DE19612715A1 - Dekoder und zugehöriges Verfahren - Google Patents
Dekoder und zugehöriges VerfahrenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Kommunika
tionssysteme und insbesondere auf die Übertragung von digita
len Signalen.
Kodierer und Dekodierer werden von Sendern und Empfän
gern verwendet, die Information über Signalkanäle übertragen.
Beispielsweise umfassen Funktelefone, MODEMs und Videosysteme
langsame oder schnelle Kodierer zur Erzeugung von Signalen
für die Übertragung über einen Signalkanal und Dekodierer zur
Dekodierung von vom Signalkanal empfangenen Signalen. Beim
Signalkanal handelt es sich um ein verdrilltes Leitungspaar,
ein Kabel, Luft oder dergleichen.
Beispielsweise werden in langsamen Sprach- oder Videosy
stemen analoge Signale in eine digitale Datensequenz umgewan
delt. Diese ursprüngliche Datensequenz wird vor der Übertra
gung unter Verwendung eines fehlerkorrigierenden Kodes, wie
beispielsweise eines Faltungskodes kodiert, um eine Nachricht
zu bilden. Das kodierte Signal wird durch den Signalkanal
übertragen. Um die ursprüngliche Datensequenz zu detektieren,
enthält der Empfänger einen Dekoder, der eine Maximal-Wahr
scheinlichkeitsdekodierung oder eine ähnliche Dekodierung
durchführt. Der Maximal-Wahrscheinlichkeitsdekodierer verwen
det die folgende Gleichung:
P{mi}pn(ρ-si), (1)
wobei
P{mi} eine a priori Wahrscheinlichkeit der gesamten übertra genen Nachricht mi ist;
pi( ) die mehrdimensionale Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion eines zusätzlichen Rauschens des Kanals ist,
ρ die empfangene Signalsequenz ist, und
si eine mögliche übertragene Signalsequenz ist. Der Dekoder wählt die Nachricht mi aus, die den maximalen Wert der Glei chung 1 ergibt (das heißt, die die höchste Wahrscheinlichkeit aufweist).
P{mi} eine a priori Wahrscheinlichkeit der gesamten übertra genen Nachricht mi ist;
pi( ) die mehrdimensionale Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion eines zusätzlichen Rauschens des Kanals ist,
ρ die empfangene Signalsequenz ist, und
si eine mögliche übertragene Signalsequenz ist. Der Dekoder wählt die Nachricht mi aus, die den maximalen Wert der Glei chung 1 ergibt (das heißt, die die höchste Wahrscheinlichkeit aufweist).
Es ist weiterhin bekannt, daß im Falle eines zusätzli
chen weißen Rauschens mit einer Varianz σ² der Empfänger die
Nachricht finden sollte, die folgendes minimiert:
(ρ-si)²-2σ²lnP{mi} (2).
Der erste Term (ρ-si)² ist das Quadrat der Euklidischen Di
stanz in der Signalkonstellation zwischen der empfangenen Si
gnalsequenz ρ und einer möglichen Signalsequenz si. Der zwei
te Term, 2σ²lnP{mi}, berücksichtigt eine a priori Wahrschein
lichkeit der übertragenen Nachricht. Empfänger, die die Nach
richt mi auswählen, die die Gleichung 2 minimiert werden Ma
ximum im nachhinein (MAP) Empfänger genannt.
Obwohl diese beiden Gleichungen häufig verwendet werden,
bestehen bei beiden Schwierigkeiten, sie zu implementieren.
Die a priori Kodewort-Wahrscheinlichkeiten sind am Dekoder
nicht präzise bekannt, was eine optimale Dekodierung unmög
lich macht. Darüberhinaus hat, wenn die Nachrichten gleich
wahrscheinlich sind, der zweite Term in Gleichung 2 kein Ge
wicht bei der Entscheidung und kann somit weggelassen werden,
was einen Maximale-Wahrscheinlichkeits (ML) Empfänger ergibt,
bei dem die Varianz des Rauschens und die a priori Wahr
scheinlichkeiten der Nachrichten nicht berücksichtigt werden.
In der Praxis wird üblicherweise eine ML-Dekodierung im
plementiert, beispielsweise eine Viterbi-Dekodierung bei Fal
tungskodes. Viterbi-Dekodierer von Faltungskodes führen eine
Fehlerkorrektur der demodulierten Daten durch ein Suchen nach
dem besten Weg durch ein "Gitter" durch. Ein Abschnitt eines
Gitters ist in Fig. 11 gezeigt. In Fig. 11 wählt der Gitter-
Dekodierer Weg 00 oder 10 an Punkt A, basierend auf einem
"Maß", das aus der quadrierten Euklidischen Distanz zwischen
der empfangenen Datensequenz und einer möglichen kodierten
Sequenz, die an Punkt A endet, erzeugt wird, bei dem die
letzten kodierten Bits entweder 00 oder 10 sind. Das Maß wird
berechnet als eine Funktion der Summe der quadrierten Eukli
dischen Distanzen für vorhergehende Zweige oder funktionsfä
hige Wege durch das Gitter plus einem Maß für den Weg, der an
diesem Punkt aufhört. Der Weg (00 oder 10), der das beste Maß
aufweist, wird ausgewählt und das Maß für den besten Weg wird
gespeichert. Der Gitter-Dekodierer wählt auch an Punkt B aus
den Wegen 11 und 01 aus, unter Verwendung der Euklidischen
Distanzen und der Maße für die Wege, die an Punkt B enden.
Der Gitter-Dekodierer eliminiert die Wege, die die schlechte
sten Maße aufweisen und speichert die Maße der besten Wege.
Der Gitter-Dekodierer wiederholt dann die Wegeauswahl für je
den der Punkte C und D im Gitter. Die Maße für jeden ausge
wählten Weg zu diesen Punkten werden gespeichert. Der Viter
bi-Dekodierer führt auf diese Weise eine zusätzliche Ver
gleichs-Auswahl (ACS) Funktion an jedem Punkt des Gitters
aus. Das Verfahren wird wiederholt bis alle Punkte des Git
terrahmens bearbeitet sind und bis der beste Weg durch den
Gitterrahmen aus den gespeicherten Maßen ausgewählt ist.
Im Stand der Technik wurde ein Dekodierer vorgeschlagen,
der eine Rahmen-zu-Rahmen Korrelation von Sprachkodeparame
tern verwendet, um Sprachsignale zu dekodieren. Dieser Deko
dierer schaut nach einem Multi-Bit-Parameter und führt eine
einzige Wegeauswahlentscheidung nach Auswertung der Beziehung
zwischen einem möglichen Parameterwert X in einem aktuellen
Rahmen und jedem der Werte Y durch, die der Parameter in ei
nem vorhergehnden Rahmen haben kann. Somit wählt für einen
Parameter, der fünf binäre Bits aufweist, der Dekodierer ei
nen von 32 möglichen Wegen zwischen den 32 möglichen Werten
in einem vorhergehenden Rahmen und einem möglichen Wert X im
aktuellen Rahmen. Ein einziger Pfad zu einem möglichen Wert X
wird ausgewählt, indem die Wahrscheinlichkeit berücksichtigt
wird, daß der Parameter diesen aktuellen Wert X annimmt, wenn
der vorherige Wert Y für Y einen der 32 möglichen vorherigen
Werte Y annimmt. Dieser Dekodierer verwendet einen Korrela
tionsspeicher, der die zweiunddreißig Wahrscheinlichkeitswerte
P{X/Y} für diesen aktuellen Wert X speichert, um die Auswahl
zu treffen. Jeder Wahrscheinlichkeitswert P{X/Y} ist die
Wahrscheinlichkeit, daß der Parameter den Wert X in einem ak
tuellen Rahmen annimmt, wenn der Parameter den Wert Y in ei
nem vorherigen Rahmen hatte. Da es 32 mögliche Werte X für
die fünf binären Bitparameter gibt und 32 mögliche Werte Y
für jeden möglichen Wert X, muß der Korrelationsspeicher eine
32 mal 32 Korrelationsmaßmatrix für diesen einen Parameter
speichern. Andere Parameter erfordern zusätzliche jeweils
große Maßespeicher. Der sich ergebende parameterweise Deko
dierer, der Rahmen-zu-Rahmen Parameterkorrelationswerte ver
wendet, ist somit bei der Implementierung sehr komplex.
Somit ist es wünschenswert, eine Dekodierer zu schaffen,
der eine verbesserte Betriebscharakteristik aufweist und der
keinen hochkomplexen Dekodierbetrieb erfordert.
Fig. 1 ist ein Schaltschema eines Kommunikationssystems
in Blockdiagrammform.
Fig. 2 ist ein Schaltschema eines anderen Kommunika
tionssystems in Blockdiagrammform.
Fig. 3 ist ein Schaltschema eines digital kodierten Kom
munikationssystems in Blockdiagrammform.
Fig. 4 ist ein Schaltschema eines Dekodierers nach Fig.
3 in Blockdiagrammform.
Fig. 5 ist ein Schaltschema eines Dekodierers nach Fig.
4 in Blockdiagrammform.
Fig. 6 ist ein Schaltschema eines Dekodierers nach Fig.
5 in Blockdiagrammform.
Fig. 7 ist ein Diagramm, das die dekodierte Bitfehler
rate (BER) als Funktion der Bitposition des Ausgangssignals
des Dekodierers zeigt.
Fig. 8 ist ein Flußdiagramm, das die Neupositionierung
der Bits eines Rahmens in einem Kodierer zeigt.
Fig. 9 ist ein Flußdiagramm, das die Dekodierung des
Rahmens zeigt.
Fig. 10 ist ein Flußdiagramm, das die Neupositionierung
der Bits in einem Rahmen in einem Dekodierer zeigt.
Fig. 11 zeigt einen Abschnitt eines Gitterrahmens.
Ein Kommunikationssystem umfaßt einen Dekodierer, der
Korrelationswerte auf einer Bit-zu-Bit-Basis speichert. Ein
Verzweigungsmaß wird mindestens für vorherbestimmte Bitposi
tionen erzeugt, das Vorteile zieht aus der hohen Rahmen-zu-
Rahmen Korrelation einiger Bits, um die dekodierte Bitfehler
rate zu verbessern. Das System gestattet es auch, daß die
Bits eines Rahmens unabhängig von anderen Bits in einem Para
meter angeordnet werden können. Dies ist insbesondere vor
teilhaft, wenn der Anwender die Rahmenbits in einer Weise ge
ordnet hat, die die Sprachqualität maximiert, Vorteile zieht
aus der Korrelation zwischen Bitrahmen und einen Echtzeitem
pfang des Sprachsignals gestattet ohne eine hochkomplexe Ver
zweigungsmaßerzeugungsberechnung.
Ein Kommunikationssystem 100, in welchem die Erfindung
verwendet werden kann, ist in Fig. 1 gezeigt. Das System um
faßt einen Transceiver 114, der mit einem Transceiver 116
über einen Signalkanal 106 kommuniziert. Der Transceiver 116
verwendet einen Sender 105 und einen Empfänger 111. Der Sen
der 105 konditioniert Signale für die Übertragung über den
Signalkanal 106. Der Empfänger konditioniert Signale, die vom
Signalkanal 106 für die Verwendung einer stromabwärtigen
Schaltung, wie beispielsweise einen Kodierer/Dekodierer
(CODEC) 110 empfangen werden. CODEC 110 dekodiert Signale,
die durch den Transceiver 116 übertragen werden sollen, und
dekodiert Signale, die vom Empfänger 111 empfangen werden.
Der Transceiver 114 umfaßt in ähnlicher Weise einen Sender
117 und einem Empfänger 121. Ein CODEC 108 ist mit dem Trans
ceiver 114 verbunden. Der Transceiver kann einen Modula
tor/Demodulator (MODEM) umfassen und kann von einem Computer
oder eine anderen Vorrichtung für Datenkommunikation, einem
Radio, einem Funktelefon, einem landgebundenen Telefon oder
irgend einer anderen Kommunikationsvorrichtung verwendet wer
den. Das Übertragungsmedium besteht aus einem oder mehreren
verdrillten Leiterpaaren, einem oder mehreren Koaxialkabeln,
optischen Fasern, Luft oder irgend einem anderen konventio
nellen Kommunikationsmedium.
Ein Funkkommunikationssystem ist in Fig. 2 gezeigt. Das
Funkkommunikationssystem umfaßt mindestens zwei Vorrichtungen
200, 201 und 213, wie beispielsweise Zweiwegeradios, zellu
lare Telefone, schnurlose Telefone, Basisstationen oder der
gleichen. Im Falle von zellularen Funktelefonen handelt es
sich bei den Vorrichtungen 201 und 213 um Funktelefone und
bei der Vorrichtung 200 um einen festen Standort oder eine
Basisstation. Alternativ dazu besteht bei einem schnurlosen
Telefon die Vorrichtung 200 aus einer Basis und die Vorrich
tung 201 aus einem zugehörigen schnurlosen Handapparat. Bei
Zweiwegeradios kommunizieren die Vorrichtungen 201 und 213
direkt.
Unabhängig von der Umgebung umfaßt die Vorrichtung 201
(eine entfernte Kommunikationsvorrichtung) ein Mikrofon 202
und eine Kodierschaltung 207, die als Sprachkodierer darge
stellt ist, um das vom Mikrofon ausgegebene analoge Signal in
ein digitales Signal zu wandeln, das an den Sender 105 gelegt
wird. Der Sender 105 moduliert das kodierte Signal und lie
fert es an die Antenne 203.
Signale, die von der Kommunikationsvorrichtung 201 em
pfangen werden, werden durch die Antenne 203 detektiert und
dem Empfänger 111 zugeführt, der die Signale demoduliert und
das demodulierte Signal an eine Dekodierschaltung 209 gibt,
die als Sprachdekodierer dargestellt ist. Die Dekodierschal
tung 209 wandelt das Signal in ein analoges Signal um, das
auf den Lautsprecher 204 gegeben wird.
Das Signal, das zur Vorrichtung 200 (einem festen Stand
ort) von der Vorrichtung 201 (einer entfernten Kommunika
tionsvorrichtung) übertragen wird, wird von der Antenne 206
detektiert, durch den Empfänger 212 demoduliert, durch die
Dekodierschaltung 214 dekodiert und in eine Hybridschaltung
216 eingegeben. Die Hybridschaltung 216 trennt die Empfangs-
und Sendewege der Vorrichtung 200 und liefert das vom Deko
dierer aus gegebenen dekodierte Signal an die landgebundene
Leitung 225 zur Übertragung an ein (nicht gezeigtes) lokales
Vermittlungsamt. Signale, die von der landgebundenen Leitung
225 empfangen werden, werden mit dem Kodierer 226 über die
Hybridschaltung 216 verbunden. Kodierte Signale, die von der
Kodierschaltung 226 ausgegeben werden, die als Sprachkodierer
dargestellt ist, werden in den Sender 228 gegeben, der die
Antenne 206 ansteuert.
Die Vorrichtung 213 (eine entfernte Kommunikationsvor
richtung) umfaßt eine Antenne 215, einen Sender 117 und eine
Kodierschaltung 219, die als mit einem Mikrofon 220 verbunde
ner Sprachkodierer dargestellt ist. Die Vorrichtung umfaßt
auch einem Empfänger 121, eine Dekodierschaltung 223 und ei
nen Lautsprecher 224. Die zweite Vorrichtung arbeitet im we
sentlichen in der gleichen Art wie die Vorrichtung 201. Fach
leute werden erkennen, daß die Vorrichtungen 201 und 213 im
Falle eines Zweiwegeradios direkt miteinander kommunizieren,
ohne die Vorrichtung 200.
Die Kodierschaltung 207 (Fig. 3) umfaßt einen Ana
log/Digital (A/D) Wandler 303, der mit dem Mikrofon 202 ver
bunden ist, um die analogen Signale, die von ihm ausgegeben
werden, in digitale Signale umzuwandeln. Die Kodierschaltung
umfaßt ferner einen digitalen Quellenkodierer 316, eine Rah
menschaltung 305, einen Vorwärts-Fehler-Korrektur (FEC) Ko
dierer 318 und einen Verschachteler 320. Der digitale Quell
kodierer 316 erzeugt Datensequenzen für die Übertragung durch
den Sender. Die Rahmenschaltung 305 ist mit dem Kodierer 316
verbunden, um das vom digitalen Quellkodierer ausgegebenen
digitale Signal neu zu rahmen. Der FEC-Kodierer 318 kodiert
die Daten, die von der Neurahmungsschaltung ausgegeben wer
den. Der Verschachtelter 320 verschachtelt die Daten, die vom
FEC Kodierer ausgegeben werden mit anderen Datenbits für eine
Übertragung über den Signalkanal 106. Obwohl es vorteilhaft
ist, den Verschachteler 320 zu verwenden, kann der Verschach
teler in der Kodierschaltung 207 auch weggelassen werden, da
der Verschachteler bei der vorliegenden Erfindung nicht not
wendig ist. Die Kodierschaltungen 219 und 226 sind im wesent
lichen von gleicher Konstruktion wie die Kodierschaltung 207.
Die Kodierschaltung 207 kann in einem oder mehreren Mikropro
zessoren, einem digitalen Signalprozessor, MODEMs, Kombina
tionen davon oder in diskreten Schaltungskomponenten imple
mentiert werden.
Der Sender 105 moduliert und verstärkt die kodierten Si
gnale, die von der Kodierschaltung 207 ausgegeben werden, für
die Übertragung über den Signalkanal 106.
Die Dekodierschaltung 223 umfaßt eine sanfte Entschei
dungsschaltung 322 (Fig. 3), einen Entschachteler 324, einen
FEC-Dekodierer 326, eine Neurahmungsschaltung 330, einen
Quelldekodierer 328 und einen D/A Wandler 332. Die sanfte
Entscheidungsschaltung 322 wandelt die Signale, die vom Si
gnalkanal 106 eingegeben werden, in vorbestimmte digitale Pe
gel um. Obwohl eine sanfte Entscheidungsschaltung dargestellt
ist, werden Fachleute erkennen, daß statt dessen auch eine
harte Entscheidungsschaltung verwendet werden kann. Ein Ent
schachteler 324 ist mit dem Ausgang der sanften Entschei
dungsschaltung verbunden, um die vom Verschachteler 320 ver
schachtelten Daten zu entfernen. Wenn der Verschachteler 320
bei der Kodierschaltung weggelassen wird, so wird der Ent
schachteler 324 in der Dekodierschaltung 223 nicht verwendet.
Der FEC-Dekodierer 326 ist mit dem Ausgang des Entschachte
lers 324 verbunden, um die durch diesen ausgegebenen Daten zu
dekodieren. Das dekodierte Signal wird in der Neurahmungs
schaltung 330 neu gerahmt und in den Quelldekodierer 328 ein
gegeben. Der Quelldekodierer 328 dekodiert die Daten, die vom
FEC-Dekodierer 326 ausgegeben werden. Die Ausgabe des Quell
dekodierers wird im Digital/Analog (D/A) Wandler 332 in ein
digitales Signal umgewandelt, durch einen (nicht gezeigten)
Verstärker verstärkt und an einen Lautsprecher 224 an einem
Leiter 329 ausgegeben. Die Dekodierschaltungen 209 und 214,
die im wesentlichen gleich sind zur Dekodierschaltung 223,
sind als Sprachdekodierer gezeigt. Der Dekodierer 223 kann in
einem oder mehreren Mikroprozessoren, einem digitalen Signal
prozessor, MODEMs, einer Kombination davon oder in diskreten
Schaltungselementen implementiert sein.
Der Vorwärts-Fehler-Korrektur Dekodierer 326 umfaßt eine
Wahrscheinlichkeitsschaltung 432 (Fig. 4) und einen Gitter-
Dekodierer 434. Die Wahrscheinlichkeitsschaltung empfängt
entschachtelte Datenrahmen auf dem Leiter 325 am Eingang 425.
Der Eingang 425 ist mit einer Quelle von Datensignalen (über
die Antenne 215 der Fig. 2 und den Empfänger 121) verbunden.
Die Wahrscheinlichkeitsschaltung 432, die ein Verzweigungs
maßgenerator darstellt, liefert ein Verzweigungsmaß für den
Gitterdekodierer 434 an einem Ausgang, der mit dem Signalbus
436 verbunden ist. Die Wahrscheinlichkeitsschaltung erzeugt
ein Verzweigungsmaß als eine Funktion einer bitweisen Wahr
scheinlichkeit mindestens für vorbestimmten Bitpositionen,
wie das nachfolgend detaillierter beschrieben wird. Der Git
ter-Dekodierer gibt in Erwiderung auf die Verzweigungsmaße
einen Datenstrom auf dem Leiter 327 aus.
Die Wahrscheinlichkeitsschaltung 432 umfaßt einen Ver
zweigungsmaßgenerator 540 (Fig. 5), eine Speicherschaltung
542, die einen Rahmen-zu-Rahmen Korrelationsmaßspeicher dar
stellt, und eine vorherige Rahmenspeicherschaltung 545. Die
vorherige Rahmenspeicherschaltung 545 hält die vorherige Rah
menausgabe des Gitter-Dekodierers 434 fest und ist unter Ver
wendung eines Schieberegisters, eines Speichers mit wahl
freiem Zugriff (RAM) oder dergleichen implementiert. Die
Speicherschaltung 524 speichert eine 2 auf 2 Wahrscheinlich
keitsmatrix für jedes Bit in einem Rahmen. Der Speicher kann
unter Verwendung eines Nur-Lese-Speichers (ROM), wie bei
spielsweise eines elektronisch löschbaren und programmierba
ren Nur-Lese-Speicher (EEPROM), eines Speichers mit wahl
freiem Zugriff (RAM) mit Batteriepufferung, um eine Lei
stungsausfall zu vermeiden, oder dergleichen implementiert
werden. Das Ausgangssignal des Speichers wird auf Bit-zu-Bit
Basis für jedes Bit des vorhergehenden Rahmens erzeugt.
Die im Speicher gespeicherten Werte werden empirisch
durch Speicherung von digitalisierter Sprache erzeugt, in
Form von Rahmendatenwerten von Sprachsignalen über der Zeit.
Die Anzahl der Zeiten, in denen ein Bit in zwei aufeinander
folgenden Rahmen 0 oder 1 bleibt und die Zahl der Zeiten, bei
denen ein Bitwert über zwei aufeinanderfolgende Rahmen sich
ändert, werden auf Basis der Bit-Position gemessen. Aus die
sen Zählwerten werden Wahrscheinlichkeiten erzeugt.
Die vom Speicher ausgegebenen Wahrscheinlichkeiten wer
den über einen Signalbus 558 an einen Verzweigungsmaßgenera
tor geliefert. Das Verzweigungsmaß wird über den Signalbus
436 dem Gitter-Dekodierer 434 zugeführt. Die möglichen ko
dierten Signale werden auf dem Bus 528 an den Verzweigungs
maßgenerator ausgegeben. Der Gitter-Dekodierer wählt eine
Verzweigung gemäß dem Wert des Verzweigungsmaßes. Wenn der
Wert des Verzweigungsmaßes für einen Weg am besten ist, so
wählt der Gitter-Dekodierer diesen Weg. Wenn der Wert für
beide Wege der gleiche ist, so wählt der Gitter-Dekodierer
zufällig einen Weg. Der Bitwert für jede Bitposition wird von
dem Weg durch das bitter gewählt, der ausgewählt wurde. Die
dekodierten Bits des Gitter-Dekodierers werden auf dem Leiter
327 ausgegeben.
Eine neue Schaltung, die vorteilhafterweise verwendet
werden kann, um das Verzweigungsmaß zu erzeugen, ist in Fig.
6 gezeigt. Diese Schaltung umfaßt eine Schaltung 650 der qua
drierten Euklidischen Distanz, die folgende Summe bildet:
wobei ρi das Eingabedatenbit, si eine mögliche Verzweigungs
symbol (Konstellation) Ausgabe des Gitter-Dekodierers 434 und
n die Zahl der Symbole je Gitterverzweigung ist. Die durch
den Generator der quadrierten Euklidischen Distanz ausgege
bene Summe, wird dem Addierer 552 eingegeben.
Die dekodierten Ausgangsdaten des Gitter-Dekodierers 434
auf dem Leiter 327 werden in die vorherige Rahmen-Speicher-
Schaltung 545 eingegeben. Die L Bits in der vorhergehenden
Rahmen-Speicher-Schaltung 545 werden in die Speicherschaltung
542 über den Leiter 557 auf einer Bit-zu-Bit Basis eingege
ben. Für jedes Bit werden zwei Wahrscheinlichkeiten, die mit
jeweils einem Bit in einem aktuellen Rahmen verbunden sind,
durch die Speicherschaltung 542 auf dem Signalbus 558 ausge
geben. Eine Wahrscheinlichkeit ist die Wahrscheinlichkeit,
daß sich der Bit-Wert von Rahmen zu Rahmen ändert, im Hin
blick auf die Position des Bits und den Wert des Bits im vor
hergehenden Rahmen. Der andere Wert ist die Wahrscheinlich
keit, daß sich der Bitwert geändert hat im Hinblick auf die
Bit-Position und den Bit-Wert im vorhergehenden Rahmen. Der
Speicher empfängt somit die vorhergehenden Bit-Werte an einem
Eingang und gibt die Wahrscheinlichkeit aus, daß sich dieses
Bit ändert und die Wahrscheinlichkeit, daß es gleich bleiben
wird. Das Ausgangssignal der Speicherschaltung ist im wesent
lichen eine Sequenz von bitweisen Rahmenkorrelationswerten,
die mit mindestens ausgewählten Bitpositionen in den Daten
rahmen verbunden sind.
Die vom Speicher ausgegebenen Wahrscheinlichkeiten oder
die Rahmen-zu-Rahmen Korrelationswerte werden in eine a prio
ri Vorwertschaltung 660 gegeben. Die Vorwertschaltung kombi
niert eine Schätzung der Rauschvarianz σ² auf einem Bus 562
mit den zwei Wahrscheinlichkeiten, die von der Speicherschal
tung 542 ausgegeben werden und erzeugt zwei jeweilige Aus
gangswerte, 2σ²lnP{j/k}, wobei ein Wert eine Funktion der
Wahrscheinlichkeit für einen Wechsel des Bits und der andere
Wert eine Funktion der Wahrscheinlichkeit ist, daß das Bit
gleich bleibt. Diese beiden Werte werden mit der Euklidisch
quadrierten Distanzsummation im Addierer 552 kombiniert, um
zwei Verzweigungsmaße zu erzeugen, die auf dem Bus 436 mit
dem Gitter verbunden sind.
Ein auf die Praxis verminderte Version der Erfindung in
einem konventionellen GSM-System wird nun in Form eines Bei
spiels beschrieben. Der digitale Quellkodierer 316 ist ein
digitaler GSM Sprachkodierer, der eine Sequenz von Daten
blöcken oder Rahmen ausgibt, wobei jeder Rahmen 20 ms Sprache
entspricht, 18 Parameter enthält und insgesamt 112 Bit be
trägt. Die Rahmenschaltung 305 erzeugt die Parameter in einer
einzigen Sequenz und einem Format. Die Tabellen 1 und 2 zei
gen die Sequenz der Parameter und die Zahl der Bit, die für
jeden Parameter angeordnet sind. Tabelle 1 zeigt die Sequenz
für einen sprachlosen Rahmen (MODE = 0).
Tabelle 2 zeigt die Sequenz für einen sprachgefüllten Rahmen
(MODE = 1, 2 oder 3)
Die Bits werden im Rahmen nach ihrer Wichtigkeit ange
ordnet. Die Erfinder der vorliegenden Anwendung haben den Be
trieb der Vorrichtungen, die Sprachkodierer verwenden, sorg
fältig ausgewertet und die relative Wichtigkeit der Bits in
einem Sprachrahmen identifiziert, wie dies in den Tabellen 3
und 4 aufgeführt ist.
Somit sieht man, daß die Reihenfolge der kodierten
Sprachbits im FEC-Kodierer vom MODE abhängt.
Tabelle 5 führt die neugeordnete Sequenz von Bits für
sprachlose Rahmen auf, die von der Rahmungsschaltung 305 aus
gegeben werden, wobei der b Wert (beispielsweise b0) die Bit
zahl vor der Neuordnung ist und die Nummer direkt rechts des
b Wertes (beispielsweise 94) die Bitposition ist. Somit ist
Bit 0 (b0) des ursprünglichen Rahmens in Position 94 (das 95.
Bit) im neugeordneten Rahmen. Solche Bits, die nicht zugeord
net sind, sind mit einem vorangestellten "u" gekennzeichnet.
Tabelle 6 führt die Bitsequenz von Sprachrahmen auf, die von
der Rahmungsschaltung 305 für Sprachrahmen ausgegeben werden.
Die Rahmenschaltung 305 positioniert somit die Bits, die
die größte Wichtigkeit haben so, daß sie als letztes in den
FEC-Kodierer eintreten.
Fig. 7 zeigt die Gitter-Bit-Position über der Bit-Feh
ler-Rate für einen dekodierten Sprachrahmen in einem GSM-Sy
stem. Wie man sieht, ist die Bitfehlerrate am geringsten für
Bits, die nahe dem vorderen und dem hinteren Teil des Gitters
angeordnet sind. Die Anwender haben deswegen bestimmt, daß
für höchste Sprachqualität die Bits mit der höchsten Priori
tät im vorderen und hinteren Teil des Gitters positioniert
werden sollten, nachdem sie in der Rahmenschaltung neu ange
ordnet wurden.
Die Funktion des Kodiersystems wird nun unter Bezugnahme
auf die Fig. 8-10 beschrieben. Vor dem Kodieren im FEC-
Kodierer 318 der Fig. 3 wird ein Rahmen in der Rahmenschal
tung 305 kodiert, wie das in Block 800 (Fig. 8) gezeigt ist.
Es wird am Anfang im Entscheidungsblock 802 bestimmt, ob der
Rahmen ein sprachloser Rahmen oder ein mit Sprache gefüllter
Sprachrahmen ist. Wenn der Rahmen ein sprachloser Sprachrah
men ist (Mode 0, Tabelle 1) werden die Bits wieder aufgenom
men oder wieder angeordneten an den Positionen, die in Tabel
le 5 angegeben sind, wie das in Block 806 gezeigt ist. In
dieser Tabelle zeigt die b-Zahl links die ursprüngliche Rah
menposition an und die Zahl direkt rechts des b-Wertes ist
die neue Bitposition. Somit wird nach Aufzeichnung der Bits,
Bit 0 (b0) an Position 94 bewegt; Bit 1 (b1) wird an Position
93 bewegt und Bit 28 (b28) wird an Position 12 bewegt. Wenn
es sich beim Wort um einen sprachgefüllten Sprachrahmen han
delt (Mode 1, 2 und 3), wie das im Entscheidungsblock 802 be
stimmt wird, werden die Bits gemäß Tabelle 6, wie das in
Block 808 gezeigt ist, neu angeordnet. Die b-Werte und die
Zahlen rechts davon zeigen die ursprüngliche Bitposition und
die neugeordnete Bitsposition in Tabelle 6. Die neugeordneten
Bits werden an den FEC-Kodierer (218 in Fig. 2) ausgegeben,
wie das in Block 810 gezeigt ist. Der FEC-Kodierer 318, der
Verschachteler 320 und der Sender 105 konditionieren das ko
dierte Signal für eine Übertragung durch den Signalkanal 106
(siehe Fig. 3).
Der Empfänger 121 (Fig. 3) demoduliert das empfangene
Signal. Eine sanfte Entscheidung über die Datenbitpegel wird
unter Verwendung der sanften Entscheidungsschaltung 322
durchgeführt. Die verschachtelten Daten werden im Entschach
teler 324, der komplementär ist zum Verschachteler 320, neu
gespeichert. Der FEC-Dekodierer 326 empfängt entschachtelte
Bits vom Entschachteler 324, wie das in Block 900 (Fig. 9)
gezeigt ist. Die eingegebenen Bits werden seriell in den Eu
klidischen Distanzgenerator 550 eingegeben, der eine Summe
(von 1 bis n) der quadrierten Euklidischen Distanz (ρi,si)²
ausgibt, wie das in Block 902 gezeigt ist, wobei ρi das Ein
gabedatenbit vom Entschachteler und si ein vorhergesagter
Bitwert im Gitter-Dekodierer ist. Der Summationswert wird an
den Addierer 552 ausgegeben.
Eine Wahrscheinlichkeit wird erzeugt aus den Bits des
vorhergehenden Rahmens, der in einer vorhergehenden Rahmen
speicherschaltung 545 gespeichert ist, wie das in Block 904
angezeigt ist. Diese Bits werden individuell in die Speicher
schaltung 542 eingegeben. Die Speicherschaltung 542 speichert
Wahrscheinlichkeiten P{k/j}, die in Tabelle 7 gezeigt sind.
Tabelle 7 zeigt die Wahrscheinlichkeiten P{k/j} für je
des der 95 Bits, die in den FEC-Kodierer 318 (der Fig. 3)
einlaufen, wobei P{k/j} die Wahrscheinlichkeit ist, daß die
Bits im aktuellen Rahmen den Wert j haben, wenn der Wert des
Bits in der gleichen Bit Position des vorhergehenden Rahmens
den Wert k hat. Ein Wert von 1.0 bedeutet, daß die Bits immer
den gleichen Wert wie im vorhergehenden Rahmen haben (ein ho
hes Rahmen-zu-Rahmen Korrelationsverhältnis) und ein Wert von
0,5 bedeutet, daß der Wert des Bits völlig unabhängig ist vom
Wert im vorhergehenden Rahmen (ein niedriges Rahmen-zu-Rahmen
Korrelationsverhältnis).
Wenn beispielsweise Bit b0 in der Bitposition 94
(neugeordnet) im vorhergehenden Rahmen 0 war, ist die Wahr
scheinlichkeit, daß es im aktuellen Rahmen 0 ist 0,886; wenn
das vorhergehende Bit b0 in Bitposition 94 im vorhergehenden
Rahmen 0 war, ist die Wahrscheinlichkeit, daß das Bit in der
gleichen Bitposition des aktuellen Rahmens 1 ist 0,114; wenn
der Wert des Bits b0 (Position 94) im vorhergehenden Rahmen 1
war, ist die Wahrscheinlichkeit, daß es im nächsten Rahmen 0
sein wird 0,176; wenn das vorhergehende Bit b0 (Position 94)
1 war, so ist die Wahrscheinlichkeit, daß das nächste Bit 1
ist 0,824. Das Gitter enthält 95 Datenbits, 3 Zyklusredund
anzprüfbits (CRC) und 6 Anhangbits, die 104 Zeiteinheiten er
fordern. Jede Zeiteinheit hat wiederum 64 ACS. Jedes ACS
schließt zwei Verzweigungsmaße ein. Jedes Verzweigungsmaß hat
einen Korrelationswert. Somit gibt der Verzweigungsmaßgenera
tor 540 zwei Werte für jeden Punkt des Gitters aus. Bei
spielsweise betragen die vom Speicher 442 ausgegebenen Korre
lationswerte 0,886 und 0,114, wenn das Eingangssignal für den
Speicher für den vorhergehenden Rahmen an der Bitposition 94
0 beträgt. Die vom Speicher 442 ausgegebenen Korrelations
werte betragen 0,176 und 0,824, wenn das Eingangssignal für
den Speicher für Bitposition 94 1 ist. Jedes der Bits des
vorhergehenden Rahmens wird sequentiell in die Speicherschal
tung 542 eingegeben, und der Wert des Bits in der gleichen
Bitposition, wie die des Bits, das im Gitter-Dekodierer 434
für den aktuellen Rahmen dekodiert wurde, wird verwendet um
die jeweiligen Verzweigungsmaße für diesen Rahmen zu berech
nen.
Der a priori Vorwert für jede Verzweigung wird in einer
a priori Vorwertschaltung 660 (in Fig. 6 gezeigt) aus der
Wahrscheinlichkeit, die vom Speicher ausgegeben wird, er
zeugt, wie das in Block 906 (Fig. 9) gezeigt ist. Die jewei
ligen Ausgabewerte der a priori Vorwertschaltung sind das
Produkt einer dc Vorwertschätzung (2σ²) am Eingang 662 und
einer jeweiligen des natürlichen Logarithmuses der zwei Wahr
scheinlichkeiten (lnP{k/j}), die von der Speicherschaltung
542 für jedes Bit in der vorherigen Rahmenspeicherschaltung
545 ausgegeben werden. Es ist erkennbar, daß die Speicher
schaltung 542 vorteilhafterweise die Werte lnP{k/j} spei
chert, so daß die Werte, die vom Speicher ausgegeben und in
eine a priori Vorwertschaltung eingegeben werden, den natür
lichen Logarithmus der Wahrscheinlichkeit darstellen. Da das
Produkt 2σ² lnP{k/j} einen negativen Wert hat, so stellt die
Subtraktion dieses negativen Wertes von der quadrierten Eu
klidischen Distanz tatsächlich eine Addition dar. Das Produkt
auf dem Leiter 664 wird dann zur Summe der quadrierten Eukli
dischen Distanz im Addierer 552 addiert. Der Addierer 552 ad
diert die quadrierte Euklidische Distanz zu den a priori Wer
ten, wie das in Block 908 gezeigt ist.
Der Gitter-Dekodierer 434 führt Addier-Vergleich-Auswahl
Funktionen für alle Bits in einem Rahmen durch, wie das in
Block 910 (Fig. 9) gezeigt ist. Der Gitter-Dekodierer kann
ein vorwärtsversorgter Faltungskodedekodierer oder ein rück
wärtsversorgter Faltungskodedekodierer sein. In beiden Fällen
verwendet der Gitter-Dekodierer die zwei Maße, die vom Addie
rer 552 ausgegeben werden und die mit einem möglichen Bitwert
verbunden sind, um einen besten Weg zu den Punkten im Gitter
(beispielsweise A, B, C, D) als eine Funktion des letzten zu
verlässigen Rahmens auszuwählen.
In beispielhafter Weise wird die Funktion eines vor
wärtsversorgten Dekodierers beschrieben, aus Gründen der An
schaulichkeit basierend auf den folgenden Erwägungen: die
Punkte C und D in Fig. 11 sind mit der Bitposition 94 ver
knüpft, der Wert in Bitposition 94 des letzten zuverlässig
dekodierten Rahmens war 0, die Punkte A und C entsprechen ei
nem Wert 0 und die Punkte B und D entsprechen einem Wert 1.
Die Wahrscheinlichkeit 0,886 (die Wahrscheinlichkeit P{(0/0})
wird verwendet, um eine a priori Vorwertschaltungsausgabe
2a²lnP{j/k} zu erzeugen, wenn das Verzweigungsmaß für Weg 00
zu Punkt C erzeugt wird, da dies die Wahrscheinlichkeit ist,
daß die Bitposition einen Wert von 0 (am Punkt C) haben wird,
wenn die Bitposition 94 im letzten zuverlässigen Rahmen einen
Wert von 0 hat. Für den Weg 10 zum Punkt C wird diese Wahr
scheinlichkeit 0,886 verwendet, um die a priori Vorwertschal
tungsausgabe zu erzeugen.
Das Maß, das für den Weg 00 zum Punkt C verwendet wird,
ist eine Funktion eines gespeicherten historischen Wertes
(Wegmaß) zur Erreichung des Punktes A plus dem Verzweigungs
maß, das für den Weg 00 vom Addierer 552 ausgegeben wird (das
aus der quadrierten Euklidischen Distanz, die mit Punkt C
verknüpft ist, und dem a priori Vorwert, der mit Punkt C ver
knüpft ist, der eine Funktion von 0,886 ist, besteht). Das
Maß, das für den Weg 10 zum Punkt C verwendet wird, ist eine
Funktion eines historischen Wertes (Wegmaß), der für Punkt B
gespeichert ist, plus einer a priori Vorwertschaltungsausgabe
für Weg 01 (der die Summe ist aus der quadrierten Euklidi
schen Distanz, die mit Punkt C verknüpft ist, und der a prio
ri Vorwertschaltungsausgabe für Punkt C, die eine Funktion
von 0,886 ist). Für Punkt C wird das Maß der zwei Wege zu
Punkt C ausgewählt, das den besseren Wert aufweist. Der Git
ter-Dekodierer 434 führt ähnliche Berechnungen für die Wege
01 zu Punkt D und 11 zu Punkt D durch. Der erzeugte a priori
Vorwertschaltungsausgabewert ist eine Funktion 0,114 (die
Wahrscheinlichkeit P{1/0}) für beide Wege 01 und 11.
Das sich ergebende Maß, das mit dem ausgewählten Weg zu
Punkt C verknüpft ist, wird als Wegemaß zu Punkt C gespei
chert. Das sich ergebende Maß, das mit dem ausgewählten Weg
zu Punkt D verknüpft ist, wird als Wegemaß zu Punkt D gespei
chert. Der Rahmen-zu-Rahmen Bitkorrelationswert 0,886 wird
das Maß für den Weg zu Punkt C schwerer belasten, als das
0,114 mit dem Maß für die Wege zu Punkt D in diesem Beispiel
tut, wegen der hohen Wahrscheinlichkeit, die mit dem Rahmen
zu-Rahmen Korrelationsverhältnis dieser Bitposition verbunden
ist. Somit wird der Weg über Punkt C bevorzugt gegenüber dem
Weg zu Punkt D, wenn der beste Weg durch das Gitter ausge
wählt wird. Dies erleichtert die Auswahl des besten Weges
durch den Gitter-Dekodierer im Hinblick auf die Rahmen-zu-
Rahmen Korrelation dieser Bitposition.
Fachleute werden erkennen, daß die Dekodierschaltung 326
ähnliche Berechnungen für alle Punkte auf einem Gitter inner
halb eines Rahmens durchführt. Die Datenpunkte, die für den
besten Weg durch das Gitter für den gesamten Rahmen ausge
wählt wurden, werden durch den Gitter-Dekodierer ausgegeben.
Es wird dann eine Bestimmung durchgeführt, ob der Rahmen zu
verlässig oder unzuverlässig ist. Wenn es sich um einen zu
verlässigen Rahmen handelt, wird er in der vorherigen Rahmen
speicherschaltung gespeichert. Somit handelt es sich beim
Rahmen, der in der vorherigen Rahmenspeicherschaltung gespei
chert ist, immer um einen guten Rahmen, und die Wahrschein
lichkeitsberechnung basiert immer auf dem letzten zuverlässi
gen Rahmen.
Fachleute werden auch erkennen, daß wenn der Wert der
Bitposition 94, der im vorherigen Rahmen gespeichert wurde,
im obigen Beispiel 1 gewesen ist, die Verzweigungsmaße für
die Wege 00 und 01 zu Punkt C eine Funktion einer Wahrschein
lichkeit 0,176 sind und die Verzweigungsmaße für die Wege 10
und 11 zu Punkt D eine Funktion der Wahrscheinlichkeit 0,824
sind. Diese Wahrscheinlichkeiten stellen die jeweilige Rah
men-zu-Rahmen-Wahrscheinlichkeit P{1/0} für Bitposition 94
und die Wahrscheinlichkeit P{1/1} für Bitposition 94 dar.
In beispielhafter Weise wird die Funktion eines rück
wärtsversorgten Faltungskode-Gitter-Dekodierers beschrieben,
aus Gründen der Anschaulichkeit basierend auf den folgenden
Erwägungen: die Punkte A und B in Fig. 11 entsprechen der
Bitposition 94, die Punkte A und C entsprechen einem Bitwert
0 und die Punkte B und D stellen einem Wert 1 dar, und im
letzten zuverlässig dekodierten Rahmen hat die Bitposition 94
einen Wert von 0. Die Wahrscheinlichkeit 0,886 (die Wahr
scheinlichkeit P{0/0}) wird verwendet, um eine a priori Vor
wertschaltungsausgabe 2σ²lnP{j/k} zu erzeugen, wenn das Ver
zweigungsmaß für Weg 00 zwischen den Punkten A und C erzeugt
wird, da dies die Wahrscheinlichkeit ist, daß die Bitposition
94 einen Wert von 0 (Punkt A) haben wird, wenn der vorherge
hende Rahmen einen Wert von 0 hat. Für den Weg 10 zwischen
den Punkten B und C wird diese Wahrscheinlichkeit 0,114 ver
wendet, um die a priori Vorwertschaltungsausgabe zu erzeugen,
da dies die Wahrscheinlichkeit ist, das Bit 94 1 (Punkt B)
ist, wenn der vorhergehende Rahmen 0 war.
Das Maß, das für den Weg 00 verwendet wird, ist eine
Funktion eines gespeicherten historischen Wertes (Wegmaß) zur
Erreichung des Punktes A plus dem Verzweigungsmaß, das für
den Weg 00 vom Addierer 552 ausgegeben wird (das aus der qua
drierten Euklidischen Distanz, die mit Punkt A verknüpft ist,
und dem a priori Vorwert, der mit Punkt A verknüpft ist, der
eine Funktion von 0,886 ist, besteht). Das Maß, das für den
Weg 10 zum Punkt C verwendet wird, ist eine Funktion eines
historischen Wertes (Wegmaß), der für Punkt B gespeichert
ist, plus einer a priori Vorwertschaltungsausgabe für Weg 01
(der die Summe ist aus der quadrierten Euklidischen Distanz,
die mit Punkt C verknüpft ist, und der a priori Vorwertschal
tungsausgabe für Punkt C, die eine Funktion von 0,114 ist).
Der Weg zu Punkt C, der das bessere Maß hat, wird für Punkt C
ausgewählt und gespeichert.
Der Gitter-Dekodierer 434 führt ähnliche Berechnungen
für Weg 01 zwischen den Punkten A und D und dem Weg 11 zwi
schen den Punkten B und D durch. Die erzeugte a priori Vor
wertschaltungsausgabe ist eine Funktion 0,886 (die Wahr
scheinlichkeit P{1/0} verknüpft mit Punkt A) für Weg 01 und
eine Funktion 0,114 (die Wahrscheinlichkeit P{1/0} verknüpft
mit Punkt B) für Weg 11. Das beste Maß für Punkt D wird aus
gewählt und gespeichert als Wegmaß zu Punkt D.
Aus diesen Maßen wird der beste Weg zu Punkt D ausge
wählt. Da der Weg durch Punkt A stärker gewichtet wird, um
einen Wert 0 für die Position 94 zu favorisieren, wenn die
Wege zu beiden Punkten ausgewählt werden, profitiert der Git
ter-Dekodierer von der hohen Rahmen-zu-Rahmen Korrelation,
die mit dieser Bitposition verknüpft ist, um den Wert für die
Bitposition 94 genauer auszuwählen.
Das gespeicherte historische Maß (Wegmaß) für den ausge
wählten Weg zu den Punkten C und D kann den a priori Vorwert
schaltungsausgabewert enthalten oder die a priori Vorwert
schaltungsausgabe wird entfernt (subtrahiert) vom gespeicher
ten historischen Wert zu diesen Punkten im rückwärts schauen
den Gitter-Dekodierer.
Die Dekodierschaltung 326 führt ähnliche Berechnungen
für alle Punkte im Gitter innerhalb des Rahmens durch. Die
Datenpunkte, die als bester Weg durch das Gitter für den ge
samten Rahmen ausgewählt wurden, werden vom Gitter-Dekodierer
ausgegeben. Es wird dann eine Bestimmung durchgeführt, ob der
Rahmen zuverlässig oder unzuverlässig ist. Wenn es ein zuver
lässiger Rahmen ist, so wird er in der vorhergehenden Rahmen
speicherschaltung gespeichert. Wenn es ein unzuverlässiger
Rahmen ist, wird er nicht in der vorhergehenden Rahmenspei
cherschaltung gespeichert. Somit ist der Rahmen, der in der
vorhergehenden Rahmenspeicherschaltung gespeichert ist, immer
ein guter Rahmen und die Wahrscheinlichkeitsberechnung ba
siert immer auf dem letzten zuverlässigen Rahmen.
Die Neurahmungsschaltung 330 (Fig. 3) antwortet auf das
Ausgangssignal des Gitter-Dekodierers 434 im FEC-Dekodierer
326, um das Ausgangssignal zurück an seine ursprüngliche Po
sition zu bewegen, wie dies durch das Flußdiagramm der Fig.
10 dargestellt ist. Als erste gibt die Neurahmungsschaltung
den Rahmen vom Gitter-Dekodierer ein, wie das in Block 1000
gezeigt ist. Der Dekodierer bestimmt im Entscheidungsblock
1002, ob der Rahmen ein sprachloser Sprachrahmen ist oder ein
mit Sprache gefüllter Sprachrahmen. Wenn der Rahmen ein
sprachloser Sprachrahmen ist (Mode 0, Tabelle 1), werden die
Bits neu geordnet oder neu angeordnet an die Positionen, die
in Tabelle 5 gezeigt sind, wie das in Block 1006 gezeigt ist.
Im Dekodierer werden die Bits von der empfangenen Position
aus, die rechts der Bit b Zahl steht neu angeordnet auf die
ursprüngliche Position des Quellkodierers, die die b-Zahl
ist. Somit wird nach Neuanordnung das Bit in Position 94 zum
Bit 0 (b0) bewegt; das Bit in Position 93 wird zum Bit 1 (b1)
bewegt; und das Bit in Position 12 wird zum Bit 28 (b28) be
wegt. Wenn das Wort ein mit Sprache gefüllter Sprachrahmen
ist (Mode 1, 2 und 3), wie das im Entscheidungsblock 1002 be
stimmt wird, werden die Bits nach Tabelle 6 neu angeordnet,
wie das in Block 1008 gezeigt ist. Die neu angeordneten Bits
werden im Quelldekodierer 328 verarbeitet, wie das in Block
1010 gezeigt ist. Die Signale, die vom Quelldekodierer ausge
geben werden, werden im D/A Wandler 332 (Fig. 3) in ein ana
loges Signal umgewandelt, in einem (nicht gezeigten) Verstär
ker verstärkt und in den Lautsprechertreiber 224 eingegeben.
Ein besonderer Vorteil der vorliegenden Erfindung be
steht darin, daß die Parameterbits für die Übertragung neu
positioniert werden können, so daß sie in einem Rahmen ent
sprechend ihrer Bedeutung angeordnet sind. Dies ist möglich,
da die Erfindung die bitweise Wahrscheinlichkeit verwendet,
die es gestattet alle Bits individuell zu betrachten. Be
trachtet man beispielsweise den "Sprachmodus" Parameter der
Tabellen 1 und 2, so ist er immer der erste Parameter, der
aus dem Sprachkodierer kommt (unabhängig vom Modus) und er
besteht immer aus zweit Bits b0 und b1. Aus den Tabellen 3
und 4 kann man sehen, daß die b0 und b1 Bits immer als Bits
angesehen werden, die in der wichtigsten Klasse stehen und
für eine hohe Sprachqualität wesentlich sind. Die Tabellen 5
und 6 zeigen, daß die b0 und b1 Bits in den FEC-Kodierer als
Bits 94 beziehungsweise 93 einlaufen. Tabelle 7 zeigt, daß
Bit 94 die Rahmen-zu-Rahmen Bitwahrscheinlichkeiten
P{0/0}=0,886, P{1/0}=0,114, P{0/1}=0,176 und P{1/1]=0,824
aufweist. Es ist wahrscheinlich, daß Bitposition 94 (a.k.a.,
b0) denselben Wert hat wie im vorhergehenden Rahmen (das
heißt, es ist unwahrscheinlich, daß es sich ändert). Die vor
liegende Erfindung zieht aus diesen Kennzeichnungen Vorteile,
um das Bit an einem Ort zu positionieren, an dem die Bitfeh
lerrate niedrig ist und es verwendet die hohe Korrelationsra
te um zu gewährleisten, daß der korrekte Modus von Rahmen-zu-
Rahmen identifiziert wird. Zusätzlich erlaubt die Tatsache,
daß die Bits individuell anstatt zusammen verarbeitet werden,
die Verwendung von 2 auf 2 Maßmatritzen anstatt von 4 auf 4
Maßmatritzen für die Parameter. Dies reduziert die möglichen
Wegemaße von 16 auf 8, was die Wegeauswahl im Vorwärtsfehler
korrekturdekodierer stark vereinfacht.
Insgesamt besteht die Ausgabe des Sprachkodierers aus
einem Bitstrom, bei dem gewisse Bits eine hohe Korrelation
mit den Bits des vorhergehenden Rahmens aufweisen. Die Bits
mit der höchsten Korrelation neigen dazu, die wichtigsten
Bits im Sprachrahmen zu sein. Diesen Bits kann durch den FEC-
Kodierer, der die Erfindung verwendet, der höchste Schutz zu
gewiesen werden.
Es ist ersichtlich, daß im Betrieb, wenn der letzte de
kodierte Sprachrahmen als unzuverlässig betrachtet wird (das
heißt, gekennzeichnet als schlechter Rahmen durch ein CRC
oder ein anderes übliches Fehlererkennungsverfahren), der ak
tuelle Rahmen dekodiert werden kann unter Verwendung einer
üblichen Dekodierung. Zusätzlich kann, wenn ein Rahmen von N-
Sprachbits nur L Sprachkodiererdatenbits (L<N) enthält, die
eine starke Rahmen-zu-Rahmen Bitkorrelation zeigen, das neue
Verzweigungsmaß nur bei solchen L Bits verwendet werden und
ein konventionelles ML Dekodiermaß kann bei den verbleibenden
N-L Bits verwendet werden. Somit kann die quadrierte Euklidi
sche Distanz beim Viterbi-Dekodierer verwendet werden, ohne
den Rahmen-zu-Rahmen Korrelationswert zu verwenden, bis ein
Rahmen als unzuverlässig angesehen wird. Wenn der aktuelle
Rahmen als unzuverlässig angesehen wird (das heißt der Rah
menwert ist unwahrscheinlich), wird der letzte dekodierte
Rahmen, der als zuverlässig angesehen wird (das heißt nicht
als schlechter Rahmen gekennzeichnet durch ein CRC oder ein
anderes Fehlererkennungsverfahren), verwendet, um den aktuel
len Rahmen zu dekodieren unter Verwendung des neuen Verzwei
gungsmaßes:
wobei: ρi ein empfangenes Signalbit ist;
si ein möglicher Signalwert ist (Konstellationspunkt), der von einem Gitter-Kodierer ausgegeben wird;
ρ² eine Schätzung der Varianz des weißen Gauschen Rauschens ist; und lnP{j/k} ein gespeichert Wert ist, der eine Korrela tion zwischen einem möglichen Bitwert k auf einer Gitterver zweigung eines aktuellen Rahmens ist und j der dekodierte Wert des gleichen Bits in einem vorangehenden Rahmen ist. Die verbleibenden N-L im Rahmen kodierten Bits werden einer kon ventionellen Viterbi-Dekodierung unterzogen.
si ein möglicher Signalwert ist (Konstellationspunkt), der von einem Gitter-Kodierer ausgegeben wird;
ρ² eine Schätzung der Varianz des weißen Gauschen Rauschens ist; und lnP{j/k} ein gespeichert Wert ist, der eine Korrela tion zwischen einem möglichen Bitwert k auf einer Gitterver zweigung eines aktuellen Rahmens ist und j der dekodierte Wert des gleichen Bits in einem vorangehenden Rahmen ist. Die verbleibenden N-L im Rahmen kodierten Bits werden einer kon ventionellen Viterbi-Dekodierung unterzogen.
Alternativ werden das neue Maß (Gleichung 4), das bit
weise Rahmen-zu-Rahmen Korrelationswerte und die quadrierte
Euklidische Distanz verwendet, um solche Bits zu dekodieren,
die eine hohe Rahmen-zu-Rahmen Korrelationsbeziehung aufwei
sen, und die quadrierte Euklidische Distanz des ML-Dekodie
rers (Gleichung 3) ohne den Rahmen-zu-Rahmen Korrelationswert
verwendet für solche Bits, die eine niedrige Rahmen-zu-Rahmen
Korrelationsbeziehung aufweisen. Beispielsweise weisen Bits,
die eine niedrige Rahmen-zu-Rahmen Korrelationsbeziehung auf
weisen, Wahrscheinlichkeiten im Bereich von 0,451 bis 0,550
auf. Bits, die eine Wahrscheinlichkeit im Bereich von 0 bis
0,450 und 0,551 bis 1,00 aufweisen, werden als Bits mit einer
hohen Rahmen-zu-Rahmen Beziehung angesehen. In dieser Ausfüh
rungsform ist der Speicher 442 kleiner, da solche Bits, die
eine niedrige Rahmen-zu-Rahmen Korrelationsbeziehung aufwei
sen keine im Speicher gespeicherte Wahrscheinlichkeitsmaßma
trix haben.
Es ist auch zu beachten, daß das Rahmen-zu-Rahmen Korre
lationsmaß für alle Bits im Gitterrahmen verwendet werden
kann, ohne Berücksichtigung der Rahmen-zu-Rahmen Beziehung
der Bits.
Die Ergebnisse, die man für einen VSELP Digitalsprachko
dierer auf einem rauschhaltigen Kanal (definiert als Kanal
BER von 8,6%), der einen konventionellen ML Viterbi-Dekodie
rer verwendet, erhält, haben ein dekodiertes BER von 1,98%
bei einem 100 Sekunden Sprachfile. Bei einem Dekodierer, der
die neue Verzweigungsmaßgleichung 4 für jeden Zweig im Gitter
verwendet, erniedrigt sich das BER auf 1,85%. Die Erfindung
liefert somit eine mittlere Verbesserung von 7%. Dies stellt
eine vom Menschen wahrnehmbare Verbesserung der Sprachquali
tät dar. Die Leistung wird weiter verbessert, da die deko
dierten Bits, die die stärkste bitweise Korrelation aufwei
sen, an die Stellen bewegt werden, die die geringste Bitfeh
lerrate aufweisen. Die Auswirkungen auf diese Bits stellen
die am stärksten wahrnehmbaren Sprachkodierbits dar. Der Ein
schluß der bitweisen Rahmen-zu-Rahmen Korrelation in das Maß
kommt diesen Bits durch ihre hohe Rahmen-zu-Rahmen Korrela
tion insbesondere zugute. Die sich ergebende Sprachqualitäts
verbesserung beträgt somit effektiv mehr als 7%.
Es besteht ein anderer signifikanter Vorteil bei der
vorliegenden Erfindung. In vielen digitalen Sprachkodiersy
stemen wird eine "Schlechtrahmen" Strategie verwendet, um die
Auswirkung von Dekodierfehlern auf die Ausgangssprachqualität
zu mildern. Bei dieser Strategie werden die signifikantesten
Sprachbits am Ausgang des Kanaldekodierers überwacht. Wenn
ein Fehler in einem dieser Bits vermutet wird, wird der
Sprachrahmen ausgeschieden. Wenn eine solche Schlechtrahmen
strategie in einem System verwendet wird, das die vorliegende
Erfindung verwendet, reduziert die Erfindung die Zahl der
ausgeschiedenen Rahmen, weil die meisten wichtigen Bits eine
hohe Rahmen-zu-Rahmen Korrelationsbeziehung haben und spürbar
weniger Fehler in diesen Bits auftreten, verglichen mit kon
ventionellen Dekodierverfahren.
Ein zusätzlicher Vorteil der Erfindung besteht darin,
daß die Implementierung der Dekodierschaltung keine wesentli
che zusätzlichen Schaltungen benötigt. Viele konventionellen
Dekodierer halten den vorausgehenden Rahmen für die Situation
fest, in der der nächste Rahmen ausgeschieden wird. Somit ist
der vorhergehende Rahmen verfügbar für die Bearbeitung ohne
daß eine spürbare Schaltungsmenge zum existierenden System
hinzugefügt werden muß.
Die vorliegende Erfindung ist in einem zellularen GSM
Funktelefon gezeigt, worin sie besonders vorteilhaft ist. Die
Erfindung kann jedoch auch vorteilhafterweise verwendet wer
den, um Signale zu dekodieren, die von langsamen Sprachkodie
rern und langsamen Videokodierern übertragen werden, bei de
nen eine Rahmen-zu-Rahmen Korrelation von Bits vorhanden ist.
Die Erfindung hat somit eine Anwendung beim Viterbi Dekodie
ren von gefalteten Kodes, von durchgeschlagenen (punctured)
gefalteten Kodes, Gitter-kodierter Modulation, kontinuierli
cher Phasenmodulation, teilweisen Antwortsignalisiersystemen,
maximalen Wahrscheinlichkeitsfrequenzschätzungen, Blockkode
und bei blockkodierter Modulation. Zusätzlich zu diesen spe
zifischen Viterbi-Anwendungen, kann die Anwendung bei einem
M-Algorithmus und bei verallgemeinerten Viterbi-Algorithmen
erfolgen.
Obwohl die Erfindung beschrieben wurde, wie sie eine
bitweise Wahrscheinlichkeit aus einem Bit in einem einzigen
vorangehenden Rahmen erzeugt, kann die bitweise Wahrschein
lichkeit aus Bitwerten der gleichen Position in einer Viel
zahl von vorhergehenden Rahmen erzeugt werden. Die Werte, die
im Speicher gespeichert sind, sind bei dieser Ausführungsform
P{j/k,h} anstelle von P{j/k}. Der Wert von P{j/k,h} ist die
Wahrscheinlichkeit, daß das Bit den Wert j hat, wenn der Bit
wert an derselben Position in einem vorhergehenden Rahmen ei
nen Wert k hat und der Bitwert an derselben Position im Rah
men davor, den Wert h hat. Somit wird die Tabelle größer und
die Wahrscheinlichkeit hängt ab von den vorausgehenden zwei
Rahmen.
Die Erfindung, die mit Sprachdekodierern gezeigt ist,
kann alternativ dazu auch vorteilhaft mit irgend einem belie
bigen System verwendet werden, bei dem Signale eine hohe Rah
men-zu-Rahmen Korrelation aufweisen.
Somit sieht man, daß ein verbesserter Dekodierer be
schrieben wurde. Der Dekodierer verwendet die hohe Rahmen-zu-
Rahmen Korrelation einiger Bits, um die Leistungsfähigkeit
des Dekodierers zu verbessern. Zusätzliche Verbesserungen
werden erreicht durch Positionierung der wichtigsten Bits an
solche Positionen, die die geringste Bitfehlerrate aufweisen.
Claims (10)
1. Dekodierschaltung (223) mit:
einem Eingang (325) zur Eingabe von Datenbits;
einer Wahrscheinlichkeitsschaltung (432), die jeweils Wahrscheinlichkeiten erzeugt, die mit den Bits in mindestens vorbestimmten Bitpositionen der Eingabedatenrahmen verbunden sind, wobei die jeweiligen Wahrscheinlichkeiten auf einer Bit-zu-Bit Basis als eine Funktion eines Wertes eines Bits an derselben Bitposition in einem früheren Datenrahmen erzeugt werden; und
einem Dekodierer (434), der mit dem Eingang und der Wahrscheinlichkeitsschaltung verbunden ist, wobei der Deko dierer Datenbits empfängt und eine Ausgangsdatensequenz er zeugt durch Auswahl von Bitwerten gemäß den Eingabedaten und den jeweiligen von der Wahrscheinlichkeitsschaltung erzeugten Wahrscheinlichkeiten.
einem Eingang (325) zur Eingabe von Datenbits;
einer Wahrscheinlichkeitsschaltung (432), die jeweils Wahrscheinlichkeiten erzeugt, die mit den Bits in mindestens vorbestimmten Bitpositionen der Eingabedatenrahmen verbunden sind, wobei die jeweiligen Wahrscheinlichkeiten auf einer Bit-zu-Bit Basis als eine Funktion eines Wertes eines Bits an derselben Bitposition in einem früheren Datenrahmen erzeugt werden; und
einem Dekodierer (434), der mit dem Eingang und der Wahrscheinlichkeitsschaltung verbunden ist, wobei der Deko dierer Datenbits empfängt und eine Ausgangsdatensequenz er zeugt durch Auswahl von Bitwerten gemäß den Eingabedaten und den jeweiligen von der Wahrscheinlichkeitsschaltung erzeugten Wahrscheinlichkeiten.
2. Dekodierschaltung nach Anspruch 1, wobei die Wahr
scheinlichkeitsschaltung eine Speicherschaltung (542) umfaßt,
die die jeweiligen Wahrscheinlichkeiten für jede der minde
stens vorherbestimmten Bitpositionen speichert.
3. Dekodierschaltung nach Anspruch 2, wobei die Spei
cherschaltung eine Vielzahl von Wahrscheinlichkeitswerten,
die mit jeder der mindestens vorherbestimmten Bitpositionen
verbunden ist, speichert, worin eine der Vielzahl von Wahr
scheinlichkeitswerten, die mit jedem der mindestens vorherbe
stimmten Bitpositionen verbunden ist, eine Wahrscheinlichkeit
ist, daß ein Bitwert wiederholt werden wird und eine andere
der Vielzahl von Wahrscheinlichkeitswerten, die mit jedem der
mindestens vorherbestimmten Bitpositionen verbunden ist, die
Wahrscheinlichkeit ist, daß der Bitwert sich ändern wird.
4. Dekodierschaltung nach Anspruch 3, weiterhin enthal
tend eine vorherige Rahmenspeicherschaltung (545), die zwi
schen dem Ausgang des Dekodierers und dem Eingang der Spei
cherschaltung geschaltet ist.
5. Dekodierschaltung nach Anspruch 4, weiterhin enthal
tend einen Verzweigungsmaßgenerator (540), der mit einem Aus
gang der Wahrscheinlichkeitsschaltung und einem Eingang des
Dekodierers verbunden ist, wobei der Verzweigungsmaßgenerator
einen Verzweigungsmaßwert an den Dekodierer ausgibt.
6. Dekodierschaltung nach Anspruch 5, wobei der Dekodie
rer (434) ein Gitter-Dekodierer ist.
7. Dekodierschaltung nach Anspruch 6, wobei der Verzwei
gungsmaßgenerator weiterhin einen Addierer (552) und eine
quadrierte Euklidische Distanzschaltung (650) umfaßt, wobei
die quadrierte Euklidische Distanzschaltung mit dem Addierer
verbunden ist.
8. Dekodierschaltung nach Anspruch 7, wobei der Verzwei
gungsmaßgenerator weiter eine a priori Schaltung (660) um
faßt, die mit der Speicherschaltung und dem Addierer verbun
den ist, wobei der Addierer einen Ausgangswert der a priori
Schaltung und einen Ausgangswert der quadrierten Euklidischen
Distanzschaltung addiert, um eine Verzweigungsmaß zu erzeu
gen.
9. Dekodierschaltung nach Anspruch 1, wobei die jeweili
gen Wahrscheinlichkeiten als Funktion von Bitwerten in der
selben Bitposition von mehr als einem vorhergehenden Daten
rahmen erzeugt werden.
10. Dekodierschaltung nach Anspruch 1, wobei der Deko
dierer eine quadrierte Euklidische Distanz und einen Wahr
scheinlichkeitswert verwendet, um einen Weg für Bits auszu
wählen, die eine hohe Rahmen-zu-Rahmen Korrelation aufweisen,
und wobei der Dekodierer eine quadrierte Euklidische Distanz
verwendet, um einen Weg für Bits auszuwählen, die eine nied
rige Rahmen-zu-Rahmen Korrelationsbeziehung aufweisen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US41425895A | 1995-03-31 | 1995-03-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19612715A1 true DE19612715A1 (de) | 1996-10-10 |
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ID=23640649
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19612715A Withdrawn DE19612715A1 (de) | 1995-03-31 | 1996-03-29 | Dekoder und zugehöriges Verfahren |
Country Status (6)
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|---|---|
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| CA (1) | CA2171922C (de) |
| DE (1) | DE19612715A1 (de) |
| ES (1) | ES2117560B1 (de) |
| GB (1) | GB2299491B (de) |
| MX (1) | MX9601206A (de) |
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