DE19616678C1 - Kreismesser - Google Patents
KreismesserInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Kreismesser, insbesondere zum
Schneiden von Hydraulikschläuchen, gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Derartige Kreismesser werden aus Werkzeugstahl, Schnellarbeits
stahl, Hartmetall, sowie sonstigen Spezialwerkstoffen gefer
tigt, wobei der Schneidenbereich beschichtet bzw. oberflächen
behandelt sein kann.
Sie werden neben dem Schneiden von Hydraulikschläuchen auch zum
Schneiden von anderen Schläuchen, von Gummi- und Kunststofftei
len mit und ohne Stahl-, Nichteisenmetall-, Kunststoff- und an
deren Armierungen und Verstärkungen eingesetzt.
Bekannt sind Kreismesser mit glatter Schneide und solche mit
gezahnter oder geschlitzter Schnittkante sowie Messer mit spe
ziellem Schliff, beispielsweise mit Kullenschliff. Die Messer
mit glatter Schnittkante haben den Nachteil, daß sie - je nach
Belastung - häufig nachgeschliffen werden müssen, um eine
gleichbleibend gute Schnittqualität zu erhalten. Hierdurch ent
steht ein erheblicher zeitlicher Aufwand für das Wechseln des
Kreismesser und das Versenden zum Nachschleifen sowie erhebli
che Kosten für den Nachschleifvorgang.
Neben dem Nachteil verringerter Schnittqualität haftet stumpfen
Kreismessern mit glatter Schnittkante der Nachteil starker
Überhitzung beim Schneiden an. Überhitzungen resultieren aber
auch aus Fehlern beim Schneiden, wie zum Beispiel, wenn das
Schnittgut eine zu geringe Vorspannung aufweist oder ein zu
schneller oder zu langsamer Vorschub beim Schneiden vorliegt.
Gerade bei der Serienproduktion und insbesondere beim Schneiden
von Schläuchen mit Spiraldrahteinlagen, kommt es ebenfalls zu
Überhitzungen, die zu Gefügeveränderungen im Schneidenbereich,
zu Wärmespannungen und Rißbildungen führen. Als Folge der
Rißbildung entstehen Materialausbrüche am Schneidenumfang.
In vielen Fällen ist ein derart beschädigtes Messer auch durch
Nachschleifen, d. h. durch Wegschleifen der Bruchstellen, nicht
wieder herstellbar. Die feinen Risse und/oder die Gefügeverän
derungen führen nach kurzem Einsatz oft erneut zu Rißbildungen
und Ausbrüchen.
Es sind daher bereits Kreismesser entwickelt worden, die an ih
rem Umfang verzahnt sind, wobei die Zahnsegmente von gleichlan
gen Schlitzen begrenzt werden. So ist beispielsweise aus der
CH-PS 462 650 ein derartiges Kreismesser bekannt. Diese Ausfüh
rungen besitzen bessere Eigenschaften und Standzeiten als Mes
ser mit glatter Schnittkante. Die am Umfang des Kreismessers
angeordneten Schlitze vermeiden stärkere Überhitzungen im Be
reich der Schneide und gewährleisten im Neuzustand eine gerin
gere Neigung zu Rißbildungen und Ausbrüchen, die nach ver
schleißbedingter Verringerung der Zahnhöhe bzw. Schlitztiefe
jedoch wieder zunimmt. Das gilt auch, wenn die Abstände zwi
schen den Schlitzen zu groß sind.
Das zuvor Gesagte gilt zwangsläufig auch für den Fall, daß ein
derartiges Messer öfter nachgeschliffen worden ist. Im Extrem
fall erhält man dann wieder ein Kreismesser mit glatter
Schnittkante, welches mit den oben beschriebenen Nachteilen be
haftet ist. Es ist zwar möglich, die Verzahnung bzw. Schlitzung
an dem verschlissenen Kreismesser zu erneuern, was jedoch sehr
aufwendig und sehr teuer ist.
Der Erfindung liegt ausgehend von einem Stand der Technik, wie
er zuletzt beschrieben worden ist, die Aufgabe zugrunde, ein
Kreismesser zu schaffen, welches zum einen durch seine beson
dere Schneidengeometrie weniger oder gar nicht zu Überhitzungen
neigt, wodurch die Standzeit erhöht wird und welches im Be
darfsfall öfter nachgeschliffen werden kann, ohne daß es seine
vorteilhaften Eigenschaften verliert.
Die Erfindung löst diese Aufgabe gemäß Anspruch 1 dadurch, daß
die Tiefe der Schlitze in periodischem Wechsel zumindest drei
verschiedene Maße aufweist, wobei der längste Schlitz jeder Pe
riode bis in den Bereich des Beginns der Fase bzw. darüber hin
ausreicht.
Die Erfindung löst diese Aufgabe darüber hinaus gemäß dem ne
bengeordneten Anspruch 2 dadurch, daß zumindest jeder zweite
Schlitz mit mindestens einem Langloch fluchtet, dessen Breite
gleich ist der Schlitzbreite.
Derartig ausgebildete Kreismesser weisen die folgenden gemein
samen Vorteile auf:
Es wird ein maximaler Selbstkühleffekt durch erzwungene Konvek tion im Schneidenbereich durch die optimierte Abstufung von möglichst vielen Schlitzen/Langlöchern mit größtmöglicher Länge derselben erzielt. Die erzwungene Konvektion kommt zustande durch die Relativbewegung zwischen den im Schneidenbereich am Umfang angeordneten Schlitzen und der nahezu stehenden Umge bungsluft. Hierdurch wird die entstehende Reibungswärme an der Schneide und deren Flanken schnell abgeführt. Das wird bei der Alternative gemäß Anspruch 1 dadurch erreicht, daß auf einen maximal langen Schlitz, der bis in den Bereich des Fasenbeginns oder sogar darüber hinaus verläuft, zunächst ein minimal langer Schlitz folgt, auf den wiederum ein Schlitz folgt, der in sei ner Länge zwischen den ersten beiden liegt, gefolgt wiederum von einem minimal langen. Dann beginnt die Periode von neuem.
Es wird ein maximaler Selbstkühleffekt durch erzwungene Konvek tion im Schneidenbereich durch die optimierte Abstufung von möglichst vielen Schlitzen/Langlöchern mit größtmöglicher Länge derselben erzielt. Die erzwungene Konvektion kommt zustande durch die Relativbewegung zwischen den im Schneidenbereich am Umfang angeordneten Schlitzen und der nahezu stehenden Umge bungsluft. Hierdurch wird die entstehende Reibungswärme an der Schneide und deren Flanken schnell abgeführt. Das wird bei der Alternative gemäß Anspruch 1 dadurch erreicht, daß auf einen maximal langen Schlitz, der bis in den Bereich des Fasenbeginns oder sogar darüber hinaus verläuft, zunächst ein minimal langer Schlitz folgt, auf den wiederum ein Schlitz folgt, der in sei ner Länge zwischen den ersten beiden liegt, gefolgt wiederum von einem minimal langen. Dann beginnt die Periode von neuem.
Durch die unterschiedlich langen Schlitze ergibt sich somit
eine Verwirbelung der Luft, die den angesprochenen Selbstkühl
effekt noch verstärkt.
Eine derartige periodische Abstufung in der angegebenen Reihen
folge in Verbindung mit dem schrägen Schlitzverlauf relativ zum
Radius gesehen sorgt darüber hinaus für eine verbesserte
Schnittqualität bei optimaler Stabilität und verhindert das
Ausbrechen von Segmenten.
Somit erhöht sich die Gesamtlebensdauer des Messers, zumal
durch die Schneidengeometrie bedingt ein wiederholtes Nach
schleifen des Messers möglich ist, ohne daß sich zunächst die
Geometrie und damit die vorteilhaften Eigenschaften verändern.
Die gleichen Vorteile werden bei der Alternative gemäß Anspruch
2 durch die Kombination von Schlitzen und Langlöchern, die mit
diesen fluchten, erreicht.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Anspruch 3 hat jede Schlitz-/Lang
lochkombination die gleiche Länge, endet also auf einer
gemeinsamen Kreislinie, wobei gemäß Anspruch 4 das Ende der
Schlitz-/Langlochkombinationen auf der Kreislinie eine an sich
aus der CH-PS 462 650 bekannte kreisförmige Aufweitung
aufweist. Durch diese kreisförmigen Bohrungen wird zusätzlich
zum Verwirbelungseffekt erreicht, daß der Neigung zu
Wärmespannungen und den nachfolgenden Rißbildungen und
Ausbrüchen entgegengewirkt wird.
Derartige kreisförmige Aufweitungen können selbstverständlich
auch bei der Alternative gemäß Anspruch 1 verwirklicht sein.
Die Schlitz-/Langlochkombinationen bei der Alternative gemäß
Anspruch 2 können beispielsweise so ausgebildet sein wie in An
spruch 5 vorgeschlagen. Es handelt sich hierbei um einen durch
gehenden Schlitz, auf den eine Schlitz-/Langlochkombination be
stehend aus einem kürzeren Schlitz und sich beispielsweise drei
anschließenden Langlöchern folgt, auf die eine weitere Schlitz-/Lang
lochkombination bestehend aus einem längeren Schlitz und
einem sich anschließenden längeren Langloch folgt. Anschließend
beginnt eine neue Periode aus Schlitz bzw. Schlitz-/Lang
lochkombinationen.
Der Anspruch 6 schlägt eine weitere Ausführungsform von
Schlitz-/Langlochkombinationen vor, die so ausgestaltet ist,
daß an einen Schlitz mit fluchtendem Langloch eine Kombination
aus zwei miteinander fluchtenden Langlöchern folgt, die ver
setzt zum benachbarten Langloch der Schlitz-/Lang
lochkombination angeordnet sind.
Möglich ist auch eine Ausführungsform, bei der mit den in re
gelmäßigen Abständen am Umfang angeordneten Schlitzen jeweils
zwei Langlöcher fluchten.
Wird ein derartiges Messer im Laufe seiner Betriebszeit stumpf,
kann es problemlos nachgeschliffen werden, so, daß sich wieder
eine zumindest ähnliche Konstellation der Schlitz-/Lang
lochkombinationen ergibt.
Die Teilung sollte so groß wie möglich gewählt werden, ohne die
Stabilität der entstehenden Segmente zu gefährden. Gemäß An
spruch 7 sollte das Verhältnis von Segmentbreite zu Schlitz
tiefe < 1,2 betragen. Bei vorgegebener Teilung erhält man die
Segmentbreite und damit die maximal zulässige Schlitztiefe. Bei
der erfindungsgemäßen Ausführung mit drei- oder mehrfacher
Abstufung der Schlitztiefen wird als Segmentbreite der Abstand
zwischen zwei Schlitzen gleicher Länge definiert.
Bevorzugt wird gemäß Anspruch 8 die Schlitzbreite bzw. auch die
Breite der Langlöcher zwischen 1 mm und 1,2 mm gewählt. Bei ge
ringerer Breite setzt sich Staub in den Schlitzen bzw. Langlö
chern fest, der die Kühlung negativ beeinflußt. Schlitzbreiten,
die größer als 1,2 mm sind, führen zu negativen Auswirkungen in
der Qualität des Schnittes.
Gemäß Anspruch 9 sind die Schlitze bzw. die Schlitze und die
mit ihnen fluchtenden Langlöcher in einem Winkel von 10° bis
20° in Drehrichtung gegen den Radius geneigt, so daß in Dreh
richtung der Beginn des Schlitzes am Umfang des Kreismessers
dem Ende des Schlitzes bzw. der Schlitz-/Langlochkombination
nacheilt.
In einer bevorzugten Ausführungsform gemäß Anspruch 10 beträgt
der Winkel 15°.
Eine weitere Verbesserung der Standzeit bis zum Nachschleifen
der Schneide wird durch einen relativ spitzen Fasenwinkel der
Schneide erreicht, die gemäß Anspruch 11 doppelfasig ausgebil
det ist und einen Fasenwinkel von 3°, vorzugsweise 3-4°
aufweist. Eine Vorfase ist hierbei nicht notwendig.
Eine weitere Steigerung der Standzeit des Messers und eine Ver
besserung der Schnittqualität wird gemäß Anspruch 12 dadurch
erreicht, daß der Schneidenbereich beschichtet ist, wobei gemäß
Anspruch 13 die Beschichtung aus Titan bestehen kann, oder ge
mäß Anspruch 14 aus Titancarbonnitrid.
Die Härte des Messermaterials beträgt nach Anspruch 15 bei
spielsweise mehr als 60 HRC in der Ausführung aus Schnell
arbeitsstahl.
Durch die Erfindung wird somit ein Kreismesser erhalten, wel
ches durch die besondere Geometrie der Schneide, durch die ge
wählte Härte des Materials und durch etwaige Beschichtungen im
Schneidenbereich eine deutlich verlängerte Lebensdauer aufweist
und welches bei Bedarf mehrmals nachgeschliffen werden kann,
ohne daß sich an der besonderen Geometrie der Schneide viel än
dert, so daß die Vorteile, die ein neues Messer aufweist, auch
dann noch in etwa gegeben sind.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Zeichnungen darge
stellt und näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines Kreismessers mit ge
schlitzter Schneide,
Fig. 2 ein Kreismesser gemäß Fig. 1 im Schnitt,
Fig. 3 in vergrößerter Darstellung einen Ausschnitt aus Fig. 1,
Fig. 4 eine zweite Ausführungsform eines Kreismessers mit
Schlitz-/Langlochkombinationen im Schneidenbereich,
Fig. 5 in vergrößerter Darstellung eine Einzelheit aus Fig. 4,
Fig. 6 eine dritte Ausführungsform eines Kreismessers, eben
falls mit Schlitz-/Langlochkombinationen im Schnei
denbereich,
Fig. 7 in vergrößerter Darstellung eine Einzelheit aus Fig. 6,
Fig. 8 eine vierte Ausführungsform eines Kreismessers mit
Schlitz-/Langlochkombinationen im Schneidenbereich,
Fig. 9 in vergrößerter Darstellung eine Einzelheit aus Fig. 8,
Fig. 10 eine Ausführungsform wie in Fig. 1, jedoch mit größe
rer Teilung,
Fig. 11 in vergrößerter Darstellung eine Einzelheit aus Fig. 10.
In den Fig. 1, 4, 6, 8 und 10 ist jeweils ein Quadrant eines
Kreismessers darstellt, das allgemein mit dem Bezugszeichen 1
versehen ist.
Wie aus Fig. 3 zu entnehmen ist, ist die Schneide 2 bei allen
Ausführungsformen doppelfasig ausgebildet, wobei der Fasenwin
kel beispielsweise 4° beträgt, aber auch 3° betragen kann.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 3 ist der Schneidenbe
reich gezahnt ausgebildet, wobei die einzelnen Zahnsegmente 3
durch Schlitze 4 gebildet sind, die sich in einem Winkel rela
tiv zum Radius r von im vorliegenden Beispiel 15° vom Umfang in
Richtung Fasenbeginn 5 erstrecken. Dabei eilt in Drehrichtung
des Messers der Schlitzanfang am Umfang der Schneide 2 dem
Schlitzende nach. Wie aus den Fig. 1 und 3 ersichtlich, weisen
die Schlitze 4 in periodischer Folge unterschiedliche Tiefen
auf. So folgt auf einen maximal langen Schlitz 4 ein minimal
langer, auf den wiederum ein Schlitz folgt, dessen Tiefe etwa
die Hälfte der Länge des maximal langen Schlitzes und das dop
pelte des minimal langen Schlitzes aufweist. Hieran schließt
sich erneut ein minimal langer Schlitz an, worauf die Periode
von neuem beginnt.
Es ist hier eine Teilung von 112 gewählt, wobei die Schlitz
tiefe bei einem Kreisdurchmesser von 300 mm 5, 10 und 20 mm und
die Schlitzbreite 1,2 mm beträgt. Der längste Schlitz 4 endet
Im Bereich des Fasenbeginns 5.
In den Fig. 4 und 5 ist ein Kreismesser mit alternativer
Schneidengeometrie und -Ausgestaltung dargestellt.
Hier sind die am Umfang angeordneten Schlitze 4 gleich lang.
Fluchtend mit diesen Schlitzen 4 sind jedem Schlitz 4 zwei hin
tereinander angeordnete Langlöcher 6 vorgesehen, die die glei
che Breite wie die Schlitze 4 aufweisen. Der Neigungswinkel der
Schlitz-/Langlochkombinationen 4, 6 beträgt wie im ersten Bei
spiel 15°, die Schlitz-/Langlochbreite 1,2 mm.
Die Schlitz-/Langlochkombinationen 4, 6 enden am Beginn der
Fase 5.
Die strichpunktierte Linie 7 deutet den Beginn des Schneidenbe
reichs an, der mit einer Beschichtung versehen ist, beispiels
weise aus Titancarbonnitrid. Die Schichtdicke kann 1,5 bis 4 µm
betragen. Eine derartige Beschichtung kann selbstverständlich
bei allen Ausführungsformen verwirklicht sein.
In den Fig. 6 und 7 ist eine weitere Ausführungsform darge
stellt, deren Schneide 2 mit Schlitz-/Langlochkombinationen 4,
6 versehen ist.
Im Unterschied zu dem in den Fig. 4 und 5 dargestellten Bei
spiel fluchtet hier mit jedem Umfangsschlitz 4 lediglich ein
Langloch 6. zwischen diesen Schlitz-/Langlochkombinationen 4, 6
befinden sich jeweils zwei miteinander fluchtende Langlöcher
6′, die jeweils zum benachbarten Langloch 6 in Richtung Umfang
bzw. in Richtung Fasenbeginn 5 versetzt sind, so daß das Ende
des Langlochs 6, 6′ und der Anfang des Langlochs 6′, 6 in etwa
auf der gleichen Kreislinie liegen. Auch hier beträgt der Nei
gungswinkel der Schlitz-/Langlochkombinationen 4, 6, 6′ 15°,
die Schlitz- bzw. Langlochbreite beträgt 1,2 mm.
In den Fig. 8 und 9 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt,
das als Kombination der Ausführungsbeispiele gemäß Fig. 1 und 4
bezeichnet werden kann.
Hier ist ein maximal langer Schlitz 4 vorgesehen, der im Be
reich des Fasenbeginns 5 endet. Auf diesen durchgängigen
Schlitz 4 folgt eine Schlitz-/Langlochkombination 4. 6, wobei
der Schlitz eine minimale Länge aufweist und sich - mit diesem
fluchtend - drei hintereinander angeordnete Langlöcher 6 an
schließen. Das letzte Langloch 6 endet auf der gleichen Kreis
linie f wie der maximal lange Schlitz 4.
Auf diese Schlitz-/Langlochkombination 4, 6 folgt eine weitere
Schlitz-/Langlochkombination, deren Schlitz 4 eine Tiefe auf
weist, die zwischen denen des maximal langen Schlitzes 4 und
des minimal langen Schlitzes der vorhergehenden Kombination
liegt. Mit diesem mittellangen Schlitz fluchtet ein Langloch 6,
dessen Länge so gewählt ist, daß es auf der gleichen Kreislinie
f endet wie der maximal lange Schlitz 4.
Die auf dieser Kreislinie f endenden Schlitze 4 und Langlöcher
6 sind an diesem Ende mit kreisförmigen Aufweitungen 8 verse
hen.
Derartige Aufweitungen 8 können selbstverständlich ebenfalls
bei den Schlitzen, bzw. Schlitz-/Langlochkombinationen der zu
vor beschriebenen Ausführungsformen verwirklicht sein.
Der Neigungswinkel der Schlitze bzw. Schlitz-/Lang
lochkombinationen beträgt wie bei den anderen Beispielen
15°, die Breite der Schlitze 4 bzw. Langlöcher 6 beträgt 1,2
mm.
Allerdings ist im letztgenannten Beispiel eine Teilung von 200
gewählt, bei einem Messerdurchmesser von 520 mm. Diese Maße
sind jedoch lediglich beispielhaft genannt. Prinzipiell ist bei
vorgegebener Teilung das Verhältnis von Segmentbreite zur
Schlitztiefe < 1,2 zu wählen, wobei Segmentbreite jeweils als
der Abstand zwischen Schlitzen 4 gleicher Tiefe definiert wird.
In den Fig. 10 und 11 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt,
das in etwa wie das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 3 auf
gebaut ist, bei einem Messerdurchmesser von 520 mm jedoch eine
Teilung von 200 aufweist. Bei diesem letztgenannten Beispiel
reicht der maximal lange Schlitz noch über den Beginn der Fase
5 hinaus.
Bei allen Ausführungsformen ist das Schnittprinzip aufgrund der
Geometrie der Schneide eher ein Schneidschleifen. Mit der
spitzwinkligen und durch Schlitze unterbrochenen Schnittkante
wird das Material, z. B. Gummi und die Verstärkungen (z. B. hoch
fester Stahldraht) punkt- bzw. linienweise abgetragen, ähnlich
wie beim Trennschleifen, aber mit äußerst schmaler, definierter
Schnittkante. Verstärkt wird der Schnittprozeß durch die Im
pulswirkung der Segmente der Schneidkante.
Claims (15)
1. Kreismesser, insbesondere zum Schneiden von Hydraulik
schläuchen, mit einer zumindest einseitig gefasten
Schneide, deren Umfang gezahnt ist, wobei die einzelnen
Zahnsegmente durch vom Umfang in einem festen Winkel zum
Radius nach innen verlaufende Schlitze voneinander getrennt
sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tiefe der Schlitze (4) in periodischem Wechsel
zumindest drei verschiedene Maße aufweist, wobei der läng
ste Schlitz (4) jeder Periode bis in den Bereich des Be
ginns (5) der Fase bzw. darüber hinaus reicht.
2. Kreismesser, insbesondere zum Schneiden von Hydraulik
schläuchen, mit einer zumindest einseitig gefasten
Schneide, deren Umfang gezahnt ist und die einzelnen Zahn
segmente durch vom Umfang in einem festen Winkel zum Radius
nach innen verlaufende Schlitze voneinander getrennt sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest jeder zweite Schlitz (4) mit mindestens einem
Langloch (6, 6′) fluchtet, dessen Breite in etwa gleich ist
der Schlitzbreite.
3. Kreismesser nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Schlitz-/Langlochkombination (4, 6, 6′) auf einer
gemeinsamen Kreislinie (f) endet.
4. Kreismesser nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ende der Schlitz-/Langlochkombination (4, 6, 6′) auf
der Kreislinie (f) eine kreisförmige Aufweitung (8) auf
weist.
5. Kreismesser nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß symmetrisch zu je einem bis zur Kreislinie (f) reichen
den Schlitz (4) auf jeder Seite mindestens eine aus einem
Schlitz (4) und mindestens einem hiermit fluchtenden Lang
loch (6) bestehende Kombination vorgesehen ist.
6. Kreismesser nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen zwei am Umfang des Messers (1) beginnenden
Schlitz-/Langlochkombinationen (4, 6) mindestens ein Lang
loch (6′) vorgesehen ist, wobei dieses mindestens eine
Langloch (6′) versetzt zum benachbarten Langloch (6) der
Schlitz-/Langlochkombination (4, 6) angeordnet ist.
7. Kreismesser nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis von Segmentbreite zur Schlitztiefe < 1,2
beträgt, wobei Segmentbreite der Abstand zwischen zwei
Schlitzen (4) gleicher Tiefe ist.
8. Kreismesser nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlitzbreite 1 bis 1,2 mm beträgt.
9. Kreismesser nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlitze (4) in einem Winkel von 10° bis 20° in
Drehrichtung gegen den Radius (r) geneigt sind.
10. Kreismesser nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Winkel 15° beträgt.
11. Kreismesser nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneide (2) doppelfasig ausgebildet ist und einen
Fasenwinkel von 3° bis 4° aufweist.
12. Kreismesser nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schneidenbereich beschichtet ist.
13. Kreismesser nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschichtung aus Titan besteht.
14. Kreismesser nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschichtung aus Titancarbonnitrid besteht.
15. Kreismesser nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Härte des Messers < 60 HRC in der Ausführung aus
Schnellarbeitsstahl beträgt.
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| DE19616678A DE19616678C1 (de) | 1996-04-26 | 1996-04-26 | Kreismesser |
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| DE19616678A Expired - Lifetime DE19616678C1 (de) | 1996-04-26 | 1996-04-26 | Kreismesser |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0803334B1 (de) |
| AT (1) | ATE211673T1 (de) |
| DE (1) | DE19616678C1 (de) |
Cited By (2)
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- 1997-02-18 EP EP97102546A patent/EP0803334B1/de not_active Expired - Lifetime
- 1997-02-18 AT AT97102546T patent/ATE211673T1/de not_active IP Right Cessation
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP0803334A2 (de) | 1997-10-29 |
| ATE211673T1 (de) | 2002-01-15 |
| EP0803334A3 (de) | 1998-06-10 |
| EP0803334B1 (de) | 2002-01-09 |
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