DE19614899A1 - Vorrichtung zur Filterung wässriger, ölhaltiger Lösungen, insbesondere von galvanischen Bädern - Google Patents
Vorrichtung zur Filterung wässriger, ölhaltiger Lösungen, insbesondere von galvanischen BädernInfo
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- B01D17/08—Thickening liquid suspensions by filtration
- B01D17/10—Thickening liquid suspensions by filtration with stationary filtering elements
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Description
Galvanische Bäder, beispielsweise zum Entfetten, Beizen oder
Phosphatieren von Metallteilen, verschmutzen nach einer gewis
sen Zeit und müssen dann erneuert werden. Die Entsorgung des
alten Bades stellt dabei ein großes Problem dar, da in ihm
Metallteile, Öl und Chemikalien verschiedenster Art enthalten
sind. Bislang erfolgte die Entsorgung als sehr teurer Sonder
müll.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Möglichkeit zu schaffen, galvanische Bäder oder andere wäß
rige, ölhaltige Lösungen länger nutzen zu können, um die Ab
fallkosten zu senken.
Die Aufgabe wird mit einer Vorrichtung zur Filterung wäßri
ger, ölhaltiger Lösungen, insbesondere von galvanischen Bädern
gelöst, die gekennzeichnet ist durch eine Zentrifuge zum Aus
schleudern fester Teile und mindestens einer nachgeschalteten
Filtereinheit, wobei das Filter ein Bindemittel insbesondere
für Kohlenwasserstoffe enthält. Mit der Zentrifuge werden die
in der Lösung oder dem galvanischen Bad enthaltenen Feststof
fe, insbesondere Metallspäne und dergleichen ausgeschleudert,
anschließend getrocknet und als Metallmüll ohne Wasserbestand
teile entsorgt. Das nachgeschaltete Filter sorgt dafür, daß
die bei der Entsorgung problematischen Kohlenwasserstoffe
ausgefiltert werden. Die wäßrige Lösung ist nach Durchlauf
der Vorrichtung also sowohl von Feststoffen als auch von Öl
befreit. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann direkt an einen
Behälter für ein galvanisches Bad angeschlossen sein. Damit
ist ein permanentes Reinigen des galvanischen Bades möglich,
wodurch sich dessen Nutzungszeit erheblich erhöht. Versuche
haben gezeigt, daß sich durch dieses Reinigen des Bades die
Abfallkosten um 75% reduzieren lassen. Außerdem müssen weni
ger häufig neue Bäder mit dem entsprechenden Verbrauch an
Wasser und Chemikalien angesetzt werden. Bei einer vorteilhaf
ten Ausgestaltung können zwei Filtereinheiten vorgesehen sein,
deren Filter mehrfach wiederverwendbar sind. Zweckmäßigerweise
sind die Filter dabei aus einem hydrophoben Material gefer
tigt, so daß nach der Filterung die Filter nicht mit Wasser
vollgesaugt sind. Gemäß der Erfindung ist auch eine kissenför
mige Ausbildung der Filter möglich, wodurch sie leicht heraus
nehmbar und ausschleuderbar bzw. gegen neue Kissen austausch
bar sind. Die gesamte Vorrichtung kann mit mindestens einer
Förderpumpe zur Umwälzung der Lösung versehen sein. Bei direk
tem Anschluß der Vorrichtung beispielsweise an ein galvani
sches Bad kann eine permanente Umwälzung der Lösung oder eine
Umwälzung in bestimmten Zeitintervallen vorgenommen werden.
Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung anhand der Zeichnung näher er
läutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild einer er
findungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 2 den schematisierten Aufbau einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
In Fig. 1 ist mit der Bezugsziffer 10 jeweils ein galvanisches
Bad oder ein Behälter mit Reinigungslösung gekennzeichnet. Vom
Bad 10 aus gelangt die Lösung zu einer Zentrifuge 11, in der
die festen Bestandteile der Lösung ausgeschieden werden. An
schließend wird die vorgereinigte Lösung in einem Pufferbehäl
ter 12 zwischengespeichert, bevor sie über eine Speisepumpe 13
einer ersten Filtereinheit 14 zugeführt wird, die erfindungs
gemäß mit einem Bindemittel für Kohlenwasserstoffe versehen
ist. Um ein besonders gutes Reinigungsergebnis zu erzielen,
ist eine zweite Filtereinheit 15 gleichen Aufbaus wie die
Filtereinheit 14 vorgesehen. Nach Durchlauf auch dieser zwei
ten Filterstufe gelangt die Flüssigkeit wieder zurück in das
galvanische Bad bzw. in einen Behälter mit Reinigungslö
sung 10.
Gemäß der Ausgestaltung der Vorrichtung nach Fig. 2 gelangt
die zu reinigende Flüssigkeit über eine Leitung 20 mittels
einer nicht näher dargestellten Förderpumpe über ein fremdge
steuertes Magnetventil 21 und einen Durchflußmengenmesser 22
zu einer Zentrifuge 23. Dort wird die Flüssigkeit von Fest
stoffen mit einem Durchmesser < 1 µm gereinigt und anschlie
ßend in einem Pufferbehälter 24 zwischengelagert. Von dort aus
gelangt die Flüssigkeit über eine Exzenterschneckenpumpe 25
über einen Druckschalter 26 in einen ersten Filterbehälter 27
und anschließend in einen zweiten Filterbehälter 28. Beide
Filterbehälter 27, 28 weisen einen nicht dargestellten Druck
aufnahmekorb sowie ein Ölbindemittel auf. Beide Behäl
ter 27, 28 sind außerdem über einen Rücklauf 29 mit dem Puf
ferbehälter 24 verbunden. Nach Durchlauf des zweiten Filterbe
hälters 28 gelangt die fertig gereinigte Flüssigkeit über eine
Ausgangsleitung 30 wieder zum Verbraucher. In Fig. 2 sind
außerdem mit der Bezugsziffer 40 eine Steuerung der Schnecken
pumpe 25, mit der Bezugsziffer 41 ein Rückschlagventil zur
Vermeidung von Druckverlusten und mit der Bezugsziffer 42
mehrere Absperr- und Entleerungshahnen bezeichnet. Die strich
punktierte Linie 43 ist eine Luftleitung zur Steuerung des Ma
gnetventils 21.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Filterung wäßriger, ölhaltiger Lösungen,
insbesondere von galvanischen Bädern, gekennzeichnet
durch eine Zentrifuge (11, 23) zum Ausschleudern fester
Teile und mindestens einer nachgeschalteten Filtereinheit
(14, 15; 27, 28), wobei das Filter ein Bindemittel
insbesondere für Kohlenwasserstoffe enthält.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zwei Filtereinheiten (14, 15; 27, 28) vorgesehen sind,
deren Filter mehrfach wiederverwendbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Filter aus einem hydrophoben Material gefer
tigt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Filter kissenförmig ausgebildet
sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß sie mindestens eine Förderpumpe (13,
25) zur Umwälzung der Lösung enthält.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß sie an einen Behälter (10) für ein
galvanisches Bad angeschlossen ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29609136U DE29609136U1 (de) | 1996-04-16 | 1996-04-16 | Vorrichtung zur Filterung wässriger, ölhaltiger Lösungen, insbesondere von galvanischen Bädern |
| DE19614899A DE19614899A1 (de) | 1996-04-16 | 1996-04-16 | Vorrichtung zur Filterung wässriger, ölhaltiger Lösungen, insbesondere von galvanischen Bädern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19614899A DE19614899A1 (de) | 1996-04-16 | 1996-04-16 | Vorrichtung zur Filterung wässriger, ölhaltiger Lösungen, insbesondere von galvanischen Bädern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19614899A1 true DE19614899A1 (de) | 1997-11-06 |
Family
ID=7791363
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19614899A Ceased DE19614899A1 (de) | 1996-04-16 | 1996-04-16 | Vorrichtung zur Filterung wässriger, ölhaltiger Lösungen, insbesondere von galvanischen Bädern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19614899A1 (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE567012C (de) * | 1929-02-19 | 1932-12-27 | Albert Schrempp | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Filtereinsaetzen |
| DE2901335A1 (de) * | 1979-01-15 | 1980-07-31 | Basf Ag | Verfahren zur abtrennung von hydrophoben organischen fluessigkeiten aus wasser |
| DE4230765A1 (de) * | 1992-09-15 | 1994-03-17 | Hugo Kunz | Verfahren zur Wiederaufbereitung von gebrauchten ölhaltigen Emulsionen |
| DE4400909A1 (de) * | 1993-07-23 | 1995-07-20 | Peter Schmidt | Anlage zur Trennung von Flüssigkeitsgemischen |
| DE29518840U1 (de) * | 1995-11-28 | 1996-01-18 | eco clean systems Filtriertechnik GmbH, 21079 Hamburg | Mobile Anlage zum Reinigen von verunreinigten Flüssigkeiten |
-
1996
- 1996-04-16 DE DE19614899A patent/DE19614899A1/de not_active Ceased
Patent Citations (5)
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| DE29518840U1 (de) * | 1995-11-28 | 1996-01-18 | eco clean systems Filtriertechnik GmbH, 21079 Hamburg | Mobile Anlage zum Reinigen von verunreinigten Flüssigkeiten |
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Legal Events
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