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DE19617939A1 - Neue chirale Micellbildner, Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung - Google Patents

Neue chirale Micellbildner, Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung

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Publication number
DE19617939A1
DE19617939A1 DE19617939A DE19617939A DE19617939A1 DE 19617939 A1 DE19617939 A1 DE 19617939A1 DE 19617939 A DE19617939 A DE 19617939A DE 19617939 A DE19617939 A DE 19617939A DE 19617939 A1 DE19617939 A1 DE 19617939A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
general formula
chiral
acetyl
solvent
surfactants
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19617939A
Other languages
English (en)
Inventor
Guenther Prof Dr Oehme
Angela Dr Borwitzky
Ingrid Dr Grassert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
INST ORGANISCHE KATALYSEFORSCH
Original Assignee
INST ORGANISCHE KATALYSEFORSCH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by INST ORGANISCHE KATALYSEFORSCH filed Critical INST ORGANISCHE KATALYSEFORSCH
Priority to DE19617939A priority Critical patent/DE19617939A1/de
Publication of DE19617939A1 publication Critical patent/DE19617939A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K23/00Use of substances as emulsifying, wetting, dispersing, or foam-producing agents
    • C09K23/42Ethers, e.g. polyglycol ethers of alcohols or phenols
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H15/00Compounds containing hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H15/02Acyclic radicals, not substituted by cyclic structures
    • C07H15/04Acyclic radicals, not substituted by cyclic structures attached to an oxygen atom of the saccharide radical
    • C07H15/08Polyoxyalkylene derivatives
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07BGENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
    • C07B53/00Asymmetric syntheses
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
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    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K23/00Use of substances as emulsifying, wetting, dispersing, or foam-producing agents
    • C09K23/56Glucosides; Mucilage; Saponins

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft neue chirale Amphiphile und ein Verfahren zu ihrer Herstellung sowie die Verwendung dieser Micellbildner.
Es ist seit Jahrzehnten bekannt, daß die Verknüpfung natürlicher Öle und Fette mit Kohlenhydraten der Darstellung von Tensiden dient (Ames, G. R., Chem. Rev. 1960, 60, 541). Aufgrund der amphiphilen Eigenschaften, der leichten biologischen Abbaubarkeit, der unbe­ grenzten Verfügbarkeit und der toxikologischen Unbedenklichkeit gewinnen nichtionische Tenside auf Kohlenhydratbasis gerade heute immer mehr an Bedeutung. Sie werden als Emulgatoren in der Lebensmittelindustrie und Kosmetikbranche und auch als Spezialtenside, Netzmittel, Lösungsvermittler oder membranaktive Spezies für biologische Systeme eingesetzt. Bekannte Kohlenhydrattenside sind beispielsweise Sorbitanfettsäureester (Tween) (Biermann, M., Lange, F., Piorr, R., Ploog, U., Rutzen, H., Schindler, J., Schmid, R. in Synthesis of Surfactants. In.: Falbe (Hrsg): Surfactants in Consumer Products-Theory, Technology and Application, Springer-Verlag, Heidelberg 1987, S. 23-132), die leicht durch Veresterungen an Sorbitol gewonnen werden können. Durch zusätzliche Ethoxylierungsreaktionen wird die Wasserlöslichkeit dieses Verbindungstyps noch erhöht. Allerdings sind mehrere Reaktions­ schritte zum Zielprodukt notwendig, und es können Verbindungen unterschiedlicher Ethoxylierungsgrade nebeneinander auftreten.
Es ist auch bekannt, daß Saccharosemonofettsäureester, deren regioselektive Darstellung allerdings Schwierigkeiten bereitet und somit schwierige Trennverfahren notwendig macht, oberflächenaktive Substanzen mit interessanten Eigenschaften sind. Sie werden für Spezial­ anwendungen eingesetzt (Desai, N. B., Lowicki, N., Parfuem. Kosmet. 1983, 64, 463). Daneben spielen Fettacylglucamine und Fettacylglucamide aufgrund der Schwierigkeiten in ihrer Herstellung nur eine eingeschränkte Rolle.
Durch die hohe Verfügbarkeit und des geringen Preises von Glucose stoßen die Alkylglucoside (Raths, H.-Ch., Endres, H., Hensen, H., Tesmann, H., Vortrag 3.-Tensid-Weltkongreß, London 1992) und Alkylpolyglucoside (Hughes, F. A., Lew, B. W., J Am. Oil Chem. Soc. 1970, 47, 162) auf besonderes Interesse. Es ist bekannt, daß diese gegenüber den ethoxylierten Fettalkoholen schaumstärker sind und sehr gut mit anderen Waschmittelinhaltsstoffen korrelieren. Sie sind hautmild und besitzen gute ökotoxikologische Daten (Schulz, P. T., BACS Symposium 33, 1991).
Bekannt ist weiterhin, daß Fettalkoholpolyglycolether hinter den Seifen und Alkylbenzol­ sulfaten im Tensidverbrauch den 3. Platz einnehmen.
Eine Kombination von Fettalkoholpolyglycerolethern und Kohlenhydraten, wie im Beispiel der Sorbitane beschrieben, kann zu optimalen Tensideigenschaften führen.
Aufgabe der Erfindung ist es, neue Tensidstrukturen aus Kohlenhydratbausteinen und Fettalkoholpolyglycolethern bereitzustellen, wobei ein Syntheseverfahren zu entwickeln ist, welches, im Gegensatz zu den Sorbitanen, die Zielverbindungen in einem einfachen chemo- und regioselektiven, durch wenige Syntheseschritte gekennzeichneten Verfahren gestattet und die oben erwähnten Nachteile vermeidet.
Diese Aufgabe wird anspruchsgemäß gelöst.
Die neuen Verbindungen besitzen die allgemeine Formel I:
in der
R¹=R²=COAlkyl, COAryl oder H ist
oder
R¹=COAlkyl, COAryl oder H und
R²=α-D-Glucopyranosyl (Maltose), β-D-Galactopyranosyl (Lactose) oder β-D-Gluco­ pyranosyl (Cellobiose) sind und
n eine ganze Zahl 4 sowie
m eine ganze Zahl 8
darstellen.
Diese neuen Verbindungen können auch in hydrierter Form vorliegen (siehe Beispiel 9); sie haben dann die allgemeine Formel II
mit den oben angegebenen Bedeutungen.
Diese neuen Amphiphile werden erfindungsgemäß in wenigen Schritten, ausgehend von kommerziell erhältlichen Ausgangsstoffen, gemäß Schema 1 erhalten.
Schema 1
Der erste Reaktionsschritt (Lewissäure-katalysierte Allylumlagerungsreaktion) wird bei Temperaturen zwischen -10°C und 50°C, vorzugsweise bei 25°C durchgeführt. Zur Anwendung können alle dem Fachmann geläufigen und gängigen Lewissäuren kommen, vorzugsweise Zinntetrachlorid. Als Reaktionsmedium dienen aprotische polare Lösungsmittel, mit Vorteil wird Acetonitril eingesetzt, wobei es zu kurzen Reaktionszeiten kommt und sich die Aufarbeitung besonders einfach gestaltet. Weiterhin kann das Lösungsmittel zurückgewonnen werden.
Die so erfindungsgemäß erhaltenen und durch hydrophile und hydrophobe Gruppen ausgezeichneten Verbindungen erlauben stöchiometrische und katalytische Reaktionen in Wasser als begünstigtes Reaktionsmedium. Da ihre Chiralität im hydrophilen Teil liegt, was eine chirale Erkennung möglich macht, sind sie sowohl chemisch als auch physiologisch von großer Bedeutung.
Folgende chirale Formen der neuen Micellbildner werden hergestellt:
wobei R₃=O(CH₂CH₂O)nCmH2m+1 mit n 4 und m 8 ist.
Aufgrund der optischen Transparenz der Micellbildner in Lösung sind sie auch für photochemische Reaktionen geeignet. So ist bekannt, daß Amphiphile stereoselektive Reaktionen in Wasser beschleunigen (I. Grassert, E. Paetzold, G. Oehme, Tefrahedron 1993, 49, 6605). Es ist weiterhin bekannt, daß Wasserstoffbrückenbindungen die Micellbildung begünstigen (P. Venkatesan, Y. Cheng, D. Kahne, J Am. Chem. Soc. 1994, 116, 6955) und daß Aggregate dieser Art Chiralität auf das Substrat übertragen können (I. Grassert, V. Vill, G. Oehme, J. Mol. Catal. A im Druck).
Auch die erfindungsgemäß hergestellten amphiphilen Verbindungen bilden in Wasser Micellen, die den Ablauf von organischen Reaktionen, die das Lösungsmittel Wasser tolerieren, wie Streckersynthesen, Michaeladditionen, Hydrierungen, Hydroformylierungen und andere, erlauben.
In ihrer Gegenwart werden Hydrierreaktionen gegenüber reinem Wasser extrem beschleunigt und bei der Hydrierung von Dehydroaminosäurederivaten Enantiomerenüberschüsse erreicht, die denen in Methanol als Lösungsmittel vergleichbar sind oder sie übertreffen. So ist beispielsweise beim direkten Vergleich von Beispiel 10 mit den Beispielen 11 bis 17 eine deutliche Aktivierungssteigerung von 90 min. auf bis zu 5 min. Halbwertszeit (t/2) und eine Enantioselektivitätserhöhung von 78% ee auf bis zu 97% ee mit dem Zusatz von Amphiphilen festzustellen. Der Prozeß der Hydrierung wird dabei bei Temperaturen zwischen 0°C und 50°C, vorzugsweise bei 25°C und einem Wasserstoffdruck zwischen 0.01 MPa bis 10 MPa, vorzugsweise bei 0.1 MPa, durchgeführt. Das Katalysator/Amphiphil-Verhältnis liegt vorzugsweise bei 1/20, was über der kritischen Micellkonzentration liegt. Dieser Prozeß bringt darüber hinaus den besonderen Vorteil einer leichten Abtrennbarkeit von Katalysator aus dem Katalysator-Produktgemisch mit sich, der sich beispielweise infolge der Katalysatorkonzentrierung im amphiphilen Bereich durch die Abtrennung z. B. durch Membranen besonders effizient gestalten läßt, aber auch durch einfache Extraktionsprozesse realisiert wird.
Bei den dargestellten Verbindungen handelt es sich um biologisch abbaubare Tenside, die besonders in der kosmetischen Industrie und im medizinischen Bereich Anwendung finden können.
Die Erfindung wird durch nachfolgende Beispiele erläutert, ohne sie jedoch einzuengen.
Beispiel 1 Allgemeine Vorschrift
Zu einer Lösung aus 9.1 mmol acetylgeschütztem 1,2-Didesoxyzucker und 9 mmol Polyoxy­ ethylenether in 50 ml Acetonitril werden unter Rühren 0.5 ml Zinntetrachlorid getropft. Die Reaktionsverfolgung erfolgt mittels Dünnschichtchromatographie (Toluen/Ethylacetat=4/1). Nach 30 min. ist die Reaktion beendet. Zur Aufarbeitung wird mit 5 g Kaliumcarbonat neutralisiert, die festen Bestandteile werden abfiltriert und das Lösungsmittel abgezogen. Die Reinigung des Produktes erfolgt säulenchromatographisch (Chloroform/Methanol=9/1). Das Laufmittel wird abgezogen und das Produkt am Ölpumpenvakuum getrocknet.
4,6-Di-O-Acetyl-1-(O-dodecyldecaoxyethylen)-2,3-didesoxy-hex-2-eno-p-yranosid (1a)
Mit Tri-O-acetyl-D-glucal und Decaoxyethylendodecylether.Ausbeute; 10.5 g (68%), gelber Sirup, [α]=+38.2° (CHCl₃, c=0.96), IR (kapillar) cm-1:
1745 (C=O).
C₄₂H₇₈O₁₆ (839.07 g/mol), Ber.: C, 60.12; H, 9.37. Gef: C, 60.37; H, 9.52.
¹H-NMR (CDCl₃): δ=5.84 ppm (m, 2H, H-2,3), 5.30 (m, 1H, H-4), 5.05 (s, 1H, H-1), 4.24 (dd, 1H, H-6a, J6a,6b=12.2, J6a,5=5.2), 4.14 (dd, 1H, H-6b, J6b.5=2.4), 4.08 (m, 1H, H-5), 3.70- 3.40 (m, 10 CH₂CH₂O, αCH₂), 2.07 (s, 3H, H-Acetyl), 2.05 (s, 3H, H-Acetyl), 1.60 (m, 2H, βCH₂), 1.20 (m, 18H, CH₂), 0.85 (t, 3H, CH₃, JCH2,CH3=7.0).
¹³C-NMR (CH₃Cl): δ=70.60 (C=O), 170.12 (C=O), 129.11 (C-2), 127.80 (C-3), 94.61 (C-1), 66.95 (C-4), 65.35(C-5), 70.46-61.62 (C-6, OCH₂), 31.80-22.56 (CH₂), 20.84 (acetyl-CH₃), 20.66 (acetyl-CH₃), 13.99 (CH₃) ppm.
Beispiel 2 4,6-Di-O-Acetyl-1-(O-cetyleicosaoxyethylen)-2,3-didesoxy-hex-2-eno-p-yranosid (2a)
Mit Tri-O-acetyl-D-glucal und Eicosaoxyethylencetylether.Ausbeute: 15.2 g (62%), gelber Sirup, [α] = + 23.4° (CHCl₃, c=1.15), IR (kapillar) cm-1:
1743(C=O).
C₆₆H₁₂₆O₂₆ (1335.71 g/mol), Ber.: C, 59.34; H, 9.51. Gef: C, 58.96; H, 9.49. ¹H-NMR (CD₃OD): δ=5.84 ppm (m, 2H, H-2,3), 5.25 (m, 1H, H-4), 5.05 (s, 1H, H-1), 4.20 (dd, 1H, H-6a, J6a,6b=12.2, J6a,5=5.2), 4.14 (dd, 1H, H-6b, J6b,5=2.4), 4.08 (m, 1H, H-5), 3.70-3.40 (m, 20 CH₂CH₂O, αCH₂), 2.07 (s, 3H, H-Acetyl), 2.05 (s, 3H, H-Acetyl), 1.60 (m, 2H, βCH₂), 1.20 (m, 18H, CH₂), 0.85 (t, 3H, CH₃, JCH2,CH3=7.0).
¹³C-NMR(CH₃Cl): δ=170.60 (C=O), 170.12 (C=O), 129.02 (C-2), 127.69 (C-3), 94.51 (C-1), 67.71 (C-4), 63.33(C-5), 70.46-61.62 (C-6, OCH₂), 31.80-22.56 (CH₂), 20.84 (acetyl-CH₃), 20.66 (acetyl-CH₃), 13.99 (CH₃) ppm.
Beispiel 3 4,6-Di-O-Acetyl-1-(O-dodecyltricosaoxyethylen)-2,3-didesoxy-hex-2-en-o-pyranosid (3a)
Mit Tri-O-acetyl-D-glucal und Tricosaoxyethylendodecylether.Ausbeute: 13.6 g (52%), gelber Sirup, [α] = +14.1° (CHCl₃, c=0.923), IR (kapillar) cm-1:
1744(C=O).
C₆₃H₁₃₀O₂₉ (1411.76 g/mol), Ber.: C, 57.85; H, 9.28. Gef: C, 58.86; H, 9.39. ¹H-NMR (CDCl₃): δ=5.84 ppm (m, 2H, H-2,3), 5.30 (m, 1H, H-4), 5.05 (s, 1H, H-1), 4.24 (dd, 1H, H- 6a, J6a,6b=12.2, J6a,5=5.2), 4.14 (dd, 1H, H-6b, J6b,5=2.4), 4.08 (m, 1H, H-5), 3.70-3.40 (m, 23 CH₂CH₂O, αCH₂), 2.07 (s, 3H, H-Acetyl), 2.05 (s, 3H, H-Acetyl), 1.60 (m, 2H, βCH₂), 1.20 (m, 18H, CH₂), 0.85 (t, 3H, CH₃, JCH2,CH3=7.0).
Beispiel 4 6-O-Acetyl-4-O-(2,3,4,6-tetra-O-acetyl-α-D-glucopyranosyl)-1-(O-dodecyltricosaoxy­ ethylen)-2,3-didesoxy-α-D-erythro-hex-2-eno-pyranosid (4a)
Mit Hexa-O-acetyl-D-maltal und Tricosaoxyethylendodecylether.Ausbeute: 4.8 g (32%), gelber Sirup, [α] = +48.6° (CHCl₃, c=0.92), IR (kapillar) cm-1:
1750(C=O).
C₈₀H₁₄₆O₃₇ (1700.02 g/mol), Ber.: C, 56.52; H, 8.65. Gef: C, 55.85; H, 8.06. ¹H-NMR (CDCl₃)
¹H-NMR (CDCl₃): δ=5.95 (m, 1H, H2), 5.90 (m, 1H, H-3), 5.45 (m, 2H, H-1, H-3′), 5.21 (d, 1H, H-1′), 5.00 (t∼dd, 1H, H-4′), 4.78 (dd, 1H, H-2′), 4.25-4.80 (m, 7H, H-6, 6′, 5, 4, 5′), 3.8-3.4 (m, 94H, H-CH₂), 2.01, 1.98, 1.94, 1.90 (s, 15H, H-Acetyl); 1.60 (m, 2H, H-CH₂), 1.4-1.3(18 H, H-CH₂), 0.8 (t, 3H, H.CH₃).
Beispiel 5 Allgemeine Arbeitsvorschrift
Eine Lösung von 1.5 mmol der in Beispiel 1-4 dargestellten Verbindungen in 50 ml Methanol wird mit NaOCH₃ bis zur basischen Reaktion versetzt. Die Reaktion wird dünnschicht­ chromatographisch verfolgt (Chloroform/Methanol=9/1). Nach einer Stunde ist die Reaktion beendet. Es wird mit saurem Ionenaustauscher neutralisiert (Amberlite IRC-50). Vom Ionen­ austauscher wird abfiltriert, das Lösungsmittel abgedampft und das Produkt am Ölpumpen­ vakuum getrocknet.
4,6-Di-Hydroxyl-1-(O-dodecyldecaoxyethylen)-2,3-didesoxy-hex-2-eno-p-yranosid (1b)
Mit 1a.
Ausbeute: 1.7 g (98%), gelber Sirup, [α] = +12.6° (CHCl₃, c=0.96), IR (kapillar) cm-1:
(C=O)-Bande ist verschwunden.
C₃₈H₇₄O₁₄ (755.00 g/mol), Ber.: C, 60.45; H, 9.88. Gef.: C, 59.49; H, 9.99. ¹H-NMR (CDCl₃):
δ=5.94 ppm (m, 1H, H-2), 5.75 (m, 1H, H-3), 5.00 (m, 1H, H-1), 4.4-3.4 (m, 46H, H-CH₂, H- 6a, 6b, 5, 4, αCH₂), 1.60 (m, 2H, βCH₂), 1.20 (m, 18H, CH₂), 0.85 (t, 3H, CH₃, JCH2,CH3=7.0).
Beispiel 6 4,6-Di-Hydroxyl-1-(O-cetyleicosaoxyethylen)-2,3-didesoxy-hex-2-eno-p-yranosid (2b)
Mit 2a.Ausbeute: 1.7 g (94%), gelber Sirup, [α] = +10.9° (CHCl₃, c=1.2), IR (kapillar) cm-1:
(C=O)-Bande ist verschwunden.
C₆₂H₁₂₂O₂₄ (1251.63 g/mol), Ber.: C, 59.49; H, 9.82. Gef.: C, 59.95; H, 9.76.
¹H-NMR (CDCl₃): δ=5.94 ppm (m, 1H, H-2), 5.70 (m, 1H, H-3), 4.95 (m, 1H, H-1), 4.4-3.4 (m, 46H, H-OCH₂, H-6a, 6b, 5, 4, αCH₂), 1.55 (m, 2H, βCH₂), 1.3-1.2 (m, 26H, CH₂), 0.85(t, 3H, CH₃, JCH2,CH3=7.0).
¹³C-NMR (CH₃Cl): δ=133.98 (C-2), 126.14 (C-3), 92.89 (C-1), 67.96 (C-4, C-5), 70.46-61.62 (C-6, OCH₂), 31.80-22.56 (CH₂), 13.99 (CH₃) ppm.
Beispiel 7 4,6-Di-Hydroxyl-1-(O-dodecyltricosaoxyethylen)-2,3-didesoxy-hex-2-en-o-pyranosid (3b)
Mit 3a.Ausbeute: 1.3 g (88%), gelber Sirup, [α] = +7.6° (CHCl₃, c=0.985), IR (kapillar) cm-1:
(C=O)-Bande ist verschwunden.
C₆₄H₁₂₆O₂₇ (1327,69 g/mol), Ber.: C, 57.89; H, 9.56. Gef.: C, 58.96; H, 9.48. ¹H-NMR (CD₃OD₃): δ=5.94 ppm (m, 1H, H-2), 5.75 (m, 1H, H-3), 5.00 (m, 1H, H-1), 4.4-3.4 (m, 98H, H-OCH₂, H-6a, 6b, 5, 4, αCH₂), 1.55 (m, 2H, βCH₂), 1.4-1.1 (m, 18H, CH₂), 0.85 (t, 3H, CH₃, JCH2,CH3=7.0).
¹³C-NMR(CH₃Cl): δ=134.86 (C-2), 127.11 (C-3), 95.73 (C-1), 67.96 (C-4, C-5), 70.46-61.62 (C-6, OCH₂), 31.80-22.56 (CH₂), 13.99 (CH₃) ppm.
Beispiel 8 6-Hydroxyl-4-O-(2,3,4,6-tetra-hydroxyl-α-D-glucopyranosyl)-1-(O-dodecyltricosaoxy­ ethylen)-2,3-didesoxy-α-D-erythro-hex-2-eno-pyranosid (4b)
Mit 4a.
Ausbeute: 1.25 g (56%), gelber Sirup, [α] = +16.1° (CHCl₃, c=0.9), IR (kapillar) cm-1:
(C=O)-Bande ist verschwunden.
C₇₀H₁₃₆O₃₂ (1489,83 g/mol), Ber.: C, 56.40; H, 9.20. Gef: C, 56.46; H, 8.83.
¹H-NMR (CDCl₃): δ=5.95 (m, 1H, H2), 5.90 (m, 1H, H-3), 5.45 (m, 2H, H-1, H-3′), 5.21 (d, 1H, H-1′), 5.00 (t∼dd, 1H, H-4′), 4.78 (dd, 1H, H-2′), 4.25-4.80 (m, 7H, H-6, 6′, 5, 4, 5′), 3.8-3.4 (m, 94H, H-CH₂), 1.60 (m, 2H, H-CH₂), 1.4-1.3(18 H, H-CH₂), 0.8 (t, 3H, H- CH₃) ppm.
Beispiel 9
Zur Hydrierung der Doppelbindung werden 1.2 mmol 1a in 25 ml Ethanol gelöst, mit 10% Pd/C versetzt und unter Normaldruck bis zur vollständigen Umsetzung des Eduktes hydriert. Der Katalysator wird über Kieselgel 60 abfiltriert und das Lösungsmittel am Rotations­ verdampfer abgezogen.Ausbeute: 930 mg (93%), gelber Sirup, [α] = +9.7 (c=0.99) C₄₂H₈₀O₁₆(841.09 g/mol), Ber.: C, 59.97; H, 9.58. Gef: C, 59.18; H, 9.46
¹H-NMR: 6=5.17 ppm (m, 1H, H-1), 5.04 (m, 1H, H-4), 4.60 (dd, 1H, H-6a), 4.39 (dd, 1H, H-6b), 4.33-3.72 (m, 43H, H-OCH₂, 5), 2.39 (s, 3H, H-Acetyl), 2.36 (s, 3H, H-Acetyl), 2.32- 1.80 (m, 4H, H-2eq, 2ax, 3eq, 3ax), 1.4-1.3 (m, 20H, H-CH₂), 1.20 (t, 3H, H-CH₃), J5,6a=5.0, J5,6b=2.4, JCH2,CH3=6.5, J6a,6b=12.0 Hz. ¹³C-NMR=170.57 (C=O), 169,73 (C=O), 96.33 (C1), 77.54-61.65 (OCH₂), 67.77, 68.05 (C4, C5), 31.83-22.59 (CH₂, C2, C3), 20.97, 20.71 (CH₃, CH₃), 14.02 (CH₃).
Beispiele 10-17 Hydrierprozeß
Allgemeines Verfahren: Die Hydrierung von 1.0 mmol α-Acetaminozimtsäuremethylester wird bei 25°C und 0.1 MPa Wasserstoffdruck in 15 ml Lösungsmittel unter Zugabe von 0.01 mmol [Rh(COD)₂]BF₄ durchgeführt. Zur Bildung des Katalysators wird das BPPM, der Rhodiumkomplex und das zusätzliche Amphiphil in einem sauerstoffreiem Hydriergefäß 15 min. gerührt. Danach wird mit der Hydrierung begonnen. Die in den folgenden Beispielen angegebenen Werte für t/2 geben die Zeit für die Aufnahme der Hälfte der theoretischen Wasserstoffmenge an. Nach beendeter Reaktion wird die Mischung in Chloroform extrahiert und der Enantiomerenüberschuß mittels GC bestimmt.
Die folgenden Beispiele sind tabellarisch zusammengefaßt und wurden analog ausgeführt:

Claims (8)

1. Chirale Micellbildner der allgemeinen Formel I in der
R¹=R²=COAlkyl, COAryl oder H ist oder
R¹=COAlkyl, COAryl oder H und
R²=α-D-Glucopyranosyl (Maltose), β-D-Galactopyranosyl (Lactose) oder β-D-Gluco­ pyranosyl (Cellobiose) sind und
n eine ganze Zahl 4 sowie
m eine ganze Zahl 8
darstellen
sowie deren hydrierte Form der allgemeinen Formel II mit den oben angegebenen Bedeutungen.
2. Verfahren zur Herstellung der neuen chiralen Micellbildner der allgemeinen Formel I nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein acetylgeschützter 1,2- Didesoxyzucker mit einem Polyoxyethylenether in einem aprotischen polaren Lösungsmittel in Gegenwart einer Lewissäure bei einer Temperatur zwischen -10 und +50°C umgesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als aprotisches polares Lösungsmittel Acetonitril verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Lewissäure Zinntetrachlorid verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Temperatur von 25°C umgesetzt wird.
6. Verfahren zur Herstellung der hydrierten Form der allgemeinen Formel II aus dem gemäß Anspruch 1 nach einem Verfahren der Ansprüche 2 bis 5 hergestellten chiralen Micellbildner der allgemeinen Formel I, dadurch gekennzeichnet, daß der chirale Micellbildner der allgemeinen Formel I in einem Lösungsmittel nach Versetzen mit einem Katalysator unter Normaldruck bis zum vollständigen Umsatz hydriert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel Ethanol und als Katalysator Pd/C verwendet werden.
8. Verwendung der nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 7 hergestellten neuen Micellbildner der allgemeinen Formel I oder deren hydrierte Form der allgemeinen Formel II nach Anspruch 1 für asymmetrische Hydrierungen in Wasser als Reaktionsmedium.
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