DE19609504A1 - Empfänger und zugehöriges Verfahren zur Taktrückgewinnung und zur Frequenzschätzung - Google Patents
Empfänger und zugehöriges Verfahren zur Taktrückgewinnung und zur FrequenzschätzungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Signal
empfänger und insbesondere auf einen Signalempfänger der ei
nen Frequenz- und Impulsdetektor verwendet, um den Takt und
die Frequenz eines Impulses zu detektieren.
Ein Pulskommunikationsempfänger, wie beispielsweise ein
digitaler Empfänger oder ein Radarempfänger, müssen sowohl
eine Zeitreferenz als auch eine Frequenzreferenz erhalten, um
ein Signal zu empfangen und zu dekodieren. Im empfangenen
Signal können Impulse detektiert werden, um die Zeit- und
Frequenzreferenz zu liefern. In einem digitalen Kommunika
tionssystem, wie beispielsweise einem TDMA (System des Mehr
fachzugriffs im Zeitmultiplex) werden Informationsrahmen pe
riodisch empfangen. Eine Zeitreferenz für einen empfangenen
Rahmen kann man erhalten, indem irgend ein erwarteter Impuls
an einervorbestimmten Position im Rahmen detektiert wird.
Beispielsweise kann ein Impuls, der am Beginn des Rahmens
oder einem anderen Ort des Rahmens auftritt, detektiert wer
den, um eine Zeitreferenz zur Dekodierung des empfangenen
Signals zu erhalten. Wenn einmal ein Impuls detektiert wurde,
so kann Information aus dem Rahmen oder anderen Teilen des
empfangenen Signals herausgezogen werden. Diese Information
kann auch verwendet werden, um eine Zeitsteuerung für nach
folgende Rahmen zu erhalten. Eine solche Rahmensynchronisa
tion ist erforderlich, bevor Information detektiert wird, um
dem Benutzer des Empfängers ein Ausgangssignal zu liefern.
Eine Frequenzreferenz für das empfangene Signal kann man
erhalten, indem man eine Oszillatorfrequenz des Empfängers
mit einer Trägerfrequenz des empfangenen Signals vergleicht.
Wenn die Frequenz zu hoch oder zu niedrig ist, kann der Os
zillator des Empfängers in einer Rückkoppelanordnung berich
tigt werden. Eine Frequenzreferenz für das empfangene Signal
kann man auch erhalten, indem man einen vorbestimmten Fre
quenzkorrekturteil eines Impulses empfängt. Basierend auf den
empfangenen Kennzeichen des vorbestimmten Frequenzkorrektur
teils des Impulses kann die Oszillatorfrequenz des Empfängers
zurückgestellt werden.
Bei bekannten Empfängern wird oftmals ein empfangenes
Signal mit einem erwarteten Muster verglichen, um Zeit
und/oder Frequenzreferenzen zu erhalten. Ein solches System
erfordert die Übertragung von einem Sender zu einem Empfänger
von speziell zugeordneten Mustern, die wertvolles Frequenz
spektrum verbrauchen und die die Systemkapazität beschränken.
Sollte ein System verwirklicht werden ohne speziell zugeord
nete Muster zur Errichtung einer Zeitreferenz und/oder einer
Korrekturfrequenz, so würde die Systemkapazität erhöht und
das Frequenzspektrum bliebe erhalten.
Wenn der Sender und Empfänger große Frequenzunterschiede
erhalten, so wird die obige Korrelationstechnik unzuverläs
sig. Diese großen Frequenzunterschiede können verursacht wer
den durch Unterschiede in der Referenzfrequenz des Sender und
Empfängers beispielsweise durch Kristallfehler. Darüberhinaus
können diese große Frequenzdifferenzen auftreten, wenn sich
die Empfänger mit einer großen Geschwindigkeit im Verhältnis
zum Sender bewegen. Beispielsweise bewegen sich ein Flugzeug
oder ein Satellit schnell und sie weisen üblicherweise Dopp
ler Frequenzfehler bei der Kommunikation mit einer Erdstation
oder einem anderen Flugzeug oder einem Satelliten auf. Wenn
der Sender und der Empfänger eine größere Frequenzdifferenz
erhalten, so bewegt sich das empfangene Signal außerhalb des
Korrelationsbereiches des erwarteten Musters. Somit werden
mit zunehmender Frequenzdifferenz das empfangene Signal und
das erwartete Muster zunehmend dekorreliert und es wird immer
schwieriger, eine Zeitreferenz und eine schnelle Schätzung
der Frequenz zu erhalten.
Die Wirksamkeit der obigen Techniken nimmt ebenfalls ab,
wenn das Signal zu Rausch Verhältnis abnimmt. Wenn das Signal
zu Rausch Verhältnis abnimmt, kann das Rauschen kaum mehr von
den erwarteten Mustern unterschieden werden.
Es wird ein Funkempfänger benötigt, der schnell und zu
verlässig eine Frequenz schätzen und eine Zeitversetzung ei
nes empfangenen Impulses erkennen kann.
Fig. 1 zeigt ein Blockdiagramm eines Funkempfängers ge
mäß der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 zeigt ein Blockdiagramm einer Ausführungsform ei
ner Synchronisationsstufe eines Funkempfänger zur Schätzung
der Frequenz und der Verschiebung eines empfangenen Impulses
gemäß der vorliegenden Erfindung;
Fig. 3 und Fig. 4 zeigen Blockdiagramme einer Autokorre
lationsschaltung gemäß der vorliegenden Erfindung;
Fig. 5 und Fig. 6 zeigen Blockdiagramme des Korrelela
tionsfilters der vorliegenden Erfindung;
Fig. 7 und Fig. 8 zeigen Blockdiagramme des Spitzenwert
detektors gemäß der vorliegenden Erfindung; und
Fig. 9 zeigt ein Blockdiagramm des Frequenzschätzers ge
mäß der vorliegenden Erfindung.
Fig. 1 zeigt ein Blockdiagramm eines Funkempfängers ge
mäß der vorliegenden Erfindung. Die Antenne 100 empfängt ein
Funkfrequenzsignal und eine Funkfrequenzstufe (RF) 110 wan
delt das Funkfrequenzsignal in ein gleichphasiges Signal (I)
und in ein Quadratursignal (Q) um. Ein Analog-/Digitalwandler
120 tastet das gleichphasige Signal und das Quadratursignal
ab, um ein digitales gleichphasiges Signal und ein digitales
Quadratursignal in Erwiderung auf einen Abtasttakt von einer
Zeitschaltung 130 zu erzeugen. Ein Frequenz- und Impulsdetek
tor 140 ergibt eine grobe Taktreferenz T und eine Frequenz
schätzung f in Erwiderung auf das digitale gleichphasige
Signal und das digitale Quadratursignal des Ana
log/Digitalwandlers 120 und in Erwiderung auf die Abtastzeit
der Zeitschaltung 130. Das digitale gleichphasige Signal und
das digitale Quadratursignal vom Analog/Digitalwandler 120
werden in einem Puffer 150 gespeichert. Nach der Detektion
eines Impulses, wie er durch die grobe Taktreferenz T des
Frequenz- und Impulsdetektors 140 angezeigt wird, werden die
im Puffer 150 gespeicherten Signale zu einem Empfänger 160
übertragen. Danach liefert der Empfänger eine feine Taktrefe
renz an die Zeitschaltung 130 und kann die empfangenen Daten
an einen Sprachdekodierer, eine Dateneinheit und einen Ruf
prozessor 170, beispielsweise des Funkempfängers, liefern.
Eine feine Frequenzeinstellung wird auch in der RF-Stufe 110
durch den Empfänger 160 durchgeführt.
Die vorliegende Erfindung gewinnt die Zeitgebung und
schätzt die Frequenz des Impulses ohne daß speziell zugewie
sene Muster erforderlich sind, um eine Referenz aufzubauen.
Da starke Dopplerverschiebungen die festgelegten Teile der
speziell zugeordneten Muster verschieben, ist diese verbes
serte Technik notwendig, um den Träger des empfangenen Sig
nals wiederzugewinnen. Eine zuverlässige Impulsdetektion und
Frequenzschätzung ist durch die vorliegende Erfindung mög
lich, sogar wenn der Sender und Empfänger große Frequenzdif
ferenzen, verursacht durch Kristallfehler, aufweisen, als
auch bei Dopplerverschiebungen. Bei der vorliegenden Erfin
dung werden die Kennzeichen des Signals selbst erkannt. Es
kann beispielsweise eine konstante Leistungsübergangscharak
teristik erkannt werden, wenn das Signal einen plötzlichen
Impuls aufweist. Die vorliegende Erfindung erkennt Impulse
zuverlässig wieder, beispielsweise da sie Statistikgrößen
zweiter Ordnung eines Empfängerimpulses verwenden kann. Die
vorliegende Erfindung erhöht auch die Systemkapazität und
konserviert das Frequenzspektrum, da sie keine speziell zuge
wiesenen Muster erfordert, um eine Zeitreferenz oder eine
Frequenzschätzung aufzustellen. Die vorliegende Erfindung
verschlechtert nicht das Signal zu Rausch Verhältnis, verur
sacht durch eine falsche Detektion zueinandergehöriger Im
pulsspitzen. Die vorliegende Erfindung vermeidet auch Mehrfa
chempfängerpfade für die Aufstellung einer Zeitreferenz, wie
das im Rake Empfänger erfolgt, und sie spart somit Verarbei
tungszeit.
Der Frequenz- und Impulsdetektor 140 liefert kontinuier
lich Frequenzschätzungen f, immer wenn neue Impulse empfangen
werden. Der Empfänger 160 verwendet diese Frequenzschätzungen
f um einen Impuls zu erhalten und leitet davon eine feine
Frequenzeinstellung ab, um die Frequenz eines Oszillators in
der RF-Stufe 110 wieder rückzustellen. Die Taktwiedergewin
nung und die Frequenzschätzungen werden mit einer Genauigkeit
geliefert, die in der Toleranz des Empfängers 160 liegt.
Feine Frequenzeinstellungen können auch durch den Empfänger
160 vorgenommen werden auf einer periodischen Basis in der
RF-Stufe 110, basierend auf den nachfolgenden zuverlässigen
Empfang von beispielsweise einem Frequenzkorrekturimpuls oder
einem Rahmenteil. Solch ein Frequenzkorrekturimpuls oder ein
Rahmenteil könnten nicht empfangen werden, bis die Frequenz
schätzung durch dem Empfänger 160 verwendet wurde, um den Im
puls zu empfangen.
Wenn der Frequenz- und Impulsdetektor 140 einen Impuls
detektiert, wie er durch die grobe Zeitreferenz T angezeigt
wird, so verursacht die Zeitschaltung 130 einen Betriebsart
wechsel von einer Impulsdetektionsbetriebsart zu einer torge
steuerten Empfangsbetriebsart. Während man sich in der Im
pulsdetektionsbetriebsart befindet, kann eine Taktreferenz
durch den Frequenz- und Impulsdetektor 140 nicht erhalten wer
den und Information kann nicht herausgezogen werden, um dem
Benutzer des Empfängers ein Ausgangssignal zu liefern. Nach
dem eine Taktreferenz durch den Frequenz- und Impulsdetektor
140 erhalten wurde, kann nachfolgend Information vom empfan
genen Signal durch den Empfänger 160 erhalten werden, unter
der Annahme, daß sich der Takt langsam ändert. Ein Betriebs
artschalter 180 schaltet zwischen der Impulsdetektionsbe
triebsart und der torgesteuerten Empfangsbetriebsart in Erwi
derung auf die Zeitschaltung 130. Während der torgesteuerten
Betriebsart werden langsame Änderungen des Taktes durch den
Empfänger 160 über die feine Zeitreferenz korrigiert. Der
Empfänger 160 erzeugt die feine Zeitreferenz aus seiner Syn
chronisation, die sich ergibt aus der der Wiedergewinnung der
Information aus dem empfangenen Signal, um langsame Änderungen
im Takt zu kompensieren.
Die Zeitschaltung 130 liefert die Abtastzeit, um die Ab
tastung des Analog/Digitalwandlers 120 zu takten und liefert
auch die Abtastzeit für digitale Schaltungen des Frequenz-
und Impulsdetektors 140. Die Zeitschaltung 130 kann bei
spielsweise einen selbsthaltenden Schalter und einen Zähler
enthalten. Nach der Detektion des Impulses, wie das durch die
grobe Zeitreferenz T angezeigt ist, wird der selbsthaltende
Schalter getriggert, um so einen Betriebsartenwechsel durch
den Schalter 180 zu veranlassen. Der Zähler wird rückgesetzt
und beginnt in Erwiderung auf die grobe Zeitreferenz T zu
zählen, um die Abtastzeit für das Takten des Ana
log/Digitalwandlers 120 und des Frequenz- und Impulsdetektors
140 zu erzeugen.
Fig. 2 zeigt ein Blockdiagramm einer Ausführungsform der
Synchronisierstufe eines Funkempfänger zur Schätzung der Fre
quenz und der Verschiebung eines empfangenen Impulses gemäß
der vorliegenden Erfindung. Eine Autokorrelationsschaltung
berechnet ein Autokorrelationsmaß. Das Autokorrelationsmaß
ist eine Kombination der Autokorrelationssequenznacheilungen
des digitalen gleichphasigen Signals (I) und des digitalen
Quadratursignals (Q), die von der RF-Stufe 110 empfangen wer
den. Ein digitales Filter 220 filtert das Autokorrelationsmaß
der Autokorrelationsschaltung 210 und erzeugt ein gefiltertes
Signal. Ein digitales Filter 220, das an dein erwarteten Im
puls angepaßt ist, würde ein maximales Signal zu Rausch Ver
hältnis liefern. Das Korrelationsfilter 220 ist vorzugsweise
als ein finites Impulsantwortfilter (FIR) oder als ein infi
nites Impulsantwortfilter (IIR) konstruiert, das solche An
zapfungen aufweist, daß die Impulsantwort des Korrelations
filters die Größe und Dauer des erwarteten Impulses dar
stellt. Ein Spitzenwertdetektor 230 detektiert einen Spitzen
wert des vom Korrelationsfilter 220 gefilterten Signals. Der
Ort des Spitzenwerts wird durch das grobe Taktsignal T ange
geben, das vom Spitzenwertdetektor 230 ausgegeben wird. Der
Spitzenwertdetektor kann eine Maximallösung verwenden, um ei
ne vordere Kante des Impulses zu bestimmen. Der Spitzenwert
detektor 230 kann auch eine Musterpaßlösung verwenden. Ein
Frequenzschätzer 240 schätzt die Frequenz des Impulses, ba
sierend auf dem vom Korrelationsfilter 220 gefilterten Signal
und basierend auf dem Ort des Impulses, der durch das grobe
Taktsignal T vom Spitzenwertdetektor 230 angezeigt wird. Der
Spitzenwert zeigt die Zeitverschiebung oder den Ort des Im
pulses an.
Fig. 3 zeigt ein Blockdiagramm der Autokorrelations
schaltung gemäß der vorliegenden Erfindung. Die dargestellte
Autokorrelationsschaltung empfängt abgetastete gleichphasige
(I) und Quadratur- (Q) Baisbandsignale von der Funkfrequenz
stufe (RF) eines Funkempfängers. Die Autokorrelationsschal
tung hat zwei Wege, einen führenden Weg und einen nacheilen
den Weg. Ein Verzögerungselement 310 liefert die Verzögerung
des nacheilenden Weges. Die Verzögerung kann so gewählt wer
den, daß sie größer ist als die Einheitsverzögerung, wenn die
Abtastrate R genügend hoch ist, so daß der Wert der Verzöge
rung geteilt durch R weniger ist als eine der maximalen Fre
quenzverschiebungen des Impulses. Wenn die Verzögerung so ge
wählt wird, daß die Bruttofehler in der Frequenzschätzung
nicht leiden als Ergebnis der diskreten Frequenzverschiebung
der Impulsmessung größer als 2π Radiant, was zu einer nicht
umkehrbaren Phasenverwindung führt. Einer der beiden Wege
weist eine komplex konjugierte Operation vor dem Multiplizie
ren der zwei Wege in einem komplexen Multiplizierer 330 auf.
Der komplex konjugierte Block 320 ist vorzugsweise im nachei
lenden Weg vor dem komplexen-Multiplizierer 330 angeordnet.
Fig. 4 zeigt ein anderes Blockdiagramm der Autokorrela
tionsschaltung gemäß der vorliegenden Erfindung. In Fig. 4
hat der führende Weg ein führendes Filter 340 und der nachei
lende Weg hat ein nacheilendes Filter 350. Für eine verein
fachte Berechnung sind beiden Filter 340 und 350 linear und
vorzugsweise finite Impulsantwortfilter (FIR). Das führende
Filter 340 und das nacheilende Filter 350 haben Abgriffe, die
derart gewühlt sind, daß das Ausgangssignal der Autokorrela
tionsschaltung 210 eine Autokorrelationsschätzung liefert,
die ein verbessertes Signal zu Rausch Verhältnis gegenüber
denjenigen, das mit der Autororrelationsschaltung in Fig. 3
erzielt wurde, aufweist und die zusätzlich eine linieare
Phase zeigt, was eine Frequenzschätzung, die frei von syste
matischen Fehlern ist, erlaubt. Eine verbesserte Schätzung
der Position und Frequenz des empfangenen Impulses wird durch
diese führenden und nacheilenden Filter 340 und 350 erzielt,
die zur Konstruktion der Fig. 3 hinzugefügt wurden.
Die Fig. 5 und 6 zeigen Blockdiagramm zweier alterna
tiver Ausführungsformen für die Implementierung des Korrela
tionsfilter 220 gemäß der vorliegenden Erfindung. Das Korre
lationsfilter 220 kann in einem komplexen finiten Impulsant
wortfilter (FIR) gemäß der Fig. 5 oder einem infiniten Im
pulsantwortfilter (IIR) gemäß der Fig. 6 implementiert wer
den. Das FIR Filter der Fig. 5 hat eine Reihe von Verzöge
rungsstufen 410, 420, 430 und 440. Die Zahl der Verzögerungs
stufen beträgt vorzugsweise eins weniger als die Zahl der Ab
tastungen L, die notwendig sind, um die gesamte Länge eines
erwarteten Impulses einzufangen. Jede Verzögerungsstufe und
das Eingangssignal selbst werden in Abgriffen 450, 460, 470,
480 bis 490 mit den Werten C₁ bis CL multipliziert. Die Aus
gangssignale der Abgriffe 450 bis 490 versorgen einen Summie
rer 495. Die Abgriffe 450 bis 490 weisen vorzugsweise nur re
ele Werte C₁ bis CL auf. Sollten die Abgriffe 450 bis 490
komplexe Werte aufweisen, das heißt, daß sie sowohl von null
verschiedene Real- und Imaginärteile aufweisen, so muß die
Gewichtung durch die Abgriffe 450 bis 490 unter Verwendung
einer komplexen Multiplikation erfolgen. In der Praxis werden
mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nur reelle Werte für die
Abgriffe 450 bis 490 benötigt. Nichtsdestotrotz können Ab
griffe, die komplexe Werte erfordern, dennoch vermieden wer
den, um einfache Berechnung zu erhalten und um den benötigten
Strom und die Verarbeitungszeit zu reduzieren.
Fig. 6 zeigt das Korrelationsfilter 220, implementiert
in einem infinite Impulsantwortfilter (IIR). Ein Summierer
510 summiert ein Eingangssignal der Autokorrelationsschaltung
210 und Ausgangssignale der Abgriffe 520, 530, 540 bis 550.
Verzögerungsstufen 560, 570, 580 bis 590 verzögern ein Ergeb
nis des Summierers 510 und geben verzögerte Ergebnisse an die
Abgriffe 520 bis 550 zurück. Die Abgriffe 520 bis 550 multi
plizieren das verzögerte Ergebnis mit den Werten C₁ bis CK.
Wie oben muß, wenn die Abgriffe 520 bis 550 komplexe Werte
haben, das heißt, wenn sie sowohl von null verschiedene Real-
und Imaginärteile aufweisen, die Wichtung durch die Abgriffe
unter Verwendung komplexer Multiplikationen durchgeführt wer
den. In der Praxis werden mit großer Wahrscheinlichkeit nur
reale Werte benötigt
Fig. 7 zeigt ein Blockdiagramm eines Spitzenwertdetek
tors 230 zur Erzeugung der groben Taktreferenz T gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform der Erfindung. Die exemplari
sche Ausführungsform der Fig. 7 zeigt eine Maximumtechnik.
Eine Größe der komplexen Zahl des Korrelationsfilters 220 muß
während der Spitzenwertdetektion bestimmt werden. Eine Grö
ßenschaltung 610 wird dazu vorzugsweise vom Spitzenwertdetek
tor 230 verwendet. Die Größenschaltung 610 leitet eine Größe
vom Ausgangssignal des Korrelationsfilters 220 ab, die äqui
valent ist zur Größe dieses Ausgangssignals. Nur die Größe
des Ausgangssignals des Korrelationsfilters 220 wird benö
tigt, um den Ort des Spitzenwertes festzustellen. Der Ort des
Spitzenwertes legt den Ort der ersten Abtastung eines empfan
genen Impulses fest. Die Abgriffe im Korrelationsfilter 220
sind bezogen auf den Spitzenwertdetektor in dem Sinn, daß sie
so gewählt werden, daß nur ein einziger Spitzenwert am Aus
gangssignal der Größenschaltung 610 auftritt, wenn unter
rauschfreien Bedingungen ein Impuls vorhanden ist.
Die Größenschaltung 610 könnte als die Summe eines Qua
drates des Real teils und eines Quadrates der Imaginärteils
des Eingangssignals implementiert werden. Alternativ dazu
kann die Größenschaltung als die Summe eines absoluten Wertes
des Realteils und eines absoluten Wertes des Imaginärteils
des Eingangssignals implementiert werden.
Ein Maximumdetektor 620 detektiert den Spitzenwert, ba
sierend auf dem Ausgangssignal der Größenschaltung 610. Der
Maximumdetektor 620 enthält vorzugsweise einen Schwellwert,
durch den kein Spitzenwert identifiziert wird, es sei denn
seine Größe ist größer als der Schwellwert. Der Schwellwert
ist wesentlich über der Rauschleistung aber wesentlich unter
halb der erwarteten Signalspitzenleistung angeordnet, um eine
Verfälschung durch das Rauschen zu vermeiden. Alle Spitzen
werte, die unterhalb dieses Schwellwerts detektiert werden,
werden nicht fälschlich als tatsächlicher Impulsort angenom
men. Ein solcher Schwellwert kann entweder festgelegt sein
oder dynamisch, basierend auf den aktuellen Kanalrauschbedin
gungen.
Fig. 8 zeigt ein Blockdiagramm eines anderen Spitzen
wertdetektors 280 gemäß der vorliegenden Erfindung. Ein Mu
sterpaßdetektor 720 erzeugt ein passendes Muster der Form des
Signals, das von der Größenschaltung 710 ausgegeben wird mit
einer erwarteten Wellenform, beispielsweise der Form des Sig
nals. Der Musterpaßdetektor 720 berücksichtigt mehrere Kenn
zeichen des Signals, wie beispielsweise die Steilheit oder
Form des Signals.
Fig. 9 zeigt ein Blockdiagramm des Frequenzschätzers 240
zur Lieferung einer Frequenzschätzung f gemäß der vorliegen
den Erfindung. Obwohl eine Frequenz auf viele Arten aus einer
Sequenz komplexer Abtastungen abgeleitet werden kann, so ist
doch eine bevorzugte Ausführungsform eines Frequenzschätzers
in Fig. 9 gezeigt. Eine komplex konjugierte Größe des Aus
gangssignals des Korrelationsfilters 220 wird verzögert und
mit sich selbst multipliziert, um ein Produkt zu erzeugen.
Eine Verzögerungsstufe 810 verzögert das Ausgangssignal und
ein komplex konjugierte Block 820 bestimmt den komplex konju
gierten Wert vor einer Multiplikation durch den Multiplizie
rer 830. Ein Argumentoperator 840 bestimmt-einen Arkustangens
des Imaginärteils des Produkts geteilt durch den Realteil des
Produkts. Eine Abtast- und Halteschaltung 850 torsteuert das
Ausgangssignal des Argumentoperators 840 in Erwiderung des
Ortes neuer Impulse, die durch die grobe Taktreferenz T vom
Spitzenwertdetektor 230 angezeigt werden. Ein Skalierungsfak
tor 860 wandelt eine diskrete Frequenzschätzung in Radiant in
eine Frequenzschätzung in Hertz um, indem der Radiantwert mit
R/2π skaliert wird, wobei R die Abtastrate darstellt.
Die Signalverarbeitungstechniken der vorliegenden Erfin
dung, die hier unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeich
nungen beschrieben wurden, werden vorzugsweise auf einem di
gitalen Signalprozessor oder einem anderen Mikroprozessor im
plementiert. Nichtsdestotrotz können solche Techniken als
ganzes oder teilweise als diskrete Komponenten implementiert
werden. Weiterhin werden Fachleute erkennen, daß gewisse gut
bekannte digitale Verarbeitungstechniken mathematisch auf
verschiedene Arten dargestellt werden können, abhängig von
der Wahl der Implementierung.
Obwohl die Erfindung in der obigen Beschreibung und den
Zeichnungen dargestellt wurde, so ist zu verstehen, daß es
sich bei dieser Beschreibung nur um ein Beispiel handelt und
daß zahlreiche Änderungen und Modifikationen von Fachleuten
durchgeführt werden können, ohne von der wirklichen Idee und
dem Umfang der Erfindung abzuweichen. So können die Ausgangs
signale der Zeitschaltung 130 durch verschiedene Schaltungen
angefordert werden und brauchen nicht von allen anderen benö
tigt werden. Obwohl die vorliegende Erfindung eine Doppler
verschiebungstoleranz zeigt, liefert die vorliegende Erfin
dung zusätzliche Vorteile, die hierin erwähnt wurden, und sie
kann somit auf alle Funkkommunikationssysteme angewandt wer
den, unabhängig vom Bedarf einer Dopplerverschiebungstoler
anz, wie beispielsweise beim Funkruf und zellularen und Sat
telitenkommunikationssystemempfängern.
Claims (9)
1. Synchronisationsstufe in einem Funkempfänger zur Wieder
gewinnung der Taktes und zur Schätzung der Frequenz eines
empfangenen Impulses mit:
einer Autokorrelationsschaltung, um ein Autokorrelati onsmaß zu liefern, hinweisend auf Kombinationen von Autokor relationssequenznacheilungen des empfangenen Impulses;
einem Korrelationsfilter, der eine Impulsantwort auf weist, die der Größe und Dauer eines erwarteten Impulses äh nelt, und betriebsmäßig mit der Autokorrelationsschaltung verbunden ist, um das Autokorrelationsmaß zu filtern und ein gefiltertes Signal zu liefern;
einem Spitzenwertdetektor, der betriebsmäßig mit dem Korrelationsfilter gekoppelt ist, um einen Spitzenwert des gefilterten Signals zu detektieren und um ein grobes Taktsi gnal zu liefern; und
einem Frequenzschätzer, der betriebsmäßig mit dem Spit zenwertdetektor und dem Korrelationsfilter verbunden ist, um die Frequenz des Impulses zu schätzen, basierend auf dem ge filterten Signal und dem groben Taktsignal.
einer Autokorrelationsschaltung, um ein Autokorrelati onsmaß zu liefern, hinweisend auf Kombinationen von Autokor relationssequenznacheilungen des empfangenen Impulses;
einem Korrelationsfilter, der eine Impulsantwort auf weist, die der Größe und Dauer eines erwarteten Impulses äh nelt, und betriebsmäßig mit der Autokorrelationsschaltung verbunden ist, um das Autokorrelationsmaß zu filtern und ein gefiltertes Signal zu liefern;
einem Spitzenwertdetektor, der betriebsmäßig mit dem Korrelationsfilter gekoppelt ist, um einen Spitzenwert des gefilterten Signals zu detektieren und um ein grobes Taktsi gnal zu liefern; und
einem Frequenzschätzer, der betriebsmäßig mit dem Spit zenwertdetektor und dem Korrelationsfilter verbunden ist, um die Frequenz des Impulses zu schätzen, basierend auf dem ge filterten Signal und dem groben Taktsignal.
2. Synchronisationsstufe nach Anspruch 1, wobei das Korre
lationsfilter ein finites Impulsantwortfilter umfaßt, das Ab
griffe aufweist, die so ausgesucht sind, daß die Impulsant
wort des finiten Impulsantwortfilters representativ ist für
die Größe und Dauer eines erwarteten Impulses.
3. Synchronisationsstufe nach Anspruch 1, wobei das Korre
lationsfilter ein infinites Impulsantwortfilter umfaßt, das
Abgriffe aufweist, die so ausgesucht sind, daß die Impulsant
wort des infiniten Impulsantwortfilters representativ ist für
die Größe und die Dauer eines erwarteten Impulses.
4. Synchronisationsstufe nach Anspruch 1, wobei die Auto
korrelationsschaltung einen Verzögerungsweg zum Empfang des
Impulses aufweist und ein Autokorrelationsmaß der Real- und
Imaginärteile des Impulses, basierend auf dem verzögerten Im
puls liefert.
5. Synchronisationsstufe nach Anspruch 1, wobei der Spit
zenwertdetektor eine Größenschaltung umfaßt, die betriebsmä
ßig mit dem Korrelationsfilter verbunden ist, um die Größe
des gefilterten Signals zu bestimmen.
6. Synchronisationsstufe nach Anspruch 5, wobei der Spit
zenwertdetektor weiterhin einen Maximumdetektor umfaßt, der
betriebsmäßig mit der Größenschaltung verbunden ist, um ein
Maximum der Größe des gefilterten Signals auszuwählen.
7. Synchronisationsstufe nach Anspruch 5, wobei der Spit
zenwertdetektor weiterhin einen Musterpaßdetektor umfaßt, der
betriebsmäßig mit der Größenschaltung verbunden ist, um ein
passendes Muster der Form der Größe des gefilterten Signals
zu bilden.
8. Synchronisationsstufe nach Anspruch 1, wobei die Synchro
nisationsstufe weiterhin eine RF-Stufe und eine Antenne des
Funkempfängers umfaßt.
9. Verfahren zur Wiedergewinnung des Taktes und zur Schät
zung der Frequenz einer Zeitverschiebung eines empfangenen
Impulses mit folgenden Schritten:
- (a) Erzeugung eines Autororrelationsmaßes, hinweisend auf Kombinationen der Autokorrelationssequenznacheilungen des empfangenen Impulses;
- (b) Filtern des Autokorrelationsmaßes und Liefern eines gefilterten Signals unter Verwendung eines Filters, das eine Impulsantwort aufweist, die der Größe und Dauer eines erwar teten Impulses ähneln;
- (c) Detektion eines Spitzenwertes des gefilterten Si gnals und Liefern eines groben Taktsignals; und
- (d) Schätzen der Frequenz des Impulses, basierend auf dem gefilterten Signal und dem groben Taktsignal.
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