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Elektrophotographische Platte Die Erfindung betrifft das Gebiet der
Elektrophotographie und bezieht sich insbesondere auf eine Bindemittelplatte, die
sich für eine Verwendung in der Elektrophotographie eignet.
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Es ist bekannt, dass Bilder auf der Oberfläche bestimmter photoleitender
isolierender Materialien auf elektrostatische Weise gebildet und entwickelt werden
können. Das Grundelektrophotographieverfahren, welches Gegenstand der US-Patentschriit
2 297 691 ist, besteht darin, gleichmässig
eine photoleitende isolierende
Schicht zu beladen und anschliessend die Schicht mit einem Licht-und-Schatten-3ild
zu bestrahlen. Durch diese Bestrahlung wird die Ladung an den Stellen der Schicht,
die dem Licht ausgesetzt sind, entladen. Das auf der Schicht gebildete elektrostatische
latente Bild entspricht der Konfiguration des Licht-und-Schatten-Bildes. Wahlweise
kann ein latentes elektrostatisches Bild auf der Platte durch Beladen der Platte
in Bildkonfiguration gebildet werden. Dieses Bild wird in der Weise sichtbar gemacht,
dass auf der mit dem Bild versehenen Schicht ein feinteiliges Entwicklerniateri-rz1
aufgebracht wird, das aus einem Färbemittel, welches als loner bezeichnet wird,
und einem Tonerträger besteht. Das pulverförmige Entwicklermaterial wird normalerweise
von denjenigen Stellen der Schicht angezogen, die eine Ladung beibehalten haben,
wodurch ein Pulverbiid gebildet wird, das dem latenten elektrostatischen Bild entspricht.
Ist der Unterlagenbogen relativ billig, d.h., handelt es sich beispielsweise um
Papier, dann kann das Pulverbild direkt auf der Platte fixiert werden, beispielsweise
durch ein Schmelzen unter Einwirkung von Wärme oder eines Lösungsmittels. Wahlweise
kann das Pulverbild auf einen Aufnahmebogen übertragen werden (beispielsweise aus
Papier) und auf diesem sogen fixiert werden. Das vorstehend geschilderte allgemeine
Verfahren ist ferner Gegenstand der US-Patentschriften 2 357 809, 2891 011 und 3
079 342.
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Damit die photoleitende Isolationsschicht wirksam ist, muss sie dazu
in der Lage sein, eine elektrostatische Ladung im Dunkeln zu halten und die Ladung
auf ein leitendes Substrat abzuführen, wenn eine Bestrahlung mit Licht erfolgt.
Es ist bekannt, dass verschiedene photoleitende Isolationsmaterialien zur Herstellung
von elektrophotographischen Platten verwendet werden können. Geeignete photoleitende
Isolationsmaterialien,
wie beispielsweise Anthracen, Schwefel, Selen
oder Mischungen davon, werden in der US-Patentschrift 2 297 691 beschrieben.
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Diese Materialien besitzen im allgemeinen eine Empfindlichkeit im
Blau- sowie in dem nahen W-Bereich, wobei jedoch allen diesen Materialien mit Ausnahme-
von Selen der Nachteil anhaftet, dass sie nur leicht lichtempfindlich sind. Aus
diesem Grunde ist Selen das am weitesten in elektrophotographischer. Platten verwendete
Material. Wenn auch glasartiges Selen in den meisten Beziehungen geeignet ist, so
haftet ihm dennoch der Nachteil an, dass sein spektrales Ansprechvermögen auf den
W-, Blau- und Grünbereich des Spektrums etwas begrenzt ist, wobei ausserdem die
Herstelbing glasartiger Selenpiatten kostspielige und komplizierte Maßnahmen, wie
beispielsweise eine Vakuumaufdampfung, erfordert. Ferner sind glasartige Selenschichten
insofern nur metastabil, als sie bei den Temperaturen, die nur etwas oberhalb der
Temperaturen liegen, wie -sie in üblichen elektrophotographischen Kopiermaschinen
auftreten, leicht in nicht-brauchbare kristalline Formen rekristallisieren. Ferner
erfordern Selenplatten die Vewenducg einer getrennten leitenden Substratschicht,
auf der sich vorzugsweise eine weitere Sperrschicht befindet, vor der Aufbringung
des Seienphotoleiters. Aus wirtschaftlichen Erwägungen wurden daher viele Versuche
unternommen, photoleitende Isolationsmaterialien ausser Selen für eine Verwendung
in elektrophotographischen Platten zu entwickeln.
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Es wurde vorgeschlagen, verschiedene Zwei-KomDonenten-Materialien
in photoleitenden Isolationsschichten, die in elektrophotographischen Platten eingesetzt
werden, zu verwenden. Diese bestehen aus einem photoleitenden Isolationsmaterial
in Form von Einzelteilchen, das in einem isolierenden Bindemittel verteilt ist.
Bestehen die Teilchen aus einem photoleitenden Material
aus anorganischen
kristallinen Verbindungen, die- ein Metallion enthalten, dann werden eine zufriedenstellende
photographische Geschwindigkeit und ein befriedigendes spektrales hnsprechvermögen
für eine Verwendung in xerographischen Platten erzielt. Jedoch weisen diese Platten
auch in einem Farbstoff-sensibilisierten Zustand im allgemeinen Empfindlichkeiten
auf, die unterhalb der Empfindlichkeit des Selens liegen. Diese Platten werden im
allgemeinen als nicht erneut verwendbar betrachtet, da es erforderlich ist, derartig
hohe Prozentsätze an photoleitendem Pigment zur Erzielung einer ausreichenden Empfindlichkeit
zu verwenden, dass es schwierig ist, glatte Oberflächen zu erzielen, die sich für
eine wirksame Tonerübertragung sowie für eine anschliessende Reinigung vor einer
erneuten Verwendung eignen.
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Ein weiterer Nachteil der Verwendung von Platten aus einem anorganischen
Pigment und einem Bindemittel besteht darin, dass sie nur durch eine negative und
nicht durch eine positive Koronaentladung aufgeladen werden können. Diese Eigenschaft
macht diese Platten in der Technik ungeeignet, da eine negative Koronaentladung
mehr Ozon als eine positive Koronaentladung erzeugt und ausserdem schwierig zu steuern
ist.
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Es konnte ferner gezeigt werden, dass eine Vielzahl polycyclischer
Verbindungen zusammen mit geeigneten Harzmaterialien zur Bildung photoleitender
Isolationsschichten, die sich in bindemittelartigen Platten verwenden lassen, verwendet
werden kann. Diese Platten besitzen jedoch im allgemeinen nicht die Empfindlichkeitsgrade,
welche für eine Verwendung in üblichen elektrophotographischen Kopiervorrichtungen
notwendig sind. Zusätzlich fehlt es diesen Platten an Abriebbeständigkeit und Betriebsstabilität,
insbesolldere bei erhöhten
Temperaturen.
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In anderen Plattentypen werden zur Bildung photoleitender Isolationsschichten
selbst-photoleitende Polymere verwendet, und zwar häufig in Kombination mit sensibilisierenden
Farbstoffen oder.Lewis-Säuren. Diese polymeren organischen Photoleiterplatten sind
im allgemeinen mit dem Nachteil behaftet, dass sie kostspielig in der Herstellung
sind, brüchig sind und schlecht an den Trägersubstraten anhaften. Eine Vielzahl
dieser photoleitenden Isolationsschichten verformt sich in der Wärme, so dass diese
Materialien nicht in automatisch arbeitenden elektrophotographischen Vorrichtungen
verwendet werden können. In derartigen Vorrichtungen werden oft starke Lampen und
Wärmeschmelzeinrichtungen verwendet, welche die elektrophotographische Platte erwärmen.
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Es besteht daher ein fortwährender Bedarf an verbesserten photoleitenden
Isolationsmaterialien, aus denen stabile, empfindliche und erneut verwendbare elektrophotographische
Platten hergestellt werden können.
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Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer elektrophotographischen
Platte, der nicht mehr die vorstehend geschilderten Nachteile anhaften. Die erfindungsgemässe
Platte besitzt Empfindlichkeiten, die sich über erhebliche Teile des sichtbaren
Spektrums hinweg erstrecken. Die erfindungsgemässe elektrophotographische Platte
ist erneut verwendbar und besitzt im Vergleich zu bisher erhältlichen erneut verwendbaren
Platten eine hohe Gesamtempfindlichkeit und eine ausgezeichnete Wärmestabilität.
Ferner eignet sich das erfindungsgemässe photoleitende Isolationsniaterial für eine
Verwendung in elektrophotographischen Platten, die sowohl einmal als auch raehrmals
verwendet werden können. Die erfindungsgemässe
elektrophotographische
Platte ist im wesentlichen gegenüber einem Abrieb beständig und besitzt eine relativ
hohe Verformungstemperatur. Erfindungsgemäss wird eine elektrophotographische Platte
mit einer photoleitenden Schicht zur Verfügung gestellt, die aus einem Harzbindemittel
und einer Naphthylazoverbindung der Formel
besteht, worin R für eine aromatische oder heterocyclische Gruppe, die substituiert
sein kann, steht, R1 und R2 jeweils unabhängig voneinander H, Amidoreste, niedere
Alkoxydreste, niedere Alkylreste, Arylreste oder heterocyclische Reste, die substituiert
sein können, bedeuten und die -OH -Gruppe in o-oder p-Stellung zu der Azoverknüpfung
steht.
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Verbindungen,welche die "-N = N-"-Gruppe aufweisen, sind im allgemeinen
als "Azoverbindungen" bekannt, beispielsweise als Azofarbstoffe oder -pigmente.
Diese Verbindungen werden im allgemeinen aus Aminoverbindungen durch Diazotieren
und Kuppeln hergestellt.
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Von Verbindungen, die un-ter die vorstehend angegebene allgemeine
Formel fallen, haben sich Verbindungen mit bestimmten Substituenten als besonders
geeignet erwiesen. Die bevorzugte UnterkLasse von Verbindungen, die unter die vorstehend
angegegebene
Formel fallen, entspricht der Formel
worin R für eine Arylgruppe oder heterocyclische Gruppe, die substituiert sein kann,
steht, und R2 H, einen Amidorest, niederen Alkoxyrest, niederen Alkylrest oder Carboxamidrest
bedeutet.
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Die Verbindungen, die in diese Unterklasse fallen, zeigen ferner einen
besonders hohen Grad der elektrischen Lichtempfindlichkeit und weisen eine besonders
geeignete spektrale Empfindlichkeit gegenüber Wellenlängen innerhalb des sichtbaren
Bereiches auf.
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Spezifische Verbindungen, die in diese Gruppe fallen und die höchste
Lichtempfindlichkeit besitzen, sind 1-Naphthylazo ) -2-naphthol, 1 -(1' -Naphthylazo
)-2-hydroxy-8-acetamidonaphthalin, 1-Hydroxy-2-(p-carboxyphenylazo)-4-isopropoxynaphthaiin
und N,N-bis-(1,1'-Naphthylazo-2-hydroxy-8-naphthyl)-adipdiamid.
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Nan kann jedes geeignete organische Bindeharz zusammen mit den erfindungsgemässen
Verbindungen zur Herstellung der erfindungsgemassen photoleitenden Schicht verwenden.
Damit das Harz für die erfindungsgemässen Zwecke geeignet ist, sollte es einen Widerstand
von mehr als ungefähr 1010 und vorzugsweise mehr als 1012 Ohm pro cm unter den Bedingungen
der elektrophotographischen Verwendung besitzen. Typische Harze
sind
beispielsweise folgende: Thermoplaste, beispielsweise Olefinpolymere, wie z.B. Polyäthylen
und Polypropylen, Polymere, die sich von Dienen ableiten, wie beispielsweise Polybutyldien,
Polyisobutylen und Polychloropren, Vinyl- und Vinylidenpolymere, wie beispielsweise
Polystyrol, Styrol/ Äcrylnitril-Copolymere, Acrylnitril/Butadien-Styrol-Terpolymere,
Polymethylmethacrylat, Polyacrylate, Polyacrylverbindungen, Polyacrylnitril, Polyvinylacetat,
Polyvinylalkohol Polyvinylchlorid, Polyvinylcarbazol, Polyvinyläther und Polyvinylketone,
Fluorkohlenstoffpolymere, wie beispielsweise Polytetrafluoräthylen und Polyvinylidenfluorid,
Thermoplaste mit Heteroketten, wie beispielsweise Polyamide, Polyester, Polyurethane,
Polypeptide, Kasein, Polyglykole, Polysulfide und Polycarbonate, sowie zellulosehaltige
Polymere, wie beispielsweise regenerierte Zellulose, Zelluloseacetat und Zellulosenitrat.
Ferner kommen hitzehärtbare Harze in Frage, beispielsweise Phenolharze, Aminoharze,
wie beispielsweise Harnstoff/Formaldehyd-Harze und Melamin/Formaldehyd-Harze, ungesättigte
Polyesterharze, Epoxyharze, Silikonpolymere, Alkydharze und Puranharze. Verschiedene
Copolymere sowie Mischungen der vorstehend erwähnten Harze können ebenfalls eingesetzt
werden0 Zusätzlich zu den vorstehend erwähnten Harzen können gegebenenfalls andere
Harze verwendet werden.
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Die Naphthylazoverbindungen können in das gelöste oder geschmolzene
Bindeharz nach geeigneten Methoden eingebracht werden, beispielsweise durch ein
kräftiges Rühren unter Scherwirkung, wobei vorzugsweise gleichzeitig ein Vermahlen
erfolgt. Typische Methoden sind ein Vermahlen in einer Kugelmühle, ein Vermahlen
in einem Walzwerk, ein Sandvermahlen, ein Rühren mittels Ultraschall, eine Hochgeschwindigkeitsvermischung
sowie Kombinationen aus diesen Methoden0 Man kann
jedes geeignete
Verhältnis von Pigment zu Harz einhalten. Bezogen auf die Gewichtsbasis von Pigment
und getrocknetem-Harz liegt ein geeigneter Bereich zwischen ungefähr 1:1 und ungefähr
1:20. Die besten Ergebnisse werden innerhalb eines Bereiches von 1:1 bis ungefähr
1:6 erzielt, so dass dieser Bereich bevorzugt wird.
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Die erfindungsgemäss erzielte Möglichkeit, kleinere Verhältnisse Pigment:Harz
einzuhalten, bietet einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Stand der Technik, da
eine kleinere Menge der relativ teuren Pigmentkomponente erforderlich ist. Ferner
kann man auf diese Weise sehr glatte Klebstoffüberzüge erhalten, und zwar wegen
des hohen Bindemittelgehaltes. Die kleine Menge an zugesetzten Materialien übt nur
eine geringe Wirkung auf die physikalischen Eigenschaften des Bindeharzes aus. Daher
können die Harze mit dem erwünschten Erweichungsbereich, mit der angestrebten Glätte,
Härte, Zähigkeit, Lösungsmittelbeständigkeit, Löslichkeit oder dergleichen ausgewählt
werden, wobei Gewähr dafür gegeben ist, dass das Pigment nicht diese Eigenschaften
in einem merklichen Ausmaß in nachteiliger Weise beeinflusst.
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Soll der Pigment/Harz-Film auf ein Substrat aufgebracht werden, so
kann man verschiedene Trägermaterialien verwenden.
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Für diesen Zweck geeignete Itterialien sind Aluminium, Stahl, Messing,
metallisiertes oder mit Zinnoxyd beschichtetes Glas, halbleitende Kunststoffe und
Harze, Papier sowie andere übliche Materialien. Die Platte kann gegebenenfalls mit
einem geeigneten Itaterial überzogen sein. Die photoleitende Schicht kann zur Bildung
von Vielschicht-Sandwich-Konfigurationen verwendet werden, die an eine dielektrische
Schicht angrenzen (vergleiche Golowin et al. in "A New Photographic Process, Effected
by Neans of Combined Electret Layers", Doklady.Akad.
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Nauk SSSR, Band 129, Nur.5, Seiten 1008-1011, November-Dezember 1959).
Die Aufschlämmung aus Pigment, Harz und Lösungsmittel (oder die Schmelze aus Pigment
und Harz) kann auf leitende Substrate nach einer bekannten Methode auf gebracht
werden, beispielsweise durch Aufsprühen, durch Au2-giessen, durch Aufbringen mittels
einer Rakel, durch Elektrobeschichten, durch Aufbringen mittels eines Mayer-Abziehstabes,
durch Eintauchen, durch Aufbringen unter Verwendung von Umkehrwalzen oder dergleichen.
Ein Aufsprühen in einem elektrischen Feld wird zur Erzielung einer glatten Oberfläche
bevorzugt, während ein Überziehen durch Eintauchen aus Zweckmässigkeitsgründen im
Labor vorgezogen wird. Das Härten, Trocknen lmdloder Aushärten dieser Platten erfolgt
im allgemeinen unter Bedingungen, wie sie zur Herstellung von Filmen aus den jeweiligen
Bindemitteln eingehalten werden. Beispielsweise können Azopigment/Epoxy-Platten
in der Weise gehärtet werden, dass ein Vernetzungsmittel zugesetzt wird, worauf
unter den Bedingungen eine Ofenbehandlung durchgeführt wird, wie sie zum Brennen
von Kunstharzlacken, welche die gleichen Harze und Pigmente enthalten, eingehalten
werden.
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Die Dicke der Pigment/Bindemittel-Filme kann von ungefähr 1 bis ungefähr
100 U schwanken, und zwar je nach den gewünschten Eigenschaften. Selbsttragende
Filme können beispielsweise nicht in Dicken von weniger als ungefähr 10 hergestellt
werden und lassen sich dann am einfachsten handhaben, wenn ihre Dicke zwischen 15
und 75,u schwankt. Andererseits werden Überzüge vorzugsweise innerhalb eines Bereiches
von 5 - 30-p hergestellt. Bei Verwendung einiger Zusammensetzungen ist es zweckmässig,
einen Schutzüberzug aufzubringen. Dieser Überzug sollte gewöhnlich nicht die
Dicke
eines photoleitenden Überzugs übersteigen und sollte vorzugsweise nicht mehr als
1/4 der Dicke des Überzugs ausmachen. Man kann jedes geeignete Überzugsmaterial
verwenden, beispielsweise einen bichromierten Schellack.
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Die folgenden Beispiele erläutern die erfindungsgemässen elektrophotographischen
Platten. Die Teil- und Prozentangaben beziehen sich, sofern nicht anders angegeben,
auf das Gewicht. Die Beispiele erläutern verschiedene bevorzugte Ausführungsformen
der erfindungsgemässen elektropho tographischen Platten, Methoden zur Herstellung
dieser Platten sowie Methoden der Bilderzeugung unter Verwendung dieser Platten.
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Beispiel 1 Eine xerographische Platte wird in der Weise hergestellt,
dass zuerst ungefähr 6 Teile Luvican M-170, ein Polyvinylcarbazol-Hars, das von
der BASF in den Handel gebracht wird, ungefähr 54 Teile Toluol und ungefähr 1 Teil
1-Hydroxy-2-(p-carboxyphenylazo )-4-isopropoxy-Naphthalin vermischt werden. Diese
Mischung wird in ein Glasgefäss gegeben, das Stahlkügelchen mit einer Grösse von
3,2 mm (1/8 inch) enthält. Während einer Zeitspanne von ungefähr 1/2 Stunde wird
zur Gewinnung einer homogenen Dispersion auf einer Red Devil Quickie Mill (Gardner
Laboratories) vermahlen. Nach dem Vermahlen werden ungefähr 3 Teile Cyclohexanon
der Dispersion zugesetzt, worauf die Dispersion auf eine Aluminiumfolie mit einer
Dicke von 0,125 mm (5 mils) (Alcoa 1145-H19) unter Verwendung eines Drahtabziehstabes
(nur. 36) aufgebracht wird.
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Der Überzug wird anschliessend bei ungefähr 100°C während einer Zeitspanne
von ungefähr 2 Stunden an der Luft getrocknet. Die Platte wird mit einer negativen
Spannung von ungefähr 240 Volt mittels einer Xoronaentladung beladen, und
zwar
auf eine Weise, wie sie beispielsweise in der US-Patentschrift 2 777 957 beschrieben
wird. Die beladene Platte wird anschliessend in Kontakt mit einem Bilmpostiv mittels
einer Wolframlampe mit einer Farbtemperatur von 34000K. bestrahlt. Die gesamte Bestrahlung
beträgt ungefähr 50-Fusskerzen-Sekunden. Das auf der Platte gebildete latente elektrostatische
Bild wird anschliessend in der Weise entwickelt, dass pigmentierte elektroskopische
hrkierungsteilchen über die Platte nach den in der US-Patentschrift 2 618 551 beschriebenen
Verfahren kaskadiert werden. Das auf der Platte enturickelte Pulverbild wird elektrostatisch
auf einen Aufnahmebogen übertragen und auf diesen durch Wärme aufgeschmolzen, und
zwar nach dem Verfahren, wie es beispielsweise Gegenstand der US--Patentschrift
2 576 047 ist. Das Bild auf dem Aufnahmebogen besitzt eine ausgezeichnete Qualität
und entspricht dem bestrahlten Original.
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Beispiel 2 Eine xerographische Platte wird in der Weise hergestellt,
dass zuerst ungefähr 6 Teile Lucite 2042, ein Äthylmethacrylat-Polymeres, das von
E.I. duPont de Nemours & Co. in den Handel gebracht wird, ungefähr 50 Teilen
Toluol und ungefähr 1 Teile 1-Hydroxy-2-(p-carboxyphenylazo)-4-isopropoxy-Naphthalin
vermischt werden. Diese Mischung wird nach dem Vermischen auf ein Substrat aufgebracht
und nach der in Beispiel 1 beschriebenen Weise gehärtet. Die erhaltene Platte wird
negativ mit ungefähr 600 Volt beladen und anschliessend nach der in Beispiel 1 beschriebenen
Methode bestrahlt und entwickelt. Die gesamte Bestrahlung beträgt ungefähr 100 Fusskerzen-Sekunden.
Das erhaltene Bild entspricht dem Original und besitzt eine ausgezeichnete Qualität.
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Beispiel 3 Eine xerographische Platte wird in der Weise hergestellt,
dass zuerst ungefähr 5 Teile Aroclor 5460, eine Mischung aus chlorierten Polyphenylen,
die von der Hereules Chemical Co. in den Handel gebracht wird, ungefähr-50 Teilen
Toluol und ungefähr 1 Teil. 1-Hydroxy-2-(p-carboxyphenylazo )-4-isopropoxy-Naphthalin
vermischt werden. Die Mischung wird nach dem Vermischen auf ein Substrat aufgebracht
und nach der in Beispiel 1 beschriebenen Weise gehärtet. Die Platte wird negativ
auf eine Spannung von ungefähr 140 Volt aufgeladen und anschliessend nach der in
Beispiel 1 beschriebenen Weise bestrahlt und entwickelt. Die Bestrahlung beträgt
ungefähr 100 Busskerzen-Sekunden. Das erhaltene Bild entspricht dem Original und
ist von mittlerer Qualität, wobei etwas Untergrund zutage tritt.
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BeisPiel 4 Eine xerographische Platte wird in der Weise hergestellt,
dass zuerst ungefähr 6 Teile Luvican M-170, ungefähr 50 Teile Toluol und ungefähr
1 Teil 1-(1'-Pyrenylazo)-2-naphthol vermischt werden. Die Mischung wird nach dem
Vermischen auf ein Substrat aufgebracht und nach der in Beispiel 1 beschriebenen
Weise gehärtet. Die erhaltene Platte wird negativ mit einer Spannung von ungefähr
380 Volt aufgeladen, worauf sie nach der in Beispiel 1 beschriebenen Weise bestrahlt
und entwickelt wird. Die gesamte Bestrahlung beträgt ungefähr 40 Fusskerzen-Sekunden.
Dabei erhält man ein Bild entsprechend dem Original mit einer guten Qualtität.
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Beispiel 5 Eine xerographische Platte wird in der Weise hergestellt,
dass zuerst ungefähr 2 Teile tucite 2042, ungefähr 50 Teile Toluol
und
ungefähr 1 Teil 1-(1'-Pyrenylazo)-2-naphthol vermischt werden. Diese Mischung wird
nach dem Mischen auf ein Substrat aufgebracht und nach der in Beispiel 1 beschriebenen
Weise gehärtet. Die erhaltene Platte wird auf eine negative Spannung von ungefähr
400 Volt aufgeladen. Die geladene Platte wird anschliessend nach der in Beispiel
1 beschriebenen Weise bestrahlt und entwickelt. Die gesamte Bestrahlung beträgt
ungefähr 240 Fusskerzen-Sekunden. Das erhaltene Bild entspricht den Original und
ist von einer mittleren Qualität, weist jedoch etwas Untergrund auf.
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Beispiel 6 Eine xerographische Platte wird in der Weise hergestellt,
dass zuerst ungefähr 6 Teile Luvican M-170, ungefähr 50 Teile Toluol und ungefähr
2 Teile 1-(1t-Naphthylazc)-2-naphthol vermischt werden. Diese Mischung wird nach
dem Vermischen auf ein Substrat aufgebracht und nach der in Beispiel 1 beschriebenen
Weise gehärtet. Die erhaltene Platte wird auf eine negative Spannung von ungefähr
400 Volt aufgeladen und nach der in Beispiel 1 beschriebenen Weise bestrahlt und
entwickelt. Die gesamte Bestrahlung beträgt ungefähr 100 Fusskerzen-Sekunden. Dabei
wird ein Bild mit guter Qualität entsprechend dem Original erhalten.
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Beispiel 7 Eine xerographische Platte wird in der Weise hergestellt,
dass zuerst ungefähr 5 Teile Aroclor 5460, ungefähr 40 Teile Xylol und ungefähr
1 Teil 1-(1'-Naphthylazo)-2-hydroxy-8-acetamid-Naphthalin vermischt werden. Diese
Mischung wird nach dem Vermischen auf ein Substrat aufgebracht und nach der in Beispiel
1 beschriebenen Weise gehärtet. Die erhaltene Platte
wird anschliessend
auf eine negative Spannung von ungefähr 600 Volt aufgeladen. Die geladene Platte
wird anschliessend nach der in Beispiel 1 beschriebenen Weise bestrahlt und entwickelt.
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Die gesamte Bestrahlung beträgt ungefähr 100 Fusskerzen-Sekunden.
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Dabei erhalt man ein Bild mit einer guten Qualität entsprechend dem
Original.
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Beispiel 8 Eine xerographische Platte wird in der Weise hergestellt,
dass zuerst ungefähr 4 Teile Pliolite S-7, ein Styrol/Butadien-Copolymeres, das
von der J3.F. Goodrich Company in den Handel gebracht wird, ungefähr 50 Teile Toluol
und ungefähr 1 Teil N-li'-bis-(1,1'-Naphthylazo-2-hydroxy-8-naphthol)-adiSdiamid
vermischt werden. Diese Mischung wird nach dem Vermischen auf ein Substrat aufgebracht
und nach der in Beispiel 1 beschriebenen Weise gehärtet. Die erhaltene Platte wird
auf eine negative Spannung von ungefähr 400 Volt aufgeladen. Die geladene Platte
wird anschliessend nach der in Beispiel 1 beschriebenen Weise mit einem Bild bestrahlt
und entwickelt. Dabei erhält man ein Bild entsprechend dem Original mit einer mittlerenQualität,
wobei jedoch ein Untergrund auftritt.
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Beispiel 9 Eine Epoxyharz/Phenolllarz-Bindemittellösung wird hergestellt.
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Diese besteht aus ungefähr 35 % Epon 1007, einem Epoxyharz, das von
der Shell Ohemical Company in den Handel gebracht wird, ungefähr 20 fO Methylon
75201, ein Phenolharz, das von der General Electric Company in den Handel gebracht
wird, ungefähr 5 % Uformite F240, einem Harnstoff/Formaidehyd-Härtungsmittel, das
von der Rohm & Haas Company in den Handel gebracht wird, und ungefähr 30 ak
Methylisobutylketon sowie ungefähr 10 % Methyl->.thylketon. Ungefähr 55 Gewichtsteile
der vorstehend angegebenen
Epoxyharz/Phenolharz-Mischung werden
mit ungefähr 60 Teilen Methyläthylketon und ungefähr 5 Teilen 1-(p-Morpholinopnenylazo)-2-hydroxy-3-naphthanilid
vermischt. Diese Mischung wird in ein Glasgefäss gegeben, das Stahlkugeln mit einer
Grösse von 3,2 mm (1/8 inch) enthält, worauf auf einer Red Devil Quickie Mill während
einer Zeitspanne von ungefähr 1 Stunde eine Vermahlung zur Herstellung einer homogenen
Dispersion erfolgt. Die Dispersion wird anschliessend auf eine 0,125 mm-(5 mils)
Aluminiumfolie (Alcoa 1145-H19) unter Verwendung eines drahtumwickelten Abziehstabes
(Nr. 60) aufgebracht. Der Überzug wird bei Zimmertemperatur an der Luft während
einer Zeitspanne von ungefähr 5 Minuten getrocknet, worauf anschliessend eine Trocknung
in einem Ofen während einer Zeitspanne von ungefähr 2 Stunden bei ungefähr 800C
erfolgt.
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Die erhaltene Platte wird auf eine negative Spannung von ungefähr
400 Volt mittels einer Koronaentladung aufgeladen.
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Die geladene Platte wird anschliessend im Kontakt mit einem Filinpositiv
mittels eines W-Lichtes mit einer Farbtemperatur von 36600 K. bestrahlt. Das auf
der Platte gebildete latente elektrostatische Bild wird durch Kaskadierung entwickelt.
Dabei erhält man ein Bild mit einer zvffriedenstellenden Qualität entsprechend dem
Original.
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Beispiel 10 Ungefähr 55 Teile der in Beispiel 9 beschriebenen Epoxyharz/
Phenolharz-Mischung werden mit ungefähr 60 Teilen Methylathylketon und ungefähr
5 Teilen 1-(11-Naphtholazo)-2-naphthol vermischt, worauf die Mischung auf eine Aluminiumplatte
aufgebracht und nach der in Beispiel 9 beschriebenen Weise gehärtet wird.
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Die auf diese Weise hergestellte Platte wird mit einer negativen Spannung
von ungefähr 400 Volt mittels einer Koronaentladung aufgeladen. Die geladene Platte
wird in Kontakt mit einem Filmpositiv mittels einer Wolframlampe mit einer Farbtemperatur
von 28000 K. bestrahlt. Das erhaltene elektrostatische latente Bild wird unter Verwendung
von elektroskopischen Markierungsteilchen entwickelt, wobei ein Bild mit einer ausgezeichneten
Qualität entsprechend dem Original erzeugt wird.
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Beispiel 11 Ungefähr 55 Teile der in Beispiel 9 beschriebenen Epoxyharz/
Phenolharz-Mischung werden mit ungefähr 60 Teilen Methyläthylketon und ungefähr
6 Teilen 1-Hydroxy-2-(p-sulfonilamidophenylazo ) -4-isopropoxy-Naphthalin vermischt.
Die Mischung wird dispergiert, auf eine Aluminiumplatte aufgebracht und nach der
in Beispiel 9 beschriebenen-eise gehärtet.
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Die auf diese Weise hergestellte Platte wird mit einer negativen Spannung
von ungefähr 350 Volt aufgeladen und in Kontakt mit einem Filmpositiv mittels einer
Wolframlampe mit einer Farbtemperatur von 28000 K. bestrahlt. Das erhaltene elektrostatische
latente Bild wird mittels elektroskopischer Markierungsteilchen entwickelt. Das
auf der Platte entwickelte Pulverbild wird anschliessend elektrostatisch auf einen
Papierbogen übertragen und auf diesen Bogen aufgeschmolzen.
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Das Bild auf dem Papierbogen besitzt eine gute Qualität und entspricht
dem kontaktbestrahlten Original.
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BeisPiel 12 Ungefähr 50 Teile der in Beispiel 9 beschriebenen Epoxydharz/
Phenolharz-Mischung
werden mit ungefähr 60 Teilen Methyläthylketon und ungefähr 5 Teilen 1-Hydroxy-4-(2'-methyl-4'-bariumsulfonat-5'-chlorphenylazo)-naphthylen-2-carbonsäure
vermischt. Die Lösung wird nach dem Vermischen auf ein Aluminiumsubstrat aufgebracht
und nach der in Beispiel 9 beschriebenen Weise gehärtet.
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Die auf diese Weise erzeugte Platte wird elektrostatisch mit einer
positiven Spannung von ungefähr 300 Volt geladen. Die geladene Platte wird in Kontakt
mit einem positiven Diapositiv mittels einer W-Lampe mit einer Farbtemperatur von
36600K. bestrahlt. Das gebildete elektrostatische latente Bild wird unter Verwendung
von elektrostatischen Markierungsteilchen entwickelt. Dabei wird ein Bild mit einer
ausgezeichneten Qualität erzeugt, welches dem Original entspricht.
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Beispiel 13 Ungefähr 45 Teile der in Beispiel 9 beschriebenen Epoxyharz/
Phenolharz-Mischung werden mit ungefähr 60 Teilen Methyläthylketon und ungefähr
25 Teilen N,N'-bis-(1,1'-Naphthylazo-2-hydroxy-8-naphthyl)-adipdiamid vermischt.
Die Lösung wird nach dem Vermischen auf eine Aluminiumplat-te aufgebracht und nach
der in Beispiel 9 beschriebenen Arbeitsweise gehärtet.
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Die auf diese Weise hergestellte Platte wird auf eine negative Spannung
von ungefähr 400 Volt aufgeladen und mit einem Filmpositiv mittels einer Wolframlampe
mit einer Farbtemperatur von 2800° K. bestrahlt. Das erhaltene elektrostatische
latente Bild wird unter Verwendung von elektroskopischen Markierungsteilchen entwickelt.
Dabei erhält man ein Bild mit einer guten Qualität, das dem Original entspricht.
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Beispiel 14 Ungefähr 50 Teile der Epoxyharz/Phenolharz-Mischung, die
in Beispiel 9 beschrieben wird, werden mit ungefähr 60 Teilen Methyläthylketon,.
ungefähr 6 Teilen N,N'-bis-( 1-1 aphthylazo-2-hydroxy-8-naphthyl)-adipdiamid und
ungefähr 1 Teil 2,4,7-Trinitro-9-fluorenon vermischt. Die Mischung wird nach dem
Vermahlen auf ein Aluminiumsubstrat aufgebracht und nach der in Beispiel 9 beschriebenen'Weise
gehärtet.
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Die auf diese Weise hergestellte Platte wird auf eine negative Spannung
von ungefähr 400 Volt aufgeladen und mit einem Filmpositiv mittels einer Wolframlampe
mit einer Farbtemperatur von 2800° K. bestrahlt. Das erhaltene elektrostatische
latente Bild wird unter Verwendung von elektroskopischen Narkierungsteilchen entwickelt.
Dabei erhält man ein ausgeseichnetes Bild, das dem Original entspricht.
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Wenn auch in den vorstehenden Beispielen spezifische Komponenten und
Mengenverhältnisse angegeben worden sind, und zwar bezüglich der Naphthylazopigmente
in xerographischen Platten, so können dennoch auch andere geeignete Materialien,
wie sie vorstehend angegeben zçurden, unter Erzielung ähnlicher Ergebnisse eingesetzt
werden. Zusätzlich können andere Materialien den Naphthylazcpigmenten oder den Pigmentharz-Zubereltungen
zugesetzt werden, um deren Eigenschaften zu verbessern oder zu modifizieren. Die
Pigmente und/oder die Pigmentharz-Zubereitungen gemäss vorliegender Erfindung können
gegebenenfalls mittels eines Farbstoffs sensibilisiert werden oder mit anderen Photoleitern,
und zwar sowohl organischen als auch anorganischen, kombiniert werden.
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In der britischen Patentschrift 1 146 142 wird unter anderem die Verwendung
bestimmter 2-(Phenylazo)-4-alkoxy-1-naphthol-
Verbindungen, in
welchen die Phenylgruppe substituiert ist, zur Herstellung von elektrophotographischen
Platten beschrieben.-Diese Platten werden zur Herstellung elektrostatischer latenter
Bilder verezendet. Diese Bilder werden unter Verwendung von elektrostatisch anziehbaren
Markierungsteilchen entwickelt. In den Rahmen der Erfindung fallen daher keine elektrophotographischen
Platten, Verfahren zur Erzeugung einer photoleitenden Schicht auf einer elektrophotographischen
Platte, Verfahren zur Herstellung eines latenten elektrostatischen Ladungsmusters
sowie ein Bilderzeugungsverfahren gemäss der erwähnten britischen Patentschrift
1 146 142.