DE19614825A1 - Zylinderkopf einer mehrzylindrigen Brennkraftmaschine - Google Patents
Zylinderkopf einer mehrzylindrigen BrennkraftmaschineInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L1/00—Valve-gear or valve arrangements, e.g. lift-valve gear
- F01L1/02—Valve drive
- F01L1/04—Valve drive by means of cams, camshafts, cam discs, eccentrics or the like
- F01L1/047—Camshafts
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Valve-Gear Or Valve Arrangements (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zylinderkopf einer mehrzylindrigen
Brennkraftmaschine mit wenigstens zwei Einlaßventilen, die von einer er
sten Nockenwelle gesteuert werden, sowie mit wenigstens zwei Auslaß
ventilen, die von einer zweiten Nockenwelle gesteuert werden, und einer
Anzahl von Betätigungselementen, die zwischen den Nocken der Nocken
wellen und den Ventilen angeordnet sind.
Bei derartigen Zylinderköpfen mit zwei Einlaß- und zwei Auslaßventilen ist
problematisch, daß der zur Verfügung stehende Bauraum relativ beengt
ist. Diese Situation verschärft sich drastisch, wenn eine noch größere An
zahl von Ventilen, z. B. drei Einlaß und zwei Auslaßventile, vorgesehen
werden soll.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Zylinderkopf zu
konzipieren, der ohne große strukturelle Änderungen eine optimale Aus
nutzung des zur Verfügung stehenden Bauraumes erlaubt.
Gelöst wird diese Aufgabe gemäß einer ersten Ausführungsform durch die
Merkmale des Patentanspruchs 1. Dadurch, daß die Grundkreise der
Nocken der ersten Nockenwelle einen anderen Durchmesser aufweisen
als die Grundkreise der Nocken der zweiten Nockenwelle, ist es möglich,
daß die Achsen der beiden Nockenwellen mit unterschiedlichem Abstand
zu den Arbeitsflächen der Betätigungselemente angeordnet sind. Deshalb
können die Positionen der Nockenwellen in verbesserter Art und Weise an
die verschiedenen räumlichen Gegebenheiten von Einlaß- und Auslaß
seite des jeweiligen Zylinderkopfes angepaßt werden, so daß der verfüg
bare Bauraum optimal ausgenutzt werden kann.
Die Aufgabe wird entsprechend einer zweiten Ausführungsform auch da
durch gelöst, daß die erste Nockenwelle und die zweite Nockenwelle je
weils unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Daher kann der
Durchmesser der ersten oder der zweiten Nockenwelle größer oder gerin
ger gewählt werden, um den zur Verfügung stehenden Bauraum in opti
maler Weise zu nutzen. Beispielsweise wirkt sich der geringere
Durchmesser einer der Nockenwellen auf die zugehörigen Lagerdurch
messer aus, so daß notwendige Ölversorgungskanäle problemlos durch
die Lagerschalen der Nockenwelle mit dem geringerem Durchmesser hin
durchgeführt werden können, ohne dabei mit der Nockenwelle zu
kollidieren und ohne dabei empfindlich dünne Wandungen zu erzeugen.
Außerdem kann dadurch, daß eine der Nockenwellen einen größeren
oder einen geringeren Durchmesser aufweist, zum Beispiel berücksichtigt
werden, daß auf der Einlaßseite des Zylinderkopfes eine größere Anzahl
von Ventilen mit einer entsprechend größeren Anzahl von Betätigungs
elementen gegenüber einer geringeren Anzahl von Ventilen und
Betätigungselementen auf der Auslaßseite des Zylinderkopfes vorgese
hen ist.
Darüber hinaus kann speziell bei aufgepreßten Nocken mit größeren oder
kleineren Grundkreisdurchmessern den veränderten Beanspruchungen
der Verbindung von Nockenwelle und Nocken Rechnung getragen wer
den.
Zudem wird die Aufgabe gemäß einer dritten Ausführungsform durch die
Merkmale des Patentanspruchs 2 gelöst. Da bei dieser dritten Ausfüh
rungsform die Betätigungselemente der Einlaßventile und die Betäti
gungselemente der Auslaßventile auf Steckachsen mit unterschiedlichem
Durchmesser angeordnet sind, können die beiden Steckachsen dort so
angeordnet sein, daß die Betätigungselemente der Einlaßventile und die
Betätigungselemente der Auslaßventile in ähnlichen Arbeitsstellungen
aber mit verschiedenen Abständen zu den beiden Nockenwellen
positioniert sind.
Bevorzugt werden diese drei Ausführungsformen miteinander kombiniert,
so daß dann die Grundkreise der Nocken der ersten Nockenwelle einen
anderen Durchmesser aufweisen als die Grundkreise der Nocken der
zweiten Nockenwelle, daß die Durchmesser der ersten Nockenwelle und
der zweiten Nockenwelle verschieden sind und daß die Betätigungsele
mente der Einlaßventile und die Betätigungselemente der Auslaßventile
auf Steckachsen mit unterschiedlichen Durchmessern angeordnet sind.
Somit wird eine noch größere Flexibilität bei der Positionierung der
Nockenwellen und der Steckachsen erzielt, woraus sich eine weiter ver
besserte Ausnutzung des vorhandenen Bauraumes ergibt.
Zweckmäßigerweise sind die Betätigungselemente als Schlepp- oder
Kipphebel ausgebildet.
Es ist bevorzugt, daß der Größenunterschied der verschiedenen Durch
messer der Grundkreise der Nocken, der Nockenwellen bzw. der
Steckachsen 20% nicht übersteigt. Somit ist sichergestellt, daß durch die
veränderten Durchmesser keine zu großen Festigkeits- und Reibungsun
terschiede, die sich nachteilig auswirken würden, auftreten können.
Außerdem werden durch diese Begrenzung keine zu großen Durchmes
ser mehr verwendet, welche den verfügbaren Bauraum unnötig stark be
anspruchen würden.
Besonders vorteilhaft ist die den Zylindern zugewandte Unterseite des
Zylinderkopfes und die den Zylindern abgewandte Oberseite des
Zylinderkopfes um einen Winkel α zueinander geneigt angeordnet.
Daraus resultiert je nach Anbringung des Zylinderkopfes oder der
Zylinderköpfe an einer Brennkraftmaschine - insbesondere an einer
Brennkraftmaschine in V-Anordnung - eine erhebliche Einsparung an
Bauhöhe.
Die vorliegende Erfindung wird unter Bezugnahme auf die nachfolgende
Zeichnungsfigur näher erläutert.
Die einzige Figur zeigt einen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Zy
linderkopf in stark vereinfachter und nicht maßstabsgetreuer Darstel
lungsweise.
Ein Zylinderkopf einer mehrzylindrigen Brennkraftmaschine weist
wenigstens zwei nebeneinander angeordnete Einlaßventile 1 und zwei
nebeneinander angeordnete Auslaßventile 1′ pro Zylinder sowie eine erste
Nockenwelle 2 zur Steuerung der Einlaßventile 1 und eine zweite
Nockenwelle 2′ zur Steuerung der Auslaßventile 1′ auf.
Zwischen den Einlaßventilen 1 und zugeordneten Nocken 3 der ersten
Nockenwelle 2 ist jeweils ein Betätigungselement angeordnet. Die Betäti
gungselemente sind auf einer parallel zu der Nockenwelle 2 angeordneten
ersten Steckachse 4 gelagert und als Schlepphebel 5 ausgebildet. Die
Schlepphebel 5 weisen eine gewölbte Arbeitsfläche 6, die mit der
Mantelfläche 7 der Nocken 3 im Eingriff steht, und eine abgerundete Nase
8, die das Schaftende 9 des Einlaßventils 1 beaufschlagt, auf.
In entsprechender Weise sind zwischen den Auslaßventilen 1′ und zuge
ordneten Nocken 3′ der zweiten Nockenwelle 2′ auf einer zweiten
Steckachse 4′ gelagerte Schlepphebel 5′ angeordnet. Die Schlepphebel 5′
weisen ebenfalls eine gewölbte Arbeitsfläche 6′ auf, die mit der
Mantelfläche 7′ der Nocken 3′ im Eingriff steht, und eine abgerundete
Nase 8′, die das Schaftende 9′ des Anlaßventils 1′ beaufschlagt.
Die erste Nockenwelle 2 zur Steuerung der Einlaßventile 1 hat einen
Durchmesser DNE und die zweite Nockenwelle 2′ zur Steuerung der
Auslaßventile 1′ hat einen Durchmesser DNA. Diese unterschiedlichen
Durchmesser DNE, DNA wirken sich auch auf die Lagerdurchmesser der
beiden Nockenwellen 2, 2′ aus, so daß bei einem kleineren Durchmesser
DNE, DNA die Lagerdurchmesser entsprechend kleiner und umgekehrt
bei einem größeren Durchmesser DNE, DNA die Lagerdurchmesser ent
sprechend größer sind. In der Figur ist der Durchmesser DNE größer als
der Durchmesser DNA. Daraus resultiert, daß der Abstand der Achse der
ersten Nockenwelle 2 von der Arbeitsfläche 6 des Schlepphebels 5 gerin
ger ist als der Abstand der Achse der zweiten Nockenwelle 2′ von der Ar
beitsfläche 6′ des Schlepphebels 5′.
Der Nocken 3 der ersten Nockenwelle 2 weist einen Grundkreis
durchmesser DGE auf, der geringfügig größer ist als der Grundkreis
durchmesser DGA des Nockens 3′ der zweiten Nockenwelle 2′. Dieser
größere Grundkreisdurchmesser DGE der Nocken 3 ist in zweckmäßiger
Weise auf den größeren Durchmesser DNE der Nockenwelle 2
abgestimmt wie auch der kleinere Grundkreisdurchmesser DGA der
Nocken 3′ in zweckmäßiger Weise auf den kleineren Durchmesser DNA
der Nockenwelle 2′ abgestimmt ist.
Darüber hinaus zeigt die erste Steckachse 4 für den Schlepphebel 5 zur
Betätigung der Einlaßventile 1 einen größeren Durchmesser DSE als die
zweite Steckachse 4′ für den Schlepphebel 5′ zur Betätigung der
Auslaßventile 1′. Der unterschiedliche Durchmesser DSE, DSA der Steck
achsen 4, 4′ hat zur Folge, daß die Steckachsen 4, 4′ in verschiedenen
Abständen zu den Achsen der Nockenwellen 2, 2′ angeordnet sind, wobei
die Schlepphebel 5, 5′ ähnliche Arbeitsstellungen aufweisen. Der
unterschiedliche Durchmesser DSE, DSA der Steckachsen 4, 4′ hat
außerdem zur Folge, daß die Steckachsen 4, 4′ verschieden dicht an den
Ventilen 1, 1′ angeordnet sind.
Natürlich können die Größenunterschiede auch so gewählt werden, daß
die Durchmesser auf der Einlaßseite kleiner sind als die Durchmesser auf
der Auslaßseite des Zylinderkopfes. Zudem ist aber auch eine Kombina
tion von entgegengesetzten Größenverhältnissen der verschiedenen
Durchmesser denkbar, wobei zum Beispiel eine der Nockenwellen einen
größeren Durchmesser und Nocken mit geringerem Grundkreisdurchmes
ser aufweist und/oder eine der Nockenwellen einen geringeren
Durchmesser und Nocken mit größerem Grundkreisdurchmesser aufweist.
Es sollte jedoch immer gewährleistet sein, daß die Größenunterschiede
einen Wert von 20% nicht übersteigen, da sonst gegebenenfalls
Festigkeitsprobleme auftreten können und/oder die größeren Durchmes
ser im vorhandenen Bauraum zu viel Platz einnehmen würden.
Aus der Figur geht schließlich deutlich hervor, daß der Zylinderkopf auf
der Auslaßseite eine geringere Höhe aufweist als auf der Einlaßseite. Dies
führt dazu, daß die Oberseite des Zylinderkopfes nicht parallel sondern
um einen Winkel α zur Grundfläche des Zylinderkopfes geneigt orientiert
ist.
Claims (10)
1. Zylinderkopf einer mehrzylindrigen Brennkraftmaschine, mit
- - wenigstens zwei Einlaßventilen (1), die von einer ersten Nocken welle (2) gesteuert werden,
- - wenigstens zwei Auslaßventilen (1′), die von einer zweiten Nockenwelle (2′) gesteuert werden, und
- - einer Anzahl von Betätigungselementen, die zwischen den Nocken (3, 3′) der Nockenwellen (2, 2′) und den Ventilen (1, 1′) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Grundkreise der Nocken (3) der ersten Nockenwelle (2) einen anderen Durchmesser (DGE) aufweisen als die Grundkreise der Nocken (3′) der zweiten Nockenwelle (2′).
2. Zylinderkopf einer mehrzylindrigen Brennkraftmaschine, insbeson
dere nach Anspruch 1, mit
- - wenigstens zwei Einlaßventilen (1), die von einer ersten Nocken welle (2) gesteuert werden,
- - wenigstens zwei Auslaßventilen (1′), die von einer zweiten Nockenwelle (2′) gesteuert werden, und
- - einer Anzahl von Betätigungselementen, die zwischen den Nocken (3, 3′) der Nockenwellen (2, 2′) und den Ventilen (1, 1′) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die erste Nockenwelle (2) und die zweite Nockenwelle (2′) unter schiedliche Durchmesser (DNE, DNA) aufweisen.
3. Zylinderkopf einer mehrzylindrigen Brennkraftmaschine, insbeson
dere nach Anspruch 1 oder 2, mit
- - wenigstens zwei Einlaßventilen (1), die von einer ersten Nocken welle (2) gesteuert werden,
- - wenigstens zwei Auslaßventilen (1′), die von einer zweiten Nockenwelle (2′) gesteuert werden, und
- - einer Anzahl von Betätigungselementen, die zwischen den Nocken (3, 3′) der Nockenwellen (2, 2′) und den Ventilen (1, 1′) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Betätigungselemente der Einlaßventile (1) und die Betäti gungselemente der Auslaßventile (1′) auf Steckachsen (4, 4′) mit unterschiedlichen Durchmessern (DSE, DSA) angeordnet sind.
4. Zylinderkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Betätigungselemente als Schlepphebel (5, 5′)
ausgebildet sind.
5. Zylinderkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Betätigungselemente als Kipphebel ausgebildet
sind.
6. Zylinderkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Größenunterschiede der verschiedenen Durch
messer (DGE:DGA, DSE:DSA, DNE:DNA) 20% nicht übersteigen.
7. Zylinderkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die den Zylindern zugewandte Unterseite und die von
den Zylindern abgewandte Oberseite um einen Winkel (α) zueinan
der geneigt angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996114825 DE19614825A1 (de) | 1996-04-15 | 1996-04-15 | Zylinderkopf einer mehrzylindrigen Brennkraftmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996114825 DE19614825A1 (de) | 1996-04-15 | 1996-04-15 | Zylinderkopf einer mehrzylindrigen Brennkraftmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19614825A1 true DE19614825A1 (de) | 1997-04-30 |
Family
ID=7791311
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996114825 Ceased DE19614825A1 (de) | 1996-04-15 | 1996-04-15 | Zylinderkopf einer mehrzylindrigen Brennkraftmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19614825A1 (de) |
Cited By (6)
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| EP1243760A3 (de) * | 2001-03-21 | 2003-04-23 | Yamaha Hatsudoki Kabushiki Kaisha | Brennkraftmaschine |
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| US7357107B2 (en) | 2002-12-17 | 2008-04-15 | Mitsubishi Jidosha Kogyo Kabushiki Kaisha | Valve system for internal combustion engine |
| RU2351772C1 (ru) * | 2007-07-25 | 2009-04-10 | Николай Александрович Фомин | Двигатель с двумя клапанами на цилиндр с тарелками увеличенного диаметра |
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- 1996-04-15 DE DE1996114825 patent/DE19614825A1/de not_active Ceased
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAV | Applicant agreed to the publication of the unexamined application as to paragraph 31 lit. 2 z1 | ||
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8131 | Rejection | ||
| 8170 | Reinstatement of the former position | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: F01L 1/18 |
|
| 8131 | Rejection |