DE19613830A1 - Verschluß für eine Flasche oder dergleichen - Google Patents
Verschluß für eine Flasche oder dergleichenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Verschluß der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 genannten Art für eine Flasche oder derglei
chen.
Durch GB 2 013 635 A ist ein Verschluß der betreffenden
Art bekannt, bei dem der radiale Vorsprung an dem Dichtteil
an der Innenwandung des Flaschenhalses unmittelbar im Bereich
seiner inneren Mündungskante anliegt. Das zylindrische Dicht
teil ist sehr kurz, und der Vorsprung an seiner Außenfläche
liegt nahe dem Boden des kappenförmigen Verschlußteils. Der
Boden ist nachgiebig bei Überdruck auswölbbar. Bei Auswölbung
folgt der dichtende Vorsprung dieser im wesentlichen axialen
Auswölbungsbewegung, bis er bei einem bestimmten Überdruck
und somit einer bestimmten Auswölbung von der inneren Mün
dungskante des Flaschenhalses freikommt und so einen Spalt
bildet, durch den Überdruckentweichen kann. Auf diese Weise
ist durch den Verschluß ein Überdruckventil gebildet, mit dem
ein Bersten der Flasche und die damit verbundenen Gefahren
vermieden werden.
Ein Nachteil dieses bekannten Verschlusses besteht darin,
daß in der Praxis die als Ventilsitz wirkende vordere Innen
kante der Mündung des Flaschenhalses eine hohe Ferti
gungsungenauigkeit hat, so daß dadurch keine definierte An
lage des dichtenden Vorsprunges gerade in dem kritischen Be
reich gewährleistet ist, in dem das durch den Verschluß ge
bildete Überdruckventil öffnet und wieder schließt. Hinzu
kommt, daß bei solchen Flaschen, insbesondere Glasflaschen,
die mehrfach wiederverwendet werden, die innere Mündungskante
des Flaschenhalses Beschädigungen aufweist, die zu einer Un
dichtigkeit führen.
Ein weiterer Nachteil dieses bekannten Verschlusses be
steht darin, daß der dichtende Vorsprung bei Druckänderungen,
die in der Praxis durch Erwärmung und Wiederabkühlung des
Inhalts der mit dem Verschluß verschlossenen Flasche vorkom
men, ständig axiale Gleitbewegungen auf der als Ventilsitz
wirkenden vorderen Innenfläche der Flaschenmündung ausführt,
was zu einem Abrieb oder zu Beschädigungen der Dichtfläche an
dem Vorsprung führen kann, die eine Undichtigkeit nach sich
ziehen.
Schließlich besteht ein Nachteil dieses bekannten Ver
schlusses darin, daß die Forderung nach einer axialen Beweg
lichkeit eine axiale Nachgiebigkeit der Kappe außerhalb des
zylindrischen Dichtteils erfordert. Diese Forderung wird bei
diesem bekannten, als Schraubkappe ausgebildeten Verschluß
durch eine Scherung des Bodens außerhalb des zylindrischen
Dichtteils und durch eine axiale Dehnung des äußeren zylin
drischen Teils erreicht. In die Dehnung geht jedoch die Vor
spannung ein, die von dem Aufschraubdrehmoment abhängig ist,
jedenfalls beim Gebrauch durch den Verbraucher wiederum davon
abhängig ist, mit welchem Drehmoment der Verbraucher die
Schraubkappe aufschraubt. Die Folge davon ist, daß der Druck,
bei dem aus Sicherheitsgründen eine Druckentlastung statt
finden soll, nicht fest bestimmt, sondern vom Zufall abhängig
ist, so daß die gewünschte Sicherheit nicht erreicht wird, um
ein Bersten der Flasche bei zu hohem Druck zu vermeiden.
Durch GB 958 417 ist ein Verschluß ähnlich der betref
fenden Art bekannt, der ebenfalls als Schraubkappe ausgebil
det ist, die innen an ihrem Boden Vorsprünge aufweist, die
als Anschläge dienen und beim Aufschrauben der Schraubkappe
auf einen Flaschenhals außen an dessen Stirnkante zur Anlage
kommen. Dadurch wird die Dehnung des äußeren, das Gewinde
aufweisenden Teils der Kappe nicht dafür ausgenutzt, dem Bo
den eine axiale Beweglichkeit zu verleihen. Da die Elasti
zität dieser axialen Beweglichkeit maßgebend für den Öff
nungsdruck ist, für die Nachgiebigkeit aber nur der Bereich
zwischen dem zylindrischen Dichtteil und der Außenkante der
Stirnfläche des Flaschenhalses zur Verfügung steht, muß der
Boden sehr dünn sein, um eine ausreichende elastische Nach
giebigkeit zu erreichen. Dies ist nachteilig, zumal sich da
bei Herstellungstoleranzen im besonderen Maße auswirken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verschluß
der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art zu schaffen,
beim dem sich Ungenauigkeiten oder Beschädigungen an der vor
deren Innenkante der Mündung eines Flaschenhalses nicht nach
teilig auswirken und deren Dichtwirkung auch bei häufigen
Druckänderungen nicht beeinträchtigt wird.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die
im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebene Lehre gelöst.
Der Grundgedanke der erfindungsgemäßen Lehre besteht dar
in, das Öffnen des zwischen dem Verschluß und einem Hals ei
ner Flasche gebildeten Überdruckventils nicht durch eine
axiale Bewegung des dichtenden Vorsprungs an dem Dichtteil zu
bewirken, bei der die Lage und Beschaffenheit der vorderen
Innenkante der Mündung eines Flaschenhalses von ent
scheidender Bedeutung ist, sondern durch eine radiale Bewe
gung des dichtenden Vorsprungs nach innen. Diese radiale Be
wegung wird dadurch erreicht, daß im Boden unmittelbar radial
außerhalb des zylindrischen Dichtteils eine als Drehgelenk
wirkende Querschnittsverengung vorgesehen ist. Diese führt
dazu, daß bei einer Auswölbung des Bodens des Verschlußteils
sich dessen Randbereich im Querschnitt gesehen um das so ge
bildete Drehgelenk dreht, während der außerhalb liegende Be
reich im wesentlichen unbeeinflußt bleibt. Da das zylindri
sche Dichtteil unmittelbar innen von dem Drehgelenk fest mit
dem Boden verbunden und so zwischen Boden und zylindrischem
Dichtteil ein Winkelhebel gebildet ist, der um das Drehgelenk
drehbar ist, bedeutet dies, daß bei einer Auswölbung des Bo
dens das Dichtteil nach innen schwenkt und so der an seiner
Außenfläche befindliche dichtende Vorsprung druckentlastet
wird und bei ausreichendem Druck von der zylindrischen Innen
fläche des Flaschenhalses abhebt.
Um diese radiale Druckentlastung oder dieses radiale Ab
heben unter allen Umständen sicherzustellen, ist gemäß einem
besonderen Merkmal der Erfindung der radiale dichtende Vor
sprung axial so angeordnet, daß er bei allen vorkommenden
Auswölbungen des Bodens durch Überdruck im Bereich der im
wesentlichen zylindrischen Innenfläche des Halses der Flasche
liegt.
Diese Angaben sind im wesentlichen auf eine Quer
schnittsbetrachtung bezogen, bei der das zylindrische Dicht
teil tatsächlich einen Hebel bildet. In Wirklichkeit handelt
es sich jedoch tatsächlich um einen Zylinder, so daß die im
Querschnitt betrachtete Hebelwirkung bezüglich des Umfangs in
Wirklichkeit eine Querschnittsverengung des zylindrischen
Dichtteils bedeutet. Das ändert aber nichts an der Wirkung in
Form einer Druckentlastung oder eines Abhebens des Vor
sprungs. Natürlich gehen in die mechanischen Verhältnisse
auch die Länge und Steifigkeit des zylindrischen Dichtteils
ein, jedoch sind das Werte, deren Bestimmung im Rahmen ein
fachen fachmännischen Könnens liegt. Das gilt auch für die
Ausbildung der ein Drehgelenk darstellenden Querschnittsver
engung im Boden des kappenförmigen Verschlußteils. Die Quer
schnittsverengung muß in Axialrichtung ausreichend groß sein,
um die gewünschte leichte Drehbarkeit zu erzielen. Anderer
seits darf sie in radialer Richtung nicht so groß sein, daß
eine unerwünschte Parallelbewegung in Axialrichtung entstehen
kann.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung weist das Ver
schlußteil radial außerhalb der als Drehgelenk wirkenden
Querschnittsverengung einen axialen Anschlag zur Anlage an
einem gegenüberliegenden Gegenanschlag am Hals der Flasche
auf. Zweckmäßigerweise ist dabei der Anschlag im radialen
Bereich der die Gegenanschlagfläche bildenden Stirnfläche
eines Flaschenhalses angeordnet. Der Anschlag kann bei
spielsweise einfach durch den verlängert gedachten Boden ge
bildet sein, der gegen die Stirnfläche eines Flaschenhalses
anschlägt und so eine feste Lage des Verschlußbodens im äuße
ren Randbereich bewirkt, wodurch Bewegungen des Drehgelenks
in Axialrichtung und damit auch Axialbewegungen der am Vor
sprung des Dichtteils gebildeten Dichtfläche ausgeschlossen
und damit auch eine Reibung der Dichtfläche an der zy
lindrischen Innenfläche des Flaschenhalses. Damit können Ab
rieb und Beschädigungen dieser Dichtfläche bei durch
Druckschwankungen bewirkten Wölbungsänderungen des Bodens des
Verschlußteils nicht auftreten.
Selbstverständlich muß der axiale Anschlag am Ver
schlußteil so ausgebildet sein, daß Überdruck durch den An
schlag hindurch entweichen kann. Ist der Anschlag ringförmig,
so kann dieses Entweichen durch radiale Kanäle oder Durch
lässe sichergestellt werden. Bei dem Anschlag kann es sich
jedoch auch um diskrete Einzelanschläge handeln, die über den
Umfang des Verschlußteils verteilt angeordnet sind und so
zwischen sich Durchlässe bilden. Auch kann der Anschlag so
ausgebildet sein, daß er an einem Vorsprung außen am Fla
schenhals anschlägt, der dann den Gegenanschlag bildet.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist zwischen dem
Boden der Verschlußkappe und dem zylindrischen Dichtteil eine
Rippe angeordnet, die den vom Boden und Verschlußteil gebil
deten Winkelhebel aussteift. Dadurch wird die Bewegung des
Bodens bei einer Auswölbung infolge zunehmenden Druckes in
einer verschlossenen Flasche wirksamer auf das zylindrische
Dichtteil übertragen und so die Druckentlastung oder ein An
heben des Vorsprunges verbessert, insbesondere gegen den ra
dial nach außen auf das Dichtteil wirkenden Innendruck.
Um die vorteilhafte Wirkung der Rippe zu erreichen, ge
nügt in einfachsten Fällen bereits die Anordnung nur einer
Rippe. Natürlich ist es auch möglich, mehrere Rippen vorteil
hafterweise mit gleichem Abstand über den Umfang anzuordnen.
Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung dieser Aus
führungsform erstreckt sich die Rippe im Bereich ihres Über
ganges zu dem Dichtteil axial bis in einen Bereich entfernt
von dem dichtenden Vorsprung. Dadurch verbleibt axial zwi
schen der Rippe und dem Vorsprung ein unausgesteifter und
damit elastischer Bereich.
Gemäß einer anderen Weiterbildung dieser Ausführungsform
erstreckt sich die Rippe im Bereich ihres Überganges in den
Boden bis in einen Bereich radial entfernt von der Achse bzw.
dem Zentrum des Verschlußteils. Dadurch wird einer Beein
trächtigung der Auswölbung des Bodens bei zunehmendem Druck
entgegengewirkt und somit die Wirkung als Überdruckventil
verbessert.
Schließlich ist gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung
der Erfindung die Querschnittsverengung radial so angeordnet,
daß das durch sie gebildete Drehgelenk auf der verlängert
gedachten Innenfläche des Halses einer Flasche liegt. Durch
diese Lage der Verengung und damit des Drehgelenks ist si
chergestellt, daß der an der Innenwandung eines Flaschenhal
ses anliegende radiale dichtende Vorsprung bei Auswölbungen
des Bodens der Verschlußkappe immer nur quer zur inneren Man
telfläche des Flaschenhalses druckentlastet bzw. abgehoben
wird. Damit wird Reibbewegungen des dichtenden Vorsprunges in
Axialrichtung entlang der inneren Mantelfläche des Flaschen
halses entgegengewirkt und damit auch einem Verschleiß und
Undichtwerden.
Anhand der Zeichnung soll die Erfindung an einem Aus
führungsbeispiel näher erläutert werden.
Die Zeichnung zeigt im Schnitt und teilweise wegge
schnitten ein als Schraubkappe ausgebildetes Verschlußteil 1,
aufgeschraubt auf einen nur mit seinem vorderen Teil dar
gestellten Hals 2 einer Flasche. Das Verschlußteil 1 weist
einen Boden 3 auf, von dem aus sich axial in das Innere des
Halses 2 ein zylindrisches Dichtteil 4 erstreckt, das auf
seiner Außenseite einen Vorsprung 5 aufweist, der an einer
zylindrischen Innenfläche 6 des Halses 2 anliegt. Der äußere
Durchmesser des Vorsprunges 5 ist geringfügig größer als der
Durchmesser der Innenfläche 6 bemessen, derart, daß der Vor
sprung 5 im dargestellten aufgeschraubten Zustand mit einer
vorbestimmten Kraft an der Innenfläche 6 anliegt. Der Vor
sprung 5 kommt also nicht mit einer vorderen Innenkante 7 der
Mündung des Halses 2 in Kontakt.
Der Boden 3 weist unmittelbar radial außerhalb des
Dichtteils 4 eine Querschnittsverengung 8 auf, die ein Dreh
gelenk bildet, um den der Winkelhebel drehbar ist, der durch
das Dichtteil 4 und den sich von der Querschnittsverengung 8
radial nach innen erstreckenden Teil des Bodens 3 gebildet
ist.
Ein äußeres zylindrisches Halteteil 12 des Verschlußteils
1 weist auf seiner Innenseite ein Innengewinde 13 auf, das in
ein Außengewinde 14 am Hals 2 der Flasche eingreift. Außerdem
befindet sich innen an dem Halteteil 12 ein Anschlag 10, der
an einem Gegenanschlag 11 anliegt, der an der Stirnfläche des
Halses 2 der Irlasche gebildet ist. Anschlag 10 und Gegenan
schlag 11 bestimmen also eine genaue und insbesondere feste
Lage des durch die Querschnittsverengung 8 gebildeten Drehge
lenks.
In dem Bereich des Winkels zwischen dem Boden 3 und dem
Dichtteil 4 ist eine Rippe 15 angeordnet, die fest mit dem
Boden 3 und dem Dichtteil 4 verbunden ist und mit diesen aus
einem Stück besteht. Die Rippe 15 ist dreieckförmig ausge
bildet und erstreckt sich in radialer Richtung bis in einen
Bereich entfernt von dem dichtenden Vorsprung 5, endet jedoch
in einem radialen Bereich entfernt von einer Achse 16. Durch
diese geringe radiale Ausdehnung nach innen wird die Ausstei
fung des Bodens 3 in Bezug auf Wölbungen gering gehalten.
Bei Gebrauch wird nach einer Befüllung der zu dem Hals 2
gehörenden Flasche das kappenförmige Verschlußteil 1 auf den
Hals 2 aufgeschraubt, bis der Anschlag 10 an dem Gegen
anschlag 11 zur Anlage kommt. Dabei gleitet der Vorsprung 5
an dem Dichtteil 4 auf die Innenfläche 6 des Halses 2 auf und
dichtet so das Innere der Flasche ab. Entwickelt sich in der
Flasche ein Überdruck, beispielsweise dadurch, daß es sich
bei dem Füllgut um ein Gasdruck entwickelndes Getränk han
delt, so wölbt sich der Boden 3 axial nach außen, wodurch
seine Ränder eine Drehung um die ein Drehgelenk darstellende
Querschnittsverengung 8 ausführen. Dies führt zu einem Ver
schwenken des durch das Dichtteil 4 gebildeten Armes radial
nach innen und damit zu einer Verringerung der Kraft, mit der
der Vorsprung 5 an der Innenfläche 6 des Halses 2 anliegt.
Bei einem vorbestimmten Überdruck und damit zu einer vorbe
stimmten Auswölbung des Bodens 3 hebt der Vorsprung 5 von der
Innenfläche 6 ab, so daß Überdruck entweichen kann. Als Folge
davon verringert sich wieder die Wölbung des Bodens 3, so daß
der Vorsprung 5 wieder dicht an der Innenfläche 6 zur Anlage
kommt. Durch die Rippe 15 wird die Übertragung der Auslenkung
des Bodens 3 aufgrund von Auswölbungen bei Überdruck auf das
Dichtteil 4 verbessert, der von Boden 3 und Dichtteil 4 ge
bildete Winkelhebel wird ausgesteift. Dadurch reagiert das
insgesamt gebildete Überdruckventil empfindlicher und exakter
auf Überdrücke. Insbesondere läßt sich dadurch auch bei un
terschiedlichen Fertigungstoleranzen ein bestimmter Abblas
druck genauer einhalten.
Da durch Anschlag 10 und Gegenanschlag 11 die Lage des
durch die Querschnittsverengung 8 gebildeten Gelenks axial
praktisch unveränderbar ist, sind Axialbewegungen des Dicht
teils 4 ausgeschlossen, so daß auch keine Relativbewegungen
zwischen dem an dem Dichtteil 4 befindlichen Vorsprung 5 und
der Innenfläche 6 des Halses 2 auftreten können. Die Dicht
wirkung wird daher nicht beeinträchtigt, auch wenn durch häu
fige Druckwechsel Änderungen der Auswölbung des Bodens 3 er
folgen. Diese führen nur zu Änderungen des Auflagedruckes des
Vorsprungs 5, die sich jedoch nicht negativ auf die Dichtung
auswirken.
Claims (9)
1. Verschluß für eine Flasche oder dergleichen,
- - mit einem kappenförmigen Verschlußteil,
- - mit einem vom Rand des kappenförmigen Verschlußteils nach innen gerichteten Vorsprung zum Hintergreifen eines nach außen gerichteten Vorsprungs an einem Hals einer Flasche oder dergleichen,
- - mit einem sich im Inneren des Verschlußteils von dessen Boden aus axial erstreckenden, im wesentli chen zylindrischen Dichtteil und
- - mit einem radialen Vorsprung, der auf der Außenseite des Dichtteils entfernt vom Boden des Verschlußteils gebildet ist und einen Durchmesser hat, der größer als der Innendurchmesser des Halses einer mit dem Verschluß zu verschließenden Flasche ist, derart, daß die von dem Vorsprung gebildete Dichtfläche oder Dichtkante bei Verschluß dicht an der Innenfläche des Halses anliegt,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Boden (3) unmittelbar radial außerhalb des zylindrischen Dichtteils (4) eine als Drehgelenk wirkende Querschnittsverengung (8) aufweist und
- - daß der radiale Vorsprung (5) axial so angeordnet ist, daß er bei allen durch Überdruck vorkommenden Auswölbungen des Bodens im Bereich der im wesent lichen zylindrischen Innenfläche (6) des Halses (2) der Flasche liegt und bei Auswölbung des Bodens (3) durch Hebelwirkung des vom Boden (3) und dem Dicht teil (4) gebildeten, um das Drehgelenk drehbaren Winkelhebels von der Innenfläche (6) des Flaschen halses (2) im wesentlichen radial druckentlastet oder abgehoben wird.
2. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Dichtteil (4) radial außerhalb der als Drehgelenk wirkenden
Querschnittsverengung (8) einen axialen Anschlag (10) zur An
lage an einem gegenüberliegenden Gegenanschlag (11) am Hals
(2) der Flasche aufweist.
3. Verschluß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Anschlag (10) im radialen Bereich der die Gegenanschlagfläche
(11) bildenden Stirnfläche eines Flaschenhalses (2) an
geordnet ist.
4. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in
dem Winkel zwischen Boden (3) und dem Dichtteil (4) zur Ver
steifung des dadurch gebildeten Winkelhebels wenigstens eine
Rippe (15) angeordnet ist.
5. Verschluß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
sich die Rippe (15) im Bereich ihres Überganges zu dem zylin
drischen Dichtteil (4) axial bis in einen Bereich entfernt
von dem radialen Vorsprung (5) an dem Dichtteil (4) er
streckt.
6. Verschluß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rippe (15) im Bereich ihres Überganges zu dem Boden (3) radi
al entfernt von der Achse (16) des Verschlußteils (1) endet.
7. Verschluß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rippe (15) dreieckförmig ist.
8. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Querschnittsverengung (8) radial so angeordnet ist, daß das
durch sie gebildete Drehgelenk auf der verlängert gedachten
Innenfläche (6) des Halses (2) der Flasche liegt.
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