DE19611443A1 - Spritzgußvorrichtung - Google Patents
SpritzgußvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung befaßt sich allgemein mit Spritzgußvorrichtungen
zur Herstellung von metallischen Gußstücken, welche eine obere
Einheit, welche einen Rohblockeintritt und eine Rohblock-
Erwärmungskammer umfaßt, und eine untere Einheit aufweisen,
welche eine Zerkleinerungskammer umfaßt, welche mit Schneid
einrichtungen versehen ist, und eine Spritzmaschine umfaßt,
welche mit einer Schnecke versehen ist.
Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine Weiterentwick
lung einer Spritzgußvorrichtung, bei der man mit einem einfachen
Aufbau auf zuverlässige Weise unerwünschte Wärmedehnungen der
unteren Einheit und mechanische Stoßbelastungen und Schwingungs
belastungen abgleichen und abdämpfen kann, welche beim Spritzvor
gang der Spritzmaschine der unteren Einheit erzeugt werden.
Die Erfindung befaßt sich auch mit einer verbesserten Spritzguß
vorrichtung, welche einen einfachen Aufbau hat und einen leichten
Zugang zu den oberen und unteren Einheiten zur Erleichterung von
Wartungsarbeiten der Vorrichtung gestattet.
Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine verbesserte Ein
richtung zum dichten Abschließen einer Rohblock-Erwärmungskammer
in einer Spritzgießvorrichtung, welche eine obere Türe zum
öffenbaren Verschließen der Oberseite der Erwärmungskammer und
eine untere Tür zum öffenbaren Verschließen des Bodens der
Erwärmungskammer aufweist, wodurch man erzielen kann, daß sich
die Erwärmungskammer unter vorbestimmten Atmosphärenbedingungen
mit Hilfe der oberen und unteren Türen zuverlässig dicht
abschließen läßt, ohne daß man einen großen Bedienungsplatzbedarf
für die untere Türe benötigt, und ohne daß die untere Türe durch
einen aufgewärmten Rohblock beschädigt werden kann.
In der offengelegten japanischen Patentanmeldung Nr. HEI 5-285625
wird von der Anmelderin der vorliegenden Anmeldung eine Spritz
gußvorrichtung zur Herstellung von metallischen Gußstücken
vorgeschlagen, welche derart ausgelegt ist, daß sich die
Produktivität dadurch steigern läßt, daß man einen Rohblock
sukzessiv aufeinanderfolgend erwärmt und in einen fließfähigen
Zustand bringt, wie dies nachstehend (Fig. 16) erläutert wird.
Fig. 16 ist eine Vertikalschnittansicht zur schematischen
Verdeutlichung der dort vorgeschlagenen Spritzgußvorrichtung 100,
welche im allgemeinen eine Spritzmaschine 101 der Schneckenbauart
aufweist, welche eine Schnecke 111 umfaßt, welche in einem
Maschinenzylinder axial gleitbeweglich ist und eine spiralförmige
Wendel entlang einer vorbestimmten Länge hat, und die ferner ein
Materialaufgabeteil 102 hat. Das Materialaufgabeteil 102 umfaßt
von oben nach unten in dieser Figur gesehen einen Rohblockein
tritt 103, eine Rohblock-Erwärmungskammer 104, welche mit einer
induktiven Heizeinrichtung versehen ist, und eine Zerkleinerungs
kammer 107, welche drehbewegliche Schneideinrichtungen 106
besitzt. Die Zerkleinerungskammer 107 ist in kommunizierender
Verbindung mit der Erwärmungskammer 104 über eine wärmespeichern
de Kammer 105 verbunden. Das Innere des gesamten Materialauf
gabeteils 102 steht unter Vakuum oder unter einer Inertgas
atmosphäre, und die vorstehend angegebenen Kammern 103, 104 und
105 sind mit Hilfe von Gleitschleusen bzw. gleitbeweglichen
Verschlußeinrichtungen 108 und 109 abgeteilt.
Bei der vorgeschlagenen Spritzgußvorrichtung 100 wird ein über
den Rohblockeintritt 103 aufgegebener Rohblock 110 in der
Erwärmungskammer 104 zu einem halbgeschmolzenen Zustand erwärmt
und geht dann durch die Kammer 105 zu der Zerkleinerungskammer
107, um mit Hilfe den drehbeweglichen Schneideinrichtungen 106
zerkleinert zu werden. Die zerkleinerten Rohblockstücke werden
dann in die Spritzmaschine 101 eingebracht, in welcher sie zu
einer fließfähigen Masse agitiert und geknetet werden, indem die
Schnecke 111 eine Drehbewegung ausführt, und die sich dann
zwischenzeitlich in dem vorderen Endabschnitt des Zylinders als
ein abschließendes fließfähiges Material ansammelt, welches dann
zum Spritzgießen genommen werden soll. Wenn sich eine vor
bestimmte Menge des fließfähigen Materials angesammelt hat, wird
das Material direkt öder indirekt durch eine Düse in einen
Hohlraum 113 einer Metallform 112 durch die Spritzwirkung der
Schnecke 111 gespritzt. Da der Rohblock 110 in der Erwärmungs
kammer 104 erwärmt worden ist, und durch die wärmespeichernde
Kammer 105 durchgegangen ist, und dann mit Hilfe der Schneid
einrichtungen 106 in Stücke zerkleinert worden ist, können die
erforderlichen Spritzvorgänge der Vorrichtung 100 hintereinander
ausgeführt werden, wodurch man eine gesteigerte Produktivität der
Vorrichtung 100 erhält.
Bei der Spritzgußvorrichtung 100 bilden die Spritzmaschine 101,
die Zerkleinerungskammer 107 und die wärmespeichernde Kammer 105
zusammen eine untere Einheit der Spritzgußvorrichtung, während
die Erwärmungskammer 104 und der Rohblockeintritt 103 zusammen
eine obere Einheit der Vorrichtung 100 bilden. Die untere Einheit
ist auf ein Tragbasis 114 angebracht, und die obere Einheit ist
fest mit der unteren Einheit über Schrauben oder andere Formen
von komplizierten Verbindungsmitteln verbunden. In der unteren
Einheit der Vorrichtung 100 wird das von der oberen Einheit
zugeführte Material zerkleinert, währenddem es auf einer
vorbestimmten hohen Temperatur gehalten wird, und dann wird es
der Spritzmaschine 101 zugeführt, in welcher es ebenfalls unter
einer hohen Temperatur in gesammelter Form gehalten wird, wobei
gegebenenfalls nochmals eine Erwärmung erfolgen kann. Schließlich
wird dieses Material in die Form 112 gedrückt.
Im allgemeinen werden bei üblichen Spritzgußvorrichtungen, wie
beispielsweise der vorstehend beschriebenen Vorrichtung 100, die
Außenatmosphärentemperatur um die obere Einheit einschließlich
der Erwärmungskammer zwangsläufig auf einer kalten Temperatur
gehalten, um eine Überhitzung der Erwärmungskammer zu vermeiden.
Die äußere Atmosphärentemperatur um die untere Einheit bleibt
aber aus den vorstehend angegebenen wärmespeichernden Gründen
warm. Folglich besitzt die untere Einheit die Tendenz, sich durch
Wärme nach oben auszudehnen, so daß man mechanische Behinderungen
an der Verbindungsstelle zwischen den oberen und unteren
Einheiten erhält. Zusätzlich werden bei dem Spritzvorgang der
Spritzmaschine in der unteren Einheit beträchtliche mechanische
Stoßbelastungen und Schwingungen verursacht, welche auf die obere
Einheit über die verschiedenen Bauteile der unteren Einheit
übertragen werden. Diese Stoß- und Schwingungsbelastungen, welche
auf diese Weise übertragen werden, können manchmal zu einer
Beschädigung des Rohblocks am Eintritt der oberen Einheit führen.
Ferner ist bei den üblichen Spritzgußvorrichtungen der Transport
des Rohblocks zu dem Eintritt, der Erwärmungskammer, der
Zerkleinerungskammer und der Spritzmaschine über einen dicht
abgeschlossenen durchgehenden Durchgang innerhalb der Vorrichtung
verwirklicht. Ferner erfolgen das Erwärmen und Zerkleinern des
Rohblocks und die Überführung in den fließfähigen Zustand und das
Spritzen des zerkleinerten Rohblocks in der Spritzmaschine in
einer Inertgasatmosphäre, um eine unerwünschte Oxidation des
Rohblocks zu vermeiden. Die induktive Heizeinrichtung in der
Erwärmungskammer, die Schneideinrichtungen in der Zerkleinerungs
kammer, die Düse und die Schnecke in der Spritzmaschine, usw.
können gestört sein oder verschleißen bei einem Langzeiteinsatz,
und daher ist es erforderlich, daß diese Komponenten gewartet
werden können, so daß beispielsweise dieselben inspiziert,
repariert und gegebenenfalls teilweise von Zeit zu Zeit oder
periodisch ersetzt werden.
Die Wartungsarbeiten bei den üblichen Spritzgußvorrichtungen
jedoch umfassen wenigstens die Arbeiten, daß die oberen und
unteren Einheiten voneinander durch Lösen von Schrauben oder
anderen Verbindungsmitteln getrennt werden, und daß dann diese
so ausreichend getrennt werden, daß ein leichter Zugang durch
eine Bedienungsperson möglich ist. Die Wartungsarbeiten sind
daher sehr schwierig und zeitraubend. Ferner wird bei den
üblichen Spritzgußvorrichtungen viel Platz für die Trennung der
oberen und unteren Einheiten benötigt.
Ferner muß bei den üblichen Spritzgußvorrichtungen die Erwär
mungskammer hermetisch dicht abgeschlossen sein, um zuverlässig
ein Vakuum oder eine Inertgasatmosphäre aufrechtzuerhalten. Ein
Vorschlag diesbezüglich ist in der offengelegten japanischen
Patentanmeldung Nr. HEI 5-185626 angegeben, bei der gleitbe
wegliche Verschlußeinrichtungen, Schleusen oder Türen in den
oberen und unteren Teilen der Erwärmungskammer derart vorgesehen
sind, daß ein dichter Abschluß zwischen dem Rohblockeintritt, der
Erwärmungskammer und der Zerkleinerungskammer möglich ist. Es ist
jedoch schwierig, auf zuverlässige Weise einen dichten Abschluß
durch die untere Türe zu erreichen, die in der Veröffentlichung
Nr. 5-185626 angegeben ist. Selbst wenn ein zuverlässiges dichtes
Abschließen überhaupt erreicht werden könnte, würde man zusätz
lich viel Platz benötigen, um die Türen in den Offenzustand zu
verschieben. Da insbesondere die untere Türe eine Gleitbewegung
ausführt und der erwärmte Rohblock darauf liegt, ist ein
schneller Verschleiß gegeben und es können Beschädigungen durch
den erwärmten Rohblock auftreten, wenn dieser relativ hierzu zum
Öffnen oder Schließen der Heizkammer gleitet.
Die Erfindung zielt daher darauf ab, eine Spritzgußvorrichtung
zur Herstellung von metallischen Gußstücken bereitzustellen,
welche bei einem einfachen Aufbau einen zuverlässigen Ausgleich
für Wärmedehnungen der unteren Einheit ermöglicht, und bei der
mechanische Stoßbelastungen und Schwingungsbelastungen, die durch
den Spritzvorgang der Spritzmaschine der unteren Einheit
verursacht werden, absorbiert werden können.
Ferner soll nach der Erfindung eine Spritzgußvorrichtung
bereitgestellt werden, welche bei einer einfachen Konstruktion
einen leichten Zugang zu den oberen und unteren Einheiten
gestattet, um in erleichterter Weise Wartungsarbeiten an der
Vorrichtung ausführen zu können.
Ferner soll nach der Erfindung eine Dichtungseinrichtung für eine
Rohblock-Erwärmungskammer in einer Spritzgußmaschine bereitge
stellt werden, welche eine obere Türe zum öffenbaren Verschließen
der Oberseite der Erwärmungskammer, und eine untere Türe zum
öffenbaren Verschließen des Bodens der Erwärmungskammer aufweist,
und die eine zuverlässige Abdichtung der Erwärmungskammer mit
einer vorbestimmten Atmosphäre mit Hilfe der oberen und unteren
Türen erlaubt, ohne daß man einen großen Bedienungsplatzbedarf für
die untere Türe hat, und ohne daß die untere Türe durch einen
erwärmten Rohblock beschädigt werden könnte.
Die Erfindung gibt eine Spritzgußvorrichtung an, welche eine
obere Einheit aufweist, welche einen Rohblockeintritt zum
Einbringen eines zu erschmelzenden Rohblocks in die Vorrichtung
und eine Rohblock-Erwärmungskammer zum Erwärmen des über den
Eintritt eingebrachten Rohblocks auf eine vorbestimmte Temperatur
umfaßt, und eine untere Einheit aufweist, welche unterhalb der
oberen Einheit angebracht ist, und eine Zerkleinerungskammer zum
Zerkleinern des in der Erwärmungskammer erwärmten Rohblocks und
eine Spritzmaschine umfaßt, welche eine Schnecke zur Erzeugung
einer fließfähigen Masse und zum Einspritzen des in der Zer
kleinerungskammer zerkleinerten Rohblocks in eine Form hat. Die
untere Einheit ist auf einer Tragbasis angebracht, und die obere
Einheit ist auf der unteren Einheit auf einer oberen Einheits
abstützung abgestützt, welche unabhängig von der unteren Einheit
ausgelegt ist.
Gemäß der Erfindung ist die Auslegung derart getroffen, daß eine
flexible Verbindungseinheit zur Verbindung der oberen und unteren
Einheit derart vorgesehen ist, daß der erwärmte Rohblock von der
Erwärmungskammer zu der Zerkleinerungskammer über die Ver
bindungseinheit übergeben werden kann. Die Verbindungseinheit ist
flexibel in einer vertikalen Richtung zwischen der oberen Einheit
und der unteren Einheit an der Tragbasis angebracht.
Obgleich die Erwärmungskammer in der oberen Einheit vorgesehen
ist, um den Rohblock auf eine vorbestimmte Temperatur anfänglich
zu erwärmen, wird die äußere Atmosphärentemperatur um die obere
Einheit zwangsläufig auf einen niedrigeren Wert als die untere
Einheit gehalten, welche warm bleibt, um die hohe Temperatur des
erwärmten Rohblocks wie bei den üblichen Vorrichtungen aufrecht
zuerhalten. Folglich besitzen die Zerkleinerungskammer usw. der
warmen unteren Einheit die Tendenz, daß sie sich durch Wärme in
Richtung nach oben zu der oberen Einheit ausdehnen, welche
unabhängig von der unteren Einheit festgelegt ist. Eine solche
Wärmedehnung der unteren Einheit kann in zuverlässiger Weise und
ohne Schwierigkeiten durch die vertikale oder axiale Kontraktion
der Verbindungseinheit zwischen den oberen und unteren Einheiten
ausgeglichen werden, und daher ist es möglich, daß man einen
reibungslosen Spritzbetrieb der Vorrichtung lediglich dadurch
erhält, daß man eine einfach ausgelegte Verbindungseinheit
vorsieht.
Ferner bewirkt die Spritzwirkung der Schnecke in der Spritzma
schine auf die fließfähige Masse beträchtliche mechanische
Stoßbelastungen und Schwingungen, welche über die verschiedenen
Bauteile der unteren Einheit zu der oberen Einheit übertragen
werden, wodurch schwerwiegende Beschädigungen am Rohblock im
Rohblockeintritt auftreten können. Nach der erfindungsgemäßen
Auslegung gemäß der voranstehenden Beschreibung lassen sich diese
Stoßbelastungen und Schwingungsbelastungen, die während des
Spritzvorgangs der unteren Einheit verursacht werden, ebenfalls
dadurch absorbieren, daß die Verbindungseinheit vertikal flexibel
ist, so daß die Übertragung von Stoßbelastungen und Schwingungs
belastungen auf die obere Einheit vermieden oder in starkem Maße
herabgesetzt wird. Somit erhält man eine stabile und gleichmäßige
Beförderung von mangelfreien Rohblöcken ausgehend von dem
Eintritt der Vorrichtung.
Insbesondere weist die flexible Verbindungseinheit einen
hitzebeständigen Balg aus Metall auf, und eine zylindrische
Rohblockführung ist in dem Balg angeordnet, um den erwärmten
Rohblock von der Erwärmungskammer in Richtung zu der unteren
Einheit zu führen. Die zugeordneten unteren Enden des Balgs und
der Rohblockführung sind zusammen an dem unteren Ende der oberen
Einheit befestigt, während das untere Ende nur des Balgs an dem
oberen Ende der unteren Einheit befestigt ist, wobei das untere
Ende der Rohblockführung nicht festgelegt ist, um eine freie
vertikale Expansion und Kontraktion des Balgs unabhängig von der
Rohblockführung zuzulassen. Vorzugsweise erstreckt sich die
Rohblockführung im wesentlichen vollständig über die gesamte
vertikale Längserstreckung des Balgs, so daß der Balg davor
geschützt ist, daß er direkt in Berührung mit dem Rohblock kommt,
oder durch diesen beschädigt wird.
Gemäß einer weiteren Auslegungsform der Spritzgußvorrichtung nach
der Erfindung ist die Tragbasis in Richtung auf die Form und von
dieser weg zusammen mit der unteren Einheit beweglich, welche
darauf angebracht ist, und auch mit der oberen Einheit beweglich,
welche mit der unteren Einheit über die Verbindungseinheit
verbunden ist. Die Tragbasis ist auch in Querrichtung um ein
vorbestimmtes Drehlager drehbar bzw. schwenkbar, und zwar
zusammen mit der unteren Einheit, während die obere Einheit fest
in der Position auf dem Träger der oberen Einheit bleibt. Durch
die Bewegung der Tragbasis in Richtung auf die Form zu und von
dieser weg, ist die untere Einheit zwischen einer vorderen
Position, in welcher die Schnecke der Spritzmaschine eine
Vorschubbewegung ausgeführt hat und teilweise in die Form ragt,
so daß die fließfähige Masse des Rohblocks eingespritzt werden
kann, und einer eingefahrenen Position beweglich, in welcher die
Schnecke von der Form abgerückt ist. In der eingefahrenen
Position ist die untere Einheit auch in Querrichtung bezüglich
der oberen Einheit dadurch schwenkbeweglich oder drehbeweglich,
daß die Verbindungseinheit von der oberen Einheit abgenommen
wird, und daß anschließend bewirkt wird, daß die Tragbasis in
Querrichtung um die Achse verdreht bzw. verschwenkt wird, so daß
ein einfacher Zugang zu beiden Einheiten möglich ist. Die leichte
Zugänglichkeit erleichtert die erforderlichen Wartungsarbeiten
der gesamten Spritzgußvorrichtung.
Die Erfindung stellt auch eine Dichtungseinrichtung für die
Rohblock-Erwärmungskammer in der Spritzgußvorrichtung bereit,
welche eine obere Türe zum öffenbaren Verschließen der Rohblock-
Eintrittsöffnung der Erwärmungskammer und eine untere Türe
aufweist, welche unmittelbar unterhalb der Erwärmungskammer
vorgesehen ist. Die untere Türe ist vertikal um eine Drehwelle
drehbar bzw. schwenkbar zwischen einer ersten Position zum
Schließen der Austrittsöffnung der Erwärmungskammer, um den
Rohblock in der Erwärmungskammer zu halten und die Erwärmungs
kammer in Verbindung mit der oberen Türe dicht abzuschließen, und
einer zweiten Position zum Öffnen der Eintrittsöffnung, um zu
ermöglichen, daß der erwärmte Rohblock durch diese Öffnung
ausgetragen wird. Wenn die untere Türe die zweite Position
einnimmt, wirkt sie auch als eine vertikale Rohblockführung, um
den erwärmten Rohblock, welcher über die Austrittsöffnung
austritt, in Richtung nach unten zu lenken. Da die untere Türe
drehbeweglich bzw. schwenkbeweglich ist, kann sie in geeigneter
Weise so betätigt werden, daß die Erwärmungskammer dicht
abgeschlossen werden kann, ohne daß man einen großen Bedienungs
platzbedarf benötigt und ohne daß infolge der Reibung mit dem
erwärmten Rohblock Beschädigungen auftreten. Die untere Türe kann
auch als Rohblockführung dienen, wenn sie in ihrer Offenstellung
ist.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der nachstehenden Beschreibung von bevorzugten Aus
führungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung.
Darin zeigt:
Fig. 1 eine Teilschnittansicht zur Verdeutlichung eines
Hauptteils einer Spritzgußvorrichtung zur Herstellung
eines metallischen Gußstücks gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform nach der Erfindung;
Fig. 2 eine Schnittansicht entlang der Linie A-A in Fig. 1;
Fig. 3 eine auseinandergezogene Schnittansicht einer flexi
blen Verbindungseinheit zur Verbindung der oberen und
unteren Einheiten nach Fig. 1;
Fig. 4 eine vergrößerte Schnittansicht der Verbindungseinheit
nach Fig. 3 in einem expandierten Grundzustand;
Fig. 5 eine vergrößerte Schnittansicht ähnlich Fig. 4 zur
Verdeutlichung der Verbindungseinheit in einem zu
sammengefalteten oder zusammengezogenen Zustand
aufgrund einer nach oben gerichteten Expansion oder
Verschiebung der unteren Einheit in Richtung auf die
obere Einheit;
Fig. 6 eine Teilschnittansicht zur Verdeutlichung der unteren
und oberen Einheiten in einer eingefahrenen Position;
Fig. 7 eine vergrößerte Schnittansicht zur Verdeutlichung der
Art und Weise, mit der die flexible Verbindungsein
richtung von der oberen Einheit gelöst werden kann;
Fig. 8 eine vergrößerte Schnittansicht zur Verdeutlichung der
Art und Weise, mit der ein Sperrbolzen der unteren
Einheit von einem Anschlag der oberen Einheit gelöst
wird;
Fig. 9 eine Draufsicht zur Verdeutlichung der oberen und
unteren Einheiten in der zurückgefahrenen Position;
Fig. 10 eine Draufsicht zur Verdeutlichung der Tragbasis nach
Fig. 6 in einer seitlich verschwenkten Position;
Fig. 11 eine Schnittansicht entlang der Linie B-B in Fig. 10;
Fig. 12 eine vergrößerte Schnittansicht zur Verdeutlichung
von Einzelheiten einer modifizierten Ausführungsform
einer Dichtungseinrichtung für eine Rohblock-Erwär
mungskammer nach Fig. 1;
Fig. 13 eine Teilschnittansicht entlang der Linie C-C in Fig.
12;
Fig. 14A bis 14C Ansichten zur Verdeutlichung der Arbeitsweise
der Dichtungseinrichtung nach Fig. 12, wenn eine
untere Türe in eine Schließstellung gedreht bzw.
geschwenkt ist;
Fig. 15A bis 15C Ansichten zur Verdeutlichung der Arbeitsweise
der Dichtungseinrichtung, wenn die untere Türe in eine
Offenstellung gedreht bzw. verschwenkt ist; und
Fig. 16 eine Vertikalschnittansicht zur schematischen Ver
deutlichung einer üblichen Spritzgußvorrichtung zur
Herstellung eines metallischen Gußstücks.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht in Teilschnittdarstellung zur
Verdeutlichung eines wesentlichen Teils einer Spritzgußvor
richtung 1 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform nach der
Erfindung, welche im allgemeinen obere und untere Einheiten 2 und
3 aufweist, welche stromauf von einer Metallform 4 angeordnet
sind.
Zuerst soll auf die obere Einheit 2 Bezug genommen werden, welche
eine horizontale Brücke 5 aufweist, welche mit Hilfe von vorderen
und hinteren Stützen 6A und 6B einer Tragbasis 6 gehalten ist.
Die hintere Stütze 6B ist in der Höhe (vertikale Länge) kleiner
als die vordere Stütze 6A. Insbesondere ist die Brücke 5 am
vorderen Ende mit dem Zwischenabschnitt der vorderen Stütze 6A
fest verbunden und am hinteren Ende liegt sie auf der hinteren
Stütze 6B auf. Ein horizontaler Träger 8 für die obere Einheit
ist am vorderen Ende durch eine feste Platte 4a der Metallform
4 über eine Schraub- oder Bolzenverbindung 9 abgestützt und am
hinteren Ende auf der Brücke 5 über eine Gleitrolle 10 abge
stützt, welche an der Unterseite hiervon fest angebracht ist. Ein
Paar von Schienen 12 (nur eine ist in der Figur gezeigt) ist auf
der oberen Fläche des Trägers 8 für die obere Einheit vorgesehen,
und die obere Einheit 2 der Spritzgußvorrichtung 1 ist auf den
Schienen 12 über Rollen 13 gelagert, welche an der Unterseite
hiervon angebracht sind.
Wie in Fig. 2 gezeigt ist, umfaßt die obere Einheit 2 einen
Rohblockeintritt 14, welcher einen inneren Durchgang 15 zur
Durchführung eines Rohblocks oder eines zu vergießenden Materials
W, wie eines Mg-Legierungs-Rohblocks, hat, welcher zu den
stromabwärts liegenden Teilen zu befördern ist, welche nach
stehend näher beschrieben werden.
Eine Rohblock-Erwärmungskammer 16 ist unterhalb und stromab von
dem Rohblockeintritt 14 vorgesehen, welche in kommunizierender
Verbindung mit dem inneren Durchgang 15 steht. Die Erwärmungs
kammer 16 umfaßt einen dicht verschlossenen unter Vakuum
stehenden Erwärmungsbehälter, welcher eine magnetisch abschirmende
innere Wand 16 und eine zylindrische äußere Wand 18 sowie eine
induktive Heizeinrichtung H aufweist, welche in dem Behälter
eingeschlossen ist. Die induktive Heizeinrichtung H weist einen
vertikalen, inneren Halter 19 auf, welcher von einem keramischen
Material gebildet wird, und eine induktive Heizspule 20, welche
um den äußeren Umfang des Keramikhalters 19 gewickelt ist. Wie
nachstehend noch näher beschrieben wird, wird der Rohblock W,
welcher über den Durchgang 15 von dem Eintritt 14 zugeführt
worden ist, zeitweilig in dem Halter 19 derart gehalten, daß er
auf eine vorbestimmte Temperatur erwärmt wird.
Der Keramikhalter 19 ist an den oberen und unteren Enden über
vertikale Führungszylinder 20 und 22 jeweils gelagert, und somit
ist der Halter 19 vertikal zentrisch in dem Vakuum-Erwärmungs
behälter angeordnet. Der Rohblock W wird zeitweilig in dem Hal
ter 19 gehalten, wobei dieser an der Unterseite mittels eines
Anschlages 24 festgehalten wird. Der Anschlag 24 ist mit einer
Betätigungseinrichtung 26 zur Ausführung einer Schwenkbewegung
in Gegenuhrzeigerrichtung in Fig. 2 verbunden, um den Rohblock
W freizugeben, so daß der erwärmte Rohblock W aufgrund der
Schwerkraft in Richtung nach unten transportiert wird.
Eine horizontale, obere Abdeckplatte 18a, welcher die Oberseite
des Vakuum-Erwärmungsbehälters verschließt, liegt gegen das
obere Ende des oberen Führungszylinders 21 an, und hat eine
Mittelöffnung 18b, um eine Verbindung zwischen dem Durchgang 15
des Rohblockeintritts 14 und dem Inneren des oberen Führungs
zylinders 21 herzustellen. Somit bildet die Mittelöffnung 18b
eine Rohblockeintrittsöffnung der Erwärmungskammer 16.
Eine obere Verschlußeinrichtung oder Türe 27 ist unmittelbar
oberhalb der Rohblockeintrittsöffnung 18b der Erwärmungskammer
16 vorgesehen, welche eine Gleitbewegung entlang der oberen
Abdeckungsplatte 18a ausführt, um die Eintrittsöffnung 18b zu
öffnen oder zu verschließen, das heißt um den Durchgang 15 in
eine kommunizierende Verbindung mit dem Inneren des oberen Füh
rungszylinders 21 zu bringen oder diese Verbindung zu sperren.
Wenn die Türe 27 in dem vollständig geöffneten Zustand oder in
dem vollständig eingefahrenen Zustand ist, ist der Durchgang 15
des Eintritts 14 in unmittelbarer Verbindung mit dem Inneren des
oberen Führungszylinders und somit des Halters 19 der induktiven
Heizeinrichtung, so daß der Rohblock W von der Zufuhrkammer 14
zu dem Halter 19 übergeben werden kann. Eine horizontale, boden
seitige Abdeckplatte 18c, welche die Bodenseite des Vakuum-Er
wärmungsbehälters verschließt, liegt gegen das untere Ende des
unteren Führungszylinders 22 an und hat eine Mittelöffnung 18d
für die Herstellung einer kommunizierenden Verbindung zwischen
dem Inneren des Zylinders 22 und eines stromabwärtigen Rohblock-
Transportdurchgangs 32. Somit bildet die Mittelöffnung 18d eine
Rohblock-Austrittsöffnung aus der Erwärmungskammer 16.
In der Erwärmungskammer 16 wird der Rohblock W zeitweilig in dem
Halter 19 gehalten und in einer Inertgasatmosphäre erwärmt,
welche dadurch erzeugt wird, daß zuerst die Kammer 16 evakuiert
wird, und dann Inertgas in die Kammer 16 von einer Quelle von
außen eingeleitet wird. Das Evakuieren und die Einleitung des
Inertgases erfolgen vorzugsweise mit Hilfe einer Rohrleitung 28,
welche im unteren Teil der Kammer 18 vorgesehen ist. Oberhalb
der Leitung 28 ist ein Strahlungsthermometer 30 vorgesehen,
mittels welchem die Außenumgebungstemperatur um die Kammer 16
detektiert und überwacht werden kann, wenn der Rohblock W im
wesentlichen auf eine vorbestimmte Temperatur erwärmt ist.
Ein vertikaler Zylinder 130 ist an der Unterseite der bodensei
tigen Abdeckplatte 18c der Erwärmungskammer 16 angebracht und
hat einen hohlen Innenraum, um einen Rohblock-Förderungsdurch
gang 32 für den erwärmten Rohblock zu bilden, welcher mit dem
Inneren des unteren Führungszylinders 22 in Verbindung steht, um
zu ermöglichen, daß der erwärmte Rohblock W in Richtung zu der
unteren Einheit 3 der Spritzgußvorrichtung 1 befördert werden
kann. Der Durchgang 32 für die Weiterbeförderung des erwärmten
Rohblocks hat einen größten Durchmesser am oberen Endabschnitt
und verläuft allmählich konisch in Richtung nach unten, so daß
der Rohblock W gehalten wird, welcher von oben her über den
unteren Führungszylinder 22 in einer vorbestimmten Position
zugeführt wird.
Unmittelbar unterhalb der Rohblock-Austrittsöffnung 18d der
Erwärmungskammer 16 ist eine untere, horizontale Verschlußein
richtung oder Türe 151 vorgesehen, welche bezüglich der Unter
seite der bodenseitigen Abdeckplatte 18c eine Bewegung zum Öff
nen oder Schließen der Eintrittsöffnung 18d ausführen kann, das
heißt der untere Führungszylinder 22 wird in einen Verbindungs
zustand mit dem Durchgang 32 für die Weiterbeförderung des Roh
blocks gebracht, oder diese Verbindung wird unterbrochen bzw.
gesperrt. Wenn die Türe 151 vollständig im geöffneten Zustand
oder in der vollständig eingefahrenen Position ist, stellt der
untere Führungszylinder 22 eine vollständige Verbindung mit dem
Durchgang 30 für die Weiterbeförderung des Rohblocks her, so daß
der Rohblock W von dem Zylinder 22 in den Weiterbeförderungs
durchgang 32 gelangen kann. Wenn die oberen und unteren Türen 27
und 151 in der vollständig geöffneten Position sind, wird die
Erwärmungskammer 16 unter vorbestimmten Atmosphärenverhältnissen
dicht geschlossen. Somit bilden die obere Türe und die Türen 27
und 151 bzw. die entsprechenden Schleusen eine Dichtungseinrich
tung für die Erwärmungskammer 16.
Die obere Einheit 2 der Spritzgußvorrichtung 1 ist beweglich
auf dem Träger 8 für die obere Einheit mit Hilfe von Rollen 13
gelagert, welche mit den Schienen 12 zusammenarbeiten, und der
Zylinder 130, welcher den Rohblock-Weiterbeförderungsdurchgang
32 bildet, bildet den unteren Endabschnitt der oberen Einheit 2,
welche über eine flexible Verbindungseinheit 36 mit dem oberen
Endabschnitt der unteren Einheit 3 verbunden ist, wie dies nach
stehend noch näher beschrieben wird.
Unter Bezugnahme auf die untere Einheit 3 der Spritzgußvorrich
tung 1 ist eine obere Kammer 34 vorgesehen, welche in kom
munizierender Verbindung mit dem Rohblock-Weiterbeförderungs
durchgang 32 über die flexible Verbindungseinheit 36 ist, und
diese Kammer umfaßt einen inneren Zylinder 37, eine wärmespei
chernde Heizeinrichtung 38, die um den inneren Zylinder 37
angeordnet ist, und ein äußeres, wärmeisolierendes Material 39,
welches den Zylinder 37 und die Heizeinrichtung 38 umgibt, wie
dies in Fig. 2 gezeigt ist. Die obere Kammer 34 ist in kom
munizierender Verbindung mit einer Vakuum-Inertgas-Leitung 40
(Fig. 1), durch die einzelne Kammern der unteren Einheit 3
evakuiert werden können und dann ein Inertgas in die Kammern
eingeleitet werden kann. Ein radial nach außen weisender Flansch
37a ist an dem oberen Ende des inneren Zylinders 37 vorgesehen,
und dieser ist mit einem unteren Flansch 90 der flexiblen Ver
bindungseinheit 36 verbunden, wie dies nachstehend noch näher im
Zusammenhang mit Fig. 3 erläutert wird.
Stromab von der oberen Kammer 34 ist ein wärmespeichernde Kammer
32 vorgesehen, welche den erwärmten Rohblock W, welcher von dem
Weiterbeförderungsdurchgang 32 der oberen Einheit zugeführt
worden ist, zeitweilig aufnimmt und in einem warmen Zustand
hält, bevor der Rohblock W zu der stromabwärts liegenden
Zerkleinerungskammer 45 gebracht wird, welche mit drehbeweglichen
Schneideinrichtungen 43 ausgestattet ist. Die wärmespeichernde
Kammer 42 umfaßt einen metallischen inneren Zylinder 46, eine
wärmespeichernde Heizeinrichtung 47, welche um den inneren
Zylinder 46 angeordnet ist, und ein äußeres wärmeisolierendes
Material 48, welches den Zylinder 46 und die Heizeinrichtung 47
umgibt. Am Boden der wärmespeichernden Kammer 42 ist ein
Detektor, wie ein Fotodetektor, vorgesehen, welcher horizontal
gegenüberliegende lichtemittierende und lichtempfangende Elemente
25 aufweist, um die Anwesenheit des Rohblocks W in der Kammer 42
festzustellen.
Die Zerkleinerungskammer 45 hat eine kommunizierende Verbindung
mit der Erwärmungskammer 16 der oberen Einheit 2 über den
Übertragungsdurchgang 32, die Verbindungseinheit 36, die obere
Kammer 34 und die wärmespeichernde Kammer 42. Die Zerkleine
rungskammer 45 umfaßt ein Paar von drehbeweglichen Schneid
einrichtungen 43, mittels welchen der Rohblock W in Stücke
zerkleinert werden kann. Ferner umfaßt diese Zerkleinerungskammer
45 ein starres Metallgehäuse 50, welches die Schneideinrichtung
43 aufnimmt, eine wärmespeichernde Heizeinrichtung 51, welche das
Gehäuse 50 umgibt, und ein äußeres wärmeisolierendes Material 52,
welches das Gehäuse 50 und die Heizeinrichtung 51 umgibt. Wie in
Fig. 1 gezeigt ist, sind die beiden Schneideeinrichtungen 43 mit
einem Motor 54 über eine Antriebswelle 55, eine Universalgelenk
56, ein Doppelachs-Getriebegehäuse 57 und eine geschwindigkeits
reduzierende Einrichtung 58 betriebsverbunden. Die Antriebswelle
55, das Universalgelenk 56, das Getriebegehäuse 57, die Ge
schwindigkeitsreduziereinrichtung bzw. die Geschwindigkeitsunter
setzungseinrichtung 58, und der Motor 54 bilden zusammen eine
Antriebseinheit für die Schneideinrichtungen 43. Diese Antriebs
einheit 60 ist auf der oberen Fläche 6a der Basis 6 abgestützt.
Das Getriebegehäuse 57 hat eine Eingangswelle und zwei Ausgangs
wellen, 50 daß über die Antriebseinheit 60 die Schneideinrichtun
gen 43 in Gegenrichtungen gedreht werden, um im Zusammenwirken
den Rohblock W in Stücke zu schneiden.
Die abgeschnittenen Rohblockstücke werden dann zu einer Sammel
kammer 62 für zerkleinertes Material befördert, wie dies am
deutlichsten aus Fig. 2 zu ersehen ist. Diese weist einen
metallischen, inneren Zylinder 63 auf, welcher mit einer
Spritzmaschine 64 verbunden ist und sich zu dieser nach oben
erstreckt, sowie ferner eine wärmespeichernde Heizeinrichtung 56,
welche den Zylinder 63 umgibt und ein äußeres wärmeisolierendes
Material 66, welches den Zylinder 63 und die Heizeinrichtung 65
umgibt. Obere und untere Pegelsensoren 67a und 67b sind in der
Sammelkammer 62 vorgesehen, um den jeweiligen Pegelstand der zer
kleinerten Rohblockstücke festzustellen, welche sich in der
Kammer 62 angesammelt haben.
Wie am besten aus Fig. 1 zu ersehen ist, umfaßt die Spritzma
schine 64 ein Zylinderteil 69, in welchem eine Schnecke 70
aufgenommen ist. Das Zylinderteil 69 ist in kommunizierender
Verbindung mit der Sammelkammer 62 über eine Öffnung 68, welche
in dem axialen Mittelteil hiervon ausgebildet ist, so daß über
die Öffnung 68 die zerkleinerten Rohblockstücke, welche vergossen
werden sollen, in das Zylinderteil 69 aus der Sammelkammer 62 für
das zerkleinerte Material eintreten können, welche oberhalb der
Maschine 64 angeordnet ist. Die Schnecke 70 ist in axialer
Richtung vor- und zurückbewegbar, und hat eine Spiralwendel 70a,
welche entlang einer vorbestimmten Längserstreckung ausgebildet
ist, und somit werden die halb erschmolzenen, zerkleinerten
Rohblockstücke zu einer fließfähigen Masse durch Agitation und
Kneten verarbeitet. Die Schnecke 70 drückt das so fließfähige
Material in Richtung nach vorne zu dem vorderen Endabschnitt des
Zylinderteils 69, indem eine Bewegung in Richtung nach vorwärts
erfolgt (in Richtung auf die Metallform 4), während eine
Drehbewegung in eine vorbestimmte Richtung ausgeführt wird und
dann bewegt sich die Schnecke wiederum zurück, so daß das
Material in angesammelter Form am vorderen Endabschnitt zurück
bleibt. Wenn sich an dieser Stelle eine vorbestimmte Materialmen
ge angesammelt hat, bewegt sich die Schnecke 70 wiederum nach
vorne, um das angesammelte Material in die Metallform 4 zu
spritzen.
Das zylindrische Teil 69 hat eine Doppelkonstruktion und umfaßt
einen horizontalen, inneren Zylinder 69a, welcher die vorstehend
genannte Schnecke 70 aufnimmt, und einen horizontalen, äußeren
Zylinder 69b. Der äußere Zylinder 69b ist von einer Heizeinrich
tung 72 zur Wärmespeicherung (oder gegebenenfalls nochmals zur
Aufwärmung) des Zylinderteils 69 umgeben, und die Heizeinrichtung
72 ist von einem wärmeisolierenden Material 73 umgeben. Mit 74
ist eine Mehrzahl von Sensoren zur Überwachung einer momentanen
Temperatur des zylindrischen Teils 69 bezeichnet, so daß das
wärmespeichernde Vermögen oder der Temperaturzustand der
Heizeinrichtung 72 gegebenenfalls gesteuert werden kann.
Wie in Fig. 1 gezeigt ist, ist das so ausgelegte zylindrische
Teil 69 am hinteren Ende (von der Metallform 4 abgewandt) mit
Hilfe des vorderen Teils 6f der Tragbasis 6 abgestützt, und das
hintere Ende 70b der Schnecke 70 ist über ein Gelenk 76a mit
einer drehbaren Welle 76 verbunden, welche über eine hydraulische
Kolbeneinheit 146 (Fig. 9) angetrieben wird, um eine Vor- und
Zurückbewegung in axialer Richtung auszuführen. Die so erforder
liche Spritzbewegung der Schnecke 70 wird bei der Spritzmaschine
64 mit Hilfe der Kolbeneinheit 146 bewerkstelligt. Das Düsenteil
77, welches einen trichterförmigen Sammelraum 69c am vorderen
Ende der Spritzmaschine 64 bildet, hat eine zentrale Düse 77a und
ein lösbares, fest mit dem vorderen Ende des zylindrischen Teils
69 mit Hilfe von Schrauben 77b verbundenes Teil. In der Betriebs
position nach Fig. 1 ist der vordere Endabschnitt des Zylinder
teils 69 mit dem Düsenteil 77 in einer Spritzöffnung 4b der
Metallform 4 angeordnet.
Gemäß den wesentlichen Auslegungseinzelheiten nach der Erfindung
sind die obere Einheit 2, welche den Rohblockeintritt 14, die
Erwärmungskammer 16 und den Rohblock-Weiterbeförderungsdurchgang
32 aufweist, und die untere Einheit 3, welche die obere Kammer
34, die wärmespeichernde Kammer 42, die Zerkleinerungskammer 45,
die Sammelkammer 62 für der zerkleinerte Material, die Spritzma
schine 64, die Tragbasis 6 und die Antriebseinheit 60 aufweist,
über die flexible Verbindungseinheit 36 unter Erzielung eines
dichten Abschlusses untereinander verbunden, so daß der Rohblock
von der oberen Einheit 2 zu der unteren Einheit 3 durch die
Verbindungseinheit 36 weiterbefördert werden kann, und ferner ist
die Auslegung derart getroffen, daß die untere Einheit 3 sich in
Richtung zu der oberen Einheit 2 vertikal verschieben kann.
Wie detailliert in Fig. 3 gezeigt ist, weist die flexible
Verbindungseinheit 36 einen Balg 80 auf, welcher aus rostfreiem
Stahlblech hergestellt sein kann, welches eine gute Hitzebestän
digkeit besitzt. Der Balg 80 ist aus einer Mehrzahl von horizon
talen Balgelementen zusammengesetzt, welche eine expandierende
und kontraktierende Bewegung in vertikaler Richtung zwischen den
Einheiten ausführen können. Das oberste Balgelement 80a ist fest
an einem oberen Flansch 82 angebracht, während das unterste
Balgelement 80b fest an dem unteren Flansch 40 angebracht ist.
Die zylindrische Rohblockführung 82 ist in dem Balg 80 angeord
net, und der Zylinderabschnitt 82a der Rohblockführung 82 hat
eine Länge oder Höhe, welche sich praktisch entlang der gesamten
vertikalen Länge des expandierten Balgs 80 erstreckt. Die
Rohblockführung 82 umfaßt auch einen integralen Flansch 82b,
welcher sich von dem oberen Ende des Zylinderabschnitts 82a
radial nach außen erstreckt. Wie ferner aus Fig. 4 zu ersehen
ist, ist ein Befestigungsflansch 84, welcher einen L-förmigen
Querschnitt hat, an dem unteren Ende des äußeren Umfangs am
unteren Ende des Zylinders 31 der oberen Einheit 2 vorgesehen.
Die zugeordneten oberen Flansche 81 und 82b des Balgs 80 und der
Rohblockführung 82 sind zusammen fest an dem Befestigungsflansch
84a am unteren Ende des Zylinders 31 der oberen Einheit 2 mit
Hilfe von Schrauben/Muttern-Verbindungen 86 verbunden. Die
jeweiligen Schrauben sind durch den Befestigungsflansch 84 des
unteren endseitigen Zylinders 31, dem Flansch 82b des Zylinder
abschnitts 82a und dann durch den oberen Flansch 81 des Balgs 80
durchgeschraubt. Der untere Flansch 40 des Balgs 80 ist für sich
mit Hilfe von Schrauben/Muttern-Verbindungen 87 mit dem radial
nach außen weisenden Flansch 37a am oberen Ende der oberen Kammer
34 der unteren Einheit 3 derart verbunden, daß das untere Ende
der Rohblockführung 82 unbefestigt ist, so daß es frei eine
vertikale Expansions- und Kontraktionsbewegung des Balgs 80
zuläßt.
Wenn die Anordnung gemäß der voranstehenden Beschreibung
zusammengesetzt ist, verbindet die flexible Verbindungseinheit
36 unter Erzielung eines dichten Abschlusses die obere Kammer 34
der unteren Einheit 3, welche auf der Basis 6 abgestützt ist, mit
dem unteren endseitigen Zylinder 31 der oberen Einheit 2, welche
auf dem Gestell 8 unabhängig von der unteren Einheit 3 abgestützt
ist.
Wenn der Balg 80 fast an Ort und Stelle gemäß den Fig. 4 und
5 angebracht ist, liegt der Zylinderabschnitt 82a des Rohblocks
82 vertikal, so daß er als ein Teil des Rohblockdurchgangs in der
oberen Kammer 34 wirkt. Selbst wenn daher der Rohblock W, welcher
durch die obere Kammer 34 in die wärmespeichernde Kammer 42 in
einer geneigten Position eingebracht worden ist, kann der
Rohblock W in geeigneter Weise entlang des Zylinderabschnitts 82a
in Richtung nach unten ausgerichtet werden, ohne daß er in
Berührung mit dem Balg 80 kommt. Wenn folglich der Rohblock W in
die untere Einheit der Spritzgußvorrichtung 1 eingebracht wird,
kommt der Rohblock W nicht direkt in Kontakt mit dem Balg 80, und
somit ist der Balg 80 davon geschützt, daß er durch den Rohrblock
W beschädigt wird.
In Fig. 4 ist die Spritzgußvorrichtung 1 nicht in Betrieb, und
die Verbindungseinheit 36, das heißt der Balg 80, befindet sich
im expandierten Zustand.
Wenn die Spritzgußvorrichtung 1 in Betrieb genommen wird, wird
der Rohblock W von dem Rohblockeintritt 14 der oberen Einheit 2
in Richtung nach unten zu dem Keramikhalter 19 der Erwärmungs
kammer 16 befördert, wobei die obere Schiebetüre 27 in die
vollständig geschlossene Position gefahren ist. Wenn man dann den
Anschlag 24 wegbewegt und die Türe 151 zurückfährt, kann der auf
eine vorbestimmte Temperatur erwärmte Rohblock W durch den
Rohblock-Weiterbeförderungsdurchgang 32 zu der oberen Kammer 34
der unteren Einheit 3 gelangen, von wo aus er zu der wärmespei
chernden Kammer 42 befördert wird. Dann wird der Rohblock W
mittels den Schneideinrichtungen 43, welche stromab der wärme
speichernden Kammer 42 angeordnet sind, zerkleinert und die
zerkleinerten Rohblockstücke werden dann in der Sammelkammer 62
gesammelt, um durch die Öffnung 68 in das Zylinderteil 69
befördert zu werden.
In dem Zylinderteil 69 sind die zerkleinerten Rohblockstücke zu
einer fließfähigen Masse aufbereitet, welche zu dem vorderen
Endabschnitt 70b der sich drehenden Schnecke 70 gebracht wird und
dann zeitweilig in dem trichterförmigen Sammelraum 69c gesammelt
wird, wenn sich die Schnecke 70 in die zurückgefahrene Position
zurückbewegt. Wenn eine vorbestimmte Menge des fließfähigen
Materials sich angesammelt hat, wird das Material durch eine
vorwärtsgerichtete Bewegung der Schnecke 70 in die Metallform 4
über die Düse 77a eingespritzt.
Obgleich die Erwärmungskammer 16 in der oberen Einheit 2 der
Spritzgußvorrichtung 1 enthalten ist, wird die äußere Umgebungs
temperatur um die obere Einheit 2 zwangsläufig kalt gehalten, um
eine Überhitzung durch die Erwärmungskammer 16 zu verhindern. Die
äußere Umgebungstemperatur um die untere Einheit 3 bleibt aber
aufgrund den vorstehend beschriebenen wärmespeichernden Eigen
schaften warm. Somit hat die untere Einheit 3 eine beträchtlich
höhere Temperatur als die obere Einheit 2, so daß die Sammelkam
mer 62 für das zerkleinerte Material, die Zerkleinerungskammer
45 und die obere Kammer 34 usw. der unteren Einheit 3 sich mehr
oder weniger bei der Erwärmung in Richtung nach oben zu der
oberen Einheit ausdehnen. Nach der Erfindung wird jedoch eine
solche Wärmeexpansion der unteren Einheit 3 in zuverlässiger
Weise und ohne Schwierigkeit durch eine axiale Kontraktion der
flexiblen Verbindungseinheit 36 ausgeglichen, welche zwischen dem
oberen Ende der unteren Einheit 3 und dem unteren Ende der oberen
Einheit 2 vorgesehen ist, wie dies in Fig. 5 gezeigt ist.
Zusätzlich werden bei der Spritzbeaufschlagung auf die fließfähi
ge Masse durch die Schnecke 70 in der Spritzmaschine 64 beträcht
liche mechanische Stoßbelastungen und Schwingungsbelastungen
verursacht. Nach der Erfindung werden jedoch diese Stoßbelastun
gen und Schwingungsbelastungen, die während des Spritzvorgangs
in der unteren Einheit 3 erzeugt werden, durch die vertikale
Flexibilität der flexiblen Verbindungseinheit 36 absorbiert, so
daß eine Übertragung auf die obere Einheit 2 von diesen Stoßbela
stungen und Schwingungsbelastungen vermieden wird oder diese
stark reduziert wird.
Da insbesondere die Wärmeexpansion und die Stoß- und Schwingungs
belastung in der unteren Einheit 3 abgeglichen und absorbiert
werden können, indem die flexible Verbindungseinheit 36 vor
gesehen wird, welche den Balg 80 umfaßt, ermöglicht die vor
liegende Erfindung in zweckmäßiger Weise eine zuverlässige und
gleichmäßige Ausführung eines Spritzvorganges der Vorrichtung 1,
wobei man eine kostengünstige, einfache Konstruktion erhält. Es
können somit mangelfreie Rohblöcke vom Eintritt 14 eingebracht
werden. Zusätzlich kann mit der zylindrischen Rohrblockführung
82, welche in dem Balg 80 vorgesehen ist und sich im wesentlichen
vollständig über die gesamte Länge des Balgs 80 erstreckt, der
Rohblock W durch die flexible Verbindungseinheit 36 durchtrans
portiert werden, ohne daß der Balg 80 beschädigt wird. Somit ist
der Balg 80 in effektiver Weise vor Beschädigungen aufgrund einer
einfachen Konstruktion geschützt.
Wiederum Bezug nehmend auf Fig. 1 erstreckt sich bei der
bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung der hintere
Endabschnitt 69d des Zylinderteils 69 durch den vorderen
Abschnitt 6f der Tragbasis 6 in einen inneren Hohlraum 6b. Die
Tragbasis 6 ist entlang der unteren Fläche 6c auf einer festen
Gleitbasis 120 derart abgestützt, daß die Basis 6 auf der festen
Gleitbasis 120 in Richtung nach vor und zurück eine Gleitbewegung
ausführen kann. Die Tragbasis 6 hat eine untere Profilver
längerung 6d, welche integral am unteren hinteren Ende ausgebil
det ist, so daß man hierdurch eine Verlängerung der unteren
Fläche 6c erhält.
Fig. 6 ist eine Schnittansicht zur Verdeutlichung der oberen und
unteren Einheiten 2 und 3, welche in die zurückgefahrene Position
durch die Bewegung der Tragbasis 6 bewegt worden sind, und somit
von der Metallform 4 gemäß der nachstehenden Beschreibung abge
rückt sind.
Die Tragbasisverlängerung 6d hat eine längliche Führungsöffnung
121, welche sich in axialer Richtung der Spritzmaschine 64
erstreckt. Ein Bolzen 122 ist an der Gleitbasis 120 ausgebildet
und ragt durch die längliche Führungsöffnung 121 von der
Gleitbasis 120 in Richtung nach oben, und ein Bund 122a ist
drehbeweglich um den Bolzen 122 angeordnet und eng sitzend in der
Öffnung 121 zur Ausführung einer Bewegung entlang der Länge der
Öffnung 121 aufgenommen. Mit dem Bezugszeichen 122b ist ein
Anschlag bezeichnet, welcher verhindert, daß der Bund 122a sich
zufälligerweise von dem Bolzen 122 löst. Somit ist über den
Bolzen 122 und den Bund 122a die Tragbasis 6 mit der festen
Gleitbasis 120 derart verbunden, daß sie eine Gleitbewegung
entlang der Gleitbasis 120 in Richtung auf die Metallform 4 zu
und von dieser weg in einem vorbestimmten Ausmaß ausführen kann,
welche durch die Länge der länglichen Führungsöffnungen 121
bestimmt ist. Es ist wichtig, daß der Bolzen 122 als ein
Drehpunkt für die Drehbewegung bzw. Schwenkbewegung des Trägers
6 bezüglich der festen Gleitbasis 120 wirkt, wie dies nachstehend
noch näher beschrieben wird. Der drehbare Bund 122a dient zur
Bereitstellung einer gleichmäßigen Gleitbewegung und einer
Drehbewegung bzw. Schwenkbewegung der Tragbasis 6.
Wie in Fig. 11 gezeigt ist, hat die vorstehend angegebene
Gleitbasis 120 linke und rechte, gleichmäßig erhabene Flächen
120a und linke und rechte gleichmäßige bodenseitige Stege 6e an
der Tragbasis 6, welche auf den zugeordneten Flächen 120a zur
Ausführung einer Gleitbewegung der Basis 6 vorgesehen sind. Eine
horizontale Stütze 124 ist horizontal drehbeweglich bzw.
schwenkbeweglich mit einer Seite (rechte Seite in Fig. 11) der
Basisverlängerung 6d verbunden, und ein Druckkopf 125 ist
horizontal schwenkbeweglich bzw. drehbeweglich mit der Stütze 124
verbunden. Eine horizontale und mit Gewinde versehene Druckwelle
126 ist drehbeweglich an einem Ende mit dem Kopf 125 verbunden
und hat ein anderes Ende, welches ein Eingriffsteil 126 besitzt.
Ferner steht eine Stütze 128 in Querrichtung von der Gleitbasis
120 in Richtung der Druckwelle 126 vor, und ein vertikaler Bolzen
130a ist am distalen Ende der Stütze 128 über ein Lager 129
vorgesehen. Eine Mutter 130 ist senkrecht zu dem Bolzen 130a in
Kämmeingriff mit der mit Gewinde versehenen Druckwelle bzw.
Spindel 126, so daß man hierdurch einen Spindelvorschubtrieb
erhält, um die Tragbasis 6 um den vorstehend genannten Bolzen 122
bezüglich der festen Gleitbasis 120 nach Fig. 10 zur Seite hin
zu verdrehen bzw. zu verschwenken.
Wie in den Fig. 1 und 10 gezeigt ist, hat die Tragbasis 6
einen in Querrichtung gebogenen Sperrhaken 132, welcher integral
an dem vorderen Ende unterhalb des Zylinderteils 69 der Spritzma
schine 64 ausgebildet ist. Ferner ist die Kolbeneinheit 135 fest
an einem Ende mit der äußeren Fläche (der Tragbasis 6 zugewandt)
der Metallform 4 in der Nähe der Spritzöffnung 4b angebracht und
hat am anderen Ende eine Kolbenstange 135a, welche mit der
Tragbasis 6 über einen vertikalen Bolzen 136 betriebsverbunden
ist, welcher mit dem Haken 132 zusammenarbeitet, wie dies in
Fig. 1 zu ersehen ist. Wenn die Kolbeneinheit 135 derart
angetrieben wird, daß die Stange 135a ausgefahren wird, wird die
Tragbasis 6 in die zurückgefahrene Position nach Fig. 6
zusammen mit der unteren Einheit 3 bewegt, welche auf dieser
angebracht ist, aber es wird auch die obere Einheit 2 bewegt,
welche mit der unteren Einheit 3 über die vorstehend beschriebene
Verbindungseinheit 36 verbunden ist. Während dieser Zeit werden
die obere Einheit 2 einschließlich des vorstehend angegebenen
Rohblockeintritts 14, der Erwärmungskammer 16 und des Wei
terbeförderungsdurchgangs 32 unter Abstützung unabhängig von der
unteren Einheit 3 auf dem Träger 8 für die obere Einheit über die
Rollen 13 bewegt.
Der Bolzen 136 ist im Grundzustand im Eingriffszustand mit den
Haken 132 gehalten, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist. Er kann
aber automatisch von dem Haken 132 gelöst werden, wenn die
Tragbasis 6 in ihre seitlich verschwenkte Position bewegt wird,
wie dies mit gebrochener Linie in Fig. 10 verdeutlicht ist.
Ein Anschlag 138 ist integral an der Erwärmungskammer 16 der
oberen Einheit 2 derart ausgebildet, daß er sich von dem unteren
hinteren Ende hiervon nach unten erstreckt, und er umfaßt am
unteren Ende einen Verriegelungsabschnitt 138a, welcher eine
Verriegelungsöffnung 139 bildet.
Wie am deutlichsten aus Fig. 8 zu ersehen ist, ist an dem oberen
Ende der vorderen, vertikalen Stütze A der Tragbasis 6 ein Träger
140a ausgebildet, welcher seitlich hiervon vorsteht, und ein
Verbindungsbolzen 142 durchsetzt eine Führungsöffnung 140b des
Trägers 140a. Im Grundzustand erstreckt sich der obere End
abschnitt des Verbindungsbolzens 142 durch die Verriegelungsöff
nung 139 des Anschlags 138, um einen Sperreingriff mit derselben
zu bilden. Das untere Ende des Verbindungsbolzens 142 ist mit
einer Kolbenstange 143a einer hydraulischen Kolbeneinheit 143
verbunden, welche ihrerseits fest mit der Stütze 6A der Basis 6
verbunden ist, so daß der Bolzen 142 in Richtung nach unten
durch die Kolbeneinheit 143 aus dem Eingriffszustand mit dem
Anschlag 138 weggefahren werden kann, wie dies in Fig. 8 gezeigt
ist. Durch dieses Lösen des Bolzens 142 von dem Anschlag 138
sowie durch das Lösen der Verbindungseinheit 36 von der oberen
Einheit 42, was nachstehend noch näher beschrieben wird, kann die
obere Einheit 2 von der unteren Einheit 3 getrennt werden. Ein
Mikroschalter 145 stellt fest, ob der Verbindungsbolzen 142 in
Eingriff mit dem Anschlag 138 ist oder nicht.
Nunmehr erfolgt die Beschreibung zur Ausführung von Wartungs
arbeiten bei der vorstehend näher beschriebenen Spritzgußmaschine
1.
Zur Aufnahme von Wartungsarbeiten in der Position nach Fig. 1,
in der der vordere Endabschnitt der Spritzmaschine 64 in die
Spritzöffnung 4b der Metallform 4 eingeführt ist, wird zuerst die
Kolbeneinheit 135 betätigt, um die Stange 135a auszufahren, so
daß die Tragbasis 6 von der Metallform 4 und entlang der festen
Gleitbasis 120 wegbewegt wird, so daß die Spritzmaschine 64, die
Sammelkammer 62 fuhr das zerkleinerte Material, die Zerkleine
rungskammer 45, die obere Kammer 44, die Schneidantriebseinheit
60, usw. der unteren Einheit 3, welche auf der Basis 6 abgestützt
sind, in die zurückgefahrene Position nach Fig. 6 zusammen mit
der oberen Einheit 2 kommen, welche mit der unteren Einheit 3
über die Verbindungseinheit 6 und den Verbindungsbolzen 142
verbunden ist. Zu diesem Zeitpunkt kann die Spritzmaschine 64
eine axial nach rückwärts gerichtete Bewegung innerhalb begrenz
ter Bereiche ausführen, welche durch die längliche Führungsöff
nung 120 vorgegeben sind, obgleich die Gleitbasis 120 und die
Basisverlängerung 6d über den Bolzen 122 gekoppelt sind.
Durch diese Bewegung in die zurückgefahrene Position wird die
vordere, endseitige Düse 77 der Spritzmaschine 64 aus der
Spritzöffnung 4b der Metallform 4 herausgefahren, und die
Spritzmaschine 64 kann ausreichend von der Metallform 4 abgerückt
werden. Auch kommt der Bolzen 122 in Anlageberührung mit dem
vorderen Ende der Führungsöffnung 121 der Basisverlängerung 6d.
Anschließend wird die hydraulische Kolbeneinheit 143 betätigt,
um die Stange 143a einzufahren, so daß der Verbindungsbolzen 142
aus dem Eingriffszustand mit dem Anschlag 138 der oben Einheit
2 auch unten abgezogen wird, wie dies in Fig. 7 gezeigt ist.
Hierdurch wird bewirkt, daß die Tragbasis 6 von der oberen
Einheit 2 getrennt ist. Dann wird die flexible Verbindungseinheit
36 von dem Weiterbeförderungsdurchgang 32 der oberen Einheit 2
dadurch gelöst, daß die oberen Flansche 81 und 82b von den
Schrauben/Mutter-Verbindungsmitteln 86 gelöst werden, wie dies
in Fig. 7 verdeutlicht ist. Somit sind diese außer Eingriff. Die
Verbindungseinheit 36 zieht sich dann in axialer Richtung mit den
Flanschen 81 und 82b derart zusammen, daß die obere Einheit 2
nicht mehr behindert wird. Auf die vorstehend beschriebene Weise
ist dann der Lösevorgang zwischen den oberen und unteren
Einheiten 2 und 3 abgeschlossen.
Nach diesem Lösen wird die vorstehend genannte und mit Gewinde
versehene Druckwelle 126 durch Verdrehen des Griffteils 126a
verdreht, so daß die Basisverlängerung 6d in Querrichtung durch
die Welle 126 über ein horizontales Schwenkgelenk mit einer
Druckkraft beaufschlagt wird, welches von der Stütze 124, dem
Preßkopf 125 und der Mutter 130 gebildet wird. Hierdurch wird
bewirkt, daß die Tragbasis 6 und die Untereinheit 3 eine
Drehbewegung bzw. eine Schwenkbewegung um den Bolzen 122 in eine
seitlich gekippte oder verschwenkte Position nach Fig. 10
ausführen, in welcher der vorderseitige Halbabschnitt der
Tragbasis 6 und der unteren Einheit 3, welche vor dem Bolzen 122
liegen, zur Seite hin von einer Seite der festen Gleitbasis 120
aus gesehen verschoben sind, während die hintere Hälfte der Basis
6 und der unteren Einheit 3, welche von dem Bolzen 122 nach
hinten liegen, von der anderen Seite der Gleitbasis 120 her
gesehen seitlich verschoben sind, wie dies gezeigt ist. Dies
Spritzmaschine 64 ist somit in Querrichtung bzw. zur Seite hin
verschwenkt, wie dies mit gebrochener Linie in Fig. 9 gezeigt
ist.
In der in Querrichtung verschwenkten Position sind nicht nur die
vordere, endseitige Düse 77 der Spritzmaschine 64, sondern auch
die Sammelkammer 62, die Zerkleinerungskammer 65 und die
wärmespeichernde obere Kammer 34 in eine solche Position gebracht
worden, daß sie durch den Träger 8 für die obere Einheit nicht
behindert sind oder in Kontakt mit diesem sind. Somit behindert
die untere Einheit 3 nicht den am unteren Ende vorgesehenen
Beförderungsdurchgang 34 und die Erwärmungskammer 36 der oberen
Einheit 2. Da der Träger 8 für die obere Einheit fest an dem
vorderen Ende an der Platte 4a der Metallform angebracht ist und
am hinteren Ende an der Brücke 5 über die Gleitrolle 10 zur
Ausführung einer zielgerichteten relativen Bewegung hierzu
abgelagert ist, bleiben die Erwärmungskammer 6 und der Träger 8
für die obere Einheit, welche die Kammer 16 trägt, in der
Position selbst dann fest, wenn die Brücke 5 in Querrichtung eine
Verschiebungsbewegung bezüglich des Trägers 8 dadurch ausführt,
daß die Tragbasis 6 die vorstehend genannte Drehbewegung bzw.
Schwenkbewegung ausführt. Somit ist die untere Einheit 3 schräg
versetzt von der oberen Einheit 2 angeordnet.
Wenn nach der voranstehenden Beschreibung die Spritzmaschine 64
und die Tragbasis 6, welche die Maschine 64 in der unteren
Einheit 2 trägt, in die eingefahrene Position nach Fig. 6 bewegt
worden sind, und dann in eine seitliche bzw. in Querrichtung
gerichtete Position nach Fig. 10 verschwenkt worden sind, dann
ist die Spritzgußvorrichtung 1 für die Durchführung der Wartungs
arbeiten zugänglich. Diese Position wird als Wartungsposition bei
der nachstehenden Beschreibung bezeichnet.
Durch die vorstehend beschriebenen Auslegungseinzelheiten werden
die Wartungsarbeiten der erfindungsgemäßen Spritzgußvorrichtung
1 wesentlich erleichtert. Da beispielsweise die Düse 77 ins
ausreichender Weise von der festen Metallform 4 weggefahren
werden kann, kann die Düse 77 der Spritzgußmaschine 64 in
spiziert, entfernt, gegebenenfalls repariert und ersetzt werden,
und ein Ersetzen der Spritzmaschinendüse muß normalerweise
erfolgen, da ein Verschleiß durch das heiße fließfähige Material
beim Spritzgießvorgang verursacht wird. Diese Arbeiten lassen
sich auf einfache Weise im wesentlichen ohne Behinderung durch
die Form 4 ausführen. Durch die Entfernung der Düse 77 kann der
vordere Endabschnitt 70b der Schnecke 70, in dem vorderen End
abschnitt des Zylinderteils 69 in ausreichender Weise freigelegt
werden, so daß sich die Wartungsarbeiten, die Inspektionen und
Reparaturen, im wesentlichen unbehindert durch die Metallform 4
durchführen lassen. Gegebenenfalls kann die Schnecke 70 auch
ersetzt werden.
Da ferner die Sammelkammer 62, die Zerkleinerungskammer 45 und
der obere Rahmen 34, welche mit der Spritzmaschine 64 verbunden
sind, ebenfalls seitlich bzw. in Querrichtung verschoben oder in
eine solche Position verschwenkt werden können, daß die Erwär
mungskammer 6 nicht behindert ist, welche oberhalb diesen Kammern
liegt, lassen sich diese Kammern 34, 35 und 62 auf einfache Weise
von oben her inspizieren. In dieser Position lassen sich die
Arbeiten zum Ausbauen und zur Reparatur der Zerkleinerungskammer
45, zum Auswechseln der Schneideinrichtung 43, usw. auf einfache
Weise durchführen, und die Sammelkammer 62, die obere Kammer 34
usw. lassen sich ohne Schwierigkeiten reparieren, und ins
besondere ohne daß eine Behinderung durch den Träger 8 für die
obere Einheit oder dergleichen vorhanden ist.
Da zusätzlich die Spritzmaschine 64 derart verschoben werden
kann, daß die Erwärmungskammer 16 von unten her nicht behindert
ist, läßt sich die Erwärmungskammer 16 einfach inspizieren und
von unten her können entsprechend Reparaturarbeiten ausgeführt
werden.
Zusammenfassend gestattet die Erfindung die Durchführung von
Wartungsarbeiten an den oberen und unteren Einheiten 2 und 3 der
Spritzgußvorrichtung 1 auf einfache und unbehinderte Weise und
sie lassen sich zuverlässig ausführen, ohne daß eine nennenswerte
wechselseitige Behinderungen zwischen den Einheiten 2 und 3
vorhanden ist.
Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß die Vorrichtung 1
in die Wartungsposition einfach und gleichmäßig sowie zuverlässig
und schnell dadurch gebracht werden kann, daß die Tragbasis 6 mit
der Spritzmaschine usw. zurückgefahren wird, die Gelenkverbindung
12 von dem Träger 8 für die obere Einheit und der Tragbasis 6
gelöst wird, die flexible Verbindungseinheit 36 zwischen den
oberen und unteren Einheiten 2 und 3 abgekoppelt wird, und die
Tragbasis 6 bezüglich des Trägers 8 für die obere Einheit in
Querrichtung verdreht bzw. verschwenkt wird. Die Vorrichtung 1
kann aus der Wartungsposition in die Betriebsposition auf
einfache und schnelle Weise dadurch zurückgebracht werden, daß
die vorstehend beschriebenen Vorgehensweisen einfach umgekehrt
werden.
Fig. 12 zeigt ein detailliertes Beispiel einer Dichtungsein
richtung zum dichten Abschließen der Erwärmungskammer 16 in der
Spritzgußvorrichtung 1, wobei gleiche oder ähnliche Teile in den
Fig. 1 und 2 auch in diesen Figuren mit denselben Bezugs
zeichen versehen sind.
Die Dichtungseinrichtung 150 nach Fig. 12 weist eine Schiebetüre
27 (Fig. 2) zum öffenbaren Verschließen der Rohblockeintritts
öffnung 18b und eine modifizierte untere Türe 151 auf, welche als
Drehtüre bzw. Schwenktüre an der Stelle einer gleitbeweglichen
unteren Türe 33 nach Fig. 2 ausgelegt ist. Die untere Türe 151
ist unmittelbar unterhalb der Austrittsöffnung 18d angeordnet,
welche in der bodenseitigen Abdeckplatte 18c ausgebildet ist,
welche den Boden der Erwärmungskammer 16 auf ähnliche Weise wie
die untere Türe 33 nach Fig. 2 verschließt. Diese Türe ist aber
an einem Ende an einer Drehwelle 152 angebracht, um eine′
vertikale Schwenkbewegung in Richtung auf die Austrittsöffnung
18d zu und von dieser weg auszuführen. Insbesondere kann durch
die Drehwelle 152 die untere Türe 151 um 90° zwischen einer
vollständig geschlossenen Position, welche mit durchgezogenen
Linien eingetragen ist, und einer vollständig offenen Position
verdreht werden, welche in gebrochener Linie mit zwei Punkten in
Fig. 12 eingetragen ist.
Die untere Türe 151 hat eine geneigte Fläche 151b an ihrer
Unterseite 151a, welche zu der Oberseite der Türe 151 schräg in
Richtung nach oben verläuft. Wenn die untere Türe 151 in der
vollständig geschlossenen Position ist, liegt die geneigte Fläche
151b gegen eine zugeordnete geneigte Fläche 31a des unteren
endseitigen Zylinders 31 des Rohblock-Weiterbeförderungsdurch
ganges 32 an, und die untere Türe 151 liegt parallel zu der
Achslinie L1, welche zentrisch durch die Wärmekammer 16 und den
Rohblock-Weiterbeförderungsdurchgang 32 derart geht, daß sie als
eine vertikale Führung für die geeignete Ausrichtung des
Rohblocks W (Fig. 2) in Richtung nach unten dient. Ein Dich
tungsring 149, welcher vorzugsweise aus einer hitzebeständigen
Legierung hergestellt ist, ist an der Unterseite der bodenseiti
gen Abdeckplatte 18c um die Mittelöffnung 18d befestigt (Umfangs
fläche 18e). Wenn die untere Türe 151 in der vollständig
geschlossenen Position ist, liegt der Dichtungsring 149 eng
anliegend gegen die obere Fläche der Türe 151 an, um einen
hermetisch dichten Abschluß der Erwärmungskammer 16 zu erreichen.
Ein Andrückteil 153 ist an einem Ende an der Drehwelle 152
angebracht und fest mit der Unterseite der unteren Türe 151
verbunden. Das Andrückteil 153 kann eine geeignete Fläche 154 auf
der vorderen Hälfte der Unterseite aufweisen, welche schräg die
Axiallinie L1 schneidet.
Die Drehwelle 152 ist in einer vertikalen, länglichen Öffnung 155
derart gelagert, daß sie vertikal beweglich entlang der Öffnung
155 in jenem Ausmaß ist, daß die Türe 151 in die vollständig
geschlossene Position bewegt werden kann. Die geringfügige
vertikale Bewegung der Welle 152 in der Öffnung 155 ermöglicht,
daß die untere Türe 151 gleichmäßig gegen den gesamten Dichtungs
ring 149 angedrückt wird, wenn diese geschlossen ist.
Der untere Türmechanismus 150 umfaßt auch eine Türverriegelungs
einrichtung 158, welche eine Verriegelungsstange 160 hat, welche
in einem Gehäuse 161 aufgenommen ist und mittels einer Kolben
stange 163 zur Ausführung einer hin- und hergehenden Bewegung
entlang der Linie L2 senkrecht zu der Achslinie L1 aufgenommen
ist. Die hin- und hergehend bewegliche Verriegelungsstange 160
hat einen keilförmigen Endabschnitt, welcher im Schließzustand
der Türe 151 in Anlageberührung gegen die geneigte Fläche 144 des
Andrückteils 153 kommt. Durch das Zusammenarbeiten zwischen dem
keilförmigen Endabschnitt der Stange 160 und dem Andrückteil 153
wird somit die untere Türe 151 allmählich fest gegen die
Umfangsfläche 18e gedrückt. Ein Anschlagbolzen 162 ist vor
gesehen, um zu verhindern, daß die Stange 160 sich zufälligerwei
se wegschwenkt, und mit der Bezugsziffer 164 ist ein Dichtungs
teil bezeichnet. Obgleich nicht dargestellt ist, können vorzugs
weise gegebenenfalls Kühleinrichtungen vorgesehen sein, um eine
Reibungsüberhitzung der Verriegelungsstange 160 und dem Dich
tungsteil 164 zu verhindern.
Fig. 13 ist eine teilweise geschnittene Draufsicht der Dich
tungseinrichtung 150 entlang der Linie C-C in Fig. 12. Wie
gezeigt ist, ist eine Drehbetätigungseinrichtung 166 mit einem
Ende der Drehwelle 152 verbunden, um der Welle 152 eine Drehbewe
gung zu erteilen. Das Andrückteil 153 ist mit einem axialen
Mittelabschnitt der Drehwelle 152 derart verbunden, das es (in
vertikaler Richtung in Fig. 12) durch die Drehbewegung der Welle
152 über einen versenkten Schlüssel 167 verdrehbar ist. Ferner
ist an beiden Seiten des Antriebsteils 153 ein Paar von ringförmi
gen Türführungsteilen 168 und 169 koaxial zu der Drehwelle 152
angebracht, wodurch ermöglicht wird, daß die untere Türe 151 sich
frei um die Welle 152 schwenken bzw. verdrehen kann. Die
Führungsteile 168 und 169 haben zugeordnete Schenkel 168a und
169a, welche entlang der allgemeinen Ebene des Antriebsteils 153
verlaufen, und ein Verbindungsbolzen 170 ist mit den Schenkel
168a und 169a verbunden und verläuft zwischen diesen. Wenn die
untere Türe 151 in die vollständig geschlossene Position gedreht
bzw. geschwenkt worden ist, wird das Andrückteil 153 durch die
Verriegelungsstange 160 in Richtung nach oben gedrückt, um
hierdurch den Verbindungsbolzen 170 gegen die Türe 151 zu
drücken, welche hierdurch in engen Kontakt mit der Umfangsfläche
18e gebracht wird.
Die Fig. 14A bis 14C zeigen die Arbeitsweise der Dichtungsein
richtung 150 zum Schließen der unteren Türe 151. In Fig. 14A ist
die untere Türe 151 in der vollständig offenen Position gezeigt.
Dann wird die Drehbetätigungseinrichtung 166 angetrieben, um eine
Drehbewegung in eine Richtung auszuführen, so daß bewirkt wird,
daß die untere Türe 151 in Richtung nach oben über die Drehwelle
152 verdreht bzw. verschwenkt wird, bis die Türe 151 in engen
Kontakt mit der Umfangsfläche 18e gebracht wird, wie dies in
Fig. 14B gezeigt ist. Anschließend wird dann die Verriegelungs
einrichtung 158 angetrieben, um die Verriegelungsstange 160
auszufahren, so daß der keilförmige Endabschnitt der Stange 160
nach oben gegen die geneigte Fläche 154 des Antriebsteils 153
gedrückt wird. Wenn der keilförmige Endabschnitt auf diese Weise
angedrückt wird, wird die Drehwelle 152 in Richtung nach oben
entlang der länglichen Öffnung 155 verschoben, und hierdurch wird
ermöglicht, daß die Türe 151 in gleichmäßigen engen Kontakt mit
der Umfangsfläche 18e über das Dichtungselement 149 gebracht
wird.
Die Fig. 15A bis 15C zeigen die Arbeitsweise der Türeinrich
tung 150 zum Öffnen der unteren Türe 151. In Fig. 15A ist die
untere Türe 151 in der vollständig geschlossenen Position
gezeigt, in welcher der Rohblock W gehalten wird. Dann wird die
Verriegelungsstange 160 der Türverriegelungseinrichtung 158 von
dem Andrückteil 153 abgerückt, und die Drehbetätigungseinrichtung
166 wird angetrieben, um eine Drehbewegung in die andere Richtung
auszuführen, so daß die untere Türe 151 sich in Richtung nach
unten verdrehen bzw. verschwenken kann, wie dies in Fig. 15B
gezeigt ist. Während dieser Zeit wird eine Bremse, welche mit der
Betätigungseinrichtung 166 verbunden ist, in servounterstützter
Weise derart gesteuert, daß eine schnelle nach unten gerichtete
Schwenkbewegung der Türe 150 verhindert wird. Hierdurch wird
ermöglicht, daß der Rohblock W relativ langsam entlang der oberen
Fläche der Türe 151 wie gezeigt weitertransportiert werden kann,
und daß der stromabwärtsliegende Weiterbeförderungsdurchgang 32
nicht durch den Rohblock W beschädigt wird.
Anschließend wird dann bewirkt, daß die untere Türe 151 weiter
um die Drehwelle 152 in Anlageberührung gegen die geneigte Fläche
131a des Rohblock-Weiterbeförderungsdurchganges 32 verdreht bzw.
verschwenkt wird, und daß der Rohblock W gleichmäßig nach unten
weiterbefördert wird, und hierbei in geeigneter Weise durch die
Türe 151 geführt wird, wie dies in Fig. 15C gezeigt ist. Da die
untere Türe 151 eine Schwenktüre oder eine Drehtüre ist, kann in
geeigneter Weise ein dichter Abschluß der Erwärmungskammer 16
erreicht werden, ohne daß man einen großen Bedienungsplatzbedarf
benötigt und ohne daß eine Beschädigung durch Reibung durch den
erwärmten Rohblock W hervorgerufen wird. Die untere Türe 151 kann
auch als eine Rohblockführung wirken, wenn sie in der geöffneten
Position ist.
Claims (9)
1. Spritzgußvorrichtung zur Herstellung eines metallischen
Gußstücks, welche folgendes aufweist:
eine obere Einheit (2), welche einen Rohblock- Eintritt (14) zum Einbringen eines zu verarbeitenden Rohblocks (W) in die Vorrichtung und eine Rohblock- Erwärmungskammer (16) zum Erwärmen des Rohblocks (W) umfaßt, welcher über den Eintritt (14) eingeleitet wird, wobei diese Rohblock-Erwärmungskammer (16) den Rohblock (W) auf eine vorbestimmte Temperatur erwärmt;
eine untere Einheit (3), welche unterhalb der oberen Einheit (2) angeordnet ist, und eine Zerkleinerungskammer (45) zum Zerkleinern des Rohblocks (W), welcher durch die Erwärmungskammer (18) erwärmt worden ist, und eine Spritzmaschine (64) umfaßt, welche eine axial bewegliche Schneckenwelle (70) hat, mittels welcher der in der Zerkleinerungskammer (45) zerkleinerte Rohblock zu einer fließfähigen Masse aufbereitet und in eine Form (4) eingespritzt wird, wobei die untere Einheit (3) an einer Tragbasis (6) angebracht ist und wobei die obere Einheit (2), welche mit der unteren Einheit (3) verbunden ist, auf einem Träger (8) für die obere Einheit unabhängig von der unteren Einheit (3) abgestützt ist; und
eine flexible Verbindungseinheit (36), welche die oberen und unteren Einheiten (2, 3) derart verbindet, daß der erwärmte Rohblock (W) von der Erwärmungskammer (16) zu der Zerkleinerungskammer (45) über die Verbindungsein heit (36) weitertransportierbar ist, wobei die Verbin dungseinheit (36) in vertikaler Richtung zwischen der oberen Einheit (2) und der unteren Einheit (3), welche auf der Tragbasis (6) angebracht ist, flexibel ist.
eine obere Einheit (2), welche einen Rohblock- Eintritt (14) zum Einbringen eines zu verarbeitenden Rohblocks (W) in die Vorrichtung und eine Rohblock- Erwärmungskammer (16) zum Erwärmen des Rohblocks (W) umfaßt, welcher über den Eintritt (14) eingeleitet wird, wobei diese Rohblock-Erwärmungskammer (16) den Rohblock (W) auf eine vorbestimmte Temperatur erwärmt;
eine untere Einheit (3), welche unterhalb der oberen Einheit (2) angeordnet ist, und eine Zerkleinerungskammer (45) zum Zerkleinern des Rohblocks (W), welcher durch die Erwärmungskammer (18) erwärmt worden ist, und eine Spritzmaschine (64) umfaßt, welche eine axial bewegliche Schneckenwelle (70) hat, mittels welcher der in der Zerkleinerungskammer (45) zerkleinerte Rohblock zu einer fließfähigen Masse aufbereitet und in eine Form (4) eingespritzt wird, wobei die untere Einheit (3) an einer Tragbasis (6) angebracht ist und wobei die obere Einheit (2), welche mit der unteren Einheit (3) verbunden ist, auf einem Träger (8) für die obere Einheit unabhängig von der unteren Einheit (3) abgestützt ist; und
eine flexible Verbindungseinheit (36), welche die oberen und unteren Einheiten (2, 3) derart verbindet, daß der erwärmte Rohblock (W) von der Erwärmungskammer (16) zu der Zerkleinerungskammer (45) über die Verbindungsein heit (36) weitertransportierbar ist, wobei die Verbin dungseinheit (36) in vertikaler Richtung zwischen der oberen Einheit (2) und der unteren Einheit (3), welche auf der Tragbasis (6) angebracht ist, flexibel ist.
2. Spritzgußvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die flexible Verbindungseinheit (36) einen
hitzebeständigen, metallischen Balg (80) und eine zylin
drische Rohblockführung (82) umfaßt, welche in dem Balg
(80) zur Führung des erwärmten Rohblocks (W) von der
Erwärmungskammer (16) in Richtung zu der Zerkleinerungs
kammer (45) angeordnet ist.
3. Spritzgußvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die oberen Enden des Balgs (80) und die
Rohblockführung (82) zusammen fest an einem unteren Ende
der oberen Einheit (2) angebracht sind, während ein
unteres Ende lediglich des Balgs (80) an einem oberen Ende
der unteren Einheit (3) befestigt ist, während ein unteres
Ende der Rohblockführung (82) unbefestigt bleibt, um eine
freie vertikale Expansion und Kontraktion des Balgs (80)
zuzulassen.
4. Spritzgußvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rohblockführung (82) sich im
wesentlichen über die gesamte vertikale Längserstreckung
des Balgs (80) derart erstreckt, daß der Balg (80) vor
einer direkten Berührung durch den Rohblock (W) geschützt
ist.
5. Spritzgußvorrichtung nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragbasis (6) in
Richtung auf die Form (4) sowie von dieser weg zusammen
mit der unteren Einheit (3) bewegbar ist, welche daran
angebracht ist, daß auch die obere Einheit (2), welche mit
der unteren Einheit (3) über die Verbindungseinheit (36)
verbunden ist, in dieser Weise beweglich ist, und daß die
Tragbasis (6) auch in Querrichtung um eine vorbestimmte
Achse zusammen mit der unteren Einheit (3) verschwenkbar
ist, während die obere Einheit (2) ortsfest in ihrer
Position auf dem Träger (8) für die obere Einheit bleibt.
6. Spritzgußvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß durch die Bewegung der Tragbasis (6) in
Richtung auf die Form (4) zu und von dieser weg die untere
Einheit (3) zwischen einer vorgeschobenen Position, in der
die Schnecke (70) der Spritzmaschine (64) derart vor
geschoben ist, daß sie teilweise in die Form (4) ragt,
so daß die fließfähig aufbereitete Masse aus dem Rohblock
eingespritzt wird, und einer zurückgefahrenen Position
beweglich ist, in welcher die Schnecke (70) von der Form
(4) abgerückt ist, so daß in der zurückgefahrenen Position
die untere Einheit (3) auch in Querrichtung bzw. seitlich
bezüglich der oberen Einheit (2) dadurch verschwenkbar
ist, daß die Verbindungseinheit (36) von der oberen
Einheit (2) gelöst wird und anschließend die Tragbasis (6)
um die Achse in Querrichtung eine Schwenkbewegung derart
ausführt, daß ein leichter Zugang zu beiden Einheiten (2,
3) gegeben ist.
7. Dichtungsvorrichtung für eine Rohblock-Erwärmungskammer
in einer Spritzgußvorrichtung, wobei die Erwärmungskammer
(16) eine obere Rohblock-Eintrittsöffnung (18b) und eine
untere Rohblock-Austrittsöffnung (18d) hat, und ein
Rohblock (W) in einem halb erschmolzenen Zustand in einem
Vakuum oder in einer Inertgasatmosphäre aufgewärmt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsvorrichtung
folgendes aufweist:
eine obere Türe (27), welche öffenbar die Eintritts öffnung (18b) der Erwärmungskammer (16) verschließt; und
eine untere Türe (33), welche unmittelbar unterhalb der Erwärmungskammer (16) vorgesehen ist, und vertikal schwenkbeweglich um eine Drehwelle zwischen einer ersten Position zum Schließen der Austrittsöffnung (18d) und zum Halten des Rohblocks (W) in der Erwärmungskammer (16) sowie zum dichten Abschließen der Erwärmungskammer (16) in Verbindung mit der oberen Türe (27) und einer zweiten Position bewegbar ist, in welcher die Austrittsöffnung (18d) geöffnet ist, um zu ermöglichen, daß der erwärmte Rohblock (W) hierdurch ausgetragen wird, wobei die untere Türe (151) in der zweiten Position auch als eine vertikale Rohblockführung dient, mittels welcher der erwärmte Rohblock (W), welcher über die Austrittsöffnung (18d) ausgegeben wird, in Richtung nach unten gelenkt wird.
eine obere Türe (27), welche öffenbar die Eintritts öffnung (18b) der Erwärmungskammer (16) verschließt; und
eine untere Türe (33), welche unmittelbar unterhalb der Erwärmungskammer (16) vorgesehen ist, und vertikal schwenkbeweglich um eine Drehwelle zwischen einer ersten Position zum Schließen der Austrittsöffnung (18d) und zum Halten des Rohblocks (W) in der Erwärmungskammer (16) sowie zum dichten Abschließen der Erwärmungskammer (16) in Verbindung mit der oberen Türe (27) und einer zweiten Position bewegbar ist, in welcher die Austrittsöffnung (18d) geöffnet ist, um zu ermöglichen, daß der erwärmte Rohblock (W) hierdurch ausgetragen wird, wobei die untere Türe (151) in der zweiten Position auch als eine vertikale Rohblockführung dient, mittels welcher der erwärmte Rohblock (W), welcher über die Austrittsöffnung (18d) ausgegeben wird, in Richtung nach unten gelenkt wird.
8. Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß sie ferner eine Verriegelungsstange (160)
aufweist, welche zwischen einer eingefahrenen Position
beweglich ist, in welcher die untere Türe (151) zwischen
der ersten und der zweiten Position sich verschwenken
kann, und einer vorgeschobenen Position bewegbar ist, in
welcher die unter Türe (151) gegen das untere Ende der
Erwärmungskammer (16) um die Austrittsöffnung (18d) derart
angedrückt wird, daß die untere Türe (151) in der ersten
Position verriegelt ist.
9. Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verriegelungsstange (60) einen keilför
migen Endabschnitt hat, so daß die Verriegelungsstange
(160) allmählich die untere Türe (151) durch den End
abschnitt verriegelt, wenn die Stange (160) sich in die
vorgeschobene Position bewegt.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP06319595A JP3398249B2 (ja) | 1995-03-22 | 1995-03-22 | インゴット加熱装置の下扉機構 |
| JP06318595A JP3395930B2 (ja) | 1995-03-22 | 1995-03-22 | 金属成形体用射出成形装置 |
| JP06544195A JP3400595B2 (ja) | 1995-03-24 | 1995-03-24 | 金属成形体用射出成形装置 |
Publications (1)
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