DE19611878A1 - Verfahren zur Störungserfassung im Transport einer durchgehenden Papierbahn in einer Druckmaschine - Google Patents
Verfahren zur Störungserfassung im Transport einer durchgehenden Papierbahn in einer DruckmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erfassung von Störungen im Transport
einer Papierbahn in einer Rotationsdruckmaschine gemäß der eine
Geschwindigkeitsbestimmung durchgeführt und analysiert wird.
Das Dokument DE 41 30 679 beschreibt ein Verfahren dieser Art.
Zwei in eine Rotationsdruckmaschine von einander beabstandete Zylinder und über
die eine Papierbahn läuft sind mechanisch mit Winkelkodierern verbunden die die
Winkelgeschwindigkeit der Zylinder erfassen. Wenn die Kodierer eine unzulässige
Abweichung der Winkelgeschwindigkeiten feststellen,wird die Papierbahn
zerschnitten oder die Rotationsdruckmaschine angehalten. Diese bekannte
Einrichtung hat den Nachteil, daß man die Papierbahngeschwindigkeit indirekt über
die Erfassung der Winkelgeschwindigkeiten der Zylinder bestimmt. So kann zum
Beispiel im Falle eines Zerreißens der Bahn das aus dem Zerreißen enstandene freie
Ende aufgehört haben im Kontakt mit einem der Zylinder zu sein, aber der
entsprechende Winkelkodierer kann dennoch eine Bahngeschwindigkeit angeben.
Außerdem haben die drehenden Massen zur Folge, daß diese bekannte Vorrichtung
eine große relative Trägheit besitzt, das heißt daß die bestimmten Daten nicht immer
dem augenblicklichen Zustand des Systems entsprechen.
Das Dokument DE 41 06 901 beschreibt ein Überwachungsverfahren einer Bahn
nachdem die Ablenkung dieser Bahn auf optischem Wege bestimmt wird. Folglich ist
das was durchgeführt wird eine Art von Entfernungmessung was nichts mit der
Geschwindigkeit der Bahn zu tun hat. Oberhalb einer bestimmten Ablenkung der
Bahn wird diese angehalten.
Die Erfindung hat zum Ziel ein Verfahren zur Erfassung von Störungen beim
Transport einer Papierbahn in einer Rotationsdruckmaschine, ein Verfahren das
äußerst genau ist und so einen optimalen Schutz der Maschine gegen Schäden
gewährleistet und einen zuverlässigen fortlaufenden Druck erlaubt.
Nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung wird eine kontaktfrei
durchgeführte Messung der Augenblicksgeschwindigkeit der Bahn verglichen mit
der virtuellen Geschwindigkeit der Bahn welche aus der mechanischen
Geschwindigkeit der Druckmaschine bestimmt wird wobei der Unterschied zwischen
den Geschwindigkeiten mit einer vorgeschriebenen Schwelle verglichen wird.
Nach einer zweiten Ausführungsform der Erfindung wird eine kontaktfrei
durchgeführte Messung der Augenblicksgeschwindigkeit der Bahn verglichen mit
einer mittleren Geschwindigkeit der Bahn welche während der Zeit vor der letzten
Messung gemessen wird, wobei der Unterschied zwischen den Geschwindigkeiten
mit einer vorgeschriebenen Schwelle verglichen wird.
Nach einer dritten Ausführungsform der Erfindung wird eine kontaktfrei
durchgeführte Messung der Augenblicksgeschwindigkeit der Bahn verglichen mit
der Geschwindigkeit der Bahn zu einem Zeitpunkt unmittelbar vor dem Augenblick
der Messung der Augenblicksgeschwindigkeit, wobei der Unterschied zwischen den
Geschwindigkeiten mit einer vorgeschriebenen Schwelle verglichen wird.
Erfindungsgemäß wird die Geschwindigkeit der Papierbahn direkt erfaßt, das heißt
zum Beispiel auf optischem Wege oder mit Hilfe des Schalls, also kontaktfrei. Die
Bestimmung wird auf der Bahn selber durchgeführt also nicht indirekt durch die
Überwachung der Geschwindigkeit von Maschinenteilen und ohne die
Zwischenschaltung von Einrichtungen die die Daten verfalschen oder verzögern. Es
werden mindestens zwei Geschwindigkeitsbestimmungen der Bahn mit einer
Zeitverschiebung durchgeführt, wobei Transportvariationen praktisch ohne
Verzögerung und sofort in Reellzeit durchgeführt werden können durch eine
entsprechende Wahl der Zeitverschiebung. Es können sogar Transportstörungen der
Bahn währen ihrer Entstehung festgestellt werden.
Außerdem wird erfindungsgemäß ein Unterschied der bestimmten
Geschwindigkeiten der Bahn festgestellt und verglichen mit einer vorgeschriebenen
Schwelle um zu vermeiden, daß die Geschwindigkeitsvariationen welche von
äußeren Einwirkungen kommen, zum Beispiel, schwache Verlängerungen der Bahn
in Abhängigkeit vom Feuchtigkeitsgehalt eine Notabschaltung der Druckmaschine
zur Folge haben, da diese Variationen während des Normalbetriebes unweigerlich
auftreten. Diese Schwelle wird so vorgeschrieben, daß unschädliche
Geschwindigkeitsvariationen unterhalb der Schwelle bleiben, die beträchtliche
Störungen der Bahn während des Normalbetriebs kennzeichnet. Die Schwelle
entspricht also einer unzulässigen Höchstvariation der Bahngeschwindigkeit.
Es ist vorteilhaft, wenn die Schwelle ein Bruchteil der empfohlenen
Bahngeschwindigkeit ist. Nach einem anderen vorteilhaften Merkmal kann die
Schwelle kontinuierlich automatisch angepaßt werden an die empfohlene
Geschwindigkeit und/oder andere Druckparameter. Wenn die tatsächliche
Geschwindigkeit die empfohlene Geschwindigkeit um einen entsprechenden vorher
genannten Prozentsatz über- oder unterschreitet, werden Maßnahmen ausgelöst um
den weiteren Transport der Bahn zu unterbinden. Der angenommene Prozentsatz
der empfohlenen Geschwindigkeit ist also so, daß die Schwelle eine Größe
darstellt,die von der tatsächlichen Druckgeschwindigkeit der Maschine abhängt. Das
bedeutet, daß zum Beispiel sogar die Druckgeschwindigkeiten beim Anlaufen oder
unter anderen Umständen auf entsprechende Weise kontrolliert werden.
Es ist vorteilhafter nach einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung möglich,
daß das Zeitintervall zwischen den ersten und letzten Bestimmungen der
Bahngeschwindigkeit auf vorbestimmte Weise im besonderen automatisch in
Abhängigkeit von den Druckparametern variieren. Die Kontrollempfindlichkeit kann
in Abhängigkeit von der Wahl des Zeitintervalls abgeändert werden.
Die Bestimmung der Bahngeschwindigkeit wird vorzugsweise nach der sogenannten
Raumfilterungsmethode durchgeführt. Diese wird in einem Artikel der Zeitschrift
"Applied Physics B43", S. 209 bis 242, Springerverlag 1986, "Principals and
Development of Spatial Filtering Velocimetry" beschrieben. Der Inhalt dieses
Artikels ist als Referenz Bestandteil der vorliegenden Anmeldung.
Es ist schließlich vorteilhaft, daß im Falle des Überschreitens der Schwelle eine
Auffangvorrichtung für die Bahn ausgelöst wird und/oder daß die Druckmaschine so
schnell wie möglich angehalten wird.
Die Erfindung wird in Einzelheiten beispielhaft und nicht begrenzend im Bezug auf
die angefügten Zeichnungen beschrieben auf denen:
Die Fig. 1 eine schematische überhöhte Ansicht eines Teils einer Druckmaschine ist.
Die Fig. 1 eine schematische überhöhte Ansicht eines Teils einer Druckmaschine ist.
Die Fig. 2 eine graphische Darstellung ist welche die Variationen der
Bahngeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Zeit und die Realisierung des ersten
Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen Verfahrens darstellt.
Die Fig. 3 eine graphische Darstellung ist welche die Variationen der
Bahngeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Zeit und die Realisierung des zweiten
Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen Verfahrens darstellt.
Die Fig. 4 eine graphische Darstellung ist welche die Variationen der
Bahngeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Zeit und die Realisierung des dritten
Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen Verfahrens darstellt.
Die Fig. 1 stellt schematisch aus Einfachheitsgründen das letzte Druckwerk 2 einer
Rotationsdruckmaschine 1 dar. Die mechanische Geschwindigkeit der
Druckmaschine 1 wird von einem von dem Gummituchzylindern des Druckwerkes 2
eingetriebenen Winkelkodierer 12 gemessen, wobei die Messung der mechanischen
Geschwindigkeit der Druckmaschine 1 natürlich mit anderen Mitteln wie zum
Beispiel einem Tachymeter, welches von den beweglichen Teilen angetrieben wird,
ausgeführt werden kann. Der Pfeil 3 stellt die Laufrichtung einer Papierbahn 4 die
von einer Druckmaschine 1 kommt dar. Eine Auffangvorrichtung 5 für die Bahn ist
direkt so nahe wie möglich und dem Druckwerk 2 nachgeordnet installiert. Ein
Trockner 6 folgt der Auffangvorrichtung für die Bahn. Der Abstand zwischen der
Auffangvorrichtung 5 und dem Trockner 6 ist variabel und hängt von der
Konfigurierung der Maschine 1 ab welche eine oder mehrere Bahnen enthalten kann.
Gewisse Rotationsdruckmaschinen können keinen Trockner enthalten.
Die Auffangvorrichtung 5 für die Bahn ist dazu bestimmt, das zerrissene Ende der
Bahn 4 im Falle eines Bahnrisses aufzufangen und aufzurollen um zum Beispiel zu
vermeiden, daß sie sich gegen einen Zylinder des Druckwerkes 2 klebt und sich auf
ihm aufrollt wodurch sein Durchmesser vergrößert wird. Diese Vergrößerung des
Durchmessers birgt die Gefahr einer Beschädigung oder Zerstörung des
Druckwerkes in sich.
Eine Vorrichtung 7 zur Störungserfassung im Transport der Papierbahn 4 ist direkt
dem Druckwerk 2 nachgeordnet und ist also direkt vor der Auffangvorrichtung 5 für
die Bahn angeordnet. Dieselbe Vorrichtung 7 zur Störungserfassung kann auch der
Auffangvorrichtung 5 für die Bahn nachgeordnet sein. Die Vorrichtung 7 zur
Störungserfassung erlaubt es durch eine kontaktfreie Meßmethode die
Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Papierbahn 4 in Abhängigkeit von der
Zeit t zu bestimmen. Diese Vorrichtung 7 zur Störungserfassung kann so entworfen
werden, daß sie nach einer optischen oder auf dem Schall beruhenden Methode
funktioniert oder auch nach einer anderen Methode, wobei die verschiedenen
genannten Methoden nicht Gegenstand dieser Patentanmeldung sind.
Die Fig. 2 stellt die Realisierung eines Ausführungsbeispieles des
erfindungsgemäßen Verfahrens dar. Die graphische Darstellung der Fig. 2 gibt die
Variationen der verschieden Geschwindigkeiten, welche nachfolgend kommentiert
werden, wieder. Die mechanische Geschwindigkeit der Druckmaschine erlaubt es,
eine virtuelle Bahngeschwindigkeit zu bestimmen, welche VVIRT(t) genannt wird
und durch die Kurve 14 dargestellt wird, diese Kurve 14 gibt den Normalbetrieb der
Druckmaschine wieder.
Die virtuelle Geschwindigkeit VVTRT (t) der Bahn ist die theoretische
Geschwindigkeit der Bahn, wenn sie existiert. Die virtuelle Geschwindigkeit der
Bahn kann aus einer Übertragungsfunktion der mechanischen Geschwindigkeit der
Presse berechnet werden, wobei der Unterschied zwischen diesen beiden
Geschwindigkeiten auf das Walken des Gummituches zurückzuführen ist. Die
Erfassungsvorrichtung 7 mißt fortlaufend nach einer klassischen kontaktfreien
Methode die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4, welche durch die
Kurve 8 dargestellt ist. Diese Messung ist direkt und erfordert nicht den Einsatz
einer äußeren Zusatzvorrichtung. Zu einem Zeitpunkt tn ist zum Beispiel die
Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4 gleich VPAP (tn), wobei das
Zeitinkrement zwischen jeder Messung eingestellt werden kann. Die
Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn wird fortlaufend verglichen mit der
virtuellen Geschwindigkeit VVIRT (t) der Bahn und zwar mit einem elektronischen
System.
Die Erfassungsvorrichtung 7 schreibt eine Erfassungsschwelle mit dem Wert S1 vor
und ist sowohl durch die Kurven 15.1 als auch 15.2 dargestellt, wobei die
Erfassungsschwelle S1 eine Abweichung im Bezug auf die virtuelle Geschwindigkeit
der Bahn sowohl in Zunahme- als auch in Abnahmerichtung ist; die
Erfassungsschwelle S1 stellt vorzugsweise einen gewissen gewählten Prozentsatz
einer empfohlenen Geschwindigkeit,die hier eben so groß ist wie die virtuelle
Geschwindigkeit der Bahn, dar. Wenn der Transport der Bahn gestört ist, zum
Beispiel durch ein Zerreißen der Bahn, so sinkt ihre Geschwindigkeit VPAP (t).
Zum Augenblick tm sinkt also wie es auf der Fig. 2 dargestellt ist die
Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4 um eben so groß zu werden wie
VPAP (tm). Zur Zeit tm ist der Unterschied zwischen der virtuellen Geschwindigkeit
VVIRT (tm) der Bahn und der Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (tm) der Bahn 4:
δV1 = VVIRT(tm)-VPAP(tm).
Auf der Fig. 2 ist der Geschwindigkeitsunterschied δV1 größer als die
vorgeschriebene Erfassungsschwelle S1. Wenn dieser Zustand eintritt, das heißt
wenn der Unterschied zwischen der virtuellen Geschwindigkeit VVIRT (t) der Bahn
und der Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4 größer ist als die
vorgeschriebene Erfassungsschwelle S1 so löst die Vorrichtung 7 für die
Störungserfassung im Transport der Papierbahn 4 die Auffangvorrichtung für die
Bahn 5 aus und erzeugt eine Notabschaltung der Maschine 1.
Die Fig. 3 stellt die Realisierung des zweiten Ausführungsbeispieles des
erfindungsgemäßen Verfahrens dar. Die auf der Fig. 3 wiedergegebene graphische
Darstellung gibt die Variationen der verschiedenen Geschwindigkeiten in
Abhängigkeit von der Zeit wieder, welche im folgenden kommentiert werden.
Die Erfassungsvorrichtung 7 mißt fortlaufend nach einer klassischen kontaktfreien
Methode die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4 in Abhängigkeit von
der Zeit t welche auf der Kurve 8 dargestellt wird. In diesem zweiten
Ausführungsbeispiel wird die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4
fortlaufend verglichen mit der sogenannten mittleren Geschwindigkeit der Bahn
VMOY(t) (auf der Kurve 13 dargestellt) dank eines elektronischen Systems. So ist
zu einem gegebenen Zeitpunkt ti die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der
Bahn 4 gleich VPAP (ti). Die mittlere Geschwindigkeit der Bahn VMOY (ti) wird
bestimmt durch die Berechnung der mittleren Augenblicksgeschwindigkeit der Bahn
während der letzten j Zeitintervalle, das heißt die letzten j Meßschritte im Bezug auf
die Zeitmessung ti. Das Zeitinkrement zwischen den zwei Messungen ti-j ist
variabel. Die Periode zwischen den Zeiten ti-j und der Zeit ti ist einstellbar in
Inkrementzahlen und in Inkrementamplituden. Zum Beispiel zur Zeit ti-j ist die
Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4 VPAP (ti-j). Die
Erfassungsvorrichtung 7 schreibt eine Erfassungsschwelle mit einem Wert +/- S2 vor
welche jeweils durch die Kurven 16.1 und 16.2 dargestellt wird. Die
Erfassungsschwelle S2 stellt eine Abweichung gegenüber der mittleren
Geschwindigkeit der Bahn VMOY (ti) sowohl in Zunahme- als auch in
Abnahmerichtung dar. Die Erfassungsschwelle S2 stellt vorzugsweise einen
gewissen gewählten Prozentsatz einer empfohlenen Geschwindigkeit dar die hier
gleich der mittleren Geschwindigkeit der Bahn ist. Wenn der Transport der Bahn
gestört ist, zum Beispiel durch ein Zerreißen der Bahn, so sinkt ihre
Geschwindigkeit VPAP (t). Zum Augenblick ti sinkt also wie es auf der Fig. 3
dargestellt ist, die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4, um eben so
groß zu werden wie VPAP (ti). Zur Zeit ti ist der Unterschied zwischen der
mittleren Geschwindigkeit VMOY (ti) der Bahn und der
Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (ti) der Bahn 4:
δV2 = VMOY(ti) - VPAP(ti).
Dieser Unterschied δV2 ist größer als die vorgeschriebene Erfassungsschwelle S2.
Wenn dieser Zustand eintritt, das heißt wenn der Unterschied zwischen der mittleren
Geschwindigkeit VMOY (ti) der Bahn und der Augenblicksgeschwindigkeit VPAP
(ti) der Bahn 4 größer ist als die vorgeschriebene Erfassungsschwelle S2 so löst die
Vorrichtung 7 für die Störungserfassung im Transport der Papierbahn 4 die
Auffangvorrichtung für die Bahn 5 aus und erzeugt eine Notabschaltung der
Rotationsdruckmaschine 1.
Die Fig. 4 stellt die Realisierung des dritten Ausführungsbeispieles des
erfindungsgemäßen Verfahrens dar. Die auf der Fig. 4 wiedergegebene graphische
Darstellung gibt die Variationen der verschiedenen Geschwindigkeiten in
Abhängigkeit von der Zeit wieder welche im folgenden kommentiert werden.
Die Erfassungsvorrichtung 7 mißt fortlaufend nach einer klassischen kontaktfreien
Methode die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4 welche auf der
Kurve 8 dargestellt wird. Zu einem Zeitpunkt tk ist zum Beispiel die
Augenblicksgeschwindigkeit VPAP(t) der Bahn 4 gleich VPAP(tk) In diesem dritten
Ausführungsbeispiel wird die Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4 im
Augenblick tk genannt VPAP(tk) fortlaufend mit Hilfe eines elektronischen Systems
verglichen mit der Geschwindigkeit VPAP(tk-1) zum Augenblick der unmittelbar
vorhergehenden Messung, das bedeutet zum Augenblick tk-1 der besagten Bahn.
Das Zeitinkrement zwischen zwei Messungen ist variable. Die
Erfassungsvorrichtung 7 schreibt eine Erfassungsschwelle mit einem Wert +/- S3 vor
welche jeweils durch die Kurven 17.1 und 17.2 dargestellt wird. Die
Erfassungsschwelle S3 stellt eine Abweichung gegenüber der empfohlenen
Geschwindigkeit VPAP(t) der Bahn 4 dar, sowohl in Zunahme- als auch in
Abnahmerichtung. Die Erfassungsschwelle S3 stellt vorzugsweise einen gewissen
gewählten Prozentsatz einer empfohlenen Geschwindigkeit dar, die hier gleich ist der
Augenblicksgeschwindigkeit der Bahn. Wenn der Transport der Bahn gestört ist,
zum Beispiel durch ein Zerreißen der Bahn, so sinkt ihre Geschwindigkeit VPAP (t).
Zum Augenblick tk sinkt also wie es aus der Fig. 4 dargestellt ist die
Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn 4 um eben so groß zu werden wie
VPAP (tk). Der Unterschied zwischen der Geschwindigkeit VPAP(tk) der Bahn und
der Geschwindigkeit VPAP(tk-1) der Bahn ist:
δV3 = VPAP (tk-1) - VPAP(tk).
Auf der Fig. 4 ist dieser Unterschied δV3 größer als die vorgeschriebene
Erfassungsschwelle S3. Wenn dieser Zustand eintritt, das heißt wenn der
Geschwindigkeitsunterschied δV3 zwischen der Geschwindigkeit VPAP (tk-1) der
Bahn und der Geschwindigkeit VPAP (tk) der Bahn 4 größer ist als die
vorgeschriebene Erfassungsschwelle S3 so löst die Vorrichtung 7 für die
Störungserfassung im Transport der Papierbahn 4 die Auffangvorrichtung für die
Bahn 5 aus und erzeugt eine Notabschaltung der Rotationsdruckmaschine 1.
Claims (8)
1. Verfahren zur Störungserfassung im Transport einer Papierbahn in einer
Rotationsdruckmaschine nach dem eine Geschwindigkeitsbestimmung durchgeführt
und analysiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine kontaktfreie Messung der
Augenblicksgeschwindigkeit (VPAP(t)) der Bahn verglichen wird mit einer
virtuellen Geschwindigkeit (VVIRT(t)) der Bahn welche bestimmt wird aus der
mechanischen Geschwindigkeit der Presse, wobei der Unterschied (δV1) zwischen
den Geschwindigkeiten mit einer vorgeschriebenen Schwelle (S1) verglichen wird.
2. Verfahren zur Störungserfassung im Transport einer Papierbahn in einer
Rotationsdruckmaschine nach dem eine Geschwindigkeitsbestimmung durchgeführt
und analysiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine kontaktfreie Messung der
Augenblicksgeschwindigkeit (VPAP(t)) der Bahn verglichen wird mit der mittleren
Geschwindigkeit (VMOY(t)) der Bahn welche während der Zeit vor der letzten
Messung gemessen wird, wobei der Unterschied (δV2) zwischen den
Geschwindigkeiten mit einer vorgeschriebenen Schwelle (S2) verglichen wird.
3. Verfahren zur Störungserfassung im Transport einer Papierbahn in einer
Rotationsdruckmaschine nach dem eine Geschwindigkeitsbestimmung durchgeführt
und analysiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine kontaktfreie Messung der
Augenblicksgeschwindigkeit VPAP (t) der Bahn verglichen wird mit einer
Geschwindigkeit (VPAP(tk-1)) der Bahn zu einem Zeitpunkt unmittelbar vor dem
Augenblick der Messung der Augenblicksgeschwindigkeit (VPAP(tk)), wobei der
Unterschied zwischen den Geschwindigkeiten mit einer vorgeschriebenen Schwelle
(S3) verglichen wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwelle (S1, S2, S3) einer maximalen zulässigen Variation der
Papierbahngeschwindigkeit entspricht.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
daß die Schwelle (S1, S2, S3) einem Bruchteil einer empfohlenen
Bahngeschwindigkeit entspricht.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
daß die Schwelle (S1, S2, S3) automatisch kontinuierlich an eine empfohlene
Geschwindigkeit und/oder andere Druckparameter angepaßt wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zeitintervall zwischen der ersten und der letzten Bestimmung der
Bahngeschwindigkeit automatisch auf vorgeschriebene Weise in Abhängigkeit von
den Druckparametern modifiziert werden kann.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Auffangvorrichtung (5) für die Bahn ausgelöst wird und/oder die
Druckmaschine (1) so schnell wie möglich für den Fall eines Überschreitens der
Schwelle (S1, S2, S3) angehalten wird.
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