DE19609641A1 - Verfahren und System zum Kühlen eines Raumes - Google Patents
Verfahren und System zum Kühlen eines RaumesInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kühlen eines Raumes oder
mehrerer Räume mit einem fluiden Kühlmedium, welches in einer im wesentlichen
freiliegenden Betondecke des Raumes bzw. der Räume in Rohren geführt wird,
sowie ein System zur Durchführung des Verfahrens.
Es ist bekannt, Heiz- bzw. Kühlrohre in eine massive Betondecke einzubetten und
einen Raum mit diesen in den Decken eingegossenen wasserführenden Rohren zu
kühlen bzw. zu heizen. Ein so ausgestaltetes System ist aber nur eingeschränkt
funktionsfähig.
Weiterhin ist bekannt, einen Raum ohne Verwendung von Wasser nur mit Luft zu
kühlen. Dabei wird frische und gekühlte Außenluft durch schallabsorbierende und
schalldämmende Deckenelemente geführt und über Quelluftauslässe an den be
grenzenden Raumtrennwänden in den Raum geleitet. Die Verwendung von abgehäng
ten Deckenelementen bringt jedoch den Nachteil mit sich, daß die Betondecke des
Raumes gegenüber dem Raum abgedeckt wird und somit eine mögliche lastmindern
de Speicherwirkung der Betondecke behindert bzw. ausgeschlossen wird, was die
erforderliche Kühlleistung des Kühlsystems erhöht.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Kühlen eines oder
mehrerer Räume vorzuschlagen, welches die oben beschriebenen Nachteile nicht
aufweist. Insbesondere soll ein Kühlverfahren vorgeschlagen werden, welches es
ermöglicht, einen Raum kostengünstiger zu kühlen. Desweiteren soll ein System zum
Kühlen eines Raumes vorgeschlagen werden, mit welchem das Verfahren durch
geführt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch das Verfahren von Anspruch 1 sowie ein System mit den
in Anspruch 18 aufgeführten Merkmalen gelöst.
Die Unteransprüche sind auf zweckmäßige Ausführungsformen der Erfindung
gerichtet.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beruhen darauf, daß Luft als Kühlmedium
verwendet wird, welche in einer im wesentlichen freiliegenden Betondecke in Rohren
geführt wird. Dadurch wird zum einen die Korrosionsgefahr der Rohre fast völlig
ausgeschlossen. Zum anderen ist es möglich, die größtenteils massiv ausgestaltete
Betondecke als Wärmespeicher zu verwenden. Dies wird dadurch begünstigt, daß die
Betondecke nicht kaschiert ist. Somit ist es nicht erforderlich, die benötigte Kühllei
stung innerhalb relativ kurzer Zeit aufzubringen. Vielmehr kann die Betondecke
vorgekühlt werden, wenn noch keine bzw. nur sehr wenig Kühlleistung erforderlich
ist, um dann zum Zeitpunkt maximal erforderlicher Kühlleistung mittels der vor
gekühlten Betondecke und der Luftkühlung den gewünschten Kühleffekt für einen
Raum zu erzielen. In gleicher Weise muß auch die maximal auftretende Kühllast
nicht spontan abgeführt werden, sondern kann in der sich dabei geringfügig er
wärmenden Betondecke gespeichert werden und erst zu einem späteren Zeitpunkt bei
geringer Last und tieferer Außentemperatur abgeführt werden. Somit kann die
erforderliche Spitzenkühllast reduziert werden, wodurch es ermöglicht wird, Luft als
Kühlmedium zu verwenden und ein Kühlsystem einzusetzen, das eine geringere
Leistungsfähigkeit und somit geringeren Energieverbrauch aufweist. Vorteilhaft ist
auch die hohe Stabilität der Raumtemperatur, da Schwankungen durch die große
Wärmekapazität der Betondecke weitgehend verhindert werden. Schließlich wird
auch eine Bewehrung der Betondecke für die Kälte-, bzw. allgemein ausgedrückt
Wärmeleitung, vorteilhaft genutzt.
Die Kühlleistung von wassergekühlten Kühldecken ist eine stationäre Leistung. Eine
stationäre Leistung ist für einen Bürobetrieb mit periodisch intermittierender Nutzung
aber nicht erforderlich, da die Kühllast nicht ganztägig auftritt, sondern nur über die
Zeitdauer der Nutzung von ca. 8 bis 10 Stunden pro Tag. Der Spitzenwert der
Kühllast beträgt ca. 40 bis 60 W/m², wobei die Kühllast über den Tag verteilt grob
vereinfacht in Form einer Sinusschwingung vorliegt. Die Kühllast über 24 Stun
den/Tag beträgt bei dem vorgenannten Spitzenwert nur ca. 300 bis 500 W/m²d. Somit
kann unter Berücksichtigung der Speicherwirkung der Decke diese Kühllast mit einer
Frischluft-Kühldecke gut abgedeckt werden.
Die mit einer Frischluft-Kühldecke erreichbare Spitzenkühlleistung liegt wegen der
geringeren Kühlkapazität der Luft unter dem Wert von wassergekühlten Kühldecken,
ist aber überraschenderweise im Normalfall ausreichend. Da die Zuluft bei der
Frischluft-Kühldecke dem Raum nicht direkt zugeführt wird, kann bei Bedarf eine
relativ hohe Temperaturdifferenz von z. B. -14 K gewählt werden. Unter Berücksich
tigung einer max. Raumtemperatur von 26°C ergibt sich dabei eine Spitzenkühllei
stung von ca. 45 bis 50 W/m².
Konventionelle raumlufttechnische Anlagen, speziell mit Kühlung und Befeuchtung,
verfügen aus verfahrenstechnischen Gründen über eine zweistufige Aufheizung,
Vorwärmung und Nachwärmung. Die Vorwärmung erfolgt überwiegend durch
Wärmerückgewinnung. Eine Nachwärmung wird dabei trotzdem erforderlich, z. B.
im Entfeuchtungsfall oder wenn in einzelnen Räumen oder Gebäudeteilen nicht die
volle Last in Anspruch genommen wird.
Thermodynamisch gesehen kann man die Deckenkühlung durch Frischluft auch als
zweite Stufe der Wärmerückgewinnung interpretieren, bei der den Decken die
Wärme der Kühllast mit einem Austauschgrad, je nach Dimensionierung von z. B.
80%, entzogen wird. Dies unterscheidet sich damit deutlich von der klassischen
Form der thermischen Luftkonditionierung, speziell bei einer Luftverteilung mit
Quelluft, bei der eine Nachwärmung der Zuluft auf eine Temperatur von 20°C mit
einem zusätzlichen Energieaufwand erfolgt, obwohl in den Räumen eine Kühllast
abzudecken ist.
Entscheidend für den extrem niedrigen Energieverbrauch ist die thermodynamisch
günstige Lage des "Speichers" Decke. Damit wird eine Nachwärmung der Zuluft
ohne Energieaufwand aus der thermischen Last der Räume möglich. Es kann auch
eine gleichzeitige Kühlung der Decke, bei einer mittleren Außentemperatur von ca.
8°C, über einen großen Zeitraum des Jahres, ohne Kältemaschine erfolgen. Des
weiteren steht die Frischluft-Kühldecke zur Nachwärmung der Quelluft, zur Kühlung
des Raumes und zur Wärmespeicherung des Spitzenkühllast mit einer guten Lastver
teilung durch Phasenverschiebung zur Verfügung.
Die Frischluft-Kühldecke hat somit nur eine Kühlfunktion, d. h. die Temperatur der
Deckenoberfläche liegt unter der Raumtemperatur. Die Beheizung der einzelnen
Räume erfolgt in bekannter Weise durch unter den Fenstern installierte Heizkörper,
welche über Heizkörperventile und einstellbare Raumthermostaten geregelt werden
können. Damit ist auch eine klare Funktionstrennung gegeben, bei der jede Über
schneidung oder ein Lastwechsel Heizen-Kühlen entfällt.
Bedingt durch die inneren Lasten und den flachen Sonnenstand tritt die höchste
Kühllast vielfach im Frühjahr bei Außentemperaturen auf, bei denen, um den
Komfort zu gewährleisten, noch geheizt werden muß. Diese Überschneidung von
Heiz-/Kühllast ist bei konventionellen Systemen mit Komforteinbußen oder mit einem
höheren Energieverbrauch verbunden.
Bekannte Systeme mit Kühldecken benötigen eine Sequenz Heizen - Kühlen mit einer
zwischenliegenden Totzone, um eine Überschneidung mit höherem Energieverbrauch
zu vermeiden.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren entfällt diese Sequenz Heizen - Kühlen
inklusiv Totzone, wodurch die Regelqualität höher und der Energieverbrauch gesenkt
wird.
Besonders vorteilhaft ist es, die Kühlung der Betondecke mit Luft überwiegend
nachts vorzunehmen, da nachts zum einen günstiger Nachtstrom genutzt werden kann
und zum anderen die Nachttemperatur zur Auskühlung durchschnittlich kühler ist als
die Tagestemperatur. Somit wird der "Speicher" Betondecke ca. acht Stunden pro
Tag "aufgeladen", wohingegen für die "Entladung" 16 Stunden pro Tag zur Verfü
gung stehen. Somit können die erforderlichen Kosten wesentlich reduziert werden,
da zum Beispiel keine hohen Kühllastspitzen mit einer wassergekühlten Kühldecke
spontan, d. h. zum Zeitpunkt des Entstehens, abgeführt werden müssen.
Bevorzugt wird, vorzugsweise bei besetzten Räumen, als Kühlmedium Außenluft
ohne Umluftbeimischung verwendet. Das heißt, daß mit Frischluft gekühlt wird,
wobei sich für den Volumenstrom eine flächenbezogene Außenluftrate von ca. 5 bis
12 m³/hm² als vorteilhaft herausgestellt hat.
Vorteilhaft kann das Kühlmedium Luft auch gefiltert werden, falls dies erforderlich
ist. Desweiteren ist es vorteilhaft, das Kühlmedium Luft zu erwärmen, falls zum
Beispiel sehr kalte Außenluft verwendet wird, da es im allgemeinen nicht wünschens
wert ist, eine Kühlung mit sehr kalter Luft vorzunehmen. Natürlich kann auch bei
höheren Außentemperaturen eine Kühlung des Kühlmediums Luft, zum Beispiel mit
Kaltwasser, erfolgen. Desweiteren ist es vorteilhaft, um eine möglichst komfortable
Kühlung zu erreichen, daß die als Kühlmedium verwendete Luft be- bzw. entfeuchtet
wird.
Besonders bevorzugt erfolgt die Kühlung der Oberfläche der Betondecke dadurch,
daß durch das Kühlmedium Luft der Kern der Betondecke gekühlt wird und somit,
bedingt durch die gute Wärmeleitfähigkeit von Beton, eine Kühlung der Decke
erfolgen kann.
Vorteilhaft wird das Kühlmedium Luft nach Kühlung der Betondecke einem Raum
bzw. mehreren Räumen, insbesondere dem gekühlten Raum bzw. den gekühlten
Räumen, als Zuluft zugeführt, so daß keine zusätzlichen Rohre für die Frischluft
zufuhr erforderlich sind.
Bevorzugt wird die Zuluft dem Raum bzw. den Räumen als Quelluft zugeführt, um
so zu verhindern, daß sich ausgeprägte Strömungsrichtungen ausbilden und einen
gemeinhin als nachteilig empfundenen "Zug" verursachen. Die Luftverteilung ist
aber auch in Form einer diffusen Raumluftströmung und anderen Formen der
Luftverteilung möglich.
Vorteilhaft wird, vorzugsweise bei unbesetzten Räumen, zur Vorwärmung des
Kühlmediums Umluft verwendet, da so eine Vorwärmung der zeitweise sehr kalten
Außenluft sehr energiesparend durchgeführt werden kann.
Bevorzugt erfolgt die Erwärmung der Zuluft energiesparend durch die Kühlung der
Decke, d. h. daß die der Betondecke entnommene Wärme zur Erwärmung, ins
besondere zur Nachwärmung, der Zuluft verwendet wird.
Besonders bevorzugt wird die Decken-Kühlluft in Abhängigkeit von den Stellungen
von Temperaturregeleinrichtungen der Heizkörper des bzw. der zu kühlenden Räume
eingestellt. Dadurch kann die Kühlung so vorgenommen werden, daß sie auf die
gewünschten Temperaturen der einzelnen Räume abgestimmt ist.
Besonders bevorzugt kann die Temperatur und/oder die Menge der Decken-Kühlluft
eingestellt werden, so daß durch diese Einstellungen eine Veränderung der Kühllei
stung vorgenommen werden kann.
Vorteilhaft wird die Temperatur und/oder die Menge der Decken-Kühlluft in Abhän
gigkeit vom Mittelwert der ermittelten Stellungen der Temperaturregeleinrichtungen
der Heizkörper eingestellt. Dies ist vorteilhaft, da hierdurch die optimale gewünschte
mittlere Kühlleistung ermittelt werden kann. Desweiteren ist es vorteilhaft, be
stimmte untere und obere Grenzwerte für die Temperatur und/oder Menge der
Decken-Kühlluft vorzusehen, um so einen Betrieb des Kühlsystems innerhalb
vernünftiger Grenzen sicherzustellen. Es ist auch denkbar, die oben genannten
Einstellungen anhand von Daten vorzunehmen, welche in Referenzräumen ermittelt
werden.
Besonders bevorzugt werden zur Einstellung der Decken-Kühlluft die Stellungen von
Heizkörperventilen bzw. Raumthermostaten berücksichtigt, da diese ausschlaggebend
für die gewünschte Raumtemperatur sind.
Bevorzugt werden die Stellungen der Temperaturregeleinrichtungen über eine
Datenleitung, wie zum Beispiel ein Bussystem, zu einem zentralen Rechner über
mittelt, welcher dann die Steuerung der Parameter der Decken-Kühlluft in Abhängig
keit von den ihm übermittelten Daten vornehmen kann.
Vorteilhaft wird die Decken-Kühlluft so geregelt, daß eine bestimmte Temperatur des
Raumes zu einem bestimmten Zeitpunkt, wie zum Beispiel zum Beginn der Bürozeit,
erreicht werden kann.
Besonders bevorzugt werden für die individuelle Beheizung der einzelnen Räume nur
Heizkörper am Fenster verwendet, welche über Heizkörperventile und einstellbare
Raumthermostaten geregelt werden können. Bisher war es bei Räumen, welche neben
einer Beheizung auch mit einer raumlufttechnischen Anlage ausgestattet waren,
üblich, die Zuluft über Nachwärmer bzw. über den Volumenstrom zu regeln. Diese
zusätzlichen Geräte, wie Nachwärmer bzw. Volumenstromregler und die dazugehöri
gen Regeleinrichtungen für die raumlufttechnische Anlage sind jedoch sehr teuer und
können bei dem erfindungsgemäßen Verfahren entfallen. Somit kann die individuelle
Beheizung nur über die Heizkörper, Heizkörperventile und Thermostate erfolgen.
Das System zum Kühlen eines Raumes oder mehrerer Räume weist eine im wesentli
chen freiliegende Betondecke auf, in welcher Rohre zur Führung von kühlender Luft
verlegt sind. Dadurch ist sichergestellt, daß die oben beschriebenen Vorteile des
erfindungsgemäßen Kühlverfahrens erreicht werden können.
Besonders bevorzugt bestehen die Rohre zur Führung der kühlenden Luft aus gut
wärmeleitendem Material, wie zum Beispiel Aluminium oder einem geeigneten
Kunststoff.
Da die luftseitige Wärmeübergangszahl wesentlich geringer als die wasserseitige
Wärmeübergangszahl ist, ist eine luftseitige Flächenvergrößerung der Kühlrohre zur
Verbesserung der Wärmeübergangszahl erforderlich. Besonders bevorzugt wird dies
dadurch erreicht, daß die Rohre an ihrer Innenseite Rippen aufweisen. Natürlich ist
es auch vorteilhaft, an der Außenseite der Rohre Rippen vorzusehen, um den
Wärmedurchgang zu erhöhen.
Vorteilhaft weisen die Rohre einen Durchmesser von 60 bis 100 mm auf.
Besonders bevorzugt werden die Rohre direkt in den Beton eingegossen, um so eine
günstige Lage der Rohre sicherzustellen und die Wärmeleitung zu verbessern.
Erfindungsgemäße Kühlrohre werden anhand von bevorzugten Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die nachstehenden Zeichnungen im einzelnen erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein Kühlrohr mit inneren Rippen;
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine alternative Ausführungsform eines
Kühlrohrs mit inneren Rippen; und
Fig. 3 einen Querschnitt durch ein Kühlrohr mit inneren und äußeren Rip
pen.
Das in Fig. 1 dargestellte Kühlrohr 1 weist einen in etwa kreisförmigen Querschnitt
auf, wobei sich in gleichen Abständen von der Innenseite des Kühlrohres 1 einzelne
Kühlrippen 2 zur Mitte hin erstrecken. Die zwischen den einzelnen Kühlrippen 2
liegenden Wandstücke des Rohres 1 sind nach außen gewölbt, um so eine Erhöhung
der Oberfläche zur Erhöhung des Wärmedurchgangs zu erreichen. Die einzelnen
Kühlrippen 2 ragen bis zu etwa 1/4 des Durchmessers des Kühlrohres 1 in Richtung
des Mittelpunktes in das Kühlrohr 1 hinein und weisen eine Dicke auf, welche in
etwa der Dicke der Außenwand des Kühlrohres 1 entspricht.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, kann das Kühlrohr 1 auch eine nicht gewellte äußere
Oberfläche aufweisen, also rohrartig ausgebildet sein. Auch bei diesem Kühlrohr 1
sind auf der Innenseite des Kühlrohres 1 Kühlrippen 2 ausgebildet, welche in etwa
wie die in Fig. 1 gezeigten angeordnet sind.
Das in Fig. 3 gezeigte Kühlrohr 1 weist, wie das Kühlrohr aus Fig. 1, an seiner
Innenseite innere Rippen 2 auf. Desweiteren sind an der Außenseite des Kühlrohres
1 äußere Rippen 3 vorgesehen, um somit den Wärmedurchgang vom Kühlrohr 1 über
die äußeren Rippen 3 zur Betondecke zu erhöhen und somit eine bessere Kühlung der
das Rohr 1 bzw. die äußeren Rippen 3 umgebenden Betondecke zu erreichen.
Claims (24)
1. Verfahren zum Kühlen eines Raumes oder mehrerer Räume mit einem
fluiden Kühlmedium, welches in einer im wesentlichen freiliegenden Be
tondecke des Raumes bzw. der Räume in Rohren geführt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
als Kühlmedium Luft verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlung der
Betondecke mit Luft zumindest zeitweise in den Nachtstunden erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß, vorzugs
weise bei besetzten Räumen, als Kühlmedium Außenluft ohne Umluft
beimischung verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die flächenbezogene Außenluftrate in dem Bereich von 5 bis
12 m³/hm² liegt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Kühlmedium Luft gefiltert oder erwärmt bzw. gekühlt
oder be- bzw. entfeuchtet wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kühlung der Oberfläche der Betondecke dadurch erfolgt,
daß der Kern der Betondecke gekühlt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Kühlmedium Luft nach Kühlung der Betondecke einem
Raum bzw. mehreren Räumen, insbesondere dem betreffenden Raum bzw.
den betreffenden Räumen, als Zuluft zugeführt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Zuluft dem Raum bzw. den Räumen als Quelluft oder als
diffuse Raumluftströmung zugeführt wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß, vorzugsweise bei unbesetzten Räumen, zur Vorwärmung
des Kühlmediums Umluft verwendet wird.
10. Verfahren nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die der Betondecke entnommene Wärme zur Erwärmung, ins
besondere zur Nachwärmung, der Zuluft verwendet wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stellungen von Temperaturregeleinrichtungen der Heiz
körper des Raumes bzw. der Räume ermittelt werden, und daß die
Decken-Kühlluft in Abhängigkeit von den ermittelten Stellungen eingestellt
wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Temperatur und/oder Menge der Decken-Kühlluft einge
stellt wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Temperatur und/oder Menge der Decken-Kühlluft in Ab
hängigkeit vom Mittelwert der ermittelten Stellungen und/oder einer Mini
mal-/Maximalbegrenzung eingestellt wird.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß als Temperaturregeleinrichtungen Heizkörperventile bzw.
Raumthermostate verwendet werden.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß Signale für die Stellungen der Temperaturregeleinrichtungen
über eine Datenleitung, insbesondere ein Bussystem, zu einem zentralen
Rechner übermittelt werden.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Decken-Kühlluft so geregelt wird, daß eine bestimmte
Temperatur des Raumes zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht werden
kann.
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß für die individuelle Beheizung der einzelnen Räume
ausschließlich Heizkörper am Fenster verwendet werden, die über Heiz
körperventile und einstellbare Raumthermostaten geregelt werden können.
18. System zum Kühlen eines Raumes bzw. mehrerer Räume mit einer im
wesentlichen freiliegenden Betondecke des Raumes und Rohren zur Füh
rung von kühlender Luft in der Decke.
19. System nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohre aus gut
wärmeleitendem Material bestehen.
20. System nach einem der Ansprüche 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rohre aus Metall, insbesondere aus Aluminium, bestehen.
21. System nach einem der Ansprüche 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rohre aus Kunststoff bestehen.
22. System nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rohre an ihrer Innen- und/oder Außenseite Rippen aufweisen, um den
Wärmedurchgang zu erhöhen.
23. System nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rohre einen Durchmesser von weniger als 150 mm, insbesondere von
60 bis 100 mm, aufweisen.
24. System nach einem der Ansprüche 18 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rohre direkt in den Beton eingegossen werden.
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|---|---|---|---|
| DE19609641A DE19609641C2 (de) | 1996-03-12 | 1996-03-12 | Verfahren und System zum Kühlen eines Raumes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19609641A DE19609641C2 (de) | 1996-03-12 | 1996-03-12 | Verfahren und System zum Kühlen eines Raumes |
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| DE19609641C2 DE19609641C2 (de) | 1999-05-06 |
Family
ID=7788022
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19609641A Expired - Lifetime DE19609641C2 (de) | 1996-03-12 | 1996-03-12 | Verfahren und System zum Kühlen eines Raumes |
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