DE19613289C1 - Verfahren und Vorrichtung zur Übertragung von Daten innerhalb einer Druckmaschine - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Übertragung von Daten innerhalb einer DruckmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine entsprechend ausgebildete Vorrichtung zur
Übertragung von Daten innerhalb einer Druckmaschine gemäß dem Oberbegriff des Verfah
rens- bzw. des Vorrichtungsanspruches.
Innerhalb von Druckmaschinen, insbesondere Bogenoffsetdruckmaschinen werden an einer
Vielzahl von Stellen durch Meßwertaufnehmer Meßwerte gebildet, welche an zugeordnete
Auswerteeinheiten bzw. Steuerungen weiterzuleiten sind. Als Beispiel für derartige Meß
wertaufnehmer sind Potentiometer, Temperatur, Druckaufnehmer bzw. Drehwinkelgeber zu
nennen. Die durch den Meßwertaufnehmer generierten Signale werden dann beispielsweise
zur Visualisierung an einem Leitstand zwecks Maschinenüberwachung oder zur Steue
rung/Regelung von automatisierten Vorgängen verwendet. Aus der DE 42 07 305 A1 ist ein
Meßwertaufnehmer eines Stapelhubantriebes des Anlegers/Auslegers einer Bogenoffset
druckmaschine bekannt, durch welchen die vertikale Position der den Stapel tragenden Sta
peltragplatte erfaßt wird. Die entsprechend der vertikalen Position der Stapeltragplatte in
dem Meßwertaufnahmesystemgebildeten Signale dienen in einer dem Stapelhubantrieb zu
geordneten Steuerung zum Anfahren vorgegebener Positionen, insbesondere für einen au
tomatischen Stapelwechsel. Die in der genannten Schrift beschriebenen Meßwertaufnehmer
zur Erfassung der Position der Stapeltragplatte sind dabei entweder direkt mit der Stapel
tragplatte verbundene lineare Wegmeßsysteme bzw. es handelt sich um ein an der Ketten
radwelle der Stapeltragplatte angebrachtes Potentiometer. Aus dem Stand der Technik sind
ferner auch digitale Positionsmeßsysteme bekannt, durch welche die Position von insbeson
dere drehbar gelagerten Maschinenteilen erfaßbar ist (Absolutwinkelgeber).
Aus der DE 41 29 373 C2 ist eine Vorrichtung an einem Plattenzylinder an einer Druckma
schine in Form eines Rotationstransformators bekannt, welcher der Übertragung der Ener
gie zum Betreiben im Plattenzylinder angeordneter Stromverbraucher und von Daten einer
gestellfest angebrachten Steuerung zu Positionsantrieben innerhalb des Plattenzylinders
sowie in umgekehrter Richtung zur Übermittlung von Positionssignalen zur Steuerung
dient. Wie aus der nicht vorveröffentlichten DE 195 15 577 C1 bekannt, wird auf einem derarti
gen einkanaligen System durch Senden von Quittierungssignalen ein sogenanntes Handsha
ke-Verfahren angewendet, bei welchem die empfangende Station durch Absenden von Si
gnalen der sendenden Station den ordnungsgemäßen Empfang quittiert. Ein derartiges
Handshake-Verfahren zur Datenübermittlung setzt aber voraus, daß die jeweils empfangen
de Station jederzeit empfangsbereit ist, bzw. die empfangende Station muß ferner dazu aus
gebildet sein, Signale auf dem gleichen oder einem extra dazu geschaffenen Übertragungs
kanal zu senden (Quittierungssignale). Dies erhöht aber den bautechnischen Aufwand bei
einem Datenübertragungssystem, bei welchem stets einer Station die sendende und der an
deren Station stets die empfangende Funktion zukommt. Dies ist insbesondere bei den ein
gangs geschilderten Meßwertaufnahmesystemen der Fall, bei welchem ein Meßwertaufneh
mer bzw. eine diesem nachgeschaltete Auswerteeinheit die Meßsignale aufbereitet und in
digitaler Form an eine empfangende Station weitersendet.
Das zuvor geschilderte Handshake-Verfahren zur Datenübermittlung einer stets sendenden
an eine stets empfangende und diese Information weiterleitenden Station läßt sich dann
vermeiden, wenn die empfangende Station stets empfangsbereit ist, sich also durch Verar
beitungsvorgange innerhalb der empfangenden Station keine Totzeiten, während denen kei
nerlei Empfang möglich ist, ergeben. Auch diese permanente Empfangsbereitschaft der Da
ten empfangenden Station erhöht den bautechnischen Aufwand und verhindert dadurch den
kostengünstigen Einsatz von Meßwertsystemen innerhalb einer Druckmaschine. Sobald die
Daten empfangende Station innerhalb bestimmter Zeitabschnitte Totzeiten aufweist, bedeu
tet dies, daß von der sendenden Station abgegebene Daten nicht empfangen werden können.
Insbesondere wenn die sendende Station stets mit einer gleichen Zeitrate die Daten auf den
Übertragungskanal anlegt und sich durch in der empfangenden Station ablaufende Vorgänge
periodische Totzeiten für den Datenempfang ergeben, können sehr lange Zeiträume verge
hen, innerhalb der von der empfangenden Station keine Daten empfangen werden können.
Aus DE-Lit.: Siegmund, Gerd: ATM - die Technik des Breitband-ISDN, 2. Aufl., Heidel
berg: v. Decker, S. 8-11 sind die grundsätzlichen Aspekte eines asynchronen Trans
fermodus bekannt. Beschrieben werden insbesondere die ATM-Funktionsprinzipien
und die prinzipiellen Festlegungen im B-ISDN. ATM ist dabei ein spezielles Übermitt
lungsverfahren, das auf einem vereinfachten, verbindungsorientierten Paketvermitt
lungsverfahren basiert. ATM schließt als ein Übermittlungsverfahren die Übertragung
und die Vermittlung von Nutzinformationen ein.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur
Durchführung des Verfahrens gemäß dem Oberbegriff des Verfahrens bzw. Vorrichtungsan
spruches derartig weiterzubilden, daß
eine Datenübertragung stets in die gleiche Richtung möglich ist.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Verfahrens- bzw. des
Vorrichtungsanspruches. Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich dabei aus den Un
teransprüchen.
Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, daß die sendende Station die zu übertragenden Daten
auf dem seriellen bzw. parallelen Übertragungskanal nicht stets mit gleichbleibender Zeitrate
sendet. Dabei kann vorgesehen sein, daß durch die sendende Station das Zeitintervall zwi
schen dem Senden von zwei Dateneinheiten innerhalb eines vorgegebenen Maßes variiert
wird. An dieser Stelle kann beispielsweise ein Zufallsgenerator Verwendung finden, vermit
tels dem die Zeitabstände, durch welche zwei Sendevorgänge voneinander getrennt sind,
variiert werden. Auch kann ein Timer innerhalb der sendenden Station um vorgegebene
Einheiten erhöht bzw. vermindert werden, so daß sich auch hier eine Variation der Zeitab
stände zwischen aufeinanderfolgenden Sendevorgänge ergibt. Die Zeitrate, mit der das Sen
den aufeinander folgender Dateneinheiten durch die Sendeeinheit erfolgt, ist dabei unab
hängig von der Zeitrate, mit der die Meßsignale vom Meßwertaufnehmer an die Sendeein
heit übertragen werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren sowie die entsprechend ausgebildete Vorrichtung kann
dabei bei einem eine Anzahl von Übertragungsleitungen aufweisenden Parallelsystem ange
wendet werden, ist aber ebenfalls durchführbar bzw. anwendbar bei einer seriellen Informa
tionsübertragung von einer Sendestation zu einer nicht stets empfangsbereiten Empfangs
stationen.
Des weiteren erfolgt die Erläuterung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der
Zeichnungen. Es zeigt:
Fig. 1 prinzipiell der Übertragungskanal zwischen einer Sendestation und
einer Empfangsstation, und
Fig. 2 den Signalverlauf des Signals V gegenüber der Empfangsbereitschaft
E der Empfangsstation gemäß Fig. 1.
In Fig. 1 ist mit den Bezugszeichen 1 ein Meßwertaufnehmer, insbesondere in Form eines
digitalen Winkelkodierers oder dgl. wiedergegeben. Dieser Meßwertaufnehmer 1 steht dabei
mit einer als Auswerteeinheit fungierenden Sendestation 2 in Wirkverbindung, so daß die im
Meßwertaufnehmer 1 gebildeten Signale dort nach einer
A/D-Wandlung zur Weiterleitung aufbereitet werden. Die als Auswerteeinheit ausgebildete
Sendestation 2 ist über eine Anzahl paralleler Signalleitungen S.1 bis S.N mit einer als
Steuerung ausgebildeten Empfangsstation 3 verbunden. Die vom Meßwertaufnehmer 1 ge
lieferten und in der Sendestation aufbereiteten Meßwertsignale werden wie bei einem Paral
lel-Bus auf den Signalleitungen S.1 bis S.N durch gleichzeitiges Anlegen der entsprechen
den Pegel auf den Leitungen zu der Empfangsstation 3, welche insbesondere als eine Steue
rung ausgebildet ist, weitergeleitet.
Neben den einzelnen Signalleitungen S.1 bis S.N zur Übertragung der nach Art eines Paral
lel-Bussystems wiedergegebenen Datenübertragung zwischen der Sendestation 2 und der
Empfangsstation 3 ist weiterhin eine Signalleitung V zur Übertragung eines Gültigkeits
signals (valid) vorgesehen. Nachdem durch die entsprechenden Driver der Sendestation 2
auf den Signalleitungen S.1 bis S.N die entsprechend dem Informationsgehalt vorgesehenen
Pegel angelegt sind, wird dabei gemäß diesem Ausführungsbeispiel auf der Leitung V der
Pegel für eine vorgesehene Zeitspanne von 0 auf 1 geschaltet, so daß dies für die als Steue
rung ausgebildete Empfangsstation 3 ein Signal dafür ist, daß die nun an den Leitungen S.1
bis S.N anliegenden Pegel als gültige Information auszuwerten sind. Es erfolgt somit durch
die als Steuerung ausgebildete Empfangsstation 3 eine Übernahme dieser auf den Signallei
tungen S.1 bis S.N anliegenden Pegel in die entsprechenden Eingangsspeicher zur Weiterlei
tung bzw. Umwandlung der Daten.
Fig. 2 zeigt den Zeitverlauf über die Achse t des Signals V, also des von der Sendestation 2
gebildeten Valid-Signals zur Übernahme der auf den Signalleitungen S.1 bis S. anliegen
den Daten. In der Fig. 2 ist unterhalb des Signalverlaufes des Valid-Signales V ebenfalls
über die Zeitachse t die mit dem Bezugszeichen E wiedergegebene Empfangsbereitschaft
der Empfangsstation 3 gemäß Fig. 1 dargestellt. Aufgrund von in der Empfangsstation 3,
welche beispielsweise als eine Steuerung der Maschine ausgebildet ist, ablaufenden Prozesse
weist die Empfangsstation 3 jeweils durch Zeitabschnitte TE.1, TE.2 usw. voneinander ge
trennte Phasen der Empfangsbereitschaft auf. Wesentlich in der Darstellung gemäß Fig. 2 ist
dabei, daß die Empfangsbereitschaft E der Empfangsstation 3, welche beim Pegel 0 nicht
empfangsbereit und beim Pegel 1 empfangsbereit ist, zu unregelmäßigen bzw. nicht vorher
sehbaren Zeiten vorliegt. Die Empfangsstation 3 gemäß Fig. 1 kann somit lediglich zu den
jenigen Zeiten t auf den Signalleitungen S.1 bis S.N anliegende Daten (V=1) empfangen,
wenn die Empfangsbereitschaft E in Fig. 2 den Pegel 1 annimmt.
Durch die Sendestation 2 erfolgt nun durch jeweils schwankende Zeitintervalle T.1, T.2
usw. voneinander getrennte Sendevorgänge (V=1) das Anlegen der in Fig. 2 nicht wieder
gegebenen Signalverläufe auf den Signalleitungen S.1 bis S.N gemäß Fig. 1. Gemäß der
Darstellung in Fig. 2 sind die einzelnen Phasen, in welchen die Sendestation 2 das Signal V
vom Pegel 0 auf den Pegel 1 für ein kurzes Zeitintervall schaltet, durch unregelmäßig variie
rende Zeitabstände T.1, T.2 usw. voneinander getrennt. Dies bedeutet mit anderen Worten,
daß durch die Sendestation 2 die Zeitrate des Sendens der Signale auf den Signalleitungen
S.1 bis S.N und somit auch das Senden des Signals V nicht konstant ist, sondern innerhalb
einer vorgegebenen Bandbreite zwischen einem maximalen und einem minimalen Wert er
folgt. Wie bereits zuvorstehend erläutert, erfolgt dies durch entsprechendes Setzen eines in
der Sendestation 2 vorhandenen Timers bzw. eines extra dafür vorgesehenen Zufallsgenera
tors.
Durch die unregelmäßigen Zeitabstände, durch welche voneinander getrennt die Sendestati
on 2 auf den Signalleitungen S.1 bis S.N Daten an die Empfangsstationen 3 sendet, ist stets
gewährleistet, daß nach endlich vielen Sendevorgängen die Empfangsstation 3 Daten wäh
rend der Phase der Empfangsbereitschaft E empfangen kann. In Fig. 2 ist mit dem Bezugs
zeichen tE derjenige Zeitpunkt wiedergegeben, zu dem ein Sendevorgang der Sendestation 2
auf den Signalleitungen S.1 bis S.N mit dem zugehörigen Valid-Signal V in eine Phase der
Empfangsbereitschaft E der Empfangsstation 3 trifft. Zu diesem Zeitpunkt tE, wenn also die
von der Sendestation 2 auf den Signalleitungen S.1 bis S.N anliegenden Signale in die ent
sprechenden Treiber und nachgeschalteten Verarbeitungsstufen der Empfangsstation 3
übernommen. Durch die Variation der Senderate, also des Varierens der Zeitabstände T. 1,
T.2,. . . zwischen zwei Sendevorgängen und dementsprechend auch zwischen zwei aufeinan
derfolgenden Valid-Signalen erfolgt zu einem späteren und in Fig. 2 nicht dargestellten
Zeitpunkt erneut eine Koinzidenz zwischen dem Valid-Signal V, also einem Sendevorgang
der Sendestation 2 und der Empfangsbereitschaft E der Empfangsstation 3.
Bezugszeichenliste
1 Meßwertaufnehmer
2 Sendestation (Auswerteeinheit)
3 Empfangsstation (Steuerung)
S.1-S.N Signalleitung
V Leitung Gültigkeitssignal (Valid-Signal, Sendevorgang Station 2) E Empfangsbereitschaft (Empfangsstation 3)
T.1, T.2, Zeitabstand Sendevorgang (Valid-Signal V)
TE.1, TE.2, Zeitabstand Empfangsbereitschaft (Empfangsstation)
2 Sendestation (Auswerteeinheit)
3 Empfangsstation (Steuerung)
S.1-S.N Signalleitung
V Leitung Gültigkeitssignal (Valid-Signal, Sendevorgang Station 2) E Empfangsbereitschaft (Empfangsstation 3)
T.1, T.2, Zeitabstand Sendevorgang (Valid-Signal V)
TE.1, TE.2, Zeitabstand Empfangsbereitschaft (Empfangsstation)
Claims (4)
1. Verfahren zur Datenübertragung innerhalb einer Druckmaschine zwischen einer
Sendestation und einer mit dieser über ein einkanaliges Übertragungsmedium
verbundenen Empfangsstation wobei zwischen Sendestation und Empfangs
station zumindest außerhalb der Sendezeiten keinerlei zeitliche Synchronisation
erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Sendestation aufeinanderfolgende Sendevorgänge mit einem
parallelen Valid-Signal versehen und jeweils mit unterschiedlich langen Pausen
voneinander getrennt werden, wobei das Valid-Signal die Empfangsstation auf
Empfang triggert, so daß in den mit dem Valid-Signal getriggerten Zeitfenstern
die ankommende Information von der Empfangsstation aufgenommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Variation des Zeitabstandes zwischen zwei aufeinanderfolgenden Sen
devorgängen ein in der Sendestation vorgesehener Timer gesetzt wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2,
wobei zwischen einer Sendestation und einer mit dieser über ein einkanaliges
Übertragungsmedium verbundenen Empfangsstation Daten unidirektional und
asynchron übertragbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch die Sendestation (2) auf dem zwischen der Sendestation (2) und der
Empfangsstation (3) zur Datenübertragung vorgesehenen Übertragungskanal
(Signalleitung S.1-S.N) aufeinanderfolgende Daten jeweils mit einem parallelen
Valid-Signal (V) und jeweils durch unterschiedlich lange Pausen voneinander
getrennt übertragbar sind, wobei durch das Valid-Signal (V) die Empfangsstation
(3) auf Empfang triggerbar ist, so daß in den mit dem Valid-Signal (V) getrigger
ten Zeitfenstern die ankommende Information durch die Empfangsstation (3) auf
nehmbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sendestation (2) einen Timer aufweist, durch welchen die zwischen den
einzelnen Übertragungsvorgängen vorgesehenen Zeitintervalle variierbar sind.
Priority Applications (4)
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Citations (2)
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Legal Events
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