[go: up one dir, main page]

DE19609608A1 - Verfahren zur Ermittlung der durch den magnetischen Fluß in einem Schaltrelais in einem Hallsensorelement erzeugten Hallspannung - Google Patents

Verfahren zur Ermittlung der durch den magnetischen Fluß in einem Schaltrelais in einem Hallsensorelement erzeugten Hallspannung

Info

Publication number
DE19609608A1
DE19609608A1 DE1996109608 DE19609608A DE19609608A1 DE 19609608 A1 DE19609608 A1 DE 19609608A1 DE 1996109608 DE1996109608 DE 1996109608 DE 19609608 A DE19609608 A DE 19609608A DE 19609608 A1 DE19609608 A1 DE 19609608A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
armature
voltage
relay
magnetic core
hall
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE1996109608
Other languages
English (en)
Other versions
DE19609608C2 (de
Inventor
Armin Dr Ing Kunz
Roger Dipl Ing Seemeyer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
Priority to DE1996109608 priority Critical patent/DE19609608C2/de
Priority to ITMI970380 priority patent/IT1290545B1/it
Priority to ES9700538A priority patent/ES2120386B1/es
Publication of DE19609608A1 publication Critical patent/DE19609608A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE19609608C2 publication Critical patent/DE19609608C2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H47/00Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current
    • H01H47/002Monitoring or fail-safe circuits
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H47/00Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current
    • H01H47/02Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for modifying the operation of the relay
    • H01H47/04Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for modifying the operation of the relay for holding armature in attracted position, e.g. when initial energising circuit is interrupted; for maintaining armature in attracted position, e.g. with reduced energising current
    • H01H2047/046Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for modifying the operation of the relay for holding armature in attracted position, e.g. when initial energising circuit is interrupted; for maintaining armature in attracted position, e.g. with reduced energising current with measuring of the magnetic field, e.g. of the magnetic flux, for the control of coil current

Landscapes

  • Measuring Instrument Details And Bridges, And Automatic Balancing Devices (AREA)
  • Measuring Magnetic Variables (AREA)
  • Switches That Are Operated By Magnetic Or Electric Fields (AREA)
  • Relay Circuits (AREA)

Description

Stand der Technik
Die Erfindung geht von einem Verfahren zur Ermittlung der durch den magnetischen Fluß in einem Schaltrelais in einem Hallsensorelement erzeugten Hallspannung nach der im Oberbe­ griff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung aus.
Aus der DE 41 29 265 A1 ist ein elektromagnetisches Schalt­ gerät mit einem Klappankermagnetkern bekannt, bei dem der Magnetkern mit einem Magnetflußsensor zur Ermittlung einer dem magnetischen Fluß proportionalen Größe verbunden ist. Als Magnetflußsensor wird ein Hallsensorelement verwandt, das außen an dem Magnetkern angebracht ist und das um den Magnetkern herum existierende Streufeld registriert. Im ge­ öffneten Zustand ist der Anker durch einen Luftspalt vom Ma­ gnetkern getrennt. Zum Schließen des Schaltgerätes wird der Erregerspule eine entsprechend große Leistung durch eine Er­ höhung der Spulenspannung zugeführt. Der Anker wird nun durch das magnetische Feld in Richtung des Magnetkerns ange­ zogen bis er auf dem Magnetkern aufliegt. Durch diese Anker­ bewegung wird der magnetische Widerstand des Magnetkreises und damit der magnetische Fluß verändert. Die Änderung des magnetischen Flusses wird durch eine in einem Hallsensorele­ ment durch das magnetische Streufeld hervorgerufene Hall­ spannung ermittelt, die proportional zum magnetischen Fluß ist. Diese Hallspannung wird als Eingangsgröße mit einer elektronischen Regeleinrichtung verbunden. Über die Regel­ einrichtung wird die der Erregerspule zugeführte Spannung kontinuierlich geregelt und die Verlustleistung reduziert. Das bekannte Verfahren wird zur Regelung der Spulenspannung eines Schaltgerätes benutzt, wobei das Hallsensorelement im­ mer mit dem Magnetkern des Schaltgerätes fest verbunden ist.
Vorteile der Erfindung
Das erfindungsgemäße Verfahren mit den kennzeichnenden Merk­ malen des Hauptanspruchs hat den Vorteil, daß bei einem elektromagnetischen Relais, welches eine aus zwei Festkon­ takten und einem beweglichen Kontakt bestehende Kontaktein­ richtung aufweist, die Anker-Anzugsspannung und die Anker- Durchzugsspannung exakt gemessen werden können. Die Anker- Anzugsspannung ist der Spannungswert der Spulenspannung, bei welchem ein mit dem Anker des Relais über ein Kontaktfeder­ blatt verbundener beweglicher Kontakt einen Festkontakt im geschlossenen Zustand des Schaltrelais kontaktiert, während die Anker-Durchzugsspannung der Wert der Spulenspannung ist, bei dem der Anker den Magnetkern der Spule unter Bildung ei­ nes geschlossenen Magnetkreises berührt. Da beide Spannungs­ werte die Schaltdynamik und den Arbeitsbereich des jeweili­ gen Relaistyps kennzeichnen, ist ihre genaue Kenntnis zur exakten Ansteuerung eines Relais unerläßlich. So ist es zum Beispiel bei einer genauen Kenntnis der Anker-Anzugsspannung möglich, die Spulenspannung so auszusteuern, daß ihr Wert im geöffneten Zustand des Schaltrelais etwas niedriger als die Anker-Anzugsspannung ist. Bereits durch eine kleine Erhöhung der Spulenspannung kann nun das Relais in den geschlossenen Zustand geschaltet werden, wodurch sich die vom Relais benö­ tigte Umschaltzeit ganz erheblich verkürzt. Außerdem ist si­ chergestellt, daß ein versehentliches Abheben des Ankers und eine damit verbundene Unterbrechung des elektrischen Kontak­ tes nicht möglich ist, da entweder die Spule so ausgelegt werden kann, oder die Spulenspannung im geschlossenen Zu­ stand des Relais so ausgesteuert werden kann, daß die Spu­ lenspannung immer über dem gemessenen Wert für die Anker- Anzugsspannung liegt.
Weitere Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens bestehen darin, daß mit dem Hallsensorelement ein berührungsloses Messen der charakteristischen Kenngrößen des Relais möglich ist. Die Messung kann daher unabhängig vom Relaistyp mit der gleichen Meßvorrichtung nach demselben Verfahren durchge­ führt werden. Entscheidend dabei ist nur, daß der Hallsensor das magnetische Streufeld des Relais erfaßt. Eine verfäl­ schende Beeinflussung des Meßergebnisses durch fertigungs­ technische Größen ist daher ausgeschlossen. Vorteilhaft ist außerdem, daß das Meßverfahren eine große Reproduzierbarkeit aufweist, temperaturunabhängig ist und darüber hinaus si­ cher, schnell und einfach durchgeführt werden kann.
Vorteilhaft ist weiterhin, wenn das Hallsensorelement 2, wie in den Unteransprüchen 3 und 4 dargestellt, über dem Anker in direkter Nähe zu dem Luftspalt, durch welchen im unbetä­ tigten Zustand des Relais 1 der Anker 3 vom Magneten 6 beab­ standet wird, und in Verlängerung der Achse des Magnetkerns positioniert wird, da hierdurch das Streufeld durch das Hallsensorelement besonders gut erfaßt wird.
Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Relais mit dem Hallsensor­ element,
Fig. 2 ein Meßdiagramm, in welchem die Spulenspannung und die davon abhängige Hallspannung in Abhängigkeit von der Zeit aufgetragen sind.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
In Fig. 1 ist ein elektromagnetisches Relais 1 in an sich bekannter Bauweise dargestellt. Das Relais 1 umfaßt einen mit einem im Durchmesser reduzierten Ansatz 13 versehenen Magnetkern 6, welcher von einer aus Spulendraht gewickelten Spule 7 umhüllt wird. Der Magnetkern 6 durchdringt die Spule 7 und ragt mit seinem dem Ansatz 13 gegenüberliegenden Ende 16 etwas über die Spule 7 hinaus. Der Magnetkern 6 ist mit einem L-förmigen Joch 4 verbunden, welches einen Schenkel 18 und einen von diesem rechtwinklig abgebogenen Schenkel 17 aufweist. Der Magnetkern 6 durchdringt mit dem Ansatz 13 ei­ ne in dem Schenkel 17 vorgesehene Öffnung und ist mit dem Schenkel 17 fest verbunden. Der andere Schenkel 18 weist an seinem dem Winkelbereich des Jochs 4 abgewandten Ende ein Widerlager 9 auf, an welchem ein Anker 3 schwenkbar gelagert ist. Der Anker 3 ist als Klappanker so konstruiert, daß er in Richtung des Magnetkerns 6 geschwenkt werden kann, bis er diesen mit seiner Unterseite 15 an dem dafür vorgesehenen Ende 16 des Magnetkerns 6 berührt. Um den Anker 3 im unbetä­ tigten Zustand des Relais vom Magnetkern 3 zu lösen, ist der Anker mit einer Feder 8 verbunden. Die Feder 8 ist mit ihrem einen Ende an einem Steg 27 des Ankers 3 und mit ihrem ande­ ren Ende an einem vom Joch 4 abstehenden Zapfen 28 befe­ stigt. An dem Ende des Ankers 4, welches dem Steg 27 gegen­ überliegt, ist ein dünnes Kontaktfederblech 5 aus einem ela­ stischen Material mit seinem einen Ende auf der Oberseite des Ankers 3 so angebracht, daß es den Anker 3 über dessen Ende hinaus in Richtung einer aus zwei Festkontakten 11 und 12 bestehenden Kontakteinrichtung verlängert. Am anderen En­ de des Kontaktfederblechs 5 ist ein Schaltkontakt 10 ange­ bracht, welcher mit dem Festkontakt 11 im unbetätigten Zu­ stand des Relais und mit dem weiteren Festkontakt 12 im be­ tätigten Zustand des Relais in elektrischen Kontakt gebracht wird. Die Festkonkakte 11 und 12 sind an einer aus einem Isolierstoff bestehenden Wand 19 befestigt, welche wiederum an dem Schenkel 17 des Jochs 4 befestigt ist. Die Isolier­ wand 19 weist mit den Festkontakten 11 und 12 verbundene An­ schlüsse 21 und 22, einen mit dem Schaltkontakt 10 elek­ trisch verbundenen Anschluß 20 sowie Anschlüsse 23 für die Erregerspule 7 auf.
Im unbetätigten Zustand löst die Feder 8 den Anker 3 vom En­ de 16 des Magnetkerns 6 bis der über das Kontaktfederblech 5 mit dem Anker 3 verbundene Schaltkontakt 10 gegen den Fest­ kontakt 11 gedrückt wird. In diesem Fall besteht zwischen den Anschlüssen 21 und 20 eine geschlossenen elektrische Verbindung. Wird nun an die Spule 7 eine Spannung angelegt, so wird in Abhängigkeit von der Größe der Spulenspannung der Anker 3 durch das magnetische Feld der Spule 7 in Richtung des Magnetkerns 6 gezogen, bis der Schaltkontakt 10 den Festkontakt 12 berührt und dadurch das Relais betätigt wird. In diesem Fall besteht zwischen den Anschlüssen 22 und 20 eine geschlossene elektrische Verbindung. Im betätigten Zu­ stand berührt der Anker 3 noch nicht den Magnetkern 6, son­ dern ist weiterhin durch einen nun kleineren Luftspalt von diesem beabstandet. Die Spulenspannung, die notwendig ist um den Schaltkontakt 10 mit dem Festkontakt 12 in Kontakt zu bringen, definiert die Anzugsspannung UA des Relais. Wird nun die Spulenspannung über den Wert der Anzugsspannung UA hinaus erhöht, so wird der Anker 3 weiter durch das magneti­ sche Feld der Spule 7 angezogen, wobei sich das Kontaktfe­ derblech 5 elastisch durchbiegt. Beim einem Wert der Spulen­ spannung, welcher der Durchzugsspannung UD des Relais ent­ spricht, wird der Anker so weit in Richtung des Magnetkerns 6 geschwenkt, daß er diesen an dem Ende 16 berührt. Hier­ durch sinkt der magnetische Widerstand in dem über den Ma­ gnetkern 6, das Joch 4 und den Anker 3 geschlossenen Magnet­ kreis erheblich ab. Der in diesem Ausführungsbeispiel darge­ stellte Relaistyp ist nur ein spezieller von vielen bekann­ ten Relaiseinrichtungen, bei denen ein mit einem Kontaktfe­ derelement versehener Anker durch einen Magnetkern angezogen wird. Das im folgenden vorgestellte Meßverfahren ist deshalb keinesfalls auf das obige Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern kann bei allen Relaiseinrichtungen, bei denen ein Anker durch das Magnetfeld einer Spule in Schließrichtung betätigt wird, angewandt werden.
Das Meßverfahren zur Bestimmung der spezifischen Kenngrößen der Anzugsspannung UA und der Durchzugspannung UD des Relais wird wie folgt durchgeführt. Zunächst wird ein Hallsensor­ element 2 in der Nähe des Relais so positioniert, daß das Hallsensorelement 2 von den magnetischen Feldlinien des durch die Magnetspule 7 erzeugten Streufeldes durchdrungen wird. Vorteilhafter Weise wird, wie in Fig. 1 gezeigt, das Hallsensorelement 2 über dem Anker 3 in direkter Nähe zu dem Luftspalt, durch welchen im unbetätigten Zustand des Relais 1 der Anker 3 vom Magneten 6 beabstandet wird, und in Ver­ längerung der Achse des Magnetkerns 6 positioniert. Das Hallsensorelement 2 weist Anschlüsse 24 auf, an denen die Hallspannung abgegriffen werden kann. Die Anschlüsse 24 sind mit einem Bandpaßfilter und einer Auswerteelektronik verbun­ den, welche die genaue Messung der in dem Hallsensorelement erzeugten Hallspannung UH ermöglichen. Die Anschlüsse 23 des Relais 1 sind mit einer in der Fig. 1 nicht dargestellten Gleichspannungsquelle verbunden, durch welche die Erreger­ spule 7 mit einer Spulenspannung Q beaufschlagt wird. Zur Durchführung des Meßverfahrens wird die Spulenspannung US kontinuierlich ausgehend von 0V erhöht. Im unbetätigten Zu­ stand des Relais, also bei einer Spannung US von 0V, wird das mit dem Anker 3 verbundene Kontaktfederblatt 5 mit dem Schaltkontakt 10 gegen den Festkontakt 11 gedrückt. Eine kontinuierliche Erhöhung der Spulenspannung US bewirkt, daß das in dem Magnetkern 6 geführte Magnetfeld der Spule 7 und das durch den Hallsensor erfaßte Streufeld kontinuierlich ansteigen. Mit steigender Spulenspannung US steigt deshalb auch die zum Magnetfeld proportionale Hallspannung UH an. Dieser Zusammenhang ist in dem Meßdiagramm 30, welches qua­ litativ in Fig. 2 dargestellt ist, erkennbar. In dem in Fig. 2 gezeigten Meßdiagramm 30 sind die Spulenspannung US und die Hallspannung UH in Abhängigkeit von der Zeit aufgetra­ gen. Alternativ ist es auch möglich die Hallspannung direkt über der Spulenspannung in einem Meßdiagramm aufzutragen oder eine andere geeignete Auftragungsart zu wählen. In dem in Fig. 2 gezeigten Diagramm sind auf der Ordinate die Span­ nungswerte U von Spulenspannung US und Hallspannung UH auf­ getragen und auf der Abszisse die Zeit t. Die Ordinatenwerte der Hallspannung sind dabei anders als die Werte für die Spulenspannung skaliert. In dem hiergezeigten Diagramm ist zum Beispiel die Steigerung der Hallspannung mit einem nega­ tiven Vorzeichen versehen. Es sind aber auch andere Auftra­ gungsarten möglich. Entscheidend ist, daß die sprunghafte Änderung der Hallspannung UH möglichst gut in dem Diagramm erkennbar ist. Bei einem bestimmten Wert der Spulenspannung ist die durch das Magnetfeld auf den Anker 3 einwirkende Kraft nun größer als die Spannkraft der Feder 8. In diesem Moment wird der Anker 3 in Richtung des Magnetkerns 6 be­ wegt, bis der Schaltkontakt 10 den Festkontakt 12 berührt. Die sprunghafte Bewegung des Ankers 3 bewirkt eine plötzli­ che Verkleinerung des Luftspalts zwischen Anker 3 und Ma­ gnetkern 6 und damit eine plötzliche Veränderung des magne­ tischen Widerstandes und des magnetischen Flusses durch die Spule. Dies wiederum bedingt eine sprunghafte Änderung des Streufeldes und der Hallspannung UH. Aus der sprunghaften Änderung der Hallspannung UH kann im Meßdiagramm 30 die Spulenspannung genau ermittelt werden, welche zur Bewegung des Ankers 3 führt. Zu diesem Zweck wird aus dem Meßdiagramm 30 der Meßpunkt M1 abgelesen, bei welchem die sprunghafte Ände­ rung der Hallspannung auftritt. Aus der auf der Ordina­ tenachse abgetragenen Spannungskoordianate des Meßpunktes M1 ergibt sich dann der Wert der Spulenspannung, welcher der Anker-Anzugsspannung UA entspricht. Bei einer weiteren Erhö­ hung der Spulenspannung über den Wert für die Anker-Anzugs­ spannung UA hinaus, wird nun durch die magnetische Anzie­ hungskraft das Kontaktfederblech 5 elastisch durchgebogen, bis schließlich bei einem Wert der Spulenspannung, welcher der Anker-Anzugsspannung UD entspricht, der Anker 3 mit sei­ ner Unterseite 15 das Ende 16 des Magnetkerns 6 berührt. In diesem Augenblick wird der Magnetkreis durch den Kern 6, das Joch 4 und den Anker 3 geschlossen, was ebenfalls einen zweiten sprunghaften Anstieg des Magnetfeldes bewirkt. Die­ ser zweite sprunghafte Anstieg führt wiederum zu einer wei­ teren sprunghaften Änderung der Hallspannung UH im Meßdia­ gramm 30. Aus dem Ordiantenwert des zugehörigen Meßpunktes M2 kann die Anker-Anzugsspannung UD genau abgelesen werden.

Claims (4)

1. Verfahren zur Ermittlung der durch den magnetischen Fluß in einem Schaltrelais (1) in einem Hallsensorelement (2) er­ zeugten Hallspannung, wobei das Schaltrelais (1) einen von einer Erregerspule (7) umhüllten Magnetkern (6) und einen mit dem Magnetkern (6) in Kontakt bringbaren Anker (3) um­ faßt, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (3) mit einem elastisch biegsamen Kontaktfederelement (5) verbunden ist, welches einen zwischen zwei Festkontakten (11,12) angeordne­ ten und mit den Festkontakten (11,12) in elektrischen Kon­ takt bringbaren Schaltkontakt (10) aufweist, und daß aus den von der Spulenspannung abhängigen Hallspannungswerten ein Meßdiagramm (30) erstellt wird, aus welchem eine in Abhän­ gigkeit von der Spulenspannung (US) durch eine die Magnet­ feldstruktur verändernde Bewegung des Ankers (3) auftreten­ de, sprunghafte Änderung der Hallspannung (UH) ablesbar ist und zur Meßwertbestimmung von Anker-Anzugsspannung (UA) und Anker-Durchzugsspannung (UD) benutzt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltrelais (1) einen von einer Erregerspule (7) umhüllten Magnetkern (6) und ei­ nen mit einem elastisch biegsamen Kontaktfederelement (5), welches einen zwischen zwei Festkontakten (11,12) angeordne­ ten und mit den Festkontakten (11,12) in elektrischen Kon­ takt bringbaren Schaltkontakt (10) aufweist, verbundenen An­ ker (3) umfaßt, der nach einem ersten Ankerstellwert, bei welchem der Schaltkontakt (10) das Schaltrelais (1) betä­ tigt, bei einem zweiten Ankerstellwert mit dem Magnetkern (6) in Kontakt bringbar ist, und daß ein das magnetische Streufeld des Schaltrelais (1) erfassendes Hallsensorelement (2) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Hallsensorelement (2) in direkter Nähe zum Luftspalt po­ sitioniert wird, durch welchen im unbetätigten Zustand des Relais (1) der Anker (3) vom Magnetkern (6) beabstandet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Hallsensorelement (2) in Achsrichtung des Magnetkerns (6) dem Relais (1) und dem Anker (3) gegenüberliegend ange­ ordnet ist.
DE1996109608 1996-03-12 1996-03-12 Verfahren zur Messung der Anker-Anzugspannung und der Anker-Durchzugsspannung eines Schaltrelais Expired - Fee Related DE19609608C2 (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1996109608 DE19609608C2 (de) 1996-03-12 1996-03-12 Verfahren zur Messung der Anker-Anzugspannung und der Anker-Durchzugsspannung eines Schaltrelais
ITMI970380 IT1290545B1 (it) 1996-03-12 1997-02-21 Procedimento per determinare la tensione di hall prodotta mediante il flusso magnetico in un relais interruttore in un elemento sensore
ES9700538A ES2120386B1 (es) 1996-03-12 1997-03-12 Procedimiento para la determinacion de la tension de hall generada por el flujo magnetico en un rele de conmutacion en un elemento sensor de hall.

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1996109608 DE19609608C2 (de) 1996-03-12 1996-03-12 Verfahren zur Messung der Anker-Anzugspannung und der Anker-Durchzugsspannung eines Schaltrelais

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE19609608A1 true DE19609608A1 (de) 1997-09-18
DE19609608C2 DE19609608C2 (de) 2001-05-23

Family

ID=7788006

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1996109608 Expired - Fee Related DE19609608C2 (de) 1996-03-12 1996-03-12 Verfahren zur Messung der Anker-Anzugspannung und der Anker-Durchzugsspannung eines Schaltrelais

Country Status (3)

Country Link
DE (1) DE19609608C2 (de)
ES (1) ES2120386B1 (de)
IT (1) IT1290545B1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7116541B2 (en) 2001-11-08 2006-10-03 Siemens Aktiengesellschaft Method and apparatus for reducing the switching noise of an electromagnetic switching device
US9852867B2 (en) * 2012-06-12 2017-12-26 Fujitsu Limited Current sensor

Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3246739A1 (de) * 1981-12-21 1983-06-30 General Electric Co., Schenectady, N.Y. Schaltschuetz mit flussfuehler
DE3637133A1 (de) * 1985-11-14 1987-05-21 Westinghouse Electric Corp Magnetische sensorvorrichtung zur ueberwachung des magnetfeldes in einem luftspalt
DE4129265A1 (de) * 1991-08-30 1993-03-04 Mannesmann Ag Elektromagnetisches schaltgeraet
DE4314009A1 (de) * 1993-04-23 1994-11-03 System Elektronik Gmbh Berlin Schaltung
DE4430867A1 (de) * 1994-08-31 1996-03-07 Licentia Gmbh Schaltungsanordnung zur Regelung des elektromagnetischen Antriebes eines Schaltgerätes

Family Cites Families (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2906945A (en) * 1952-11-12 1959-09-29 Siemens Ag Apparatus for effecting an electric control in response to a magnetic field
US3482163A (en) * 1967-05-24 1969-12-02 Tektronix Inc Magnetic signal measuring device including degaussing means
US4450427A (en) * 1981-12-21 1984-05-22 General Electric Company Contactor with flux sensor
US4456943A (en) * 1982-05-24 1984-06-26 Ga Technologies Inc. Current sensing relay

Patent Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3246739A1 (de) * 1981-12-21 1983-06-30 General Electric Co., Schenectady, N.Y. Schaltschuetz mit flussfuehler
DE3637133A1 (de) * 1985-11-14 1987-05-21 Westinghouse Electric Corp Magnetische sensorvorrichtung zur ueberwachung des magnetfeldes in einem luftspalt
DE4129265A1 (de) * 1991-08-30 1993-03-04 Mannesmann Ag Elektromagnetisches schaltgeraet
DE4314009A1 (de) * 1993-04-23 1994-11-03 System Elektronik Gmbh Berlin Schaltung
DE4430867A1 (de) * 1994-08-31 1996-03-07 Licentia Gmbh Schaltungsanordnung zur Regelung des elektromagnetischen Antriebes eines Schaltgerätes

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7116541B2 (en) 2001-11-08 2006-10-03 Siemens Aktiengesellschaft Method and apparatus for reducing the switching noise of an electromagnetic switching device
US9852867B2 (en) * 2012-06-12 2017-12-26 Fujitsu Limited Current sensor

Also Published As

Publication number Publication date
ES2120386A1 (es) 1998-10-16
ITMI970380A1 (it) 1998-08-21
DE19609608C2 (de) 2001-05-23
ES2120386B1 (es) 1999-04-16
IT1290545B1 (it) 1998-12-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE68912639T2 (de) Hall-Effekt-Lagebestimmungssystem und -vorrichtung.
DE69108394T2 (de) Elektronischer hilfskontakt für einen schütz.
DE3913222C2 (de) Elektromagnetische Richtungssteuerventile
DE69211580T2 (de) Schlagschrauber mit Drehmomentreglung
EP1082586A1 (de) Verfahren zur erfassung der position und/oder der bewegungsgeschwindigkeit eines zwischen zwei schaltstellungen hin und her bewegbaren stellelements
EP0118591A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Aktivieren einer elektromagnetischen Stelleinrichtung
WO1998038656A1 (de) Verfahren zur bewegungserkennung, insbesondere zur regelung der ankerauftreffgeschwindigkeit an einem elektromagnetischen aktuator sowie aktuator zur durchführung des verfahrens
DE3246739A1 (de) Schaltschuetz mit flussfuehler
DE8517733U1 (de) Magnetfeldabhängiger, induktiver Näherungsschalter
EP1651485B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung und/oder justage eines elektromagnetisch ansteuerbaren stellgeräts
DE8112148U1 (de) Kontaktloser, elektrischer steuergriff
EP3361491A1 (de) Schaltungsanordnung zum betreiben mindestens eines relais
DE3210550C2 (de) Ventilbetätigungsvorrichtung, insbesondere für Vakuumventile
DE19649515B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Messung der Dicke dünner Schichten sowie Schaltung zur Ansteuerung der Vorrichtung
DE19609608C2 (de) Verfahren zur Messung der Anker-Anzugspannung und der Anker-Durchzugsspannung eines Schaltrelais
DE3345880A1 (de) Direktwirkendes steuerventil
DE102019109176B4 (de) Verfahren zum Schließen eines Schaltschützes und Schaltschütz mit Temperaturkompensation
DE3624231A1 (de) Verfahren zur anzeige einer magnetventilbetaetigung und schaltungsanordnung zur durchfuehrung des verfahrens
DE69313348T2 (de) Verbesserter Zwischenträger für Relais zur Anwendung, insbesondere in Kraftfahrzeugen
EP0073002A1 (de) Sperrmagnetauslöser
WO2000034563A1 (de) Stichbildende maschine und verfahren zum erkennen von fehlfunktionen
DE69820998T2 (de) Elektromechanischer doppelhubmagnet
DE102005035799B4 (de) Kontaktloser Magnetpositionssensor
DE19501766A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Ansteuerung eines elektromagnetischen Verbrauchers
DE19736773A1 (de) Sensoranordnung zur Erfassung der Lage eines elektromagnetisch bewegten Ankers

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee

Effective date: 20121002