DE19611208A1 - Gerät zum Aufbringen eines fließfähigen Stoffes - Google Patents
Gerät zum Aufbringen eines fließfähigen StoffesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Aufbringen eines fließfähigen Stoffes gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der EP 0486 B1 ist ein insbesondere zum Aufbringen eines Insektenvernichtungs
mittels verwendeter Flüssigkeitsapplikator bekannt, bei dem das in einer Verbindung
zwischen einer Öffnung in der beweglichen Wand und dem Auftragselement angeordnete
Ventil erst dann öffnet, wenn in einer Pumpkammer ein vorbestimmter Druck aufgebaut
ist, der durch die Verschiebung des Auftragselements in das Gehäuse hinein erzeugt wird.
Der Pumpmechanismus ist in der US-PS 4,230,242 beschrieben und bedingt einen verhält
nismäßig komplizierten Aufbau des bekannten Flüssigkeitsapplikators. Eine Eigenart des
bekannten Flüssigkeitsapplikators liegt darin, daß die unter Druck stehende Flüssigkeit
beim Öffnen des Ventils in einen Auslaßkanal hinein versprüht wird und entsprechend
unter Druck aus dem Auftragselement austritt, daß der Druck in der Pumpkammer soweit
abgesunken ist, daß das Ventil schließt und der Flüssigkeitsaustritt aus dem Auftrags
element aufhört.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Gerät dahingehend
weiterzubilden, daß die aus dem Auftragselement austretende Menge an fließfähigem Stoff
genau dosierbar ist.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst.
Bei dem erfindungsgemäßen Gerät tritt unmittelbar ab Beginn des Einschiebens des
Auftragselements in das Gehäuse hinein diejenige Menge an fließfähigem Stoff aus dem
Auftragselement aus, die der von der beweglichen Wand innerhalb des Gehäuses ver
drängten Menge an fließfähigem Stoff entspricht. Durch entsprechende Ausbildung des
Ventilgliedes bzw. einer dieses in Schließstellung drängender Feder derart, daß nur eine
minimale oder gar keine Schließkraft vorhanden ist, wird der Widerstand, gegen den der
fließfähige Stoff abgegeben wird, nur durch dessen Fließverhalten und den Strömungs
widerstand des Auftragselements verursacht. Je nach dem, ob das Auftragselement starker
oder schwächer in das Gehäuse eingeschoben wird, tritt mehr oder weniger fließfähiger
Stoff aus, dessen Austreten genau dosierbar ist.
Das erfindungsgemäße Gerät ist zum Auftragen dünner Flüssigkeiten ebenso geeignet wie
zum Aufbringen von zähflüssigen Stoffen, d. h. es eignet sich für Tinten, Lacke, Kleber
und dergleichen. Je nach Anwendungszweck können unterschiedlichste Auftragselemente
verwendet werden, wie Schreib-, Roll-, Röhrchen-, Faser-, Schaumstoff- oder Pinsel
spitzen usw.
Die Unteransprüche sind auf vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Gerätes
gerichtet.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen beispielsweise und
mit weiteren Einzelheiten erläutert.
Es stellen dar:
Fig. 1 bis 5 schematische Querschnittsansichten unterschiedlicher Ausführungsformen des
erfindungsgemäßen Gegenstandes und
Fig. 6 eine vergrößerte Detailschnittansicht eines Auftragselements.
Gemäß Fig. 1 weist das Gerät ein insgesamt zylindrisches Gehäuse 2 auf, das gemäß Fig.
1 links konisch ausläuft und in einem Ansatz 4 endet. Durch den Ansatz 4 hindurch
erstreckt sich ein in dem Ansatz 4 beweglich geführtes Rohr 6, das in einem Auftrags
element 8 endet. Das Rohr 6 endet im Inneren des Gehäuses 2 in einem zum Inneren des
Gehäuses hin offenen kolbenartigen Bauteil 10, das an der Innenwand des Gehäuses 2
geführt ist. In das Teil 10 ist ein Bauteil 12 eingeschoben und mit ihm verbunden, derart,
daß zwischen dem Bauteil 12 und dem Teil 10 eine Kammer 14 gebildet ist. Gemäß Fig.
1 nach rechts endet das Bauteil 12 in einer Bodenwand 16 mit einer zentrischen Öffnung
18.
In der Kammer 14 ist ein an seinem Außenumfang verrippter, elastisch nachgiebiger
Schaumstoffkörper 20 derart befestigt, daß eine geschlossenporige, gemäß Fig. 1 nach
rechts zeigende Grundfläche 21 des Schaumstoffkörpers 20 in Ruhezustand unter leichter
Vorspannung an der Bodenwand 16 anliegt und die Öffnung 18 verschließt. Die Ab
messungen des Schaumstoffkörpers 20 sind derart, daß mittels der Rippen an seinem
Außenumfang verlaufende Strömungswege 22 gebildet sind, die über einen Abstand
zwischen dem Schaumstoffkörper 20 und dem Boden des kolbenartigen Teils 10 in das
Innere des Rohrs 6 übergehen, in dem ein Kanal 24 zur Beschickung des Auftragselements
8 gebildet ist. Die Grundfläche 21, die auch als eigene Gummimembran ausgebildet sein
könnte, bildet somit das Ventilglied eines durch die Öffnung 18, den Schaustoffkörper 20
und dessen Grundfläche 21 gebildeten Rückschlagventils.
Im Abstand zu der beschriebenen Baugruppe ist im Inneren des Gehäuses 2 starr ein nach
links hin offenes Teil 26 befestigt, dessen Bodenwand eine zentrale Öffnung 28 aufweist.
In das Teil 26 ist ein spiegelbildlich zum Bauteil 12 angeordnetes Bauteil 30 eingesetzt,
das in seiner Bodenwand eine Öffnung 32 hat. Die Öffnung 28 ist mittels eines dem
Schaumstoffkörper 20 ähnlich ausgebildeten Schaumstoffkörpers 34 normalerweise ver
schlossen, so daß ein weiteres Rückschlagventil aus den Bauteilen 34 und 26 bzw. 28
gebildet ist.
In dem Raum zwischen der Bodenwand 16 und der Bodenwand des Bauteils 30 ist ein
Schaumstoffkörper 36 angeordnet, der längs seiner Gesamtoberfläche stark verrippt ist
und/oder aus offenporigem Schaum besteht und von einer elastischen Hülle 38 umgeben
ist, die jeweils zwischen den Bauteilen 10 und 12 bzw. 26 und 30 befestigt ist.
Auf der gemäß Fig. 1 rechten Seite des Teils 26 ist im Gehäuse 2 eine Vorratskammer 40
gebildet, die mit fließfähigem Stoff, beispielsweise Tinte, Lack oder Kleber gefüllt ist und
nach rechts von einem nachgiebigen Sack 42 verschlossen ist, der an einem mit einer
Öffnung 44 versehenen Deckel 46 befestigt ist, so daß der Innenraum 48 des Sacks 42 mit
der Atmosphäre verbunden ist.
Die Funktion des beschriebenen Gerätes, das vorteilhafterweise aus Kunststoff besteht und
im wesentlichen durch Spritzgießen herstellbar ist, ist folgende:
Sei angenommen, daß die Vorratskammer 40 voll fließfähigem Stoff ist. Wenn nun das Auftragselement 8 durch Andrücken des in einer Hand gehaltenen Gerätes gegen eine Unterlage, beispielsweise ein Papier oder eine sonstige Oberfläche, wie beispielsweise ein zu verklebendes Werkstück oder ein zu bemalendes Werkstück gedrückt wird, bewegt sich die Bodenwand 16 des Bauteils 12 unter Zusammendrücken des Schaumstoffkörpers 36 nach rechts, wobei sich die Grundfläche des Schaumstoffkörpers 20 von der Öffnung 18 abhebt. Wenn die Bewegung des Auftragselements 8 und des damit verbundenen Rohrs 6 nach rechts endet und sich durch elastische Ausdehnung des Schaumstoffkörpers 36 nach links umkehrt, bewegt sich die Grundfläche 21 des Schaumstoffkörpers 20 durch dessen elastische Ausdehnung nach rechts und schließt die Öffnung 18. Der nun innerhalb des Schaumstoffkörpers 36 bzw. der Hülle 38 entstehende Unterdruck bewirkt, daß sich die Grundfläche des Schaumstoffkörpers 34, der das Ventilglied eines weiteren Rückschlagven tils bildet, von der Öffnung 28 abhebt und fließfähiger Stoff aus der Vorratskammer 40 durch die Kammer mit dem Schaumstoffkörper 34 hindurch durch die Öffnung 32 in den Raum innerhalb der Hülle 38, der eine Pumpkammer 50 bildet, eingesaugt wird. Kehrt nun die Bewegung des Auftragselements 8 wiederum um und wird es in das Gehäuse 2 eingeschoben, so öffnet der Schaumstoffkörper 20 die Öffnung 18 und schließt der Schaumstoffkörper 34 die Öffnung 28, wodurch fließfähiger Stoff aus der Pumpkammer 50 am Schaumstoffkörper 20 vorbei in den Kanal 24 und von dort in das Auftragselement 8 gelangt. Bis der gesamte Raum voll fließfähigem Stoff bzw. Flüssigkeit ist, können mehrere Hübe des Auftragselements 8 erforderlich sein.
Sei angenommen, daß die Vorratskammer 40 voll fließfähigem Stoff ist. Wenn nun das Auftragselement 8 durch Andrücken des in einer Hand gehaltenen Gerätes gegen eine Unterlage, beispielsweise ein Papier oder eine sonstige Oberfläche, wie beispielsweise ein zu verklebendes Werkstück oder ein zu bemalendes Werkstück gedrückt wird, bewegt sich die Bodenwand 16 des Bauteils 12 unter Zusammendrücken des Schaumstoffkörpers 36 nach rechts, wobei sich die Grundfläche des Schaumstoffkörpers 20 von der Öffnung 18 abhebt. Wenn die Bewegung des Auftragselements 8 und des damit verbundenen Rohrs 6 nach rechts endet und sich durch elastische Ausdehnung des Schaumstoffkörpers 36 nach links umkehrt, bewegt sich die Grundfläche 21 des Schaumstoffkörpers 20 durch dessen elastische Ausdehnung nach rechts und schließt die Öffnung 18. Der nun innerhalb des Schaumstoffkörpers 36 bzw. der Hülle 38 entstehende Unterdruck bewirkt, daß sich die Grundfläche des Schaumstoffkörpers 34, der das Ventilglied eines weiteren Rückschlagven tils bildet, von der Öffnung 28 abhebt und fließfähiger Stoff aus der Vorratskammer 40 durch die Kammer mit dem Schaumstoffkörper 34 hindurch durch die Öffnung 32 in den Raum innerhalb der Hülle 38, der eine Pumpkammer 50 bildet, eingesaugt wird. Kehrt nun die Bewegung des Auftragselements 8 wiederum um und wird es in das Gehäuse 2 eingeschoben, so öffnet der Schaumstoffkörper 20 die Öffnung 18 und schließt der Schaumstoffkörper 34 die Öffnung 28, wodurch fließfähiger Stoff aus der Pumpkammer 50 am Schaumstoffkörper 20 vorbei in den Kanal 24 und von dort in das Auftragselement 8 gelangt. Bis der gesamte Raum voll fließfähigem Stoff bzw. Flüssigkeit ist, können mehrere Hübe des Auftragselements 8 erforderlich sein.
Wenn das Gerät komplett gefüllt ist, tritt aus dem Auftragselement 8 unmittelbar bei
dessen Einschieben in das Gehäuse 2 hinein fließfähiger Stoff aus, da die Öffnung 28
sofort bei Bewegungsbeginn verschlossen wird und die Öffnung 18 sich öffnet. Je nach
dem, ob das Auftragselement 8 rascher oder weniger rasch bzw. weiter oder weniger weit
in das Gehäuse 2 hinein bewegt wird, tritt aus dem Auftragselement 8 mehr oder weniger
fließfähiger Stoff aus, so daß die Menge des auf eine Unterlage aufgebrachten, fließfähigen
Stoffes allein durch Andrücken des Gerätes bzw. des Auftragselements 8 auf die Unterlage
bestimmt und fein dosiert werden kann. Während der Ruhephase und während der Zeitdau
er, während der das Auftragselement 8 sich unter Wirkung des Schaumstoffkörpers 36 aus
dem Gehäuse herausbewegt, wird dieses nicht mit frischem fließfähigem Stoff beschickt,
da sich die Pumpkammer 50 neu füllt. Es versteht sich, daß mit zunehmender Entleerung
der Vorratskammer 40 das Volumen des Innenraums 48 des Sacks 42 zunimmt und der
Sack 42 die Vorratskammer 40 zunehmend füllt.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist der Ausführungsform gemäß Fig. 1 insgesamt
ähnlich. Es sind nur die gegenüber Fig. 1 unterschiedlichen Teile mit Bezugszeichen
belegt.
Auf den Ansatz 4 des zylindrischen, insgesamt rohrförmigen Gehäuses 2 (Fig. 1) ist eine
Kappe 53 aufgeschoben, die das Auftragselement 8 mechanisch und den darin aufgenom
menen fließfähigen Stoff vor dem Austrocknen schützt.
In das rohrförmige Gehäuse ist von rechts her ein Kolben 52 eingeschoben, dessen
Umfangsfläche mit einer Nut 54 versehen ist, die zum Inneren des Gehäuses bzw. zur
Vorratskammer hin abnehmende Tiefe aufweist. In der Nut ist ein Dichtring 56 angeord
net, der den Kolben 52 gegenüber der Innenfläche des Gehäuses abdichtet. Zusätzlich ist
ein O-Ring 58 vorgesehen, der bei einer Bewegung des Kolbens 52 gemäß Fig. 2 nach
links in Anlage an den Dichtring 56 kommt und bei einer Bewegung des Kolbens 52 nach
rechts an der durch den Grund der Nut 54 gebildeten Rampe aufläuft und dabei in feste
Anlage an die Innenfläche des Gehäuses kommt, so daß eine Bewegung des Kolbens 52
nach rechts gesperrt ist. Bei Abnahme des Vorrates an fließfähigem Stoff in der Vorrats
kammer bewegt sich der Kolben 52 somit gemäß Fig. 2 zunehmend nach links.
Fig. 3 zeigt eine weitere, gegenüber Fig. 1 abgeänderte Ausführungsform des Gerätes, bei
der nur die gegenüber Fig. 1 abgeänderten Bauteile und die damit unmittelbar zusammen
wirkenden Bauteile mit Bezugszeichen belegt sind.
Während bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 durch den Schaumstoffkörper 34 und die
Öffnung 28 ein zweites Rückschlagventil gebildet ist, fehlt ein solches bei der Ausfüh
rungsform gemäß Fig. 3, bei der sich der Schaumstoffkörper 36 nach rechts an einer
starren Zwischenwand 60 abstützt, die mit einer zentralen Öffnung 62 versehen ist. Das
Gehäuse 2 ist ähnlich wie die Ausführungsform gemäß Fig. 2 mit einem Kolben 52
verschlossen, der gemäß Fig. 3 nur nach links bewegbar ist.
Die Funktion des Gerätes gemäß Fig. 3 ist derart, daß bei einer Bewegung des Auftrags
elements 8 mit dem zugehörigen Rohr 6 in das Gehäuse 2 hinein fließfähiger Stoff aus dem
Auftragselement 8 herausgedrückt wird, weil sich der Kolben 52 nicht nach rechts bewe
gen kann. Wird das Auftragselement 8 durch die Kraft des Schaumstoffkörpers 36 an
schließend von selbst aus dem Gehäuse 2 herausbewegt, so füllt sich die Pumpkammer 50
erneut mit fließfähigem Stoff, da der Kolben 52 entsprechend dem Strömen des fließfähi
gen Stoffes durch die Öffnung 52 hindurch nach links bewegt wird.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 4 entspricht der Ausführungsform gemäß Fig. 1 mit dem
Unterschied, daß der Schaumstoffkörper 36 mit der Hülle 38 gemäß Fig. 1 durch einen
Faltenbalg 64 ersetzt ist, dessen Inneres die Pumpkammer 50 bildet und der durch eine in
seine Wandung eingearbeitete Feder oder die Eigenelastizität seines Materials die Aufgabe
der federnden Abstützung zwischen der beweglichen Baugruppe gemäß Fig. 4 links des
Faltenbalges 64 und der ortsfesten Baugruppe gemäß Fig. 4 rechts des Faltenbalges
übernimmt. An dieser Stelle sei daraufhingewiesen, daß die elastische Hülle 38 gemäß Fig.
1 bzw. der Faltenbalg 64 gemäß Fig. 4 die jeweils den fließfähigen Stoff in sich auf
nehmen, gewährleistet ist, daß kein fließfähiger Stoff in den Bereich außerhalb des Rohrs
6 oder des kolbenartigen Teils 10, was zu einer Beeinträchtigung der mechanischen
Eigenschaften des Gerätes bzw. der Dosierbarkeit des Austritts von fließfähigem Stoff aus
dem Auftragselement 8 führen kann.
Die Vorratskammer 40 ist bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 durch den Innenraum
einer Nachfüllkartusche 65 gebildet, die von rechts in das Gehäuse 2 eingeschoben ist und
dicht in die Öffnung 28 einragt. Nach rechts hin ist die Nachfüllkartusche 65 ähnlich wie
das Gehäuse 2 der Fig. 1 mittels eines Deckels 46 mit belüftetem Sack 42 verschlossen.
Fig. 5 zeigt eine weitere abgeänderte Ausführungsform des Gerätes.
In dem Ansatz 4 des zylindrischen Gehäuses 2 ist ein rohrförmiges Bauteil 68 mit einem
Kanal 24 verschiebbar geführt, das gemäß Fig. 5 links in einem Auftragselement 8 endet,
welches in Fig. 6 näher dargestellt ist. Das rohrförmige Bauteil 68 endet innerhalb des
Gehäuses 2 mit einer zentralen Kammer 70, die von einer mit einer zentralen Öffnung 72
versehenen Scheibe 74 verschlossen ist, die mit dem rohrförmigen Bauteil 68 verbunden
ist. Zwischen einem Absatz 76 des Ansatzes 4 und einem Absatz 78 des rohrförmigen
Bauteils 68 ist eine Feder 80 angeordnet, die einer Bewegung des rohrförmigen Bauteils
68 nach rechts entgegenwirkt. Die Bewegung des rohrförmigen Bauteils nach links wird
durch den Anschlag der Scheibe 74 an dem konisch zulaufenden Gehäuse begrenzt.
Innerhalb der Kammer 40 ist eine ein Ventilglied bildende Kugel 82 angeordnet, die von
einer Feder 70 normalerweise in verschließende Anlage an die Öffnung 72 gedrängt wird.
Gemäß Fig. 5 nach rechts ist das Gehäuse 2 ähnlich der Ausführungsform der Fig. 3 von
einem Kolben 52 verschlossen, der nur gemäß Fig. 5 nach links bewegbar ist. An der
Scheibe 74 und dem Kolben 52 ist eine nachgiebige Hülle 86 befestigt, deren Inneres die
Vorratskammer 70 zur Aufnahme des fließfähigen Stoffes bildet.
Die Funktion des Gerätes gemäß Fig. 5 entspricht der Fig. 3, wobei das bei der Aus
führungsform gemäß Fig. 3 durch einen Schaumstoffkörper gebildete Rückschlagventil bei
der Ausführungsform gemäß Fig. 5 durch die Kugel 82 und die Feder 84 gebildet ist und
die für den Rückwärtshub des Auftragselements 8 aus dem Gehäuse 2 heraus erforderliche
Kraft durch die Feder 80 aufgebracht wird.
Fig. 6 zeigt in vergrößertem Maßstab das Auftragselement 8 der Fig. 5.
Innerhalb eines erweiterten Teils 100 des Kanals 24 ist mittels eines ringartigen Halteteils
102, das an seinem Außenumfang mit Rippen 104 versehen ist, ein Pinsel 106 angebracht.
Der Strömungsweg für den fließfähigen Stoff führt von dem Kanal 24 zwischen den
Rippen 104 hindurch zum Außenumfang des Pinsels 106. Die Spitze des Pinsels 106 steht
etwas aus dem rohrförmigen Bauteil 68 heraus, das an seinem die Spitze des Pinsels 106
umgebenden Stirnende mit einer konvexen Stirnfläche 108 ausgebildet ist.
Mittels des Auftragselements gemäß Fig. 6 ist es möglich, Oberflächen auf komfortable
Weise gleichmäßig zu lackieren, da die Beschickung des Pinsels 106 mit Lack durch loses
Andrücken des Stirnendes 108 auf die noch nicht lackierte Oberfläche gesteuert werden
kann.
Es versteht sich, daß zahlreiche Abänderungen der beschriebenen Ausführungsform des
Gerätes möglich sind und mit allen möglichen Konstruktionen von Rückschlagventilen,
Bälgen, elastischen Hüllen, Kolben, Auftragselemente usw. gearbeitet werden kann.
Claims (13)
1. Gerät zum Aufbringen eines fließfähigen Stoffes, enthaltend
ein Gehäuse (2) mit einer Vorratskammer (40) zur Aufnahme des fließfähigen Stoffes, ein aus dem Gehäuse vorstehendes Auftragselement (8), welches Auftragselement gegen die Kraft einer Feder (36; 64; 80) in das Gehäuse hinein schiebbar ist und mit einer beweglichen Wand (16; 74) verbunden ist, die an den innerhalb des Gehäuses befindlichen fließfähigen Stoff angrenzt, und
ein in einer Verbindung zwischen einer Öffnung (18; 72) in der beweglichen Wand und dem Auftragselement angeordneten Ventil (20; 80, 84), dadurch gekennzeichnet, daß
das Ventil (20; 80, 84) als Rückschlagventil ausgebildet ist, welches öffnet, sobald die auf sein Ventilglied (21; 82) von der Öffnung (18; 72) her wirkende Kraft des fließfähigen Stoffes größer ist als die Summe aus der von dem Auftragselement her wirkenden Kraft des fließfähigen Stoffes und einer das Ventilglied normalerweise in Schließstellung drängenden Kraft.
ein Gehäuse (2) mit einer Vorratskammer (40) zur Aufnahme des fließfähigen Stoffes, ein aus dem Gehäuse vorstehendes Auftragselement (8), welches Auftragselement gegen die Kraft einer Feder (36; 64; 80) in das Gehäuse hinein schiebbar ist und mit einer beweglichen Wand (16; 74) verbunden ist, die an den innerhalb des Gehäuses befindlichen fließfähigen Stoff angrenzt, und
ein in einer Verbindung zwischen einer Öffnung (18; 72) in der beweglichen Wand und dem Auftragselement angeordneten Ventil (20; 80, 84), dadurch gekennzeichnet, daß
das Ventil (20; 80, 84) als Rückschlagventil ausgebildet ist, welches öffnet, sobald die auf sein Ventilglied (21; 82) von der Öffnung (18; 72) her wirkende Kraft des fließfähigen Stoffes größer ist als die Summe aus der von dem Auftragselement her wirkenden Kraft des fließfähigen Stoffes und einer das Ventilglied normalerweise in Schließstellung drängenden Kraft.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine das Ventilglied (21) des Rückschlagventils in Schließstellung drängende
Feder durch einen elastischen Schaumstoffkörper (36) gebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Ventilglied (21) des Rückschlagventils durch den elastischen Schaumstoff
körper (36) gebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß
das Auftragselement (8) am freien Ende eines in dem Gehäuse (2) beweglich
geführten Rohrs (6; 68) angeordnet ist, welches innerhalb des Gehäuses in einem zum
Stoffvorrat hin offenen Teil (10) endet, das durch ein mit der Öffnung (18; 72) ausgebilde
tes Bauteil (12; 74) verschlossen ist, wobei zwischen dem Teil und dem Bauteil eine
Kammer (14; 70) des Rückschlagventils (36; 82, 84) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß
an der beweglichen Wand (16) eine nachgiebige Hülle (38) befestigt ist, die ein
Eindringen des fließfähigen Stoffes in den Zwischenraum zwischen beweglicher Wand und
Gehäuse (2) verhindert.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß
eine Pumpkammer (50) vorgesehen ist, welche an die bewegliche Wand (16)
angrenzt und zur Vorratskammer (40) hin von einer starren Wand (26) mit einer Öffnung
(28) verschlossen ist, in der ein weiteres Rückschlagventil (34) angeordnet ist, das
schließt, wenn der Druck in der Pumpkammer den Druck in der Vorratskammer über
steigt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Pumpkammer (50) von einer nachgiebigen Hülle (38; 64) begrenzt ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorratskammer (40) für fließfähigen Stoff durch einen gegenüber dem
Gehäuse (2) dichtenden Kolben (52) begrenzt ist, der bei einer an ihm herrschenden
Druckdifferenz in Richtung einer Verkleinerung des Volumens der Vorratskammer
beweglich ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kolben (52) eine Umfangsfläche aufweist, in der eine umlaufende Nut (54)
mit zum Inneren des Gehäuses hin abnehmender Tiefe ausgebildet ist, in der ein O-Ring
(58) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß
eine mit dem Auftragselement (8) zusammenwirkende Feder durch einen elasti
schen, offenporigen Schaumstoffkörper (36) gebildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorratskammer durch eine Nachfüllkartusche (65) gebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß
das Auftragselement (8) eine Pinselspitze (106) aufweist, welche aus einem
starr mit der beweglichen Wand (74) verbundenen Rohr (68) vorsteht.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
das die Pinselspitze (106) umgebende Stirnende (108) des Rohrs (68) mit
konvexer Oberfläche ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996111208 DE19611208C2 (de) | 1996-03-21 | 1996-03-21 | Gerät zum Aufbringen eines fließfähigen Stoffes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996111208 DE19611208C2 (de) | 1996-03-21 | 1996-03-21 | Gerät zum Aufbringen eines fließfähigen Stoffes |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19611208A1 true DE19611208A1 (de) | 1997-09-25 |
| DE19611208C2 DE19611208C2 (de) | 2000-05-04 |
Family
ID=7789013
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996111208 Expired - Lifetime DE19611208C2 (de) | 1996-03-21 | 1996-03-21 | Gerät zum Aufbringen eines fließfähigen Stoffes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19611208C2 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999046054A1 (de) * | 1998-03-10 | 1999-09-16 | Oliver Weiss | Flüssigkeitsspender mit druckausgleichsbeutel |
| CN102266835A (zh) * | 2011-06-23 | 2011-12-07 | 深圳市轴心自控技术有限公司 | 一种喷涂阀 |
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| US10285485B2 (en) | 2016-03-25 | 2019-05-14 | Blok Rok, Inc. | Apparatus and method for dispensing fluid |
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- 1996-03-21 DE DE1996111208 patent/DE19611208C2/de not_active Expired - Lifetime
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| US9907384B2 (en) | 2013-03-15 | 2018-03-06 | BlokRok, Inc. | Apparatus and method for dispensing a fluid |
| US10285485B2 (en) | 2016-03-25 | 2019-05-14 | Blok Rok, Inc. | Apparatus and method for dispensing fluid |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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Owner name: EDDING AG, 22926 AHRENSBURG, DE |
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| 8381 | Inventor (new situation) |
Inventor name: KAUFMANN, RAINER, DIPL.-ING., 27753 DELMENHORST, D |
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