DE19610821C2 - Hydrostatischer Motor mit zwei Wellenenden und Kupplung - Google Patents
Hydrostatischer Motor mit zwei Wellenenden und KupplungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Antrieb für ein Fahrzeug gemäß Oberbegriff vom Anspruch
1.
Derartige Antriebe sind bekannt. In Fahrzeugen, wie zum Beispiel Radlader,
Geländestapler und Forstmaschinen, werden gegenwärtig Verstellmotoren eingesetzt,
welche über ein Stirnradgetriebe auf beide Fahrzeugachsen wirken. Der Verstellmotor ist
dabei an ein Verteilergetriebe angeflanscht, welches ein Getriebe mit fester Übersetzung
zwischen dem Eingang des Verstellmotors und den beiden Abtriebswellen für zum
Beispiel die Vorderachse und die Hinterachse sein kann oder welches in zwei Gängen
schaltbar sein kann. Die Wellenenden der Abtriebswellen des Verteilergetriebes sind über
Kardanwellen mit den Differentialgetrieben der Vorderachse und der Hinterachse des
Fahrzeugs verbunden. Nicht-schaltbare Getriebe weisen Übersetzungen von etwa 1,5
und schaltbare eine Übersetzung von etwa 1,2 bis 3 auf. Die schaltbaren Getriebe
werden bei Fahrzeugen mit höherer Fahrgeschwindigkeit (32 bis 40 km/Std.) sowie bei
sehr schweren Fahrzeugen eingesetzt. Bei Radladern wird darüber hinaus das Getriebe
auch direkt an der Hinterachse oder alternativ an der Vorderachse angebracht. Dabei
wird die Hinterachse direkt, die Vorderachse über die Kardanwelle angetrieben bzw.
umgekehrt.
Der Vorteil einer solchen Anordnung besteht darin, daß das Schaltgetriebe es ermöglicht,
daß der Verstellmotor kleiner dimensioniert werden kann, da das notwendige
Wandlungsverhältnis des Verstellmotors durch die Getriebewandlung abnimmt. In
einigen Fällen reichen deshalb auch Konstantmotoren aus. Bei den Konstantmotoren
werden heute in der Regel Schrägscheibenmotoren eingesetzt, während bei
Verstellmotoren Schrägachsenmotoren eingesetzt werden. Bei den Verstellmotoren hat
sich seit Mitte der 70er Jahre der Schrägachsenmotor gegenüber dem
Schrägscheibenmotor vollkommen durchgesetzt. Das liegt darin begründet, daß der
Schrägachsenmotor einen besseren Anlaufwirkungsgrad, einen besseren Wirkungsgrad
bei hohem Verstellverhältnis (bis zu 5 : 1) sowie eine bessere Regelbarkeit aufweist.
Prinzipiell wird zwischen den mechanisch im Fahrzeugstillstand schaltbaren Getrieben
und den Lastschaltgetrieben unterschieden. Aus Kostengründen werden bei
Geländestaplern und kleinen Radladern einfache, im Stillstand schaltbare Getriebe
eingesetzt. Bei den größeren Radladern sind sogenannte Mehrmotorenkonzepte oder
auch Lastschaltgetriebe im Einsatz. Liegt ein Mehrmotorenkonzept vor, so werden die
Drehmomente der zum Beispiel zwei Verstellmotoren im Bereich geringer
Fahrgeschwindigkeit addiert, um eine hohe Zugkraft zu erhalten. Bei maximaler
Fahrgeschwindigkeit wird dagegen ein Verstellmotor auf 0° Schwenkwinkel verstellt
und gegebenenfalls mittels einer Kupplung mechanisch abgekuppelt, während der andere bis zu 1/5
seines maximalen Schluckvolumens verstellt wird. Dennoch bleibt die Verbindung des
anderen Verstellmotors mit der jeweiligen Antriebsachse erhalten. Die Verstellmotoren
sind mit der Verstellpumpe parallel geschaltet. Ein Vorteil eines solchen Systems liegt in
der stufenlosen Regelbarkeit des Fahrzeuges vom Anfahren bis zur maximalen
Fahrgeschwindigkeit ohne Zugkraftunterbrechung. Ein derartiges System ist zum
Beispiel in der DE 39 10 748 C2 beschrieben. Bei diesem bekannten System ist ein
erster Hydromotor direkt über ein entsprechendes Tellergetriebe an der einen Achse des
Fahrzeuges angebracht, während das andere Wellenende dieses Hydromotors über eine
Kardanwelle mit der anderen Achse des Fahrzeuges verbunden ist. Ein zweiter
hydrostatischer Motor kann vorgesehen sein, welcher über ein Planetenschaltgetriebe
ebenfalls auf eine Achse des Fahrzeugs einwirkt. Der erste Hydromotor treibt stets beide
Fahrzeugachsen an, so daß ständig ein Allradantrieb besteht. Das ist bei höheren
Fahrgeschwindigkeiten unwirtschaftlich. Der Stand der Technik gemäß der DE 39 10 748 C2
ist im Oberbegriff des Anspruchs 1 berücksichtigt.
Die erwähnten Lastschaltgetriebe besitzen die Nachteile der Zugkraftunterbrechung
während des Schaltens. Des weiteren wohnt ihnen die Problematik inne, die
Übersetzungsänderung des Lastschaltgetriebes durch das hydrostatische Getriebe zu
kompensieren. Dafür ist ein hoher Steuer- und Regelaufwand erforderlich, welcher noch
nicht zur vollen Zufriedenheit der Anwender derartiger Systeme beherrscht wird.
Aus der GB 2 257 496 A ist ein Antrieb mit zwei Hydromotoren für eine einzelne
Fahrzeugachse bekannt, von denen der erste über eine Antriebswelle ständig mit der
Fahrzeugachse in Antriebsverbindung steht. Der zweite Antriebsmotor wirkt über eine
Getriebestufe und eine schaltbare Kupplung ebenfalls auf die Antriebswelle ein, die
den ersten Hydromotor mit der Fahrzeugachse koppelt. Über die schaltbare Kupplung
kann der zweite Hydromotor im Bedarfsfall zu- oder abgeschaltet werden. Auf diese
Weise kann bei erhöhtem Leistungsbedarf, zum Beispiel bei Langsamfahrt in
schwierigem Gelände, der zweite Hydromotor zugeschaltet werden. Wenn dieser
erhöhte Leistungsbedarf nicht besteht, ist es wirtschaftlicher, den zweiten Hydromotor
von der gemeinsamen Antriebswelle zu trennen. Bei diesem bekannten Antrieb hat
jeder der beiden Hydromotoren nur ein einziges zu Antriebszwecken zur Verfügung
stehendes Wellenende.
Des weiteren ist aus der DE-AS 15 55 247 eine Steuereinrichtung für einen stufenlos
einstellbaren, hydrostatischen Antrieb eines Kraftfahrzeugs bekannt. Der beschriebene
Antrieb besteht aus mindestens zwei einstellbaren, hydrostatischen Axialkolbenmotoren,
von denen mindestens einer fest mit der Abtriebswelle verbunden ist und mindestens
einer mittels einer hilfskraftbetätigten Kupplung mit dieser kuppelbar ist, wobei der eine
Hydromotor unabhängig vom Erreichen seines Schluckvermögens Null abkuppelbar ist
und insbesondere ein stoßfreies Ein- und Abkuppeln der Axialkolbenmotoren ermöglicht
werden soll. Dazu ist ein hydrostatischer Axialkolbenmotor fest mit der Abtriebswelle
permanent verbunden, während der zweite hydrostatische Axialkolbenmotor über ein
Vorgelege und eine ausrückbare Kupplung auf die Abtriebswelle arbeitet. Das bedeutet,
daß ein Axialkolbenmotor ständig mit der entsprechenden Abtriebswelle, das heißt der
entsprechenden Fahrzeugachse, verbunden ist. Mittels der Kupplung kann lediglich der
zweite hydrostatische Axialkolbenmotor abgeschaltet werden, da die Kupplung nur dazu
dient, bei entsprechender Kraftanforderung den zweiten hydrostatischen Motor
zuzuschalten bzw. ihn auch ggf. abzuschalten, nicht jedoch eine Unterbrechung
zwischen dem Ausgang des ersten Hydromotors und der anzutreibenden Fahrzeugachse
zu realisieren.
Des weiteren ist aus der US 5,207,060 ein Antrieb mit zwei in Reihe geschalteten
Antriebsmotoren in Schrägscheibenbauart, d. h. ein doppelter Motor, beschrieben. Die
beiden Wellen der Antriebsmotoren treiben an ihren freien Enden die Kardanwellen zu
der Vorderachse und der Hinterachse an. Diese prinzipielle Anordnung wurde möglich,
da die Verstellmotoren in Schrägscheibenbauart hinsichtlich des Wirkungsgrades sowie
ihrer Regelbarkeit während der letzten Jahre erheblich verbessert worden.
Da die Schrägscheibenverstellmotoren konstruktiv zwei freie Wellenenden ermöglichen,
können derartige Antriebseinheiten im wesentlichen in der Mitte des Fahrzeugs
angeordnet werden. Dabei treibt der Verstellmotor über das Wellenende und die
Kardanwelle das jeweilige Differential der Vorderachse an. Das zweite Wellenende steht
über eine weitere Kardanwelle mit dem Differential der Hinterachse in Verbindung.
Dadurch kann zwar ein heute übliches Verteilergetriebe eliminiert werden und die
Anzahl an notwendigen, einzusetzenden Komponenten reduziert werden; es kann des
weiteren der Aufbau des Antriebes vereinfacht werden im Hinblick auf die Realisierung
einer kompakteren Bauform und damit leichteren Endmontage des Fahrzeuges; es sind
jedoch zum einen zwei Motoren als doppelter Motor einzusetzen, und zum anderen sind
beide Motoren jeweils permanent mit der entsprechenden Antriebsachse des Fahrzeugs
verbunden. Dadurch ist die Flexibilität des Antriebs stark eingeschränkt.
Des weiteren führt die bekannte Integrierung des Verstellmotors in eine Achse ebenfalls
zu einem erheblichen Aufwand hinsichtlich der Einstellung der
Kraftübertragungskomponente, welche vorteilhafterweise über eine Kegelrad-
/Tellerradverbindung realisiert wird. Der damit verbundene Nachteil besteht darin, daß
die Körperschallabstrahlung der Motoreinheit erhöht wird, da die Schwingungen in die
Achse übertragen werden. Ein von der Achse getrennt angebrachter Hydromotor kann
dagegen relativ einfach schwingungstechnisch so gelagert werden, daß die
Körperschallabstrahlung reduziert wird und die Laufruhe des Aggregates insgesamt
erhöht wird.
Den bekannten Antrieben ist gemein, daß sie entweder einen relativ komplizierten,
konstruktiven Aufbau erfordern oder andererseits steuerungs- bzw. regelungstechnisch
aufwendig sind, da bei Vorhandensein von zwei Hydromotoren, welche auf ein Getriebe
arbeiten, einer der Hydromotoren stets mit der entsprechenden Antriebswelle des
Fahrzeuges verbunden ist. Dadurch ergibt sich die Notwendigkeit, den Hydromotor
selbst mit entsprechenden Last- bzw. Schluckvolumen-Regelungen zu versehen.
Es ist deshalb die Aufgabe der Erfindung, einen Fahrantrieb gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 zu schaffen, der insbesondere im Bereich hoher Fahrgeschwindigkeiten
einen hohen Wirkungsgrad gewährleistet, im Bedarfsfall aber eine erhöhte
Antriebsleistung und den Antrieb mehrerer Achsen ermöglicht und dabei dennoch
konstruktiv einfach aufgebaut ist.
Diese Aufgabe wird mit einem Antrieb für ein Fahrzeug mit den Merkmalen gemäß
Anspruch 1 realisiert.
Zweckmäßige Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
Der erfindungsgemäße Antrieb für ein mindestens zwei angetriebene Achsen,
beispielsweise eine Vorderachse und eine Hinterachse aufweisendes Fahrzeug besitzt ein
hydrostatisches Getriebe mit mindestens zwei Hydromotoren und eine Kupplung. Der
erste der zwei Hydromotoren des Getriebes ist mit jeweils einem Ende seiner Welle mit
einer die Vorderachse und die Hinterachse des Fahrzeuges antreibenden Kardanwelle
verbunden, und der zweite der Hydromotoren überträgt seine Leistung über eine
Getriebestufe auf die Welle des ersten Hydromotors, d. h., die Leistung des zweiten
Hydromotors wird in das Antriebsaggregat zusätzlich mit eingespeist, wenn ein
entsprechender Leistungsbedarf bei einem bestimmten Fahrregime dies erfordert. Die
Kupplung ist zum Beispiel auf einer Seite des ersten Hydromotors angeordnet und derart
gestaltet, daß die Vorderachse oder die Hinterechse vom Fahrantrieb und gleichzeitig der
zweite Hydromotor vom ersten Hydromotor abkoppelbar sind. Der wesentliche Vorteil
dieses ausgesprochen flexiblen Antriebssystems besteht darin, daß mittels der Kupplung
sowohl das Einspeisen der Leistung des Hydromotors in eine der Fahrzeugachsen und
damit zu den zugehörigen Antriebsrädern unterbrochen werden kann, als auch der zweite
Hydromotor direkt vom ersten Hydromotor abkoppelbar ist. Damit kann ohne besonders
hohe Anforderungen an das einzusetzende Steuer- bzw. Regelungskonzept mit geringem
Aufwand jeder gewünschte Fahrzustand bzw. Betriebszustand des Antriebs für das
Kraftfahrzeug erreicht werden.
Dadurch, daß mittels der Kupplung zum einen die Vorderachse bzw. die Hinterachse
vom Fahrantrieb und der zweite Hydromotor vom ersten Hydromotor gleichzeitig
abkoppelbar sind und daß andererseits beide Antriebsstränge separat voneinander
koppelbar sind, ergibt sich im Vergleich zu den bekannten Antriebsystemen ein
besonderer Vorteil im Hinblick auf die Flexibilität des Antriebs. Durch ein gleichzeitiges
Abschalten des Antriebsstranges durch die Kupplung und des zweiten Hydromotors von
dem ersten Hydromotor kann der Antrieb insgesamt leicht ohne großen Steuer- bzw.
Regelaufwand realisiert werden.
Gemäß einem weiteren, bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der erste Hydromotor ein
auf 0° verschwenkbarer Verstellmotor. Des weiteren kann auch der zweite Hydromotor
ein auf 0° verschwenkbarer Verstellmotor sein. Es ist jedoch auch möglich, daß der
zweite Hydromotor als ein Konstantmotor ausgebildet ist, in welchem Fall sich das
Antriebssystem weiter vereinfacht.
Vorzugsweise sind gemäß noch einem weiteren Ausführungsbeispiel die Hydromotoren
in Schrägscheibenbauart ausgebildet. Nur der Einsatz von Hydromotoren in
Schrägscheibenbauart ermöglicht das Anflanschen von zwei Antriebswellen an eine
Antriebseinheit.
Gemäß einem weiteren, bevorzugten Ausführungsbeispiel ist für beide Hydromotoren
eine gemeinsame Ansteuerung vorgesehen.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung werden nun
unter Bezugnahme auf die Zeichnung anhand eines Ausführungsbeispiels in der
nachfolgenden Beschreibung detailliert erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Antrieb für ein Fahrzeug mit zwischen zwei Kardanwellen angeordnetem
Getriebe, in welches ein Verstellmotor seine Leistung einspeist;
Fig. 2 ein Antriebssystem mit unmittelbar an einer Antriebsachse des Fahrzeuges
angeordnetem Getriebe, welches einen Eingang für den Verstellmotor und
einen Ausgang für die Kardanwelle zum Antrieb der anderen Antriebsachse
besitzt;
Fig. 3 zeigt ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines hydrostatischen
Getriebes mit zwei über eine Stirnradstufe verbundenen Hydromotoren,
welche über entsprechende Kardanwellen mit den Fahrzeugachsen verbunden
sind, und
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung des aus den zwei Hydromotoren und der
Stirnradstufe sowie der Kupplung bestehenden, erfindungsgemäßen
Antriebskonzeptes.
In Fig. 1 ist ein bekanntes Antriebssystem für Radlader, Geländestapler und
Forstmaschinen dargestellt. Bei diesem Antriebssystem ist der Verstellmotor 1 an ein
Verteilergetriebe 2 außen angeflanscht. Das Verteilergetriebe 2 ist mit seinen
Wellenenden, das heißt mit seinen zwei Abtriebswellenenden 3, 4 über Kardanwellen 5,
6 mit entsprechenden Differentialgetrieben der Fahrzeugachsen 7 und 8 verbunden.
Bei dem ebenfalls bekannten Antriebssystem gemäß Fig. 2 ist das Getriebe 2 direkt an
der Hinterachse befestigt. Die Hinterachse wird hier also direkt angetrieben, wobei das
Getriebe 2 einen Eingang für den Motor 1 und einen Ausgang für ein freies Wellenende
zum Anschluß einer Kardanwelle 9 besitzt. Über die Kardanwelle 9 wird die vom
Hydromotor 1 über das Getriebe 2 abgeleitete Energie der Antriebsachse 8 des
Vorderrades zugeführt.
Fig. 3 zeigt das erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel eines optimierten
Mehrmotorenkonzeptes, welches insbesondere für größere Fahrzeuge einsetzbar ist. Das
Mehrmotorengetriebe 17 ist dabei zwischen den Achsen 12, 13 des Fahrzeuges
angeordnet und nutzt die durchgehende Welle eines Verstellmotors 19 zum Antrieb der
Vorderachse 13 und der Hinterachse 12. Die durchgehende Welle des Verstellmotors 19
weist jeweils Wellenenden 20, 21 auf. Ein zweiter Verstellmotor 18 ist über eine
Stirnradstufe 22 und eine Kupplung 23 mit der Welle des Verstellmotors 19 verbunden.
Über die jeweiligen Kardanwellen 10, 11 wird die Antriebsenergie zu den
Antriebsachsen 12, 13 der Fahrzeugräder geleitet. Durch die höhere Übersetzung des
Verstellmotors 18 erzeugt dieser im wesentlichen die hohe Zughaft des Fahrzeuges bei
langsamer Fahrgeschwindigkeit. Mit zunehmender Geschwindigkeit wird die
Schwenkscheibe dieses Verstellmotors zum Schluckvolumen Null verstellt. Nun wird
dieser Verstellmotor 18 mittels der Kupplung 23 vom Fahrantrieb abgekuppelt. Dadurch
treibt nun nur noch der Verstellmotor 19 das Fahrzeug an und realisiert das Erreichen der
Fahrzeugendgeschwindigkeit bei guten Wirkungsgraden, da der Verstellmotor 18 durch
sein Abkuppeln keine mechanischen Verluste mehr aufweist. Der Vorteil eines solchen
Antriebssystems besteht deshalb darin, daß bei hohen Geschwindigkeiten ein
Allradantrieb nicht erforderlich ist und mittels der Kupplung 23 leicht die Verbindung
des Antriebsgetriebes zu den entsprechenden Antriebsachsen 10, 11 und die Verbindung
des Verstellmotors 18 zu dem Verstellmotor 19 unterbrochen werden kann.
In Fig. 4 ist der erfindungsgemäße Antrieb im vergrößerten Maßstab dargestellt. Der
erste Hydromotor 19 besitzt eine durchgehende Welle mit den Wellenenden 20, 21,
welche mit den Kardanwellen (nicht gezeigt) verbunden sind. Der zweite Hydromotor
18 ist über eine Stirnradstufe 22 mit dem ersten Hydromotor 19 verbunden. Über die
Kupplung 23 kann ein Trennen des zweiten Hydromotors 18 vom ersten Hydromotor 19
und somit von den Antriebsachsen erfolgen. Beide Hydromotoren 18 und 19 sind als
Verstellmotoren ausgeführt.
Die Kupplung 23 erfüllt zwei Funktionen gleichzeitig. Sie trennt denr Verstellmotor 18
vom Verstellmotor 19 und gleichzeitig die Hinterachse von der Vorderachse ab. Diese
Achsentrennung eliminiert Verspannungszustände zwischen den Achsen bei hohen
Fahrgeschwindigkeiten. Bei höherer Fahrgeschwindigkeit ist der Antrieb einer Achse
vollkommen ausreichend.
Der erfindungsgemäße Antrieb hat den weiteren Vorteil, daß er im wesentlichen in der
Fahrzeugmitte angeordnet werden kann: Ferner können weitestgehend standardisierte
Bauteile bzw. Baugruppen Einsatz finden. Das gesamte Antriebssystem kann dabei
modulartig aufgebaut sein, so daß Reparatur und Austauschbarkeit der Teile rasch
realisiert werden können und zum anderen auch ein Austauschen des Antriebes je nach
Einsatzzweck leicht vorgenommen werden kann.
Claims (7)
1. Antrieb für ein mindestens zwei angetriebene Achsen (12, 13) aufweisendes Fahrzeug
mit einem hydrostatischen Getriebe (17) mit mindestens zwei Hydromotoren (18, 19),
wobei der erste Hydromotor (19) zwei Wellenenden (20, 21) aufweist, von denen
jedes mit je einer der Fahrzeugachsen (12, 13) in Antriebsverbindung steht, und wobei
der zweite, mittels einer Kupplung (23) zuschaltbare Hydromotor (18) im
zugeschalteten Zustand über eine Getriebestufe (22) auf den Antrieb einwirkt, dadurch
gekennzeichnet, dass der erste Hydromotor (19) mit der Kupplung (23) verbunden ist
und diese Kupplung (23) derart gestaltet ist, dass der zweite Hydromotor (18) und eine
der Fahrzeugachsen (12, 13) zu- und abschaltbar sind.
2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Wellenenden (20,
21) über je eine Kardanwelle (11, 10) mit den ihnen zugeordneten Fahrzeugachsen
(12, 13) verbunden sind und dass die Kupplung (23) mit dem einen Wellenende (21)
des ersten Hydromotors (19) verbunden ist.
3. Antrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung (23) auf
dem Wellenende (20, 21) des ersten Hydromotors (19) auch die diesem Wellenende
(20, 21) zugeordnete Fahrzeugachse (12, 13) gleichzeitig mit dem zweiten
Hydromotor (18) zu- und abschaltet.
4. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste
Hydromotor (19) ein auf 0° verschwenkbarer Verstellmotor ist.
5. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite
Hydromotor (18) ein auf 0° verschwenkbarer Verstellmotor ist.
6. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Hydromotoren (19, 18) in Schrägscheibenbauart ausgeführt sind.
7. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass für die
Hydromotoren (19, 18) eine gemeinsame Ansteuerung vorgesehen ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8365 | Fully valid after opposition proceedings | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |