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DE19611878A1 - Verfahren zur Störungserfassung im Transport einer durchgehenden Papierbahn in einer Druckmaschine - Google Patents

Verfahren zur Störungserfassung im Transport einer durchgehenden Papierbahn in einer Druckmaschine

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DE19611878A1
DE19611878A1 DE19611878A DE19611878A DE19611878A1 DE 19611878 A1 DE19611878 A1 DE 19611878A1 DE 19611878 A DE19611878 A DE 19611878A DE 19611878 A DE19611878 A DE 19611878A DE 19611878 A1 DE19611878 A1 DE 19611878A1
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Alain Blanchard
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Goss International Montataire SA
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Heidelberger Druckmaschinen AG
Heidelberg Harris SA
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    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F33/00Indicating, counting, warning, control or safety devices
    • B41F33/18Web break detection

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  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)
  • Controlling Sheets Or Webs (AREA)
  • Controlling Rewinding, Feeding, Winding, Or Abnormalities Of Webs (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erfassung von Störungen im Transport einer Papierbahn in einer Rotationsdruckmaschine gemäß der eine Geschwindigkeitsbestimmung durchgeführt und analysiert wird.
Das Dokument DE 41 30 679 beschreibt ein Verfahren dieser Art.
Zwei in eine Rotationsdruckmaschine von einander beabstandete Zylinder und über die eine Papierbahn läuft sind mechanisch mit Winkelkodierern verbunden die die Winkelgeschwindigkeit der Zylinder erfassen. Wenn die Kodierer eine unzulässige Abweichung der Winkelgeschwindigkeiten feststellen,wird die Papierbahn zerschnitten oder die Rotationsdruckmaschine angehalten. Diese bekannte Einrichtung hat den Nachteil, daß man die Papierbahngeschwindigkeit indirekt über die Erfassung der Winkelgeschwindigkeiten der Zylinder bestimmt. So kann zum Beispiel im Falle eines Zerreißens der Bahn das aus dem Zerreißen enstandene freie Ende aufgehört haben im Kontakt mit einem der Zylinder zu sein, aber der entsprechende Winkelkodierer kann dennoch eine Bahngeschwindigkeit angeben. Außerdem haben die drehenden Massen zur Folge, daß diese bekannte Vorrichtung eine große relative Trägheit besitzt, das heißt daß die bestimmten Daten nicht immer dem augenblicklichen Zustand des Systems entsprechen.
Das Dokument DE 41 06 901 beschreibt ein Überwachungsverfahren einer Bahn nachdem die Ablenkung dieser Bahn auf optischem Wege bestimmt wird. Folglich ist das was durchgeführt wird eine Art von Entfernungmessung was nichts mit der Geschwindigkeit der Bahn zu tun hat. Oberhalb einer bestimmten Ablenkung der Bahn wird diese angehalten.
Die Erfindung hat zum Ziel ein Verfahren zur Erfassung von Störungen beim Transport einer Papierbahn in einer Rotationsdruckmaschine, ein Verfahren das äußerst genau ist und so einen optimalen Schutz der Maschine gegen Schäden gewährleistet und einen zuverlässigen fortlaufenden Druck erlaubt.
Nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung wird eine kontaktfrei durchgeführte Messung der Augenblicksgeschwindigkeit der Bahn verglichen mit der virtuellen Geschwindigkeit der Bahn welche aus der mechanischen Geschwindigkeit der Druckmaschine bestimmt wird wobei der Unterschied zwischen den Geschwindigkeiten mit einer vorgeschriebenen Schwelle verglichen wird.
Nach einer zweiten Ausführungsform der Erfindung wird eine kontaktfrei durchgeführte Messung der Augenblicksgeschwindigkeit der Bahn verglichen mit einer mittleren Geschwindigkeit der Bahn welche während der Zeit vor der letzten Messung gemessen wird, wobei der Unterschied zwischen den Geschwindigkeiten mit einer vorgeschriebenen Schwelle verglichen wird.
Nach einer dritten Ausführungsform der Erfindung wird eine kontaktfrei durchgeführte Messung der Augenblicksgeschwindigkeit der Bahn verglichen mit der Geschwindigkeit der Bahn zu einem Zeitpunkt unmittelbar vor dem Augenblick der Messung der Augenblicksgeschwindigkeit, wobei der Unterschied zwischen den Geschwindigkeiten mit einer vorgeschriebenen Schwelle verglichen wird.
Erfindungsgemäß wird die Geschwindigkeit der Papierbahn direkt erfaßt, das heißt zum Beispiel auf optischem Wege oder mit Hilfe des Schalls, also kontaktfrei. Die Bestimmung wird auf der Bahn selber durchgeführt also nicht indirekt durch die Überwachung der Geschwindigkeit von Maschinenteilen und ohne die Zwischenschaltung von Einrichtungen die die Daten verfalschen oder verzögern. Es werden mindestens zwei Geschwindigkeitsbestimmungen der Bahn mit einer Zeitverschiebung durchgeführt, wobei Transportvariationen praktisch ohne Verzögerung und sofort in Reellzeit durchgeführt werden können durch eine entsprechende Wahl der Zeitverschiebung. Es können sogar Transportstörungen der Bahn währen ihrer Entstehung festgestellt werden.
Außerdem wird erfindungsgemäß ein Unterschied der bestimmten Geschwindigkeiten der Bahn festgestellt und verglichen mit einer vorgeschriebenen Schwelle um zu vermeiden, daß die Geschwindigkeitsvariationen welche von äußeren Einwirkungen kommen, zum Beispiel, schwache Verlängerungen der Bahn in Abhängigkeit vom Feuchtigkeitsgehalt eine Notabschaltung der Druckmaschine zur Folge haben, da diese Variationen während des Normalbetriebes unweigerlich auftreten. Diese Schwelle wird so vorgeschrieben, daß unschädliche Geschwindigkeitsvariationen unterhalb der Schwelle bleiben, die beträchtliche Störungen der Bahn während des Normalbetriebs kennzeichnet. Die Schwelle entspricht also einer unzulässigen Höchstvariation der Bahngeschwindigkeit.
Es ist vorteilhaft, wenn die Schwelle ein Bruchteil der empfohlenen Bahngeschwindigkeit ist. Nach einem anderen vorteilhaften Merkmal kann die Schwelle kontinuierlich automatisch angepaßt werden an die empfohlene Geschwindigkeit und/oder andere Druckparameter. Wenn die tatsächliche Geschwindigkeit die empfohlene Geschwindigkeit um einen entsprechenden vorher genannten Prozentsatz über- oder unterschreitet, werden Maßnahmen ausgelöst um den weiteren Transport der Bahn zu unterbinden. Der angenommene Prozentsatz der empfohlenen Geschwindigkeit ist also so, daß die Schwelle eine Größe darstellt,die von der tatsächlichen Druckgeschwindigkeit der Maschine abhängt. Das bedeutet, daß zum Beispiel sogar die Druckgeschwindigkeiten beim Anlaufen oder unter anderen Umständen auf entsprechende Weise kontrolliert werden.
Es ist vorteilhafter nach einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung möglich, daß das Zeitintervall zwischen den ersten und letzten Bestimmungen der Bahngeschwindigkeit auf vorbestimmte Weise im besonderen automatisch in Abhängigkeit von den Druckparametern variieren. Die Kontrollempfindlichkeit kann in Abhängigkeit von der Wahl des Zeitintervalls abgeändert werden.
Die Bestimmung der Bahngeschwindigkeit wird vorzugsweise nach der sogenannten Raumfilterungsmethode durchgeführt. Diese wird in einem Artikel der Zeitschrift "Applied Physics B43", S. 209 bis 242, Springerverlag 1986, "Principals and Development of Spatial Filtering Velocimetry" beschrieben. Der Inhalt dieses Artikels ist als Referenz Bestandteil der vorliegenden Anmeldung.
Es ist schließlich vorteilhaft, daß im Falle des Überschreitens der Schwelle eine Auffangvorrichtung für die Bahn ausgelöst wird und/oder daß die Druckmaschine so schnell wie möglich angehalten wird.
Die Erfindung wird in Einzelheiten beispielhaft und nicht begrenzend im Bezug auf die angefügten Zeichnungen beschrieben auf denen:
Die Fig. 1 eine schematische überhöhte Ansicht eines Teils einer Druckmaschine ist.
Die Fig. 2 eine graphische Darstellung ist welche die Variationen der Bahngeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Zeit und die Realisierung des ersten Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen Verfahrens darstellt.
Die Fig. 3 eine graphische Darstellung ist welche die Variationen der Bahngeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Zeit und die Realisierung des zweiten Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen Verfahrens darstellt.
Die Fig. 4 eine graphische Darstellung ist welche die Variationen der Bahngeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Zeit und die Realisierung des dritten Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen Verfahrens darstellt.
Die Fig. 1 stellt schematisch aus Einfachheitsgründen das letzte Druckwerk 2 einer Rotationsdruckmaschine 1 dar. Die mechanische Geschwindigkeit der Druckmaschine 1 wird von einem von dem Gummituchzylindern des Druckwerkes 2 eingetriebenen Winkelkodierer 12 gemessen, wobei die Messung der mechanischen Geschwindigkeit der Druckmaschine 1 natürlich mit anderen Mitteln wie zum Beispiel einem Tachymeter, welches von den beweglichen Teilen angetrieben wird, ausgeführt werden kann. Der Pfeil 3 stellt die Laufrichtung einer Papierbahn 4 die von einer Druckmaschine 1 kommt dar. Eine Auffangvorrichtung 5 für die Bahn ist direkt so nahe wie möglich und dem Druckwerk 2 nachgeordnet installiert. Ein Trockner 6 folgt der Auffangvorrichtung für die Bahn. Der Abstand zwischen der Auffangvorrichtung 5 und dem Trockner 6 ist variabel und hängt von der Konfigurierung der Maschine 1 ab welche eine oder mehrere Bahnen enthalten kann. Gewisse Rotationsdruckmaschinen können keinen Trockner enthalten.
Die Auffangvorrichtung 5 für die Bahn ist dazu bestimmt, das zerrissene Ende der Bahn 4 im Falle eines Bahnrisses aufzufangen und aufzurollen um zum Beispiel zu vermeiden, daß sie sich gegen einen Zylinder des Druckwerkes 2 klebt und sich auf ihm aufrollt wodurch sein Durchmesser vergrößert wird. Diese Vergrößerung des Durchmessers birgt die Gefahr einer Beschädigung oder Zerstörung des Druckwerkes in sich.
Eine Vorrichtung 7 zur Störungserfassung im Transport der Papierbahn 4 ist direkt dem Druckwerk 2 nachgeordnet und ist also direkt vor der Auffangvorrichtung 5 für die Bahn angeordnet. Dieselbe Vorrichtung 7 zur Störungserfassung kann auch der Auffangvorrichtung 5 für die Bahn nachgeordnet sein. Die Vorrichtung 7 zur Störungserfassung erlaubt es durch eine kontaktfreie Meßmethode die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Papierbahn 4 in Abhängigkeit von der Zeit t zu bestimmen. Diese Vorrichtung 7 zur Störungserfassung kann so entworfen werden, daß sie nach einer optischen oder auf dem Schall beruhenden Methode funktioniert oder auch nach einer anderen Methode, wobei die verschiedenen genannten Methoden nicht Gegenstand dieser Patentanmeldung sind.
Die Fig. 2 stellt die Realisierung eines Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen Verfahrens dar. Die graphische Darstellung der Fig. 2 gibt die Variationen der verschieden Geschwindigkeiten, welche nachfolgend kommentiert werden, wieder. Die mechanische Geschwindigkeit der Druckmaschine erlaubt es, eine virtuelle Bahngeschwindigkeit zu bestimmen, welche VVIRT(t) genannt wird und durch die Kurve 14 dargestellt wird, diese Kurve 14 gibt den Normalbetrieb der Druckmaschine wieder.
Die virtuelle Geschwindigkeit VVTRT (t) der Bahn ist die theoretische Geschwindigkeit der Bahn, wenn sie existiert. Die virtuelle Geschwindigkeit der Bahn kann aus einer Übertragungsfunktion der mechanischen Geschwindigkeit der Presse berechnet werden, wobei der Unterschied zwischen diesen beiden Geschwindigkeiten auf das Walken des Gummituches zurückzuführen ist. Die Erfassungsvorrichtung 7 mißt fortlaufend nach einer klassischen kontaktfreien Methode die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4, welche durch die Kurve 8 dargestellt ist. Diese Messung ist direkt und erfordert nicht den Einsatz einer äußeren Zusatzvorrichtung. Zu einem Zeitpunkt tn ist zum Beispiel die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4 gleich VPAP (tn), wobei das Zeitinkrement zwischen jeder Messung eingestellt werden kann. Die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn wird fortlaufend verglichen mit der virtuellen Geschwindigkeit VVIRT (t) der Bahn und zwar mit einem elektronischen System.
Die Erfassungsvorrichtung 7 schreibt eine Erfassungsschwelle mit dem Wert S1 vor und ist sowohl durch die Kurven 15.1 als auch 15.2 dargestellt, wobei die Erfassungsschwelle S1 eine Abweichung im Bezug auf die virtuelle Geschwindigkeit der Bahn sowohl in Zunahme- als auch in Abnahmerichtung ist; die Erfassungsschwelle S1 stellt vorzugsweise einen gewissen gewählten Prozentsatz einer empfohlenen Geschwindigkeit,die hier eben so groß ist wie die virtuelle Geschwindigkeit der Bahn, dar. Wenn der Transport der Bahn gestört ist, zum Beispiel durch ein Zerreißen der Bahn, so sinkt ihre Geschwindigkeit VPAP (t). Zum Augenblick tm sinkt also wie es auf der Fig. 2 dargestellt ist die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4 um eben so groß zu werden wie VPAP (tm). Zur Zeit tm ist der Unterschied zwischen der virtuellen Geschwindigkeit VVIRT (tm) der Bahn und der Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (tm) der Bahn 4:
δV1 = VVIRT(tm)-VPAP(tm).
Auf der Fig. 2 ist der Geschwindigkeitsunterschied δV1 größer als die vorgeschriebene Erfassungsschwelle S1. Wenn dieser Zustand eintritt, das heißt wenn der Unterschied zwischen der virtuellen Geschwindigkeit VVIRT (t) der Bahn und der Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4 größer ist als die vorgeschriebene Erfassungsschwelle S1 so löst die Vorrichtung 7 für die Störungserfassung im Transport der Papierbahn 4 die Auffangvorrichtung für die Bahn 5 aus und erzeugt eine Notabschaltung der Maschine 1.
Die Fig. 3 stellt die Realisierung des zweiten Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen Verfahrens dar. Die auf der Fig. 3 wiedergegebene graphische Darstellung gibt die Variationen der verschiedenen Geschwindigkeiten in Abhängigkeit von der Zeit wieder, welche im folgenden kommentiert werden.
Die Erfassungsvorrichtung 7 mißt fortlaufend nach einer klassischen kontaktfreien Methode die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4 in Abhängigkeit von der Zeit t welche auf der Kurve 8 dargestellt wird. In diesem zweiten Ausführungsbeispiel wird die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4 fortlaufend verglichen mit der sogenannten mittleren Geschwindigkeit der Bahn VMOY(t) (auf der Kurve 13 dargestellt) dank eines elektronischen Systems. So ist zu einem gegebenen Zeitpunkt ti die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4 gleich VPAP (ti). Die mittlere Geschwindigkeit der Bahn VMOY (ti) wird bestimmt durch die Berechnung der mittleren Augenblicksgeschwindigkeit der Bahn während der letzten j Zeitintervalle, das heißt die letzten j Meßschritte im Bezug auf die Zeitmessung ti. Das Zeitinkrement zwischen den zwei Messungen ti-j ist variabel. Die Periode zwischen den Zeiten ti-j und der Zeit ti ist einstellbar in Inkrementzahlen und in Inkrementamplituden. Zum Beispiel zur Zeit ti-j ist die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4 VPAP (ti-j). Die Erfassungsvorrichtung 7 schreibt eine Erfassungsschwelle mit einem Wert +/- S2 vor welche jeweils durch die Kurven 16.1 und 16.2 dargestellt wird. Die Erfassungsschwelle S2 stellt eine Abweichung gegenüber der mittleren Geschwindigkeit der Bahn VMOY (ti) sowohl in Zunahme- als auch in Abnahmerichtung dar. Die Erfassungsschwelle S2 stellt vorzugsweise einen gewissen gewählten Prozentsatz einer empfohlenen Geschwindigkeit dar die hier gleich der mittleren Geschwindigkeit der Bahn ist. Wenn der Transport der Bahn gestört ist, zum Beispiel durch ein Zerreißen der Bahn, so sinkt ihre Geschwindigkeit VPAP (t). Zum Augenblick ti sinkt also wie es auf der Fig. 3 dargestellt ist, die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4, um eben so groß zu werden wie VPAP (ti). Zur Zeit ti ist der Unterschied zwischen der mittleren Geschwindigkeit VMOY (ti) der Bahn und der Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (ti) der Bahn 4:
δV2 = VMOY(ti) - VPAP(ti).
Dieser Unterschied δV2 ist größer als die vorgeschriebene Erfassungsschwelle S2. Wenn dieser Zustand eintritt, das heißt wenn der Unterschied zwischen der mittleren Geschwindigkeit VMOY (ti) der Bahn und der Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (ti) der Bahn 4 größer ist als die vorgeschriebene Erfassungsschwelle S2 so löst die Vorrichtung 7 für die Störungserfassung im Transport der Papierbahn 4 die Auffangvorrichtung für die Bahn 5 aus und erzeugt eine Notabschaltung der Rotationsdruckmaschine 1.
Die Fig. 4 stellt die Realisierung des dritten Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen Verfahrens dar. Die auf der Fig. 4 wiedergegebene graphische Darstellung gibt die Variationen der verschiedenen Geschwindigkeiten in Abhängigkeit von der Zeit wieder welche im folgenden kommentiert werden.
Die Erfassungsvorrichtung 7 mißt fortlaufend nach einer klassischen kontaktfreien Methode die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4 welche auf der Kurve 8 dargestellt wird. Zu einem Zeitpunkt tk ist zum Beispiel die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP(t) der Bahn 4 gleich VPAP(tk) In diesem dritten Ausführungsbeispiel wird die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4 im Augenblick tk genannt VPAP(tk) fortlaufend mit Hilfe eines elektronischen Systems verglichen mit der Geschwindigkeit VPAP(tk-1) zum Augenblick der unmittelbar vorhergehenden Messung, das bedeutet zum Augenblick tk-1 der besagten Bahn. Das Zeitinkrement zwischen zwei Messungen ist variable. Die Erfassungsvorrichtung 7 schreibt eine Erfassungsschwelle mit einem Wert +/- S3 vor welche jeweils durch die Kurven 17.1 und 17.2 dargestellt wird. Die Erfassungsschwelle S3 stellt eine Abweichung gegenüber der empfohlenen Geschwindigkeit VPAP(t) der Bahn 4 dar, sowohl in Zunahme- als auch in Abnahmerichtung. Die Erfassungsschwelle S3 stellt vorzugsweise einen gewissen gewählten Prozentsatz einer empfohlenen Geschwindigkeit dar, die hier gleich ist der Augenblicksgeschwindigkeit der Bahn. Wenn der Transport der Bahn gestört ist, zum Beispiel durch ein Zerreißen der Bahn, so sinkt ihre Geschwindigkeit VPAP (t). Zum Augenblick tk sinkt also wie es aus der Fig. 4 dargestellt ist die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4 um eben so groß zu werden wie VPAP (tk). Der Unterschied zwischen der Geschwindigkeit VPAP(tk) der Bahn und der Geschwindigkeit VPAP(tk-1) der Bahn ist:
δV3 = VPAP (tk-1) - VPAP(tk).
Auf der Fig. 4 ist dieser Unterschied δV3 größer als die vorgeschriebene Erfassungsschwelle S3. Wenn dieser Zustand eintritt, das heißt wenn der Geschwindigkeitsunterschied δV3 zwischen der Geschwindigkeit VPAP (tk-1) der Bahn und der Geschwindigkeit VPAP (tk) der Bahn 4 größer ist als die vorgeschriebene Erfassungsschwelle S3 so löst die Vorrichtung 7 für die Störungserfassung im Transport der Papierbahn 4 die Auffangvorrichtung für die Bahn 5 aus und erzeugt eine Notabschaltung der Rotationsdruckmaschine 1.

Claims (8)

1. Verfahren zur Störungserfassung im Transport einer Papierbahn in einer Rotationsdruckmaschine nach dem eine Geschwindigkeitsbestimmung durchgeführt und analysiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine kontaktfreie Messung der Augenblicksgeschwindigkeit (VPAP(t)) der Bahn verglichen wird mit einer virtuellen Geschwindigkeit (VVIRT(t)) der Bahn welche bestimmt wird aus der mechanischen Geschwindigkeit der Presse, wobei der Unterschied (δV1) zwischen den Geschwindigkeiten mit einer vorgeschriebenen Schwelle (S1) verglichen wird.
2. Verfahren zur Störungserfassung im Transport einer Papierbahn in einer Rotationsdruckmaschine nach dem eine Geschwindigkeitsbestimmung durchgeführt und analysiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine kontaktfreie Messung der Augenblicksgeschwindigkeit (VPAP(t)) der Bahn verglichen wird mit der mittleren Geschwindigkeit (VMOY(t)) der Bahn welche während der Zeit vor der letzten Messung gemessen wird, wobei der Unterschied (δV2) zwischen den Geschwindigkeiten mit einer vorgeschriebenen Schwelle (S2) verglichen wird.
3. Verfahren zur Störungserfassung im Transport einer Papierbahn in einer Rotationsdruckmaschine nach dem eine Geschwindigkeitsbestimmung durchgeführt und analysiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine kontaktfreie Messung der Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn verglichen wird mit einer Geschwindigkeit (VPAP(tk-1)) der Bahn zu einem Zeitpunkt unmittelbar vor dem Augenblick der Messung der Augenblicksgeschwindigkeit (VPAP(tk)), wobei der Unterschied zwischen den Geschwindigkeiten mit einer vorgeschriebenen Schwelle (S3) verglichen wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwelle (S1, S2, S3) einer maximalen zulässigen Variation der Papierbahngeschwindigkeit entspricht.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß die Schwelle (S1, S2, S3) einem Bruchteil einer empfohlenen Bahngeschwindigkeit entspricht.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß die Schwelle (S1, S2, S3) automatisch kontinuierlich an eine empfohlene Geschwindigkeit und/oder andere Druckparameter angepaßt wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Zeitintervall zwischen der ersten und der letzten Bestimmung der Bahngeschwindigkeit automatisch auf vorgeschriebene Weise in Abhängigkeit von den Druckparametern modifiziert werden kann.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Auffangvorrichtung (5) für die Bahn ausgelöst wird und/oder die Druckmaschine (1) so schnell wie möglich für den Fall eines Überschreitens der Schwelle (S1, S2, S3) angehalten wird.
DE19611878A 1995-05-22 1996-03-26 Verfahren zur Störungserfassung im Transport einer durchgehenden Papierbahn in einer Druckmaschine Expired - Fee Related DE19611878B4 (de)

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