DE19618386A1 - Fehlerobustes Multiplexverfahren - Google Patents
Fehlerobustes MultiplexverfahrenInfo
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Description
Die Erfindung geht von einem Verfahren zur Übertragung von
Datenblöcken nach der Gattung des Hauptanspruchs aus.
Es ist schon ein Verfahren zur Übertragung von Datenblöcke
bekannt, das Protokoll H.22P (ITU-T Study Group 15, LBC 95-276
"ITU-T Recommendation H.22P").
In diesem Protokoll werden die Rahmenstrukturen, die Formate
der Daten- und Steuerfelder und eine Struktur für die vom
Multiplexer zu übertragenden Daten, das Multiplexprotokoll,
festgelegt. Das Multiplexprotokoll ermöglicht die
Verarbeitung von logischen Informationen, die über die
Adaptationsebene auf die Multiplexebene gelangen, in
einheitliche Dateneinheiten. Das Protokoll ermöglicht die
Übertragung von beliebigen Kombinationen von digitalen Audio
und Videodaten oder anderen Informationen über eine
Datenleitung und schlägt zur Verhinderung eines
Datenverlustes ein spezielles Protokoll vor, das ein
Synchronisationsmuster mit 31 Bits Länge aufweist. Ihm wird
der HEADER (31 oder 63 bits) und das Informationsfeld mit
fester Länge nachgestellt. Das Synchronisationsmuster muß
durch eine Korrelationsbedingung im Empfänger erkannt
werden, erst dann kann die Verarbeitung der Datenblöcke im
Empfänger beginnen.
Bei diesem Verfahren können Datenverluste durch einen
Verlust der Synchronisation auftreten. Zudem ist kein
Mechanismus vorhanden, der Datenblöcke fester Länge mit
Daten auffüllt, sollte die Datenquelle keine Daten mehr
senden.
Das erfindungsgemäße Verfahren mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruch 1 hat demgegenüber den Vorteil, daß
die Synchronisation mit einem Fehlererkennungsverfahren, das
Fehler bei der Übertragung des HEADERs erkennt, kombiniert
wird. Dadurch kann ein fehlerfreier HEADER für die
Sicherstellung der Synchronisation herangezogen werden.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind
besonders vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen
des im Anspruch 1 angegebenen Verfahrens möglich.
Besonders vorteilhaft ist der Vorgang der
Startsynchronisation, die eine sehr schnelle Möglichkeit zur
Synchronisation aufzeigen.
Vorteilhafterweise wird die Startsynchronisation zur
Sicherheit noch mehrfach durchgeführt.
Bei mehrfacher Synchronisation ist es sinnvoll nach Anspruch
5 auch einen Grenzwert zu definieren.
Wichtig für die Sicherheit des Verfahrens ist, daß das SYNC
von einer Korrelationsfunktion erkannt wird.
Der schnelle Aufbau der Verbindung und eine gelungene
Startsynchronisation sind erst durch das
Fehlererkennungsverfahren gewährleistet.
Vorteilhaft für die problemlose Datenübertragung ist es,
fehlende Informationen der Datenquelle durch
Füllinformationen zu ersetzen.
Dazu ist es von Vorteil, das Feld INFORMATION mit
Füllinformationen aufzufüllen, wenn die Datenquelle noch
einen kompletten Rahmen gesendet hat.
Ist das nicht der Fall werden die Daten zwischengespeichert.
Eine sehr gute Möglichkeit der Auffüllung der Daten besteht
in der Einspeisung von Synchronisationsworten der
Datenquelle durch den Multiplexer.
Sehr günstig wirkt sich die Signalisierung, daß Füllbits
verwendet wurden, im HEADER aus.
Eine weitere Verbesserung der Datensicherheit ist durch
Verwendung von Softbits möglich.
Vorteilhaft für die sichere Übertragung ist auch die
Ausführungsform, die Fehlererkennungs- und
Fehlerkorrekturverfahren auf den gesamten Datenblock
erstreckt.
Eine weitere gute Möglichkeit ein fehlerrobustes Verfahren
zu erhalten ist die Verteilung des HEADERs über den gesamten
Datenblock (Interleaving).
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird in nachfolgender Beschreibung näher
erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 Struktur der Datenebenen für die
Multiplexdatenübertragung
Fig. 2 Aufbau der Dateneinheit des Multiplexprotokolls
Fig. 3 Rahmenstruktur der Datenquellen
Die Datenübertragung von beliebigen Datensignalen findet
nach Fig. 1 über hierarchisch gegliederte Ebenen statt.
Von den einzelnen Datengeräten kommen die zum Teil analogen
Signale über die Anwendungsebene zur Kodierungsebene. Nach
einem Digitalisierungsschritt werden die Inhalte der
logischen Kanäle LCN an die Adaptationsebene des Multiplexers
weitergegeben. Immer noch in getrennten Kanälen werden die
Daten als MUX-SDUs (Service Data Units) an die
Multiplexebene weitergereicht. Diese Ebene verarbeitet die
Vielzahl an Kanälen zu einem Kanal und gibt MUX-PDUs
(Protocol Data Units) aus. Diese Datenblöcke werden nach dem
erfindungsgemäßen Protokoll mit Signalen gefüllt.
Fig. 2 zeigt eine solche MUX-PDU in der Abfolge der Steuer- und
Datenfelder. Das erste Feld SYNC beeinhaltet ein
Synchronisationsmuster variabler Länge, das eine klar zu
detektierende Bitfolge von, z. B. 31 bit beinhaltet.
Das Synchronisationsmuster wird jedem Multiplexpaket
vorangestellt. Als Muster können z. B. Barker- oder
Williardsequenzen eingesetzt werden.
Im Feld HEADER legt man das Übertragungsschema für den
nachfolgenden Informationsblock fest. Ein Beispiel für ein
solches Übertragungsschema wird im Protokoll H.223 (ITU-T
Study Group 15) beschrieben. Ein solcher HEADER weist z. B. 4
bits auf. Alle 16 Zustände, die der HEADER mit den 4 bits
beschreiben kann, sind in einer Tabelle abgelegt. Möchte man
z. B. nur Audiosignale übertragen, wird ein bestimmte
Bitfolge gesetzt, wird der Informationsblock für Audio- und
Videosignale geteilt wird eine andere Bitfolge gesendet.
Im Anschluß folgt das Informationsfeld. Es ist nach den im
HEADER festgelegten Regeln für die verschiedenen Datenquellen
strukturiert. Das Informationsfeld wird so lange mit Daten
gemäß des vom HEADER vorgegebenen Multiplexschema
aufgefüllt, bis die Paketlänge n erreicht ist.
Als erster Schritt für eine Datenübertragung muß eine
Verbindung aufgebaut werden. Dazu wird mit Hilfe eines
Kontrollprotokolls die Länge n der Datenblöcke festgelegt.
Die Länge n ist für Empfänger und Sender einstellbar, auch
zu einem späteren Zeitpunkt. Dazu muß das Kontrollprotokoll
in die Übertragung eingreifen und einen Abgleich vornehmen.
Da die Rahmenlänge n der Datenblöcke über einen im
Kontrollprotokoll festgelegten Zeitraum konstant gehalten
wird, läßt sich eine besonders einfache und fehlersichere
Synchronisation erreichen, indem ein Synchronisationsmuster
(SYNC) immer am Ende eines Datenblockes gesucht wird. Wenn
jedoch nach dem Verbindungsaufbau fehlerhaft ein
Synchronisationsmuster erkannt wird, so führt diese
Synchronisationsstrategie dazu, daß ein nachfolgendes
Synchronisationsmuster nicht erkannt werden kann, da es
nicht im richtigen Zeitfenster liegt. Der Synchronisation
des ersten Datenblockes, der Startsynchronistaion, kommt
somit eine besondere Bedeutung zu und es muß sichergestellt
werden, daß diese Startsynchronisation mit besonderer
Sicherheit erfolgt. Es wird für die Startsynchronisation
vorgeschlagen, den HEADER mit in die Synchronisation
einzubeziehen, d. h. eine Startsynchronisation kann nur
erfolgen, wenn sowohl Synchronisationsmuster wie ein
fehlerfreier HEADER gefunden werden. Für die
Synchronisation der nachfolgenden Datenblöcke (MUX-PDUs)
können dann eine gewisse Anzahl von fehlerhaften
Synchronisationmuster oder HEADER akzeptiert werde, ohne daß
deswegen die Synchronisation verloren geht.
Es ist beim Verbindungsaufbau und bei der
Startsynchronisation z. B. von Vorteil, zu Beginn der
Übertragung (Verbindungsaufbau mit Hilfe eines
Kontrollprotokolls) kürzere Längen für n zu benutzen. Mit
Hilfe des Kontrollprotokolls wird dann ein Zeitpunkt
festgelegt, ab dem die Länge n geändert wird.
Zur Erkennung des SYNC auf der Empfängerseite der
Datenübertragung im Demultiplexer wird eine Mindestanzahl
von Bits festgelegt, die zwischen einem Muster im Datenstrom
und dem vom Kontrollprotokoll festgelegten
Synchronisationsmuster übereinstimmen müssen. Ist dieses
Korrelationsminimum erreicht (Korrelationsbedingung), so
gilt das Synchronisationsmuster als gefunden. Falls auf
diese Weise ein Synchronisationsmuster gefunden wurde, läuft
ein Fehlererkennungsverfahren für den HEADER ab. Eine
erfolgreicher Aufbau der Synchronisation im Empfänger findet
nur statt, wenn zum Synchronisationsmuster ein fehlerfreier
HEADER gefunden wurde. Die Fehlererkennung kann im
einfachsten Fall ein Parity-Check sein, wird aber
vorzugsweise mit einem CRC-Code durchgeführt. Wurde ein
Fehler bei der Übertragung der Daten entdeckt, wird das
Synchronisationsverfahren mit der Suche nach dem nächsten
Synchronisationsmuster fortgesetzt. In diesem Beispiel muß
das SYNC und der dazugehörige fehlerfreie HEADER einmal
gefunden werden, um die Startsynchronisation zuwege zu
bringen.
Ist das Startsynchronisationsverfahren erfolgreich
durchgeführt, wird das nächste Synchronisationsmuster
jeweils nach einem kompletten Rahmen der Länge n gesucht.
Gleichzeitig läuft ein Zähler mit, der inkrementiert wird,
wenn das Synchronisationsmuster die Korrelationsbedingung
nicht erfüllt und der HEADER nicht fehlerfrei erkannt werden
kann. Hat der Zähler einen Grenzwert G2 (ganzzahliger Wert,
der vom Kontrollprotokoll festgelegt wird) überschritten,
gilt die Synchronisation als verloren und es muß nach obigem
Schema neu synchronisiert werden. Typischerweise gilt die
Synchronisation nach vier Versuchen als verloren und es
erfolgt eine neue Startsynchronisation.
Ist die Synchronisation im Empfänger erfolgreich abgelaufen,
beginnt die Verarbeitung des HEADERS und der INFORMATION.
Weitere Ausführungsbeispiele:
Von Vorteil ist es, die Startsynchronisation sicherer gegen Fehler zu gestalten. Daher kann das Synchronisationsprinzip erweitert werden, indem das Synchronisationsmuster und der zugehörige fehlerfreie HEADER nicht nur einmalig, sondern G1-mal (ganze, einzustellende Zahl) gefunden werden muß, bevor die Synchronisation als erfolgreich gilt.
Von Vorteil ist es, die Startsynchronisation sicherer gegen Fehler zu gestalten. Daher kann das Synchronisationsprinzip erweitert werden, indem das Synchronisationsmuster und der zugehörige fehlerfreie HEADER nicht nur einmalig, sondern G1-mal (ganze, einzustellende Zahl) gefunden werden muß, bevor die Synchronisation als erfolgreich gilt.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform variiert die
Startsynchronisation, indem für G1 aufeinanderfolgende
Multiplexpakte das Synchronisationsmuster SYNC und für das
letzte Paket ein fehlerfreier HEADER gefunden werden muß.
Eine weitere Ausführungsform findet im speziellem dann
Anwendung, wenn in der Datenquelle nicht genügend
Information vorhanden ist, um den zur Verfügung stehenden
Platz im INFORMATION-Feld zu füllen.
Bei Verwendung konstanter Multiplexlängen n ist die
einzufüllende Datenmenge in ein Multiplexpaket, der
sogenannte Multiplex-Slot, für jede Datenquelle bekannt.
Stellt eine Datenquelle ihre Datenübertragung ein, ist es
sinnvoll den HEADER zu ändern und der Datenquelle somit im
nächsten Informationsfeld keinen Platz mehr zur Verfügung zu
stellen. Falls noch Restdaten der Datenquelle übertragen
werden sollen, besteht die Möglichkeit, geeignete Füllbits
zu verwenden und den Multiplex-Slot zu füllen. Dazu macht
man sich die Rahmenstruktur der Datenströme in geeigneter
Weise zu Nutze. Die Rahmenstruktur der Datenströme wird z. B.
auf der Adaptationsebene der Datenübertragung, siehe
Fig. 1, festgelegt.
Im speziellen Fall des Datenprotokolls H.324, das die
Rahmenstruktur der Datenquellen vorgibt, kann folgendermaßen
vorgegangen werden: Die Rahmenstruktur der Daten wird
beispielsweise von Synchronisationsworten der Datenquelle
begrenzt, siehe Fig. 3. Wie die Rahmenstruktur im einzelnen
aussieht, wird im Protokoll H.245, H.263, G.723, sowie in
Datenprotokollen festgelegt. An einer Rahmengrenze wird
mindestens ein Synchronisationsmuster gesetzt. Die
Steuerdaten enthalten z. B. Informationen über die Art der
Datenquelle oder enthalten einen Fehlerschutz. Der
Informationsblock enthält die eigentlich zu übertragenden
Daten. Die Rahmenstruktur wird im Multiplexpaket, Fig. 1, in
das INFORMATION-Feld eingespeist, d. h., daß sich mehrere
Rahmen innerhalb des Feldes INFORMATION
befinden können.
Sollte eine Datenquelle zu wenig Daten geliefert haben, um
den zugehörigen Multiplexslot im Feld INFORMATION komplett
zu füllen, sind folgende Strategien möglich, um dennoch ein
komplettes Multiplexpaket erstellen zu können:
- a) Im ersten Fall geht man davon aus, daß die Datenquelle zwar Daten bis zu einem Rahmenende einspeist, daß aber das Feld INFORMATION des Datenblockes nicht mit Daten gefüllt wird. Die Datenquelle sendet Daten-Synchronisationswort und eventuell noch weitere Daten. Der Multiplexer füllt diese Daten-Synchronisationswort in den Multiplex-Slot ein. Nach der letzten gesendeten Rahmengrenze wird der Multiplexslot mit dem speziellen Synchronisationswort der Datenquelle aufgefüllt. Das Auffüllen mit Synchronisationsworten geschieht im Multiplexer selbst. Der Rest eines nicht komplett eingefüllten Synchronisationswortes sollte im nächsten Multiplexslot der entsprechenden Datenquelle eingefüllt werden.
- b) Tritt der Fall ein, daß von der Datenquelle das Synchronisationswort zur Kennzeichnung der Rahmengrenze fehlt, muß man anders vorgehen. In diesem Fall muß der vorhandene Teil der Daten zwischengespeichert werden, bis die Datenquelle den Rest des Rahmens oder einen kompletten Multiplexslot an den Multiplexer geliefert hat. Es ist nicht möglich bei einem Abbruch des Datenstroms innerhalb des Feldes Information in Fig. 3 ein Synchronisationswort einzufügen, da der Empfänger dieses Wort an dieser Stelle nicht fehlerfrei erkennen kann. Nach dem Speichervorgang wird der Multiplexslot mit Synchronisationsmustern der zugehörige Datenquelle vom Multiplexer gefüllt oder es wird ein anderer HEADER ausgewählt, der die betreffende Datenquelle nicht enthält.
Sollte nach dem obigen Verfahren zusätzliche
Synchronisationsworte der Datenquelle eingefügt worden sein,
ist es sinnvoll, diese mit einem zusätzlichen Bit HF im
HEADER zu signalisieren.
Mit Hilfe des im HEADER zusätzlich eingefügte Bit HF kann
ein weiterer Auffüllmechanismus durchgeführt werden.
Für jede Datenquelle, die gemäß Multiplex-Schema einen
Multiplexslot im Datenblock reserviert hat, den sie nicht
komplett füllen kann, wird folgendes Schema angewandt:
- a) das erste Byte des Multiplexslots auf "alles Null" (0000 0000) gesetzt wird, wenn der Rest des Multiplex-Slotes komplett mit Daten gefüllt werden kann.
- b) Falls mehr als 1 Byte im Multiplexslot aufgefüllt werden muß, werden die entsprechenden Bytes mit "alles Eins" (1111 1111) gefüllt. Das letzte Byte vor Beginn der Daten wird immer auf "alles Null" gesetzt (gemäß a), z. B.
Erkennt der Empfänger mittels HF, daß sich Füllinformationen
im Datenpaket befinden, so können diese unter
Berücksichtigung der Füllregeln nach a) und b) entfernt
werden. Treten allerdings pro Füllbyte mehr als 3
Übertragungsfehler auf, ist keine sichere Erkennung der
Füllinformation mehr möglich.
Die Kennzeichnungen mit "alles Null" und "alles Eins" können
in ihrer Bedeutung auch vertauscht vorliegen.
Es ist denkbar nur 7 der 8 Bits des Füllbytes auszuwerten,
da bei Übertragungsfehlern das achte Bit sowieso redundant
ist.
Ein weiter Möglichkeit besteht im Ersatz des einzelnen Bits
HF durch t Bits. Mit t Bits läßt sich z. B. spezifizieren,
für welche Datenquelle Füllbits benutzt wurden.
HF besteht im nachfolgenden Beispiel aus 2 Bits. Mit diesen
ist beispielsweise folgende Kodierung möglich:
Das Füllverfahren mit den null- und einsgesetzten Bytes läßt
sich auch anwenden, wenn im HEADER des Datenblocks kein Bit
gesetzt wird, das Informationen über Füllbits trägt.
Es ist dann denkbar, daß im einem "Zusatzheader" der
Datenquelle die Information über die Füllbytes enthalten
ist. Damit wäre der Vorgang des Auffüllens mit Füllbits vom
HEADER des Multiplexers unabhängig. Die einzelnen
Datenquellen besitzen dann über ihre eigenen Zusatzheader
Informationen über eine mögliche Auffüllung mit Füllbits.
Es ist auch möglich, daß die Zusatzheader vom
Multiplexprotokoll in den Datenslots der Datenquellen
definiert werden.
Zu einer zusätzlichen Verbesserung der Synchronisation in
dem Multiplexer kann es sinnvoll sein, die sog. Softbits des
Demodulators in dem Multiplexer weiterzuverarbeiten. Das
bedeutet, daß Symbole anstelle von Bits weitergegeben
werden. Gibt der Demultiplexer die Softbits an die
Datenquelle weiter, können verbesserte FEC-Verfahren
eingesetzt werden (Soft decision signal processing). Das
Symbolformat schließt den Spezialfall der "Hard decesion"
ein, falls nur das MSB eines Symbols weiterverwendet wird.
Um das Multiplexschema möglichst sicher zu machen, sollte es
zusammen mit einem fehlererkennenden Code (z. B. CRC) und
anschließendem fehlerkorrigierenden Code (z. B. BCH, Reed-Solomon,
RCPC) übertragen werden. Darüber hinaus ist es
sinnvoll, den HEADER über das Multiplexpaket verteilt
anzuordnen (Interleaving).
Claims (19)
1. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen, wobei die Datenblöcke ein
Synchronisationsmuster SYNC, einen HEADER und ein
INFORMATIONS-Feld aufweisen, wobei das
Synchronisationsmuster SYNC den Beginn des Datenblockes
anzeigt und der HEADER Steuerzeichen für die Behandlung des
nachfolgenden INFORMATIONS-Feldes enthält, dadurch
gekennzeichnet, daß für die Startsynchronisation mindestens
das Synchronisationsmuster SYNC und ein fehlerfreie HEADER
gefunden werden muß.
2. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen nach Anspruch 1 dadurch
gekennzeichnet, daß als Startsynchronisation für mehrere
aufeinanderfolgende Datenblöcke das Synchronisationsmuster
SYNC und der fehlerfreie HEADER des letzten Datenblocks
gefunden werden müssen.
3. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß als Startsynchronisation zu einem
Datenblock das Synchronisationsmuster SYNC und der
dazugehörige fehlerfreie HEADER gefunden werden muß.
4. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Startsynchronisation G1-mal
wiederholt wird.
5. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Synchronisation als verloren gilt,
wenn SYNC und der da zugehörige HEADER in einem Datenblock
nicht gefunden werden können, oder wenn mehrfach bis zu
einem Grenzwert G2 die Synchronisation nicht gelingt.
6. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Synchronisationsmuster SYNC über
Korrelationsfunktionen erkannt werden muß.
7. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Erkennung von Fehlern im HEADER
Fehlererkennungsverfahren angewendet werden.
8. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen, wobei die Datenblöcke ein
Synchronisationsmuster SYNC, einen HEADER und einen
INFORMATIONS-Feld aufweisen, wobei das
Synchronisationsmuster SYNC den Beginn des Datenblockes
anzeigt und der HEADER Steuerzeichen für die Behandlung des
nachfolgenden INFORMATIONS-Feldes enthält, dadurch
gekennzeichnet, daß das INFORMATIONS-Feld mit
Füllinformationen aufgefüllt wird, wenn die sendende
Datenquelle die eingestellte Länge des Datenblocks nicht mit
Daten füllen kann.
9. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß nach einer vollständigen Erzeugung einer
Rahmenstruktur der Datenquelle, der restliche Multiplexslot
mit Füllinformation aufgefüllt wird, wenn die Datenquelle
keine Daten mehr sendet.
10. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß nach einer nicht vollständigen
Übertragung einer Rahmenstruktur der Datenquelle die
Informationen zwischengespeichert wird und der Multiplexslot
mit Füllinformation aufgefüllt wird oder ein anderer HEADER
gewählt wird.
11. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen nach den Ansprüchen 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Füllinformationen aus
Synchronisationsworten der Datenquelle bestehen.
12. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen nach den Ansprüchen 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß das Einfüllen von
Füllinformationen im HEADER signalisiert wird.
13. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen nach den Ansprüchen 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Einfüllen von
Füllinformationen im HEADER mit t Bits signalisiert wird.
14. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen nach den Ansprüchen 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß mit t Bits Datenquellen
spezifiziert werden, für die die Füllinformationen benutzt
werden.
15. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen nach den Ansprüchen 8 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Füllinformationen aus
mehreren aufeinanderfolgenden Bits besteht, vorzugsweise aus
"alles Null" (0000 0000) bzw. "alles Eins" (1111 1111).
16. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen nach den Ansprüchen 9 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß das Einfüllen von
Füllinformationen im Zusatzheader der einzelnen Quelle
angezeigt wird.
17. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen nach den Ansprüchen 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß im Demultiplexer "Softbits"
weiterverarbeitet werden.
18. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen nach den Ansprüchen 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß Fehlererkennungsverfahren und
eventuell Fehlerkorrekturverfahren auf den gesamten
Datenblock angewendet werden.
19. Verfahren zur Datenübertragung mittels Datenblöcken
zwischen zwei Stationen nach den Ansprüchen 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß die Informationen des HEADERs
über den gesamte Datenblock verteilt werden (Interleaving).
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19618386A DE19618386A1 (de) | 1996-04-15 | 1996-05-08 | Fehlerobustes Multiplexverfahren |
| EP97104733A EP0802650A3 (de) | 1996-04-15 | 1997-03-20 | Fehlerrobustes Multiplexverfahren |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19614738 | 1996-04-15 | ||
| DE19618386A DE19618386A1 (de) | 1996-04-15 | 1996-05-08 | Fehlerobustes Multiplexverfahren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19618386A1 true DE19618386A1 (de) | 1997-10-16 |
Family
ID=7791258
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19618386A Withdrawn DE19618386A1 (de) | 1996-04-15 | 1996-05-08 | Fehlerobustes Multiplexverfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19618386A1 (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3032296C2 (de) * | 1980-08-27 | 1982-02-11 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Schaltungsanordnung zum Synchronisieren einer Sende-und Empfangsstelle auf das Datennetz eines digitalen Nachrichtensystems |
-
1996
- 1996-05-08 DE DE19618386A patent/DE19618386A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3032296C2 (de) * | 1980-08-27 | 1982-02-11 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Schaltungsanordnung zum Synchronisieren einer Sende-und Empfangsstelle auf das Datennetz eines digitalen Nachrichtensystems |
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