DE19608754C2 - Verfahren zum Aufbringen von Farben oder Lacken und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Aufbringen von Farben oder Lacken und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum homogenen
Aufbringen von pneumatisch oder airless zerstäubten
Farben und Lacken auf
Werkstücke aller Art sowie Vorrichtungen zur Durch
führung des Verfahrens.
Derartige pneumatische und Airless-Verfahren sowie
Hochrotationsverfahren sind aus der automatischen
Lackierung großer Flächen (z. B. Fahrzeugkarosserien)
bekannt. Für die Beschichtung der gesamten Werkstück
breite werden dabei oft mehrere Zerstäuber nebenein
ander angeordnet. Die Zerstäubung des Lackmaterials
beruht auf der Wirkung von Scherkräften, die aufgrund
einer hohen Relativgeschwindigkeit zwischen Lackmate
rial und der Umgebung entstehen.
Aus dem Stand der Technik ist sowohl die pneumatische
Zerstäubung als auch die Airlesszerstäubung sowie die
Hochrotationszerstäubung (z. B. DE 36 34 443 A1) be
kannt. Bei der pneumatischen Zerstäubung wird das aus
der Lackdüse austretende Lackmaterial von einem ko
axialen Luftstrahl mit hoher Strömungsgeschwindigkeit
zerstäubt. Bei der Airlesszerstäubung tritt ein Lack
strahl mit hoher Strömungsgeschwindigkeit in die ru
hende Umgebungsluft aus und wird durch die dabei auf
tretenden Verzögerungskräfte zerstäubt. Bei der Hoch
rotationszerstäubung wird das Lackmaterial von einer
sich mit hoher Winkelgeschwindigkeit drehenden Glocke
tangential in eine ruhende Umgebung abgeschleudert.
Um die in der Regel geforderte hohe Flächenleistung
zu gewährleisten, wird der vom Zerstäuber erzeugte
Spritzstrahl derart eingestellt, daß eine größere
Fläche überstrichen werden kann. Bei einem pneumati
schen Zerstäuber entsteht so ein Flachstrahl mit ei
ner annähernd elliptischen Grundfläche. Fig. 1a zeigt
das statische Spritzbild eines derartigen Zerstäu
bers. Beim Airless-Zerstäuber entsteht ein nahezu
rechteckiges Spritzbild. Der Spritzstrahl eines Hoch
rotationszerstäubers weist dagegen ein kreisringför
miges Spritzbild auf.
Pneumatische Zerstäuber sind universell einsetzbar.
Als Nachteile der pneumatischen Zerstäuber sind vor
allem der relativ niedrige Lackauftragswirkungsgrad
und die damit verbundenen hohen Lackverluste sowie
die ungleichmäßige Schichtdickenverteilung auf dem
Werkstück aufgrund des inhomogenen Flachstrahls zu
nennen. In Fig. 1b ist die Schichtdickenverteilung
eines pneumatischen Zerstäubers des Stands der Tech
nik dargestellt. Gemessen wurde entlang dreier zur
langen Halbachse des statischen Spritzbildes paralle
ler Meßbahnen. Um diese Inhomogenitäten in der
Schichtdickenverteilung auszugleichen, müssen die
Lackierbahnen mehrfach überlagert werden. Bei Metal
lic-Effekt-Lacken jedoch sind selbst bei enger Über
lappung der Lackierbahnen die Inhomogenitäten des
Spritzstrahls in der Lackschicht in Form von Hellig
keitsunterschieden, den sogenannten Wolken, zu erken
nen. Dies stellt insbesondere bei der Fahrzeugbe
schichtung ein noch nicht gelöstes Qualitätsproblem
dar. Durch den Einsatz von elektrostatischen Lack
aufladungsverfahren ist eine gewisse Verbesserung des
Lackauftragungswirkungsgrad pneumatischer Zerstäuber
möglich.
Aus "Zerstäuben von Flüssigkeiten", P. Walzel, Chem.-
Ing.-Tech. 62 (1990) Nr. 12, S. 983-994, sind Drall
düsen für pneumatische und Airless-Zerstäuber be
kannt. Durch den Drall wird das Aufreißen des aus der
Düse austretenden Strahls erleichtert.
Hochrotationszerstäuber erzielen zwar einen hohen
Lackauftragungswirkungsgrad und eine homogene
Schichtdickenverteilung, ihr Einsatz ist aber mit
anderweitigen Problemen verbunden. Die Drehzahlen bei
Hochrotationsglocken bewegen sich gemäß dem "Taschen
buch für Lackierbetriebe 1995", 52. Jahrgang, 1994,
Curt R. Vincentz Verlag, Hannover, S. 117, im Bereich
zwischen 15000 und 60000 Umdrehungen pro Minute. Die
Lacktropfen müssen durch ein elektrisches Feld sowie
durch eine Lenkluftströmung von tangentialen Bahnen
senkrecht auf das Werkstück umgelenkt werden und
haben somit einen relativ geringen Impuls in der
axialen Richtung. Bei Verwendung von Wasserlacken
treten in Verbindung mit der Außenaufladung zum Teil
starke Verschmutzungen der Zerstäuber und der Elek
troden auf. Da die Hochrotationszerstäubung allein
nicht den gewünschte Metallic-Effekt (zu niedrige
Flop-Werte) liefert, muß noch eine zweite Lackschicht
pneumatische aufgetragen werden. Der
Zweischichtauftrag ist mit einem hohen anlagentech
nischen Aufwand, hohem Lackverbrauch und somit er
heblichen Kosten verbunden. Ökologische Aspekte spre
chen ebenfalls gegen einen Zweischichtauftrag.
Hochrotationszerstäuber zeichnen sich darüber hinaus
durch eine komplizierte und damit teuere Technik aus.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe
zugrunde, ein Verfahren und entsprechende Vorrichtun
gen zum Aufbringen von Farben, Lacken und anderen
zerstäubbaren Medien der eingangs genannten Art
dahingehend zu verbessern, daß sich die Vorzüge der
pneumatischen Zerstäubung hinsichtlich der optischen
Beschichtungsqualität, des einfachen Aufbaus und der
niedrigen Anlagenkosten mit der Schichtdickengleich
mäßigkeit und dem hohen Auftragswirkungsgrad der
Hochrotationszerstäubung kombinieren lassen, um
sowohl die Wirtschaftlichkeit als auch die Produk
tivität des Lackiervorganges zu steigern.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe erfolgt
hinsichtlich des Verfahrens durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 und bezüglich der Vorrich
tungen zur Durchführung des Verfahrens durch die
kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 7 und 9. Vor
teilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
jeweiligen Lösung ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Die erfindungsgemäße Übertragung einer Rotationsbe
wegung von bis zu 500 Umdrehungen pro Minute um die
Zerstäuberachse durch eine rotierende Zerstäuberein
heit, eine rotierende Luftkappe oder eine rotierende
Lackdüse auf den pneumatisch oder airless zerstäubten
Spritzstrahl erlaubt es, die bekannten Probleme her
kömmlicher Lackapplikationstechniken zu vermeiden.
Die positiven Wirkungen des rotierenden Spritzstrahls
beruhen darauf, daß sich während der Beschichtung der
geometrische Auftreffpunkt eines Lacktröpfchens auf
einer Kreisbahn ändert.
Im Gegensatz zur Hochrotationszerstäubung erfolgt die
Zerstäubung des aufzutragenden Mediums nicht bei
hoher Drehzahlen einer Zerstäuberkante, sondern durch
pneumatische oder Airless-Zerstäubung des aus einer
Lackdüse austretenden Lackmaterials.
Die Inhomogenitätsprobleme des pneumatisch oder air
less erzeugten Flachstrahls werden dadurch gelöst,
daß auf den zerstäubten Spritzstrahl, der bereits
einen axialen Impuls in Richtung auf das Werkstück
aufweist, zusätzlich eine Rotatation bevorzugt derart
übertragen wird, daß der Strahl um die Zerstäuber
achse und gegebenenfalls um die Drehachse der Zer
stäubereinheit oder eine beliebige andere Achse
(exzentrisch) rotiert. Auf diese Weise läßt sich ein
symmetrisches Spritzbild (Fig. 2a) mit einer gleich
mäßigen Schichtdickenverteilung (Fig. 2b) und somit
eine hohe Lackschichtqualität bei gleichzeitig hoher
Flächenleistung realisieren.
Typische Drehzahlen des rotierenden Spritzstrahls
betragen unter 500 Umdrehungen pro Minute, bevorzugt
ungefähr 20 bis 200 Umdrehungen pro Minute.
Aufgrund des mit der Rotation des Spritzstrahls ver
bundenen Drehimpulses der Lacktröpfchen wirken auf
die zerstäubten Lackteilchen Zentrifugalkräfte, die
eine Bewegung von der Drehachse weg bewirken. Aus
diesen Kräften resultiert eine zusätzliche Strahlauf
weitung. Dadurch ist es möglich, den für die Strahl
aufweitung erforderlichen Hornluftvolumenstrom zu
reduzieren und damit den Auftragswirkungsgrad zu er
höhen. Mittels elektrostatischer Lackauftragung läßt
sich der Lackauftragswirkungsgrad weiter verbessern.
Zusätzlich kann der rotierende Spritzstrahl trans
latorische Bewegungen, beispielsweise senkrecht zur
Förderrichtung des Werkstückes, ausführen. Auf diese
Weise können Beschichtungsleistung und Beschichtungs
homogenität verbessert werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren erreicht sowohl hin
sichtlich des Lackauftragswirkungsgrades als auch
hinsichtlich der Lackschichtdickenhomogenität die
hohe Qualität der Hochrotationszerstäubung bei allen
anlagentechnischen Vorteilen der pneumatischen oder
Airless-Zerstäubung.
Durch den Einsatz des sich drehenden Spritzstrahls
kann auf den Zweischichtauftrag bei Metallic-Lacken
verzichtet werden, was sowohl unter wirtschaftlichen
als auch ökologischen Aspekten einen großen Vorteil
darstellt.
Geeignete Vorrichtungen, um den zerstäubten Spritz
strahl in Rotation zu versetzen, beinhalten drehbare
Lackdüsen oder drehbare Luftkappen oder drehbare Zer
stäuberkörper.
Bei Anordnungen, welche mindestens zwei nebeneinander
angeordnete Zerstäubereinheiten umfassen, läßt sich
ein homogeneres Spritzbild erzielen, wenn sich be
nachbarte Spritzstrahlen gegensinnig drehen.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Er
findung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschrei
bung der Ausführungsbeispiele und anhand der Zeich
nungen, welche bevorzugte, jedoch beispielsweise Aus
gestaltungen wiedergeben.
Es zeigen:
Fig. 1a das statische Spritzbild eines herkömmli
chen, sich nicht drehenden pneumatischen
Zerstäubers,
Fig. 1b die Schichtdickenverteilung eines herkömm
lichen, sich nicht drehenden Zerstäubers,
Fig. 2a das statische Spritzbild eines pneumati
schen Zerstäubers mit sich drehendem
Spritzstrahl,
Fig. 2b die Schichtdickenverteilung eines pneumati
schen Zerstäubers mit sich drehendem
Spritzstrahl,
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung
mit sich drehendem Zerstäuberkopf zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfah
rens,
Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung
mit sich drehender Luftkappe zur Durchfüh
rung des erfindungsgemäßen Verfahrens, und
Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel eines Lackierauto
maten mit sich drehenden Zerstäubern.
Eine Vorrichtung gemäß Fig. 3 zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens zum Aufbringen von pneu
matisch zerstäubten Farben, Lacken und anderen zer
stäubbaren Medien in Form eines sich um die Zerstäu
berachse 3 drehenden Spritzstrahls 4 auf ein nicht
dargestelltes Werkstück umfaßt eine ortsfeste Halte
rung 1, ein daran angebrachtes drehbares Adapterteil
2 und eine drehbare pneumatische Zerstäubereinheit 6.
Die Zerstäubereinheit 6 umfaßt einen Zerstäuberkörper
7, eine Luftkappe 8 und eine Lackdüse 9. Über das
Adapterteil 2 werden mittels Drehdurchführungen die
Systemleitungen 5 (Lack-, Zerstäubungsluft- und Horn
luftleitung sowie Steuerleitung für die Düsennadel)
auf das rotierende Zerstäubersystem übertragen. Op
tional kann eine Vorrichtung für elektrostatische
Lackaufladung zur Steigerung des Lackauftragswir
kungsgrades mit der ortsfesten Halterung 1 verbunden
sein. Der Antrieb der Zerstäubereinheit 6 erfolgt
beispielsweise durch einen SPS-gesteuerten, explo
sionsgeschützten Motor.
Der Drehmechanismus ist so ausgestaltet, daß der Zer
stäuber sich sowohl im als auch gegen den Uhrzeiger
sinn drehen kann. Die Drehzahl bewegt sich bevorzugt
in einem Bereich bis 200 Umdrehungen pro Minute.
Eine andere Vorrichtung gemäß Fig. 4 zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Erzeugung eines
pneumatisch zerstäubten, sich um die Zerstäuberachse
10 drehenden Spritzstrahls 11 umfaßt eine Zerstäuber
einheit 12, bestehend aus Zerstäuberkörper 13, Lack
düse 14 und Luftkappe 15. Die Luftkappe 15 ist erfin
dungsgemäß derart ausgestaltet, daß sie um die Zer
stäuberachse 10 rotieren kann. Die einzelnen Strö
mungskanäle werden separat abgedichtet in die dreh
bare Luftkappe 15 übergeführt. Optional kann wiederum
eine Vorrichtung zur elektrostatischen Lackaufladung
mit der Zerstäubereinheit 12 verbunden sein. Der An
trieb erfolgt beispielsweise durch einen SPS-gesteu
erten, explosionsgeschützten Motor.
Im Falle einer Airless-Zerstäubung kann ein sich dre
hender Spritzstrahl durch Rotieren der Lackdüse rea
lisiert werden.
Eine Rotation kann auch dadurch auf den Spritzstrahl
übertragen werden, daß die Zerstäubereinheit um eine
Achse rotiert, die nicht mit der Zerstäuberachse
identisch ist (exzentrische Rotation). Eine derartige
Rotation kann auch zusätzlich zu einer Rotation um
die Zerstäuberachse auf den Spritzstrahl übertragen
werden.
Durch Integration mehrerer erfindungsgemäßer Zerstäu
bereinheiten lassen sich komplexe Lackierautomaten
realisieren. Ein solcher Automat 26 in Portalbauweise
für die Beschichtung von horizontalen Flächen 19,
beispielsweise Fahrzeugkarosserien, ist in Fig. 5
dargestellt. Das komplette Zerstäubersystem ist mit
tels geeigneter Aufhängungen 28 derart am Dachbalken
29 des Lackierautomaten 26 befestigt, daß zur Erzie
lung einer gleichmäßigeren Schichtdickenverteilung
und einer günstigen Überlappung der einzelnen Spritz
bahnen das Zerstäubersystem eine Oszillationsbewegung
20 senkrecht zur Förderrichtung 21 des Werkstückes
durchführen kann. Diese Oszillationsbewegung wird von
einer Pendelvorrichtung 27 gesteuert. Die Zerstäube
reinheiten 30 sind über Anschlüsse 31 mit dem An
triebs-/Aufhängungssystem verbunden.
Bei derartigen Automaten ist es vorteilhaft, wenn die
Rotationen 22 der einzelnen Spritzstrahlen 23 syn
chronisiert werden und sich benachbarte Spritzstrah
len, wie in Fig. 5 angedeutet, gegensinnig drehen.
Auf diese Weise werden ungünstige gegenseitige Beein
flussungen der einzelnen Spritzstrahlen reduziert und
unerwünschte Strömungs- bzw. Lackiereffekte vermie
den. Die erforderliche Regelung der Dreh- und Pendel
bewegungen erfolgt basierend auf Abstand, Geometrie
und Fördergeschwindigkeit des Werkstückes mittels ei
ner SPS-Steuerung 32 über einen geeigneten Antrieb
17, welcher beispielsweise ein explosionsgeschützter
Motor sein kann. Die Durchführungen 24 der Anschluß
leitungen für Lackmaterial, Zerstäubungs-, Horn- und
Steuerluft sind drehbar ausgestaltet. Lackmaterial
und Luft entstammen einer Lack- und Luftversorgungs
vorrichtung 25.
Bei derartigen Lackierautomaten können beispielsweise
Zerstäubereinheiten gemäß Fig. 3 oder anstatt oder in
Kombination mit Zerstäubereinheiten gemäß Fig. 3 auch
Zerstäubereinheiten gemäß Fig. 4 eingesetzt werden.
Zur Erhöhung des Lackauftragswirkungsgrades kann das
Lackmaterial mittels geeigneter Vorrichtungen 18
elektrostatisch aufgeladen werden.
Claims (13)
1. Verfahren zum Aufbringen von Farben oder Lacken
auf Werkstücke aller Art, bei dem ein von einer
Lackdüse emittierter Spritzstrahl pneumatisch
oder airless zerstäubt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Zerstäubereinheit (6), eine Luftkappe
(15) oder die Lackdüse gedreht und dadurch der
Spritzstrahl (4, 11) in eine Rotation von bis zu
500 Umdrehungen pro Minute um die Zerstäuber
achse (3, 10) versetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Spritzstrahl in
eine exzentrische Rotation versetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der rotierende
Spritzstrahl translatorisch bezüglich des
Werkstückes bewegt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Spritzstrahl mit
einer Drehzahl zwischen 20 und 200 Umdrehungen
pro Minute bewegt wird.
5. Verfahren nach einem der Anspräche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der rotierende
Strahl zusätzlich elektrostatisch aufgeladen
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Winkelgeschwin
digkeit der Spritzstrahlrotation gesteuert und
mit einer translatorischen Bewegung eines den
Spritzstrahl emittierenden Zerstäubers oder des
Werkstückes synchronisiert wird.
7. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens
nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bestehend aus
mindestens einer Zerstäubereinheit (6), welche
Systemleitungen (5), einen Zerstäuberkörper (7),
eine Lackdüse (9) und im Falle einer pneumati
schen Zerstäubung zusätzlich eine Luftkappe (8)
enthält,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Zerstäubereinheit (6) vor
gesehen ist, welche um die Zerstäuberachse (3)
drehbar mit einer ortsfesten Halterung (1) ver
bunden ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Systemleitungen
(5) mittels Drehdurchführungen über ein Adapter
teil (2) auf die drehbare Zerstäubereinheit (6)
durchgeführt sind.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 6, bestehend aus min
destens einer Zerstäubereinheit (12), welche
Systemleitungen (16), einen Zerstäuberkörper
(13), eine Lackdüse (14) und im Falle einer
pneumatischen Zerstäubung zusätzlich eine
Luftkappe (15) enthält,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine
Zerstäubereinheit (12) vorgesehen ist, bei wel
cher im Falle einer pneumatischen Zerstäubung
die Luftkappe (15) und im Falle einer Airless-
Zerstäubung die Lackdüse (14) um die Zerstäu
berachse (10) drehbar mit dem Zerstäuberkörper
(13) verbunden ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen
Strömungskanäle der Luftleitung separat ab
gedichtet in die drehbare Luftkappe 15 über
geführt sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß mit der/den Zerstäu
bereinheit(en) (6, 12) eine Vorrichtung zur
elektrostatischen Lackaufladung verbunden ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Anordnung
mehrerer Zerstäubereinheiten nebeneinander
jeweils zwei benachbarte Spritzstrahlen (4, 11)
gegensinnig drehbar ausgestaltet sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Winkelgeschwin
digkeit der Rotation der einzelnen Spritzstrah
len unabhängig voneinander steuerbar und mit der
translatorischen Bewegung der Zerstäuber oder
des Werkstückes synchronisierbar ist.
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| DE19608754A DE19608754C2 (de) | 1996-03-06 | 1996-03-06 | Verfahren zum Aufbringen von Farben oder Lacken und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
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| DE19608754C2 true DE19608754C2 (de) | 1998-11-26 |
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1996
- 1996-03-06 DE DE19608754A patent/DE19608754C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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