[go: up one dir, main page]

DE1961180A1 - Verfahren zur optischen Trennung einer Mischung von L- und D-alpha-Amino-epsilon-caprolactam - Google Patents

Verfahren zur optischen Trennung einer Mischung von L- und D-alpha-Amino-epsilon-caprolactam

Info

Publication number
DE1961180A1
DE1961180A1 DE19691961180 DE1961180A DE1961180A1 DE 1961180 A1 DE1961180 A1 DE 1961180A1 DE 19691961180 DE19691961180 DE 19691961180 DE 1961180 A DE1961180 A DE 1961180A DE 1961180 A1 DE1961180 A1 DE 1961180A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glutamic acid
mixture
salt
solvent
caprolactam
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19691961180
Other languages
English (en)
Inventor
Yasuhisa Ohno
Tadashi Okada
Ikuzo Tanaka
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Teijin Ltd
Original Assignee
Teijin Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Teijin Ltd filed Critical Teijin Ltd
Publication of DE1961180A1 publication Critical patent/DE1961180A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D223/00Heterocyclic compounds containing seven-membered rings having one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D223/02Heterocyclic compounds containing seven-membered rings having one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D223/06Heterocyclic compounds containing seven-membered rings having one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D223/12Nitrogen atoms not forming part of a nitro radical

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Verfahren zur optischen Trennung einer Mischung von L- und D-a-Amino-ξ-caprolactam
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur optischen Trennung von Mischungen von 'L-a-Amino-£ -caprolactara und D-a-Amino- f-caprolactam. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein neues Verfahren zur optischen Trennung von Mischungen von L- und D-a-Amino-^f-caprolactam unter Verwendung von Derivaten von L- oder D-Glutaminsäure der nachstehenden allgemeinen Formel
HOOC-7 CH-NH-CO-
QH2
Ή/ι
OOOH . worin R ein Wasserstoffatom oder eine Nitrogruppe(-NOp) darstellt als Auflöse-oder Trennmittel.
009832/1916
α-Amino- 5-caprolactam kann aus £-Caprolactam oder
Zwischenprodukten hiervon,., die in großen Mengen und bei niederen Kosten zur Verfügung stehen,als Ausgangsmaterialien für synthetische Fasern oder Fäden, z.B. Poly-£- caprolactam (Nylon β), synthetisiert werden. Außerdem kann diese Substanz sehr leicht hydrolysiert werden, um Lysin zu bilden. Daher wird zur Zeit auf diese Substanz als Zwischenprodukt mit wirtschaftlichen Vorteilen für die Synthese von Lysin ein beachtliches Interesse gerichtet. Da die Verbindung normalerweise in racemischer
Form erhalten wird, d.h. in Form einer Mischung von
das racemischβ gleichen Teilen an D-Form und L-Form muß^a-Ämino-£ caprolactam oder das racemische Lysin aufgetrennt werden, um optisch aktives Lysin zu erhalten, das für medizinische Anwendungszwecke oder als Stärkungsmittel für menschliche oder tierische Diätkost wertvoll ist.
Verfahren zur optischen Auflösung oder Trennung von racemischem Lysin oder von Gemischen von D- und L-Lysin können weitgehend in enzymatische oder chemische. Arbeitsweisen eingeteilt werden. Hinsichtlich dieser Arbeitsweise wurden bisher zahlreiche spezifische Methoden vorgeschlagen», jedqch erwies sich keine von ihnen als entsprechend vorteilhaft für die optische Trennung von Mischungen von D- und L-Lysin. und bis jetzt wurde noch keine Arbeitsweise in der Großtechnik angoxmmen. Wenn immer Arbeitsweisen für großtechnische Herstellungen von Lysin durch ein synthetisches Zwischen- , produkt von racemischem α-Amino-L -caprolactam bekannt wurden, nahm die Bedeutung von diesen Arbeitsweisen, die das Auflösen von racemischem α-Amino-^-caprolactam oder von Mischungen von L- und D-ct-Amino-f-caprolactam mit
009832/1316
einer hohen Leistungsfähigkeit ermöglichen könnten, sehr gewaltig zu.
In der Technik der optischen Trennung oder Auflösung von Mischungen von L- und D-oc-Amino-^caprolactam sind das Geigy-Verfahren (US-Patentschrift 3 275 619) und das Stamicarbon N.V.-Verfahren (belgische Patentschrift No. 696 185) bereits bekannt. Bei dem ersteren Verfahren wird L-Pyrrolidoncarbonsäure als Trennungsmittel und Äthanol oder Methanol als Auflösungsmittel für die Trennung verwendet, während bei der letzteren Arbeitsweise das gleiche Trennungsmittel jedoch Mischungen von V/asser und einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel als Lösungsmittel für die Trennung verwendet werden. Jedoch ist L-Pyrrolidoncarbonsäure teuer, da sie unter beachtlichen Schwierigkeiten synthetisiert wird. Überdies kann bei Verwendung dieser Verbindung als Trennungsmittel das hiervon mit L- oder D-a-Amino-f- caprolactam gebildete Salz nicht leicht von dem genannten Lösungsmittel abgetrennt werden. Demzufolge ist nicht nur die Gewinnung des genannten Salzes schwierig, sondern zwangsweise auch die Gewinnung von L-Pyrrolidoncarbonsäure durch Zersetzung des Salzes niedr-ig. V.renn ferner ein Lösungsmittelgemisch, bestehend aus Wasser und einem mit V/asser nicht mischbaren organischem Lösungsmittel gemäß der Arbeitsweise des belgischen Patents 696 183 verwendet wird, ist die Wirksamkeit der optischen Auflösung oder Trennung verhältnismäßig niedrig. Das Verfahren muß wiederholt v/erden, um die optische Reinheit des sich ergebenden L- oder D-a-Amino-B-caprolactams auf einen zufriedenstellenden Grad zu erhöhen. Damit wird dieses Verfahren in nachteiliger Weise kompliziert.
009832/1916
Im Hinblick auf die vorstehendan Ausführungen wurden Arbeiten und Untersuchungen zwecks Ermittelung von zufriedenstellenden Trennmitteln für Mischungen von L- und D-a-Amino-C-caprolactam ausgeführt, wobei gefunden wurde, daß Derivate der L- oder D-Glutaminsäure der nachstehenden Formel: ·
HOOC-rCH-NH-CO-^ V-R
CH5
CH2
COOH
in welcher R ein Wasserstoffatom oder eine Nitrogruppe ( bedeutet, als ausgezeichnete Trennmittel dienen.
Gemäß der Erfindung können Mischungen von L- und D-oc-Amino-E-caprolactam in die optischen Isomeren hiervon mit sehr hoher Wirksamkeit zerlegt werden, indem man diese Mischungen mit den vorstehend genannten Derivaten von D- oder L-Glutaminsäure in einem homogenen flüssigen Medium behandelt, das wenigstens 90 VoI-^o von wenigstens einem Lösungsmittel aus der Gruppe von Wasser, aliphatischen Alkoholen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Aceton und Äthylenglykol enthält.
Der hier verwendete Ausdruck "Kischungen von L- und D-a-Araino-£-caprolactam" ist nicht in dem Sinn beschränkt, daß die racemische Verbindung aus gleichen Anteilen L- und D-α-Amino-^-caprolactam besteht, sondern umfaßt
009832/1916
Mischungen, die mehr als gleiche Anteile von jeder der optischen Isomeren hiervon enthalten. Nachstehend werden diese Mischungen der Einfachheit halber als "D, L-NH2-CL-Mischung" das optische L-Isomere hiervon als 11L-IiH2-CL" und das optische D-Isomere hiervon als "D-NH2-CL" bezeichnet.
Beispiele für die Derivate der Glutaminsäure, die als optisches Trenn- oder Zerlegungsmittel von D,L-NH2-CL-Mischungen gemäß der Erfindung brauchbar sind, umfaßen:
N-Benzoyl-L-glutaminsäure N-Benzoyl-D-glutaminsäure N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure
N-p-Nitrobenzoyl-D-glutaminsäure.
Unter den vorstehend aufgeführten Verbindungen vrerden N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure und N-p-Nitrobenzoyl-D-glutaminsäure besonders bevorzugt.
Als Lösungsmittel kann irgendeines aus der Gruppe von Wasser, aliphatischen Alkoholen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Aceton und Äthylenglykol verwendet werden, wobei die bevorzugten Lösungsmittel hiervon Wasser, Methanol, Äthanol, oder deren-Mischungen bei beÜJä>.lgen . gewünschten Verhältnissen- sind. Mehr als eines der vorstehend aufgeführten Lösungsmittel kann gewünschtenfalls als Lösungsmittelgemisch verwendet werden und überdies kann irgendein homogenes flüssiges Medium mit einem Gehal.t von wenigstens 90 Vol-# von wenigstens einem, der vorstehend genannten Lösungsmittel als Lösungsmittel verwendet werden. Beispielsweise können mit
009832/1916
Wasser mischbare organische Lösungsmittel, z.B. Methyl~ äthylketon, Methylisobutylketon, Amylalkohol, Hexylalkohol,Propyleiiglycöl,Glycerin, Dioxan, Tetrahydrofuran, Dimethylsulfoxyd, Dimethylformamid od.dgl. in einer Menge von unterhalb 10 Vol-9d mit irgendeinem Lösungsmittel,, bestehend aus Wasser,den vorstehend genannten aliphatischen Alkoholen, Aceton und Athylenglykol oder mit Mischungen von mehr als einem der genannten Lösungsmittel gemischt werden und derartige Mischungen können ^ für die gewünschte Zerlegung oder Trennung angewendet werden. Während hydrophobe organische Lösungsmittel, beispielsweise Benzol, Toluol, o-, m- und p-Xylol, Äthylbenzöl, Kerosin, Äthyläther, Petroläther od.dgl. für ein Mischen mit Wasser allein nicht verwendet werden können, können sie jedoch als Lösungsmittelgemisch . mit .irgendeinem der vorstehend angegebenen aliphatischen Alkoholen, Aceton oder Athylenglykol oder deren Mischungen in einer Menge von unterhalb 10 Vol-% zur Anwendung gelangen. DieseLösungsmittelgemische können ferner Wasser innerhalb eines Bereichs, bei welchem eine homogene Lösung gebildet wird, enthalten.
" Somit kann irgendein Lösungsmittelgemisch als Trenn-
• oder Zerlegungslösungsmittel gemäß der Erfindung angewendet werden, sofern es ein homogenes flüssiges Medium (oder Lösung) mit einem Gehalt von wenigstens 90 Vol-% von wenigstens dnem Glied aus der Gruppe von Wasser, aliphatischen Alkoholen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Aceton und Athylenglykol ist.
009832/1916
So können gemäß der Erfindung D, L-IIH2-CL-Mischlingen nach einer einfachen Arbeitsweise und bei hohenJAusbeuten in L-NH2-CL und/oder D-NH2-CL von hoher Reinheit durch Behandlung von D,L-NH2-CL-Gemischen in den homogenen flüssigen Medien mit einem Gehalt von wenigstens 90 V0I.-S6 wenigstens eines Lösungsmittels aus der Gruppe von Wasser, aliphatischen Alkoholen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Aceton und Äthylenglykol mit einem der Derivate von L- oder D-Glutaminsäure der nachstehenden Formel
HOOC·CH·NH
CH0 0
1 c-CH2 COOH
worin R ein Wasserstoffatom oder eine Nitrogruppe darstellt, optisch getrennt werden, wobei ein schwer lösliches Salz, bestehend aus L- oder D-NH2-CL und dem Derivat einer optisch aktiven Glutaminsäure, ausgefällt, das schwer lösliche Salz von dem flüssigen Medium, das ein leicht lösliches Salz von L- oder D-NH2-CL und dem Glutaminsäurederivat enthält, nach irgendeiner annehmbaren praktischen Arbeitsweise getrennt und danach das schwer lösliche Salz und/oder das leicht lösliche Salz aus dem flüssigen Medium zersetzt werden.
Das Verfahren gemäß der Erfindung wird nachstehend näher erläutert.
Gemäß der Erfindung können zur Behandlung einer D, L-NH2-CL-Mischung mit dem genannten Derivat von einer optisch aktiven (L- oder D-) Glutaminsäure in dem genannten LÖ-
009832/1916
sungsmittel zwei Lösungen des Lösungsmittels, die jeweils die D,L-NHp-CL-Mischung bzw.. das Glutaminsäurederivat lö- -■ sen, gemischt werden; andererseits können die Mischung und das Derivat dem Lösungsmittel zugegeben werden und nacheinander aufgelöst werden, wobei die Reihenfolge der Zugabe gewählt werden kann. Es ist auch zulässig, ein Salz einer D,L-NHp-CL-Mischung und von dem Derivat einer optisch aktiven, d.h. einer L- oder D-Glutaminsäure, das im voraus gebildet wurde, dem genannten Lösungsmittel zuzusetzen.
Geeignete Mengen des genannten Derivats einer optisch aktiven Glutaminsäure, d.h. von dem Trennmittel, das zur Anwendung gelangt, sind wenigstens 0,5 Mol und vorzugsweise 0,8 bis 1,3 Mol je Mol der verwendeten D1L-NH2-CL-Mischung.
Wenn das Derivat der L- oder D-Glutaminsäure als Trennoder Zerlegungsmittel mit der D,L-NH2-CL-Miechung in dem vorstehend genannten Lösungsmittel umgesetzt wird, wird der größte Teil von
(A) einem Salz, bestehend aus L-NH2-CL und L-Glu/taminsäurederivat, oder
(B) einem Salz, bestehend aus D-NH2-CL und D-Glutaminsäurederivat
als schwer lösliches Salz ausgefällt und der größte Teil von · *
(C) einem Salz, bestehend aus D-NH2-CL und L-Glutaminsäurederivat, oder
(D) einem Salz, bestehend aus L-NH2-CL und D-Glutamiisäurederivat,
009832/1916
wird in dem Lösungsmittel als leicht lösliches-Salz gelöst. Wenn daherjeines der Derivate von L-GlutamirEäure als Zerlegungs- oder Trennmittel verwendet wird, wird das genannte Salz (A) und (G) gebildet, während wenn ein Derivat der D-Glutaminsäure verwendet wird, das genannte Salz (B)und (D) gebildet werden.
Die so erhaltenen schwer löslichen und optisch aktiven Salze (A) und (B) sind in- Form von nadelförmigen Kristallen und können mühelos aus dem Lösungsmittel nach irgendeiner gebräuchlichen Maßnahme, z.B. Feststoff-Hüssigkeits-Trennung," beispielsweise Filtration, Zentrifugieren o.dgl., getrennt werden.
Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung kann ein Paar von L-NHg-CL und dem Derivat von L-Glutaminsäure oder ein Paar von D-NHg-CL und dem Derivat der D-Glutaminsäure jeweils durch Spalten des Salzes (A), d.h. des Salzes von L-NHp-CL und dem Derivat von L-Glutaminsäure, oder des Salzes (B), d.h. des Salzes von D-NHg-CL und dem Derivat von D-Glutaminsäure, erhalten werden, die jeweils aus dem Lösungsmittel als schwer lösliches und optisch aktives Salz, wie vorstehend angegeben, nach irgendeiner geeigneten Maßnahme abgetrennt werden.
In ähnlicher Weise kann durch Aufspalten des leicht lÖsLbhen Salzes .(C) oder (D),das nach der Gewinnung des schwer löslichen und optisch aktiven Salzes (A) oder (B) zurückbleibt, entweder in der so erhaltenen Form oder durch Aufspalten desselben nach Abtrennung von der genannten Mutterlauge durch weitere Konzentrierung und/oder Kühlung der
009832/1916
-.10 -
Mutterlauge ein Paar von D-NH2-CL und dem Derivat von L-Glutaminsäure oder ein Paar von L-N] von D-Glutaminsäure erhalten* werden.
L-Glutaminsäure oder ein Paar von L-NH2-CL und dem Derivat
Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung kann L-NH2-CL oder D-NH2-CL von ausreichend hoher optischer Reinheit durch das vorstehend beschriebene Trenn- oder Zerlegungsverfahren allein erhalten werden, wobei jedoch gewünschtenfalls die Reinheit ..durch Umkristallisation des schwer löslichen Salzes (A) oder (B), das in der vorstehenden Wei-P se abgetrennt wurde, in dem genannten Lösungsmittel weiter erhöht wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann L-IIHn-CL oder D-NH2-CL mit ausgezeichneter Reinheit bei hoher Ausbeute unter Verwendung von Methanol, Methanol-Wasser-Mischungen, Äthanol oder Äthanol-Wasser-Mischungen, wobei in den Mischungen der Methanol- oder Äthanolgehalt wenigstens 40 Gew.-%, vorzugsweise wenigstens 60 Gew.-?o beträgt, als Trennlösungsmittel und unter Verwendung von N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure oder N-p-Nitrobenzoyl-D-glutaminsäure als Trenn- oder Zerlegungsmittel und durch Regelung des Verhältnisses von dem genannten Trenn- oder Zerlegungsmittel und dem zu trennenden D,L-I\iH2-CL-Gemisch gegenüber dem Lösungsmittel innerhalb des Bereichs, der durch den nachstehenden Ausdruckjangegeben wird:
erhalten werden, worin X einen Wert der Mol-Zahl der in geringerer Menge vorhandenen Komponente .der L- und D-oc-Amino-£ caprolactammischung oder des genannten Glutaminsäurederivats (wobei,falls diese äquimolaren Mengen vorhanden sind, X die Mol-Zahl von jeder einzelnen Komponente darstellt),
00983271816
multipliziert mit 424,4 (GrammMol des zwischen ihnen gebildeten Salzes), Y einen Viert der Menge (ml) des Lösungsmittels (Methanol, Methanol-Wasser-Gemisch, Äthanol oder ftthanol-Wasser-Gemisch), dividiert durch 100, und K' einen Wert der Menge (g) des Salzes von DjL-NHp-CL-Gemisch und entweddr von N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure oder N-p-Nitrobenzoyl-D-glutaminsäure, das in 100 ml des Lösungsmittels unter der Sättigungskonzentration bei der besonderen Temperatur, die für die optische Trennung oder Zerlegung gemäß der Erfindung angewendet wird, löslich ist, darstellen.
Die vorstehend geschilderte Ausführungsform wird auch im Hinblick auf die Arbeitsweise oder Durchführung bevorzugt, da hierbei die Trennung des schwer löslichen Salzes (A) oder (B) außerordentlich erleichtert ist.
Noch bessere Ergebnisse können außerdem bei eier vorstehend geschilderten Arbeitsweise durch Regelung des Verhältnisses von Trenn- oder Zerlegungsmittel und der D,L-NH2-CL-Mischung gegenüber dem Lösungsmittel innerhalb des durch den nachstehendenAusdruck
(2)
angegebenen Bereichs erhalten werden, worin X, Y und K die vorstehend angegebene Bedeutung besitzen.
Bei der praktisehen Ausführung der optischen Zerlegung gemäß der Erfindung ist normalerweise, je geringer das Löslichkeitsverhältnis oder -ausmaß (X/Y.K) des Salzes von L- oder D-IIHp-CL und des Derivates von L- oder D-Glutaminsäure gegenüber dem Lösungsmittel ist, umso mehr
009832/1916
Lösungsmittel erforderlich und umso mehr wird die Menge an ausfallendem Salz verringert,· wobei jedoch die optische Reinheit des Produktes verbessert wird. Andererseits fällt eine umso größere Menge Salz aus, je höher das Löslichkeitsausmaß ist, wobei jedoch die optische Reinheit des Produktes zu einer Versdiechterung neigt. Demgemäß wird es bevorzugt, die relativen Mengen von Reaktionsteilnehmern und Lösungsmittel in Übereinstimmung mit den zu verwendenden Arten des Lösungsmittels, des Trenn- oder Zerlegungsmittels und der L- oder D-NH2-CL-Mischung in geeigneter P "Weise zu bestimmen.
Dementsprechend ist es gemäß der Erfindung eine geeignete Praxis, die quantitativen Verhältnisse unter, dem Lösungsmittel, der D,L-NH2-CL-Mischung und dem Trennmittel in Übereinstimmung mit dem vorstehend angegebenenen Ausdruck (1), vorzugsweise mit dem vorstehend angegebenen Ausdruck (2), zu bestimmen* wenn Methanol, Äthanol oder eine Mischung von einem der Alkohole mit Wasser als Lösungsmittel» wie vorstehend beschrieben, verwendet wird. Wenn in dem Ausdruck (1) oder (2) X/Y niedriger als 2,5 K ist, wird die Menge an ausfallendem Salz zu gering oder sogar Null, fc .Wenn dagegen X/Y größer als 6,0 K, insbesondere größer als 7,0 K ist, wird die optische Reinheit des Produktes unannehmbar niedrig. Es vird daher bevorzugt, den Wert von X/Y. so zu regeln, daß der Wert den Ausdruck (1), insbesondere den Ausdruck (2), und vorzugsweise den nachstehend angegebenen Ausdruck (3) erfüllt:
(3)
009832/1916
Unter Anwendung dieser Maßnahme fällt das schwer lösliche Salz (A) oder (B) in,.Form von nadeiförmigen Kristallen aus, die von dem Trennlösungsmittel nach irgendeiner gebräuchlichen Arbeitsweise für Fedfcstoff-Flüssigkeits-Trennung, z.B. durch Filtration, Zentrifugieren ο.dgl., mühelos abgetrennt werden können. Insbesondere wenn das Lösungsmittel wenigstens 80 Gew.-$6 Methanol enthält, erlangt die Reaktionsmischung die Form einer ausgezeich-, neten Aufschlämmung, die das Trennverfahren außerordentlich erleichtert und' eine kontinuierliche Betriebsweise ermöglicht.
Die Ausfällung des schwer löslichen Salzes aus dem Trennlösungsmittel kann bei Temperaturen im Bereich von dem Verfestigun^punkt bis zum Siedepunkt des Lösungsmittels bewirkt werden, wobei jedoch der bevorzugte Temperaturbereich aus praktischen Gründen zwischen 200C bis zum Siedepunkt von Methanol oder Äthanol und insbesondere zwischen 2O0C und 600C liegt.
Das schwer lösliche Salz (A) oder (B) oder das leicht lösliche Salz (C) oder (D), das auf diese Weise abgetrennt wurde, kann von irgendeiner bekannten Arbeitsweise aufgespalten werden, wobei das L- oder D-NHp-CL und das Derivat von L- oder D-Glutaminsäure erhalten werden können.
Gemäß der bevorzugten Arbeitsweise zur Zersetzung oder Zerlegung kann.das so abgetrennte schwer lösliche Salz (A) oder (.B) oder das leicht lösliche Salz (C) oder (D) mit (1) einer HalogenwasserstoffSäure in einem wäßrigen Medium behandelt werdenbder (2) mit einem Kationen-
009832/1916
austauschharz, das Sulfonsäuregruppen enthält, ebenfalls in einem wäßrigen Medium in Berührung gebracht werden. Unter Anwendung einer derartigen Arbeitsweise kann die Zerlegung oder Zersetzung dieser Salze in das L- oder D-NHp-CL und in die Derivate von L- oder D-Glutaminsäure sehr vorteilhaft bewirkt werden.
Die charakteristischen Vorteile bei Verwendung von Halogenwasserstoffsäure, wie vorstehend unter (1) angegeben, sind die folgenden:
(a) Das Behandlungslösungsmittel kann Wasser sein, dessen Rückgewinnung nicht nötig ist.
(b) Die Behandlungstemperatur kann niedrig sein, wodurch keine nachteiligen Nebenreaktionen, z.B. Racemierung, Hydrolyse o.dgl., eingeleitet werden.
(c) Die Trennung des Hydrohalogenids von L- oder · D-NH2-CL ist leicht, da die Derivate von L- oder D-Glutaminsäure, die als Trennmittel verwendet wurden, ausgefällt werden.
Es ist auflodern zulässig, als Lösungsmittel für die genannte Salzzerlegung unter Verwendung einer Häbgenwasserstoffsäure irgendeine wäßrige Lösung zu verwenden, die ein hydrophiles organisches Lösungsmittel, z.B. Methanol, Äthanol o.dgl., bis zu einem solchen Ausmaß enthält, bei welchem keine Störung der Ausfällung des Trennmittels (der Derivate von L- oder D-Glutaminsäure) stattfindet.
009832/1916
Als Halogenwasserstoffsäure v/erden Salzsäure und Bromwasserstoffsäure besonders bevorzugt, die dem Salzbehandlungsmedium entweder i'n gasförmiger Form oder in Form einer wäßrigen Lösung zugegeben werden können. Die bevorzugte Menge einer derartigen Halogenwasserstoffsäure, die verwendet werden soll, ist die Summe der Menge an Halogenwasserstoff säure, die der optisch aktiven L- oder E-I^-^-CL-Komponente in dem Salz äquimolar ist,und der Menge der gleichen Säure, die für die Erniedrigung des pH-Wertes der Behandlungslösung bis auf 1 herab erforderlich ist.
Obgleich die Salze nur durch die Verwendung der Halogenwasserstoffsäure in einer äquimolaren Menge zn der optisch aktiven L- oder ^-NHp~CL-Komponente gespalten oder getrennt werden können, verbleiben sowohl das sich ergebende Kydrohalqgnid von L- oder D-NHp-CL als auch die Derivate von L- oder D-Glutaminsäure als Trennmittel in dem System gelöst und sind daher schwierig zu trennen. Demgegenüber wird bei Verwendung von mehr als der äquimolaren Menge an Halogenwasserstoffsäure zur Regelung des pH-V.rertes der Behandlungslösung auf etwa 1 die Löslichkeit des Trennmittels, d.h* der Derivate von L- oder D-Glutaminsäure, unter Ermöglichung von deren Ausfällung erniedrigt, wodurch die Trennung der beiden Komponenten erleichtert wird. Wenn ein noch größerer Überschuß von einer Halogenwasserstoffsäure verwendet wird, wird der pH-Wert auf unterhalb von 1 herabgesetzt und es kann eine Hydrolyse der Derivate von L— oder D-Glutaminsäure, stattfinden. Da überdies die Halogenwasserstoffsäure normalerweise nicht zurückgewonnen wird, ist die Verwendung einer unnötig großen Menge hiervon wirtschaftlich nachteilig. Auch wenn_die Salze während einer längeren Zeitdauer <bei hohen Temperaturen in Gegenwart der Halogen-
009832/1916
wasser stoff säure stehengelassen werden, können nachteilige Nebenreaktionen, z.B. Racemierung oder Hydrolyse, der optisch aktiven NHp-CL-Komponente eingeleitet werden. Daher soll die Zersetznngs- oder Zerlegungsbehandlung bei Temperaturen von nicht oberhalb 8O0C, vorzugsweise nicht oberhalb 4O0C, ausgeführt werden. Bei der Behandlung kann das Salz zuerst in einem wäßrigen Medium gelöst werden, worauf Halogenwasserstoffsäure zugegeben und gerührt wird, oder eine wäßrige Lösung, die die Halogenwasserstoffsäure enthält, kann dem Salz zugegeben v/erden, worauf gerührt ™ wird. Die Reihenfolge der Zugabe kann umgekehrt v/erden. Wenn das System bei Raumtemperatur geführt wird, ist eine Behandlungsdauer von etwa 1 Stunde ausreichend. Nach der mechanischen Abtrennung des Trenn- oder Zerlegungsmittels, das während der Zerlegung des Salzes ausgefällt wurde, wird das gewünschte Hydrohalogenid des optisch aktiven KI-ip-CL-I-Iaterials in Form einer Lösung erhalten. Die Lösung wird dann konzentriert und in geeigneter Weise gereinigt, um das gewünschte Hydrohalogenid von N^-CL abzutrennen.
Das Zerlegungsverfahren unter Verwendung eines Kat- | ionenaustauschharzes, das SuIfönsäuregruppen enthält, wie vorstehend unter (2) angegeben,' ist durch die folgenden Kerkmale gekennzeichnet:·
(a) Da das optisch aktive Salz (/-), (B]), (C) oder (D) durch ein Kationenaustauschharz,das Sulfonsäuregruppen enthält, zerlegt wird·und nur die optisch aktive L- oder D-ITI-Ip-CL-Korr/oOriente von den beiden Komponenten des genannten Salzes mit dem Harz absorbiert wird, das mit wäi3rigen I-Iedien nicht eluiert werden kann, kann das Salz vollständig in seine beiden Komponenten zerlegt werden.
009832/1916
Demgemäß können L- oder D-NHp-CL oder ein Mineralsäuresalz hiervon von hoher Reinheit und die Derivate von L- oder D-Glutaminsäure als Trenn- oder Zerlegungsmittel nahezu quantitativ getrennt erhalten werden.
(b) Durch die Ülluierung der L- oder D-NHp-CL-Komponente, die vnn dem vorstehenden Kationenaustauschharz absorbiert wurde, unter Verwendung irgendeiner stark sauren Mineralsäure, wird überdies ein Salz der entsprechenden Mineralsäure von L- oder D-NHp-CL erhalten. Das letztere kann mühelos in ein optisch aktives Lysin nach irgendeinem bekannten hydrolytischen Verfahren umgewandelt werden.
(c) Wenn die L- oder D-NHp-CL-Form, die mit dem KatioiBnaustauschharz absorbiert wurde, unter Verwendung einer wäßrigen Lösung einer flüchtigen anorganischen Base eluiert wird, kann L- oder D-NHp-CL in freier Form erhalten werden. Die Komponente, die nicht als Endprodukt gewünscht wird, z.B. D-NHp-CL, kann mühelos in ein racemisches D,L-NHp-CL-Gemisch nach einer bekannten Arbeitsweise einer Racemierung umgewandelt werden.
(d) Da absolut keine Mineralsäure oder anorganische Base in das zurückgewonnene Trenn- oder Zerlegungsmittel eingemischt ist, d.h. in die Derivate von L- oder D-Glutaminsäure, kann das Trennmittel für die wiederholte Verwendung von Salzbildung mit einer D,L-NHp-CL-Mischung im Kreislauf zurückgeführt werden.
(e) Die Zerlegungsarbeitsweise ist einfach.
009832/1916
Bei dem vorstehend beschriebenen Zerlegungsverfahren unter Veitendung eines Katbnenaustauschharzes können wäßrige Medien, die denjenigen ähnlich sind, die bei dem vor-. stehend beschriebenen Halqenwasserstoffsäureverfahrengeeignet sind, ebenfalls verwendet werden, wobei das bevorzugte Medium Wasser ist.
In bestimmten Fällen jedoch, wenn ein Methanol oder Xthanol enthaltendes Lösungsmittelgemisch für die Herstellung des vorstehend genannten Salzes (A), (B), (C) oder " (D) verwendet wird und das Salz in vorteilhafter 'Weise in Lösungsform oder in nicht vollständig getrockneter Form, die - noch restliches Lösungsmittelgemisch enthält, behandelt werden soll, kann ein, Methanol oder Äthanol enthaltendes wäßriges Lösungsmittel zur Anwendung gelangen.
Als Katlmenaustauschharz mit einem Gehalt an SuIfonsäuregruppen (-S(XH) kann irgendein bekanntes Katioienaustauschharz, das Sulfonsäuregruppen enthält, in der sauren Form (Η-Form) verwendet v/erden, wobei die Zusammensetzung der Harzmatrix und eessen Vernetzungsgrad nicht kritisch sind. Insbesondere werden handelsübliche Kationenaustauschharze der Styrolart mit einem Gehalt an Sulfonsäuregruppen, die im großtechnischen Maßstab hergestellt v/erden, zweckmäßig verwendet, beispielsweise Harze ein- ■ schließlich der Harze von Standardtyp, z.B. "Diaion SK-1A, SK-1B, SK-11O" (Produkte von M5tshubishi Kasei Co., Japan), "Amberlite 120, 122" (Produkte von Rohm & Haas Co., U.S.A.), "Dowex 50W" (Produkt von Dow Chemicals, Inc.) sowie Harze der porösen Art, z.B. "Diaion" PK-208" ,· "Amberlite 200, ΧΞ-1Ο0» o.dgl..
009832/1916
Bei der Behandlung der genannten optischen Salze (A), (3), (C) oder (D) nuß ein derartiges Kationenauctauschharz, v.rie vorstehend angegeben, in der sauren Form (M-Forir.) verwendet werden. "Vfenn das Harz nicht in saurer Form ist, sondern z.B. in der Natriumform vorliegt (Na— For..;), soll es durch eine Behandlung mit einer Mineralsäure (z.B. wMßrige Salzsäure, wäßrige Schwefelsäure o.dgl.) in die saure Form regeneriert und dann vor Verwendung gründlich mit '/.'asser gewaschen werden. Die Anwendungsmer.fje eines derartigen Harzes ist variabel in Abhängigkeit von derartigen Faktoren, wie Arbeitsweise des Inberüliruiigbringens, Regenerierungsgrad des Harzes, Temperatur o.dgl.; sie kann jedoch normalerweise in der Weise bestimmt werden, daß die Gesamtaustauschkapazität des verwendeten Harzes, berechnet aus der Austauschkapazität ~e Einheitsvolumen des Harzes (die letztere kann nach 'einer gebräuchlichen Austauschkapazitätsmessung bestimmt werde::)» das Äquivalent des zu behandelnden optisch aktiven Salzes übersteigt.
Obrleich die Verwendung eines großen Überschusses des Xacionenaustauschharzes keinen nachteiligen Effekt ergibt, würde dies eine unnötig große Men~e an wäßriger Mineralsäure oder Base in der Eluierungsstufe von L- oder D-l'.'/.^-CL und in der Regenerierungsstufe des rlarzes erfordern. Malier liegt die zu verwendende geeignete Menge des Harzes innerhalb eines derartigen Bereiches, da3 dessen Gesamtaustauscnkapazität das 1- bis 10-fache der Ucuivalenten Menge des zu behandelnden Salzes beträgt.
V.'erji L- oder D-IIH2-CL an hohe "eniperaturen während einer längeren Zeitdauer in gleichzeitiger Anwesenheit
009832/191S
der sauren Form des Kationenaustauschharzes ausgesetzt wird, kann eine nachteilige Racemierung oder Hydrolyse hiervon auftreten. Wenn dag'egen die Kationenaustauschharzbehandlung "bei übermäßig niedrigen Temperaturen ausgeführt wird,kann das wäßrige Medium gefrieren. Aufgrund derartiger Überlegungen liegt die geeignete Behandlungstenperatur nicht oberhalb 1000C und vorzugsweise innerhalb des Bereiches von 60 bis O0C.
Das Zerlegurigsverfahren unter Verwendung des ^ationeiiaustauschharzes kann entweder in einem Wirbelschichtbettsystem (fluidized system), bei welchem das optisch aktive Salz in einem wäßrigen Lösungsmittel gelöst und durch eine mit. dem Kationenaustauschharz gepackte Säule geleitet wird, ausgeführt v/erden oder es kann ansatzweise ausgeführt werden, wobei das Kationenaustauschharz einer Lösung des optisch aktiven Salzes zugesetzt und gerührt wird. Dabei wird das Salz in seine beiden Bestandteile zerlegt.
ΙΓε-,οη de;n Verfahren gemäß der Erfindung können auf diese Weise D^-ITHp-CL-Gemische in optisch aktives L- oder D-CHp-CL von hoher Reinheit bei hohen Ausbeuten unter Verwendung eines verhältnismäßig billigen optischen "renn- oder ZerlegungsmJttels und nach einfachen Arbeitskreisen zerlegt v/erden.
Das so zerlegte L-IiHp-CL oder dessen hydrohalogenid '.zaun mühelos hydrolysiert und in L-Lysin umgewandelt werden. Andererseits kann das D-I4THp-CL racemiert, weiter nach dem Verfahren gemäß der Erfindung optisch zerlegt und in ähnlicher Weise ebenfalls in L-Lysin übergeführt werden.
009832/1916
Das Verfahren gemäß der Erfindung wird nachstehend anhand von Beispielen näher erläutert, worin die optische Reinheit von L- oder D-NHp-CL oder deren Gemischen und der Prozentsatz des L-Formgehalts aus dem Grad der spezifischen Drehung einer wäßrigen In-Salzsäurelösung des "yclroclilorids des vorstehend angegebenen Materials berechnet wurden und die Ausbeute unter der Annahme berechnet wurde, daß das Salz aus gedem einzelnen molaren Äquivalent von den Komponenten bestand.
009832/1916
(I) Beispiele der optischen Trennung oder Zerlegung unter Verwendung von M-p-Nitrobenzo71rl--L-glutaminsäure und
N-p-Nitrobenzoyl-D-glutaminsäure. Beispiel 1
(A) 1,8 g einer racemischen D,L-JiH0-CL-I-IiSChUJIg (optische Reinheit: 50%) wurden in 25 ml Wasser gelöst, wozu ferner 4,0 g N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure zuge-
» geben und gelöst wurden, worauf während 2 Stunden bei O0C gerührt wurde. Hierbei wurde eine große Menge eines kristallinen schwerlöslichen Salzes von L- und D-I1TH2-CL mit N-p-Nitrolbenzoyl-L-Glutaniinsäure ausgefällt, das durch Filtration unter Absaugen abgetrennt, mit einer geringen Menge Wasser gewaschen und unter verjc ingertem Druck getrocknet wurde, wobei 2,1 g von rohen Kristallen erhalten wurden. Die Kristallisationsäusbeute betrug 36%. Das Produkt besaß einen Schmelzpunkt von 1860C und ein spezifisches Drehungsvermögen von /Jx7-q = - 0,8 , (K=3,0, Wasser). 0,7 g dieses schwerlöslichen Salzes VRirden mit Salzsäure nach der in dem nachstehend beschriebenen Beispiel 23 angegebenen Arbeitsweise zer-™ legt; dabei wurden 0,23 g des Hydrochlorids der D,L-NH2-CL-Mischung mit einem Gehalt von 15% der L-Form (Ausbeute:10,%) erhalten.
(B) 1,3 g des vorstehend erhaltenen schwerlöslichen Salzes wurden in 12 ml heißem Wasser umkristallisiert, wobei 0,8 g nadeiförmige Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 1930C erhalten wurden (Kristallisationsausbeute der Umkristallisation war 62%).
009832/1916
Slergrvtaranalyse; (C^H^N^Og) (424,40)
ber.: $0,62 5,55
gei.: 50,94 5,70
/ä/£2- -2,S0(X =1,8, Wasser)
Die Gesamtmenge des kristallinen Produkts wurde isit Salzsäure nach der in dem später beschriebenen Beispiel 21 angegebenen Arbeitsweise zerlegt, wobei 0,22 -j des Hydrochlorids von L-NHp-CL erhalten v/urde. (Ausbeute: 10>ό; Ausbeute von dpa gesamten schwerlöslichen Salz:16(?5). Das Produlct besaß ein spezifisches Drehungs-
OO r\
vermögen von Zi^Q = -25 f (K = 1,6, In-Saizsäure) und
eine optische Reinheit von 1005t.
(C) Das nach der Abtrennung des schwerlöslichen Saldos zurückbleibende Filtrat, d.h. die Mutterlauge der Unkristallisation und die V.'ascnflüssigkeiten wurden vereinigt, wobei eine wäßrige Lösung nit eine::; Oer~.lt vor. 4,3 g eines leicht-löslichen SaIses erhalten wur'ae. Die Lcjung \mrde nach der in den später beschriebenen 3eispiei 32 angegebenen Arbeitsv/eise zerlegt oder sersctax, wobei 1,58 g des Hydrochlorids von einer D,L-JIH9-CL-I-Iiεchung erhalten wurden, die die D-Fora in einer sledge von 66% (Ausbeute: 69%) enthielt.
Beispiel 2
',S g einer äquiciolaren Mischung von L- und D-IC-I--CL wurden in 10 nl Viasser gelöst, wozu ferner 4,0 g i'-p-Xitro-benzoyl-L-glutaminsäure zugegeben und gelöst wurden, worauf während 3 Stunden bei 40C stehengelassen
009832/1916
wurde. Dabei fiel ein kristallines schwerlösliches Salz aus. 10 ml Wasser wurden dem System zugesetzt, worauf während 5 min gerührt und filtriert wurde. Die so abgetrennte Ausfällung wurde mit einer geringen Menge Wasser gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute des schwerlöslichen Salzes betrug 2,8 g (Kristallisationsausbeute: 49%) und der L-Formgehalt der D,L-NH2-CL-Mischung in dem schwerlöslichen Salz betrug 67%. Dann wurde das schwerlösliche Salz umkristallisiert und in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise zerlegt, wobei 0,32 g des Hydrochlorids von L-NK9CL mit einer optischen Reinheit von 100% erhalten wurden (Ausbeute: -14%).
Getrennt davon wurden das Filtrat und die Waschflüssigkeiten zusammen kondensiert und getrocknet. Das sich dabei ergebende leichtlösliche Salz in einer Menge von 1,5 g wurde in ähnlicher Weise mit Salzsäure behandelt, um zerlegt zu werden. Dabei wurden 0,43 g des Hydrochlorids der D,L-KH2-CL-Mischung mit einen Gehalt von 78% der D-Form erhalten. (Ausbeute: 37%).
Beispiel 3
1,8 g einer äquimolaren Mischung von L- und D-NHg-CL wurden in 17 nl Wasser gelöst, wozu 4,0 g N-p-Nitrobenzoyl-L-glutairinsäure zugegeben wurden. Unter Anwendung'von ähnlichen Arbeitsweisen, wie in Beispiel 1 beschrieben, warden 3,2 g von rohen Kristallen eines schwerlöslichen Salzes mit einer Kristallisationsausbeute von 55% erhalten. 1 g der rohen Kristalle wurde
zur Zerlegung in der im nachstehenden· Beispiel 21 be-
mit, Salzsäure schriebenen ArbeitsweiseJ.behandelt. Dabei wurden 0,34 g des Hydrochlorids der DjL-NHg-CL-Kischung mit einem Gehalt von 6S% der L-Forni erhalten (Ausbeute: 15%).
009832/1916
T961180
Bei Umkristallisation von 2,2 g der vorstehend .erhaltenen rohen Kristalle aus"i5 ml von heißem -Wasser wurden o,92 g von nadeiförmigen Kristallen erhalten. (Kristallisationsausbeute : 43%). Die Gesamtmenge an kristallinen Produkt wurde in ähnlicher Weise mit Salzsäure behandelt und zerlegt. Es wurden dabei 0,27 g des Hydrochloride von L-NHp-CL--mit einem Gehalt von 95% der L-Form erhalten. (Ausbeute: 12%).
Das nach der Trennung der rohen Kristalle verbleibende Filtrat, d.h. die Mutterlauge der Umkristallisation und. die V/aschflüssigkeiten wurden vereinigt , konzentriert und getrocknet, wobei 3,9 g eines leichtlöslichen Salzes erhalten wurden, das in ähnlicher Weise zerlegt wurde. Auf diese V/eise wurden 1,1 g eines Hydrochlorids der D,L-NH2-CL-Mischung mit einem Gehalt von 63% der D-Form erhalten. (Ausbeute: 4-7%).
Beispiel 4
1,8g einer äquimolaren Mischung von L- und D-NHp-CL wurden in 19 ml Wasser gelöst und damit wurde eine Lösung von 4,1 g N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure, gelöst in 28 ml Wasser unter Rühren während 2 Stunden bei 3O0C gemisht, das dabei ausgefallene schwerlösliche Salz wurde abfiltriert und getrocknet, wobei 2,18 g von rohen Kristallen erhalten wurden. Die Kristallisationsausbeute betrug 37%. Die Gesamtmenge der Kristalle wurde mit einem Harz
nach der in dem nachstehenden Beispiel 28 beschriebenen Arbeitsweise .zerlegt, wobei 0,83 g des Hydrochlorids der D,L-NH2-CL-Mischung mit einem Gehalt von 88% der L-Form erhalten wurden.
009832/1916
Beispiel 5
(A) 1,8 g einer äquimolaren Mischung von L- und D-NHpwurden in 17 ml Vfeser gelöst, v/o zu 4,0 g X-p-KitrobeiiKoyl-D-glutaminsäure zugegeben wurden und anschließend entsprechende Arbeitsweisen, wie in Beispiel 1 beschrieben, ausgeführt wurden. Dabei wurden 3,A- g eines roher kristallinen schwerlöslichen Salzes mit einer Kristallisationsausbeute von 59% erhalten. 1,0 g der Kristalle wurden mit Salzsäure nach der in dein nachstehenden Bei-
anse^ßbene Arbeitsweise
spieP 2Tj. zerlegt, wobei 0,39 g des Hydrochlorids der D,L-KK2-CL-Kischung mit einem Gehalt von 71% der D-Form erhalten wurden. (Ausbeute:
(B) 2,4 g der vorstehend erhaltenen rohen Kristalle wurden in 17 ml von heißem Wasser umkristallisiert, wobei 1,5 g der nadeiförmigen Kristalle bei einer Kristallisationsausbeute von 63% erhalten wurden, Die Gesamtmenge der nadeiförmigen Kristalle wurde mit Salzsäure nach der in dem nachsthenden Beispiel 22 beschriebenen Arbeitsweise zerlegt, wobei 0,40 g des Hydrofc Chlorids von D-NBy-CL erhalten wurden. (Ausbeute: 17%;.
Ausbeute aus der Gesamtmenge des schwerlösuchen Salzes: 24%). Die optische Reinheit der D-Form betrug 100%.
Beispiel 6
1,0 ff einer, äquimolaren Mischung von L- und D-NH0-CL 1O5ml ^
wurden in Methanol mit einem Gehalt von 2,3 g N-p-Nitrobenzoyl--L-Glutaminsäure, das darin gelöst war, eingebracht und unter Rühren gelöst. Nach Stehenlassen des
009832/1916
System, während etwa 5 öin bei Raumtemperatur setzte die Ausfällung von nadeiförmigen Kristallen ein. !lach fortgesetzten: Rühren während 1 Stunde wurden die ausgefällten Kristalle abfiltriert, mit einer geringen Menge Methanoi gewaschen und unter verringerten Druck getrocknet, wo "bei 1,3 .3 eines rohen kristallinen schwerlosLichen Saldos erhalten wurden. Die Zristallisatior.sausbeute betrug 39/'·. Lie Gesamtmenge der rohen Kristalle wurde rr.it einer. Harz nach der in dem nachsteftnden Beispiel beschriebenden Arbeitsweise zerlegt, wobei 0,50 g des Hydrochloride der D,L-NHp-CL~Kischung mit einem Gehalt von 95?oder L- Form erhalten wurden (Ausbeute: 39/0.
Das nach der Abtrennung der rohen Kristalle zurückbleibende Filtrat und die waschflüssigkeit wurden vereinigt, konzentriert und getrocknet, wobei 2,0 c einer leichtlöslichen Calzes abgetrennt wurden, das nach der in Beispiel 32 beschriebenen Arbeitsweise mit Harz zerlegt wurde. Auf diese Weise wurden 0,77 g des HydroChlorids der DjL-^Hp-CL-Mischung mit einem Gehalt von 82*> der ' Ώ-Form erhalten. (Ausbeute: 6050).
Beispiel 7
1,0 g einer äquimolaren Mischung von L- und D-I7:io-CL wurden in Io iri eines Lösungsmittelger.isches, bestehend aus $*■' Ggw.-'/c Methanol und 6 Gev.->: Yasser, gelöst und die Lösung -»rarde mit einer weiterer. Lösung, bestehend aus 2,3 g M-p-Mitrobenzojrl-L-Glutaninsäura und 40 ml des vorstehend angegebenen Lösungsmixtelgemisches gemischt, worauf während 2 Stunden bsi 3CCC gerührt v/urde. Auf diese Weise wurden 1,4 g eines kristallinen schwer-
009832/1916
löslichen Salzes bei einer Kristallisationsausbeute von 42% erhalten, das mit Harz nach der in dem nachstehenden Beispiel 34 beschriebenen Arbeitsweise zerlegt und mit wäßrigen■Ammoniak eluiert wurde. Auf diese Weise wurden * 0,42 g von L-NK2-CL, erhalten. (Ausbeute: 42%; Ausbeute von der L-Forci: 84%). Die L-Form besaß eine optische Reinheit von 100%).
Das Filtrat und die Waschflüssigkeit wurden mit- ψ einander konzentriert und getrocknet, wobei 1,9 g eines leichtlöslichen Salzes erhalten wurden, das mit Harz nach der in den nachstehenden Beispiel 34 beschriebenen Arbeitsweise zerlegt wurde. Es wurden dabei 0,57 g der D,L-^-Ip-CL-Ziεchung mit einem Gehalt von 86% der D-Form erhalten. (Ausbeute: 57%).
Beispiel 8
1,8 3 einer äquimolaren Mischung von L- und D-M^- CL wurden in 8 ml eines Lösungsmittelgeinisches, bestehend aus - 50 Gev.-% !!ethanol und 50 Gew.-% Wasser, gelöst, die k Lösung wurde r.it einer anderen Lösung, bestehend aus 4,o g N-p-ITitrobenzoyl-B-glutaminsäure und 20 ml des vorstehend angegebenen Lösungsmittelgemisches gemischt. Die Arbeitsweise, wie vorstehend in Beispiel 6 angegeben, wurde bei O=C befolgt, wobei 52 g eines kristallinen schwerlöslichen Salzes mit einer Kristallisationsausbeute von 55% erhalten wurden, 1,2 g dieser Kristalle wurden mit Salzsäure gemäß der in Beispiel 25 beschriebenen Arbeitsweise zerlegt, wobei 0,34 g des Hydrochloride der D.L-K^-CL-l-iischung mit einem Gehalt von 85% der D-Form erhalten wurden (Ausbeute 15%). Die restlichen 2,0 g der Kristalle wurden in 20 ml des vorstehend angegebenen
U air5}
009832/1916
Lösungsinittelgemisches umkristallisiert, wobei 1,3 g von naaelförmigen Kristallen bei einer Kristallisationsausbeute von 65% erhalten wurden. Sämtliche der nadeiförmigen Kristalle wurden mit einem Harz nach der in dem nachstehenden Beispiel 28"beschriebenen Arbeitsweise zerlegt. Auf diese Weise wurden 0,55 g des Hydrochlorids von D-KHo-CL erhalten. (Ausbeute 2k%; Ausbeute, bezogen auf die Gesamtmenge des schwerlöslichen Salzes: 3B%). Die optische Reinheit der D-Form in dem Hydrochlorid betrug ■ 9896.
Beispiel 9
In einen mit einem mechanischen Rührer und einem
Thermometer ausgestatteten Dreihalskolben wurde eine Lösung, die durch Auflösen von 2,3 g N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure in 400 ml Äthanol hergestellt v/orden war, gemessen und der Kolben wurde in ein Thermostatenbad eingetaucht, um bei einer Temperatur von 150C gehalten zu werden. Getrennt davon wurde 1,0 g einer ä.quimölaren Mischung von L,D-NH2-CL (optische Reinheit: 50$£( in 100 ml Äthanol gelöst und ebenfalls bei 150C gehalten. Die letztere Lösung wurde der ersteren Lösung in dem Kolben-zugegeben, worauf 1 Stunde lang gerührt wurde. Die so ausgefällten Kristalle wurden filtriert und unter verringertem Druck getrocknet, wobei 2,2 g eines kristallinen schwerlöslichen Salzes bei einer Kristallisationsausbeute von 67 % erhalten wurden. -
Das kristalline Salz wurde mit Salzsäure nach der im nachstehenden Beispiel 27 beschriebenen Arbeitsweise
zerlegt, wobei 0,75 g cfes Hydrochlorids der D,L-NH2-CL-Kischung mit einem Gehalt von 70. % der L-Form erhalten wurden. (Ausbeute: 5896).
009832/1916
Beispiel 10
0,82 g einer äquimolaTen Mischung von L- und D-TIH2-CL wurden in 19 rr,l eines Lösungsmittelgeraisches, 95 Gev:-# Äthanol una 5 Gew.-Jö Wasser gelöst und zu der Lösung v/urden 1,9 g N-p-Nitrobenzoyl-L-giutaminsäurc zugegeben und unter Rühren gelöst. Es wurde eine ähnliche Arbeitsweise, wie vorstehend in Beispiel 9 bei 3CCC ausgeführt,wobei 2,3 g eines kristallinen schwerlöslichen Salzes bei einer Kristallisationsausbeute"von 85% erhalten wurden. Das Salz \mrde gemäß der in Beispiel beschriebenen Arbeitsweise mit Chlorwasserstoff zerlegt, wobei 0,78 g des Hydrochlorids der D,L-NH2-CL-Hischung mit einein Gehalt von 66% der L-Forin erhalten wurden (Ausbeute: 74%).
Getrennt davon wurden das Filtrat und die Waschflüsi£ketit konzentriert und getrocknet und die sich ergebenden 0,44 g eines leichtlöslichen Salzes v/urden in ähnlicher Weise zerlegt, wobei 0,17 g des Hydrochlorids der DjL-NKp-CL-Mischung mit einem Gehalt von 75% der D-Form erhalten wurden. (Ausbeute 16%).
Beispiel 11
0,8 g einer, äquimolaren Mischung von L- und D-I1JHp-CL wurden in 100ml eines Lösungsmittelgeinisches, bestehend aus 90 Gew.-% Äthanol und 10 Gew.-Jo Wasser, gelöst und die Lösung wurde mit einer weiteren Lösung, bestehend aus 1,7 g N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure, gelöst in 220 ml des vorstehend angegebenen Lösungsmittelgemisches gemischt. Die in Beispiel 9 beschriebene Arbeitsweise wurde bei 300C in ähnlicher Weise ausgeführt?wobei 0,8 g eines kristallinen schwerlös-
BAD ORIGINAL
009832/1916.
lichen Salzes bei einer Kristallisationsausbeute von 36^-0 erhalten wurden. Das Salz wurde mit Harz nach der in Beispiel 28 nachstehend beschriebenen Arbeitsweise zerlegt, wobei 0,37 s&s Hydrochloride von L-IH-I0-CL erhalten wurden. (Ausbeute: 3650· Das Hydrochlorid besaß eins optische Reinheit von %
Getrennt davon wurden das Filtrat und die Waschflüssigkeit; konzentriert und getrocknet und die sich ergebenden 1,7 g eines leichtlöslichen Salzes wurden in ähnlicher Weise zerlegt, wobei 0,56 g des Hydrochloride der DjL-riHg-CL-Mischung mit einem Gehalt von 89^ der D-?orrs erhalten wurden. (Ausbeute: 64$)·
Beispiel 12
C,9 g einer äquinolaren Mischung von L- und D-*"M0-CI, (opt is el ve. Reinheit: 50?S) wurden in 4 r.l eir.es LcsuHfcv.ittol .-•er.icchcs, bestehend aus 80 Gew.-55 i'lthanel und 2C Gew.-;.·; '..'asser, gelöst, unddie Lösung wurde nit eir.er weiterer. Losung, die durch Auflösen von 2,0 g I-i-p-Titrobeii.-oyl-I.-cTlutaininsäure in 10 ml dos vorsxehend cer.ar.nten Lösur.^snittolgesisches hergestellt v.-order. v;ar, ^cr.iccht, v.'crauf bsi r.au^ter.poratur stehengelassen v.urdo. Die "-.usfällun£· von naaeixörmigen liristallen sir.es schvrerlöslic;.sn Salzes setzte etwa nach 5 ein ein und nach ΆεΥ.βτ,-lassen während 2 Stunden wurden die ausgefällten Ilristalle abfiltriert, ^it einer geringen I-Ier.ge des vorstehend angegebenen Lösuiigsnittelgeaisches gewaschen und unter verringertet: Druck getrocknet. Es wurden dabei 2,1 g des kristallinen Salzes mit einer Kristallisationsausbeute von 71 ~A erhalten.
009832/1916
Die Gesamtmenge des schwerlöslichen Salzes wurde aus 30 nil eines Lösungsmi-ttelgemisches, bestehend aus 60 Gew.-% Äthanol und 40 Gew.-% Wasser bei 7O0C uinkristal- · lisiert, wobei 0,90 g von langen nadeiförmigen Kristallen mit einer Kristallisationsausbeute von W7Sk erhalten wurden. Die Kristalle wurden nach der in den nachstehenden Beispiel 28 angegebenen Arbeitsweise zerlegt, wobei 0,45 g dec Hydrochlorids von L-NHp-CX erhalten wurden (Ausbeute: 39/0. Di© optische Reinheit der L-Form hiervon war SOJo.
Das nach der Abtrennung der rohen Kristalle verbleibende Filtrat, die Mutterlauge der Umkr'istallisaticn und die Waschflüssigkeit wurden vereinigt, konzen triert und getrocknet, und die so erhaltenen 2,0 g eines leichtlöslichen Salzes wurden in ähnlicher Weise zerlegt, wobei 0,57 g des Kydrochlorids von D-NHg-CL erhalten wurden. (Ausbeute: 49 0A). Die optische Reinheit der D-Form war 95%.
Beispiel 13
2,3 g IN-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure wurden in 30 ml eines Lösungsmittelgemisches, bestehend aus Methanol u;ic. 'Äthanol und V.'asser (Zusamme*, set zung3-Gewichtsverhältnis 45:45:10) gelöst und die Lösung wurde mit einer weiteren Lösung gemischt, die durch Auflösen von 1,0 g einer äquimclaren liischung von 0,L-KKg-CL in 10 ml dec vorstehend angegebenen Lösungsmittelgemisches hergestellt worden ist, unter Anwendung einer ähnlichen Arbeitsweise, wie vorstehend in Beispiel 9 beschrieben, mit der Abänderung, daß die Temperatur des Thermostaten« bades auf 300O eingestellt war, wurden 2,6 g eines schwerlöslichen Salzes bei einer Kristallisationsausbeute von 1Q% erhalten. -—-""-*
009832/1916
Das Salz wurde durch Behandlung mit einem Harz gemäß der in Beispiel 35 angegebenen Arbeitsweise zerlegt, wobei 0,93 g des Hydrochloride der D,L-NH2-CL-Mischung mit ehern Gehalt von 63 % der L-Form erhalten wurden. (Ausbeute: 93/0.
Beispiel 14
2,3 g N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure wurden in 43 ml eines Methanol-Aceton-Wasser-Lösungsmittelgemisch.es (Zusammensetzungs-Gewichtsverhältnis 80:10:10) gelöst und der so erhaltenen Lösung wurde 1,0 g einer L- und D-NHp-CL-Mischung zugegeben und gelöst, worauf bei 300C gerührt wurde. Nach etwa 15 niin Rühren, setzte die Ausfällung eines schwerlöslichen Salzes ein. Nach weiterem -Rühren während 1 Stunde wurde das Salz abzentri— fugiert und dann getrocknet, wobei 1,3 g des Salzes bei einer Zristallisationsausbeute von 39 % erhalten wurden. Das Salz wurde durch Harzbehandlung gemäß der in dem nachstehenden Beispiel 34 beschriebenen Arbeitsweise in 0,91 g N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure und 0,46 g 0,L-NH2-CL-Mischung mit einem Gehalt von Ql% der L-Form (Ausbeute: 36%)· zerlegt.
Beispiel 15
2,3 g N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure wurden in 45 ml eines Äthanol-Wasser-Toluol-IiEungsmittelgemisches (Zusammensetzung-Gewichtsverhältnis ί 92:6:2) gelöst. Diese Lösung wurde mit einer weiteren Lösung gemischt, die durch Auflösen von 1,o g einer äquimolaren Mischung von L- und D-NH2-CL in 15 ml dss vorstehend genannten Lösungsmittelgemisches hergestellt worden war, und
009832/1916
die Mischung wurde bei 3CCC 1 Stunde lang rasch gerührt, worauf die in den vorstehenden Beispiel 9 beschriebene Arbeitsweise-befolgt wurde*. Es wurden daboi 2,5 g eines kristallinen schwerlöslichen Salzes bei einer Kristalli-Gstionsausoeute von 76% erhalten.
Das Salz wurde nach der in dem nachstehenden Bsispiel beschriebenen Arbeitsweise zerlegt, wobei 0,79 g des Kydrochlorids der ujL-^IKp-CL-^ischung mit einen Gehalt von 64 % der L-Form erhalten wurden. (Ausbeute: 61%).
Beispiel 16
2,3 g N-p-Nitrobenzoyl-D-glutaminsäure wurden in 100 ml iGopropanol suspendiert. Getrennt davon wurde 1,o g einer aquimolaren Mischung von L- und D-NH2-CL in 50 ml Isopropanol gelöst. Die Suspension und die Lösung wurden einer ähnlichen Arbeitsweise, wie in Beispiel 9 angegeben, bei 300C unterworfen, wobei 2,9 g eines kristallinen schwerlöslichen Salzes bei einer Kristallisationsausbeute von 88% erhalten wurden.
Das Salz wurde gemäß der in Beispiel 28 beschriebenen Arbeitsweise zerlegt, wobei 1,15g des Hydrochloride der D,L-IiH2-CL-Mischung mit einem Gehalt von 57% der D-Form (Ausbeute 88%) erhalten wurden.
Beispiel 17
Eine Lösung, die durch Auflösen von 2,3 g N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure in 80ml eines Lösungsmittelgemisches s bestehend aus 80 Gew.-% Isopropanol und 20 Gew.-% Wasser, hergestellt worden war und eine·
BAD 009832/1918
weitere Lösung, die durch Auflösen von 1,0g einer cquir.olr.ren Mischung von L- und D-I-JIi0-CL in 20 nl der vorstehend genannten tösungsmittelge^isches her- :~c~-.cllt worder* v.rar, wurden gemäß der in Leispiel 9 rccel rie'renen Arbeitsweise bei 3GCC behandelt. Ss wurden dabei 1,4 g eines kristallinen schwerlöslichen £alr*ec bei einer Xristallisationsausceute von 42;j erhalDas Salz vrarde nach der in Beispiel 23 angegebenen Arbeitsweise zerlegt, und mit 70 ml 2n-Salssäure eluiert.
£z v~arden dabei 0,52 g des K3rdroChlorids von L-IiH9-CL erhalten. (Ausbaute: 40>ό). Die optische Reinheit der L-Forrs betrug
Beispiel 18
/.ine Lcsunr von 1,15 g h'-p-ITitrobenzcrl-L-gluta::.!:;-säure in 7C nl eines n-Bu
gerr.iscr.es {}.O: IC, bezogen auf Gewicht) ur.d eine vx-ifore Lösur.r vor. 0,5 g einer äcui^iolaren Ilicci'ui.g von L- und D-T-I0-CL in 3'δ nl des vorstehend ar.rerebsnen Lösunrcmittel.:e~isches wurden in ähnlicher V,eise, v.'ie in Beispiel ? bescr.rieben, bei 30'C behandelt. Es wurden dabei C, 5? ^; eines kristallinen schv.'erlöslichen Salzec bei einer L'ristallisationsausbeute von 35>- erhalxen. Das SaIs ν.-.;:·αε nach der in Beispfel 25 bsschriebenc-n Arbei^svreise verlegt, v/obei 0,22 g des Hydrcchlorids von L-MI0-CL nit einer optischen Reinheit von 10055 erhalten wurden. (Ausbeute 3^).
009832/1916
Beispiel 19
Eine Lösung von 3,45"g N-p-Nitroberizoyl-L-glutaniinsäure in 80 ml eines Aceton-^asser-Lösungsnittelgemisches (7C:5O, bezogen auf Gewicht) und eine weitere Lösung von ;,5 g einer äquimolarenKischung von L- und D-KTH2 -CL (optische Reinheit: 50%) in 20 ml des vorstehend genannten LösungsraittelpeEi-isches wurden in ähnlicher Weise, wie in Bsi spiel 9 beschrieben, bei 3 C 3C behielt. ISs wurden da- bei 1,2g eines lcristallinen schwerlöslichen Salzes bei einer Kristallisationsausbeute von 24% erhalten.
Das Salz wurde nach der in dem nachstehenden Beispiel 23 beschriebenen Arbeitsweise zerlegt, wobei · C,43 g Hydrochlorid von L-NH2-CL erhalten wurden. (Ausbeute: 22Jo). Die optische Reinheit der L-Form war 94SC
Beispiel 20
Sine Lösung, die durch Auflösen von 4,6 g N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure in 50 ml eines Lösungsnittelgeniisches von Äthylenglyko!wasser (90:10, bezogen auf Gewicht) hergestellt worden war und eine weitere Lösung, die durch Auflösen von 2,0 g einer äquimolaren Ilischung von L- und D-NH2-CL in 10 ml des \rorstehend genannten Lösungsmittelgemisches hergestellt worden war, wurden in ähnlicher :\'eise wie in dem vorstehenden Beispiel 9 bei 300C behandelt. Es wurden dabei 5,5 g eines kristallinen schwerlöslichen Salzes bei einer Kristallisationsausbeute von 5O?o erhalten. Das Salz wurde nach der in dem nachstehenden Beispiel 28 beschriebenen Arbeitsweise zerlegt, wobei 1,28 g des Kydrochlorids von D,I>-NH2-CL-Miechung mit einem, Gehalt von 58 % der L-Form erhalten wurden. (Ausbeute:50%)·.-·
BAD 0 0 9 8 3 2/1916
(II) Beispiele der Zerlegung von isomeren Salzen mit Halogenwasserstoff
Beispiel 21
0,80 g der in der Stufe (B) von Beispiel 1 erhaltenen nadeiförmigen Kristalle, d. h. das Salz bestehend aus L-NHo-CL und N-p-Nitrobenzoyi-L-glutamlnsäure, wurden in 5 ml 1 η-Salzsäure gelöst und bei Raumrempreatur gerührt. Etwa 2 Minuten später begann die Ausfällung von L-p-Nltrobenzoyl-L-glutaminsäure. Eine Stunde nach dem Rühren wurde die Ausfällung unter Absaugen filtriert und dadurch entfernt. Das. Filtrat wurde konzentriert und getrocknet, wobei das Hydrochlorid von L-NHp-CL erhalten wurde, das noch mit einer geringeren Menge von N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure verunreinigt war. Dem Produkt wurden daher 5 ml einer Isopropanollösung mit einem Gehalt an 5-n-Salzsäure zugegeben, worauf 50 Minuten lang gerührt wurde. Das ungelöst zurückbleibende Hydrochlorid wurde filtriert, 2 Mal Mit jeweils .2 ml Isopropanol gewaschen und unter verringertem Druck getrocknet, Die Ausbeute des Hydrochlorids von Ii-NHp-CL betrug 0,22 g (Ausbeute; 71 %). Der Schmelzpunkt von L-NH2-CL war bei 285° C (Zersetzung); /S/22 β _25,0° (K= 1",6, ln-Salzsäure); (Literaturwert: /^2= -24,5° * 1,2°); (K - 3,2 , ln-Salzsäure). Diese Werte zeigen, daß die optische Reinheit des vorstehenden Hydrochlorids 100 % ist und daß während der vorstehenden Zerlegungsbehandlung keine Racemierung. stattfand.
009832/1016
Beispiel 22
1*50 g der nadeiförmigen Kristalle, die in Stufe (B) von Beispiel 5 erhalten wurden, d. h. des Salzes bestehend aus D-NH2-CL, und N-p-Nitrobenzoyl-D-glutaminsäure wurden in 10 ml In-SaIzsäure gelöst, worauf eine ähnliche Arbeitsweise wie vorstehend in Beispiel 21 beschrieben ausgeführt wurde. Es wurden dabei 0,40 g Hy.drochlorid von D-NHp-CL erhalten (Ausbeute: 68 <f>). Die optische Reinheit der D-Form war 100 %.
Der filtrierte Feststoff aus der Behandlungssalzsäure und das Konzentrat der Isopropanollösung wurden unter verringertem Druck getrocknet, wobei 1,03 g N-p-Nitrobenzoyl-D-glutaminsäure erhalten wurden (Ausbeute? 100 #).
Beispiel 23
1,40 g des schwer löslichen Salzes von 0,L-NHp-CL-Gemisches mit N-p-Nitrobenzoy.l-L-glutaminsäure, das in der Stufe (A) von Beispiel 1 hergestellt wurde (F = 186° C^ /ö/q =-0,8 ; K =3*0 , Wasser), wurden in 8 ml Wasser suspendiert und hierzu wurden 2 ml 5n-Salzsäure zur Bildung einer Lösung gegeben. Die Lösung wurde in ähnlicher Weise, wie in Beispiel 21 beschrieben, behandelt. Es wurden dabei 0,46 g des Hydrochloride der 0,L-NHp-CL-Mischung mit einem Gehalt von 75 % der L-Form erhalten (Aisbeute: 84 %).
009832/1916
Beispiel 24
2,30 g aes schwerlöslichen Salzes der D,L-NHp-CL-Mischung mit N'-p-Nitrobenzoyl-L-glutaniinsäure, das in Beispiel 1»> erhalten war, wurden In 10 ml Wasser suspendiert und in die Suspension wurde Chxorwasserstoffgas bei Raum*.temperatur eingeblasen, um den pH-Wert der Lösung auf 1 zu erniedrigen. Etwa 10 Minuten danach setzte die Ausfällung von N-p-Nitrobenzpy1-L-glutaminsäure ein. Nach kontinuierlichem Rühren während 30 Minuten wurde die Mischung in ähnlicher Weise, wie in Beispiel 21, behandelt, wobei 0,78 g des Hydrochloride von D,L-NH2-CL-Gemisches mit einem Gehalt von 66 % der L-Form erhalten wurden (Ausbeute: 87 %)·
Beispiel 25
1,20 g des schwerlöslichen "*ίθρ der D,L-NHg-CL-Mischung mit N-p-nitrobenzoyl-D-glutaminsäure, das in Beispiel 8 erhalten wurde, wurden in 8 ml ln-Salzsäure bei 40° C gelöst, worauf die in Beispiel 21 beschriebene Arbeitsweise in ähnlicher Weise ausgeführt wurde. Es wurden so 0,j4 g des Hydrochloride von DjL-NHg-CL-Gemisches mit einem Gehalt von 85 % der D-Form erhalten (Ausbeute:
Beispiel 26
1,50 g des schwerlöslichen Salzes der D,L-NH2-CL-Mischung mit N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäurei das in Beispiel 11 erhalten wurde, wurden in 10 ml Wasser suspendiert und in die Suspension wurde Bromwasserstoffgas bei Raumtemperatur eingeblasen, um den pH-Wert der Lösung auf 1 zu erniedrigen, wonach 1 Stunde gerührt wurde.
009832/1916
Danach wurde die ausgefällte N-p-Nitrobenzoyl-L-glutamlnsäure filtriert. Das Filtrat wurde konzentriert und getrocknet, wobei das Hydrobromid von L-NH2-CL erhalten wurde, welches in 10 ml einer Isopropanollösung mit einem Gehalt von 3,0 n-Hydrogenbromid suspendiert wurde. Danach wurde eine den iniBeispiel 21 beschriebenen ähnliche Arbeitsweise angewandt. Es wurden 0,67 g des Hydrobromids von L-NHQ-CL erhalten (Ausbeute: 91 %). Das Produkt hatte ein« spezifisches Drehungsvermögen von Ζαφ «21,1 (K β 2,0, Wasser), und eine optische Reinheit von 98 ^·
Beispiel 27
2,2 g des kristallinen« schwerlöslichen Salzes« das in Beispiel 9 erhalten wurde, wurde in 20ml eines wäßrigen Lösungsmittels von In-SaIzsäure mit einem Gehalt von 2 Gew.-^ an Methanol gelöst und bei Räumtemperatur gerührt. Etwa nach 3 Minuten setzte die Ausfällung von N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure ein. Nach einer Stunde RUhren wurde die Ausfällung durch Filtration unter Absaugen entfernt. Das Filtrat wurde konzentriert und getrocknet, wobei das Hydrochlorid von L-NHp-CL erhalten wurde, das noch eine geringe Menge von N-p-Nitrobenzoylr-L-glutaminsäure -enthielt. Dem Hydrochlorid wurden daher 20 ml Isopropanol zugegeben, worauf 30 Minuten gerührt wurde, um das Glutaminsäurederivat zu extrahieren. Das ungelöst zurückbleibende Hydrochlorid wurde durch Filtration gewonnen, 2 Mal mit jeweils 2ml Isopropanol gewaschen und unter verringertem Druck getrocknet. Es wurden dabei -0,75 g des Hydrochloride der D,L-NH2-CL-Mischung mit einem Gehalt von 70 # der L-Form erhalten (Ausbeute: 88 #).
009832/1916
(III) Beispiele der Zerlegung der isomeren Salze unter Verwendung von SuIfonsäuregruppen enthaltenden Kationenaus t aus ohharζ en
Beispiel 28
1*52 g des schwerlöslichen Salzes bestehend aus L-NHp-CL und N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure, das in der Stufe (B) in Beispiel 1 erhalten worden war, wurden in 50 ml Wasser gelöst. Die so erhaltende Lösung wurde durch eine Harzsäule mit einem Durchmesser von 1,0 cm und einer Höhe von ΐβ cm geleitet, die mit 12 mm eines Kationenaustauschharzes, das SuIfonsäuregruppen enthielt.(Handelsnames DIAION SK-IB), gepackt war. Dann wurde die Säule mit .5 ml Wasser gewaschen. Aus dem die Säule verlassenden Ausfluß und der Waschflüssigkeit wurde N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure quantitativ gewonnen.
Anschließend wurde die Harzsäule eluiert und mit 100 ml ln-Salzsäure gewaschen und das Elüat wurde unter verringertem Druck bei 50° C konzentriert, wobei 0,58 g des Hydrochloride von L-NHp-CL (Ausbeute: 98 %) mit einem Schmelzpunkt von 2850 C (Zers.) und ZäT^2 - -25,0° (K = 5,2, ln-Salzsäure) erhalten wurden. Literaturwert: ßC/^ m - 24,5 - 1,2 ° (K - 3,2 , ln-Salzsäüre). Die charakteristischen Werte des Infrarotabsorbtionsspektrums des Hydrophlorids fallen mit denjenigen des getrennt synthetisierten Hydrochlorids von D,L-NHp-CL zusammen.
00*β32/19Ίβ
Beispiel 29
1,84 g des schwerlöslichen Salzes, bestehend aus D-NHp-CL und N-p-Nitrobenzoyl-D-glutaminsäure, das in der Stufe (B) von Beispiel 5 erhalten worden war, wurden in 50 ml Wasser gelöst und anschließend in ähnlicher Weise, wie in Beispiel 28 angegeben, behandelt. Es wurden dabei aus dem Eluat unter Verwendung von Salzsäure 0,69 g Hydrochlorid von D-NH2-CL gewonnen (Ausbeute: 96 %). Die optische Reinheit des Hydrochloride war 0 %, während diejenige mit Bezug auf die D-Form 100 % war.
Beispiel 30
Eine Mischung von 2,07 g eines Salzes von L-NH2-CL mit N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure und 0,69 g eines anderen Salzes von- D-NHp-CL mit N-p-Nitrobensoyl-L-glutaminsäure (optische Reinheit von D,L-NH2-CL, das in der Mischung enthalten war: 75 %>) wurde in 100 ml Wasser gelöst und durch eine Harzsäule mit einemDurchmesser von 0,9 cm und einer Höhe von 22 cm geleitet, die mit 15 ml eines sulfonierten Kationenaustauschharzes (Handelsname: DOWEX 5OW-X8) gepackt war, worauf eine ähnliche Arbeitsweise, wie in Beispiel 28 beschrieben, befolgt wurde. Aus dem Salzsäureeluat wurden 1,05 g des Hydrochloride der D> L-NH0-CL-Mischung mit einem Gehalt von 75 % der L-Form erhalten; Ausbeute 98 $.
Die Harzsäule wurde außerdem mit Wasser gründlich gewaschen, bis der pH-Wert der Waschflüssigkeit 5*0 betrug, worauf mit dieser Harzsäule die in diesem Beispiel beschriebene Arbeitsweise unterEr.zielung von ähnlichen Ergebnissen wiederholt werden konnte.
009832/1916
Beispiel 31
Die gleiche Mischung von optisch aktiven schwerlöslichen Salzen, wie vorstehend in Beispiel 30 verwendet, wurde in einer Menge von 2,76 g in 100 nil Wasser gelöst und durch die gleiche Harzsäule, wie vorstehend in Beispiel 30, r.eleitet. Die Harzsäule wurde mit Wasser gründlich gewaschen, worauf durch die so behandelte Säule die vorstehend angegebene wäßrige Lösung erneut geleitet wurde. Die nachfolgenden Behandlungen waren mit denjenigen von Beispiel 28. mit der Ausnahme identisch, daß 250 ml 0#5n-Salzsäure zumEluieren verwendet wurden. Es wurden 2,12 g des Hydrochloride den D,L-NH2-CL-Mischung mit einen Gehalt von 72^ % der L-Forra erhalten (Ausbeute: 99 $),
Beispiel 32
4,30 g des leicht löslichen Salzes von D5L-NH2-CL mit N-p-NitrobenzoylrL-glutaminsäure (D-Form-Gehalt in 0,L-NH2-CL: 66 %), das in Beispiel 1 (C) erhalten worden war, wurden in 50 ml Wasser gelöst. 40 ml eines Kationenaustauschharzes mit Sulfonsäuregruppen (Handelsname: AMBERLITE 120) wurden in 40 ml Wasser suspendiert und die Suspension wurde der ersten Lösung unter Rühren während 30 Minuten zugegeben. Danach wurde das Harz durch Filtration abgetrennt« wonach mit 50 ml Wasser gewaschen wurde.
Dasselbe Harz wurde mit 300 ml ln-Salzsäure fUnfmal gewaschen. Nach Konzentration der Waschflüssigkeiten unter verringertem Druck wurden 1,58 g des Hydrochloride den D,L-NH2-CL-Mischung mit einem Gehalt \cn 66 £ der D-Form erhalten (Aut>eute: 95 Ji).
009832/1916
Beispiel 33
3*30 g des schwerlöslichen Salzes, wie in Beispiel 7 erhalten (Gehalt an L-Form von NHg-CL: 100 $>), wurden in 120 ml Wasser gelöst und durch eine Säule mit einem Durchmesser von 1,0 cm und einer Höhe von 24 cm geführt, die mit l8 ml eines Kationenaustauschharzes mit einem Gehalt an Sulfonsäuregruppen (Handelsname: DIAION pK-208) gepackt war. Die Säule wurde mit l60 ml Wasser gewaschen.
Ferner wurde die Säule eluiert und mit 400 ml ln-Bromwasserstoffsäure gewaschen. Nach Konzentrierung des Eluats unter verringertem Druck und Trocknung wurden 1,54 g des Hydrobromids von L-NHg-CL mit einer optischen Reinheit von 100 % erhalten (Ausbeute! 95 %). .
Beispiel 34
1*90 g des leicht löslichen Salzes, das in dem vorstehenden Beispiel 7 erhalten worden war,(Gehalt an D-Form in der NHg-CL-Komponente: S %), wurden in 20 ml Wasser gelöst und durch eine saure Kationenaustauschharzsäule (Handelsname: DIAION PK^208;- Harzmenge 6 ml; Durchmesser und Höhe der Säule 1,0.cm bzw. .8 cm) geMtet und die Säule wurde mit 60 ml warmem Wasser gewaschen. Dann wurde die Harzsäule eluiert und mit 120 ml an 10 #-igem wäßrigem Ammoniak gewaschen. Nach Konzentrierung des'Elulats unter verringertem Druck wurden 0,57 g D,L-NH2-CL-Mischung (freie Form) mit einem Gehalt von 86 % der D-Form gewonnen (Ausbeute: 99 %)»
009832/1916
Beispiel 35
2,6 g des in Beispiel 13 erhaltenen kristallinen, schwerlöslichen Salzes wurden in 150 ml eines wäßrigen Lösungsmittels mit einem Gehalt an 25 Gew.-% Methanol gelöst, worauf eine ähnliche Arbeitsweise, wie in Beispiel 30 beschrieben, ausgeführt wurde. Es wurden dabei 0,93 g des Hydrochlorids der D,L-NHp-CL-Mischung mit einem Gehalt von 63 % der L-Form erhalten (Ausbeute: 92 Ji).
Beispiel 36
2,2 g des kristallinen schwerlöslichen Salzes, das, wie in Beispiel 9* erhalten wurde, wurden in 150 ml eines wäßrigen Lösungsmittels mit einem Gehalt an 20 Gew.-Äthanol gelöst, worauf eine ähnliche Arbeitsweise, wie in Beispiel 30 beschrieben, ausgeführt wurde. Es wurden dabei 0,8l g des Hydrochlorids der D,L-NH2-CL-Mischung mit einem Gehalt von 70 % der. L-Form erhalten (Ausbeute; 95 #)
009832/1916
(IV) Beispiele, die die Beziehung zwischen der Menge der
und der Menge an Lösungsmittel
erläutert,
Beispiel 37
In einen mit einem mechanischen Rührer und einem Thermometer ausgestatteten Dreihalskolben wurden 23,0 g (0,078 Mol) von N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure und 730 ml eines Lösungsmittelgemisches, bestehend aus 94Gew.-% Methanol und 6 Gpw.-^ Wasser gegossen und unter Rühren in ein Thermostatenbad, das bei 250C gehalten wird, eingebracht, um eine lösung des Trenn- oder Zerlegungsmittels zu bilden. In einen anderen, in ähnlicher Weise mit einem Rührer und einem Thermometer ausgestatteten Dreihalskolben wurden 10,0 g von einer racemischen L- und D-NHg-CL-Mischung (0,078KoI, optische Reinheit: 50%) in 370 ml des vorstehend angegebenen Lösungsmittelgemisches bei 250C gelöst und die sich ergebende Lösung wurde in den ersten Kolben gegossen (Lösung des Trennmittels), damit gemischt, worauf unter Beibehaltung der Temperatur bei 250C gerührt vurde,-
Eine Stunde nach dem Beginn der Ausfällung von weißen Kristallen wurden die gebildeten Kristalle abfiltriert. In diesem Fall setzte sich das kristallisierte Salz nicht auf dem Boden des Kolbens ab, sondern blieb in der Lösung suspendiert, wobei der Zustand einer flüssigen (fluid) Aufschlämmung beibehalten wurde, die sehr leicht durch einen Hahn am'Boden des Kolbens in einem Zentrifugenabscheider zur Filtration abgezogen werden konnte. Die Mutterlauge wurde gründe
009832/191S
lichtaus den Kristallen herausgepreßt; nach Trocknen der Kristalle mit heißer Luft wurden 12,3 g eines schwerlöslichen Salzes bei eine'rKristallisationsausbeute von 3796 erhalten.
Das Salz wurde unter Verwendung des Kationenaustauschharzes nach der Arbeitsweise von Beispiel 28 zerlegt und es wurden 4,7 g des Hydrochlorids von L-KK2-CL durch Eluierung mit Salzsäure erhalten (Ausbeute: 31%f Ausbeute aus der L-Form: 7h%). In diesem Beispiel betrug die Gesamtmenge des isomeren Salzes 33,0 g,die Gesamtmenge des Lösungsmittel 1100 ml und das Löslichkeitsverhältnis mit der vorstehend gegebenen Definition war 2,7. Die optische Reinheit bezüglich der L-Form' in dem so erhaltenen Hydrochlorid von L-NHg-CL war 995*.
Getrennt davon wurde das Filtrat, aus welchem die Kristalle entfernt worden waren, konzentriert und getrocknet und das sich ergebende leichtlösliche Salz wurde unter Verwendung des Kationenaustauschharzes in ähnlicher V/eise, wie vorstehend in Beispiel 34, zerlegt. Durch Eluieren mit wäßrigem Ammoniak wurden 6,1 g der D,L-N^-CL-Mschung mit einem Gehalt von 79?' der D-Form gewonnen, (Ausbeute: 61%).
Beispiele 36 bis 45
In dem vorstehend angegebenen Beispiel 37 wurden das Löslichkeitsverhältnis von 4,5 der Gesamtmenge an isomerem Salz von 35,0g und Kristallisationstemperatur bei 3O0C festgelegt. Diese Bedingungen wurden unverändert
009832/1916
■beibehalten, während die LÖsungsraittelsusaramensetzung (Gewichtsprozent an Methanol in Methanol-Wasser-Lösungsmittelgemischen) und die Gesamtmenge an Lösungsmittel in der in der nachstehenden Tabelle I angegebenen Weise für jeden Versuch hinsichtlich der optischen Trennung variiert wurden. Die Mengen der so gewonnenen schwerlöslichen Salze und die optische Reinheit" τοη L-NHp-CL-Proben, die nach der Zerlegung der genannten Salze erhalten wurden sind ebenfalls in Tabelle I aufgeführt:
Tabelle I
Bei- Löcungs- Gesaratspiel mittel- menge an Nr. zusammen- Lösungssetzung mittel (Gew.-% (ml) Methanol)
Menge an schwerlöslichem Salz (g)
'optische Reinheit von'L-NH2-CL (JO
38 100
39 94
40 90
41 80
42 60
43 40
44 20
45 1
1o48 560 386 282 204 163 131 105
13,1 14,0 15,4 13,9 13,5 13,0 14,4 12,2
98 99 95 94
95 92 89 89
009832/1916
Beispiele 46 und 47
Die optische Trennung oder Zerlegung gemäß der inBeispiel 37 beschriebenen Arbeitsweise wurde mit der Abänderung wiederholt, daß die Kirstallisationstemperatur auf 20° C eingestellt wurde und die Lösungsmittelzusammensetzung 100 % Methanol war, das LssIichkeitsverhältnis und die Gesamtmenge an Lösungsmittel bei jedem Versuch in der in der riaanstehenden Tabelle II angegebenen Weise variiert wurde, und daß das Mischen der beiden Lösungen in der Weise ausgeführt wurde, daß die Lösung des Trennoder Zerlegungsmittels in die Lösung der L- und D-NHg-CL-Mischung gegossen wurde. Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle II aufgeführt.
Lösungs LösIich- Tabelle II Menge an Optische
Beisp. mittel keits- Gesamt schwerlös Reinheit
No. zusammen- ■ verhältn. menge lichem von
setzung an Lö- Salz L-NHo-CL
(Methanol sungsm.
(ml!
(S)
100 2,5 2481 0,9 100
46 100 6,0 1038 13,8 93
47
009832/1916
Beispiele 48 und 49
Die optische Trennung oder Zerlegung wurde gemäß der inBeispiel 37 angegebenen Arbeitsweise mit der Abänderung wiederholt, daß die Kristallisationstemperatur auf 50° C eingestellt wurde, die Lösungsmittelzusammensetzung 100 % Methanol war und das Löslichkeitsverhätlnis und die Gesamtmenge an Lösungsmittel gemäß der in Tabelle III angegebenen Weise variiert wir den. Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle III aufgeführt.
Lösungs- Tabelle III Menge an Optische
Beisp. mittel- LösIich- Gesamt schwerlös Reinheit
No. zusammen- keits- menge lichem von
setzung verhältn. an Lö- Salz L-NH0-CL
(Methanol sungsm. (s)
Gew.-%) (ml)
100 100
2,5 6,0
1100
458
2,2
14,7
96 88
009632/1916
Beispiele 50 bis 52
Die optische Trennung oder Zerlegung wurde gemäß der Arbeitsweise von Beispiel yj mit der Abänderung wiederholt, daß die Kristallisationstemperatur auf 25° G eingestellt wurde, das Trennlösungsmittel eine Lösungsmittelmischung bestehend aus 94 Gew.-# Methanol und 6 Gew.-# Wasser war, das Lösungsmittelverhältnis und die Gesamtmenge an Lösungsmittel in jedem Versuch, wie in Tabelle IV angegeben, variiert wurden und daß die kristalline racemische D,L-NH2-CL-Mischung direkt der Lösung des in der Gesamtmenge des Lösungsmittels gelösten Trennmittels zugesetzt wurde. Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle IV aufgeführt .
Tabelle IV
Belsp. Lösungs- Löslich- Gesamt-No, mittel- keits- menge zusammen- verhält- an Lösetzung nis sungs-(Methanol mittel -%) (ml)
Menge an schwerlöslic hem Salz
(κ)
Optische Reinhiet von L-NH2-CL
94 94 94
2,7 4,5 5,0
1100
700 600
12,3 14,6 15,2
100 100
90
009832/1916
Beispiele 53 bl& 55
Die" optische Zerlegung oder Trennung gemäß der in Beispiel 37 beschriebenen.Arbeitsweise wurde mit den Abänderungen wiederholt, dä'ß die Kristallisationstemperatur auf 30° C eingestellt wurde, eine Lösungsmifctelmischung aus 94 Gew.-% Methanol und 6 Gew.-% Wasser als Trennlösungsmittel verwendet wurde und daß das Löslichkeitsyerhältnis und die Gesamtmenge an Lösungsmittel in der in Beispiel 5 angegeenen Weise variiert wurde. Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle V aufgeführt. .
Tabelle V
Beisp. Lösungs- Löslich- Gesamt Menge an optische
No. mittel- keits- menge schwerlös Reinheit
zusammen- verhält- an Lö lichem von '
setzung nis sungs Salz L-NH0-CL
(Methanol mittel
Gew.-%) (ml) U) (<&)
53 94 2,5 10,4 100
54 94 4,6 600 13,2 99
55 9^ 5,1 500 15,6 98
009832/1916
Beispiele 56 bis 59
m *
Die optische Trennung "gemäß der in Beispiel yj beschriebenen Arbeitsweise wurde mit der Abänderung wiederholt, daß die Kristallisationstemperatur auf
C eingestellt wurde, ein Lösungsmittelgemisch aus 92J- Gew.-# Methanol und .6 Gew.-^ Wasser als Trennlösungsmittel verwendet wurde und daß das molare Verhältnis von D,L-NHp-CL : Trennmittel, die Gesamtmenge an isomeren Salz, das Löslichkeitsverhältnis und die Gesamtmenge an Lösungsmittel jeweils bei jedem Versuch in der in Tabelle VI angegebenen Weise variiert wurden. Die Ergebnisse sind ebenfalls in Tabelle VI aufgeführt.
009832/1916
Tabelle VI
Beispiel D, L-MIi9-CL
Nr· (e)
in
N-p-Nitrobenzoyl- Gesamt- Löslich- Gesamt- Menge optische
L-glütarnin säure menge keits- menge an Reinheit
(g) an verhält- sn Lö- schwer- von
isomerem nis sungs- lösli- L-NH9-CL
Salz mittel chem
(g) (ml) Salz
56 10,0
(o,o78 Mol)
13,9
(0,047 Mol)
19,9 3,6 .' 430 3,1 90
57 10,0
(0,078 Mol)
18,5
(0,062 Mol)
26,4 3,8 530 10,1 91
58 10,0
(0,078 Mol)
23,0
(0,078 Mol)
33,0 3,7 690 14,0 98
59 10,0
(0,078 Mol)
27,7
(0,094 Mol)
33,0 3,7 690 13,7 95
Beispiel 6o
Die optisohe Trennung gemäß der in Beispiel'37 beschriebenen Arbeitsweise wurde mit der Abänderung wiederholt, daß die N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure durch 2j5»O g N-p-Nitrobenzoyl-D-glutaminsäure ersetzt wurde, eine Gesamtmenge von 600 ml eines Lösungsmittelgemisches bestehend aus 95 Gew.-J^ Methanol und 5 Gew.-^ Wasser als Trennlösungsmittel verwendet wurde, die Kristallisationstemperatur 350° C betrug und das LÖslichkeitsverhältnis auf 4,6 geeändert wurde. Es wurden dabei Γ5>2 g eines kristallinen schwerlöslichen Salzes bei einer Kristallisatinnsausbeute von 40 % erhalten. Aus dem schwerlöslichen Salz wurden 5,1 S des Hydrochloride von D-NH2-CL erhalten. Die optische Reinheit der D-Form war 97 %* Die Hydrochloddaus beute aus der D,L-Mischung betrug 40 % und die Ausbeute aus der D-Form betrug 80 Ji.
Beispiele 6l bis 74
Die optische Trennung oder Zerlegung gemäß der in Beispiel 37 beschriebenen Arbeitsweise wurde mit der Abänderung wiederholt, daß die Kristallisationtemperatur auf 25° C eingestellt wurde, das Trennlösungsmittel eine-Lösungsmittelmischung, bestehend aus 94 Gew.-^ Methanol und 6 Gew.-%'Wasser, war, die Gesamtmenge an isomerem Salz auf 3,30 g erniedrigt wurde und daß das LÖslichkeitsverhältnis und die Gesamtmenge an Lösungsmittel für jeden Versuch gemäß der in Tabelle YII angegebenen Weise variiert wurden, um die Beziehung zwischen dem LÖslichkeitsverhältnis und der Menge aus ausgefälltem schwerlöslichem Salz und der optischen Reinheit von in dem' Salz enthaltenem L-NH2-CL zu untersuchen. Die Ergebnisse sind In Tabelle VII aufgeführt.
009832/1916
Tabelle VII
Bei- Löslich- Gesamtspiel keits- menge Nr.: verhält- an Lönis sungsmittel (ml) schwer- optische Reinheit lösliches von L-NH9-CL Salz ώ
(g)
2,0 2,2 2,7 3,2 3,6 4,0 4,3 4,5' 5,0 5,5 6,0
6,5 7,0
7,5
150
136
110
94
83
75
70
66
60
55 50 46
43 40 0,00 0,98 1,23 1,35 1,42 1,45 1,46 1,50 1,52 1,54 1,55 1,57 1,62 1,69
99 99 99 99 , 100 94 91 88
85 80 76 69
009832/1916
1961T80
Beispiele 75--und 76
Die optische Trennung gemäß der in Beispiel beschriebenen Arbeitsweise wurde mit der Abänderung wiederholt, daß die Kristallationstemperatur auf 30° C eingestellt wurde,, das Trennlösungsmittel eine LösungsmJifcelmischung bestehend aus 90 Gew.-^ Äthanol und 10 Gew.-# Wasser war, und daß das Löslichkeitsverhältnis und die Gesamtmenge an Lösungsmittel bei jedem Versuch gemäß der in Tabelle VIII angegebenen Weise variiert wurden. Dabei wurden die schwerlöslichen Salze in der in Tabelle VIII angegebenen Menge und L-NH2-CL in der in Tabelle VIII angegebenen optischen Reinheit erhalten.
Tabelle 8
Beisp. Lösungs- LösIich- 2,5 Gesamt Menge an Optische
No. mittel- keits- 6,0 menge schwerlös Reinheit
zusammen- verhält- Beispiele 77 an Lö lichem von
setzung nis sungs Salz L-NH0-CL
(Äthanol mittel C.
Gew.-^) (ml) (ff) (%)
75 90 600 6,7 99
76 90 250 14,1 98
bis 82
Die optische Trennung gemäß der in Beispiel 37 beschriebenen Arbeitsweise wurde mit der Abänderung widerholt, daß die Kristallisationstemperatur auf 30° C eingestellt wurde, ein Lösungsmittelgemisch aus 60 Gew.-# Wasser und 40 Gew.-^ Äthanol als Trennlösungsmittel verwendet wurde, und daß das Löslichkeitsverhältnis und die Gesamtmenge an Lösungsmittel bei jedem Versuch
009832/1916
gemäß der in Tabelle IX angegebenen Weise variiert wurden, wobei die schwerlöslichen· "Salze in der in Tabelle IX angegebenen Menge und L-NHp-CL in der in Tabelle IX angegebenen optischen Reinheit erba. lten wurden.
Lösungs-
mittel-
zusammen-
setzung
(Äthanol
Gew.-^)
Tabelle IX Gesamt-
menge-
an Lö-
sungs-
mittel
CmI)
Menge an
schwerlös
lichem
Salz
(κ)
Optische
Reinheit
von
L-NH2-CL
(%)
Beisp.
No.
40 Löslichkeits-
verhältnis
70 0,0 -
77 40 2,0 56 0,4 93
78 40 2,5 43 10,8 86
79 40 3,3 24 13,1 84
80 40 6,0 20 15,3 78
81 40 7,0 19 16,4 70
82 7,5
(V) Beispiele für die optische Trennung unter Verwendung von N-Benzoyl-L-glutaminsäure und N-Benzoyl-D-glutaminsäure
Beispiel 83
1,3 g einer äquimolaren Mischung aus L- und D-NHp-CL (optische Reinheit: 50 $) wurden in 10 ml war-mem Wasser bei 60° C gelöst und es wurden 2,5 g N-Benzoyl-L-glutaminsäure zugegeben und gelöst. Die Lösung wurde während 10 Stunden stehengelassen, worauf eine große Menge an kristall!- t nem, schwerlöslichem Salz ausfällte. Das Salz wurde filtriert, mit.einer geringen Menge Wasser gewaschen und danach unter
009832/1916
verringertem Druck getrocknet, wobei 2,4 g Kristalle bei einer Kristallisationeausbeute von 63 % erhalten wurden.
Das kristalline Salz wurde in 20 ml Wasser gelöst und durch eine Harzsäule von 1,0 cm Durchmesser und 18 cm Höhe geleitet« die mit 15 ml eines Kationenaustauschharzes in saurer Form mit einem Gehalt an Sulfonsäuregruppen (Handelsname: DIAION SK-IB) gepackt war. Die Säule wurde danach mit 200 ml Wasser gewaschen. Die vorstehende, durch die Säule geleitete Flüssigkeit und die Waschflüssigkeit wurden vereinigt, woraus N-Benzoyl-L-glutaminsäure quantitativ gewonnen wurde.
Anschließend wurde die Harzsäule eluiert und mit 200 ml von ln-Salzsäure gewaschen. Das Eluat wurde unter verringertem Druck bei 50° C konzentriert, wobei 1,0 g des Hydrochloride der D,L-NH2-CL-Mischung erhalten wurden mit einem Gehalt an 70 % der L-Form (Ausbeute: 62 %).
Beispiel 84
2,0 g N-Benzoyl-L-glutaminsäure wurden in I60 ml Methanol gelöst und dazu wurde 1,0 g einer äquimolaren Mischung von L- und D-NH2-CL, gelöst in 60 ml Methanol, gegeben. Das Lösungsmittel wurde unter verringertem Druck aus dem System bis zur Trockne abgedampft. Zu dem als Rückstand erhaltenen isomeren Salz wurden erneut 50 ml Methanol zugegeben und es wurde bei Raumtemperatur gerührt. Das Salz war. teilweise unlöslich. Das System wurde im Eisbad gekühlt, wobei 0,54 g eines schwerlöslichen Salzes (Kristallisationsausbeute: 18 ^) erhalten wurden.
009832/1916
- -60"
Das Salz wurde in ähnlicher Weise,wie in Beispiel 83 beschrieben,mit Harz behandelt. Dabei wurden 0,22 g des Hydrochlorids der D,L-NHp-CL-Mischung mit einem Gehalt von 8l # der L-Form erhalten (Ausbeute: 17 %)·
Beispiel 85
2,5'g N-Benzoyl-L-glutaminsäure wurden in 44 ml einer Lösungsmlifcelmischung, bestehend aus 94 Gew.-^ Methanol und 6 Gew.-# Wasser, gelöst. Die Lösung würde in einen 3-Hals-Kolben, der mit einem mechanischen Rührwerk und einem Thermometer ausgestattet war, gegeben. Der Kolben wurde in ein Thermostatenbad getaucht, um seinen Inhalt bei einer Temperatur von 30° C zu halten.
In einem anderen Gefäß wurden 1,3 S einer äquimolaren Mischung von L- und D-NHp-CL in 25 ml des vorstehenden Lösungsmittelgemisches, das bei 30° C gehalten wurde, gelöst und danach in den vorstehenden 3-Hals-Kolben gegossen. Nachdem die Ausfällung eine kristallinen Salzes begonnen hatte, wurde der Inhalt während einer weiteren Stunde gerührt. Der Niederschlag wurde durch Filtrieren abgetrennt und unter verringertem Druck getrocknet. Dabei wurden 1,5 g eines kristallinen, schwerlöslichen Salzes erhalten, wobei die Kristallisationsausbeute 40 % betrug. F ο 210 bis 213° C, A^22 - -4,0° (K - 3,0 , Wasser).
0,75 g des schwerlöslichen Salzes wurden zerlegt, wobei ein Harz in ähnlicher Weise wie in Beispiel 83 zur Anwendung gelangte. Dabei wurden 0,32 g des Hydrochlorids von L-NHg-CL aus dem Salzsäureeluat (Ausbeute 20 %) gewonnen. Die optische Reinheit der L-Form war 94 %.
009832/1916
Getrennt davon wurden 0,75 g des vorstehend genannten schwerlöslichen Salzes aus 20 ml des vorstehend angegebenen Lösungsmittelgemisches umkristallisiert, wobei 0,50 g von nadeiförmigen Kristallen erhalten wurden. Die Ausbeute der Kristallisationsarbeitsweise betrug 67 %.
Die Kristalle wurden in ähnlicher Weise,wie in dem vorstehenden Beispiel 83 angegeben, unter Verwendung des gleichen Harzes zerlegt, wobei 0,21 g des Hydrochlorids von L-NHg-CL gewonnen wurden (Ausbeute: Γ5 %)·
Das spezifische Drehungsvermögen von L-NHp-CL war - -24,8° (K β 3,2 , ln-Salzsäure) und die optische Reinheit hiervon war 100 #.
Beispiel 86
Eine Lösung,die durch Auflösen von 12,8 g (0,10 Mol) einer äquimolaren Mischung von L- und D-NH^-CL in 200 ml eines Lösungsmittelgemisches, bestehend aus 9^ Gew.-% Methanol und 6 Gew.-^ Wasser, wurde mit einer anderen Lösung gemischt, die durch Auflösen von 25,1 g (0,10 Mol) N-Benzoyl-L-glutaminsäure in 6OO ml des vorstehend angegebenen Lösungsmittelgemisches hergestellt worden war. Das System wurde während 2 Stunden bei j50° C gerührt und dann in ähnlicher Weise, wie in Beispiel 85* behandelt. Es wurden dabei 11,8 g eines weißen schwerlöslichen Salzes in einer Ausbeute von 31 % erhalten.
Das Salz wurde in ähnlicher Welse, wie in Beispiel 83# mit Harz zerlegt, wobei 5,1 g des Hydrochlorids von L-NHg-CL erhalten wurden (Ausbeute: ~j>± %, Ausbeute, bezogen auf die L-Porm: 62 #). Die optische Reinheit des Hydrochlorids war 100 %,
009832/1916
-•62 -
Beispiel 8-7
Eine Lösung, die durch Auflösen von 2,5 g N-Benzoyl-L-glutaminsäure in 50 ml eines Lösungsmittelgemisches, bestehend aus 90 Gew.% Methanol und 10 Gew.# Wasser, hergestellt worden war, wurde mit einer anderen Lösung, die durch Auflösen von 1,3 g einer äquimolaren Mischung von L- und D-NHp-CL in 25 ml des vorstehend genannten Lösungsmittelgemisches hergestellt worden war, gemischt und in ähnlicher Weise, wie in Beispiel 85* behandelt. Es wurden dabei 1,2 g eines kristallinen, schwerlöslichen Salzes erhalten (Ausbeute der Kristallisation: 32 %). Das Salz wurde in ähnlicher Weise, wie in Beispiel 83, mit Harz zerlegt, wobei 0,51 g Hydrochlorid von L-NH2-CL erhalten wurden (Ausbeute 31 #)·
Die optische Reinheit hiervon betrug 98 #. Beispiel 88
Eine durch Auflösen von 2,0 g N-Benzoyl-L-glutaminsäure in 800 ml Äthanol hergestellte Lösung wurde mit einer anderen Lösung gemischt, die durch Auflösen von 1,0 g einer äuqimolaren Mischung von L- und D-NHg-CL in 200 ml Äthanol hergestellt worden war, ähnlich wie in Beispiel 85. Zu dem System wurde eine geringe Menge eines Salzes, bestehend aus N-Benzoyl-L-glut amins äure und D,L-NH2-CL-Gemisch als Keimbildungs- / mittel zugegeben, worauf 7 Stunden lang gerührt wurde. Dabei wurden 0,75 g eines kristallinen, SChWe1IOsliehen Salzes gewonnen (Kristallisationsausbeute: 25 #)·-.
009832/1916
Das Salz wurde in ähnlicher Weise wie in Beispiel 83 unter Verwendung des gleichen Harzes zerlegt, wobei 0,32 g des Hydrochlorids von L-NHp-CL erhalten wurden (Ausbeute: 25 %, optische Reinheit 92 #).
Beispiel 89
Eine Lösung, die durch Auflösen von 2,5 g N-Benzoyl-L glutaminsäure in 60 ml eines Lösuj^smittelgemisches aus 92 Gew.-# Äthanol und 8 Gew.-J^ Wasser hergestellt worden war, wurde mit einer weiteren Lösung gemischt, die durch Auflösen von 1,3 g einer äquimolaren Mischung von L- und D-NHp-CL in 25 ml des vorstehend angegebenen Lösungsmittelgemisches gebildet worden war, und in ähnlicher Weise, wie in Beispiel 85 behandelt. Es wurden dabei 2,6 g eines kristallinen , schwerlöslichen Salzes bei einer Kristallisationsausbeute von 69 % erhalten.
Das Salz wurde in ähnlicher Weise wie in Beispiel- 83 mit Harz zerlegt, wobei 1,1 g des Hydrochlorids von der D,L-NHp-CL-Mischung mit einem Gehalt von 59 % der L-Porm erhalten wurden (Ausbeute: 68 %).
Beispiel 90
Eine Lösung, die durch Auflösen von 0,66 g N-Benzoyl-L-glutaminsäure in 70 ml eines Lösungsmittelgemisches, bestehend aus 90 Gew.-56 Isopropanol und 10 Gew.-# Wasser, hergestellt worden war, und eine weitere Lösung, die£urch Auflösung von 0,3^ S einer äquimolaren Mischung von L- und D-NH2-CL in 30 ml des vorstehend genannten Lösungs
009832/1916
mittelgemisches gebildet worden war, wurden in ähnlicher Weise wie in Beispiel 85 behandelt, wobei 0,42 g eines kristallinen, schwerlöslichen Salzes bei einer Kristallisationsausbeute von 42 % erhalten wurden.
Das Salz wurde in ähnlicher Weise wie in Beispiel 83 mit Harz zerlegt, wobei 0,18 g des Hydrochlorids der D,L-NH2-CL-Mischung mit einem Gehalt von 88 % der L-Form erhalten wurden (Ausbeute: 42 %),
Beispiel 91
Eine . Lösung, die durch Auflösen von 1,3 g N-Benzoyl-L-glutaminsäure in 80 ml eines Lösungsmittelgemjaehes, .bestehend aus 90 Gew.-^ n-Butanol und 10 Gew.-% Wasser hergestellt worden war, und eine weitere Lösung, die durch Auflösen von 0,68 g einer äquimolaren Mischung von L- und D-NHg-CL in 20 ml der vorstehend angegebenen Lösungsmlitelmischung gebildet worden war, wurden in ähnlicher Weise wie in Beispiel 85 behandelt, wobei 1,15 g eines kristallinen, schwerlöslichen Salzes gewonnen wurden. Die Kristallisationsausbeute betrug 57
Das so gewonnene Salz wurde in ähiicher Weise wie in Beispiel 83 mit Harz zerlegt, wobei 0,49 g des Hydrochloilds der D,L-NH2-CL-MiSchung mit einem Gehalt von 72 % der L-Porm erhalten wurden (Ausbeute: 56 #).
Beispiel 92
Eine Suspension, die durch Suspendieren von 1,3 g N-Benzoyl-L-glutaminsäure in 700 ml Aceton erhalten worden war, und eine weitere Lösung, die durch Auflösen von 0,68 g einer äquimolaren Mischung von L- und D-NH2-CL in 300 ml
009832/1916
Aceton erhalten worden war, wurden in ähnlicher Weise wie in Beispiel 85 behandelt, wobei 1,8 g eines kristallinen, schwerlöslichen Salzes in einer Kristallisationsausbeute von 89 %' erhalten wurden.
Das Salz wurde in ähnlicher Weise wie in Beispiel 83 mit Harz zerlegt, wobei 0,77 g des Hydrochlorids der D, L-NHp-CL-Mischung mit einem Gehalt von 52 % der L-Form erhalten wurden (Ausbeute: 88 %).
Beispiel 93
Eine Lösung, die durch Auflösen von 3,8 g N-Benzoyl-L-glutaminsäure in. 22 ml . Äthylengitykol gebildet worden war, und eine weitere Lösung, die durch Auflösen von 1,9 g einer äquimolaren Mischung von L- und D-NHp-CL in 5 ml Äthylengtykol hergestellt worden war, wurden in ähnlicher Weise wie in Beispiel 88 behandelt, wobei 2,0 g eines kristallinen, schwerlöslichen Salzes bei einer Kristallisationsausbeute von 35 % erhalten wurden.
Das schwerlösliche Salz wurde in 10 ml ln-Salzsäure gelöst und bei Raumtemperatur gerührt. Nach Rühren während etwa 30 Minuten setzte die Ausfällung von N-Benzoyl-L-glutaminsäure ein. Nach Rühren während 2 Stunden wurde die Ausfällung durch Eiltration unter Absaugen entfernt. Das Piltrat wurde konzentriert und getrocknet, um das Hydrochlorid von NHp-CL zu erhalten. Da das Hydrochlorid noch eine geringe Menge an N-Benzoyl-L-glutaminsäure enthielt, wurden 10 ml Isopropanol mit einem Gehalt an 3n-Salzsäure zugegeben, woaauf während 30 Minuten gerührt wurde.
009832/1916
Das ungelöst zurückbleibende Hydrochloric! wurde durch Filtration abgetrennt, 2 mal. mit jeweils 2 ml Isopropanol gewaschen und unter verringertem Druck getrocknet. Dabei wurden 0,85 g des Hydrochlorids der D,L-NH2-CL-Mischung mit einem Gehalt von 80 % der L-Form erhalten (Ausbeute: 35
Beispiel 94
Eine Lösung, die durch Auflösen von 2,5 g N-Benzoyl-D-glutaminsäure in '44ml eines Lösungsmittelgemisches, bestehend aus 94 Gew.-# Methanol und 6 Gew.-^Wasser gebildet worden war, und eine: weitere Lösung, die durch Auflösen von 1,3 S einer äquimolaren Mischung von L- und D-NH2-CL in 25 ml des gleichen Lösungsmittelgemisches gebildet worden war, wurden in ähnlicher Weise wie in Beispiel 85 behandelt, wobei 1,6 g eines kristallinen, schwerlöslichen Salzes gewonnen wurden. Die Kristallisation· ausbeute betrug 41 %,
Das Salz wurde in ähnlicher Weise wie in Beispiel 83 mit Harz zerlegt, wobei 0,67 g des Hydrochlorids der D,L-NH2-CL-Mischung mit einem Gehalt von 88 % der D-Form erhalten wurden (Ausbeute 41 %),
009832/1916

Claims (8)

- 6.7 Patentansprüche
1. Verfahren zur optischen Trennung einer Mischung von L- und D-a-Araino-6 -caprolactam, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Mischung von L- und D-a-Amino-6 -caprolactam mit einem der Drivate von L- oder D-Glutaminsäure der nachstehenden Formel
Hooc-CH-NH-C-
CH2 0 t
CH2
COOH
worin R ein V/asserstoffatom oder eine Nitrogruppe (-NO2) bedeutet, in einem homogenen flüssigen Medium behandelt, das wenigstens 90 Vol-# von wenigstens einem Lösungsmittel aus der Gm ppe von Wasser, aliphatischen Alkoholen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Aceton und Äthylenglykol enthält, und dabei ein schwerlösliches" Salz, bestehend aus L- oder D-oc-Amino- t-caprolactam und dem Derivat der optisch aktiven Glutaminsäure ausfällt, das genannte schwerlösliche Salz von dem flüssigen Medium, .das,ein leicht lösliches Salz des oc-Amino- t -caprolactams und des Derivats der Glutaminsäure enthält, abtrennt und danach das schwerlösliche Salz und/oder das aus dem flüssigen Medium abgetrennte leicht lösliche Salz zerlegt.
009832/1916
- 66 -
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als flüssiges Medium Wasser, Methanol, Äthanol oder deren Mischungen bei beliebigen Verhältnissen verwendet. . .
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man 0,8 bis 1,3 Mol des genannten Derivats der L- oder D-Glutaminsäure Je 1 Mol dec L- und D-oc-Amino-
ttt 6 -caprolactam-Mischung verwandet.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß man als Derivat der Glutaminsäure N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure oder N-p-Nitrobenzpyl-D-glutaminsäure verwendet. .
f>. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man das schwerlösliche oder das leichtlösliche Salz mit einer Halogenwasserstoffsäure in einem wäßrigen Medium zur Zerlegung oder Trennung . in L- oder D-a-Amirio- £ -caprolactam und das Derivat von L- oder D-Glutaminsäure behandelt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man das schwerlösliche Salz oder das leichtlösliche Salz in einem wäßrigen Medium löst oder suspendiert und mit einem Sulfonsäirregruppen enthaltenden Kationenaustauschharz zur Zerlegung oder Trennung in L- oder D-oc-Amino- S-caprolactam und das Derivat von L- oder D-Glutaminsäure■in Berührung bringt.
009832/1916
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man eine L- und D-cc-Amino- £ -caprolactam-Mischung mit N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure oder N-p-Nitrobenzoyl-D-glutaminsäure in einem Lösungsmittel, bestehend aus Methanol, Methanol-Wasser-Gemischen, Äthanol oder Äthanol-Wasser-Gemischen behandelt und dabei die Ausfällung des schwerlöslichen Salzes von L- oder D-a-Amino- £ -caprolactam und den genannten >,
Derivat der Glutaminsäure herbeiführt,wobei die zur i
Anwendung gelangenden relativen Mengen von der Caprolactam-Mischung und dem Derivat der Glutaminsäure mit Bezug auf das Lösungsmittel so geregelt werden, um den nachstehenden. Ausdruck
2,5K = XA £ 7,OK
zu erfüllen, worin X einen Wert der Molzahl der in geringerer Menge vorhandenen Komponente der L- und'D-a-Amino-C caprolactam-Mischung oder des genannten Glutaminsäurederivats (wobei, falls diese in äquimolaren Mengen vorhanden sind, X die Molzahl von jeder einzelnen Komponente darstellt), multipliziert mit 424,4 (Gramm-Mol des zwischen ihnen gebildeten Salzes), Y einen Wert der Menge (ml) des Lösungsmittels,dividiert durch 100, und K einen Wert " der Menge (g) des Salzes der L- und D-a-Amino-6 -caprolactam-Mischung und entweder von N-p-Nitrobenzoyl-L-glutaminsäure oder N-p-Nitrobenzoyl-D-glutaminsäure, die in 100 ml des Lösungsmittels unter Sättigungskonzentration bei der für die optische Trennung gemäß der Erfindung angewendeten spezifischen Temperatur löslich ist, darstellt.
009832/1916
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man den Wert von X/Y so regelt, um den nachstehenden Ausdruck
2,5 K = XA - 6,0 K
zu erfüllen, worin X, Y und K die vorstehend angegebene Bedeutung besitzen.
009832/1916
DE19691961180 1968-12-05 1969-12-05 Verfahren zur optischen Trennung einer Mischung von L- und D-alpha-Amino-epsilon-caprolactam Pending DE1961180A1 (de)

Applications Claiming Priority (6)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP8940568 1968-12-05
JP8940668 1968-12-05
JP9146268 1968-12-13
JP2578769 1969-04-02
JP5826669 1969-07-22
JP6252869 1969-08-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1961180A1 true DE1961180A1 (de) 1970-08-06

Family

ID=27549262

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19691961180 Pending DE1961180A1 (de) 1968-12-05 1969-12-05 Verfahren zur optischen Trennung einer Mischung von L- und D-alpha-Amino-epsilon-caprolactam

Country Status (5)

Country Link
CH (1) CH538480A (de)
DE (1) DE1961180A1 (de)
FR (1) FR2025456A1 (de)
GB (1) GB1284306A (de)
NL (1) NL6918253A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
FR2025456A1 (de) 1970-09-11
CH538480A (de) 1973-06-30
NL6918253A (de) 1970-06-09
GB1284306A (en) 1972-08-09

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2927672C2 (de)
DE60115954T2 (de) Verfahren zur herstellung von gabapentin
DE2812041A1 (de) Optisch aktive aminosaeure-mandelsaeure- komplexe, verfahren zu deren herstellung und verfahren zur herstellung optisch aktiver aminosaeuren oder mandelsaeure
DE2422737A1 (de) Verfahren zur herstellung von l-carbamylaminosaeuren und der entsprechenden l-aminosaeuren
DE2501957C2 (de) Verfahren zur Gewinnung von optisch aktivem p-Hydroxyphenylglycin
DE69101329T2 (de) Verfahren zur Herstellung von D-(-)-4-Hydroxyphenylglyzin aus D.L.-4-Hydroxyphenylglyzin.
DE69319420T2 (de) Verfahren zur trennung von stereoisomere von folinsäure
DE2425923C3 (de) Verfahren zur Abtrennung von Kaliumkationen von Natriumkationen
DE3211127C1 (de) Verfahren zur Gewinnung von S-(Carboxymethyl)-(R)-cystein und S-(Carboxymethyl)-(S)-cystein
DE2319493C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von optisch aktivem a -Phenylglycin-benzolsulfonat durch optische Aufspaltung von DL- a -Phenylglycinbenzolsulfonat
DE1961180A1 (de) Verfahren zur optischen Trennung einer Mischung von L- und D-alpha-Amino-epsilon-caprolactam
DE69629727T2 (de) Verfahren zur herstellung von optisch aktiven 2-piperazincarbonsäure derivaten
DE1645977A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Molekularverbindungen von Inosin-Tryptophan
DE2558507C3 (de) Verfahren zur Racemattrennung von dJ-l-Phenyl-2-amino-l-propanol
DE2710504A1 (de) Verfahren zur herstellung von optisch aktivem phenylglycin
DE1695894C3 (de) Verfahren zur Herstellung von D- und L-Prolin
DE2612615C2 (de) Verfahren zur Gewinnung von optisch aktivem &amp;alpha;-Phenylglycin und Zwischenprodukte dafür
DE2145394A1 (de) Verfahren zum Trennen von DL-Tryptophan-monohydrohalogenid in seine optisch aktiven Enantiomorphen
DE2558508A1 (de) Verfahren zur racematspaltung von dl-pantolacton
DE2425953B2 (de) Niedrig bauende Siebmaschine
DE1543847A1 (de) d,I-,l- und d-Carnitinamidchloriden und ein Verfahren zu deren Herstellung
DE2605567C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von optisch aktivem a Phenylglycin-hydrochlorid
DE2024062C3 (de) Verfahren zur Abtrennung und Ge winnung von L Lysin
AT335992B (de) Verfahren zur herstellung von neuem 3-fluor-d-alanin oder seinen deuteroanalogen
DE2227504C3 (de) Verfahren zur Herstellung von trans-4-Aminomethylcyclohexan-i-carbonsäure oder deren Salzen