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DE1961099A1 - Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Polymeren von Natriumacrylat mittels energiereicher ionisierender Strahlung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Polymeren von Natriumacrylat mittels energiereicher ionisierender Strahlung

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DE1961099A1
DE1961099A1 DE19691961099 DE1961099A DE1961099A1 DE 1961099 A1 DE1961099 A1 DE 1961099A1 DE 19691961099 DE19691961099 DE 19691961099 DE 1961099 A DE1961099 A DE 1961099A DE 1961099 A1 DE1961099 A1 DE 1961099A1
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DE
Germany
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polymer
water
sodium acrylate
rad
soluble
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Application number
DE19691961099
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English (en)
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DE1961099B2 (de
DE1961099C3 (de
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Restaino Alfred Joseph
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Zeneca Inc
Original Assignee
Atlas Chemical Industries Inc
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Publication date
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Publication of DE1961099A1 publication Critical patent/DE1961099A1/de
Publication of DE1961099B2 publication Critical patent/DE1961099B2/de
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Publication of DE1961099C3 publication Critical patent/DE1961099C3/de
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/08Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor
    • B01J19/081Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor employing particle radiation or gamma-radiation
    • B01J19/082Gamma-radiation only
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F220/00Copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and only one being terminated by only one carboxyl radical or a salt, anhydride ester, amide, imide or nitrile thereof
    • C08F220/02Monocarboxylic acids having less than ten carbon atoms; Derivatives thereof
    • C08F220/04Acids; Metal salts or ammonium salts thereof
    • C08F220/06Acrylic acid; Methacrylic acid; Metal salts or ammonium salts thereof

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  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)

Description

Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Polymeren von Natriumacrylat mittels energiereicher ionisierender
Strahlung
f3ie Erfindung betrifft die Herstellung von wasserlöslichen· Polymeren von Matriumacrylat mit hohem Molekulargewicht
unter dem Einfluss energiereicher ionisierender Strahlung; die Erfindung betrifft zugleich die so gewonnenen .Produkte und wässrige Gele solcher Polymeren.
Es ist bojinnnt, dass Acrylsäure und ihre Salze unter dem
Einfluss energiereieher ionisierender Strahlung polymerisiert f werden kann« Die strnhleninduzierte Polymerisation wasserlööli:;"or Salze von Acrylsäure unter !-Slidung von wasserlöslichen .Polymeren ist 2.3," im USA-Patent 3 090 736 beschrieben*·
Gßiiuitj.j der vorliegenden Erfindung wird ein wäsdriges Gel erhalten, das aus einer wässrigen Dispersion aus 25 bis 40
Gewo-Vi eines im wesentlichen wasserlöslichen Polymeren von n.M triumacrylat besteht, welches eine Grenzviskosität von mindestens 6 dl/gy gemessen in 2 η NaOH bei 25°Cy hat.
Die Erfindung betrifft des weiteren ein Verfahren zur Herstel-
009825/1869
lung eines wässrigen Gels eines im wesentlichen wasserlöslichen Polymeren mit hohem Molekulargewicht von Natri.umacrylat; dieses Verfahren "besteht darin, dass eine wässrige Natriumacrylatlösung von 25 bis 4O$iger Konzentration bei einem pH-Wert von 4 bis 14 mit energiereieher ionisierender Strahlung bei einer Dosisrate von nicht mehr als 200 000 rad/h mit einer Ge.samtstrahlendosis von 1 000 rad bis zu der Dosis bestrahlt wird, bei der im wesentlichen das gesamte Monomere in Polymeres umgewandelt ist.
■fts wurde gefunden, dass wässrige Lösungen von -Watriumacrylat, wenn sie in erfindungsgemässer V/eise energiereieher Ionisierender Strahlung ausgesetzt werden, wässrige Gele von im wesentlichen wasserlöslichem, polynerisiertem Natriumacrylat* mit hohem Molekulargewicht bilden. Die derart gebildeten Gele können, ohne dass das Polymere daraus gewonnen wird, als Verdickungsmittel für wässrige Lösungen oder als Flockungsmittel für die PClärung wässriger Medien verwendet werden, die feinverteilte Feststoffe suspendiert enthalten. Sie sind besonders als Mittel zum Ausflocken und Niederschlagen von suspendierten Feststoffen aus den alkalischen Aluminat-Aufschlusslaugen geeignet, die bei der Gewinnung von Tonerde aus ^auxit nach dem Bayer-Verfahren anfallen.
Andererseits können die gebildeten hochmolekularen Polymeren aus dem wässrigen Gel isoliert v/erden, z.B«, durch Zerkleinern des Gels und trocknen oder durch Ausfällen des .rolj/rneren. mittels organischer Flüssigkeiten, Das so erhaltene Pol^/mere kann wieder aufgelöst und für die gleichen ^wecke wie das Gel verwendet werden.
In grossen Zügen besteht das erfindungsgemässe Verfahren zur Gewinnung hochmolekularer wasserlöslicher Polymerer darin, dass eine wässrige Lösung von Natriurnacrylat, die 25 bis 40 Gew,-/3 Itfatriumaerylat gelöst enthält und einen pH-Wert von 4 bis 14 aufweist, energiereieher ionisierender Strahlung
009825/1969
BAD ORIGINAL
einer Intensität von bis zu 200 000 rad/h bis zu einer Strahlendosis von 1 000 rad aufwärts bis zu der Dosis ausgesetzt wird, die erforderlich lstf um im wesentlichen das gesamte Monomere in Polymeres umzuwan lein. Damit im wesentlichen das gesamte eingeführte Monomere während einer nörlichst kurzen Strahlungsdauer umgewandelt wird, werden vorzugsweise Strahlungsintensitäten angewendet, die von 5 -JOJ rad/h aufwärts reichen, «Jedoch werden, wie im nachfolgenden ausgeführt, wird, Polymeren mit extrem hohem Molekulargewicht erhalten, wenn man bei niedrigeren Strahlungsintensitäten arbeitet, und die rolymerisation unterbricht, bevor das Monomere vollkommen aufgebraucht ist. In solchen Fällen braue:.c: Intensitäten von nur 2^D rad/h angewendet zu v;erdere Aus. er ie:n wird es vorgezogen, insbesondere bei Lösungen hoher Konzentration, Strahlungsintensitäten· vor. nicht menr r-ils 50 0-o rad/h anzuwenden, um möglichst hohe areiiSviskositate-n Ie-1; en+- stehenden loly;::crs und eine uesöijre Steuerung des Pclvrr.-j-isutionspror.essas zu erreichen.
Es wurde gefunden, "das.- im höhe-ren -eil Ie1; eben ai:,*e eber.en pH-Bereiches%die Polymerisationsgeocir.vindi^Keit zunin;iut un..1 die λeigung zur 3ildun£; unlöslioi.er vernetzter Polyr.ertr abnimmt, und ec; v;ird dwier v-"r(--e.:c-£;en, i.ie α'lyrner is-it ic η in Lösungen durchzuführen, ^ie ex.-.er. ρίΐ—Ve:rt ve:. ^ <~ I r r{'·'■:ν aiifwei sen. Ιϊίιΐriurr.acrylatlösungen n.i". einer pi-1-VtOr+" v.i. v:or.iger als ti bis 9 e::ti:::l~ei: er.1" iroc-.eme ..er.rer. f-.r. nicht :.c-\— tralisierter Acrylsäure. Die l^triumacrylatlcsuncer:, die erf in el un "Τ ;:e.r.äss ei::.~eserr~ \,!er :er., kc:ir.e:: somit 'Je:"i ?r.t vcr. Xatriunac^ylat u:ia Acryl.rJr.ire sein, S.-lohe !"^Ui.'en kc:J.e:; bequem d-iduro1: srhalten '..Cr-Ie:;, dr:.;? Acrylsäure ::it ..: " ?:L::rhydroxii eier oiiior: alkalischen -••s^riur.Galz, v;ie I^.tri^::- carbonat neutralisiert- v.rräen.
Die ar;v,o'..*eij. icte e::ertie:-ei:- e i: .isierenie Strar-lunr k&m. eine elektronai:r.eti.jo:.e eier eine KcrriUsk-ilarsTrahl'u. ■ .,ei:: uni
009825/1989
ZoBo aus beschleunigten Elektronen, Protonen, Neutronen usw bestehen oder eine Röntgen- oder Gabun a-Strahlung sein« Die Lösung wird erfindungsgemäss unter den oben angegebenen Bedingungen hinreichend lange bestrahlt, um das Reaktionsgemisch einer Gesamtdosis von 1 000 rad auszusetzen und Vorzugs-■weise, bis das Monomere zu mindestens 50$ in Polymeres umgewandelt ist» Die obere Grenze der Strahlendosis ist der Wert, bei dem gerade ds gesamte Monomere im wesentlichen in Polymeres umgewandelt wird, Übermässige Strahlendosen bewirken ein Unlöslichwerden des gebildeten Polymers und müssen vermieten werden, Da die Wechselbeziehungen zwischen Umwandlung und Gesamtstrahlung stark von der Konzentration und dem pH- W Wert der Lösung, .sowie der Strahlungsintensität abhängen,' schwankt die anzuwendende Haximaldosis entsprechende Innerhalb der eben angegebenen Konzentrations- und Intensitäts— bereicne lie^t die erforderliche Gesamtdosis selten über etwa 50 000 red. .
Das Aus π η s S- der Monomerenumwandlung kann verfolgt werden, in— iem eine abgewogene Probe des Gels in kleine Stücke geschnitten wird uni ''asser und nichtumge setzt es Hatriumacrylat mit -•ie*,najv,i ausgelaugt werden. Das lolymere, das in .Methanol unlöslich ist, wird bis zur Gev/ichtskonstanz getrocknet, und aus seinem Gewicht, dem Gewicht der gezogenen Probe und der bekannten Konzentration der Monomeren-Aus/rangslÖsung kann ™ die prozentuale Umwandlung berechnet, werden* Nach einer anderen
eth-cde "Λάη-ΐι erne -robe des Gels fein zerkleinert und nichtunresetztes Konomeres daraus mit Methanol in einer Soxhlet— Apparatur extrahiert v/erden» Eine aliquote Probe des -Extraktes v;ird nach herfcörr.nlionen Methoden auf Unsättigung untersucht, und der Acrylat.gehalt hieraus berechnet. Dieser ist ein direktes Mass fi; r j*^-e das nichtumgesetzte Monomere,
Die Gele und Polymeren der vorliegenden Erfindung können gewünscht enf alls dadurch modifiziert werden, dass wasserlösliche, nichtpolynerisierende Feststoffe.in die; der Polymerisation ausgesetzte lionomerenlösung eingearbeitet werden. Insbesondere
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wurde gefunden, dass die Anwesenheit von Natriumcarbonat oder wasserlöslichen oberflächenaktiven Mitteln in Mengen "bis zu 10 Gew»-$ das Benetzungsvermögen und die Lösungsgeschwindigkeit des erfindungsgemässen, sehr hochmolekularen Polymeren verbessern,,
Im allgemeinen gilt, dass in Monomerenlösungen hoher Konzentration (nahe 40$), die mit niedrigen Intensitäten (unter etwa 10. 000 rad/h) bestrahlt werden, die Gesamtdosis unter 8 000 rad gehalten werden sollte, um eine Überreaktion zu vermeiden. Bei höheren Dosisraten und niedrigeren Konzentrationen kann die Gesamtdosis entsprechend erhöht werden«,
Über don gesamten Bereich der oben angegebenen Äeaktionsbedingungen werden wasserlösliche liatriumacrylat-Polymere mit hohem Molekulargewicht erhalten, wie an ihren hohen Grenzviskositäten erkannt'werden kann» Gemäss der anerkannten Praxis wird hier die Grenzviskosität (intrinsic viscosity) in Deziliter pro Gramm (dl/g) ausgedrückt und stellt den Grenzwert des Verhältnisses zwischen der spezifischen Viskosität einer ±*olymerenlösung und deren Konzentration in g/dl dar, wenn die Konzentration gegen Mull.geht, Die spezifische Viskosität einer Polymerenlösung ist konzentrationsabhängig und ist der Quotient, der erhalten wird, wenn man die Differenz zwischen den Viskositäten der Lösung und des Lösungsmittels durch die Viskosität des Lösungsmittels teilt. Die hier zitierten Grenzviskositäten wurden in 2 η liatriumhydroxidlösung bei' 250C bestimmt« ■
-lis wurde gefunden, dass die Grenzviskosität der Eatriumacrylatpolymeren, die durch Bestrahlung von ilatriumacrylatlösungen unter den oben genannten Bedingungen hergestellt wurden, von der Monomerenkonzentration, der Strahlungsintensität und dem Ausraaws der Umwandlung von Monomeren zu Polymerem abhängt, und dass in erster Annäherung für diese Abhängigkeit die folgende Gleichung gelten kann:
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BAD
X'5o17 X 1.O"2
in welcher M die Monomerenkonzentration in Gew.^, C die prozentuale Umwandlung von Monomer zu Polymer von 50 bis 100, I die Intensität der Strahlung in rad/h und T^i die Grenz-Viskosität in dl/g, gemessen in 2 η NaOH "bei 25°C, ist. Besonders wertvolle Polymeren und diese Polymeren enthaltende wässrige Gele sind solche, deren wasserlösliches Natriumacrylatpolymer eine Grenzviskosität von 6 oder mehr hat. Aus der vorstehenden Gleichung kann errechnet werden, dass solche bevorzugten Polymeren am leichtesten in Lösungen hoher Konzentration erhalten werden können; bei einer Monomerenkonzentration von 40$ z.B«, werden im gesamten Bereich der Strahlungsintensitäten und Umwandlungswerte Polymeren mit Grenzviskositäten von etwa.6 und höher erhalten,, In dem Masse, in dem die Monomerenkonzentration abnimmt, fällt bei sonst gleichen anderen Faktoren die Grenzviskosität des gebildeten Polymeren ab, und im unteren Bereich der brauchbaren Konzentrationen (25$) werden,.hohe Grenzviskositäten nur bei Strahlungsintensitäten von 1 000 rad/h oder weniger und/oder bei 50$iger Umwandlung erzielt. Als Leitfaden für die Auswahl der Reaktionsbedingungen zum Zwecke der Gewinnung von Polymeren mit der gewünschten Grenzviskosität sind in der nachstehenden Tabelle Konzentrationen, Intensitäten und Umwandlungen den entsprechenden Grenzviskositäten gegenüber gestellt:
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BAD
Nach der Gleichung "berechnete Grenzviskositäten
Monomeren-
konz. (fo)
Intensität
(raa/h)
Umwandlung Grenzvisko s it at
(dl/g)
40 1 000 50 16.1
40 10 000 "100 9.5
40 50 000 50 8.5
40 100 000 100 6.6
30 5 000 50 6.9
30 5 000 100 5-4
30 10 000 50 6.2
30 • 50 OQO 100 3.9
25 1 000 50 5.8
25 10 000 100 3.2
Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Beispiele, die keine Einschränkungen darstellen sollen, näher erläutert.
Beispiel 1
61,9 g Natriumhydroxid wurden in 2OC g destilliertem Wasser gelöst und auf 25°O" gekühlt. 115 g. Acrylsäure wurden in die Lösung unter Kühlung eingerührt, wobei sich eine wässrige Lösung bildete, die 39»5 Gew.-^ gelöstes Natriumacryl--:t enthielt. Der pH—Wert der Lösung "betrug 6,3. Sie wurde in einen Polyäthylenbeutel übergeführt, mi" hochreinem Stickstoff gespült, und der Beutel wurde verschlossen. Der Aeutel und sein Inhalt wuräen dann 45 Hinuten mit Gammastrahlen aus einer K.ohalt-60-Quelle mit einer Intensität von rf700 rar: h bestrahlt. Die ',!esamtdosis betrug 6500 rad* Der Inhalt des Beutels wurde dabei in ein gunirr.iaütiges Gel -umgew .-nc!e'lt. Die Umwandlung von I-.onomerem in Polymeres erfolgte zu über 90$, wie durch Extraktion des niohtumgesetzten Monomeren aus dem Gel und 3estin:auni? des Acrylstgehalts sowie Analyse der Dop; elbindungs-'Jnsättigung festgestellt wurde.
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Das Polymere wurde durch Extrudieren des Greis durch; eine Öffnung von 0,95 mm Durchmesser unter einem Druck von r 176 kg/cm und Trocknen in einem Konvektionsofenbe^ 405^0 ;; auf einen Feststoffgehalt von 90 $ gewonnen« Die Grenzvis·^ kosität des Polymers in 2 η NaOH bei 25°G betrug 9,6 dl/g* : Eine \ g-Probe des trockenen Polymeren wurde in 200 ml. 2 ii; STa triumhydroxidlö sung suspendiert und 3 Stunden gerührt* . : Die entstandene Lösung wurde zentrifugiert und die FlÜasi,^-·. kelt von den abgesetzten, unlöslichen G-elpartikeln abdekantiert. Die Gelpartikeln wurden zweimal mit destilliertem ; V Wasser gewaschen, wobei nach jeder Wäsche zentrifugiert-wurde. Der Niederschlag wurde dann mit Methanol gewagchen, getrocknet und gewogen. Der unlösliche Rückstand wog Öf 15''-Si woraus hervorgeht, dass 85% des ^atriumacrylatpolymeren löslich wären« ; ; \ ;
Ein anderer Teil des Polymeren wurde als Flockungsmitiijel ' für die unlöslichen Peststoffe getestet, die in den beSm*:; / Bayer-Verfahren zur Gewinnung von Tonerde aus Bauxit an- ; : fallenden Aufschlusslaugen enthalten sind, und zwar im Ter? gleich zu zwei handelsüblichen Natriumacrylatpolymeren,'die, als besonders wirksame für diesen ^weck angesehen^ werden* Eine Vorratslösung eines jeden Polymeren wurde zubereitet, indem 1 g Polymer in 200 ml gekochtem, mit Sticks"6of;f ge— spülterttj. destilliertem Wasser suspendiert wurden und Plasche 18 Stunden bei 250C gerollt wurde. Eine synthötIsöhe Aufschlusslauge wurde zubereitet,_ indem 295 g Jamalea**Bäüx£t, 60 g Calzi-umoxid und 2280 ml Lauge aus der Gewinnung von Tonerde in einer herkömmlichen Tönerdeanlage in einem Auto-*- klaven auf 247°C erhitzt wurden. Diese Temperatur wurde ■ ; 30 Minuten gehalten, und dann wurde in ein mit Abzug· sehenes befass abgelassen. Die entstandene Aufschlämmung ■ wurde auf 30.00 ml verdünnt und in drei graduierte 1—Liter-Messzylinder eingemessen, die in ein bei 95 0 gehalteries ^ = Heisswasserbad gestellt wurden. Jedem Zylinder wurde in drei Portionen soviel der einen der Vorratslösungen zugesetzt, dass 0,113 kg Flockungsmittel auf 1 Tone aufgeschlössehen
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BAD ORIGINAL
Bauxit kam, wobei die Aufschlämmung mit einem Stössel nach Zugabe jeder Portion bewegt wurde. Die Stössel wurden entfernt, ein Hakenrührer, der mit 1 TTpM rotierte, wurde in Jeden Zylinder eingeführt, und eine Zeituhr wurde angestellt. Die Absitzzeiten wurden in 100 ml-Intervallen registriert, und die Absitzgeschwindigkeit wurde in m/h aus der Zeit zwi- . sehen den 800-600-ml-Iiiveaus berechnete Die folgenden Ergebnisse wurden beobachtet: .
Absitzgeschwindigkeit Polymer (m/h)
Handelsübliches Mittel - A Handelsübliches Mittel - B Produkt des Beispiels 1
Wie hieraus hervorgeht, ist das erfindungsgemässe Produkt fünf- bis sechsmal so wirksam wie die bisher erhältlichen Hatriumpolyacrylat-Hilfsmittel.
Beispiel 2 ..
3 ,73
3 ,05
20 ,50*
Bin Polymeres mit ausserordentlich hoher Grenzviskosität wurde nach dem allgemeinen-Verfahren von Beispiel 1 hergestellt, wobei jedoch der pH-Wert auf 12,1 eingestellt wurde, die Strahlungsintensität 2100 rad/h betrug und die Gesamtstrahlendosis 1800 rad war* Das Produkt war ein transparentes, guminiartiges Gel und vollkommen löslich in Wasser, Ungefähr 5Ο'/ά des Monomeren waren in ein wasserlösliches Polymeres umgewandelt worden, das eine Grenzviskosität von 12,0 dl/g aufwies· In einer Konzentration von nur 0,045 kg pro Tonne Bauxit im Ausflockungstest von Beispiel 1 bewirkte dieses Polymere eine Absitzgeschwindigkeit von 14,5 m/h. &a ist bemerkenswert, dass im Vergleich zu dc;n genannten handelsüblichen Ausflockungsmitteln dieses Polymere in einer auf 40$ erniedrigten Konzentration eine 4-5-fache Zunahme der Absitzgeschwindigkeit bewirkte. ■
009825/1989
Beispiele 3 bis 13 /
Natriumaerylatpolymere wurden nach dem allgemeinen Ver-* fahren von Beispiel 1 hergestellt, wobei Änderungen, in der Lösungskonzentration, dem pH-Wert» der Strahlüngslntengi— tat und der G-esamtdosis vorgenommen wurden, wie die folgende Tabelle zeigt, die auch das Mass der Monomerenumwandiung in jedem Beispiel, die Gfrenzviskositat jedes Polymeren und die Löslichkeit jedes Polymeren wiedergibt« In allen Fällen war das Reaktionsprodukt ein steifes Gel, das direkt in Wasser dispergiert werden konnte, um als Flockungsmittel oder Verdickungsmittel eingesetzt zu werden, ■ .. '
009825/1969
Strahlung
Monomeren»-
Beispiel Monomeren 5.9 Intens. 700 Gesamtάο8. 200 umwandig. GrenzTisk. Löslich-
Nr. , konss.OO 6.3 <rad/h) 700 (rad) 800 äl/g fceitW
3 27.5 8.6 8 700 7 300 87 100
4 34 5.9 8 000 5 000 78.5 · 7· 5 100
5 40 6.3 8 000 4 000 81 10.1 100
6 27.5 5.9 20 000 20 000 98 100
O
Cl
7 40 11 20 700 1 ίο 200 100 93
CO 8 27*5 50 000 50 000 100 90
CO :'
KJ
9* 40 6.3 8 000 5 000 95.5 t0.1 100
10 27.5 6.5 too 000 50 000 { 100 1 . 100
11 40 10 too 700 20 500 . " ■■■' 95/ '■ ,;■ 94*5
CO 12 34 100 10 . 81.5,Λ;:' ■■■■■'.V5.7 ; 100
co 13 Λ0 8 6 . . 96';:?: : 9.5 92
* Lösung enthielt \0$> iiatriumcartronat wäiirend der Ppljnaerisation«
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemässen Produkte ist ihre wasserlösliche Gelform. fTatriuriipolyacrylat-Produkte herkömmlicher Art entstehen in Form eines trockenen Pulversj, und dessen Auflösung für die "Verwendung als Flokkungsmittel ist ein langwieriger und mähsamer Prozess, bei dem das pulverförmige Produkt langsam in stark gerührtes Wasser gesichtet und mehrere Stunden gerührt wirde Ausflokkungslösungen aus den erfindungsgemässen Produkten werden hingegen zubereitet, indem einfach das Gelprodukt in Wasser geschüttet und einige <"eit stehen gelassen wird, damit es Waseer aufniriimt, \\iorauf das Ganze für die Dauer von weniger als einer Stunde schv.'ach gerührt wird. Dieses Verfahren. " hat ausser seiner Einfachheit noch den grossen Vorteil, dass wegen der Vermeidung- starken Rührens der zerstörende Einfluss sta.rker Scherkräfte auf das Polymermolekül vermieden wird.. , ■
Andererseits kann das Gelprodukt der vorliegenden Erfindung direkt bis auf den gewünschten Wassergehalt getrocknet oder. mit --.'ethanol cder einen anderen Uichtlösungsmittel ausgefällt v/erden, um ein trocknes, pulverförmiges Produkt zu er/reben. . .
0 0 9 8 2 5 /19 6 9 BAD^

Claims (1)

  1. Ι« Wasserhaltiges Gel, dadurch gekennzeichnet,, dass es aus einer wässrigen Dispersion von 25 "bis 4-0 G-ew.-'/a wasserlöslichem Hatriumacrylatpolymerem besteht, das eine Grenzviskosität (intrinsic viscosity) in .2 η·Natriumhydroxid bei 25 G von mindestens 6 dl/g aufweist« .
    2o Verfahren zur Herstellung eines wasserhaltigen Gels eines im wesentlichen wasserlöslichen, hochmolekularen Hatriumacrylatpolymeren, dadurch gekennzeichnet, dass man eine wässrige, 25 bis 40 Gew.-^S Natriumacrylat enthaltende Lösung bei einem pH—Viert von 4 bis 14 mit energiereicher ionisierender Strahlung bei einer Dosisrate von nicht.mehr als 200 000 rad/h und einer Gesamtdosis- von 1 000 rad bis hinauf zu der Dosis bestrahlt, bei der im wesentlichen das gesamte Monomere in Polymeres umgewandelt wird»
    3'e Verfahren nach Anspruch 2', dadurch gekennzeichnet., dass
    man den pH—Wert der Lösung auf mindestens 8 einstellt, f
    4ο Verfahren nach. Anspruch 2 oder 3» dadurch gekennzeichnet, das.i roan eine Dosisrate von 5 000 bis 50 000 rad/h anwendet.
    5ο Verfahren nach den Ansprüchen 2-4, dadurch gekennzeichnet, das^ mo.n die Bestrahlung durchführt, bis mindestens 50$ des Monomeren in Polymeres umgewandelt sind,
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 2-5, dadurch gekennzeichnet, dass man es unter Bedingungen durchführt, die der folgenden Gleichung entsprechen:
    00 9825/1969
    /~MJ72'2 X 5α 17 X 10"?
    /—τ707ι4γι—η 7θο36
    Z. -L/ x L ^J
    in welcher Tji die Grenzviskosität des Endprodukts in 2 η FaOH bei 25 C in dl/g ist und mindestens etwa 6 beträgt9
    M die Konzentration des Katriumacrylats ist und mindestens 25-40 devi,-c/o beträgt, C die Umv/andlung des ITatriumacrylats in Polymeres ist und mindestens 50/ί beträgt, und I die
    Strahlungsintensität ist und etwa 250 rad/h beträgt,
    Für Atlas Chemical Industries, Inc.
    Wilmington, Delaware, VStA,
    Bechtsanv/alt
    009825/1969
    BAD QRiGIISjAL
DE19691961099 1968-12-06 1969-12-05 Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Natriumacrylat-Polymeren mittels energiereicher ionisierender Strahlung Expired DE1961099C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US78200068A 1968-12-06 1968-12-06
US78200068 1968-12-06

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1961099A1 true DE1961099A1 (de) 1970-06-18
DE1961099B2 DE1961099B2 (de) 1977-06-16
DE1961099C3 DE1961099C3 (de) 1978-02-02

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2142742A1 (de) * 1969-01-14 1973-03-15 Dow Chemical Co Verfahren zur herstellung von alkalibzw. ammoniumpolyacrylaten
DE2508346A1 (de) * 1974-02-26 1975-08-28 Hercules Inc Verfahren zur herstellung von wasserloeslichen, praktisch linearen polymerisaten mit hohem molekulargewicht und nach dem verfahren hergestelltes polymerisat
EP0020529B1 (de) * 1978-10-16 1983-02-16 The B.F. GOODRICH Company Photopolymerisierte hydrophile interpolymere ungesättigter karbonsäure und ester

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