DE19610165A1 - Vorrichtung zur Auto-Akupunktur und -Massage - Google Patents
Vorrichtung zur Auto-Akupunktur und -MassageInfo
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- A61H—PHYSICAL THERAPY APPARATUS, e.g. DEVICES FOR LOCATING OR STIMULATING REFLEX POINTS IN THE BODY; ARTIFICIAL RESPIRATION; MASSAGE; BATHING DEVICES FOR SPECIAL THERAPEUTIC OR HYGIENIC PURPOSES OR SPECIFIC PARTS OF THE BODY
- A61H7/00—Devices for suction-kneading massage; Devices for massaging the skin by rubbing or brushing not otherwise provided for
- A61H7/001—Devices for suction-kneading massage; Devices for massaging the skin by rubbing or brushing not otherwise provided for without substantial movement between the skin and the device
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Selbst
akupunktur und -massage.
Bekannt sind Methoden der klassischen Nadelakupunktur,
bei denen eine Heilung oder Prophylaxe mit Hilfe der
sogenannten Multipunktur angestrebt wird. Dazu wird
auf einen punktuellen Stimulationsort mit Hilfe einer
Vielzahl von Nadeln eingewirkt und dadurch eine Beein
flussung des Organismus erreicht.
Eine der Akupunktur verwandtes Heilverfahren ist die
Akupressur. Bei diesem Verfahren wird durch die Massa
ge von Akupunkturpunkten der Haut eine Reizwirkung mit
Organ- und/oder Schmerzbeeinflussung erzielt.
Es wurden bereits Geräte zur Selbstakupunktur und
Selbstakupressur vorgeschlagen. Diese bestehen im we
sentlichen aus flächigen Körpern, auf denen Noppen
oder andere Erhebungen aufgebracht sind. Die heilenden
oder prophylaktischen Wirkungen sollen entweder durch
die äußere Form der Erhebungen, die bestimmte Anord
nung oder durch die verwendeten Materialien, z. B. ma
gnetische Werkstoffe, erreicht werden.
Allen bekannten Multipunktur- und Akupressurtechniken
ist zu eigen, daß bei ihnen nur eine oberflächliche
und undifferenzierte Erhöhung der Hautdurchblutung er
reicht wird.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, durch eine ge
zielte Steigerung der Durchblutung eine in die Tiefe
wirkende Hautdurchblutung und zugleich eine streuende
und dynamisierende Wirkung zu erzielen und damit die
Stoffwechselaktivierung zu erhöhen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch Reizelemente
mit drei unterschiedlichen Reizstärken gelöst, die so
auf einer quadratischen Basiseinheit verteilt sind,
daß an den vier Ecken des Quadrats jeweils ein Reizele
ment mit der größten Reizstärke, an den Kanten des Qua
drats jeweils zwei Reizelemente mit mittlerer Reizstär
ke und um den Mittelpunkt des Quadrats vier Reizelemen
te mit geringster Reizstärke, die eine beta-Zone bil
den, angeordnet sind. Jeweils vier Basiseinheiten sind
mit Abstand um einen gemeinsamen Mittelpunkt, der
alpha-Zone, zu einer Funktionsgruppe verbunden.
Die Reizelemente sind in einer bevorzugten Ausführungs
formvariante pyramidenförmig. Die Reizelemente mit der
geringsten Reizstärke haben die Form einer regelmäßi
gen Pyramide mit einer quadratischen Grundfläche. Die
Reizelemente mittlerer Reizstärke weisen, ebenso wie
die Reizelemente der größten Reizstärke, die Form ei
nes schiefen Tetraeders auf. Die Grundfläche eines
Reizelements mittlerer Reizstärke entspricht der Hälf
te der Grundfläche eines Reizelements geringster Reiz
stärke, während die Grundfläche eines Reizelements
größter Reizstärke einem Viertel der Grundfläche eines
Reizelements geringster Reizstärke entspricht.
In einer anderen Ausführungsvariante sind die Reizele
mente in Form eines Konus ausgebildet. Die Grundflä
chen der einzelnen Reizelemente mit unterschiedlicher
Reizstärke weisen dann die Form eines Viertelkreises,
eines Halbkreises oder eines Vollkreises auf.
Die Basiseinheiten bestehen aus einem nicht-metalli
schen Werkstoff, vorzugsweise einem Kunststoff, um stö
rende elektromagnetische Feldeinflüsse zu vermeiden.
Für das Auto-Akupunktur-Massagegerät werden vorzugswei
se 100 bis 120 Basiseinheiten, die 25 bis 30 Funktions
gruppen bilden, zu einer Vorrichtung zusammengefaßt.
Dazu werden sie auf ein Flächengebilde aus unstarrem
Material, z. B. auf ein Textilgewebe, von entsprechen
der Größe aufgebracht. Vorzugsweise werden sie mittels
Klebstoff auf dem zugeschnittenen Trägermaterial befe
stigt.
Die Anwendung der erfindungsgemäßen Auto-Akupunktur- und
-Massage-Vorrichtung erfolgt dadurch, daß man sich
mit der zu behandelnden Körperstelle auf diese legt
oder diese selbst auf die zu behandelnde Körperstelle
auflegt und mit der Hand oder durch eine elastische
Binde andrückt.
Im Grundprinzip besteht die Wirkung der Auto-Akupunk
tur- und -Massage-Vorrichtung darin, daß es einen Un
terschied zwischen den Reizungsstärken verschiedener
Reizungsgruppen gibt. Aufgrund dieses Unterschiedes
wird die Durchblutung am stärksten angeregt, was wie
derum zu einem Abfließen von Blut aus der stärkeren
Reizungszone zur geringeren Reizungszone führt. Dabei
führt nicht nur die Kombination der einzelnen Basisein
heiten zur angestrebten Wirkung, sondern auch jede ein
zelne Basiseinheit ist aktiv und selbständig.
Die spezielle Wirkungsweise der Vorrichtung ist wie
folgt:
Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Reizelemente mit der größten Reizstärke wird das an dieser Berüh rungsstelle im Körper vorhandene Blut über das Reiz stärkengefälle zu den vier Reizelementen mit der ge ringsten Reizstärke, der beta-Zone geleitet. Jede die ser beta-Zonen erhält zusätzlich eine Blutzufuhr aus den vier alpha-Zonen der dieser Basiseinheit benachbar ten Funktionsgruppe, da aufgrund der besonderen Anord nung der Reizelemente mit der größten Reizstärke, in diesem freien Raum die Durchblutung am stärksten ange regt wird. Hierdurch entsteht in der beta-Zone ein zweifach größerer Blutandrang als in der alpha-Zone. Dies führt wiederum zu einem Abfließen von Blut aus der beta-Zone in die alpha-Zone. In der alpha-Zone trifft das zurückströmende Blut auf das aus der Tiefe kommende Blut und führt zu einer Beschleunigung des gesamten Aktivierungsvorganges. Gleichzeitig beginnt hier in der alpha-Zone der Prozeß von vorne, so daß eine starke, tiefe, multizentrische Blutzirkulation entsteht, die sowohl streuend, als auch dynamisierend wirkt.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Reizelemente mit der größten Reizstärke wird das an dieser Berüh rungsstelle im Körper vorhandene Blut über das Reiz stärkengefälle zu den vier Reizelementen mit der ge ringsten Reizstärke, der beta-Zone geleitet. Jede die ser beta-Zonen erhält zusätzlich eine Blutzufuhr aus den vier alpha-Zonen der dieser Basiseinheit benachbar ten Funktionsgruppe, da aufgrund der besonderen Anord nung der Reizelemente mit der größten Reizstärke, in diesem freien Raum die Durchblutung am stärksten ange regt wird. Hierdurch entsteht in der beta-Zone ein zweifach größerer Blutandrang als in der alpha-Zone. Dies führt wiederum zu einem Abfließen von Blut aus der beta-Zone in die alpha-Zone. In der alpha-Zone trifft das zurückströmende Blut auf das aus der Tiefe kommende Blut und führt zu einer Beschleunigung des gesamten Aktivierungsvorganges. Gleichzeitig beginnt hier in der alpha-Zone der Prozeß von vorne, so daß eine starke, tiefe, multizentrische Blutzirkulation entsteht, die sowohl streuend, als auch dynamisierend wirkt.
Eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung zur Auto-
Akupunktur- und -Massage für andere Wirkungsschwerpunk
te besteht aus Basiseinheiten, bei denen neun konische
Reizelemente auf gleicher Grundfläche, wie in der er
sten Ausführungsform beschrieben, angeordnet sind.
Bei einer dritten Ausführungsform besteht die Basisein
heit, bei gleicher Grundfläche, wie im ersten Ausfüh
rungsbeispiel beschrieben, aus mehreren Vierergruppen
von Reizelementen, die in der Form den Reizelementen
mit der größten Reizstärke im ersten Ausführungsbei
spiel entsprechen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend
anhand einer Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße
Basiseinheit,
Fig. 2 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen
Basiseinheit,
Fig. 3 eine aus vier Basiseinheiten bestehende
Funktionsgruppe der Erfindung,
Fig. 4 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen
Funktionsgruppe auf dem Trägermaterial.
In den Fig. 1 und 2 ist die Basiseinheit 1 mit den
darauf befindlichen pyramidenförmigen Reizelementen
dargestellt. Die Reizelemente 2 mit der größten Reiz
stärke sind an den vier Ecken der quadratischen Basis
einheit 1 angeordnet. An den Kanten der Basiseinheit 1
befinden sich die Reizelemente 3 mit der mittleren
Reizstärke und mittig sind die Reizelemente 4 mit ge
ringster Reizstärke, die die beta-Zone 6 bilden, ange
ordnet.
In Fig. 3 ist die aus vier Basiseinheiten 1 bestehende
Funktionsgruppe 7 sowie der Fluß der Blutzirkulation
dargestellt. Zur besseren Übersichtlichkeit sind die
Reizelemente 2, 3 und 4 auf den Basiseinheiten 1 nur
punktförmig angedeutet.
Bei Anwendung der Vorrichtung zur Auto-Akupunktur- und
-Massage, des erfindungsgemäßen Applikators, kommt es,
durch die spezielle Anordnung der Reizelemente 2 mit
der größten Reizstärke im freien Raum zwischen den
vier Basiseinheiten 1, der alpha-Zone 5, zur stärksten
Durchblutung. Das an dieser Stelle vermehrt vorhandene
Blut wird durch das Reizstärkengefälle zwischen den
Reizelementen 2, 3 und 4 in den Raum zwischen den Reiz
elementen 4, die beta-Zone 6, geleitet. Jede dieser
beta-Zonen 6 bekommt Blutzufuhr aus den vier alpha-Zo
nen 5 der benachbarten Funktionsgruppen 7. Hierdurch
entsteht in der beta-Zone 6 ein zweifach größerer Blut
andrang als in der alpha-Zone 5. Das führt wiederum zu
einem Abfluß des Blutes aus der beta-Zone 6 in die be
nachbarten alpha-Zonen 5. In den alpha-Zonen 5 trifft
das zurückströmende Blut auf das aus der Tiefe des Kör
pers strömende Blut und führt zu einer Beschleunigung
des gesamten Aktivierungsvorganges. Durch den damit
verbundenen erhöhten Blutzufluß in die alpha-Zone 5
beginnt der Zyklus des Blutflusses von vorn, so daß
eine ständige starke, tiefe und multizentrische Blut
zirkulation, die streuend und zugleich dynamisierend
wirkt, erfolgt.
Fig. 4 zeigt in einem Vertikalschnitt, wie die zu Funk
tionsgruppen 7 zusammengefaßten Basiseinheiten 1 auf
das Trägermaterial 8 aufgebracht sind.
Claims (11)
1. Vorrichtung zur Auto-Akupunktur und -Massage be
stehend aus einem flächigen Körper mit darauf an
geordneten Reizelementen, dadurch gekennzeichnet,
daß Reizelemente (2, 3, 4) mit drei unterschiedli
chen Reizstärken auf einer quadratischen Basisein
heit (1) so verteilt sind, daß an den vier Ecken
des Quadrats jeweils ein Reizelement (2) mit der
größten Reizstärke, an den Kanten des Quadrats
jeweils zwei Reizelemente (3) mit mittlerer Reiz
stärke und um den Mittelpunkt des Quadrats vier
Reizelemente (4) mit geringster Reizstarke, die
eine beta-Zone (6) bilden, angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß jeweils vier Basiseinheiten (1) zu einer
Funktionsgruppe (7) so zusammengefaßt sind, daß
jeweils eine Ecke der Basiseinheiten (1) um einen
Mittelpunkt gruppiert, eine alpha-Zone (5) bil
dend, angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Reizelemente (2, 3, 4) eine Py
ramidenform haben, wobei die Reizelemente (4) mit
der geringsten Reizstärke die Form einer regelmäßigen
Pyramide mit einer quadratischen Grundflä
che, die der mittleren Reizstärke (3) und die der
größten Reizstärke (2) die Form eines schiefen
Tetraeders mit einer Grundfläche, die der Hälfte
bzw. einem Viertel des Inhalts der quadratischen
Grundfläche der Reizelemente mit der geringsten
Reizstärke entspricht, aufweisen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Reizelemente (2, 3, 4) die Form
eines Konus haben, wobei die Grundflächen der
Reizelemente mit der größten Reizstärke (2) die
Form eines Viertelkreises, die mit mittlerer Reiz
stärke (3) die Form eines Halbkreises und die mit
geringster Reizstärke (4) die Form eines Vollkrei
ses aufweisen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Basiseinheiten (1) aus einem
nicht-metallischen Werkstoff, vorzugsweise einem
Kunststoff, bestehen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß sie aus mehr als einer Funktions
gruppe (7) besteht, die auf ein unstarres Träger
material (8) aufgebracht ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß sie aus 100 Basiseinheiten
(1), die zu 25 Funktionsgruppen (7) zusammenge
faßt sind, besteht, die auf einem Trägermaterial
(8) aufgebracht sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß sie aus 120 Basiseinheiten (1), die zu
30 Funktionsgruppen (7) zusammengefaßt sind, be
steht, die auf einem Trägermaterial (8) aufge
bracht sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß auf einer Basiseinheit (1) neun konische
Reizelemente (2, 3, 4) angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß auf einer Basiseinheit (1) mehrere Vie
rergruppen von pyramidenförmigen Reizelementen
(2) angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Material der Basiseinheit
(1) nebst Reizelementen (2, 3, 4) hygienisch pfle
geleicht ist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19610165A DE19610165A1 (de) | 1996-03-15 | 1996-03-15 | Vorrichtung zur Auto-Akupunktur und -Massage |
| DE59707348T DE59707348D1 (de) | 1996-03-15 | 1997-03-14 | Vorrichtung zur Auto-Akupunktur und -Massage |
| EP97104382A EP0795310B1 (de) | 1996-03-15 | 1997-03-14 | Vorrichtung zur Auto-Akupunktur und -Massage |
| AT97104382T ATE218057T1 (de) | 1996-03-15 | 1997-03-14 | Vorrichtung zur auto-akupunktur und -massage |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
| DE19610165A1 true DE19610165A1 (de) | 1997-10-02 |
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ID=7788356
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| DE59707348T Expired - Lifetime DE59707348D1 (de) | 1996-03-15 | 1997-03-14 | Vorrichtung zur Auto-Akupunktur und -Massage |
Family Applications After (1)
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| DE59707348T Expired - Lifetime DE59707348D1 (de) | 1996-03-15 | 1997-03-14 | Vorrichtung zur Auto-Akupunktur und -Massage |
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