DE1961281C - Magnetoelastischer Geber zum Messen mechanischer Kräfte - Google Patents
Magnetoelastischer Geber zum Messen mechanischer KräfteInfo
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Description
Die Frfindung bezieht sich auf einen magnetoelastischen
Geber zum Messen mechanischer Kräfte, der aus einem laminierten Kern aus mi-gnetostriktivem
Blech mit rohrförmigen Kanälen besteht, in denen Magnetisierungs- und Meßwicklurigen angeordnet
sind.
Ein bekannter ma;ietoelastischer Kraftgeber besteht
aus einem kraftaufnehmenden Magnetkern, aus magnetostriktion Blechen und aus Magnetisierungsund
Meßwicklungen, die in ruhiförnvgen Kanälen
des Kerns verlegt sind (deutsche Patentschrift 955 272). Das magnetostriktiv e Blechmaterial besteht
gewöhnlich aus warm- oder kaltgewalztem Elektroblech, das weich geglüht wurde, um bestmögliche
magnetische Eigenschaften zu erzielen. Bei aus solchem Material hergestellten magnetoelastischen
Kraftgebern erhält man immer einen mehr oder weniger nichtlinearen Zusammenhang zwischen Ausgangsspannung
und Kraft, was für eine Kraftrichtung eine einfach oder doppelt gekrümmte Kurve sein
kann, abhängig von Magticlisiciungsstrom und sekundärer Belastungsimpedanz. Um einen Kraftgeber
mit annehmbarer Linearität zwischen den genannten Größen zu erhalten, muß der Meßbereich
stirk begrenzt werden. Das hat den Nachteil, daß die Oberfläche des Gebers um ein Vielfaches größer
gemacht werden muß, als es aus Dauerfestigkeitsgcskhtspunkten
erforderlich ist, und daß trotzdem die erreichbare Linearität innerhalb des reduzierten
Meßbereiches nur eine angenäherte ist.
Die Aufgabe der Erfindung ist, den eingangs beschriebenen und bekannten Geber so auszubilden,
daß er einen großen Meßbereich und ein lineares Verhältnis zwischen Kraft und Ausgangssignal erhält,
und /war auf Grund einer praktisch angeordneten Zusammen lagerung von Elementarteilen mit verschiedener
mechanischer Vorspannung.
Gemäß der Erfindung ist der beschriebene Geber so ausgebildet, daß das magnetostriktivc Blech durch
an sich bekannte Vorbehandlung bleibende mechanische Eigenspannungen aufweist und der Durchschnittswert
der Absolutwerte der Eigenspannungen in der magnetoelastisch wirksamen Zone des Gebers
mindestens die Größe der in dieser Zone von der Nennlast verursachten Beanspruchung aufweist.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand der Zeichnung erläutert, in dieser zeigt
Fig. I ein Prinzipbild eines magnetociastischen
Cii'bers und
Fig.I1 3 und 4 für einige verschiedene Anwendungsbeispieie
die Ausgangsspanmmg V des Gebers
als Funktion der auf den Geber wirkenden Kraft F. Der Geber gemäß Fig. I besteht aus einem Kern 1
aus magnetostriktivem Blechmaterial. Der Kern hat vier Löcher 2,3,4 und 5. Die Löcher 2 und 3 nenmen
eine Wicklung 6 auf, die an einer Wechselspannungsquelle 8 angeschlossen ist. Der Strom in der Wicklung
6 erzeugt in dem Kern einen magnetischen Fluß
xo um die Löcher. Eine zweite Wicklung 7 in den
Löchern 4 und 5 ist an einem Meßgerät 9 angeschlossen. Wenn der Kem 1 von mechanischen
Kräften unbeeinflußt ist, ist der Fluß in dem Gebiet um und zwischen den Löchern symmetrisch, so daß
keine Spannung in der Wicklung? induziert wird Wenn der Kern einer mechanischen Kraftbean-.spruchung
ausgesetzt wird, wird der Fluß verzerrt und eine Spannung in der Wicklung 7 induziert, so
daß das Meßgerät 9 ausschlägt. Das Gebiet um die
so Löcher herum und zwischen den Löchern ist die
sogenannte Meß'one.
F i g. 2 zeigt den Zusammenhang zwischen Aus gangsspannung und Kraft bei einem solchen Geber,
es ist eine für jede Kraftrichtung einfach gekrümmte
as Kurve 10. F i g. 3 zeigt eine aus geraden Linien zusammengesetzte
Kurve II, die eine Annäherung an die Kurve 10 ist. Fig. 4 zeigt ein Kurvenbündel, in
dem die einzelnen Kurven dieselbe Form haben wie in Fig. 3, bei denen aber die Nullpunkte gleichmäßig
zwischen t\ und · h\ verteilt sind. Physikal-sch
entspricht dies z. B. einem Geber, dessen einzelne Bleche verschiedene Zug- und Druckvorspannungen
haben. Die zusammengesetzte Kurve 12 für einen solchen Geber, die man durch einfaches Summieren
der Teilkurven erhält, ist in F i g. 4 mit einer kräftig gezeichneten Kurve wiedergegeben. Das völlig lineare
Gebiet ist in diesem Fall beinahe doppelt so groß wie das einer Elementarkurve und hat eine Empfindlichkeit,
die zwischen den Empfindlichkeiten der steilen und flachen Teile der Elementarkurve Hegt. Obwohl
man hier die Elementarkurve zu einer Kurve mit scharfen Knickpunkten vereinfacht hat, bekommt die
Summenkurve sehr weiche Übergänge zwischen dem völlig linearen Gebiet in der Mitte und den
linearen Außenteilen mit derselben Empfindlichkeit wie die flachen Teile der Elementarkurve.
Herstellungsmäß'g wäre es allzu kompliziert, die verschiedenenBlecheiementebeidemZusammensetzen
des Btechpaketes zu einem Geber mit statistisch verteilten Zug- und Druckspannungen zu versehen.
Gemäß der Erfindung erreicht man dieselbe Linearität der Kurve innerhalb jedes Blechelementes, indem
man dem Blech mittels geeigneter Behandlung Eigenspannungen gibt, die bezüglich Größe, Vorzeichen
und Richtung statistisch über das Volumen des Bleches oder jedenfalls über die für die Messung
aus magnetoelastischen Gesichtspunkten interessanten Teil des Bleches variieren, d. h. über die Teile
des Bleches, in denen die magnetische Flußdichte groß ist.
Die Eigenspannungen werden gewöhnlich in drei verschiedene Gruppen eingeteilt:
1. Eigenspannungen I. Art, die über gewisse,
relativ große Bereiche eines Körpers ziemlich einheitlich sein können, aber ganz verschieden
in verschiedenen Teilen eines Körpers. Solche Spannungsunterschiede kommen z. B. bei einem
plastisch gebogenen Blech Sn Querschmttsrich- von I «Vo in den meisten fällen zo "°e[
ssÄ"8^"Umtan8auchM8e ":ks
2. Eigenspannungen 2. Art, die hauptsächlich zwischen
verschiedenen Kristalliten vorhanden sind urd z. B. bei Kaltbearbeitung auftreten, da die
Zugfestigkeit in den verschiedenen Kristallrichtungen und infolgedessen in benachbarten
Kristallin verschieden ist Derartige Spannungsverteilungan
kann man z. B. beim Härten von Stahl im Zusammenhang mit der Martensitbildung
erhalten.
3. Eigenspannungen 3. Art sind solche von submikroskopischer Größe, wie z. B. Fehler- 1S
stellen im Gitter, besonders Versetzungen, sowie Spannungen, die durch sehr feindispergiertc
Entmischungen verursacht werden.
Alle diese Arten von Eigenspannengen können ausgenutzt werden, um den oben beschriebenen
statistischen Ausgleich und die Linearisierung der Geberkurve zu erreichen.
Durch Kaltbearbeitung verschiedener Art entstehen gewöhnlich alle drei Eigenspannungsarten; as
dieser Weg ist auch der wirksamste, die Linearisierung zu erreichen. Um einen optimalen KaItbearbeitungsgrad
zu erhalten, kann man im Piinzip zwei Wege gehen, entweder wählt man ein weichgeglühtes Material und unterwirft es einer gewissen
Kaltverformung oder man geht von einem harten, kaltbearbeiteten Material au, und führt eine Wärmebehandlung
bei Temperaturen durch, die zu keiner vollständigen Entspannung führen. Temperatur und
Zeit wurden so gewählt, daß das Material nach der Wärmebehandlung bleibende Eigenspannungen ge-• ■ " ""!hat.
ι ergeben, daß eine Kaltverformung Dehnung des Materials gemeint, ausgedrucKi ms.
re<ative Verlängerung, die die Kaltbearbeitung oei
, emem weichgeglühten Material verursacht
Die Kaltbearbeitung des weichgeglühten Materials
kann durch Walzen, wiederholtes Biegen in emem
R}chtwerk oder durch Ziehen erfolgen. Die letz-
genannte Methode kann entweder allein oder zu-
fammen mit Waizen oder Richten angewandt werden.
Andere möglicne Kaltbearbeitungsmethoden sind
schrankt
l auf den^Te odasüsche
Ά der Geberkurve
Einiührung von statistisch
kann auch durch .
fahl oder durch d«
fahl oder durch d«
Auch die Fehlerstellen
bei Bestrahlung ™* El^
geben Innenspannungen mit I n
auf die Geberkurve
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gibt es viele nwghche wge g
drei ferromagnetiscnen Moire ei.
en entman er.
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Geberkern einem der
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etwa
etwa
dem gg
und Va»adm
gerungen j^^
und Va»adm
gerungen j^^
Stickstoff. Schwefel und Phosphor.
auRer.
Molybdän
nicht-Sauerstoff,
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Magnetoelastischer Geber zum Messen mechanischer Kräfte, der aus einem laminierten Kern aus magnetostriktivem Blech mit rohrförmigen Kanälen besteht, in denen Magnetisierung;;- und Meßwicklungen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß das magnetostriktiv.-Blech durch an sich bekannte Vorbehandlung bleibende mechanische Eigenspannungen aufweist und der Durchschnittswert der Absolutwerte der Eigenspannungen in der magnetoelastisch wirksamen Zone des Gebers mindestens die Größe der in dieser Zone von der Nennlast verursachten Beanspruchung aufweist.
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