DE19619697A1 - Horizontalablenkverstärkungsvorrichtung - Google Patents
HorizontalablenkverstärkungsvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Horizontalablenkverstärkungsvor
richtung, die für eine automatische Hauptenergieversorgung
beispielsweise die Energieversorgung für eine Kathodenstrahlröh
re, eine Farbbildröhre und ein Fernsehgerät mit hoher Auflösung
benutzt wird.
Die Horizontalablenkung einer üblichen Kathodenstrahlröhre
arbeitet mit einer Horizontalablenkverstärkungsvorrichtung, die
eine Versorgungsspannung von etwa 80V benötigt. Diese Ver
sorgungsspannung kommt von einer Schaltversorgungsschaltung oder
einer linearen Versorgungsschaltung. Obwohl ein Schaltnetz eine
höhere Leistungsfähigkeit hat, beeinträchtigen Schaltstörungen
die Bildqualität, da sie nachteilig den Ablenkstrom beeinflussen,
so daß die lineare Versorgungsschaltung in größerem Umfang
benutzt wird.
Wie es in Fig. 9 der zugehörigen Zeichnung dargestellt ist,
umfaßt eine herkömmliche Horizontalablenkverstärkungsvorrichtung
für eine lineare Versorgungsschaltung eine Energieversorgung 10,
einen Ablenkspulentreiber 20, eine Kondensatorsteuerung 30 und
einen Spartransformator 40. Die Energieversorgung 10 liefert
konstante Spannungen (Gleichspannungen) dem Ablenkspulentreiber
20 und der Kondensatorsteuerung 30 für den Spartransformator 40,
um für die notwendige Treiberspannung zum Betreiben einer
Horizontalablenkspule zu sorgen (siehe Fig. 11). Der Spartrans
formator 40 erzeugt dabei eine Ablenkspannung, die für die
Horizontalablenkspule (Jochspule) eines Fernsehgerätes geeignet
ist, und zwar über einen Abgriff, der während der Herstellung
nach Maßgabe der Bildschirmgröße des Fernsehgerätes von Hand
gewählt wird. Die Energieversorgung 10 ist in Fig. 10 dargestellt
und der Ablenkspulentreiber 20, die Kondensatorsteuerung 30 und
der Spartransformator 40 sind in Fig. 11 dargestellt.
Wie es in Fig. 10 dargestellt ist, ist die Kollektor-
Emitter-Spannung (annähernd 5V) eines Transistors Q₁ so vor
bestimmt, daß die inhärenten Verluste der Energieversorgung 10
reduziert sind, und es ist ein Transistor Q₂ vorgesehen, um die
Versorgungsschaltung abzuschalten, indem der Transistor Q₁
gesperrt wird, um dadurch eine elektrische Beschädigung der
Horizontalablenkspule zu verhindern. Dazu ist an der Basis des
Transistors Q₂ ein halbleitergesteuerter Gleichrichter (SCR) Q₃
vorgesehen. Wenn eine geeignete Triggerspannung am Gate des SCR
Q₃ liegt, liegt die Basis des Transistors Q₂ über den SCR
effektiv an Masse.
Es werden zwei Einrichtungen zum Schützen der Horizontal
ablenkschaltung verwandt, von denen jede den Transistor Q₁
sperrt. Bei der ersten erreicht dann, wenn ein Überstrom durch
einen Widerstand R₁ fließt, ein Transistor Q₄ seine Sättigung und
wird das Gate des SCR Q₃ getriggert, so daß die Arbeit der
Versorgungsschaltung unterbrochen wird. Wenn bei der zweiten die
gepulste Kollektorspannung (VCP) eines Transistors Q₅, das heißt
eines Bipolartransistors mit isoliertem Gate (IGBT) des Ablenk
spulentreibers 20 in Fig. 11 annähernd 1.000V überschreitet, dann
wird ein Triggersignal erzeugt und an das Gate des SCR Q₃ über
einen Komparator 11 gelegt, um dadurch die Arbeit der Ver
sorgungsschaltung zu unterbrechen.
Wie es in Fig. 11 dargestellt ist, ist im Ablenkspulen
treiber 20 die Spannung von ± 15V, die von der Energiequelle 10
anliegt, eine Spannung zum Steuern des IGBT Q₅ nach Maßgabe eines
Horizontalablenksignals Hdef und ist die Versorgungsspannung eine
Spannung zum Betreiben der Ablenkspule über mehrere Kondensatoren
C₁ bis C₁₄ und den Spartransformator 40. Das bedeutet, daß dann,
wenn die Versorgungsspannung ununterbrochen nach Maßgabe des
Schaltvorganges des angesteuerten IGBT an der Kondensator
steuerung 30 liegt, zwischen dem Kollektor und dem Emitter des
IGBT eine passende Spannung VCP erzeugt wird. Die Kondensator
steuerung 30 umfaßt mehrere Kondensatoren C₁ bis C₁₄ und Relais
schalter K₁ bis K₁₂ zum Wählen der Kondensatoren. Der Spartrans
formator 40 weist mehrere Abgriffe auf, die Relaisschaltern K₁₃
bis K₂₂ entsprechen, um die geeignete (Bildschirmgröße) Indukti
vität zu wählen, damit eine geeignete Ablenkspannung für eine
Jochspule 50 des Fernsehgerätes erzeugt wird, wobei die Relais
schalter K₁₉ bis K₂₂ zur Feinabstimmung der Ablenkspannung dienen.
Bei der oben beschriebenen Horizontlablenkverstärkungsvor
richtung werden Kondensatoren wahlweise so angeschlossen, daß der
Jochspule der gewünschte Ablenkstrom geliefert wird. Während
eines derartigen Anschlusses ändert sich jedoch der Zustand der
Schaltung, wodurch Übergangsströme und Überspannungspegel erzeugt
werden. Dementsprechend sollte die Energiequelle abgeschaltet
werden, kurz bevor die Kondensatoren angeschlossen werden, und
unmittelbar danach wieder angeschaltet werden.
Es ist das Ziel der Erfindung eine Horizontalablenkver
stärkungsvorrichtung zu schaffen, bei der eine Beschädigung
aufgrund eines zu hohen Übergangsstromes vermieden wird, wenn
eine Horizontalablenkspule mit den Kondensatoren über Schalt
einrichtungen verbunden wird.
Dazu umfaßt die erfindungsgemäße Horizontalablenkver
stärkungsvorrichtung einen Spartransformator mit mehreren
Abgriffen, mehrere Kondensatoren, die wahlweise mit den Abgriffen
des Spartransformators verbunden werden, erste Schalteinrichtun
gen zum wahlweisen Verbinden der Kondensatoren mit den Abgriffen
des Spartransformators, einen Ablenkspulentreiber zum Anlegen
eines Stromes an den Spartransformator, und zwar über die ersten
Schalteinrichtungen, eine Energieversorgung zum Versorgen der
Kondensatoren und des Ablenkspulentreibers mit einer konstanten
Spannung, die Schutzeinrichtungen aufweist, um die konstante
Spannung zum Schützen des Ablenkspulentreibers zu unterbrechen,
und eine Steuereinrichtung zum Steuern der ersten Schalteinrich
tungen, die ein Steuersignal den Schutzeinrichtungen liefert, um
kurzzeitig die konstante Spannung vor dem Schaltvorgang der
ersten Schalteinrichtungen zu unterbrechen.
Vorzugsweise enthalten die ersten Schalteinrichtungen erste
Relaisschalter zum Wählen der Kondensatoren und zweite Relais
schalter zum Wählen der Abgriffe des Spartransformators und
enthalten die Schutzeinrichtungen eine zweite Schalteinrichtung,
die aus einem Bipolartransistor, einem Bipolartransistor mit
isoliertem Gate, einem Feldeffekttransistor, einem halbleiterge
steuerten Gleichrichter oder einen Triag besteht, um die
Energieversorgung auf das Steuersignal der Steuereinrichtungen
ansprechend zu unterbrechen.
Im folgenden wird anhand der zugehörigen Zeichnung ein
besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung näher
beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 in einem Blockschaltbild ein Ausführungsbeispiel der
Horizontalablenkverstärkungsvorrichtung,
Fig. 2 das Schaltbild der Energieversorgung von Fig. 1,
Fig. 3 das Schaltbild des Ablenkspulentreibers und der
Kondensatorsteuerung sowie des Spartransformators von Fig. 1,
Fig. 4 und 5 in Zeitdiagrammen die Arbeitsweise der
Schaltung, wenn die Kondensatoren an die Ablenkspule von Fig. 1
angeschlossen und von dieser getrennt werden,
Fig. 6 Signalwellenformen zur Erläuterung der Arbeitsweise
der Schaltung von Fig. 1,
Fig. 7 und 8 die Wellenformen von Fig. 6 zeitlich gedehnt
für den Fall, daß die Energieversorgung von Fig. 1 an- und
ausgeschaltet wird,
Fig. 9 in einem Blockschaltbild eine herkömmliche Horizon
talablenkverstärkungsvorrichtung,
Fig. 10 in einem Schaltbild die Energieversorgung von Fig.
9 und
Fig. 11 in einem Schaltbild den Ablenkspulentreiber, die
Kondensatorsteuerung und den Spartransformator von Fig. 9.
Wie es in den Fig. 1 bis 3 dargestellt ist, umfaßt das
Ausführungsbeispiel der Horizontalablenkverstärkungsvorrichtung
eine Energieversorgung 410, die konstante Spannungen (Gleich
spannungen) liefert und eine Schutzschaltung 410a (siehe Fig. 2)
aufweist, die darin vorgesehen ist, einen Ablenkspulentreiber
420, eine Kondensatorsteuerung 430 mit mehreren Kondensatoren C₁
bis C₁₄ zum Versorgen einer Jochspule (siehe Fig. 3) mit einer
passenden Spannung, einen Spartransformator 440 und einen
Mikroprozessor 460 zum Steuern der Schutzschaltung und zum
wahlweisen Anschließen der Kondensatoren. Der Ablenkspulentreiber
420 und die Kondensatorsteuerung 430 sind dabei die gleichen wie
bei den bestehenden Schaltungen, während sich die Energiever
sorgung 410 von Fig. 10 nur in Form der Schutzschaltung 410a
unterscheidet.
Die Energieversorgung 410 ist in der in Fig. 2 dargestellten
Weise aufgebaut. Die Schutzschaltung 410a ist zusätzlich
vorgesehen und weist einen Transistor Q₆ auf, der parallel zum
SCR Q₃ geschaltet ist. Kurz bevor die Kondensatoren über den
Spartransformator 440 an die Jochspule 450 angeschlossen werden
oder davon getrennt werden, wird der Transistor Q₆ durchgeschal
tet, wodurch die Basis des Transistors Q₂ an Masse kommt und
dadurch die Versorgungsspannung unterbrochen wird, um dadurch den
IGBT Q₅ des Ablenkspulentreibers 420 zu schützen.
Der Mikroprozessor 460 steuert die Relaisschalter K₁ bis K₁₂
(erste Schalteinrichtungen) der Kondensatorsteuerung 430, die
Relaisschalter K₁₃ bis K₂₂ des Spartransformators 440 und das
Sperren und Durchschalten des Transistors Q₆ der Schutzschaltung
410a.
Wenn während des Betriebes der Horizontalablenkverstärkungs
vorrichtung mit dem oben beschriebenen Aufbau die Versorgungs
spannung der Energieversorgung 410 niedrig ist, beträgt die an
der Primärwicklung L1 liegende Spannung 80 V, während dann, wenn
die Versorgungsspannung hoch ist, die Spannung an L₁ gleich 0V
ist.
Die passende Kombination der Relaisschalter K₁ bis K₁₂ ist
so bestimmt, daß die Kondensatoren C₁ bis C₁₄ angesteuert
(angeschaltet) werden (wobei C₁ und C₉ grundsätzlich gewählt
werden), um den gewünschten Ablenkstrom für die Jochspule 450 zu
liefern. Der Mikroprozessor 460 steuert n (beispielsweise 22)
Relaisschalter K₁ bis K₂₂, die m (10) Schalter K₁₃ bis K₂₂ zum
wahlweisen Anschließen von Zwischenabgriffen zum Bestimmen der
Induktivität der Sekundärwicklung des Spartransformator 440 und
n-m (22-10) Schalter K₁ bis K₁₂ zum wahlweisen Anschließen des
Kondensatorblockes der Kondensatorsteuerung 430 umfassen. Dabei
sind die n Relaisschalter mit dem Mikroprozessor 460 über n
Sammelleitungen verbunden und werden diese Relaisschalter nach
Maßgabe eines Abgriffswählsignals des Mikroprozessors 460
angesteuert. Unter der Steuerung des Mikroprozessors 460 unter
bricht gleichfalls die Schutzschaltung 410a die Versorgungs
spannung der Energieversorgung 410 unmittelbar bevor einer der
Relaisschalter betätigt wird, das heißt direkt bevor sich der
Anschlußzustand der Jochspule und der Kondensatoren ändert, um
dadurch den Transistor Q₅ (IGBT) und die Jochspule 450 vor einem
Überstrom (Stromzacken) zu schützen.
Wenn in der Schutzschaltung 410a ein Steuersignal vom
Mikroprozessor 460 an der Basis des Transistors Q₆ liegt, dann
fällt die Basisspannung des Treibertransistors Q₂ der Energiever
sorgung 410 auf 0V, wodurch die Versorgungsspannung, die an den
Schaltungen von Fig. 3 gelegen hat, unterbrochen wird.
Der Spartransformator 440 weist eine Anzahl von Abgriffen
zum Wählen der Anzahl an Windungen der Spule, um eine Spannung
zu liefern, die für die Jochspule geeignet ist und der Bild
schirmgröße eines Fernsehgerätes entspricht, Relaisschalter K₁₃
bis K₁₈ zum Wählen der Abgriffe, um eine passende Ablenkspannung
für die Horizontalablenkspule des Fernsehgerätes zu erzeugen, und
Relaisschalter K₁₉ bis K₂₂ auf, die Feinsteuerabgriffen zum
Feinabstimmen der Ablenkspannung entsprechen. Diese Relais
schalter werden automatisch durch den Mikroprozessor 460 nach
einem bestimmten Steuerprogramm gewählt und angeschlossen. Für
die Treibereinrichtung (Q₅) des Ablenkspulentreibers 420 kann ein
aktives Bauelement, wie beispielsweise ein Bipolartransistor, ein
Bipolartransitor mit isoliertem Gate, ein Feldeffekttransistor,
ein halbleitergesteuerter Gleichrichter oder ein Triag verwandt
werden, wobei die Charakteristik eines Bipolartransistors mit
isoliertem Gate am meisten bevorzugt ist.
Jede Gruppe von Wellenformen a bis e in Fig. 4 und 5 gibt
die Spannungen wieder, die an fünf Knotenpunkten der Schaltungen
von Fig. 2 und 3 liegen, und zwar jeweils für das angezogene
Relais und das abgefallene Relais. Das heißt, daß die Wellenform
a ein Schaltsignal zeigt, das jeweils den Anschluß und das
Trennen eines Kondensators angibt, die Wellenform b die Basis
spannung des Transistors Q₆ zeigt, die Wellenform c die Basis
spannung des Transistors Q₄ zeigt, die Wellenform d die Spannung
an der Primärwicklung L₁ des Spartransformators 440 zum Erzeugen
einer Treiberspannung, die an der Jochspule liegt und durch die
Kollektorspannung des IGBT-Treibertransistors Q₅ bestimmt ist,
zeigt und die Wellenform e die Spannung über einem Relaisschalter
zeigt. Die Arbeitsabfolge des Mikroprozessors 460 zum Schützen
der Horizontalablenkverstärkungsvorrichtung wird im folgenden
anhand der Wellenformen a-e beschrieben.
Wenn die Kondensatoren der Kondensatorsteuerung 430 an die
Jochspule 450 angeschlossen werden (oder davon getrennt werden),
werden Schaltsignale zum Betätigen der Relaisschalter K₁ bis K₁₂
zum passenden Wählen und Anschließen (oder Trennen) entsprechen
der Kondensatoren in der Kondensatorsteuerung 430 und von
Relaisschaltern K₁₃ bis K₁₈ zum wahlweisen Anschließen der
Abgriffe des Spartransformators 440 durch den Mikroprozessor 460
für ein Zeitintervall t₀ bis tx erzeugt (siehe Wellenform a in
Fig. 4 und 5), wobei tx eine willkürliche Zeit ist. Der Mikro
prozessor 460 legt dann ein Steuersignal mit hohem Pegel (siehe
Wellenform b und Wellenform c anschließend an die Wellenform b
in den Fig. 4 und 5) an die Basis des Transistors Q₆ der
Schutzschaltung 410a, um die Treiberspannung der Wicklung L₁ auf
0V herabzusetzen (siehe Wellenform d in Fig. 4 und 5). Das
Zeitintervall, in dem die Treiberspannung der Jochspule auf 0V
herabgesetzt wird, beträgt somit (t₀ bis t₁) annähernd 2 ms.
Das Signal mit hohem Pegel (oder niedrigem Pegel) zum
wahlweisen Schließen (oder Öffnen) der Relaisschalter K₁ bis K₁₈
der Kondensatorsteuerung 430 und des Spartransformators 440 zum
Zeitpunkt t₂ liegt an den Relaisschaltern K₁₃ bis K₁₈ mittels des
Mikroprozessors 460, um die Relaisschalter zu schließen oder zu
öffnen. Das Schließen oder Öffnen der Relaisschalter sollte
erfolgen, während die Treiberspannung der Primärwicklung L₁
gleich 0V ist. Zum Zeitpunkt t₃, an dem der entsprechende
Kondensator und die Jochspule 450 verbunden oder getrennt werden,
liegt somit ein Steuersignal mit niedrigem Pegel des Mikro
prozessors 460 an der Basis des Transistors Q₆ der Schutz
schaltung 410a von Fig. 2. Die Versorgungsspannung von der
Energieversorgung 410 wird daher wieder geliefert und die
Treiberspannung der Primärwicklung L₁ kehrt auf 80V zurück. Das
heißt, daß eine Versorgungsspannung von etwa 80V der Kondensator
steuerung 430 geliefert wird, um die Primärwicklung L₁ des
Spartransformators 440 mit 80V zu versorgen und die notwendige
Spannung für die Jochspule 450 nach Maßgabe einer Sekundärwick
lung L₂ anzulegen, die durch einen der Relaisschalter K₁₃ bis K₁₈
gewählt ist, so daß ein passender Strom über die Kondensatoren
durch die Jochspule 450 fließt. Die Ansprechzeit t₀ bis t₂ der
Relaisschalter liegt dabei bei annähernd 100 ms und t₁ bis t₃ ist
das gültige Unterbrechungszeitintervall bei einem Gesamtver
sorgungsspannungsunterbrechungszeitintervall t₀ bis t₃.
Wenn die Kollektorspannung des IGBT Q₅ die normale Spannung
der Energieversorgung 410 zu schnell erreicht, kann die abrupte
Änderung der Spannung in diesem Übergangszustand zur Erzeugung
einer Spannung von 1.300V oder mehr am Kollektor des Transistors
Q₅ des Ablenkspulentreibers 420 infolge der Induktivität der
Jochspule 450 und des Spartransformators 440 führen. Es ist daher
eine Langsamstarteinrichtung erforderlich. Um einen Langsamstart
zur verwirklichen, sind ein Widerstand R₄ und ein Kondensator C₁₅
an der Basis des Transistors Q₄ der Energieversorgung 410
zusätzlich vorgesehen.
Die Arbeitsweise der Horizontalablenkverstärkungsvorrichtung
ist in den Fig. 6 bis 8 dargestellt, in denen eine Wellenform 1
die Gatespannung des IGBT (Q₅) wiedergibt, eine Wellenform 2 den
Strom wiedergibt, der in der Jochspule fließt, und eine Wellen
form 3 die Kollektorspannung des IGBT wiedergibt. Der IGBT wird
beschädigt, wenn seine Kollektorspannung 1.300V übersteigt. Die
Fig. 7 und 8 zeigen die Wellenformen von Fig. 6 zeitlich gedehnt
für den Fall, daß die Energieversorgung von Fig. 1 jeweils an-
und ausgeschaltet ist.
Wie es oben beschrieben wurde, wird bei dem Ausführungsbei
spiel der Horizontalablenkverstärkungsvorrichtung gemäß der
Erfindung der Anschluß der Jochspule und der Kondensatoren über
die Steuerung eines Mikroprozessors in einem Relaisschaltvorgang
geändert. Um zu verhindern, daß der Treibertransistor des
Ablenkspulentreibers zerstört wird oder daß die Jochspule infolge
eines Überstromes beschädigt wird, der dann erzeugt wird, wenn
der Kondensator an eine Schaltung angeschlossen oder von einer
Schaltung abgetrennt wird, während die Ablenkspule durch die
anliegende Energieversorgung arbeitet, wird der Kondensator in
einem Zustand der Versorgungsspannung von 0V angeschlossen oder
abgetrennt und wird danach die Versorgungsspannung wieder
angelegt. Die Horizontalablenkverstärkungsvorrichtung kann daher
sicher betrieben werden.
Claims (4)
1. Horizontalablenkverstärkungsvorrichtung, gekennzeichnet
durch
einen Spartransformator (440) mit mehreren Abgriffen,
mehrere Kondensatoren, die wahlweise mit den Abgriffen des Spartransformators (440) verbunden werden können,
erste Schalteinrichtungen zum wahlweisen Verbinden der Kondensatoren mit den Abgriffen des Spartransformators (440),
einen Ablenkspulentreiber (420) zum Versorgen des Spartrans formators (440) mit einem Strom über die ersten Schalteinrichtun gen,
eine Energieversorgung (410) zum Versorgen der Kondensatoren und des Ablenkspulentreibers (420) mit einer konstanten Spannung, die eine Schutzeinrichtung (410a) zum unterbrechen der konstanten Spannung aufweist, um den Ablenkspulentreiber (420) zu schützen, und
eine Steuereinrichtung zum Steuern der ersten Schalt einrichtungen und zum Liefern eines Steuersignals zur Schutzein richtung (410a), um kurzzeitig die konstante Spannung vor dem Schaltvorgang der ersten Schalteinrichtungen zu unterbrechen.
einen Spartransformator (440) mit mehreren Abgriffen,
mehrere Kondensatoren, die wahlweise mit den Abgriffen des Spartransformators (440) verbunden werden können,
erste Schalteinrichtungen zum wahlweisen Verbinden der Kondensatoren mit den Abgriffen des Spartransformators (440),
einen Ablenkspulentreiber (420) zum Versorgen des Spartrans formators (440) mit einem Strom über die ersten Schalteinrichtun gen,
eine Energieversorgung (410) zum Versorgen der Kondensatoren und des Ablenkspulentreibers (420) mit einer konstanten Spannung, die eine Schutzeinrichtung (410a) zum unterbrechen der konstanten Spannung aufweist, um den Ablenkspulentreiber (420) zu schützen, und
eine Steuereinrichtung zum Steuern der ersten Schalt einrichtungen und zum Liefern eines Steuersignals zur Schutzein richtung (410a), um kurzzeitig die konstante Spannung vor dem Schaltvorgang der ersten Schalteinrichtungen zu unterbrechen.
2. Vorrichtung in Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
ersten Schalteinrichtungen erste Relaisschalter zum Wählen der
Kondensatoren und zweite Relaisschalter zum Wählen der Abgriffe
des Spartransformators (440) umfassen.
3. Vorrichtung in Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schutzeinrichtung der Energieversorgung eine zweite Schalt
einrichtung zum Abschalten der Energieversorgung auf ein
Steuersignal der Steuereinrichtung umfaßt.
4. Vorrichtung in Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
zweite Schalteinrichtung aus einer Gruppe gewählt ist, die aus
einem Bipolartransistor, einem Bipolartransistor mit isoliertem
Gate, einem Feldeffekttransistor, einem halbleitergesteuerten
Gleichrichter und einem Triag besteht.
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