DE19616946A1 - Vorrichtung zum indirekten Messen von Wechselströmen und -spannungen - Google Patents
Vorrichtung zum indirekten Messen von Wechselströmen und -spannungenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum indirekten Messen
von Wechselströmen und -spannungen, die insbesondere zur Anwendung bei
der induktiven Messung der elektrolytischen Leitfähigkeit von Probenlö
sungen eingesetzt werden kann.
Die DE 41 16 468 C2 zeigt in diesem Zusammenhang eine induktive Leitfä
higkeits-Meßzelle, die in der Meßvorrichtung einen Operationsverstärker
aufweist, der eingangsseitig an die Empfangsspule der induktiven Leitfä
higkeits-Meßzelle angeschlossen ist. Der Ausgang des Operationsverstär
kers ist mit einem Synchrongleichrichter verbunden, der über eine Syn
chronleitung mit dem die Meßzelle eingangsseitig beaufschlagenden Wech
selstromsignal synchronisiert ist. Am Ausgang des Synchrongleichrichters
erscheint ein Ausgangssignal UA, das ein repräsentatives Maß für das
von der Leitfähigkeit der in der Meßzelle untersuchten Probenlösung ab
hängige Eingangssignal auf der Empfangsseite ist.
Da der Synchrongleichrichter nur diejenigen Anteile des Ausgangssignals
des Operationsverstärkers ausfiltert, die in Frequenz und Phase mit dem
anregenden Wechselstromsignal übereinstimmen, kann die Anordnung rela
tiv kleine, in der Empfangsspule der Meßzelle induzierte Ströme detektie
ren, also auch solche, die ansonsten im Rauschen der Anordnung unterge
hen würden. Mit der in der DE 41 16 468 C2 gezeigten detektiven Leitfä
higkeits-Meßzelle lassen sich daher auch sehr kleine Leitfähigkeiten mes
sen.
Problematisch bei der gezeigten Meßschaltung ist die Tatsache, daß der
invertierend geschaltete Operationsverstärker auf der Empfangsseite eine
hohe Bandbreite z. B. für Rechtecksignale im Frequenzbereich von 2 bis
12 kHz besitzen muß. Zudem muß sein virtueller Eingangswiderstand auch
dynamisch sehr klein bleiben, um auch die kritischen Rechteck-Flanken
des Signals ohne Meßfehler verarbeiten zu können. Ferner müssen auch
sehr kleine Wechselströme im nA-Bereich in ausreichend große Spannungen
umgesetzt werden, so daß in der Regel (wie dem angegebenen Stand der
Technik explizit jedoch nicht entnehmbar ist) eine Serienschaltung meh
rerer Operationsverstärker erforderlich ist. Schließlich sind in der Praxis
dem Meßsignal ein Verstärkerrauschen und äußere, meist asynchrone Stö
rungen überlagert. Da solche Störungen im Nutzfrequenzbereich nicht un
terdrückt werden können, müssen die verwendeten Operationsverstärker
über eine möglichst große Übersteuerungsreserve verfügen.
Aufgrund der vorstehenden Punkte müssen die verwendeten Operationsver
stärker hochgenau arbeiten, für den eigentlichen Meßzweck praktisch
überdimensioniert ausgelegt sein und benötigen somit eine hohe Leistung.
Ausgehend von der geschilderten Problematik liegt der Erfindung die Auf
gabe zugrunde, eine Vorrichtung zum indirekten Messen von Wechselströ
men und -spannungen anzugeben, die bei hoher Meßgenauigkeit mit weni
ger aufwendigen Verstärkern und einer niedrigeren Leistungsaufnahme
auskommt. Insbesondere soll eine Schaltung angegeben werden, die eine
induktive Leitfähigkeitsmessung in 3 V-Technik mit einer Leistungsauf
nahme von nur 10 mW ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale ge
löst. Demnach ist eine Schaltung vorgesehen, die einen auf Null-Spannung
abgleichbaren Signaleingang aufweist. Dem Signaleingang ist ein phasen
empfindlicher Wechselstrom-Null-Indikator nachgeschaltet, der ein Gleich
signal bei einem vom Abgleichfall abweichenden Signalzustand am Signal
eingang erzeugt. Der Abgleich erfolgt über einen das vorgenannte Gleich
signal aufnehmenden Regelverstärker, dessen Ausgang über einen phasen
empfindlichen Kompensationszweig auf den Signaleingang derart rückge
koppelt ist, daß das Ausgangssignal des Regelverstärkers im Abgleichfall
ein Maß für das am Signaleingang stehende zu messende Wechselsignal ist.
Im Unterschied zum angegebenen Stand der Technik wird das Meßsignal
beim Erfindungsgegenstand praktisch indirekt ausgewertet. Aufgrund der
Rückkopplung des Regelverstärkers auf den Signaleingang wird dort durch
den vom Regelverstärker erzeugten Kompensationsstrom ein Null-Abgleich
durchgeführt, wobei die Ausgangsspannung des Regelverstärkers proportio
nal dem Kompensationsstrom ist. Letzterer ist wiederum proportional dem
Eingangssignal, so daß die Ausgangsspannung des Regelverstärkers im
Abgleichfall ein Maß für das am Signaleingang anstehende zu messende
Wechselsignal ist. Da sich nun der Regelverstärker auf ein durch den
Wechselstrom-Null-Indikator (vorzugsweise ein Synchrongleichrichter)
gleichgerichtetes, geglättetes Signal bezieht, muß er keine hochfrequenten
Störungen verarbeiten. Es kann ein langsamer Verstärker mit niedrigerem
Spannungsniveau verwendet werden, da aufgrund der angesprochenen
Gleichrichtung keine Übersteuerungsreserve für die Störungen im Nutzfre
quenzbereich vorhanden sein muß. Ferner ist keine genaue Verstärkung im
Nutzfrequenzbereich erforderlich, was hinsichtlich Leistungsaufnahme, Fre
quenzgangproblemen und Störfestigkeit eine Rolle spielt. Auch zeichnet
sich der Anmeldungsgegenstand durch eine gute Störsignalunterdrückung
aus, da nur eine langsame Gleichspannungsverstärkung erforderlich ist.
Durch das angewendete Kompensationsprinzip erfolgt auch kein Spannungs
abfall am Meßobjekt.
Neben der bereits angesprochenen Einsetzbarkeit der Meßvorrichtung zur
induktiven Leitfähigkeitsmessung liegen weitere Anwendungsmöglichkeiten
in der Messung kleiner Wechselspannungen und in Messungen an wechsel
stromgespeisten Widerstandsbrücken, wie sie z. B. bei Dehnungsmeßstreifen
gegeben sind. Ganz allgemein kann davon gesprochen werden, daß mit
Hilfe des Anmeldungsgegenstandes kleine, verrauschte Wechselsignale mit
bekannter Phasenlage gemessen werden können.
Bevorzugte Ausführungsformen, weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile
der Erfindung sind den Unteransprüchen sowie der nachfolgenden Be
schreibung entnehmbar, in der mehrere Schaltungsbeispiele für die erfin
dungsgemäße Meßvorrichtung anhand der beigefügten Zeichnungen näher
erörtert werden. Es zeigen:
Fig. 1 die Schaltung einer Meßvorrichtung in einer ersten Ausführungs
form,
Fig. 2 bis 5 weitere, auf der Schaltung gemäß Fig. 1 beruhende Ausfüh
rungsformen der Meßvorrichtung, und
Fig. 5 eine Ausführungsform der Meßvorrichtung mit auf digitaler Basis
realisierter Kompensation.
Alle Schaltungsbeispiele gemäß Fig. 1 bis 6 sind im Zusammenhang mit
einer induktiven Leitfähigkeitsmeßzelle 1 gezeigt, die eine Sendespule 2
und eine Empfangsspule 3 aufweist. Die Sendespule 2 ist über eine Zulei
tung 4 mit einer nicht näher dargestellten Sendeeinrichtung verbunden,
die das in den Figuren angedeutete Rechtecksignal zur Beaufschlagung
der Meßzelle 1 erzeugt. In bekannter Weise wird in der Empfangsspule 3
ein Wechselstromsignal ie induziert, das für die Leitfähigkeit der in der
Meßzelle untersuchten Probenlösung repräsentativ ist und einer der Emp
fangsspule 3 nachgeschalteten, als Ganzes mit 5 bezeichneten Meßvorrich
tung über deren Signaleingang E zugeführt wird.
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf Fig. 1 eine bevorzugte Grund
konfiguration einer erfindungsgemäßen Meßvorrichtung erläutert. So ist
dem Signaleingang E ein Koppelkondensator C1 und diesem wiederum ein
phasenempfindlicher Wechselstrom-Null-Indikator in Form eines als Analog
schalter AS1 dargestellten Synchrongleichrichters nachgeschaltet. Der Ana
logschalter AS1 ist über eine Steuerleitung 6 mit der Zuleitung 4 zur Sen
despule 2 verbunden, so daß der Synchrongleichrichter AS1 phasenemp
findlich bezüglich des in die Sendespule 2 eingespeisten Rechtecksignals
arbeitet. Der Ausgang des Synchrongleichrichters AS1, der mit einem rela
tiv großen Glättungskondensator C2 gekoppelt ist, ist mit dem invertieren
den Eingang des Regelverstärkers V1 verbunden. Dessen nicht invertieren
der Eingang liegt auf Masse.
Der Ausgang des Regelverstärkers V1 ist über einen phasenempfindlichen
Kompensationszweig, der als Ganzes mit 7 bezeichnet ist, auf den Signal
eingang E rückgekoppelt. Im Kompensationszweig ist ausgehend vom Sig
naleingang E ein Koppelkondensator C4, ein als Zerhacker oder Impulsfor
mer ausgebildeter Analogschalter AS2, ein Rückkoppelwiderstand R1 und
ein Glättungskondensator C3 angeordnet. Der Analogschalter AS2 ist über
eine Steuerleitung 8 ebenfalls mit der Zuleitung 4 der Sendespule 2 ge
koppelt, wodurch der Analogschalter AS2 phasenrichtig arbeitet.
Der bei der Schaltung gemäß Fig. 1 stattfindende Null-Abgleich des Sig
naleingangs E und die daraus abgeleitete indirekte Messung dieses Wech
selstromsignals ist wie folgt zu erläutern:
Ist der Eingangswechselstrom ie ungleich 0, wird dieses Signal über den
Koppelkondensator C1 auf den Synchrongleichrichter AS1 gegeben, der ein
entsprechendes, durch den Glättungskondensator C2 geglättetes Gleichspan
nungssignal erzeugt. Dieses Gleichspannungssignal steuert den Regelver
stärker V1. Dessen Ausgangsspannung UA wird über den Kompensations
zweig 7 auf den Signaleingang E zurückgeführt, wobei der Regelverstärker
V1 aufgrund seiner Beschaltung den Signaleingang E auf Null-Spannung
abgleicht. Über den Rückkoppelwiderstand R1 wird also ein der Ausgangs
spannung UA proportionaler Gleichstrom iK erzeugt, der vom Analogschal
ter AS2 phasenrichtig zerhackt zur Kompensation des von Null abweichen
den Eingangsstromes ie verwendet wird. Da der Gleichstrom ik wiederum
proportional dem Wechselstromsignal ie ist, ist die mit diesen Größen ver
knüpfte Ausgangsspannung UA ein Maß für die das Wechselstromsignal ie
hervorrufende Leitfähigkeit der zu untersuchenden Probenflüssigkeit in der
Meßzelle 1. Die Spannung UA ist also proportional zu dem zu messenden
Wechselstrom und kann direkt ausgewertet werden.
Da bei der in Fig. 1 gezeigten Schaltung über den zur Ausregelung ver
wendeten Synchrongleichrichter AS1 im Abgleichfall kein Strom fließt, er
zeugt der veränderliche Innenwiderstand des Synchrongleichrichters AS1
keinen Meßfehler.
Sollen mit dem Meßprinzip, mit dem die in Fig. 1 gezeigte Schaltung ar
beitet, sehr kleine Wechselströme - also etwa im nA-Bereich - gemessen
werden, sind folgende Fehlerquellen zu beachten:
Einerseits entstehen durch Ladungsinjektion und Leckströme in den Ana
logschaltern beim Umschalten Wechselströme, die zu Meßfehlern führen.
Andererseits müssen mit dem Synchrongleichrichter AS1 und dem Regelver
stärker V1 entsprechend kleine Differenzströme fehlerfrei ausgeregelt
werden. Durch den Offset und die endliche Leerlaufverstärkung herkömm
licher Operationsverstärker entstehen dabei zusätzliche Fehler.
Zur Vermeidung der vorstehenden Fehlerquellen wird die in Fig. 1 gezeig
te Schaltung gemäß Fig. 2 erweitert. Demnach ist zwischen dem Signalein
gang E und dem Kopplungskondensator C1 zum Synchrongleichrichter AS1
ein Wechselstromverstärker V2 mit Widerstand R2 zur Entkopplung des
Synchrongleichrichters AS1 zwischengeschaltet. Durch den Vorverstärker V2
wird das Differenzsignal am Signaleingang soweit angehoben, daß die Ei
genschaften des Regelverstärkers V1 sich nicht mehr nachteilig auswirken.
Der Vorverstärker V2 kann dabei relativ ungenau arbeiten. Er muß nur
ein phasenrichtiges Signal ausreichender Größe liefern.
Im übrigen verwendet die Schaltung nach Fig. 2 nicht mehr den ein
gangsseitigen Glättungskondensator C2. Vielmehr ist der Regelverstärker
V1 als Integrator mit einem Rückkopplungskondensator C5 auf den inver
tierenden Eingang geschaltet. Dieser Rückkopplungskondensator C5 zeigt
ebenfalls Glättungswirkung, er kann jedoch kleiner als der Kondensator
C2 bei der Schaltung gemäß Fig. 1 ausgelegt sein, was einen praktischen
Vorteil darstellt.
Die in Fig. 3 gezeigte Schaltung unterscheidet sich von der Schaltung ge
mäß Fig. 2 dadurch, daß zwischen dem Signaleingang E und dem Vorver
stärker V2 ein Hilfsübertrager Tr1 zwischengeschaltet ist. Diese Maßnahme
ist dann anzuwenden, wenn ein spannungsempfindlicher Vorverstärker V2
verwendet wird, wenn also die Wechselspannung, die durch eine Stromdif
ferenz am Signaleingang E entsteht, ausgewertet wird. Mittels des Hilfs
übertragers Tr1 kann diese Spannung noch zusätzlich hochtransformiert
werden, was wiederum der Unterdrückung von Fehlereinflüssen der Schal
tungsbauteile zugute kommt.
Die in Fig. 4 gezeigte Schaltung entspricht bis auf Abänderungen im Kom
pensationszweig 7 der Schaltung gemäß Fig. 2 und bedarf insofern hin
sichtlich Aufbau und Beschaltung des Synchrongleichrichters AS1 und Re
gelverstärkers V1 keiner nochmaligen Erörterung. Im Kompensationszweig 7
allerdings ist der Analogschalter AS2 dem Ausgang des Regelverstärkers
V1 direkt vorgeordnet, wodurch die niederohmige Gleichspannung UA direkt
am Ausgang des Regelverstärkers V1 zerhackt wird. Dadurch wird der
kompensierende Wechselstrom zum Null-Spannungsabgleich des Signalein
ganges E bereits im Widerstand R3 erzeugt, der über einen Kopplungskon
densator C4 mit dem Analogschalter AS2 verbunden ist. Durch diese Maß
nahme kommt der dem Analogschalter AS2 anhaftende Offset-Fehler nicht
zum tragen und ein Teil der Schalterverluste kann kompensiert werden.
Allerdings muß die Schaltcharakteristik des Analogschalters AS2 so ausge
legt sein, daß sich zum Wechselstromsignal ie identische Kurvenformen
ergeben, da es sonst z. B. bei unterschiedlichen Flankensteilheiten der
beiden Signale am Signaleingang E zu Überlagerungen kommt, die den
Null-Spannungsabgleich und damit die Meßgenauigkeit beeinträchtigen.
Eine von der Schaltung gemäß Fig. 4 abweichende Maßnahme zur Reduzie
rung des vom Analogschalter AS2 herrührenden Offset-Fehlers ist in Fig. 5
dargestellt. Dort wird eine Stromübersetzung mit Hilfe des Hilfsübertragers
Tr2 vorgenommen, über den der Kompensationszweig 7 auf den Signalein
gang E rückgeführt ist. Durch die damit verbundene Stromübersetzung
werden die durch den Analogschalter AS2 hervorgerufenen Offset-Fehler
entsprechend dem Übersetzungsverhältnis vermindert. Der Hilfsübertrager
Tr2 kann ferner zur Bereichsanpassung verwendet werden.
Bei der in Fig. 6 gezeigten Schaltung wird das kompensierende Wechsel
stromsignal zum Null-Abgleich des Signaleinganges E von einem Mikropro
zessor 9 über einen multiplizierenden DA-Wandler 10 erzeugt. Es arbeitet
die in Fig. 6 diagrammatisch angedeutete Null-Indikator-Einheit 11 mit
Vorverstärker V2 und Synchrongleichrichter AS1 über einen 1 : 1-Spannungs
teiler 12 auf den AD-Eingang 13 des Mikroprozessors 9. Der Spannungstei
ler 12 dient im üblicher Weise dazu, ein bipolares Signal mit einem uni
polaren AD-Wandler verarbeiten zu können. Der Mikroprozessor 9 berechnet
aus dem vom AD-Wandler 14 bereitgestellten Digitalwert einen entsprechen
den digitalen Wert für den kompensierenden Wechselstrom. Dieser digitale
Einstellwert des DA-Wandlers 10 ist im Abgleichfall dann ein Maß für den
zu messenden Wechselstrom ie. Der DA-Wandler 10 schwächt dabei ein zur
Verfügung stehendes, phasenrichtiges Wechselsignal, das über die Steuer
leitung 8 herangeführt wird, phasenrichtig definiert ab, arbeitet also als
multiplizierender DA-Wandler.
Von Vorteil bei dieser digitalen Realisierung der erfindungsgemäßen Meß
vorrichtung ist die Tatsache, daß mit dem Originalsignal gearbeitet wird,
dessen Amplitude über den Mikroprozessor 9 zum Null-Abgleich des Signal
einganges E variiert wird.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum indirekten Messen von Wechselströmen und -spannun
gen, insbesondere zur Anwendung bei der induktiven Messung der elektro
lytischen Leitfähigkeit von Probenlösungen, mit
- - einem auf Null-Spannung abgleichbaren Signaleingang (E),
- - einem dem Signaleingang (E) nachgeschalteten, phasenempfindlichen Wechselstromindikator (AS1) zur Erzeugung eines Gleichsignals bei einem vom Abgleichfall abweichenden Signalzustand am Signaleingang (E), und
- - einem das Gleichsignal aufnehmenden Regelverstärker (V1), dessen Aus gang zum Abgleich des Signaleinganges (E) über einen phasenempfindli chen Kompensationszweig (7) auf den Signaleingang (E) derart rückge koppelt ist, daß das Ausgangssignal (UA) des Regelverstärkers (V1) im Abgleichfall ein Maß für das am Signaleingang (E) anstehende, zu mes sende Wechselsignal (ie) ist.
2. Meßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Wechselstrom-Null-Indikator als Synchrongleichrichter (AS1) ausgebildet
ist.
3. Meßvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
im Kompensationszweig ein Analogschalter (AS2) zur Erzeugung des kom
pensierenden Wechselsignals angeordnet ist.
4. Meßvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Analogschalter (AS2) direkt mit dem Ausgang des Regelverstärkers (V1)
gekoppelt ist.
5. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Signaleingang (E) und der nachgeschaltete Wechsel
strom-Null-Indikator (AS1) durch einen zwischengeschalteten Vorverstärker
(V2) entkoppelt sind.
6. Meßvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei
Einsatz eines spannungsempfindlichen Vorverstärkers (V2) dessen Ein
gangsspannung durch einen vorgeschalteten Hilfsübertrager (Tr1) hoch
transformierbar ist.
7. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Kompensationszweig über einen Hilfsübertrager (Tr2) zur
Stromübersetzung auf den Signaleingang (E) rückgeführt ist.
8. Meßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Regel
verstärker (V1) und Kompensationszweig (7) in digitaler Bauweise reali
siert sind, indem dem Wechselstrom-Null-Indikator (AS1) ein Mikropro
zessorsystem (9) mit AD-Wandler (14) nachgeschaltet ist, wobei der Sig
naleingang (E) über einen DA-Wandler (10) im Kompensationszweig (7) ab
gleichbar ist und der vom Mikroprozessor (9) aus dem Eingangswert des
AD-Wandlers (14) berechnete Einstellwert des DA-Wandlers (10) zur Erzeu
gung des Kompensationssignales ein Maß für das am Signaleingang (E)
anstehende, zu messende Wechselsignal (ie) ist.
9. Meßvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
DA-Wandler (10) ein multiplizierender DA-Wandler zur Amplituden-Steuerung
eines Originalsignals ist.
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|---|---|---|---|
| DE1996116946 DE19616946C2 (de) | 1996-04-27 | 1996-04-27 | Vorrichtung zum indirekten Messen von Wechselströmen und -spannungen |
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| DE1996116946 DE19616946C2 (de) | 1996-04-27 | 1996-04-27 | Vorrichtung zum indirekten Messen von Wechselströmen und -spannungen |
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|---|---|
| DE19616946A1 true DE19616946A1 (de) | 1997-11-06 |
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| DE1996116946 Expired - Fee Related DE19616946C2 (de) | 1996-04-27 | 1996-04-27 | Vorrichtung zum indirekten Messen von Wechselströmen und -spannungen |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19616946C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102010029762A1 (de) * | 2010-06-07 | 2011-12-08 | Endress + Hauser Conducta Gesellschaft für Mess- und Regeltechnik mbH + Co. KG | Verfahren zur Bestimmung einer Restkopplung eines induktiven Leitfähigkeitssensors |
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| DE3413902A1 (de) * | 1984-04-13 | 1985-10-24 | Fried. Krupp Gmbh, 4300 Essen | Demodulator |
| DE4116468C2 (de) * | 1991-05-21 | 1993-03-04 | Knick Elektronische Messgeraete Gmbh & Co, 1000 Berlin, De | |
| DE4142342A1 (de) * | 1991-12-20 | 1993-06-24 | Sew Eurodrive Gmbh & Co | Verfahren und vorrichtung zur digitalen strommessung |
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1996
- 1996-04-27 DE DE1996116946 patent/DE19616946C2/de not_active Expired - Fee Related
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|---|
| FRANKE,Michael: Phasenempfindliche Gleichrichterschaltungen. In: radio, fernsehen, elektronik, Berlin 38, 1989, 7, S.430-432 * |
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| DE102010029762A1 (de) * | 2010-06-07 | 2011-12-08 | Endress + Hauser Conducta Gesellschaft für Mess- und Regeltechnik mbH + Co. KG | Verfahren zur Bestimmung einer Restkopplung eines induktiven Leitfähigkeitssensors |
| US8933709B2 (en) | 2010-06-07 | 2015-01-13 | Endress+Hauser Conducta Gesellschaft Fur Mess- Und Regeltechnik Mbh+Co. Kg | Method for determining residual coupling of an inductive conductivity sensor |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19616946C2 (de) | 1998-12-10 |
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