DE19616459C1 - Vorrichtung zum Erhitzen und Rückkühlen von Milch - Google Patents
Vorrichtung zum Erhitzen und Rückkühlen von MilchInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung der im Oberbegriff des An
spruches 1 genannten Art.
Eine gattungsgemäße Vorrichtung ist aus
"Handbuch der Milch- und Molkereitechnik" Tetra Pak 2. überarbeitete Auflage Seite 163, Abb. 4A
bekannt.
"Handbuch der Milch- und Molkereitechnik" Tetra Pak 2. überarbeitete Auflage Seite 163, Abb. 4A
bekannt.
Derartige Vorrichtungen dienen zur Herstellung längerfristig halt
bar gemachter Milch, die beispielsweise unter der Bezeichnung "H-Milch"
in den Handel gelangt. Wärme wird der Vorrichtung in der
Heizstufe zugeführt, die beispielsweise als fremdbeheizter Wärme
tauscher ausgebildet ist oder an der auch die Milch direkt mit Heiß
dampf erwärmt werden kann mit unmittelbar anschließender Ent
spannung. Vor und hinter der Heizstufe angeordnete Wärmeaustau
scherstufen erwärmen die Milch stufenweise und kühlen sie wieder
zurück. Durch Rückgewinnung mit einer Austauschkreislaufein
richtung zwischen den der Heizstufe vor- und nachgeschalteten Stu
fen kann der kostenintensive Energieverbrauch gering gehalten
werden. Zwischen den Stufen sind Behandlungseinrichtungen vor
gesehen, so z. B. eine Verweilstrecke nach der Heizstufe, um die
Milch über den vorgeschriebenen Zeitraum auf Maximaltemperatur
zu halten. Ferner lassen sich - zumeist unmittelbar vor der Heiz
stufe - in einem Eiweißabscheider Eiweiße abscheiden. Als weitere
Behandlungseinrichtung kann auf geeigneter Temperaturstufe eine
Homogenisierungseinrichtung vorgesehen sein zur Vergleichmäßi
gung der Partikelgrößen des Fettanteiles.
Derartige Vorrichtungen weisen einen Druckbereich zwischen einer
den Druck erhöhenden Pumpe und einer den Druck wieder reduzie
renden Drossel auf, der wenigstens den heißesten Bereich der Vor
richtung umfaßt. Die Druckerhöhung ist erforderlich, um das Sie
den der Milch bei den zu erreichenden Temperaturen von über
100°C zu verhindern. Auch Wasser als Austauschmedium der
Kreislaufeinrichtung muß zur Verhinderung von Dampfbildung un
ter Druck gehalten werden.
Sind die Wärmeaustauschstufen und ist die Kreislaufeinrichtung
korrekt ausgelegt, so kann die bei der Heizstufe zugeführte Wärme
weitgehend zum Vorwärmen rückgewonnen werden, so daß der äu
ßerst kostenintensive Energieverbrauch solcher Vorrichtungen rela
tiv gering gehalten werden kann. Das setzt allerdings ordnungsge
mäße unveränderte Funktion der Wärmeaustauscherstufen voraus.
Mit gattungsgemäßen Vorrichtungen kann Milch, z. B. in Form von
Konsummilch, oder auch ein Milchmischgetränk mit z. B. Frucht-
oder Kakaozusätzen behandelt werden. Dabei besteht aber stets das
Problem, daß bei Überschreiten einer Temperatur von etwa 90°C,
also in den letzten Vorwärmstufen Milchinhaltsstoffe thermisch
ausgefällt werden. Diese Milchinhaltsstoffe sind überwiegend die in
der Milch enthaltenen Proteine, aber auch z. B. Milchsalze.
Mit einem Eiweißabscheider, der auf entsprechendem Temperatur
niveau zwischen Vorwärmstufen oder zwischen diesen und der
Heizstufe angeordnet ist, kann der größte Teil der ausgefällten Milch
inhaltsstoffe außerhalb der Wärmeaustauschstufen abgeschieden
werden. Damit läßt sich aber nicht verhindern, daß die Milchin
haltsstoffe auch in den Wärmeaustauscherstufen selbst ausfallen.
Dies führt zu Wandbelägen in den milchführenden Leitungen der
Wärmeaustauscher. Dadurch ändert sich die Strömungsgeschwin
digkeit der Milch in den Wärmeaustauschern und somit deren Ver
weilzeit. Ferner wirken die Beläge isolierend. Beides resultiert in
einer Verschlechterung des Wärmeaustauschgrades des betroffenen
Wärmeaustauschers.
Bei gattungsgemäßen Vorrichtungen ist die Kreislaufeinrichtung
stets als ein einziger Kreislauf ausgebildet, in dem das Wärme
tauschmedium, als welches üblicherweise Wasser verwendet wird,
durch alle Rückkühlstufen und Vorwärmstufen strömt. Ändert sich
durch die beschriebene Belagbildung in den der Heizstufe benach
barten Vorwärmstufen der Wärmeaustauschgrad, so führt dies
dazu, daß den vorgeschalteten Stufen zu warmes Wasser zum Aus
tausch zugeführt wird. Die Milchtemperatur in zwischen den ersten
Stufen angeordneten Behandlungseinrichtungen steigt also an, was
unerwünscht ist, wenn dort eine konstante Temperatur erforderlich
ist. Das Wasser gelangt dann auch mit zu hoher Temperatur von
der ersten Vorwärmstufe zur letzten Rückkühlstufe, so daß an die
ser die Milchausgangstemperatur ansteigt, was ebenfalls uner
wünscht ist.
Auch die Milchtemperatur nach den nicht mehr ordnungsgemäß
funktionierenden Vorwärmstufen stimmt nicht mehr. Sie liegt nun
zu niedrig. Das wird aber in der Heizstufe wieder korrigiert, die
stets auf konstante Endtemperatur regelt.
Es ist bei gattungsgemäßen Vorrichtungen bekannt, in dem Kreis
lauf des Austauschmediums einen Zusatzwärmetauscher vorzuse
hen, der z. B. mit Frischwasser gekühlt wird. Damit kann bei sich
änderndem Temperaturgleichgewicht und ansteigender Temperatur
des Austauschmediums korrigierend eingegriffen werden, um das
Austauschmedium wieder auf die gewünschte Temperatur zu brin
gen.
Bei der bekannten Konstruktion sitzt der Zusatzwärmetauscher im
Austauschkreislauf zwischen Vorstufen. Er kann auch in der Rück
leitung des Kreislaufes angeordnet sein. Wird eine temperaturge
steuerte Regelung vorgesehen, so kann die Prozeßtemperatur unab
hängig von den beschriebenen Änderungen des Wärmeaustausch
grades konstant gehalten werden.
Allerdings gelingt dies immer nur an einer bestimmten Stelle des
Kreislaufes, also entweder an einer der vorderen Stufen oder an der
letzten Rückkühlstufe, die die Ausgangstemperatur der Milch be
stimmt. Hält man beispielsweise die Temperatur an der letzten
Rückkühlstufe oder in einer der Vorstufen konstant ein, so kann
sich an anderen Stellen des Kreislaufes die Temperatur ändern. Bei
spielsweise ändert sich die Temperatur der ersten Rückkühlstufe
unmittelbar nach der Heizstufe, so daß das schnelle Rückkühlen der
Milch auf unter 100°C nicht mehr gewährleistet sein kann, was zu
Geschmacksänderungen führt. Ändert sich die Temperatur in den
Vorstufen, so können dort angeordnete Milchbehandlungseinrich
tungen, wie beispielsweise Entrahmungseinrichtungen, nicht mehr
ordnungsgemäß arbeiten, was ebenfalls zu Qualitätsmängeln führt.
Da die Milch der Vorrichtung üblicherweise mit 5°C zugeführt
wird, liegt die Temperatur, mit der das Wasser im Kreislauf von
der ersten Vorwärmstufe zur letzten Rückkühlstufe strömt, nur im
Bereich von etwa 15°C. Diese Temperatur liegt nur wenig über
der Temperatur des aus der Wasserleitung bezogenen Frischwas
sers, das im Zusatzwärmeaustauscher zur Zusatzkühlung verwendet
wird. Auch wenn, wie bei der eingangs genannten bekannten Kon
struktion der Zusatzwärmetauscher in den Vorwärmstufen angeord
net wird, liegt die dortige Temperatur des Austauschmediums noch
relativ niedrig. Angesichts der niedrigen Temperaturdifferenz sind
große Frischwassermengen erforderlich. Sie ergeben nach Durch
strömen des Zusatzwärmetauschers Abwasser auf einem niedrigen
Temperaturniveau, das zur Wärmerückgewinnung nicht nutzbar ist.
Es ergeben sich also erhebliche Wasser- und Energieverluste.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, bei Vor
richtungen der gattungsgemäßen Art bei besserer Qualität die Be
triebskosten zu senken.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des
Kennzeichnungsteiles des Anspruches 1 gelöst.
Bei dieser Konstruktion wird das den Wärmeaustausch besorgende
Wasser im inneren Kreislauf von dem Zusatzwärmeaustauscher im
Austausch mit Frischwasser zusätzlich abgekühlt, um die in den
vom inneren Kreislauf erfaßten Vorwärmstufen bei Änderung des
Wärmetauschgrades infolge des Ausfällens von Milchinhaltsstoffen
anfallende zu hohe Wassertemperatur wieder auf die gewünschte
Höhe zu bringen. Dadurch erreicht die Milch in der letzten vom in
neren Kreislauf umfaßten Rückkühlstufe die gewünschte Tempera
tur. Das Rückkühlen der Milch auf unter 100° C erfolgt also mit
größerer Sieherheit. Der äußere Kreislauf bleibt in seinen Tempe
raturen völlig unbeeinflußt. Die von diesem besorgte letzte Rück
kühlung der Milch auf die Ausgabetemperatur bleibt konstant auf
dem gewünschten Wert. Auch die im äußeren Kreislauf liegenden
ersten Vorwärmstufen behalten ihre Solltemperatur, so daß dort
angeordnete Behandlungseinrichtungen ihre gewünschte konstante
Temperatur behalten. Auf diese Weise wird die Qualität der Milch
behandlung erhöht und konstant gehalten.
Da das Wasser im inneren Kreislauf auf höherer Temperatur liegt
als im äußeren Kreislauf, erfolgt der Wärmeaustausch mit dem
Frischwasser mit einer wesentlich höheren Temperaturdifferenz,
die über 80°C liegen kann. Das den Zusatzwärmeaustauscher
verlassende Abwasser kann Temperaturen bis 80°C erreichen und
zur Wärmerückgewinnung verwendet werden, beispielsweise zur
Gebäudebeheizung oder zur Gewinnung von Prozeßwärme bei
anderen Maschinen. Da die Temperaturdifferenz im Zusatzwärme
austauscher sehr hoch ist, wird auch gegenüber dem Stand der
Technik wesentlich weniger Frischwasser benötigt.
Insgesamt ergibt sich also ein verringerter Frischwasserbedarf und
eine wesentlich verbesserte Nutzbarkeit der abgeführten Wärme,
woraus wesentliche Kosteneinsparungen resultieren.
Vorteilhaft sind die Merkmale des Anspruches 2 vorgesehen. Mit
einer solchen Regelung kann der äußere Kreislauf in seinen Tempe
raturen völlig konstant gehalten werden.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise und schematisch
dargestellt.
Die einzige Figur zeigt eine Vorrichtung zur Herstellung von H-Milch,
die aber beispielsweise auch zur Herstellung von Kakao
oder sonstigen, steril abzufüllenden Milchmischgetränken verwen
det werden kann.
Milch gelangt über eine Leitung 1 in die Vorrichtung und wird in
einer ersten Wärmeaustauscherstufe 2 von der üblichen Lagertem
peratur von 5°C auf 55°C erwärmt. Die Milch läuft sodann durch
eine Behandlungseinrichtung 40 die beispielsweise einen Separator
zur Fettabscheidung und eine Standardisierungseinrichtung zur
standardisierten Zugabe des Fettes zur Einstellung des üblichen
Standardfettgehaltes von 3,5% aufweist. Für derartige Behand
lungseinrichtungen ist eine konstante Temperatur von 55°C ideal.
Abweichungen sollten vermieden werden.
An dieser Stelle nach der Rahmabscheidung kann auch eine Beimi
schung von Geschmacksstoffen erfolgen, z. B. von Kakao zur Her
stellung eines Kakaogetränkes. In der Ausgangsleitung der Be
handlungseinrichtung 40 kann ein Pufferbehälter zwischengeschaltet
sein, in dem solche Mischvorgänge durchführbar sind. Der Puffer
behälter kann auch zur Milchentgasung dienen, was eine separate
Entgasungseinrichtung entbehrlich macht. Die Entgasung kann in
einem offenen Behälter erfolgen oder unter Vakuumbeaufschla
gung. Ein solcher Pufferbehälter bietet auch Vorteile hinsichtlich
der Entlastung der nachfolgenden Stufen von Druckschwankungen
in der Behandlungseinrichtung 40, die beispielsweise beim
Schlammabscheiden aus einem Separator auftreten.
Von der Behandlungseinrichtung 40 gelangt die Milch durch eine
zweite Wärmeaustauscherstufe 4, in der sie auf 70°C gebracht
wird, zu einer Druckerhöhungspumpe 5, von der die Milch durch
eine Homogenisierungseinrichtung 6 gebracht wird. Bei der Druc
kerhöhung erhöht sich die Temperatur der Milch leicht auf 74°C,
mit der sie in eine dritte Wärmetauscherstufe 7 eintritt, um diese
mit 90°C zu verlassen.
Bei dieser Temperatur fallen aus der Milch Milchinhaltsstoffe, ins
besondere Protein, aus. Ein Proteinabscheider 8 nimmt die wesent
lichen Mengen der ausgefällten Milchinhaltsstoffe auf. Die Milch
gelangt mit 90°C zu einer Wärmeaustauschstufe 7′, um diese mit
124°C zu verlassen.
Mit dieser Temperatur gelangt die Milch in eine Heizstufe 9, die
über einen Kreislauf 10 von einer Heizung 11 beheizt wird und die
Milch auf 140°C, also die Endtemperatur der Behandlung gebracht
wird.
In einer Temperaturhaltestrecke 12 wird die Milch über die ge
wünschte Zeit auf dieser Temperatur gehalten. Sie gelangt dann mit
immer noch 140°C zu einer weiteren Wärmetauscherstufe 13 und
von dort mit 90°C zu einer Wärmetauscherstufe 14, wo sie auf 20°C
heruntergekühlt wird.
Von der letzten Wärmetauscherstufe 14 gelangt die Milch durch
eine Drossel 15 in die Abgabeleitung 16, mit der sie einem Tank
oder direkt einer Abpackmaschine zugeführt wird.
Die Milch wird also in der Heizstufe 9 beheizt und transportiert von
dort Wärme zu den Stufen 13 und 14. Diese dienen als Rückkühl
stufen, während die Stufen 2, 4, 7 und 7′ als Vorwärmstufen die
Milch vorwärmen.
Die in den Rückkühlstufen 13 und 14 anfallende Wärme wird über
eine Kreislaufeinrichtung den Vorwärmstufen zugeführt.
Ein äußerer Kreislauf 17 mit dem üblichen Wasser als Wärme
tauschmedium verläuft durch die letzte Rückkühlstufe 14 und die
ersten Stufen 2 und 4. Die erforderliche Umwälzpumpe ist zur
zeichnerischen Vereinfachung nicht dargestellt. Die Strömungs
richtung des Wassers ist mit Pfeilen angedeutet.
Ein innerer Kreislauf 41 transportiert Wasser in Pfeilrichtung durch
die erste Rückkühlstufe 13 und die letzten beiden Vorwärmstufen 7′
und 7.
Wie der Zeichnung entnehmbar, sind die Wärmetauscherstufen
sämtlich so ausgebildet, daß sich an den jeweiligen Ein- und Aus
gängen immer Temperaturdifferenzen zwischen Wasser und Milch
von etwa 8°C ergeben. Betrachtet man beispielsweise die erste
Rückkühlstufe 13, so gelangt Milch in diese mit 140°C und wird
auf 90°C heruntergekühlt. Wasser tritt in umgekehrter Richtung
mit 82°C ein und verläßt diese Stufe mit 132°C. An beiden Enden
der Stufe ergibt sich also zwischen Milch und Wasser eine Tempe
raturdifferenz von 8°C. Dies trifft im wesentlichen auch auf die
übrigen Stufen zu. Die Temperaturen sind jeweils neben die Lei
tungen geschrieben.
In dem dargestellten Temperaturgleichgewicht arbeitet die Vor
richtung nur, wenn sämtliche Wärmetauscherstufen vollständig ord
nungsgemäß arbeiten und somit ihren vollen Wärmetauschgrad
aufweisen. Beim Betrieb der Vorrichtung ändert sich dies.
Milchinhaltsstoffe, also hauptsächlich Protein, beginnen bei Tempe
raturen von etwa 90°C auszufallen. Diese Temperatur wird inner
halb des Wärmeaustauschers der Stufe 7 erreicht, so daß bereits in
diesem durch Fällung Oberflächenbeläge entstehen. Im wesentli
chen sollen die Milchinhaltsstoffe in dem Proteinabscheider 8 aus
fallen. Ein geringer Anteil fällt aber auch noch in dem Wärmetau
scher 7′ aus. Die beiden Wärmetauscher 7 und 7′ wachsen daher
innen allmählich mit Belägen von ausgefallenen Milchinhaltsstof
fen, insbesondere Protein und auch Milchsalzen, zu. Dadurch
ändert sich ihr Durchströmungsquerschnitt für Milch. Dies führt zu
einer Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit und somit zu einer
Verringerung der Verweilzeit der Milch in diesen Wärmetauschern.
Außerdem ändert sich durch die Beläge der Wärmedurchgangswi
derstand zum Wasser hin. Der Wärmetauschgrad dieser Wärmetau
scher sinkt also.
Dies hat zur Folge, daß die Temperatur des Wassers im inneren
Kreislauf 41 nach der Stufe 7 nicht bei 82°C bleibt, sondern all
mählich zu höheren Temperaturen hin ansteigt. Das im inneren
Kreislauf 41 in die erste Rückkühlstufe 13 eintretende Wasser
würde dann zu heiß werden mit der Folge, daß die Milch, die bei
13 austritt, höhere Temperaturen als 90°C erreicht.
Durch die Verringerung des Wärmetauschgrades in den Stufen 7
und 7′ wird auch die Milch beim Erreichen der Heizstufe 9 kühler,
was aber durch die Regelung der Heizung 11 auf konstante
Milchaustrittstemperatur von 140°C ausgeglichen werden kann.
Um die aus der ersten Rückkühlstufe 13 mit 90°C austretende
Milch bei konstanter Temperatur zu halten, ist in dem inneren
Kreislauf 41 ein Zusatzwärmetauscher 42 vorgesehen, der im Ge
genstrom von Frischwasser durchströmt wird, das auf der Leitung
43 ankommt und den Zusatzwärmetauscher 42 auf der Leitung 44
als erwärmtes Abwasser verläßt.
Mit diesem zusätzlichen Wärmetauscher 42 kann die Temperatur
des Wassers im inneren Kreislauf 41 wieder auf die gewünschten
82°C gebracht werden, so daß die die erste Rückkühlstufe 13 ver
lassende Milch bei 90°C gehalten wird.
Um eine genaue Temperaturregelung der Milch an dieser Stelle zu
erreichen, ist in der Milchleitung zwischen den Stufen 13 und 14
ein Temperaturfühler 45 angeordnet, der über eine Leitung 46
einen Durchflußregler 47 in der Frischwasserleitung 43 steuert. Es
kann aber auch eine Handregelung oder eine Standardvorein
stellung, die für übliche Fälle ausreicht, vorgesehen sein.
Da die der letzten Rückkühlstufe 14, die als einzige im äußeren
Kreislauf 17 sitzt, zugeführte Milch konstant bei 90°C gehalten
wird und da dies die einzige Stelle ist, bei der der innere Kreislauf
41 den äußeren Kreislauf 17 thermisch beeinflußt, bleiben die Tem
peraturen im äußeren Kreislauf 17 vollständig konstant. Die Milch
ausgangstemperatur bleibt also bei 20°C und auch die für die Be
handlungsstufe 40 vorteilhaften 55°C bleiben konstant.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, wird die Milch in dem Bereich,
in dem sie über 100°C gebracht wird, zwischen der Druckerhö
hungspumpe 5 und der Drossel 15 auf Überdruck gehalten, um Sie
den zu vermeiden. Auch der innere Kreislauf 41, dessen erforderli
che Umwälzpumpe nicht dargestellt ist, wird auf Druck gehalten,
um bei den erreichten Temperaturen von über 100°C Sieden zu
vermeiden.
Dem Zusatzwärmetauscher 42 wird Frischwasser auf der Leitung
43 mit einer Temperatur von ca. 10°C zugeführt, wie sie übli
cherweise aus dem Wasserleitungsnetz anfällt. Die Temperaturdif
ferenz zur Temperatur des Wassers im inneren Kreislauf 41 von
mindestens 82°C ist also sehr hoch. Das Abwasser auf der Leitung
44 hat somit Temperaturen von bis über 80°C, die sehr gut nutzbar
sind. Die Leitung 44 kann also in nicht dargestellter Weise zu
Wärmetauscheinrichtungen geführt werden. Der Verbrauch an
Frischwasser ist infolge der hohen Temperaturdifferenz niedrig.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Erhitzung von Milch auf über 100°C, mit
einer fremdbeheizten Heizstufe (9), die die Milch auf die
Endtemperatur bringt, mit wenigstens zwei dieser vorge
schalteten Wärmeaustauschstufen (2, 4, 7, 7′) zum Vorwär
men sowie wenigstens zwei dieser nachgeschalteten Stufen
(13, 14) zum Rückkühlen der Milch, mit einer Kreislaufein
richtung (17, 41) zum Führen eines Austauschmediums im
Gegenstrom zur Milch durch die Rückkühlstufen (13, 14)
und die Vorwärmstufen (2, 4, 7, 7′), mit einem Zusatzwär
metauscher (42) zur Zusatzkühlung des Austauschmediums
(41) im Austausch mit Frischwasser (43) und mit zwischen
den Stufen (2, 4, 7, 7′, 9, 13,) angeordneten Einrichtungen
(40, 5, 6, 8, 12) zur Behandlung der Milch, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Kreislaufeinrichtung in einen inneren
Kreislauf (41) und einen äußeren Kreislauf (17) getrennt ist,
wobei der innere Kreislauf (41) jeweils wenigstens eine der
Heizstufe (9) benachbarte Vorwärmstufe (7, 7′) und Rück
kühlstufe (13) und der äußere Kreislauf (17) jeweils wenig
stens eine von der Heizstufe (9) entfernt liegende Vorwärm
stufe (2, 4) und Rückkühlstufe (14) umfaßt, wobei der innere
Kreislauf (41) wenigstens die Vorwärmstufen (7, 7′) umfaßt,
bei denen Gefahr der Temperaturausfällung von Milchin
haltsstoffen besteht, und wobei der Zusatzwärmeaustauscher
(42) im inneren Kreislauf (41) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchfluß von Frischwasser (43) des Zusatzwärme
tauschers (42) in Abhängigkeit von der Temperatur der
Milch zwischen der letzten Rückkühlstufe (13) des inneren
Kreislaufes (41) und der ersten Rückkühlstufe (14) des äuße
ren Kreislaufes (17) geregelt wird.
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|---|---|---|---|---|
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