) * | 1993-12-23 | 1995-09-12 | Electric Power Research Institute, Inc. | Earth boring tool with continuous rotation impulsed steering |
| US5421420A (en) * | 1994-06-07 | 1995-06-06 | Schlumberger Technology Corporation | Downhole weight-on-bit control for directional drilling |
| US5484029A (en) * | 1994-08-05 | 1996-01-16 | Schlumberger Technology Corporation | Steerable drilling tool and system |
| US5738178A (en) * | 1995-11-17 | 1998-04-14 | Baker Hughes Incorporated | Method and apparatus for navigational drilling with a downhole motor employing independent drill string and bottomhole assembly rotary orientation and rotation |
| DE19612902C2 (de) * | 1996-03-30 | 2000-05-11 | Tracto Technik | Verfahren zum Richtungsbohren und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
-
1996
- 1996-05-21 DE DE19620401A patent/DE19620401C2/de not_active Expired - Fee Related
-
1997
- 1997-05-20 GB GB9710362A patent/GB2313392B/en not_active Expired - Fee Related
- 1997-05-21 CA CA002205783A patent/CA2205783A1/en not_active Abandoned
- 1997-05-21 US US08/861,424 patent/US5924500A/en not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3878903A (en) * | 1973-12-04 | 1975-04-22 | Martin Dee Cherrington | Apparatus and process for drilling underground arcuate paths |
| EP0247767A2 (de) * | 1986-05-16 | 1987-12-02 | Gas Research Institute | Verfahren und Vorrichtung zum Steuern der Richtung eines Schlagbohrwerkzeugs im Bohrloch |
| US5392868A (en) * | 1993-05-25 | 1995-02-28 | The Charles Machine Works, Inc. | Directional multi-blade boring head |
| EP0674093A2 (de) * | 1994-03-22 | 1995-09-27 | The Charles Machine Works Inc | Richtungsbohrkopf mit Ablenkschuh |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CA2205783A1 (en) | 1997-11-21 |
| GB9710362D0 (en) | 1997-07-16 |
| GB2313392B (en) | 2000-05-24 |
| DE19620401C2 (de) | 1998-06-10 |
| GB2313392A (en) | 1997-11-26 |
| US5924500A (en) | 1999-07-20 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE19612902C2 (de) | Verfahren zum Richtungsbohren und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE19607365C2 (de) | Verfahren zum Lenken eines Erdbohrgeräts und ein lenkbares Gerät zum Herstellen einer Erdbohrung | |
| DE3942438C2 (de) | ||
| DE3911467C2 (de) | ||
| EP2133507B1 (de) | Bohrvorrichtung und Bohrverfahren | |
| DE19620401C2 (de) | Lenkbare Bohrvorrichtung | |
| DE2726445C3 (de) | Streckenvortriebsmaschine | |
| EP0293584B1 (de) | Bohrvorrichtung für ein Hochdruck-Injektions-Bohrverfahren | |
| EP1213441B1 (de) | Bohrsystem | |
| EP0578034B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen einer Erdbohrung | |
| DE3902868C1 (de) | ||
| DE4432710C1 (de) | Zielbohreinrichtung zum horizontalen Richtbohren | |
| DE102016003749B4 (de) | Bohranlage zum Einbringen von Bohrungen in Gestein und/oder Felsen | |
| EP2423388A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen einer Schlitzwand | |
| DE19732532A1 (de) | Verfahren zum Richtungsbohren | |
| WO1984002555A1 (fr) | Installation pour pratiquer des trous de forage dans les parois laterales de chambres d'exploitation souterraines de largeur limitee | |
| DE19923555C1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zum Richtungsbohren | |
| DE19946587A1 (de) | Vorrichtung zum Richtungsbohren | |
| DE10116103B4 (de) | Vorrichtung zum Auffahren einer unterirdischen Bohrung | |
| DE19718527C2 (de) | Vorrichtung zum Aufweiten einer Erdbohrung | |
| DE10122299C2 (de) | Verfahren zum Felsbohren | |
| EP2245233B1 (de) | Vorrichtung und verfahren zum einbringen von bohrungen ins erdreich, deren querschnitte sich teilweise überschneiden | |
| DE19523769C1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Leitungsverlegung in stufengrabenartiger Anordnung | |
| DE3928619A1 (de) | Vorrichtung zum richtungsgesteuerten bohren | |
| DE2940472A1 (de) | Vortriebsmaschine |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |